Mittwoch, November 11, 2015

Familiennachzug

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) möchte zur Eindämmung des Flüchtlingsstroms den Familiennachzug von syrischen Familien unterbinden. Ja, genau, de Maiziere ist Mitglied der Partei, die sich immer so sehr selbst für ihre christlichen Werte und den Erhalt des Familienbildes rühmt. Zum Glück gibt es noch Politiker wie die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) - ja genau, die ist von der Partei, die nach Sichtweise der Konservativen im Land Familien abschaffen will -, die moralisch wie sachlich genau den richtigen Ton dazu findet:
"Zum Ausschluss des Familiennachzugs: Selbst wenn jeder alleinreisende Syrer, der in unserem Land ist, tatsächlich eine Frau und Kinder in der Heimat zurückgelassen hätte, um sein Heil in der Flucht und im Familiennachzug zu suchen, dann reden wir über etwa 600 Fälle.
Nur zur Einordnung: Am Tag kommen rund 700 Menschen nach Rheinland-Pfalz.
Und diesen 600 Fällen sagt die Christlich Demokratische Union dann: Wir schaffen das nicht, wir wollen das nicht.
Und unser Grundgesetz soll da nicht gelten? Ich erinnere: Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung. Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
Da steht nicht drin: Das gilt nur für Deutsche.
Was ist das für ein Menschenbild?"

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen