Dienstag, Mai 10, 2016

Leiharbeit und Equal Pay

Der Kompromiss bei der Leiharbeit‬ ist ein Fortschritt - Danke SPD! Aber was mir aus Gerechtigkeits- wie auch betriebswirtschaftlichen Aspekten nach wie vor nicht in den Kopf geht: Warum soll ein Leiharbeiter in den ersten 9 Monaten immer noch weniger verdienen als sein fest angestellter Kollege, liebe CDU/CSU? Ist dessen/deren Arbeit schlechter und/oder weniger wert? Tatsächlich hilft er doch in einem mit Leiharbeit ordentlich umgehenden Unternehmen, Auftragsspitzen abzufangen und sorgt so für mehr Umsatz und bei vernünftiger Kalkulation ergo auch Gewinn. Die Argumentation, dass die den Arbeitnehmer verleihende Firma (schon eine Krux an sich, dass das nicht die Arbeitsagentur leisten kann) ja auch noch etwas verdienen muss, kann nicht überzeugen, denn: Wenn es um das Auffangen von Auftragsspitzen geht und man sich eines privaten Vermittlers bedient, muss eben Equal Pay + eine Vermittlungsgebühr bezahlt werden. Fertig! Vielmehr könnte man sogar argumentieren, dass ein Arbeitnehmer aufgrund seiner zur Verfügung gestellten Flexibilität und bestehenden Unsicherheit in Bezug auf sein Arbeitsverhältnis eher noch mehr (!) und nicht weniger verdienen sollte...

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