Donnerstag, Oktober 06, 2016

Ich wähle die SPD, wenn...

Als ich vor über 13 Jahren politisch aktiv geworden bin, habe ich mich bewusst für die SPD entschieden. Mich haben die Grundwerte und Ideale der Sozialdemokratie überzeugt: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Aber auch Persönlichkeiten wie Willy Brandt, Helmut Schmidt oder Gerhard Schröder. Außerdem wollte ich 2002 nicht, dass Edmund Stoiber Bundeskanzler wird und habe dafür viele Stunden im Bundestagswahlkampf 2002 investiert. :-)

Überzeugt hat mich aber auch die sozialdemokratische Erzählung. So wie in den 70'er Jahren Menschen in die SPD geströmt sind, weil sie an das Versprechen eines gesellschaftlichen Aufstiegs geglaubt haben, hat mich das Versprechen überzeugt, die Verkrustungen aus 16 Jahren Helmut Kohl aufzubrechen - zusammengefasst in dem Slogan "Innovation und Gerechtigkeit".

Bei aller berechtigten und unberechtigten Kritik an der Performance der Sozialdemokratie in den letzten Jahren hat sich an meiner Grundüberzeugung nichts geändert. Ich bin stolz, Sozialdemokrat zu sein und unter SPD-Flagge aktiv zu sein. Warum? Weil ich dazu beitragen möchte, die Welt, die mich umgibt, ein kleines bisschen besser zu machen. Weil Starke stark bleiben, aber Schwache stärker werden sollen. Und die Starken hierbei mithelfen (müssen).

Im täglichen Kleinklein der Alltagspolitik ist diese Erzählung in den letzten Jahren aber ein wenig verschütt gegangen. Die Welt hat sich weitergedreht und es sind neue Fragen und Herausforderungen aufgetreten.

Ich bin aber fest davon überzeugt, dass eine SPD Menschen nur dann von der sozialdemokratischen Idee überzeugen kann, wenn sie eine Geschichte erzählen kann. Diese Geschichte muss meines Erachtens im weitesten Sinne eine Verknüpfung von gesellschaftlichem Zusammenhalt und wirtschaflichem Fortschritt sein. Denn das eine bedingt das andere.

Aber für was genau soll die SPD eigentlich stehen? Was sind konkrete Forderungen, was sind die langen Linien, die den Unterbau bilden für eine solche Erzählung? Eine Erzählung, die Menschen dazu bewegt, der SPD zu vertrauen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen