Sonntag, Dezember 31, 2006

Das war 2006

Das bleibt aus 2006 in Erinnerung - ein kleiner Splitter ohne Anspruch auf Vollständigkeit

politisch

  • 167 politische Termine
  • Wahl zum Stadtverordneten in Oestrich-Winkel, aber absolute Mehrheit von CDU und FDP
  • Gleich bei der Jungfernrede erste erfolgreiche Antragsbegründung in der Stadtveorordnetenversammlung in Oestrich-Winkel
  • Wiederwahl zum Juso-Vorsitzenden im Rheingau-Taunus-Kreis
  • Die Jusos stellen bei der Kommunalwahl im Rheingau-Taunus-Kreis mehr Kandidaten bis 35 Jahre auf den SPD-Listen als die Junge Union auf den CDU-Listen
  • Gründung von zwei neuen Juso-Arbeitsgemeinschaften im Rheingau (Eltville und Lorch)
  • Verschiebung einer Juso-Veranstaltung zum Thema Rechtsextremismus aufgrund einer Warnung des Verfassungsschutzes vor "Übergriffen"
  • über 20 neue Juso-Mitglieder
  • ....

privat

  • schriftliche Abschlussprüfung zum Industriekaufmann mit durchschnittlich 89 % bestanden- Die eigene Homepage www.carsten-sinss.de geht online
  • geliebt...und gelitten
  • Sympathie zu Katzen entdeckt
  • 146 neue Filme auf VHS und DVD
  • Sympathie für die (Digital-)Fotografie entdeckt
  • Geburt...und Tod
  • Unmittelbare Beteiligung an zwei Autounfällen (jeweils ohne Sach- und Personenschaden meinerseits)
  • Deutschland. Ein Sommermärchen
  • Nächtliche Begegnung mit ca. 20 Rehen
  • Sylvester/Neujahr 2005/2006
  • Wiedersehen...und Abschied
  • ....

Samstag, Dezember 30, 2006

Storys from the gasstation

Super, die Drohung, dass der Sprit zum Neujahr 2 bis 3 Cent pro Liter steigen soll, treibt sie zum Jahresende aus allen Löchern nochmal an die Zapfsäulen. Handelt sich bei einer ganzen Tankfüllung ja auch bestimmt um gut einen Euro Ersparnis! So war die Jahresabschlussschicht also alles andere als ruhig.

Freitag, Dezember 29, 2006

Kennt Ihr Ihn?

Nein?! Dann werdet Ihr ihn leider auch nicht mehr kennenlernen. Ich hatte vor kurzem an dieser Stelle von einem meiner Tankstellen-Stammkunden erzählt, mit dem ich immer über Fußball philosophierte und erstaunt über die Präzision seiner Ergebnisvoraussagen war.
Heute nun habe ich erfahren, dass der Mann bereits seit gut 14 Tagen verstorben ist. Zurück bleibt die Erkenntnis, dass es mir in sechs Jahren nicht gelungen ist herauszukriegen, wie der gute Mann hieß (auch der Übermittler der Todesnachricht wusste es nicht, was ich an dieser Stelle fast schon ironisch zur Kenntnis nehme).
Bald beginnt wieder die Bundesligasaison und um 17.15 Uhr endet die Radioberichterstattung, welche ich mir immer an der Tankstelle anhöre. Ich weiß, an was bzw. wen ich dabei wohl die nächste Zeit denken werde...

Donnerstag, Dezember 28, 2006

"Tatsächlich...Liebe"

Den 2. Weihnachtsfeiertag vor dem Fernseher verbracht und „Tatsächlich...Liebe“ angeschaut.

Richard Curtis, Drehbuchautor von u.a. "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Notting Hill" und "Bridget Jones", lässt in "Tatsächlich...Liebe" diesmal niemand anderes sein Werk verfilmen, sondern legt selbst Hand an und nimmt im Regiestuhl platz. So ganz anders als in den eben genannten Werken und untypisch für das Liebesfilmgenre ist „Tatsächlich...Liebe“ aber ein Episoden-Film – mit zehn verschiedenen Handlungssträngen und über zwanzig Hauptcharakteren!

Wie es sich für einen Episoden-Film gehört, sind die einzelnen Stränge über die Charaktere auch miteinander verstrickt – allerdings ohne nennenswerten Einfluss auf das Handlungsergebnis. Und so wird hier eine Gesetzmäßigkeit des Episodenfilms (Die Geschichte ist eigentlich gar keine, sie wird erst dazu) gebrochen, denn letztlich verlaufen die zehn Handlungsstränge nicht ineinander, sondern parallel zueinander:

Der Liebesreigen beginnt etwa mit dem neuem britischen Premierminister (Hugh Grant), der sich postwendend in eine Bürohilfe verliebt. Seine Schwester (Emma Thompson) sorgt sich indes um ihre Ehe zu einem erfolgreichen Unternehmer (Alan Rickman), da dieser zunehmend von seiner neuen Sekretärin (Heike Makatsch) becirct wird. Eine andere Mitarbeiterin (Laura Linney) schmachtet indes aus der Ferne einen Kollegen an, doch traut sich nicht zum entscheidenden letzten (oder ersten) Schritt. Ein Autor (Colin Firth) flieht vor einer zerrütteten Beziehung nach Südfrankreich, um sich dort in ein Mädchen zu verlieben, das nicht mal seine Sprache spricht. Ein kürzlich verwitweter Stiefvater (Liam Neeson) hilft seinem zehnjährigen Sohn dabei, mit seiner ersten großen Liebe klarzukommen. Eine frisch verheiratete junge Braut (Keira Knightley) versucht das distanzierte Verhalten des besten Freundes ihres Gatten aufzulockern...und erlebt dabei eine Überraschung. Ein abgestürzter Alt-Rockstar, der mit einer Coverversion von "Love is all around" die Chart-Spitze stürmen will und...ja, einen Manager hat. Zwei Lichtdoubles für Pornofilme, die zwar grundsätzlich splitternackt miteinander arbeiten, aber trotzdem ihre Zeit für eine langsame Annäherung brauchen. Und zu guter letzt ein Lieferbote, der davon überzeugt ist, in Amerika endlich seine große Liebe zu finden. Und das alles gleichzeitig, und dann auch noch zur Weihnachtszeit in Great Britain, genauer als Ausgangs- und Endpunkt der meisten Handlungsstränge der Flughafen Heathrow.

Das zehn einzelne Handlungsstränge, die jede für sich bald Inhalt eines eigenen (Liebes-)Filmes sein könnten, in knapp zwei Stunden nicht so detailliert erzählt und aufgelöst werden können, wie sie es vielleicht verdient und der Zuschauer an der ein oder anderen Stelle auch gewünscht hätten, dürfte klar sein. Ebenso klar scheint aber wohl auch zu sein, dass der Zuschauer nicht 10 mal 2 Stunden vor dem Fernseher sitzen will, nur um dieser Anforderung gerecht zu werden. So nimmt man also die gekürzten Stränge als Abwechslung in Kauf, um in (einer) wirklich mal anders erzählten Liebesgeschichte(n) vor dem Bildschirm unterhalten zu werden.

Ein Verhaltensmuster der Zuschauer, was Curtis wohl bewusst war, denn das Ziel des Films ist auch weniger die vernünftige Erzählung all dieser Geschichten, sondern doch vielmehr die Verdichtung all ihrer romantischen und komödiantischen Höhepunkte, in denen man sich letztlich entweder vor lachen kugelt oder ganz verzückt zur Leinwand hochblickt.

Gewöhnungsbedürftig sind dabei neben der über weite Strecken des Films und gerade eben schon angedeuteten (aber aufgrund der Kürze der Zeit wohl nicht zu verhindernden) waghalsig rasanten, stark zerstückelten Storyführung die Momente bitterer Ernsthaftigkeit, welche den Film urplötzlich aus dem Rhythmus bringen. Der anstehende Ehebruch von Alan Rickman bleibt bspw. konsequent unkomisch. Und der Plot um Laura Linney, die zusammen mit ihrem Mobiltelefon ein kleines persönliches Geheimnis mit sich herumträgt, welches ihr zum einen nicht nur das Finden ihres Glücks verwährt, sondern andererseits auch noch ein paar brutal reale und geradezu deprimierende Szenen hervorruft, passt in den Urgedanken der Liebes-Komödie wie Herbert Wehner auf einen CDU-Parteitag.

Und wer sich dann doch eher zu den traditionellen Fans des Liebesfilmgenres zählt und sich in den über zwei Stunden nicht doch zumindest ein wenig amüsiert, sollte trotzdem nicht vor Filmende den Kinosaal verlassen bzw. die VHS/DVD aus dem Rekorder holen. Denn nach dem Weihnachts-Showdown, bei dem das Orchester für bald zwanzig Minuten gar nicht mehr aufhören will mit romantisch musikalischer Untermalung, werden auch jene mit einem seligen Lächeln im Gesicht den Filmabspann betrachten – versprochen!

Und seien wir ehrlich: Wer in einem britischen Film allen amerikakritischen Engländern eine Szene schenkt, in der Hugh Grant als britischer Premier dem amerikanischen Präsidenten (Billy Bob Thornton) auf einer Pressekonferenz all die Sachen sagt, die George Bush‘s Schoßhündchen Tony Blair sich nie getraut hätte, muss auch entsprechend gewürdigt werden – dass bin ich Mr. Curtis als echte „Rote Socke“ doch mindestens schuldig, oder?!


Original: Love actually
Regie: Richard Rurtis
Drehbuch: Richard Curtis
Cast: Hugh Grant, Emma Thompson, Alan Rickman, Keira Knightley, Heike Makatsch, Liam Neeson, u.a.
Spielzeit: 129 min.
Kinostart: 20.11.2003
Homepage:
http://www.loveactually.com

Mittwoch, Dezember 27, 2006

Hilfe, es brennt

Beim Zähneputzen aufgeschreckt durch Alarmsirenen ging mein erster Blick aus dem Badezimmerfenster und fand am Horizont eine Feuerwand mit Qualm vor. Die Feuerwand stellte sich dann schließlich als der bei Nacht brennende „minimal“ in Oestrich heraus, wo Notarzt (zum Glück ohne gebraucht zu werde ) und Feuerwehr trotz nächtlicher Stunde bereits im Einsatz waren, um mit allen Mitteln ( „hier ein Feuerwehrmann auf der Drehleiter“ ) ein Ausbreiten der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Wasser war hier natürlich das bevorzugte Mittel zur Bekämpfung der Flammen. Positiv überrascht war ich dabei trotz der Fülle der Einsatzkräfte von der klaren Organisation und dem reibungslosen Ablauf des Einsatzes. Tagsüber zeigte sich dann im übrigen das wahre Ausmaß des Schadens – laut „Hessenschau“ über 1 Millionen Euro!

Dienstag, Dezember 26, 2006

"Der Geist und die Dunkelheit"

Afrika im Jahre 1898 (nach einer wahren Begebenheit). Engländer, Deutsche und Franzosen stehen im Wettstreit um den Bau einer Eisenbahntrasse durch Afrika. Der junge irische Ingenieur John Patterson (Val Kilmer) soll im Auftrag einer britischen Gesellschaft eine Brücke über den Fluss Tsavo bauen. Für den abenteuerlustigen Patterson eine Möglichkeit, sich zu profilieren. Seiner schwangeren Frau verspricht er, rechtzeitig zur Geburt ihres ersten Kindes in sechs Monaten wieder zurück zu sein. In Afrika angekommen, scheint alles wunderbar zu laufen. Erste Probleme mit einem Löwen meistert Patterson ohne Schwierigkeiten. Er erledigt ihn mit einem Schuss, was ihm Ansehen und Respekt bei den afrikanischen und indischen Arbeitern verschafft. In den folgenden Wochen kommt der Bau der Brücke somit ausgezeichnet voran. Als jedoch erneut diesmal zwei menschenfressende Löwen auftauchen, die das Camp immer wieder angreifen und ein Blutbad unter den Arbeitern anrichten, droht das Projekt zu scheitern. Gemeinsam mit dem Jäger Remmington (Michael Douglas) versucht Patterson die Bestien, welche die Einheimischen den „Geist“ und die „Dunkelheit" nennen, zu erlegen. Doch ihr Versuch endet in einem schrecklichen Fiasko, bei dem die beiden Raubtiere ein Massaker anrichten. Die Arbeiter verlassen aus Angst fluchtartig das Camp. Zurück bleiben nur Patterson, Remmington und der afrikanische Vorarbeiter Samuel, die sich schließlich gemeinsam auf die Suche nach „Geist“ und „Dunkelheit“ machen – wohlgemerkt nicht ohne Verluste....

Man fühlt sich an Steven Spielbergs "Jaws" erinnert, wenn die drei Männer die Bestien jagen. Wie Spielberg kombiniert Regisseur Stephen Hopkins in "Der Geist und die Dunkelheit" Elemente des Horrorfilms mit denen des Abenteuerfilms und ihm gelingt es, durch geschicktes Zusammenspiel von Kamera, Schnitt und Musik eine unglaubliche Spannung zu erzeugen. Wenn die Kamera langsam über das durch den Wind in sanfte Bewegung versetzte hüfthohe Buschgras schwenkt, dann bekommt selbst die wunderschöne Landschaft Afrikas etwas Bedrohliches und der Abenteuerfilm einen unglaublichen Spannungsmoment. Denn irgendwo dort draußen lauern die todbringenden Bestien und warten auf das nächste Opfer.

Die Art, wie hier Motive des klassischen Hollywoodkinos mit den Stilmitteln des modernen Unterhaltungskinos kombiniert werden (siehe Einleitungssatz), lässt "Der Geist und die Dunkelheit" zu einem einzigartigen Werk des Abenteuerfilms werden, welches wie gesagt immer wieder gerne anzuschauen ist. Seltsam, in Filmkritiken bzgl. dieses Genres so wenig über diesen Film gelesen und gehört zu haben.


Original: The Ghost and the Darkness

Regie: Stephen Hopkins
Cast: Val Kilmer, Michael Douglas, John Kani, Om Puri, Bernhard Hill u.a.
Spielzeit: 107 Min.
Kinostart: 16.01.97

Montag, Dezember 25, 2006

War’s Christkindche denn auch brav gewesen?

Ja, es war brav! Vom werten Bruderherz den alljährlichen Geldobolus, wieder mal garniert mit einer innovativen Grußkarte und entsprechendem Wink auf mein politisches Hobby geschenkt bekommen, von den Eltern neben einem Geldbetrag Willy Brandt’s „Erinnerungen“ – Spiegel-Edition, Gerhard Schröders „Entscheidungen“, den lang ersehnten Langhaarrasierer, einen Schlafanzug (*grummel*), traditionell einen großen Kalender für 2007 und noch diverses Allerlei, was ich mir noch so zwischen den Zeilen gewünscht habe (Haarlack, Deo, Videokassetten, doppelseitiges Klebeband etc.).

Ferner gilt noch festzuhalten, dass mein Bruder nun seine
Magisterarbeit fertig gestellt hat (Thema: "Die deutsche Wiedervereinigung als Beginn eines neuen deutschen Nationalismus? Eine theoretische und empirische Untersuchung.") und ich neben den politischen Biografien von Brandt und Schröder somit also ausreichend Lesestoff über die Feiertage haben dürfte.

Sonntag, Dezember 24, 2006

Frohe Weihnachten!

Nicht nur allen Bloggern dieser Welt, sondern einfach für jeden, der es gerne lesen möchte:

Frohe und gesegnete Weihnachten!!!

Ich mache mich nun mal auf den alljährlichen Fußmarsch nach Hattenheim, um dort die Christmette zu feiern.

Samstag, Dezember 23, 2006

O’ Tannenbaum

So, der Weihnachtsbaum steht (bei Helligkeit und Dunkelhei ) – jetzt fehlen nur noch die Geschenke, auch wenn unser Baum mit diesem Tannenbaum natürlich bei weitem nicht mithalten kann...

Tankstelle war heute dafür seeehr ruhig - habe um 20 Uhr den Fernseher aus dem Lager geholt und "Indiana Jones" angeschaut.

Freitag, Dezember 22, 2006

Schlussspurt

So, die letzten Geschenke sind (gott sei Dank) besorgt - jetzt geht es nur noch an das Finetuning, sprich Geschenke verpacken (jedes Jahr erneut eine Qual).

Donnerstag, Dezember 21, 2006

Lösungssuche

"Die Lösung ist immer einfach, man muss sie nur finden."

- Alexander Solschenizyn (*1918), russischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger 1970 -

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Shopping

Habe heute mal ausgiebig Shopping-Tour gemacht mit dem festen Vorsatz, auch gleich die elterlichen Geschenke zu kaufen. Naja, Part eins ist so weit gelungen, Part zwei stagniert noch ein wenig...

Dienstag, Dezember 19, 2006

Urlaub

So, letzter Arbeitstag für dieses Jahr in der VRM, bleiben nur noch zwei Tankstellenschichten am 23. und 30.12.. Für die Urlaubszeit habe ich mir vorgenommen, meine Studienbewerbungen anzupacken, bis Heiligabend die letzten Geschenke gekauft zu haben (jaja, ich weiß, das mit dem guten Vorsatz hat nicht so ganz geklappt), meine Homepage zu aktualisieren, meine Abschlusspräsentation für die mündliche Prüfung (Thema: "Von der Bewerbung bis zum Ausbildungsplatz - Das Bewerbungsverfahren in der VRM") fertig zu stellen...und einfach mal zu relaxen.

Montag, Dezember 18, 2006

Aus den Gremien

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 18.12.2006

Tagesordnung

Bericht und Anfragen

1) Bericht des Magistrats

2) Beantwortung von Anfragen

Haushaltsangelegenheiten

3) Haushaltsplan 2007
Mit den Stimmen der CDU/FDP-Koalition durchgewunken. Ohne Absprache mit der Opposition wurde zuvor einfach mal die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorverlegt, so dass die beiden Oppositionsfraktionen den Haushalt nicht vorher noch in ihren Reihen beraten konnten, der Haushalt selbst verstößt zudem (mal wieder) gegen gesetzliche Vorgaben und ist außerdem in sich auch nicht schlüssig und stimmig (Einzelbeträge ergeben nicht die ausgewiesen Summe undundund). Aber naja, mit einer Mehrheit ist halt beinahe alles möglich…

4) Entwurf eines Haushaltssicherungskonzeptes
Ebenfalls mit den Stimmen von CDU und FDP durchgewunken – es sei an de Stelle erwähnt, dass die Vorlage zum größten teil von einer älteren Vorlage abgeschrieben ist und inhaltlich den Namen „Haushaltssicherungskonzept“ nicht verdient.

Vorlagen aus früheren Sitzungen
5) Antrag der Fraktionen SPD und Grüne betr. Einrichtung einer Tafel
Im Haupt- und Finanzauschuss sträubten sich CDU und FDP noch gegen eine solche Einrichtung, im Ausschuss Jugend, Sport, Soziales und Kultur besonnen sie sich dann doch noch eines besseren und verwiesen den Antrag zurück an den Ausschuss zur intensiveren Beratung – kurz vor Weihnachten zumindest noch ein bisschen die soziale Ader hervorgekehrt…

Neue Anträge von Fraktionen
6) Antrag SPD-Fraktion betr. Ortsgericht MittelheimEinstimmig angenommen

7) Antrag der Fraktionen SPD u. Grüne betr. Aufnahme des Stadtgebiets von Oestrich-Winkel in die UNESCO Welterbeliste
Zurückgezogen

8) Jahresabschluss 2004 Eigenbetrieb Kultur und Freizeit
Einstimmig angenommen

9) Verleihung von Ehrenbezeichnungen
Einstimmig angenommen. Franz Hoffmann (SPD) wurde als Ehrenstadtverordneter, Lisa Schmitz für ihre Dienste im Kinder- und Jugendbeirat geehrt.

Sonntag, Dezember 17, 2006

Afternoonkick

Seit Ewigkeiten heute Mittag mal wieder mit den Kumpels am Hattenheimer Sportplatz (ja, Sportplatz, denn auf der Kleinfeldsportanlage wurden im Wutanfall eines Turnvereinmitglieds mal eben schnell die Fußballtore abmontiert...) kicken gewesen.

Samstag, Dezember 16, 2006

(Fast) 24 Stunden on the road

Die SPD Oestrich-Winkel hat heute vor dem Bürgerzentrum Unterschriften zur Einreichung einer Verfassungsklage gegen das Studienbeitragsgesetz gesammelt (diesen Antrag kann jeder hessische Staatsbürger im übrigen auch ganz einfach hier runterladen). Nach kurzen heimatlichen Zwischenstop zum Mittagessen ging es dann zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes in der Brentanoscheune – wo ich mir u.a. auch wieder zusammen mit den Oestrich-Winkeler Weinmajestätinnen den traditionellen alljährlichen Glühwein vom CDU-Bürgermeister habe ausgeben lassen (da hat der Wahlkampf mal Pause gemacht :-) ).

Ab 17 Uhr hieß es dann noch fünf Stunden Tankstellendienst schieben, wo sich ein Fußgänger darüber beschwerte, dass ihm irgend ein "A********" vor ein paar Stunden sein Auto geklaut hätte und zum anderen eine Hand voll Leute schon die Weihnachts- und Jahreswechselgrußformel auf den Lippen hatten, dann aber im letzten Moment doch noch die Kurve gekriegt und ihren Satz mit einen „Schönen Abend/Wochenende noch“ beenden konnten.

Freitag, Dezember 15, 2006

Künstler

"Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben."

- Pablo Picasso (1881-1973), spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer -

Donnerstag, Dezember 14, 2006

Keine Zeit zum putzen

Bei der Fahrt auf die Arbeit heute Morgen konnte ich hinter einem verdreckten LKW herfahrend folgende Inschrift in den Dreck geschrieben lesen: „Ingo, bitte putz mich mal. – Keine Zeit, muss LKW fahren“ :D. Ob dem Chef der Firma dieser „Werbeslogan“ wohl so genehm ist...ich bin mir da nicht so sicher.


Mittwoch, Dezember 13, 2006

Klugheit

"Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung."

- Heinrich Heine (1797-1856), deutscher Dichter und Publizist -

Dienstag, Dezember 12, 2006

Bildung für Alle

Heute geht es nach der Arbeit direkt auf einen Infostand der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis und der SPD Schlangenbad zur Unterstützung der Initiative der hessischen Asten zur Prüfung der Verfassungsmäßigkeit von Studiengebühren, anschließend zur letzten Vorstandssitzung der SPD im Rheingau-Taunus-Kreis in diesem Jahr.

Montag, Dezember 11, 2006

Provokation

"Provozieren heißt, die Leute denken zu lassen."

- John Le Carré (*1931), britischer Schriftsteller -

Sonntag, Dezember 10, 2006

500

"Frankie und seine Spießgesellen", ein Film mit dem sogenannten "Rat Pack" (Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis jr., Joey Bishop und Peter Lawford) aus dem Jahre 1960, habe ich vergangene Woche aufgenommen - und zwar auf meiner nun 500. Videokassette!

Samstag, Dezember 09, 2006

Storys from the gasstation

Ich habe die Möglichkeit, zum nächsten Jahr meine Samstagabend-Schicht, die ich seit nunmehr fünf Jahren inne habe, gegen die Samstagmittag-Schicht zu tauschen. Nachdem ich aber vor zwei Wochen und schließlich heute noch einmal in diese Schicht reinschnuppern konnte, weiß ich, dass ich definitiv beim Samstagabend bleiben werde. Nur ein paar kurze abschreckende Beispiele der heutigen Schicht:

Beispiel 1: Es gibt an der Shell-Tankstelle ein Kartenlesegerät. Während jemand mit Karte (Kredit- oder Bankkarte) zahlen will, kann zur gleichen Zeit aber auch jemand bar abkassiert werden. Stehen mehrere Leute am Kartenlesegerät an, kann es also auch mal vorkommen, dass jemand, der später in den Shop kommt und bar bezahlen will sich (erlaubterweise) "vordrängeln" kann. Nach sage und schreibe über fünf Jahren durfte ich heute aber das erste Mal erleben, wie sich darüber ein Kunde in der Kartenlesegerätschlange beschwerte und verlangte, dass nacheinander in der korrekten Reihenfolge abkassiert wird. Kopfschütteln der anderen Kunden und Appelle an die Gutmenschlichkeit meinerseits halfen nichts, der Kunde war nicht zu besänftigen und forderte die Herausgabe meines Namens, um sich bei meinem Chef über mich zu beschweren. Aber nicht so schlimm, denn ich war schon in Übung beim Schreiben meines Namens...

Beispiel 2:..., da kurz zuvor eine Frau, die des Tankens scheinbar überhaupt nicht mächtig war und bestimmt gut einen Liter auf Klamotten und Boden geschüttet hatte, nun ernsthaft erwartete, diesen Schaden ersetzt zu bekommen. Eine freundliche Verneinung meinerseits, garniert mit ein paar stichhaltigen Argumenten und dem Hinweis, dass die Zapfsäule einwandfrei funktioniere und der Fehler vielleicht doch bei ihr liegen könnte, sorgten lediglich für Wutausbrüche bei der Frau und…richtig: Die nächste Androhung einer Beschwerde.

Beispiel 3:Schließlich wurde ich auch noch dafür verantwortlich gemacht, dass es mir bei gut zehn Kunden in der Warteschlange im Shop nicht mal einfallen würde, schnell nach draußen zu gehen und die parkenden Autos anzuweisen, wie sie zu halten hätten bzw. nicht zu halten hätten.

Beispiel 4: Am dramatischsten war dann aber schließlich folgende Begebenheit, die mein Herz erschütterte: Ein kleiner Junge kam mit seinem Vater in den Shop und fragte nach Panini-Fußball-Stickern. Als ich die Frage mit einem „Nein, tut mir leid, kleiner Mann“ beantworten musste, fing er doch tatsächlich abrupt an zu weinen und fiel in die Arme seines Vaters... -.-

Freitag, Dezember 08, 2006

Blamiert

Tatort: Kantine der „Verlagsgruppe Rhein-Main“ in Mainz-Marienborn
Zeitpunkt: Mittagszeit zwischen 12.30 und 13.15 Uhr
Vorgang: Der Auszubildende Carsten erhebt sich nach dem Mahl vom Tisch. Wie schon oft stößt er mit seinem Kopf gegen die Tischlampe an der Decke – dumm nur, dass er diesmal genau den Zeitpunkt erwischt, wo relative Stille herrscht und sein Kopf somit besonders klangvoll auf das Metall der Tischlampe stößt und so entsprechendes Aufsehen erregt.
Der Vorgang hat zudem auch gleich die Mediengestalter zur Gestaltung dieser neuen „Warnschilder“
1,2 inspiriert.

Donnerstag, Dezember 07, 2006

Gelöbnis

Auf dem Oestricher Marktplatz fand gestern das feierliche Gelöbnis von 53 Bundeswehrrekruten 1,2 der Kaserne Lahnstein statt. Unter zahlreichen Besuchern verfolgte ich (neben dem Vorsitzenden der Jungen Union im Rheingau-Taunus-Kreis) diese Veranstaltung. Auch Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung hatte es sich nicht nehmen lassen, zu diesem Anlass zu erscheinen und eine Rede zu halten.

Mittwoch, Dezember 06, 2006

8329

Heute, am 6. Dezember 2006, einem Mittwoch, bin ich also sage und schreibe 8329 Tage alt. Es ist der 340. Tag des Jahres. Das sind 1189 Wochen und 6 Tage.
Das ist gleichbedeutend mit:

- 199896 Stunden oder
- 11993760 Minuten oder
- 719625600 Sekunden

Dienstag, Dezember 05, 2006

Schutzengel auf der A 66

Wie man seinen Schutzengel fordert, kann im folgenden nachgelesen werden:

Gestern
fuhr ich heimwärts auf der Schiersteiner Brücke Richtung Rüdesheim auf die A 66 ab, als mir just in der Kurve zur Auffahrt auf die A 66 bei nasser Fahrbahn das Heck ausbrach und ich mich drehte. Ich hatte Riesenglück, dass just in dem Moment niemand hinter mir war (...und das im Berufsverkehr!) und ich mich auch so gedreht hatte, dass ich parallel entgegen der Fahrtrichtung zur Leitplanke stand (wohlgemerkt ohne anzudotzen - das nächste Riesenglück) und auch nicht andererseits im Graben gelandet bin. Da die Auffahrt nun aber zu eng war, um in einem Zug zu wenden und ordnungsgemäß weiter auf die Autobahn zu fahren und ein länger andauerndes Wendemanöver die Gefahr bot, dass mich ein ebenfalls von der Schiersteiner Brücke abfahrendes Fahrzeug wegen der Kurve nicht sehen und mit mir kollidieren könnte, sah ich mich gezwungen, rückwärts auf die Autobahn zu fahren (!!! - macht man wohl nur einmal im Leben) und dort zu wenden. Hier kam mir der Berufsverkehr wiederum entgegen, weil der Verkehr auf der rechten Spur der A 66 zu dieser Zeit ohnehin meistens stockt, so dass mich eine sichtlich verwirrt dreinschauende Opel Astra-Fahrerin rückwärts (!) auf die rechte Spur der A 66 fahren ließ, um dort zu wenden und dann mit zitternden Beinen wieder gen Heimat zu düsen. 

Was sich die auf der A 66 fahrenden Autos just in dem Moment gedacht haben mögen, als in ihrem rechten Blickwinkel ein sich um die Achse drehender Fi(r)esta(r) mit Batman-Logo auf der Haube die Auffahrt heruntergeschliddert kam, will ich mir nur bedingt vorstellen :-).

Meinen kleinen Christopherus 1,2 im Cockpit habe ich an diesem Tag auf jeden Fall wahrlich stark beansprucht.

Montag, Dezember 04, 2006

Aus den Gremien

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 4.12.06

Tagesordnung

1) Bericht des Magistrats

2) Beantwortung von Anfragen
Mit zwei SPD-Anfragen zum Thema Kassenkredite und Haushaltskonsolidierungskonzept


Vorlagen aus früheren Sitzungen
3)
Nachtragshaushaltsplan 2006Nach kurzer Sitzungsunterbrechung, da die CDU keine Debatte zulassen wollte und die SPD dies für rechtswidrig hielt, wurde nach Klärung dieses Sachverhalts der Nachtrag doch diskutiert und dann mit den Stimmen von CDU und FDP (erneut) durchgewunken. Auf der Tagesordnung stand dieser Punkt "erneut", da die Verwaltung versäumt hatte, diesen vor Beginn der letzten Sitzung rechtzeitig öffentlich auszulegen – gesetzlich ist dies aber vorgeschrieben.

4) Antrag der SPD-Fraktion betr. Schaffung von Unterstellmöglichkeiten an BushaltestellenWurde mit den Stimmen von CDU/FDP und Grüne an den Ausschuss "Umwelt, Planen und Bauen" verwiesen. Der Antrag wurde von mir begründet – ich hätte mir ehrlich gesagt aber eine Beschlussfassung gewünscht, da der Winter vor der Tür steht und man hier (nicht schon wieder) unnötig Zeit verlieren sollte. In der Vergangenheit wurden so schon mal Fördermöglichkeiten für dieses Vorhaben verschlafen

5) Antrag SPD-Fraktion betr. RuheForst für Bestattungen im Oestrich-Winkeler StadtwaldMit den Stimmen von CDU und FDP abgelehnt, weil "zu teuer und organisatorisch zu aufwendig". Die SPD hätte gerne erst einmal ein Konzept erarbeitet gesehen, um dann in einem zweiten Schritt diese Fragen zu klären und darüber dann endgültig zu entscheiden. Naja, auch hier habe ich mich mit einem Redebeitrag in die Diskussion eingebracht, auch wenn ich mit 22 Jahren ungern öffentlich über das Thema Bestattungen rede.

6) Antrag der CDU-Fraktion betr. Aktion gegen Bahnlärm
Wurde als ein gemeinsamer Antrag (siehe TOP 7) der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet

7)
Antrag der SPD-Fraktion betr. Konzept zur Reduzierung des BahnlärmsWurde als ein gemeinsamer Antrag (siehe TOP 6) der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet
8) Antrag der Fraktion B90/Grüne betr. Bestattungsgebühren
Mit den Stimmen von CDU und FDP abgelehnt. Dem Bürgermeister ging der Antrag nicht weit genug, "nur die Gebührensituation transparenter zu machen", die CDU war über eine Pressemitteilung im Vorfeld beleidigt. Dazu: Der Bürgermeister hat Antragsrecht und hätte den Antrag ja gerne um seine Vorstellungen ergänzen können, und würden SPD und Grüne jeden Antrag ablehnen, bei dem sie im Vorfeld von der CDU beleidigt wurden...

9) Änderung der Mietpreisliste für das Bürgerzentrum
Einstimmig beschlossen. Ein von mir vorgebrachter Änderungsantrag, auswärtigen gemeinnützigen Vereinen (also z.B. Bärenherz, Multiple Sklerose e.V.) die Hälfte der Miete zu erlassen (also von 1.000 Euro herunter auf 500 Euro – wohlgemerkt immer noch genug Geld und immer noch fünfmal so viel wie ein einheimischer Verein zu entrichten hat), wurde allerdings von CDU und FDP abgelehnt – "weil ja dann irgendwelche Leute schnell einen Verein gründen könnten, um billiger ins Bürgerzentrum zu kommen".

10) Wirtschaftspläne 2007 Eigenbetrieb Kultur und Freizeit
einstimmig beschlossen

11) Forstwirtschaftspläne 2007
einstimmig beschlossen

Neue Anträge von Fraktionen

12) Antrag der CDU-Fraktion betr. Verkehrssicherung an der Brentanoscheune
Mit einer Ergänzung der SPD-Fraktion, auch die Sicherheit der sich in der Nähe befindenden Bushaltestellen zu überprüfen, einstimmig angenommen.

13) Antrag der CDU-Fraktion betr. Belebung der Haupt- und Rheingaustraße
Einstimmig angenommen, ebenso eine Ergänzung der SPD-Fraktion, die bereits seit 20 Jahren (!) vorliegenden Dorferneuerungspläne mit in die Planung einzubeziehen. Abgelehnt wurde hingegen von CDU und FDP die SPD-Ergänzung, für dieses Vorhaben erst finanzielle Ausgaben zu tätigen, wenn sich die Straße auch tatsächlich in Trägerschaft der Stadt Oestrich-Winkel befindet (derzeit gehört die Straße – B 42a – noch dem Bund). Heißt übersetzt: Wir werfen jetzt mit diesem Beschluss 25.000 Euro für ein Planungsbüro zum Fenster raus und wissen noch gar nicht, ob wir überhaupt irgendwann einmal diese Straße besitzen werden, um diese geplanten Vorhaben dann auch auf eigenem Grund und Boden realisieren zu können. In einem Redebeitrag bin ich auch noch einmal genau auf diese Problematik eingegangen – geholfen hat es aber leider nichts.

14)
Antrag der Fraktionen SPD und Grüne betr. Einrichtung einer TafelWegen vorgerückter Stunde verlegt auf die Stadtverordnetenversammlung am 18.12.06

Neue Vorlagen des Magistrats


15) Entwurf eines Haushaltssicherungskonzeptes
Wegen vorgerückter Stunde verlegt auf die Stadtverordnetenversammlung am 18.12.06

16) Jahresabschluss 2004 Eigenbetrieb Kultur und FreizeitWegen vorgerückter Stunde verlegt auf die Stadtverordnetenversammlung am 18.12.06

17) Verleihung von EhrenbezeichnungenWegen vorgerückter Stunde verlegt auf die Stadtverordnetenversammlung am 18.12.06

Sonntag, Dezember 03, 2006

Auf Lehrerjagd

Einmal im Jahr zieht es mich und viele meiner ehemaligen Klassen- bzw. JahrgangskameradInnen aus aller Herren Länder so wie gestern zurück an die alte Wirkungsstätte: Die Rheingauschule in Geisenheim! Anlass ist der alljährlich stattfindende Weihnachtsbasar. Dabei ist es immer wieder schön und interessant, mit den alten Gefährten ins Gespräch zu kommen und im Vergleich zum letzten Jahr die Fortschritte (oder auch Rückschritte) in der jeweiligen Lebensplanung zu verfolgen. Aber natürlich gehört auch der Small-Talk mit den ehemaligen Paukern zum festen Ritual und man freut sich doch immer sehr, wenn man trotz einer Hundertschar anderer Schüler im Berufsleben der einzelnen Lehrer noch direkt mit (dem meist richtigen) Namen angesprochen und nach dem eingeschlagenen Lebensweg gefragt wird. Und wenn dann auch noch Bezüge zur Schulzeit ("Und, Herr Sinß, was macht die Parteikarriere?“) hergestellt werden, zeigt das doch, dass man den werten Damen und Herren sooo egal, wie zu Schulzeiten oftmals aus Schülersicht angenommen, gar nicht gewesen sein kann

Samstag, Dezember 02, 2006

SPD-Landesparteitag

Wie schon erwähnt ging es heute früh in feinem Zwirn als Delegierter zum Landesparteitag der SPD-Hessen nach Rotenburg an der Fulda, wo sich Andrea Ypsilanti 1,2,3 und Jürgen Walter 1,2,3 um die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2008 beworben haben. Der Saal und das unbesetzte Podium füllten sich schnell 1,2, so dass für SPD-Verhältnisse fast pünktlich (mit einer halben Stunde Verspätung) der Parteitag eröffnet werden konnte. Bei der mit Spannung erwarteten Wahl zur Spitzenkandidatur, die dramatischer nicht hätte verlaufen können und so auch im ersten Wahlgang erst einmal mit einem Unentschieden endete (das hätte es in der hessischen Parteigeschichte so noch nie gegeben) konnte sich Andrea Ypsilanti (die an ihrer Außenwirkung eindeutig noch ein wenig arbeiten muss ;-) ) mit einer zugegebenermaßen sehr emotionalen Rede an die Delegierten knapp gegen den nicht minder schlechten Jürgen Walter durchsetzen, der sich dann aber als fairer Verlierer und erster Gratulant erwies. Zur Kandidatenehrung war dann auch der SPD-Parteivorsitzende und rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck erschienen, der es sich auch nicht nehmen lies, noch ein paar Worte an die Versammlung zu richten. Aber auch unter den Delegierten tummelte sich allerlei Prominenz, wie etwa Bundesfinanzminister und Ministerpräsident a.D. Hans Eichel, Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (die im übrigen direkt vor unserer Delegation saß) oder Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul.

Unter den
Parteitagsunterlagen war auch der Antrag "Gegen rechts" der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis, den wir im Mai diesen Jahres auf einem SPD-Unterbezirksparteitag in Kiedrich gestellt hatten und der nun auch auf dem SPD-Landesparteitag einstimmig beschlossen wurde.

Hier aber zunächst einmal die Ergebnisse der Wahlen zum SPD-Landesvorstand, die ebenfalls noch an diesem Tag stattfanden.


Vorstandswahlen beim SPD-Landesparteitag

Landesvorsitzende (313 gültige Stimmen)
Andrea Ypsilanti 244 Stimmen 78,0 %

Stellvertretende Landesvorsitzende (311 gültige Stimmen)
Manfred Schaub 297 Stimmen 95,5 %
Jürgen Walter 267 Stimmen 85,9 %
Gernot Grumbach 181 Stimmen 58,2 %

Generalsekretär (280 gültige Stimmen)
Norbert Schmitt 204 Stimmen 72,9 %

Schatzmeisterin (279 gültige Stimmen)
Hildegard Pfaff 238 Stimmen 85,3 %

Beisitzerinnen und Beisitzer (1. Wahlgang 319 gültige Stimmen)
Heidemarie Wieczorek-Zeul 267 Stimmen 83,7 %
Dr. Udo Bullmann 241 Stimmen 75,5 %
Lothar Quanz 191 Stimmen 59,9 %
Petra Fuhrmann 184 Stimmen 57,7 %
Christine Lambrecht 175 Stimmen 54,9 %
Rolf Gnadl 166 Stimmen 52,0 %
Torsten Warnecke 156 Stimmen 48,9 %
Nina Hauer 155 Stimmen 48,6 %
Norbert Schüren 155 Stimmen 48,6 %
Jörg Jordan 153 Stimmen 48,0 %
Dr. Kerstin Weinbach * 156 Stimmen 60,7 %
Bettina Hoßfeld * 145 Stimmen 56,4 %

* Wahl im 2. Wahlgang mit 257 gültigen Stimmen


INITIATIVANTRAG "Gegen Rechts"
Der SPD-Unterbezirksparteitag möge beschließen:
Die SPD Rheingau-Taunus lehnt die vom "Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend" unter Leitung von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) geplanten Kürzungen im Bereich von Projekten gegen Rechtsextremismus ab.


Begründung:
Die ehemalige SPD-geführte Bundesregierung hatte 2001 die Bundesprogramme "entimon" und "civitas" ins Leben gerufen. Seitdem wurden mehr als 4.000 Projekte gegen Rechtsextremismus mit jährlich 19 Mio. € gefördert. Ende diesen Jahres laufen diese Bundesprogramme aber aus und das "Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend" unter Leitung von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant nun aktuell diese Projekte gegen Rechtsextremismus in eine "Strategie gegen Extremismus" mit einzugliedern. In Zukunft sollen also von der gleichen Fördersumme auch andere Projekte, u.a. gegen Linksextremismus und Islamismus, mit bezahlt werden.
Wir halten dieses Vorhaben, vor allem in Hinblick auf die aktuellen Ereignisse in Potsdam, für falsch und eine ideologische Scheindebatte, da man mit den Geldern für den Kampf gegen Rechtsextremismus nicht auch noch Projekte mit anderen Zielsetzungen mit finanzieren und betreuen kann. Ein Qualitätsverlust ist hier schon jetzt vorprogrammiert.
Mittlerweile zeigen die Programme auch erste Erfolge, wie anhand der rückläufigen Zahlen rechtsextremistischer Gewalttaten im letzten Jahr zu sehen ist. Doch offenbaren neben dem Beispiel aus Potsdam auch die Wahlergebnisse rechtsextremistischer Parteien bei diversen vergangenen Wahlen oder die verschobene Podiumsdiskussion der Jusos in unserem Rheingau-Taunus-Kreis in Idstein im März diesen Jahres aufgrund drohender Gewalttaten durch Rechtsextremisten, dass hier noch immer ein enormes (Gewalt-)Potential besteht, welchem es entschieden entgegen zu wirken gilt.
Wir Jusos sprechen uns daher strikt gegen eine Kürzung und/oder Zusammenlegung von Mitteln gegen Rechtsextremismus aus.

Freitag, Dezember 01, 2006

Ein ¼-Leben

Wie ich heute erfahren habe, wird mein Jahrgang (1984) statistisch 87,6 Jahre alt. Das bedeutet, dass ich mit meinen 22 ¾ Jahren schon über ein Viertel meines Lebens auf dieser Welt verbracht habe. Mal gespannt, was die restlichen ¾ noch so bringen werden...

Donnerstag, November 30, 2006

"Barton Fink"

"Barton Fink" stammt von den Brüdern Joel und Ethan Coen ( "Fargo", "O brother, where art thou", "The big Lebowski"). Herausgekommen ist so etwas wie ein travestierter Lynch in Gestalt einer Satire und trotzdem ein Kabinettstückchen hintersinniger Vieldeutigkeit.

Als zu Beginn der Vierziger Jahre der naiv-idealistische Barton Fink (John Turturro) mit einem Theaterstück über "den kleinen Mann" seinen Durchbruch am Broadway erlebt hat, folgt er zögerlich einem Ruf nach Hollywood, wo er von dem Filmtycoon Jack Lipnick (Michael Lerner) als Drehbuchautor engagiert wird, um das Buch zu einem profanem Ringerfilm zu schreiben. Getreu seinem Vorhaben, sich nie von dem "Mann auf der Straße" zu entfernen, mietet er sich im "Earle Hotel" ein, dessen ominöser Wahlspruch "A day or a lifetime" lautet. In der billigen Absteige, auf deren düsteren und zugigen Fluren nur die Schuhe der Gäste, aber nie deren Besitzer zu sehen sind, macht er Bekanntschaft mit dem dicken Versicherungsvertreter ("Ich verkaufe Seelenfrieden") Charlie Meadows (John Goodman), dessen verzweifeltes Lachen im Nebenraum Barton Fink vom ohnehin stockenden Arbeiten abhält.

Turturro und Goodman tragen fortan den Film in ihren meines Erachtens jeweils besten Rollen ihres Lebens über weite Strecken mühelos alleine. Neben ihnen agieren schwitzende Wände, eine Mücke, die sich nachts von Finks Blut ernährt, die Schreibmaschine, die nicht schreiben will, und das alles aufsaugende Weiß des Papiers. Dahinter Barton‘s ewiger Blickfang: Das gerahmte Foto einer Strandschönheit, den Blick aufs Meer gerichtet.

Auf der Studiotoilette trifft Barton (nachdem der sich ausgiebig übergeben hat...) einen vollendet höflichen Alkoholiker, der sich als William P. Mayhew (John Mahoney), gleichzeitig der "beste lebende Schriftsteller", den Barton kennt, entpuppt. Und auch Mayhew leidet unter Schreibhemmung. Audrey Tayler (Judy Davis), die aufopferungsvolle ("Ich habe ihm immer seine Drehbücher geschrieben.") Sekretärin und Lebensgefährtin von Mayhew, versucht Barton in seiner Not zu helfen – am nächsten Morgen soll er nämlich ein Treatment präsentieren. Es bleibt aber nur bei der ersten (sexuellen) Hilfe, denn Barton erwacht schließlich neben ihrer Leiche...und kann sich an nichts mehr erinnern.


Fink, inzwischen ein personifizierter Nervenzusammenbruch, hat jetzt nur noch einen Freund, den "kleinen Mann" von Nebenan, den kräftigen Charlie (John Goodman), der ("nachdem auch er sich erst einmal im wahrsten Sinne des Wortes ausgekotzt hat" ) weiß, was zu tun ist. Charlie verschwindet mit der Leiche und kehrt kurz danach zurück, um Barton um einen einzigen Gefallen zu bitten: Er müsse wieder auf Dienstreise, und er wolle Barton etwas anvertrauen: Fink stellt das geschnürte Päckchen von Charlie neben die Schreibmaschine. In einem einzigen Marathon hämmert er nun das Drehbuch in die Maschine und ist der Meinung, etwas Besseres noch nie zuvor geschrieben zu haben. Da aber Lipnick ganz anderer Meinung ist, erklärt er Fink kurzerhand, dass er nie wieder ein Drehbuch abliefern dürfe.

Nichts ist wie erhofft. Das "künstlerisch Wertvolle" gilt natürlich in Hollywood nichts und der nette Mann von Nebenan, Charlie Meadows ("Manchmal vergesse ich mich wirklich!") entpuppt sich letztlich als der gesuchte Serienmörder Karl Mundt, auch "Mörder-Mundt" genannt. Mit den Worten "Ich zeig’ euch den wahren kreativen Geist!" entflammt er kurzerhand das Hotel, während zeitgleich der Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg stattfindet.

In der Geschichte der Coens über die ausbeuterischen Praktiken des wahren Hollywood steckt zugleich auch die Enttarnung des klischeehaften Hollywoodpathos. Das macht die Satire "Barton Fink" auf doppelte Weise "interessant". Neben Robert Altmans "The Player" und David Lynchs "Mulholland Drive" ist "Barton Fink" so eine der beißendsten und skurril bis lustigsten Abrechnungen mit Hollywood.

Während die Kamera in "Blue Velvet" noch in ein abgeschnittenes Ohr taucht und es als Pforte zur Unterwelt enthüllt, folgt sie in "Barton Fink" dem Weg des Erbrochenen ins alles verschlingende Abflussrohr (!). Offen bleibende Fragen, surreale Elemente, aberwitzige Anspielungen, regen die Hirntätigkeit an. Der Verdacht eines verborgenen "Codes" nagt am Zuschauer, und wenn er nicht ganz zu knacken ist - umso besser. Das Geheimnis, das Ungesagte, gibt dem Film die größte Kraft. Und "Barton Fink" ist reich an solch treffenden Reflexionen. Noch ein Beispiel? 
Barton, nun auf ewig Eigentum der Filmgesellschaft, trägt seine letzte Habe an den Strand: Das Paket. Und vor ihm eine Strandschönheit. Sie fragt: "Was ist in dem Karton?" Er antwortet: "Ich weiß es nicht". Die Frau wendet sich zum Meer, die Szene wird übergeleitet auf das Foto hinter der Schreibmaschine. Und der Karton ist genau kopfgroß...

Wer den Film nicht selbst gesehen hat, wird sich nach diesen Zeilen hier fragen: Was will uns der Sinß hier eigentlich mitteilen. Tja, Ihr Lieben. So richtig weiß ich das auch nicht – auch über die Quintessenz dieses Films bin ich mir noch nicht ganz schlüssig. Aber eins steht zumindest fest: Schaut Euch "Barton Fink" an :-)


Original: Barton Fink
Regie: Joel Coen
Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen
Cast: John Turturro, John Goodman, Michael Lerner, Judy Davis, Jon Polito, John Mahoney, Steve Buscemi u.a.
Spielzeit: 114min.
Kinostart: 1991

Unfreiwillig frei

Heute findet...keine Haupt- und Finanzausschusssitzung statt, weil diese ja bereits ( "widerwillig" ) stattgefunden hat...

Mittwoch, November 29, 2006

15 Minutes

Nachdem der Termin der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss ohne Rücksprache mit der Opposition mal so eben von der Verwaltung und dem Bürgermeister (CDU) willkürlich nach vorne gelegt wurde und so weder Bündnis90/Die Grünen noch die SPD so kurzfristig über den Haushalt 2007 in ihren Fraktionen beraten konnten, wurde beschlossen, diesem Tagesordnungspunkt aus Protest in der Ausschusssitzung fernzubleiben – in Politikerkreisen nennt man das dann "ausziehen". CDU und FDP gelang dann (ohne SPD und Bündnis 90/Die Grünen) die wohl schnellste Haushaltsberatung der Geschichte – nämlich in ganzen sage und schreibe 15 Minuten. Da sieht man einmal, wie die Damen und Herren das Königsrecht des Parlaments, des Haushaltsrecht, ernst und wahr nehmen...

Dienstag, November 28, 2006

Braune Maulwürfe

Von der braunen Front gibt es neues zu berichten. Zur Erinnerung: Im März mussten wir Jusos eine Veranstaltung zum Thema Rechtsextremismus u.a. auf Anraten des Hessischen Verfassungschutzes (!) verschieben, weil uns Randale prophezeit wurden. Nun hat ein Vorstandsmitglied der Jusos diesen Auszug im Internet auf einem szeneberüchtigten Chat gefunden - wohlgemerkt mit einem Auszug der Original-Einladung, die ich damals per Mail verschickt hatte....

Rheingauer Nationalisten am 22.03. 19:07: WICHTIG: "Rechtsextremismus im Rheingau-Taunus-Kreis"
Symbol: Hakenkreuz-Faust (kennt ihr alle!)
Jusos diskutieren über rechte Parteien
Donnerstag,23.3.2006,19 Uhr,
Clubraum (Stadthalle Idstein)
Jusos Idstein und Jusos Rheingau-Taunus-Kreis Dies ist WICHTIG.
Die Veranstaltung findet MORGEN, den 23.3.2006 in Idstein statt. Mehr dazu siehe Text sowie Anhang. Hier ein Brief, den wir zugesendet bekommen haben, von dem JUSO-Vorsitzenden des Rheingau-Taunus-Kreises:
"Rechtsextremismus im Rheingau-Taunus-Kreis" Symbol: Hakenkreuz-Faust (kennt ihr alle!) Jusos diskutieren über rechte Parteien, Donnerstag, 23.3.2006,19 Uhr, Clubraum (Stadthalle Idstein) Jusos Idstein und Jusos Rheingau-Taunus-Kreis "Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Jusos,
anbei findet Ihr einen Veranstaltungshinweis der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis zu einer von uns organisierten Veranstaltung zum Thema "Rechtsextremismus" am Donnerstag, den 23. März um 19 Uhr im Clubraum der Stadthalle Idstein (1. Stock). Die Referenten Klaus Hesse und Jonas Gräf (beides aktive Jusos) haben sich im Vorfeld intensiv mit der Materie beschäftigt und mööchten mit Euch über die aktuelle Lage des Rechtsextremismus, auch bezogen auf den Rheingau-Taunus-Kreis, diskutieren.
Wäre schön, wenn Ihr zum einen der Einladung folgen könntet, zum anderen dies aber auch noch im Bekannten- und Freundeskreis bzw. Ortsverein weiterleiten könntet."
Kommentar: Wer in der Gegend von Wiesbaden, Idstein wohnt etc. kann sich also gerne mal das "Fachliche Wissen" der SPD'ler anhören bzw. Kommentare abgeben.
Gruß

Heute Abend haben wir 8:6 gegen Ramschied II gewonnen und ich habe auch ein Einzel gewonnen. Damit ist die Tischtennisvorrunde beendet und es geht nächstes Jahr im Februar weiter.

Montag, November 27, 2006

"James Bond 007 - Casino Royale"

Beginnend mit Pierce Brosnan in "Golden eye" als Agent im Dienste seiner Majestät habe ich mir seitdem jeden Bond-Film im Kino einverleibt. Nach 4-mal Brosnan war dann schließlich Schluss und wir erlebten eine lange und abwechslungsreiche Debatte über dessen Nachfolge, mit einer faustdicken Überraschung am Ende: Daniel Craig! Und der erste blauäugige Blondschopf in der Rolle des James Bond sorgte im Vorfeld schließlich auch für zahlreich Diskussionsstoff. Mittlerweile sprechen die Kritiker von einem der besten Bond-Filme aller Zeiten, ja sogar der charakterlich am besten gespielten Rolle des James Bond überhaupt, der auch Connery in den Schatten stellt.

Und wer nach diesem Film aus dem Kinosaal rausgeht mit der Einstellung "Dieser Bond war anders", täuscht sich nicht. War Bond als Relikt des Kalten Krieges schon Anfang der 90er Jahre akut vom Aussterben bedroht, schienen die Weltbedrohungs-Szenarien der letzten Teile mit ihrem "Größer, Lauter, Abgefahrener"-Motto (bis hin zu einem Hauptquartier aus Eis und unsichtbaren Autos) nur noch mit lautem Krawumms zu kaschieren, dass die Reihe in der Tat im kreativem Stillstand verharrte. Die Neu-Besetzung mit Craig war vor diesem Hintergrund ein richtiger, wichtiger sehr kluger und wohl auch notwendiger Schritt, denn trotz höchst zufriedenstellender Bilanzen des letzten Ablegers "Stirb an einem anderen Tag" ließ sich nicht leugnen, dass die Serie sich inhaltlich festgefahren hatte. "Casino Royale" ist ein radikaler Schnitt, der nicht weniger als eine Neugeburt James Bonds versucht - und damit zumindest inhaltlich (und verfolgt man die Zuschauerzahlen, auch finanziell) durchaus erfolgreich ist.

Den Neuanfang markiert bereits die veränderte traditionelle Eröffnungssequenz und als Einstieg Schwarz-Weiß-Bilder mit einem eiskalt und brutal agierenden Bond, der hier wohl die ersten zwei Morde mit seiner "Lizenz zum Töten" begeht. "Casino Royale" war ursprünglich der erste Roman von Bond-Erfinder Ian Fleming, und der Film ist nur konsequent darin, somit auch die interne Chronologie der Reihe zurück auf Null zu stellen: Chronologische Fehler wie etwa die Besetzung von "M" mit der gleichen Schauspielerin wie in der Brosnan-Reihe (Judi Dench), die von der Chronologie ja dort eigentliche erst neue MI-6-Chefin wurde (erinnern wir uns an ‚Golden eye‘) oder "Farbfehler" wie die Wandlung des Felix Leiter von der CIA von einem weißen (erinnern wir uns an diverse Moore-Filme) hin zu einem Afro-Amerikaner, werden an dieser Stelle mal großzügig übersehen.

Mit der Beantwortung der Frage, worum es in "Casino Royale" denn nun eigentlich geht, lässt sich der Film selbst auch noch ein bißchen Zeit, denn die von schnellen und überraschend ausdauernden Action-Sequenzen dominierte erste Stunde widmet sich fast ausschließlich der Etablierung der neuen Bond-Figur, bevor die Handlung endlich richtig einsetzt. Bond ist den Machenschaften des Bankiers Le Chiffre (Mads Mikkelsen) auf die Schliche gekommen, der das Vermögen verschiedenster Terrorgruppen verwaltet und sich mit diesem Kapital dank Bond nun ein wenig verspekuliert hat. Als genialer Mathematiker und Poker-Spieler veranstaltet Le Chiffre deshalb ein exklusives Turnier mit gigantischen Einsätzen, um mit dem Gewinn seine "Bilanz" wieder auszugleichen. Bond soll in das Turnier einsteigen, gewinnen und so dafür sorgen, dass die einzige Überlebenschance des Bankiers ist, beim Geheimdienst über seine Kunden zu plaudern, bevor diese ihn für seine Kapitalvernichtung lynchen. Bond zur Seite stehen dabei der lokale Agent Mathis (Giancarlo Giannini, "Hannibal") und die Vertreterin des britischen Schatzamtes Vesper Lynd (Eva Green, "Die Träumer", "Königreich der Himmel"), die darauf achten soll, dass Bond nicht durch Unvorsichtigkeit zu viele Steuergelder in die Finanzierung des weltweiten Terrors investiert.


Klingt für Bond-Verhältnisse alles andere als aufregend, doch lässt die relativ "kleine" Story Raum für die Charaktere, die für Bond-Verhältnisse hingegen ungewöhnlich komplex ausgefallen sind. Das gilt auch und vor allem für Vesper Lynd alias Eva Green, mit der es nach vielen vergeblichen Versuchen wohl endlich gelungen ist, aus einem "Bond Girl" einen gleichwertigen Gegenpart und nicht bloß ein Bikini-Vorführmodell zu machen. Die Beziehung zwischen Bond und Vesper steht dann auch im Zentrum des Films und verdrängt Bösewicht Le Chiffre deutlich aus dem Fokus. Als leicht unheimliche Präsenz ist der gelegentlich aus den Augen blutende Le Chiffre aber durchaus wirksam und als Bond Gegenüber ein wahrhaft würdiger Gegner am Pokertisch.

Das Pokerspiel im titelgebenden Casino und die dortigen Ereignisse nehmen auch den Großteil der zweiten Filmstunde ein. Mit welcher Missachtung "Casino Royale" seinen eigenen Traditionen begegnet, macht hier schon eine einzige Szene klar: Bond geht zur Bar und bestellt einen Wodka Martini. Soweit, so gut. Der Barmann fragt: "Geschüttelt oder gerührt?" Antwort Bond: "Seh' ich so aus, als ob mich das interessiert?". Alles, was bisher unumstößlich Bond war, stand hier zur Disposition, und vieles hat den radikalen Schritt nicht überstanden: So gibt es keine Miss Moneypenny und auch keine neuen Spielzeuge von Q (mit Ausnahme eines im Aston-Martin-Inventars enthaltenen ‚Herzschrittmachers‘) und auch kein stilvolles Töten, das in einem Bond noch nie so brutal und schmutzig war. Die Einflüsse neuer Konkurrenz in diesem Genre, Stichwort "Bourne"-Filme, sind spätestens hier unverkennbar. Und mit "Casino Royale" wird offensichtlich der Versuch unternommen, die Bond-Reihe in eine ähnliche Richtung zu lenken: Hin zu einer komplexeren Hauptfigur, hin zu mehr Realismus. Mit Daniel Craig hört James Bond - zumindest für diesen Film - auf, ein unzerstörbarer Anzug-Snob zu sein und bekommt einen neuen und menschlicheren Zug im schmutzigen und finsteren Geschäft der Top-Spionage.

Abgesehen von einer gewissen Überlänge gelingt es "Casino Royale" mit seiner ungewöhnlichen dramaturgischen Struktur dennoch durchgehend zu unterhalten. Und am Ende sollte man dann doch auf den Schluss kommen, zwar in einem anderen, aber weiß Gott keinem schlechten Bond-Film gewesen zu sein: Der wohl ambitioniertesten und konsequentesten Neuausrichtung, die James Bond je erlebt hat. Der berühmteste Agent der Welt ist endlich im 21. Jahrhundert angekommen. Und ich werde auch Daniel Craig gespannt bei den nächsten Abenteuern als James Bond im Kinosessel begleiten.


Original: Casino Royale
Regie: Martin Campbell
Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade, Paul Haggis
Cast: Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Judi Dench, Giancarlo Giannini, u.a.
Spielzeit: 141 min.
Kinostart: 23.11.2006
Homepage: www.casinoroyale-derfilm.de

Vorweihnachtszeit

Die Tage ziehen sich immer mehr, die abendlichen Pflichttermine werden weniger - ja, es wird Weihnachten...
Nichtsdestotrotz gilt es so langsam den Schlachtplan für die diesjährige Geschenketour auszuarbeiten, die dieses Jahr mal ausnahmsweise nicht auf den letzten Drücker vonstatten gehen soll.


Sonntag, November 26, 2006

Zurück im Leben

Sie wollen das Internet verlassen?
Dann führen Sie nun bitte sorgfältig folgende Schritte durch!

1. Schließen Sie alle offenen Seiten und beenden Sie Ihr Internetprogramm!
2. Fahren Sie das Betriebssystem ihres Rechners ordnungsgemäß herunter!
3. Schalten Sie Ihren Computer, Monitor, Drucker und Ihr Modem aus!
4. Nehmen sie in mehreren Stufen Kontakt mit ihrer Außenwelt auf!

Stufe 1 – Öffnen sie ein Fenster und atmen Sie die frische Luft. Achtung, der Kontrast und die Helligkeit lassen sich nicht einstellen, auch auf die Lautstärke können sie kleinen Einfluss nehmen! Nehmen Sie alles so wie es ist. Die Geräusche sind keine Simulation, sondern alles ist Live!

Stufe 2 – Gehen sie einige Schritte durch das Zimmer, was sich unter Ihnen bewegt, sind nur Ihre Beine, keine Angst, bisher läuft alles Normal!

Stufe 3 – Schauen Sie sich um, ob noch jemand in ihrer Nähe ist, der sich bewegt. Gehen sie auf Ihn zu und sprechen Sie Ihn einfach an, eine Tastatur ist hierfür nicht erforderlich! Antwortet ihr Gesprächspartner? Wenn ja, dann sind sie jetzt bitte äußerst vorsichtig, das ist kein Forum und auch kein Chatroom. Überlegen Sie vorher genau was Sie sagen. Beleidigungen können jetzt für Sie zu körperlichen Schäden führen!

Stufe 4 – Versuchen Sie Nahrung zu sich zu nehmen, dazu öffnen sie bitte alle Schranktüren. Sollte in einem Schrank ein Licht angehen, dann haben Sie den Kühlschrank gefunden. Schauen Sie hinein, Ist etwas Essbares vorhanden? Bevor Sie etwas verzehren, achten Sie bitte auf das Verfallsdatum des Produktes.

Stufe 5 – Verlassen des Hauses, um den Schrank mit dem Licht zu füllen! Achtung, wenn Ihnen alles Fremd vorkommt, bitten Sie jemanden Sie zum Lebensmittelgeschäft zu begleiten! Schauen sie sich um, die Autos sind alle echt, überqueren Sie die Straße erst, wenn diese wirklich frei ist. So unwahrscheinlich es klingt, hier und jetzt haben Sie nur ein Leben. Ein Neustart des Spieles ist nicht möglich und Sie werden auch keinen Krämer finden, der Ihnen Heiltränke verkauft!

Stufe 6 – Sollten Ihnen auf dem Rückweg kleine Kinder entgegen laufen und immer wieder Papa, Papa oder Mama, Mama rufen, kann es sich nur um Ihre eigenen Kinder handeln. Tja, die kleinen Racker haben Sie wirklich nicht mehr so groß in Erinnerung, aber macht nichts, wenn ihnen erstmal die Namen wieder eingefallen sind, dann werden Sie sich schnell wieder an sie gewöhnen.

Stufe 7 – Wieder zu Hause angekommen, setzen Sie sich mal gemütlich in einen Sessel, aber nicht unbedingt in den Sessel vor Ihrem Computer!!! Klasse, bald haben Sie es geschafft. Nun lesen Sie mal einige Seiten in einem Buch. Bücher sind die dicken schweren Dinger, die man aufklappen kann, manche haben sogar schöne bunte Bilder. Na, merken Sie wie es beim Lesen oben in Ihrer Birne arbeitet? Das sind die Gedanken, die Sie sich beim Lesen machen. Es nützt allerdings nichts, wenn sie mit dem Finger auf die Seite klicken, wenn Sie alles gelesen haben, Multimedia war gestern, nun wird von Hand umgeblättert.

Stufe 8 – Mehr als zehn Seiten sollten Sie am Anfang nicht lesen! Legen Sie das Buch wieder weg, aber nicht zu weit. Nun rufen Sie mal nach Ihrem Ehepartner, das ist die Person die sich kopfschüttelnd in eine Ecke drückt. Versichern sie Ihr, dass alles Normal ist und Sie sich einfach nur ändern wollen. In den ersten Tagen wird das noch niemand glauben, aber halten Sie durch. Verkaufen morgen sofort ihr Modem und schaffen Sie sich vielleicht ein Aquarium an, es funktioniert so ähnlich wie ein Bildschirmschoner aber es ist das erste Anzeichen von Besserung.

Sie haben es geschafft. Herzlich Willkommen zurück im realen Leben!

Samstag, November 25, 2006

Storys from the gasstation

Heute, ausnahmsweise in der Mittags- und nicht in der Abendschicht, war ich Zeuge, wie eine Dame älteren Semesters ein letztes Mal ihren knapp 20 Jahre alten Opel Corsa betankt und dann den Schlüssel ihrer Enkeltochter übergeben hat. Laut ihrer Aussage war die Fahrt zur Tankstelle heute die letzte, die sie in diesem Leben mit einem Auto tätigen wolle. Sie sei nun schlichtweg zu alt dafür und wolle rechtzeitig einsehen, wann der passende Zeitpunkt gekommen ist, mit dem Autofahren aufzuhören. Meinen Respekt vor dieser Einsicht habe ich ihr zum Ausdruck gebracht und noch interessiert ihren Worten gelauscht, als sie die ein oder andere Geschichte von ihrem Opel zum besten gegeben hat. Die Möglichkeit war gegeben, denn weitere Kundschaft war nicht in Sicht – nur die Enkeltochter, bereits draußen am Steuer des Corsas sitzend, schien zunehmend ungeduldig zu werden, als sich die Großmutter einfach nicht von den Ohren des Tankstellenkassierers entfernen wollte. Ob sie nicht nur das Geschenk, sondern auch den Schritt der Großmutter zu schätzen weiß…

Freitag, November 24, 2006

Nachtschwärmer

Man sollte definitiv nicht bis 2.30 Uhr auf einer Uni-Party verweilen, wenn 3,5 Stunden später der Wecker für einen 7-Stunden-Arbeitstag klingelt :-(. Aber immerhin ist es der letzte dieser Woche, das macht Mut auf mehr...

Dienstag, November 21, 2006

Stöckchen: Entweder....oder?!

HSV oder Bayern? SC Freiburg!
Beatles oder Rolling Stones? Beatles.
Schwarzenegger oder Van Damme? Arnie – als Hobbypolitiker solidarisiere ich mich.
Rot- oder Weißwein? Weißwein – von Rotwein krieg ich Kopfweh.
Mallorca oder Ibiza? Flugangst :-(
Berlin oder Bonn? Berlin! Berlin! Berlin!
Pizza oder Pasta? Pizza – wobei der WM-Sieg Italiens bei beiden schwer im Magen liegt.
PC oder Apple? PC – Apple-geschädigt durch die VRM.
DVD oder VHS? Am besten beides, aber ich habe knapp 500 Videokassetten, also VHS
Tag oder Nacht? From dusk till dawn!

Auto oder Motorrad? Beides – also Auto und Mofa
Sekt oder Selters? Sekt – ich mag kein Wasser
Brot oder Brötchen? Brötchen
Blut oder Fleisch? Blutiges Fleisch vielleicht?!
Adidas oder Puma? Adi Dassler
Familie oder Freunde? beides
kicker oder Sport Bild? Sport Bild
Internet Explorer oder Mozilla? Internet-Explorer – das Logo ist schöner...?!
Schwarz oder weiß? Schwarz – nicht so schmutzanfällig.
CD oder Vinyl? CD – was ist Vinyl? :-)
Kaffee oder Tee? Tee – Kaffee=Bäh!
Füller oder Kuli? Kuli – Füller macht nicht nur das Papier blau.
Schoki oder Chips? Chips - bin halt ein Mann.
Dusche oder Wanne? Dusche.
Turnschuh oder Lackschuh? Turnschuh.
Winter oder Sommer? Winter.
Steak oder Würstchen? Schwer – am besten beides.
ARD oder ZDF? ARD – weil Tagesschau und so.
Spiegel oder Focus? Spiegel – Helmut Markwort in der TV-Werbung ist eine personelle Fehlbesetzung.
Nokia oder Motorola? Nokia - stolzer Besitzer des mittlerweile 4.ten Nokia-Handys
Piste oder Strand? Trotz Winter-Faible hier eindeutig der Strand.
Brief oder e-Mail? e-Mail – schneller, günstiger....und bei Bedarf auch (fast) genauso romantisch 

Anruf oder SMS? Anruf – kein Mann für nur 160 Zeichen.
James Bond oder Borat? Also bitte! James Bond natürlich.
Hund oder Katze? Das fällt mir jetzt wirklich schwer – und bedeutend schwerer also noch vor einem Jahr...
GZSZ oder VL? Haha, wenn ich hierauf antworte, kann ich mich da draußen nicht mehr blicken lassen :-)
BMW oder Mercedes? BMW
FAZ oder SZ? FAZ – Wissen, was der (konservative) Feind so denkt.
Simpsons oder Spongebob? DOH!
Heidi oder Naomi? Grrr...Heidi.
Micky oder Donald? Donald.
GMX oder WEB? Web.de und GMX.de

Montag, November 20, 2006

Feststelltaste

Habe mich nun nach erneuten Frustmomenten am PC endgültig dem Kampf für die Abschaffung der Feststelltaste verschworen und bei studivz eine eigene Gruppe namens "Gegner der Feststelltaste" gegründet. Wer also gemeinsam mit mir den Kampf aufnehmen will: Hier findet Ihr Zugang zu meiner elitären Gruppe, welche tagtäglich wächst und somit größer und schlagkräftiger wird, um irgendwann gemeinsam das geeinte Ziel zu erreichen. DIE ABSCHAFFUNG DER FESTSTELLTASTE!!!

Sonntag, November 19, 2006

Bestseller

"Es ist ein Zeichen geistiger Freiheit, einen Bestseller nicht gelesen zu haben."

- Paul Hindemith (1895-1963), deutscher Komponist (Oper Mathis der Maler) -

Samstag, November 18, 2006

Storys from the gasstation

"Karte nicht lesbar!" Diese Meldung lese ich pro Schicht bestimmt 10-20 mal, wenn Kunden versuchen mit Bank- oder Kreditkarte zu bezahlen. Routinemäßig erwidere ich auf diese Fehlermeldung auf meinem Display immer in Richtung des Kunden: "Stecken Sie die Karte noch einmal langsam rein und ziehen Sie sie dann langsam wieder raus - den Magnetstreifen nach hinten links." Es hat jetzt aber gut fünf Jahre hinter dem Tresen gebraucht, bis mich heute diese "originelle" Rückantwort eines Kunden wahrlich zum Grinsen brachte: "Also wie bei der Frau zu Hause?!" :o

Gestern Abend war ich zuerst bei der Gründung der Juso-AG Eltville 
anwesend (die Sitzungsleitung bereitete mir allerdings kleinere Probleme) und habe anschließend den Mainzer Campus unsicher gemacht (mit einem Bild vom Forum bei Nacht).

Freitag, November 17, 2006

2006

So merkst du, dass du im Jahr 2006 lebst, weil:
1) Du unabsichtlich Deine PIN-Nummer in die Mikrowelle eingibst
2) Du schon seit Jahren Solitär nicht mehr mit richtigen Karten gespielt hast
3) Du eine Liste mit 15 Telefonnummern hast, um Deine Familie zu erreichen, die aus 3 Personen besteht
4) Du eine Mail an Deinen Kollegen schickst, der direkt neben Dir sitzt
5) Du den Kontakt zu Freunden verloren hast, weil sie keine E-Mail Adresse haben
6) Du nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommst und Dich mit Firmenname am Telefon meldest
7) Du auf Deinem Telefon zu Hause die Null wählst, um ein Amt zu bekommen
8) Du seit 4 Jahren auf Deinem Arbeitsplatz bist, allerdings für 3 verschiedene Firmen
10) Alle Fernsehwerbungen eine Web-Adresse am Bildschirmrand zeigen
11) Du Panik bekommst, wenn Du ohne Handy aus dem Haus gehst und umdrehst, um es zu holen
12) Du morgens aufstehst und erst einmal Outlook aufmachst, bevor Du Kaffee trinkst.
13) Du den Kopf neigst, um zulächeln ; -)
14) Du diesen Text liest und grinst
15) Schlimmer noch, dass Du bereits weißt, wem Du diese Mail weiterleitest
16) Du zu beschäftigt bist, um festzustellen, dass in dieser Liste die 9 fehlt und
17) Du die Liste jetzt nochmal durchgehst, um nach zuschauen, ob wirklich die 9 fehlt



Gestern war ich im Namen der Jusos auf einer Podiumsdiskussion in der Internatsschule
Schloss Hansenberg zum Thema Studiengebühren, zusammen mit Vertretern vom Asta der Uni-Frankfurt, den politischen Jugendorganisationen des Rheingau-Taunus-Kreises Junge Liberale, Junge Union, Grüne Jugend und einem Hochschulprofessor der Uni-Frankfurt.
Bilder von der sachlich m.E. sehr ansprechenden Diskussion findet Ihr hier
1,2,3,4,5,6,7.

Donnerstag, November 16, 2006

Gegner der Feststelltaste

Ihr kennt es auch: Man befindet sich gerade im Schreibwahn anlässlich eines längeren zu verfassenden Textes am PC und ehe man sich versieht ist es auch schon passiert. Man kommt mit einem der ungelenken Finger der linken Hand auf die sog. "Feststelltaste" ("genau, die Taste, welche die Buchstaben automatisch groß macht) und schwupsdiwups ist der daran folgend geschriebene Text für’n A****, weil eben in Versalien geschrieben. Das Problem hat nun auch Pieter Hintjens, Chef der belgischen OpenSource-Schmiede "iMatix", erkannt, der eine Initiative zur Abschaffung der Feststelltaste (CAPSoff) in’s Leben gerufen hat. Also meine Unterstützung hat er!

Mittwoch, November 15, 2006

Basisdemokratie

Wie gestern schon angekündigt war ich abends auf der Mitgliederversammlung der SPD im Rheingau-Taunus-Kreis, wo sich die beiden Bewerber um die Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2008, Andrea Ypsilanti und Jürgen Walter, den Genossinnen und Genossen vorgestellt haben. Beim anschließenden „Stimmungsbild“ erhielt Jürgen Walter bei 177 abgegebenen Stimmen 100 Stimmen, Andrea Ypsilanti 76 Stimmen (zusätzlich gab es eine Enthaltung - vielleicht ein Gerhard Grandke-Fan...?!). Damit sprachen sich gut 56% der anwesenden SPD-Mitglieder dafür aus, dass sich die Delegierten der SPD Rheingau-Taunus auf dem SPD-Landesparteitag am 2. Dezember für Jürgen Walter als Spitzenkandidaten der SPD zur Landtagswahl 2008 aussprechen. Bindend ist dieses Stimmungsbild freilich nicht. Somit führt Jürgen Walter mit 15:5 Unterbezirken bei dieser innerparteilichen Wahlkampftour. Zuvor konnten die anwesenden GenossInnen von der Möglichkeit Gebrauch machen, den Bewerbern mit Fragen „auf den Zahn zu fühlen“ - diese Möglichkeit habe ich natürlich genutzt (...und bedanke mich an dieser Stelle auch bei Ralf und seiner Handykamera :o).

Dienstag, November 14, 2006

Atomkraft ist nachhaltig

"Vier Milliarden Jahre Restlaufzeit für die Sonne – das ist doch viel spannender als sechs Jahre Restlaufzeit für das Kernkraftwerk Biblis."

- Sigmar Gabriel -

Montag, November 13, 2006

Aus den Gremien

Hier ein kurzer Bericht aus der gestrigen Stadtverordnetenversammlung in Oestrich-Winkel:

Wie auch schon bei der vorangegangenen Sitzung konnte auch heute die Tagesordnung trotz "Überstunden" (Sitzungsende 22.45 Uhr) nicht gänzlich abgearbeitet werden, so dass die Stadtverordneten nun am 4.12 zu einer Sondersitzung zusammen kommen müssen.

Hauptthemen waren gestern der Nachtragshaushalt 2006 (Zustimmung CDU/FDP, Ablehnung SPD/Grüne: Beratung unseres Erachtens nicht möglich, da Unterlagen nicht aktuell und unübersichtlich, einem doppischen Haushalt nicht würdig und zudem schon die ablehnenden Gründe des Ursprungshaushalts wie die Höhe der Kassenkredite freilich auch im Nachtrag enthalten sind), Zweckverband Rheingau (Zustimmung CDU/FDP/SPD, Ablehnung Grüne), innerörtliche Entlastungsstraße und Einbringung Haushalt 2006.
Vor allem beim Thema innerörtliche Entlastungsstraße ging es heiß her mit hitziger Debatte, u.a. auch einem Wortbeitrag von mir, der von CDU/FDP auf’s massivste kritisiert wurde - aber da steh ich drüber.

Sonntag, November 12, 2006

Politische Woche

Man könnte meinen, ich übe mein politisches Hobby schon hauptamtlich aus:
Montag Abend Stadtverordnetenversammlung in Oestrich-Winkel, Dienstag Abend Mitgliederversammlung SPD Rheingau-Taunus in Taunusstein-Wingsbach (Aufeinandertreffen der zwei SPD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008, Andrea Ypsilanti und Jürgen Walter), Mittwoch Vorstandssitzung Jusos Rheingau-Taunus, Donnerstag Podiumsdiskussion auf „Schloss Hansenberg“ zum Thema Studiengebühren, Freitag Gründung der Juso-AG Eltville, Samstag Programmforum der Jusos Hessen-Süd.

Friends

Samstag Abend, „Perron“ - mehr muss man nicht sagen :-)

Samstag, November 11, 2006

Da sind sie!

Oder anders formuliert 3/4 -> 88,1 %.
Richtig, meine schriftlichen Prüfungsergebnisse sind da! BWL-Ergebnis (88 %) kenne ich ja schon seit ein paar Tagen, heute kamen dann auch endlich Kaufmännische Steuerung & Kontrolle (wider Erwarten 87,5 %) sowie Wirtschaft & Sozialkunde (90 %) dazu. Berücksichtigt man die unterschiedlichen Wertigkeiten der Prüfungen, die nun zusammen schon 70 % der Abschlussnote ausmachen, komme ich auf genau 88,1 %. Somit habe ich (leider) nur noch eine minimale theoretische Chance auf ein „sehr gut“, müsste dafür aber in der mündlichen Präsentation auch schon einen Totalausfall erleben, um noch auf ein „befriedigend“ im Gesamtergebnis abzurutschen. So kann ich also ganz gediegen der mündlichen Prüfung Mitte Januar entgegen sehen.

Und um den guten Tag noch zu komplettieren, gab es auch noch einen klaren Auswärtssieg gegen Bad Schwalbach (9:4) mit zwei von mir beigesteuerten Einzelsiegen!