Montag, Juli 31, 2006

"Seabiscuit"

Ich war gespannt, ob die Vorschusslorbeeren auf diesen Film auch einem „Pferdenichtganzsoliebhaber“ wie mir gerecht werden konnten...und obwohl ein Pferd dem Film seinen Namen gibt, ist es aber doch in erster Linie die Geschichte dreier Männer (und eines Pferdes :D), die diesen Film prägt: Der als Autohändler zu Reichtum gekommene Charles Howard (Jeff Bridges) verliert beim großen Börsencrash 1929 einen Großteil seines Vermögens und kurz darauf auch noch seinen Sohn durch einen Autounfall. Zusammen mit seiner neuen Ehefrau entdeckt er dann jedoch seine Begeisterung für den Galopprennsport und stößt dabei auf den schweigsamen Tom Smith (Chris Cooper). Dieser ist eigentlich ein gelernter Cowboy, doch in Zeiten von Eisenbahn und Automobilen findet sich Tom nur schwer zurecht. Seine Art auf die Pferde einzugehen beeindruckt Howard jedoch so sehr, dass dieser ihn als Trainer für seine Rennpferde engagiert. Tom ist es dann auch, der den richtigen Reiter für das talentierte, aber wilde Pferd "Seabiscuit" findet: Den jungen Hitzkopf Johnny "Red" Pollard (Tobey Maguire), der als Jugendlicher von seinen Eltern abgeschoben wurde, um seinen Traum vom Jockey zu verwirklichen und sich seitdem mehr schlecht als recht, z.B. als Preisboxer, durchs Leben schlägt. Aber die Mischung aus diesen drei Persönlichkeiten stimmt und gemeinsam eilen sie mit "Seabiscuit" bald von Sieg zu Sieg. Das Land ist am Boden und braucht etwas woran es sich aufrichten kann. Die unglaubliche Erfolgsgeschichte des Rennpferdes "Seabiscuit" kommt da gerade recht (bzw. kam da gerade recht, denn wie gesagt: Das Pferd gab es wirklich!).

Seabiscuit hält sich trotz einer Brise Pathos an die ungeschriebenen Regeln des Sportdramas, denn am Ende überwinden Pferd und Reiter natürlich alle Rückschläge und Hindernisse, um dann triumphal in den Sonnenuntergang zu reiten - oder war es doch eher über die Ziellinie? Das Pferd ist eigentlich zu klein und der Jockey zu groß – trotzdem gewinnen sie. Das macht Mut und damit kann das Volk sich identifizieren. Auch die optische Umsetzung ist in diesem Film hervorragend gelungen: Wunderschöne Panoramabilder, hervorragende Ausstattung und Kostüme erzeugen eine durchaus überzeugende Atmosphäre der dreißiger Jahre. Auch bei den Rennszenen bietet der Film einiges an rasanten und spektakulären Aufnahmen, die man so auch noch nicht unbedingt gesehen hat.Bei der Auswahl der Darsteller schließlich erlaubte das Budget einige Namen, mit denen man eigentlich gar nichts falsch machen kann: Tobey Maguire darf als aggressiver Rotschopf ein ganzes Stück aus sich herausgehen. Chris Cooper, bekannt aus seinen Auftritten in "American Beauty" und "Adaption", markiert die Rolle des "Pferdeflüsterers" in seiner ihm eigenen Weise. Als Herz des Ganzen fungiert dann Jeff Bridges, der als alternder Patriarch alles zusammen hält. Eine ganz neue Rolle für den ehemaligen "Dude". Und eben ein sympathisch „menschliches“ Pferd mit seinen ganz eigenen Stärken und Schwächen.


Nähere Informationen über den echten „Seabiscuit“ finden sich hier.


Original: Seabiscuit
Regie: Gary Ross
Drehbuch: Gary Ross
Cast: Tobey Maguire, Jeff Bridges, Chris Cooper, William H. Macy, u.a.
Spielzeit: 140 min.
Kinostart: 25.9.2003
Homepage:
http://www.seabiscuitmovie.com

Sonntag, Juli 30, 2006

Abendrot

An einem warmen Sommerabend, nach elend langem Lernstress zwischen Bergen von Papier, am geöffneten Fenster sitzend und bei einer lauen Brise Luft...mal ebenden sanft erröteten Abendhimmel fotografiert.

Samstag, Juli 29, 2006

Zukunftsvisionen...?!?

Und ich habe doch auch gleich mal aus der fernen Schweiz die erste "Quasi-Rezensio"n für meine Homepage erhalten. Ich lese das erfreut, auch wenn ich an der ein oder anderen Stelle doch durchaus noch ein leichtes Fragezeichen anbringen würde ;-) :

„Wiedereinmal hat einer meiner näheren Mitmenschen seine Profilneurose ausgelebtund ein Fleckchen in der weltweiten Gemeinschaft gestaltet, welches es nunzu hegen und zu pflegen gilt. Man sollte sich diesen Ort jetzt schon sehr genau anschauen, denn der Carsten, so viel ist sicher, wird einmal ein ganz Großer der Politik. Zwar rüttelt er noch nicht rege an den Zaunstäben des Bundeskanzleramtes, aber man weiß nie, wo einen der Weg hinführt. Mein Wort in Goethes Ohren.“
www.alexanderfrank.com

Freitag, Juli 28, 2006

Kleiderordnung

Ich durfte heute mit einem Azubi-Kollegen beim Personalchef antanzen, weil wir "eine für dieses Haus nicht angemessene Berufskleidung getragen haben" (kurze Hosen, Hemd außerhalb der Hose, Turnschuhe). Naja, ich pflege mehr durch meine Leistung als durch meine Erscheinung zu glänzen, aber wenn es der Betrieb so wünscht, wird es eben künftig befolgt...

Es hätte die Heldenstory der "Tour de France" werden können. Floyd Landis bricht auf einer Bergetappe ein und verspielt scheinbar den Toursieg, um dann am darauffolgenden Tag doch noch alles in Grund und Boden zu fahren - dumm nur, dass er wohl just an diesem Tag gedopt war bzw. dessen überführt wurde. Für den Zweitplatzierten bzw. designierten Sieger Oscar Pereiro aber keinesfalls ein Grund, sich über den unerwarteten Erfolg zu freuen, sondern vielmehr Bedauern auszudrücken. Zitat: "Den Toursieg feiert man in Paris und nicht am grünen Tisch." Ehrenhaft, wenn es nicht in gewisserweise den Dopingmissbrauch verharmlosen würde. Aber wer im Glashaus sitzt, sollte ja auch bekanntlich nicht mit Steinen werfen - und spätestens seit dieser Tour ist anzunehmen, dass das Glashaus noch weitaus größer ist...

Donnerstag, Juli 27, 2006

"Die Legende von Bagger Vance"

Es gibt heutzutage nicht mehr viele Menschen, die noch hoffnungslos altmodische Filme machen. Magvielleicht auch daran liegen, dass sich derartige Filme einfach nicht mehr so gut verkaufen lassen. Einer der wenigen, die sich das aber dennoch leisten können, ist Robert Redford. Wer sich schon seit einer halben Ewigkeit Hollywood-Legende schimpfen darf, der genießt auch die Narrenfreiheit, einen Film wie diesen zu machen. Ein beschaulich gemütliches Werk voller alter Helden, alter Ideale, alter Motive und alter Moral.

Am Beginn des Films befinden wir uns in Savannah, Georgia, kurz vor dem ersten Weltkrieg, wo der junge Rannulph Junuh (Matt Damon) ein Golfturnier nach dem anderen gewinnt und sich zudem mit der charmanten Adele Invergordon (Charlize Theron) die schöneTochter des reichsten Mannes im Ort gekrallt hat. Doch sein Dienst an der Front lässt einengebrochenen Mann zurück, der fortan Gesellschaft und Golfplatz meidet und sich dem Alkohol ergibt. Jahre später errichtet Adeles Vater einen wunderschönen Golfparcours mit zugehörigem Luxushotel, wird aber von der einsetzenden Wirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre kalt erwischt und bringt sich schließlich um. Die resolute und etwas sture Adele ist nun wild entschlossen, das Werk ihres Vaters zu einem vollen Erfolg zu machen, kratzt ihr letztes Geld zusammen und veranstaltet ein Showturnier mi tden beiden größten Golfern ihrer Tage. Und als Lokalmatador soll Rannulph Junuh den Stars Paroli bieten.

Aber natürlich ist dies nicht nur eine Geschichteüber ein großartiges Golfturnier und die zerrüttete Liebe von Junuh und Adele, es ist vor allem eine Geschichte über Junuh’s Suche nach seinem „authentischen Schwung“. Mit diesem schönen Begriff bezeichnet der Film so etwas wie den rechten Weg, die Sache, die zu einem gehört und Junuh irgendwie verloren hat. Zur Seite steht ihm auf dieser Sucheder Caddie Bagger Vance. Eines Nachts taucht dieser mysteriöse Mensch vor Junuh’s Haustür auf und weicht ihm fortan nicht mehr von der Seite, berät ihn weniger in technischen Dingen als dass er ihm hilft, seine innere Ruhe und das Glück, das im Golfen liegt, wiederzufinden. Seinen „authentischen Schwung“ eben.

Aber es ist Redford scheinbar nicht daran gelegen,Probleme dieser Art zu wälzen. Er legte seine Akzente auf wesentlich angenehmere Aspekte. Junuh’s Liebe zum Golf, die Schönheit und Philosophie des Spiels, die ihm Bagger Vance erst wieder nahe bringen muss, ist da natürlich nur eine Metapher aufalles, was einem Halt und Geborgenheit gibt im Leben, wo man seinen eigenen „authentischen Schwung“ findet. Und so ist der schönste, altmodischste und deswegen ungewohnteste Aspekt von „Die Legende von Bagger Vance“ das Verhältnis der drei Turnierteilnehmer untereinander. Jeder ein eigener Charakter mit eigener Spielweise und eigenen Zielen, sind sie keine Feinde auf dem Schlachtfeld, sondern Gentlemen voller Achtung für die Fähigkeiten der anderen, die in einem Wettkampf ohne Neid und Bitterkeit ihre Kräfte messen, auf dass der Beste gewinne. Und so ist es weniger von Bedeutung, wer am Ende gewinnt, sondern wie. Bagger Vance sagt aneiner Stelle: „Du kannst das Spiel nicht gewinnen. Du kannst es nur spielen.“ Viele Sportfilme versuchen, diese Essenz herauszukehren: Es ist die reine Freude am Spiel, die zählt. Sonst nichts. Wenigen gelingt das so gut wie diesem Film.



Original: The legend of Bagger Vance
Regie: Robert Redford
Drehbuch: Jeremy Leven
Cast: Matt Damon, Will Smith, Charlize Theron, Bruce Mc Gill, u.a.
Spielzeit: 118 min
Kinostart: 1.2.2001
Homepage:
http://www.baggervance.de

Mittwoch, Juli 26, 2006

Google-Ranking

Wer meinen Namen mittlerweile bei "google" als Suchbegriff eingibt, findet nicht nur eine nicht unerhebliche Anzahl von Seiten mit der Erwähnung meines Namens, sondern auch meine ureigene Homepage auf Platz 2 - bedeutet, dass sie sich in den letzten Wochen bei "google" nach oben geschraubt hat!

Und einen kleinen
Artikel mit Bild von mir und meinem Beitrittsgrund zur SPD im Vorwärts aus dem Jahr 2004 ist dort u.a. auch noch zu finden - meine erste öffentliche Erscheinung als Genosse :-)

Dienstag, Juli 25, 2006

Das Comeback

"Sir" Henry Maske macht es also wahr und steigt mit 43 Jahren nochmal in den Ring - und zwar gegen Virgil Hill, den Gegner aus seinem bis dato letzten Kampf und auch gleichzeitig der einzige, der Maske jemals bezwungen hat. Während Virgil Hill seit diesem Kampf noch elf weitere Kämpfe bestritten und mittlerweile wieder einen Weltmeistertitel im Cruisergewicht inne hat, war Maske die letzten jahre mehr oder weniger Frührentner. Die Geschichte könnte also quasi auch als Drehbuch für Rocky 6 herhalten. Ich erinnere mich noch genau, wie ich damals als 12/13-jähriger Steppke vor dem Fernseher mitgelitten habe und traurig war, dass Maske ausgerechnet diesen letzten Kampf verloren hatte. Also Henry: SCHICK IHN AUF DIE BRETTER!!!


Montag, Juli 24, 2006

Das Joch der Ehe

"Das Joch der Ehe ist so schwer, daß man zwei Personen braucht, um es zu tragen - manchmal drei."

- Alexandre Dumas (1802-1870), französischer Schriftsteller (Die drei Musketiere) -

Sonntag, Juli 23, 2006

Boulevard

Geschichten, die das Leben schreibt, aufgeschnappt aus dem dpa-Verteiler :D

Litauer mit 8,4 Promille
VILNIUS (dpa) - Die litauische Verkehrspolizei traute ihren Augen kaum, als bei einer Kontrolle das Atemmessgerät 8,4 Promille anzeigte. Auch ein wiederholter Test bestätigte den Wert. Der Fahrer (50) gab an, seit eineinhalb Wochen seinen runden Geburtstag zu feiern. Erst im Mai wurde auf der Autobahn Memel-Vilnius ein Lkw-Fahrer mit 7,3 Promille gestoppt.


Fenster als WC - Mann stürzt ab
WUPPERTAL (dpa) - Beim Wasserlassen aus dem Fenster ist ein Mann in Wuppertal zehn Meter in die Tiefe gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Der 30-Jährige hatte sein "kleines Geschäft" am geöffneten Fenster seines Zimmers in der zweiten Etage eines Übergangswohnheims erledigt und den Halt verloren.

Samstag, Juli 22, 2006

Storys from the gasstation / Cuba Libre

Situationsbeschreibung: Dame fährt in nigelnagelneuem Mercedes vor und tankt (17.32 Uhr). Benzinpreise werden um 0,02 € je Liter gesenkt (17.33 Uhr). Dame kommt herein und bezahlt Ihre gut 15 Liter und geht (17.34). Dame kommt wieder herein und beschwert sich, dass sie gerade für 1,32 €/L getankt und nun 1,30 €/L angezeigt würden. Die Erklärung, die Benzinpreise wären während Ihres Tankvorgangs gesenkt worden, beruhigt sie nicht; die Aussage, die ca. 0,30 € Ersparnis seien diesen Ärger doch nicht wert, erregt die Dame zutiefst; der offensichtlich von mir erweckte Eindruck, aus Prinzip keine 0,30 € Kulanz zu gewähren, lassen die Situation eskalieren und die Dame mit nicht weiter definierten Schimpfwörtern und Drohgebärden den Shop verlassen.
Naja, ich betone nochmal den "nigelnagelneuen Mercedes" und die Tatsache, dass die Dame der Aufreger bestimmt zwei Monate ihres Lebens gekostet haben wird...für 0,30 €!

Abends dann noch mit Kumpels in Wiesbaden gewesen und "heiße Reifen" 1,2 sowie laszive 1,2,3 und idyllische Eindrücke am Landtag und Dernschen Gelände gesammelt. Und in der "Hemingway Lounge" fanden wir dann eine sehr interessante (kubanische) Speisekarte vor 1,2,3,4,5,6,7

Freitag, Juli 21, 2006

Zeugnis ablegen

Nachdem ich ja jetzt bereits eine Woche im Betrieb bin, will ich an dieser Stelle doch auch mal sprichwörtlich "Zeugnis ablegen":
  • LF 1: In Ausbildung und Beruf orientieren (Note: Sehr gut)
  • LF 2: Marktorientierte Geschäftsprozesse eines Industriebetriebes erfassen (Note: gut)
  • LF 3: Werteströme erfassen und dokumentieren (Note: gut)
  • LF 4: Wertschöpfungsprozesse analysieren und beurteilen (Note: Sehr gut)
  • LF 5: Leistungserstellungsprozesse planen, steuern und kontrollieren (Note: befriedigend)
  • LF 6: Beschaffungsprozesse planen, steuern und kontrollieren (Note: gut)
  • LF 7: Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen (Note: gut)
  • LF 8: Jahresabschluss analysieren und bewerten (Note: gut)
  • LF 9: Das Unternehmen im gesamt- und weltwirtschaftlichen Zusammenhang einordnen (Note: Sehr gut)
  • LF 10: Absatzprozesse planen, steuern und kontrollieren (Note:)
  • LF 11: Investitions- und Finanzierungsprozesse planen (Note:)
  • LF 12: Unternehmensstrategien, -projekte umsetzen (Note:)
Außerdem:
  • Religion (Note: sehr gut)
  • Deutsch (Note: sehr gut)
  • Präsentation (Note: gut)
  • Englisch, Leistungsgrad B (Note: gut)
  • Wirtschaft/Sozialkunde (Note: Sehr gut)

Anm.: Die Lernfelder 10-12 werden erst in meinem letzten Block im September beurteilt.

Donnerstag, Juli 20, 2006

Ehre, wem Ehre gebührt

Auf der Arbeit kam ich mir heute vor wie in einer Sauna. Nach hartem Kampf gelang es zumindest, einen Ventilator für das Büro zu organisieren. Dessen Leistungskraft drohte aber schon an der Aufgabe zu scheitern, ein einzelnes Blatt Papier wegzuwehen - geschweige denn einen ganzen Raum zu kühlen.

An dieser Stelle gewähre ich Euch dann aber auch mal einen Blick auf das Gebäude meines Arbeitgebers von der Front, am Eingangsbereich, in den Stockwerken und in den Garten/"Hinterhof". Da in meiner jetzigen Abteilung Marketing zur Mittagsstunde nicht all zu viel zu tun war, durfte ich mich in das Büro des Abteilungsleiters (verweilt derzeit im Urlaub) verdünnisieren und für meine Abschlussprüfung lernen. Und ich muss sagen: Auf solch einem Chefsessel sitzt es sich doch ganz angenehm :-)

Mittwoch, Juli 19, 2006

Ehrgeiz

"Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten."

- Gottfried Keller (1819-1890), schweizerischer Dichter ("Der grüne Heinrich") -

Dienstag, Juli 18, 2006

Storys from the gasstation / Sektfest

Heute ereignete sich an der Shell-Tankstelle ein Unfall. Das Ergebnis war, dass auf der Verkehrsinsel das Einbahnstraßenschild sowie ein Shell-Mast völlig zerstört waren 1,2. Aber was war passiert? Ein Auto ist von Erbach kommend kurz vor der Tankstelle von der Fahrbahn abgekommen, abgehoben und sich um die Achse drehend 1,2,3 auf das Tankstellengelände geflogen. Man kann von "Glück" sagen, dass auf dem Tankstellengelände ein Reisebus stand, der das Auto quasi "auffing", da dieses sonst wohl noch weiter auf das Gelände, ggf. auf Zapfsäulen, geflogen wäre (Sonntags sitzt an dieser Stelle zum Beispiel ein Mensch und verkauft Windräder...gar nicht auszudenken). Die Kunden und der Kassierer, der genau im Moment des Einschlags zusammenzuckt, haben den Unfall so wahrgenommen.

Schließlich war ich am Wochenende wieder auf dem Sektfest gewesen - dem wie schon erwähnt meiner Meinung nach besten Fest im Rheingau. Hier stimmt einfach Flair, Ambiente und Publikum. So haben dann wohl auch wieder eine Menge anderer Leute gedacht 1,2,3,4.

Montag, Juli 17, 2006

Am Steinberg wird jetzt gebaut...

...das hat heute Abend die Mehrheit der Eltviller Stadtverordnetenversammlung (19 vs. 18 Stimmen = CDU+Bürgerliste vs. SPD+FDP+Grüne+Reps) so beschlossen. Nun will man einem demokratischen Mehrheitsbeschluss nicht anzweifeln, als zumindest erwähnenswert erachte ich aber doch folgende Sachverhalte:
  1. Sämtliche Gegner der Kellereri am Steinberg innerhalb der CDU-Fraktion, die noch vor der Wahl in Stadtverordnetensitzungen gegen die Aussiedlung an den Steinberg gestimmt haben, sind nun nach der Wahl nicht mehr im Parlament (Zufall?) oder schieben als Grund des Meinungswechsels plötzlich ausufernde Prozesskosten vor (dass nun aber ca. 60.000 Euro einfach mal den Brunnen hinunter gekippt wurden, da man quasi auf halber Strecke ohne Ergebnis stehen bleibt, scheint niemanden zu interessieren). Desweiteren beklagen sie den mangelnden Informationsfluss zwischen Anwalt und Stadtparlament, erscheinen aber nicht zu einer Informationsveranstaltung im Vorfeld der vorletzten Stadtverordnetensitzung und gewähren dem Anwalt im Parlament selbst dann nur zehn Minuten Rederecht.
  2. Der designierte Bürgermeister Kunkel, der noch vor der Wahl seine Meinung bzgl. Steinberg änderte und erklärte, eine neutrale Instanz, also ein Gericht, solle diesen Streitfall klären (und mit dieser Position natürlich bei der Wahl auch zusätzliche Stimmen erhalten hat), unterschreibt noch den Antrag zum Rückzüg aller bis dato eingelegten Rechtsmittel und tritt dann drei Tage vor der entscheidenden Stadtverordnetensitzung von seinem Stadtverordnetenmandat zurück (ein Schelm,wer hier böses denkt)
  3. Es wird nun nie geklärt werden, inwieweit eine Kommune sich gegen überregional aufoktroyierte Planungen wie hier von Seiten des Landes geschehen wehren kann - ein ordentlicher Prozess hätte hier einen Präzedenzfall schaffenund für Klärung in dieser Frage sorgen können. Auch muss die Frage erlaubt sein, ob wohl auch jedem anderen Winzerbetrieb eine Genehmigung zur Aussiedlung an den Steinberg erteilt worden wäre (ich persönlich habe da meine gewissen Zweifel...). Probieren wird es nun wohl aber mit Sicherheit der ein oder andere Winzer - schließlich haben wir im Rheingau ja noch zahlreiche unberührte Fleckchen Erde...
  4. Die Bürgerliste macht im Kommunalwahlkampf Werbung mit Plakaten gegen die Bebauung des Steinergs, nun sind ihr auf einmal auch die Prozesskosten zur Erreichung dieses Ziels zu hoch: "Demokratie kostet Geld", heißt ein altes Sprichwort...

Sonntag, Juli 16, 2006

Soziales Unternehmertum

„Ein Unternehmen ist sozial, wenn es Gewinne macht.”
- Heinz Dürr (*1933), dt. Topmanager, 1991-97 Vorstandsvors., 1997-99 AR-Vors. Dt. Bahn AG -

Samstag, Juli 15, 2006

Ein Denkmal gebaut

Mein Arbeitgeber, die "Verlagsgruppe Rhein-Main", hat sämtlichen Auszubildenden und Aushilfen, die während der WM bei "Public-Viewing"-Veranstaltungen in Mainz, Wiesbaden und Rüsselsheim mitgeholfen haben, zwei Freikarten für das heutige Konzert von "Wir sind Helden" in/auf der Zitadelle in Mainz spendiert. Grund genug also, bei himmlischen Wetter am historischen Landtag vorbei zur schon gut gefüllten Zitadelle zu fahren. Da die Band noch ein wenig auf sich warten ließ, blieb zwischendrin sogar auch nochmal Zeit, die Dixiklos näher zu inspizieren. Als dann aber schließlich "Wir sind Helden", bestehend aus Schlagzeuger, der Sängerin "Judith" sowie einem Keyboarder/Gitarristen und einem Bassisten, die Bühne betraten und mit der Show begannen, stand die Zitadelle Kopf 1,2,3 und die Fans waren wirklich gut drauf.

Freitag, Juli 14, 2006

Harvard-Konzept

Lese derzeit ein Werk von Roger Fisher, William Ury und Bruce Patton mit dem Titel "Das Harvard-Konzept - sachgerecht verhandeln, erfolgreich verhandeln". Es gilt als Standardwerk der Vrhandlungsführung und ich durfte schon politisch live miterleben, wie es in einer Versammlung zwischen zwei zerstrittenen Parteien erfolgreich zur gemeinsamen Entscheidungsfindung angewandt wurde.
Unter dem Harvard-Konzept versteht man eine Methode, um Verhandlungen sachbezogen zu führen. Es beruht auf dem „Harvard Negotiation Project“ der Harvard Universität und Teil des „Program on Negotiation“ der Harvard Law School. Ziel ist es, bei Verhandlungen drei Prinzipien zu beachten: Verhandlungen sollen erstens eine vernünftige Übereinkunft zustande bringen, zweitens effizient sein und drittens das Verhältnis zwischen den Parteien verbessern.

Dafür ist es weiter notwendig, dass die Verhandelnden vier Aspekte beachten: Sie müssen
  1. die beteiligten Menschen und die Probleme getrennt voneinander behandeln (Streitigkeiten und Animositäten, wenn überhaupt, vor der Sitzung ansprechen und NICHT ausdiskutíeren),
  2. die Interessen der Beteiligten und nicht die Positionen in den Mittelpunkt stellen (Eine Position ist, wenn A das Fenster geschlossen und B geöffnet haben will. Ein Interesse ist, wenn A der Luftzug stört und B die schlechte Luft. Die Lösung ist in diesem Beispiel, dass sich A und B einfach versetzt vom Fenster setzen. Aufbauend auf den Positionen wäre hier eine Lösung gar nichtt oder nur unter Kompromissen wie Fenster halb geöffnet oder 10 Minuten geöffnet, dann 10 Minuten geschlossen zu Stande gekommen - unter Einbeziehung der Interessen musste niemand Kompromisse eingehen und beide Verhandlungspartner hatten ihren Erfolg),
  3. vor der entscheidenden Sitzung oder Konferenz das oder die anzusprechenden Themen klar benennen und dann mehrere, eigene Wahlmöglichkeiten entwickeln,
  4. das Ergebnis auf möglichst objektiven Entscheidungsprinzipien aufbauen.


Abends dann als Lokalpatriot noch das Oestricher Lenchenfest aufgesucht und einen frisch zubereiteten Flammkuchen gegessen.

Und wen es interessiert: Nachts habe ich dann noch eine Motte fotografiert.

Donnerstag, Juli 13, 2006

Auf der Anklagebank

Aus den eigene Reihen wurde der Bürgermeister (CDU) meiner Heimatstadt Oestrich-Winkel nun bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Ansonsten: Morgen letzter Berufsschultag, dann erst einmal vier Wochen Betrieb, anschließend zwei Wochen wohlverdienter Urlaub, um dann Ende August in die finale Runde zu starten.

Mittwoch, Juli 12, 2006

Jogi macht's!

Dann halt mit Jogi Löw zur EM 2008 ins Nachbarländle und den Titel geholt!

Als blinde Passagiere oder heimliche Untermieter können die Vögel bezeichnet werden, die mal so eben ihr Sommerquartier an unserem Hallentor 1,2 aufgeschlagen haben.

Dienstag, Juli 11, 2006

Sie sind unter uns?!

Stellt Euch vor, Ihr wollt den Himmel bei Abenddämmerung fotografieren und bei einem Blick im Nachgang seht Ihr dieses Motiv auf der Linse...was würdet Ihr Euch da wohl denken? Sind sie etwa schon unter uns?!

Montag, Juli 10, 2006

Gute Zeiten, Schlechte Zeiten

So muss Berufsschule sein:
Zwei Klausuren (Rechnungswesen - Finanzierungs- und Investitionsprozesse", VWL - Konjunktur und gesamtwirt. Entwicklung) zurück erhalten, 124 mögliche Punkte insgesamt, 123,5 Punkte erreicht :D


So muss Berufsschule NICHT sein:
Die ersten beiden Stunden fanden in einem Computerraum statt. Nach der Pause habe ich dann gemerkt, dass ich wohl in den ersten beiden Stunden im PC-Raum meine Klausur, die wir dort (siehe Absatz oben) gerade eben zurückbekommen hatten, vergessen hatte und ging dementsprechend noch einmal zurück in den Raum, wo derweil eine andere Klasse unterrichtet wurde. Als ich rein kam und den Lehrer darum bat, an meinen ursprünglichen Platz gehen und nachschauen zu dürfen, ob meine Klausur noch dort liegt (lag sie übrigens nicht - meine netten Klassenkameraden hatten sich das Musterbeispiel einfach mal zur Korrektur genommen, ohne mich zu fragen...), spricht mich der dort sitzende Mensch mit "Fritz" an und fragt mich, ob ich in seiner Hose mal nach der Klausur schauen wolle (wohlgemerkt: Der Lehrer war anwesend und kriegte das alles mit!). Als ich ihn dann mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht aufforderte, dann auch bitte seine Hose auszuziehen und die gesamte Klasse aufgrund dieses Kommentars lachte und auffordernde Gesten machte, gefiel ihm das wohl gar nicht, weshalb er aufstand und mir Schläge androhte (Ca. 2-3 Jahre jünger und einen halben Kopf kleiner...). Ich klopfte ihm grinsend auf die Schulter und meinte dann, er werde bestimmt mal ein ganz Großer, wenn er so weiter mache, woraufhin er wutentbrannt seinen Stuhl nach hinten warf und damit seine Cola-Flasche zerstörte. Ich konnte ihm noch einen nach oben gerichteten Daumen in Verbindung mit einem unterdrückten Lachen (das taten seine KlassenkameradInnen ohnehin schon in Überschweif) entgegen strecken, bis der Lehrer eingriff und den Schüler aufforderte, die ausgelaufene Cola doch bitte aufzuwischen :-).

Sonntag, Juli 09, 2006

Zizou, warum?

Das sind die Geschichten, die der Fußball schreibt. Zinedine Zidane, eigentlich zusammen mit seinen Franzosen schon abgeschrieben, steigert sich im Laufe des Turniers und zieht wider Erwarten doch noch ins WM-Finale gegen Italien ein und hat dort die Möglichkeit, seiner großartigen Karriere im vorher angekündigten letzten Länderspiel den ultimativen Stempel aufzudrücken. Und es fängt auch gut an: In Star-Manier verwandelt "Zizou" den Elfmeter zum 1:0 und bringt seine Franzosen in Führung. Doch dann ein Aussetzer von nur wenigen Sekunden in der Verlängerung und alles ist vorbei: Zizou "köpft" einem Italiener in die Brust - die logische Folge: Rote Karte für Zizou, Frankreich ohne Kapitän und 11. Mann plötzlich willenlos...Elfmeterschießen...Niederlage für Frankreich. Zizou wird wohl in seinem Leben immer an dieses Spiel und diesen Moment denken - und mit Sicherheit nicht mit den besten Gedanken. Einfach nur bewegend war das Bild, wie Zizou regungslos am WM-Pokal, die Tränen in den Augen, in die Kabine schreitet...
Verdienter Lohn (aber schwacher Trost) ist da zumindest seine Wahl zum besten Spieler der WM.

Samstag, Juli 08, 2006

Die Deutschland-Party geht zu Ende

Das letzte Spiel der Deutschen sollte auch mein letztes Spiel bei "Public viewing" in Hattenheim an den Weinprobierfässern sein. Insgesamt war ich während der WM an 17 Abenden bei 28 Spielen am Hattenheimer Rhein zugegen. Was ich nun nach meiner WM mit meiner wieder gewonnenen Freizeit anstelle, weiß ich noch gar nicht :-).

Wie bei allen Spielen war die Stimmung auch heute wieder gigantisch, wenn auch im Vergleich zum Halbfinale mit weniger Zulauf. Schon die Atmosphäre war einladend, was sich beim Singen der Hymne sowohl bei den Fans 1,2,3 als auch bei der Mannschaft (Klinsmann, Klose) bemerkbar machte. "Schweintastisch" wurde es dann, als 1:0 1,2, 2:0 und 3:0 fielen und schließlich der Schlusspfiff erfolgte. Einige Spieler hat man dabei heute wahrscheinlich das letzte Mal im Nationaldress gesehen, wie Luis Figo auf Portugals oder Oliver Kahn auf Deutschlands Seite. Jürgen Klinsmann war das Grinsen aber dennoch nicht zu nehmen - ob er schon wusste, dass seine Mannschaft 1,2 und er gleich von der Bundeskanzlerin und dem "Kaiser" beglückwünscht werden würden?! Dieses Team hat sich auf jeden Fall in die herzen vieler Menschen gespielt - ich schließe mich (ausnahmsweise) der BILD-Schlagzeile von Morgen voll und ganz an und sage: "DANKE FÜR DIE GEILE ZEIT!"

Freitag, Juli 07, 2006

Donnerstag, Juli 06, 2006

Servicewüste Deutschland?!

Meine Mutter hat die Tage einen Autounfall gehabt (Ein Student hat Ihr die Vorfahrt geklaut). Folge: Auto fahruntüchtig, Ersatzauto sollte her, und zwar von der Versicherung des Unfallgegners. Diese sagte den Wagen für das Wochenende zu. Als Montag Morgen aber immer noch kein Leihwagen da war, hat sich meine Frau Mama notgedrungen auf den Drahtesel bemüht. Unter der Woche beschwerte sich dann ein Nachbar von uns, warum unser "Besuch" denn sein Auto derart "bescheiden" geparkt hätte, dass er jeden Morgen Mühe hätte, aus der Garage zu fahren. Da wir aber keinen Besuch hatten/haben, kann - wer jetzt klug kombiniert - sich den Rest der Geschichte schon denken...
Heute Morgen ruft dann die Versicherung des Unfallgegners an, wann denn das Auto meiner Mutter wieder fahrtüchtig sei und der Leihwagen abgeholt werden könnte. Auf die Frage hin, welches Auto wir denn bitteschön zurückgeben sollten, entgegnet die Stimme am Telefon dann aus reinem Selbstverständnis heraus: "Das Auto, was wir Sonntag Abend bei Ihnen vor die Tür gestellt haben" (Richtig komibiniert: Unser "Besuch"). Schlusszusammenfassung: Die Versicherung des Unfallgegners stellt uns einen Leihwagen vor die Tür und vergisst Papiere und Schlüssel abzugeben...OHNE KOMMENTAR!

Mittwoch, Juli 05, 2006

Schland

Deutschland hat es also nicht gepackt, 118 Minuten waren gegen starke Italiener zu wenig :-(. Aber insgesamt hat mich das Auftreten der deutschen Fußballnationalmannschaft positiv gestimmt. Vor allem ist ihr gelungen, was man ihr eigentlich nur in den kühnsten Träumen zugetraut hat: Deutschland feiert, macht Party, ist gut drauf, die Welt ist in der Tat "Zu Gast bei Freunden" - ich bin froh, solch ein Event einmal am eigenen Leib miterlebt zu haben. Bleibt zu hoffen, dass nur ein Funken von dem die WM überdauern wird.

Dienstag, Juli 04, 2006

Scheiße.....

..................verloren......................................................................
.................................................................

Montag, Juli 03, 2006

Aus den Gremien

Musste heute "Überstunden" als Stadtverordneter ablegen (Sitzungsende 22.40 Uhr - laut Geschäftsordnung normalerweise Schluss um 22.00 Uhr!). Gab aber auch einiges zu diskutieren, u.a. auch das Finanzchaos der Stadt Oestrich-Winkel, weshalb sogar extra der "Hessische Rundfunk" angetanzt war (...und dann bis 21.30 Uhr warten musste). Des weiteren wurden auch eine Resolution zum Erhalt der Grundschulstandorte in Oestrich-Winkel, ein Leitbild zur Demografischen Entwicklung in Oestrich-Winkel und Jahresabschlüsse zu den Eigenbetrieben "Stadtwerke" und "Soziale Dienste" beschlossen...undnatürlich mein Bahnhofs-Antrag - und zwar einstimmig (*stolz*)!

Sonntag, Juli 02, 2006

Samstag, Juli 01, 2006

Mein erster Antrag

Hier könnt Ihr Euch schon mal in meinen ersten Antrag für die SPD-Fraktion in Oestrich-Winkel betr. Verbesserung des Bahnhofs mitsamt Umfeld in Mittelheim einlesen, den ich am kommenden Montag begründen darf. Und nach bisherigen Erkentnissen aus den Ausschüssen "Umwelt, Planen, Bauen" und "Haupt- und Finanzen" geht er wohl einstimmig durch :-)