Donnerstag, November 30, 2006

"Barton Fink"

"Barton Fink" stammt von den Brüdern Joel und Ethan Coen ( "Fargo", "O brother, where art thou", "The big Lebowski"). Herausgekommen ist so etwas wie ein travestierter Lynch in Gestalt einer Satire und trotzdem ein Kabinettstückchen hintersinniger Vieldeutigkeit.

Als zu Beginn der Vierziger Jahre der naiv-idealistische Barton Fink (John Turturro) mit einem Theaterstück über "den kleinen Mann" seinen Durchbruch am Broadway erlebt hat, folgt er zögerlich einem Ruf nach Hollywood, wo er von dem Filmtycoon Jack Lipnick (Michael Lerner) als Drehbuchautor engagiert wird, um das Buch zu einem profanem Ringerfilm zu schreiben. Getreu seinem Vorhaben, sich nie von dem "Mann auf der Straße" zu entfernen, mietet er sich im "Earle Hotel" ein, dessen ominöser Wahlspruch "A day or a lifetime" lautet. In der billigen Absteige, auf deren düsteren und zugigen Fluren nur die Schuhe der Gäste, aber nie deren Besitzer zu sehen sind, macht er Bekanntschaft mit dem dicken Versicherungsvertreter ("Ich verkaufe Seelenfrieden") Charlie Meadows (John Goodman), dessen verzweifeltes Lachen im Nebenraum Barton Fink vom ohnehin stockenden Arbeiten abhält.

Turturro und Goodman tragen fortan den Film in ihren meines Erachtens jeweils besten Rollen ihres Lebens über weite Strecken mühelos alleine. Neben ihnen agieren schwitzende Wände, eine Mücke, die sich nachts von Finks Blut ernährt, die Schreibmaschine, die nicht schreiben will, und das alles aufsaugende Weiß des Papiers. Dahinter Barton‘s ewiger Blickfang: Das gerahmte Foto einer Strandschönheit, den Blick aufs Meer gerichtet.

Auf der Studiotoilette trifft Barton (nachdem der sich ausgiebig übergeben hat...) einen vollendet höflichen Alkoholiker, der sich als William P. Mayhew (John Mahoney), gleichzeitig der "beste lebende Schriftsteller", den Barton kennt, entpuppt. Und auch Mayhew leidet unter Schreibhemmung. Audrey Tayler (Judy Davis), die aufopferungsvolle ("Ich habe ihm immer seine Drehbücher geschrieben.") Sekretärin und Lebensgefährtin von Mayhew, versucht Barton in seiner Not zu helfen – am nächsten Morgen soll er nämlich ein Treatment präsentieren. Es bleibt aber nur bei der ersten (sexuellen) Hilfe, denn Barton erwacht schließlich neben ihrer Leiche...und kann sich an nichts mehr erinnern.


Fink, inzwischen ein personifizierter Nervenzusammenbruch, hat jetzt nur noch einen Freund, den "kleinen Mann" von Nebenan, den kräftigen Charlie (John Goodman), der ("nachdem auch er sich erst einmal im wahrsten Sinne des Wortes ausgekotzt hat" ) weiß, was zu tun ist. Charlie verschwindet mit der Leiche und kehrt kurz danach zurück, um Barton um einen einzigen Gefallen zu bitten: Er müsse wieder auf Dienstreise, und er wolle Barton etwas anvertrauen: Fink stellt das geschnürte Päckchen von Charlie neben die Schreibmaschine. In einem einzigen Marathon hämmert er nun das Drehbuch in die Maschine und ist der Meinung, etwas Besseres noch nie zuvor geschrieben zu haben. Da aber Lipnick ganz anderer Meinung ist, erklärt er Fink kurzerhand, dass er nie wieder ein Drehbuch abliefern dürfe.

Nichts ist wie erhofft. Das "künstlerisch Wertvolle" gilt natürlich in Hollywood nichts und der nette Mann von Nebenan, Charlie Meadows ("Manchmal vergesse ich mich wirklich!") entpuppt sich letztlich als der gesuchte Serienmörder Karl Mundt, auch "Mörder-Mundt" genannt. Mit den Worten "Ich zeig’ euch den wahren kreativen Geist!" entflammt er kurzerhand das Hotel, während zeitgleich der Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg stattfindet.

In der Geschichte der Coens über die ausbeuterischen Praktiken des wahren Hollywood steckt zugleich auch die Enttarnung des klischeehaften Hollywoodpathos. Das macht die Satire "Barton Fink" auf doppelte Weise "interessant". Neben Robert Altmans "The Player" und David Lynchs "Mulholland Drive" ist "Barton Fink" so eine der beißendsten und skurril bis lustigsten Abrechnungen mit Hollywood.

Während die Kamera in "Blue Velvet" noch in ein abgeschnittenes Ohr taucht und es als Pforte zur Unterwelt enthüllt, folgt sie in "Barton Fink" dem Weg des Erbrochenen ins alles verschlingende Abflussrohr (!). Offen bleibende Fragen, surreale Elemente, aberwitzige Anspielungen, regen die Hirntätigkeit an. Der Verdacht eines verborgenen "Codes" nagt am Zuschauer, und wenn er nicht ganz zu knacken ist - umso besser. Das Geheimnis, das Ungesagte, gibt dem Film die größte Kraft. Und "Barton Fink" ist reich an solch treffenden Reflexionen. Noch ein Beispiel? 
Barton, nun auf ewig Eigentum der Filmgesellschaft, trägt seine letzte Habe an den Strand: Das Paket. Und vor ihm eine Strandschönheit. Sie fragt: "Was ist in dem Karton?" Er antwortet: "Ich weiß es nicht". Die Frau wendet sich zum Meer, die Szene wird übergeleitet auf das Foto hinter der Schreibmaschine. Und der Karton ist genau kopfgroß...

Wer den Film nicht selbst gesehen hat, wird sich nach diesen Zeilen hier fragen: Was will uns der Sinß hier eigentlich mitteilen. Tja, Ihr Lieben. So richtig weiß ich das auch nicht – auch über die Quintessenz dieses Films bin ich mir noch nicht ganz schlüssig. Aber eins steht zumindest fest: Schaut Euch "Barton Fink" an :-)


Original: Barton Fink
Regie: Joel Coen
Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen
Cast: John Turturro, John Goodman, Michael Lerner, Judy Davis, Jon Polito, John Mahoney, Steve Buscemi u.a.
Spielzeit: 114min.
Kinostart: 1991

Unfreiwillig frei

Heute findet...keine Haupt- und Finanzausschusssitzung statt, weil diese ja bereits ( "widerwillig" ) stattgefunden hat...

Mittwoch, November 29, 2006

15 Minutes

Nachdem der Termin der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss ohne Rücksprache mit der Opposition mal so eben von der Verwaltung und dem Bürgermeister (CDU) willkürlich nach vorne gelegt wurde und so weder Bündnis90/Die Grünen noch die SPD so kurzfristig über den Haushalt 2007 in ihren Fraktionen beraten konnten, wurde beschlossen, diesem Tagesordnungspunkt aus Protest in der Ausschusssitzung fernzubleiben – in Politikerkreisen nennt man das dann "ausziehen". CDU und FDP gelang dann (ohne SPD und Bündnis 90/Die Grünen) die wohl schnellste Haushaltsberatung der Geschichte – nämlich in ganzen sage und schreibe 15 Minuten. Da sieht man einmal, wie die Damen und Herren das Königsrecht des Parlaments, des Haushaltsrecht, ernst und wahr nehmen...

Dienstag, November 28, 2006

Braune Maulwürfe

Von der braunen Front gibt es neues zu berichten. Zur Erinnerung: Im März mussten wir Jusos eine Veranstaltung zum Thema Rechtsextremismus u.a. auf Anraten des Hessischen Verfassungschutzes (!) verschieben, weil uns Randale prophezeit wurden. Nun hat ein Vorstandsmitglied der Jusos diesen Auszug im Internet auf einem szeneberüchtigten Chat gefunden - wohlgemerkt mit einem Auszug der Original-Einladung, die ich damals per Mail verschickt hatte....

Rheingauer Nationalisten am 22.03. 19:07: WICHTIG: "Rechtsextremismus im Rheingau-Taunus-Kreis"
Symbol: Hakenkreuz-Faust (kennt ihr alle!)
Jusos diskutieren über rechte Parteien
Donnerstag,23.3.2006,19 Uhr,
Clubraum (Stadthalle Idstein)
Jusos Idstein und Jusos Rheingau-Taunus-Kreis Dies ist WICHTIG.
Die Veranstaltung findet MORGEN, den 23.3.2006 in Idstein statt. Mehr dazu siehe Text sowie Anhang. Hier ein Brief, den wir zugesendet bekommen haben, von dem JUSO-Vorsitzenden des Rheingau-Taunus-Kreises:
"Rechtsextremismus im Rheingau-Taunus-Kreis" Symbol: Hakenkreuz-Faust (kennt ihr alle!) Jusos diskutieren über rechte Parteien, Donnerstag, 23.3.2006,19 Uhr, Clubraum (Stadthalle Idstein) Jusos Idstein und Jusos Rheingau-Taunus-Kreis "Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Jusos,
anbei findet Ihr einen Veranstaltungshinweis der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis zu einer von uns organisierten Veranstaltung zum Thema "Rechtsextremismus" am Donnerstag, den 23. März um 19 Uhr im Clubraum der Stadthalle Idstein (1. Stock). Die Referenten Klaus Hesse und Jonas Gräf (beides aktive Jusos) haben sich im Vorfeld intensiv mit der Materie beschäftigt und mööchten mit Euch über die aktuelle Lage des Rechtsextremismus, auch bezogen auf den Rheingau-Taunus-Kreis, diskutieren.
Wäre schön, wenn Ihr zum einen der Einladung folgen könntet, zum anderen dies aber auch noch im Bekannten- und Freundeskreis bzw. Ortsverein weiterleiten könntet."
Kommentar: Wer in der Gegend von Wiesbaden, Idstein wohnt etc. kann sich also gerne mal das "Fachliche Wissen" der SPD'ler anhören bzw. Kommentare abgeben.
Gruß

Heute Abend haben wir 8:6 gegen Ramschied II gewonnen und ich habe auch ein Einzel gewonnen. Damit ist die Tischtennisvorrunde beendet und es geht nächstes Jahr im Februar weiter.

Montag, November 27, 2006

"James Bond 007 - Casino Royale"

Beginnend mit Pierce Brosnan in "Golden eye" als Agent im Dienste seiner Majestät habe ich mir seitdem jeden Bond-Film im Kino einverleibt. Nach 4-mal Brosnan war dann schließlich Schluss und wir erlebten eine lange und abwechslungsreiche Debatte über dessen Nachfolge, mit einer faustdicken Überraschung am Ende: Daniel Craig! Und der erste blauäugige Blondschopf in der Rolle des James Bond sorgte im Vorfeld schließlich auch für zahlreich Diskussionsstoff. Mittlerweile sprechen die Kritiker von einem der besten Bond-Filme aller Zeiten, ja sogar der charakterlich am besten gespielten Rolle des James Bond überhaupt, der auch Connery in den Schatten stellt.

Und wer nach diesem Film aus dem Kinosaal rausgeht mit der Einstellung "Dieser Bond war anders", täuscht sich nicht. War Bond als Relikt des Kalten Krieges schon Anfang der 90er Jahre akut vom Aussterben bedroht, schienen die Weltbedrohungs-Szenarien der letzten Teile mit ihrem "Größer, Lauter, Abgefahrener"-Motto (bis hin zu einem Hauptquartier aus Eis und unsichtbaren Autos) nur noch mit lautem Krawumms zu kaschieren, dass die Reihe in der Tat im kreativem Stillstand verharrte. Die Neu-Besetzung mit Craig war vor diesem Hintergrund ein richtiger, wichtiger sehr kluger und wohl auch notwendiger Schritt, denn trotz höchst zufriedenstellender Bilanzen des letzten Ablegers "Stirb an einem anderen Tag" ließ sich nicht leugnen, dass die Serie sich inhaltlich festgefahren hatte. "Casino Royale" ist ein radikaler Schnitt, der nicht weniger als eine Neugeburt James Bonds versucht - und damit zumindest inhaltlich (und verfolgt man die Zuschauerzahlen, auch finanziell) durchaus erfolgreich ist.

Den Neuanfang markiert bereits die veränderte traditionelle Eröffnungssequenz und als Einstieg Schwarz-Weiß-Bilder mit einem eiskalt und brutal agierenden Bond, der hier wohl die ersten zwei Morde mit seiner "Lizenz zum Töten" begeht. "Casino Royale" war ursprünglich der erste Roman von Bond-Erfinder Ian Fleming, und der Film ist nur konsequent darin, somit auch die interne Chronologie der Reihe zurück auf Null zu stellen: Chronologische Fehler wie etwa die Besetzung von "M" mit der gleichen Schauspielerin wie in der Brosnan-Reihe (Judi Dench), die von der Chronologie ja dort eigentliche erst neue MI-6-Chefin wurde (erinnern wir uns an ‚Golden eye‘) oder "Farbfehler" wie die Wandlung des Felix Leiter von der CIA von einem weißen (erinnern wir uns an diverse Moore-Filme) hin zu einem Afro-Amerikaner, werden an dieser Stelle mal großzügig übersehen.

Mit der Beantwortung der Frage, worum es in "Casino Royale" denn nun eigentlich geht, lässt sich der Film selbst auch noch ein bißchen Zeit, denn die von schnellen und überraschend ausdauernden Action-Sequenzen dominierte erste Stunde widmet sich fast ausschließlich der Etablierung der neuen Bond-Figur, bevor die Handlung endlich richtig einsetzt. Bond ist den Machenschaften des Bankiers Le Chiffre (Mads Mikkelsen) auf die Schliche gekommen, der das Vermögen verschiedenster Terrorgruppen verwaltet und sich mit diesem Kapital dank Bond nun ein wenig verspekuliert hat. Als genialer Mathematiker und Poker-Spieler veranstaltet Le Chiffre deshalb ein exklusives Turnier mit gigantischen Einsätzen, um mit dem Gewinn seine "Bilanz" wieder auszugleichen. Bond soll in das Turnier einsteigen, gewinnen und so dafür sorgen, dass die einzige Überlebenschance des Bankiers ist, beim Geheimdienst über seine Kunden zu plaudern, bevor diese ihn für seine Kapitalvernichtung lynchen. Bond zur Seite stehen dabei der lokale Agent Mathis (Giancarlo Giannini, "Hannibal") und die Vertreterin des britischen Schatzamtes Vesper Lynd (Eva Green, "Die Träumer", "Königreich der Himmel"), die darauf achten soll, dass Bond nicht durch Unvorsichtigkeit zu viele Steuergelder in die Finanzierung des weltweiten Terrors investiert.


Klingt für Bond-Verhältnisse alles andere als aufregend, doch lässt die relativ "kleine" Story Raum für die Charaktere, die für Bond-Verhältnisse hingegen ungewöhnlich komplex ausgefallen sind. Das gilt auch und vor allem für Vesper Lynd alias Eva Green, mit der es nach vielen vergeblichen Versuchen wohl endlich gelungen ist, aus einem "Bond Girl" einen gleichwertigen Gegenpart und nicht bloß ein Bikini-Vorführmodell zu machen. Die Beziehung zwischen Bond und Vesper steht dann auch im Zentrum des Films und verdrängt Bösewicht Le Chiffre deutlich aus dem Fokus. Als leicht unheimliche Präsenz ist der gelegentlich aus den Augen blutende Le Chiffre aber durchaus wirksam und als Bond Gegenüber ein wahrhaft würdiger Gegner am Pokertisch.

Das Pokerspiel im titelgebenden Casino und die dortigen Ereignisse nehmen auch den Großteil der zweiten Filmstunde ein. Mit welcher Missachtung "Casino Royale" seinen eigenen Traditionen begegnet, macht hier schon eine einzige Szene klar: Bond geht zur Bar und bestellt einen Wodka Martini. Soweit, so gut. Der Barmann fragt: "Geschüttelt oder gerührt?" Antwort Bond: "Seh' ich so aus, als ob mich das interessiert?". Alles, was bisher unumstößlich Bond war, stand hier zur Disposition, und vieles hat den radikalen Schritt nicht überstanden: So gibt es keine Miss Moneypenny und auch keine neuen Spielzeuge von Q (mit Ausnahme eines im Aston-Martin-Inventars enthaltenen ‚Herzschrittmachers‘) und auch kein stilvolles Töten, das in einem Bond noch nie so brutal und schmutzig war. Die Einflüsse neuer Konkurrenz in diesem Genre, Stichwort "Bourne"-Filme, sind spätestens hier unverkennbar. Und mit "Casino Royale" wird offensichtlich der Versuch unternommen, die Bond-Reihe in eine ähnliche Richtung zu lenken: Hin zu einer komplexeren Hauptfigur, hin zu mehr Realismus. Mit Daniel Craig hört James Bond - zumindest für diesen Film - auf, ein unzerstörbarer Anzug-Snob zu sein und bekommt einen neuen und menschlicheren Zug im schmutzigen und finsteren Geschäft der Top-Spionage.

Abgesehen von einer gewissen Überlänge gelingt es "Casino Royale" mit seiner ungewöhnlichen dramaturgischen Struktur dennoch durchgehend zu unterhalten. Und am Ende sollte man dann doch auf den Schluss kommen, zwar in einem anderen, aber weiß Gott keinem schlechten Bond-Film gewesen zu sein: Der wohl ambitioniertesten und konsequentesten Neuausrichtung, die James Bond je erlebt hat. Der berühmteste Agent der Welt ist endlich im 21. Jahrhundert angekommen. Und ich werde auch Daniel Craig gespannt bei den nächsten Abenteuern als James Bond im Kinosessel begleiten.


Original: Casino Royale
Regie: Martin Campbell
Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade, Paul Haggis
Cast: Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Judi Dench, Giancarlo Giannini, u.a.
Spielzeit: 141 min.
Kinostart: 23.11.2006
Homepage: www.casinoroyale-derfilm.de

Vorweihnachtszeit

Die Tage ziehen sich immer mehr, die abendlichen Pflichttermine werden weniger - ja, es wird Weihnachten...
Nichtsdestotrotz gilt es so langsam den Schlachtplan für die diesjährige Geschenketour auszuarbeiten, die dieses Jahr mal ausnahmsweise nicht auf den letzten Drücker vonstatten gehen soll.


Sonntag, November 26, 2006

Zurück im Leben

Sie wollen das Internet verlassen?
Dann führen Sie nun bitte sorgfältig folgende Schritte durch!

1. Schließen Sie alle offenen Seiten und beenden Sie Ihr Internetprogramm!
2. Fahren Sie das Betriebssystem ihres Rechners ordnungsgemäß herunter!
3. Schalten Sie Ihren Computer, Monitor, Drucker und Ihr Modem aus!
4. Nehmen sie in mehreren Stufen Kontakt mit ihrer Außenwelt auf!

Stufe 1 – Öffnen sie ein Fenster und atmen Sie die frische Luft. Achtung, der Kontrast und die Helligkeit lassen sich nicht einstellen, auch auf die Lautstärke können sie kleinen Einfluss nehmen! Nehmen Sie alles so wie es ist. Die Geräusche sind keine Simulation, sondern alles ist Live!

Stufe 2 – Gehen sie einige Schritte durch das Zimmer, was sich unter Ihnen bewegt, sind nur Ihre Beine, keine Angst, bisher läuft alles Normal!

Stufe 3 – Schauen Sie sich um, ob noch jemand in ihrer Nähe ist, der sich bewegt. Gehen sie auf Ihn zu und sprechen Sie Ihn einfach an, eine Tastatur ist hierfür nicht erforderlich! Antwortet ihr Gesprächspartner? Wenn ja, dann sind sie jetzt bitte äußerst vorsichtig, das ist kein Forum und auch kein Chatroom. Überlegen Sie vorher genau was Sie sagen. Beleidigungen können jetzt für Sie zu körperlichen Schäden führen!

Stufe 4 – Versuchen Sie Nahrung zu sich zu nehmen, dazu öffnen sie bitte alle Schranktüren. Sollte in einem Schrank ein Licht angehen, dann haben Sie den Kühlschrank gefunden. Schauen Sie hinein, Ist etwas Essbares vorhanden? Bevor Sie etwas verzehren, achten Sie bitte auf das Verfallsdatum des Produktes.

Stufe 5 – Verlassen des Hauses, um den Schrank mit dem Licht zu füllen! Achtung, wenn Ihnen alles Fremd vorkommt, bitten Sie jemanden Sie zum Lebensmittelgeschäft zu begleiten! Schauen sie sich um, die Autos sind alle echt, überqueren Sie die Straße erst, wenn diese wirklich frei ist. So unwahrscheinlich es klingt, hier und jetzt haben Sie nur ein Leben. Ein Neustart des Spieles ist nicht möglich und Sie werden auch keinen Krämer finden, der Ihnen Heiltränke verkauft!

Stufe 6 – Sollten Ihnen auf dem Rückweg kleine Kinder entgegen laufen und immer wieder Papa, Papa oder Mama, Mama rufen, kann es sich nur um Ihre eigenen Kinder handeln. Tja, die kleinen Racker haben Sie wirklich nicht mehr so groß in Erinnerung, aber macht nichts, wenn ihnen erstmal die Namen wieder eingefallen sind, dann werden Sie sich schnell wieder an sie gewöhnen.

Stufe 7 – Wieder zu Hause angekommen, setzen Sie sich mal gemütlich in einen Sessel, aber nicht unbedingt in den Sessel vor Ihrem Computer!!! Klasse, bald haben Sie es geschafft. Nun lesen Sie mal einige Seiten in einem Buch. Bücher sind die dicken schweren Dinger, die man aufklappen kann, manche haben sogar schöne bunte Bilder. Na, merken Sie wie es beim Lesen oben in Ihrer Birne arbeitet? Das sind die Gedanken, die Sie sich beim Lesen machen. Es nützt allerdings nichts, wenn sie mit dem Finger auf die Seite klicken, wenn Sie alles gelesen haben, Multimedia war gestern, nun wird von Hand umgeblättert.

Stufe 8 – Mehr als zehn Seiten sollten Sie am Anfang nicht lesen! Legen Sie das Buch wieder weg, aber nicht zu weit. Nun rufen Sie mal nach Ihrem Ehepartner, das ist die Person die sich kopfschüttelnd in eine Ecke drückt. Versichern sie Ihr, dass alles Normal ist und Sie sich einfach nur ändern wollen. In den ersten Tagen wird das noch niemand glauben, aber halten Sie durch. Verkaufen morgen sofort ihr Modem und schaffen Sie sich vielleicht ein Aquarium an, es funktioniert so ähnlich wie ein Bildschirmschoner aber es ist das erste Anzeichen von Besserung.

Sie haben es geschafft. Herzlich Willkommen zurück im realen Leben!

Samstag, November 25, 2006

Storys from the gasstation

Heute, ausnahmsweise in der Mittags- und nicht in der Abendschicht, war ich Zeuge, wie eine Dame älteren Semesters ein letztes Mal ihren knapp 20 Jahre alten Opel Corsa betankt und dann den Schlüssel ihrer Enkeltochter übergeben hat. Laut ihrer Aussage war die Fahrt zur Tankstelle heute die letzte, die sie in diesem Leben mit einem Auto tätigen wolle. Sie sei nun schlichtweg zu alt dafür und wolle rechtzeitig einsehen, wann der passende Zeitpunkt gekommen ist, mit dem Autofahren aufzuhören. Meinen Respekt vor dieser Einsicht habe ich ihr zum Ausdruck gebracht und noch interessiert ihren Worten gelauscht, als sie die ein oder andere Geschichte von ihrem Opel zum besten gegeben hat. Die Möglichkeit war gegeben, denn weitere Kundschaft war nicht in Sicht – nur die Enkeltochter, bereits draußen am Steuer des Corsas sitzend, schien zunehmend ungeduldig zu werden, als sich die Großmutter einfach nicht von den Ohren des Tankstellenkassierers entfernen wollte. Ob sie nicht nur das Geschenk, sondern auch den Schritt der Großmutter zu schätzen weiß…

Freitag, November 24, 2006

Nachtschwärmer

Man sollte definitiv nicht bis 2.30 Uhr auf einer Uni-Party verweilen, wenn 3,5 Stunden später der Wecker für einen 7-Stunden-Arbeitstag klingelt :-(. Aber immerhin ist es der letzte dieser Woche, das macht Mut auf mehr...

Dienstag, November 21, 2006

Stöckchen: Entweder....oder?!

HSV oder Bayern? SC Freiburg!
Beatles oder Rolling Stones? Beatles.
Schwarzenegger oder Van Damme? Arnie – als Hobbypolitiker solidarisiere ich mich.
Rot- oder Weißwein? Weißwein – von Rotwein krieg ich Kopfweh.
Mallorca oder Ibiza? Flugangst :-(
Berlin oder Bonn? Berlin! Berlin! Berlin!
Pizza oder Pasta? Pizza – wobei der WM-Sieg Italiens bei beiden schwer im Magen liegt.
PC oder Apple? PC – Apple-geschädigt durch die VRM.
DVD oder VHS? Am besten beides, aber ich habe knapp 500 Videokassetten, also VHS
Tag oder Nacht? From dusk till dawn!

Auto oder Motorrad? Beides – also Auto und Mofa
Sekt oder Selters? Sekt – ich mag kein Wasser
Brot oder Brötchen? Brötchen
Blut oder Fleisch? Blutiges Fleisch vielleicht?!
Adidas oder Puma? Adi Dassler
Familie oder Freunde? beides
kicker oder Sport Bild? Sport Bild
Internet Explorer oder Mozilla? Internet-Explorer – das Logo ist schöner...?!
Schwarz oder weiß? Schwarz – nicht so schmutzanfällig.
CD oder Vinyl? CD – was ist Vinyl? :-)
Kaffee oder Tee? Tee – Kaffee=Bäh!
Füller oder Kuli? Kuli – Füller macht nicht nur das Papier blau.
Schoki oder Chips? Chips - bin halt ein Mann.
Dusche oder Wanne? Dusche.
Turnschuh oder Lackschuh? Turnschuh.
Winter oder Sommer? Winter.
Steak oder Würstchen? Schwer – am besten beides.
ARD oder ZDF? ARD – weil Tagesschau und so.
Spiegel oder Focus? Spiegel – Helmut Markwort in der TV-Werbung ist eine personelle Fehlbesetzung.
Nokia oder Motorola? Nokia - stolzer Besitzer des mittlerweile 4.ten Nokia-Handys
Piste oder Strand? Trotz Winter-Faible hier eindeutig der Strand.
Brief oder e-Mail? e-Mail – schneller, günstiger....und bei Bedarf auch (fast) genauso romantisch 

Anruf oder SMS? Anruf – kein Mann für nur 160 Zeichen.
James Bond oder Borat? Also bitte! James Bond natürlich.
Hund oder Katze? Das fällt mir jetzt wirklich schwer – und bedeutend schwerer also noch vor einem Jahr...
GZSZ oder VL? Haha, wenn ich hierauf antworte, kann ich mich da draußen nicht mehr blicken lassen :-)
BMW oder Mercedes? BMW
FAZ oder SZ? FAZ – Wissen, was der (konservative) Feind so denkt.
Simpsons oder Spongebob? DOH!
Heidi oder Naomi? Grrr...Heidi.
Micky oder Donald? Donald.
GMX oder WEB? Web.de und GMX.de

Montag, November 20, 2006

Feststelltaste

Habe mich nun nach erneuten Frustmomenten am PC endgültig dem Kampf für die Abschaffung der Feststelltaste verschworen und bei studivz eine eigene Gruppe namens "Gegner der Feststelltaste" gegründet. Wer also gemeinsam mit mir den Kampf aufnehmen will: Hier findet Ihr Zugang zu meiner elitären Gruppe, welche tagtäglich wächst und somit größer und schlagkräftiger wird, um irgendwann gemeinsam das geeinte Ziel zu erreichen. DIE ABSCHAFFUNG DER FESTSTELLTASTE!!!

Sonntag, November 19, 2006

Bestseller

"Es ist ein Zeichen geistiger Freiheit, einen Bestseller nicht gelesen zu haben."

- Paul Hindemith (1895-1963), deutscher Komponist (Oper Mathis der Maler) -

Samstag, November 18, 2006

Storys from the gasstation

"Karte nicht lesbar!" Diese Meldung lese ich pro Schicht bestimmt 10-20 mal, wenn Kunden versuchen mit Bank- oder Kreditkarte zu bezahlen. Routinemäßig erwidere ich auf diese Fehlermeldung auf meinem Display immer in Richtung des Kunden: "Stecken Sie die Karte noch einmal langsam rein und ziehen Sie sie dann langsam wieder raus - den Magnetstreifen nach hinten links." Es hat jetzt aber gut fünf Jahre hinter dem Tresen gebraucht, bis mich heute diese "originelle" Rückantwort eines Kunden wahrlich zum Grinsen brachte: "Also wie bei der Frau zu Hause?!" :o

Gestern Abend war ich zuerst bei der Gründung der Juso-AG Eltville 
anwesend (die Sitzungsleitung bereitete mir allerdings kleinere Probleme) und habe anschließend den Mainzer Campus unsicher gemacht (mit einem Bild vom Forum bei Nacht).

Freitag, November 17, 2006

2006

So merkst du, dass du im Jahr 2006 lebst, weil:
1) Du unabsichtlich Deine PIN-Nummer in die Mikrowelle eingibst
2) Du schon seit Jahren Solitär nicht mehr mit richtigen Karten gespielt hast
3) Du eine Liste mit 15 Telefonnummern hast, um Deine Familie zu erreichen, die aus 3 Personen besteht
4) Du eine Mail an Deinen Kollegen schickst, der direkt neben Dir sitzt
5) Du den Kontakt zu Freunden verloren hast, weil sie keine E-Mail Adresse haben
6) Du nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommst und Dich mit Firmenname am Telefon meldest
7) Du auf Deinem Telefon zu Hause die Null wählst, um ein Amt zu bekommen
8) Du seit 4 Jahren auf Deinem Arbeitsplatz bist, allerdings für 3 verschiedene Firmen
10) Alle Fernsehwerbungen eine Web-Adresse am Bildschirmrand zeigen
11) Du Panik bekommst, wenn Du ohne Handy aus dem Haus gehst und umdrehst, um es zu holen
12) Du morgens aufstehst und erst einmal Outlook aufmachst, bevor Du Kaffee trinkst.
13) Du den Kopf neigst, um zulächeln ; -)
14) Du diesen Text liest und grinst
15) Schlimmer noch, dass Du bereits weißt, wem Du diese Mail weiterleitest
16) Du zu beschäftigt bist, um festzustellen, dass in dieser Liste die 9 fehlt und
17) Du die Liste jetzt nochmal durchgehst, um nach zuschauen, ob wirklich die 9 fehlt



Gestern war ich im Namen der Jusos auf einer Podiumsdiskussion in der Internatsschule
Schloss Hansenberg zum Thema Studiengebühren, zusammen mit Vertretern vom Asta der Uni-Frankfurt, den politischen Jugendorganisationen des Rheingau-Taunus-Kreises Junge Liberale, Junge Union, Grüne Jugend und einem Hochschulprofessor der Uni-Frankfurt.
Bilder von der sachlich m.E. sehr ansprechenden Diskussion findet Ihr hier
1,2,3,4,5,6,7.

Donnerstag, November 16, 2006

Gegner der Feststelltaste

Ihr kennt es auch: Man befindet sich gerade im Schreibwahn anlässlich eines längeren zu verfassenden Textes am PC und ehe man sich versieht ist es auch schon passiert. Man kommt mit einem der ungelenken Finger der linken Hand auf die sog. "Feststelltaste" ("genau, die Taste, welche die Buchstaben automatisch groß macht) und schwupsdiwups ist der daran folgend geschriebene Text für’n A****, weil eben in Versalien geschrieben. Das Problem hat nun auch Pieter Hintjens, Chef der belgischen OpenSource-Schmiede "iMatix", erkannt, der eine Initiative zur Abschaffung der Feststelltaste (CAPSoff) in’s Leben gerufen hat. Also meine Unterstützung hat er!

Mittwoch, November 15, 2006

Basisdemokratie

Wie gestern schon angekündigt war ich abends auf der Mitgliederversammlung der SPD im Rheingau-Taunus-Kreis, wo sich die beiden Bewerber um die Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2008, Andrea Ypsilanti und Jürgen Walter, den Genossinnen und Genossen vorgestellt haben. Beim anschließenden „Stimmungsbild“ erhielt Jürgen Walter bei 177 abgegebenen Stimmen 100 Stimmen, Andrea Ypsilanti 76 Stimmen (zusätzlich gab es eine Enthaltung - vielleicht ein Gerhard Grandke-Fan...?!). Damit sprachen sich gut 56% der anwesenden SPD-Mitglieder dafür aus, dass sich die Delegierten der SPD Rheingau-Taunus auf dem SPD-Landesparteitag am 2. Dezember für Jürgen Walter als Spitzenkandidaten der SPD zur Landtagswahl 2008 aussprechen. Bindend ist dieses Stimmungsbild freilich nicht. Somit führt Jürgen Walter mit 15:5 Unterbezirken bei dieser innerparteilichen Wahlkampftour. Zuvor konnten die anwesenden GenossInnen von der Möglichkeit Gebrauch machen, den Bewerbern mit Fragen „auf den Zahn zu fühlen“ - diese Möglichkeit habe ich natürlich genutzt (...und bedanke mich an dieser Stelle auch bei Ralf und seiner Handykamera :o).

Dienstag, November 14, 2006

Atomkraft ist nachhaltig

"Vier Milliarden Jahre Restlaufzeit für die Sonne – das ist doch viel spannender als sechs Jahre Restlaufzeit für das Kernkraftwerk Biblis."

- Sigmar Gabriel -

Montag, November 13, 2006

Aus den Gremien

Hier ein kurzer Bericht aus der gestrigen Stadtverordnetenversammlung in Oestrich-Winkel:

Wie auch schon bei der vorangegangenen Sitzung konnte auch heute die Tagesordnung trotz "Überstunden" (Sitzungsende 22.45 Uhr) nicht gänzlich abgearbeitet werden, so dass die Stadtverordneten nun am 4.12 zu einer Sondersitzung zusammen kommen müssen.

Hauptthemen waren gestern der Nachtragshaushalt 2006 (Zustimmung CDU/FDP, Ablehnung SPD/Grüne: Beratung unseres Erachtens nicht möglich, da Unterlagen nicht aktuell und unübersichtlich, einem doppischen Haushalt nicht würdig und zudem schon die ablehnenden Gründe des Ursprungshaushalts wie die Höhe der Kassenkredite freilich auch im Nachtrag enthalten sind), Zweckverband Rheingau (Zustimmung CDU/FDP/SPD, Ablehnung Grüne), innerörtliche Entlastungsstraße und Einbringung Haushalt 2006.
Vor allem beim Thema innerörtliche Entlastungsstraße ging es heiß her mit hitziger Debatte, u.a. auch einem Wortbeitrag von mir, der von CDU/FDP auf’s massivste kritisiert wurde - aber da steh ich drüber.

Sonntag, November 12, 2006

Politische Woche

Man könnte meinen, ich übe mein politisches Hobby schon hauptamtlich aus:
Montag Abend Stadtverordnetenversammlung in Oestrich-Winkel, Dienstag Abend Mitgliederversammlung SPD Rheingau-Taunus in Taunusstein-Wingsbach (Aufeinandertreffen der zwei SPD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008, Andrea Ypsilanti und Jürgen Walter), Mittwoch Vorstandssitzung Jusos Rheingau-Taunus, Donnerstag Podiumsdiskussion auf „Schloss Hansenberg“ zum Thema Studiengebühren, Freitag Gründung der Juso-AG Eltville, Samstag Programmforum der Jusos Hessen-Süd.

Friends

Samstag Abend, „Perron“ - mehr muss man nicht sagen :-)

Samstag, November 11, 2006

Da sind sie!

Oder anders formuliert 3/4 -> 88,1 %.
Richtig, meine schriftlichen Prüfungsergebnisse sind da! BWL-Ergebnis (88 %) kenne ich ja schon seit ein paar Tagen, heute kamen dann auch endlich Kaufmännische Steuerung & Kontrolle (wider Erwarten 87,5 %) sowie Wirtschaft & Sozialkunde (90 %) dazu. Berücksichtigt man die unterschiedlichen Wertigkeiten der Prüfungen, die nun zusammen schon 70 % der Abschlussnote ausmachen, komme ich auf genau 88,1 %. Somit habe ich (leider) nur noch eine minimale theoretische Chance auf ein „sehr gut“, müsste dafür aber in der mündlichen Präsentation auch schon einen Totalausfall erleben, um noch auf ein „befriedigend“ im Gesamtergebnis abzurutschen. So kann ich also ganz gediegen der mündlichen Prüfung Mitte Januar entgegen sehen.

Und um den guten Tag noch zu komplettieren, gab es auch noch einen klaren Auswärtssieg gegen Bad Schwalbach (9:4) mit zwei von mir beigesteuerten Einzelsiegen!

Freitag, November 10, 2006

Servicewüste "Frontline"

Flatterte doch die Tage glatt ein Katalog von „Frontline“ in meinen Briefkasten mit allerlei vergünstigten Angeboten an diversen Klamotten. Da ich natürlich keine Einwände gegen ein paar neue, vergünstigte Klamotten hatte, schmiss ich mich ans Telefon und wählte die Bestellhotline:

Ergebnis Sonntag, 29.10: Nette Musik auf Band, versöhnlicher „Bitte Warten-Spruch“, nach der dritten Wiederholung allerdings doch sehr eintönig.

Ergebnis Montag, 30.10: siehe Sonntag, den 29.10.

Ergebnis Dienstag, 31.10:
Frontline: „Hi, hier ist Alex von ‚Frontline’, wie kann ich Dir weiterhelfen.“
Ich: „Hi, hier ist Carsten, Du hilfst mir schon weiter, in dem Du endlich mal ans Telefon gehst!“ (Ich strapaziere in den kommenden fünf Minuten zum Leidwesen von ‚Alex“ das mündliche Beschwerdemanagement von „Frontline“ )
Frontline/Alex: „Was möchtest Du denn nun bestellen?“
Ich: „Das, dass und das.“ (Aufzählung von diversen Artikel-Nummern und Größen)
Frontline/Alex: (Im Hintergrund hört man die Klänge einer genutzten Tastatur) „Ach, schade, aber das ist fast alles vergriffen, da ging heute Morgen zum Beispiel das letzte von raus – hättest Du mal gestern noch angerufen. Den Katalog müsstest Du ja schon ein paar Tage haben, oder?!“ 



*grummel*

Donnerstag, November 09, 2006

"Rums"

Rums hat’s gemacht in der amerikanischen Politik. Nach der verheerenden Niederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen - nun wird neben dem Repräsentantenhaus wohl auch der Senat von den Demokraten dominiert werden - hat Bush jr. Mal eben seinen Verteidigungsminister (Kriegsminister) Donald "Rumsi" Rumsfeld gechasst, was auch gleich mal die US-Börse ordentlich hat aufatmen lassen.

Gestern hatten die
Rheingauer Jusos zu einem Stammtisch zum Thema "Ein Jahr große Koalition" mit Martin Rabanus, Bundestagskandidat der SPD im Rheingau-Taunus-Kreis und selbst noch im Juso-Alter, geladen.

Mittwoch, November 08, 2006

Dienstag, November 07, 2006

Berufsperspektiven...?!

Na bei dieser Stellenanzeige der Stadt Oestrich-Winkel im Rheingau-Echo vom vergangenen Donnerstag habe ich mich doch gleich mal angesprochen gefühlt - leider fehlt noch das erforderliche Mindestalter

Montag, November 06, 2006

250

Im 250. Post meines Weblogs "rot" (so fing es im übrigen am 17. März diesen Jahres an) gibt es heute folgendes zu berichten:
In Hohenstein stellen die Sozialdemokraten mit Hans-Jürgen Finkler weiterhin den Bürgermeister. Nachdem er vor 6 Jahren überraschend und knapp den Amtsinhaber Otmar Schmitz (unterstützt von CDU und FWG) aus dem Amt gekegelt hat, konnte er sich gestern nun mit einem Erdrutschsieg von über 80% gegen den CDU-Kandidaten im Chefsessel der Gemeinde behaupten. Herzlichen Glückwunsch!

Sonntag, November 05, 2006

Storys from the gasstation

Zukünftig kann jedes ADAC-Mitglied mit seiner ADAC-Karte bei allen teilnehmenden Shell-Tankstellen doppelt Clubsmart-Punkte sammeln oder alternativ 1 Cent pro Liter vom Benzinpreis sparen.
Vorteil für Shell: Die Anzahl der Clubsmart-Kartenbesitzer und -Sammler wird steigen, dadurch erhält Shell automatisch auch zusätzliche werberelevanten Daten über ihren Kundenstamm und zudem einen größeren Fundus an Adressen zur konkreten Umsetzung diverser Werbemaßnahmen, bspw. für Mailings o.ä..
Vorteil für ADAC: So verrückt es klingt, aber Ihr glaubt gar nicht, wie viele Leute alleine bei mir in der Schicht am Samstag Abend nach einem ADAC-Mitgliedsantrag gefragt haben, nur um künftig doppelt punkten oder einen Cent pro Liter sparen zu können.
ADAC-Präsident Peter Meyer formuliert: "Angesichts der ständig steigenden Belastungen der Autofahrer lohnt es sich jetzt noch mehr, Mitglied im ADAC zu sein. Mit Shell haben wir den starken Partner gefunden, den wir seit langem gesucht haben. Er kann nicht nur mit einem flächendeckenden Tankstellennetz in Deutschland aufwarten, sondern bietet unseren Mitgliedern insgesamt ein attraktives Gesamtpaket an."
Nachteil für Kassier: Mehr Arbeit, weil zukünftig nicht nur Clubsmart-, sondern auch ADAC-Karten eingegeben werden müssen, wohlgemerkt ohne Bar-Code, sondern per Hand.

Samstag, November 04, 2006

Ping Pong

Im Tischtennis hat's gestern mal so richtig eine Klatsche gesetzt! 0:9-Niederlage gegen Taunusstein-Wingsbach. Angesichts dessen, dass das Spiel nach 75 Minuten zu Ende war, stellt sich mir die Frage, ob der Gast aus Wingsbach ingsesamt an diesem Abend eine längere Fahr- als letztlich Spielzeit hatte...

Freitag, November 03, 2006

Morgenstund...

Auf dem Weg zur Arbeit, begleitet durch den Monkee-Hit "Daydream believer" im Radio, die Scheibe noch leicht beschlagen, der Scheibenwischer durch die Gischt vom Vordermann beansprucht, kämpft sich die Sonne tiefstehend und meine Augen blendend langsam aber stetig durch das Wolkenband – und aus genau diesem "daydream" werde ich unversehends gerissen, als sich mein Vordermann auf der anderen Spur genötigt sieht, während meinem Überholvorgang einen Spurwechsel zu vollziehen und mich in die Eisen zwingt.
Guten Morgen, Carsten, in ca. sechs Stunden darfst Du in’s Wochenende.

Donnerstag, November 02, 2006

Winter?!

Wir schreiben den 2. November 2006. Vor gut zehn Tagen habe ich mittags noch kurze Hosen getragen, heute musste ich das erste Mal die Autoscheibe freikratzen.

Mittwoch, November 01, 2006

Meter machen

Es ist kalt, der warme Atem beschlägt die Brillengläser, die Augen tränen, die Nase läuft, der Puls rast, die Beine werden schwer, die Waden verkrampfen allmählich, die Lunge ist kalt, jeder Atemzug ein Stich wie von einem Messer, in den Weinbergen ist es stockdunkel, man ist einsam und allein mit der Natur, der Himmel ist sternenklar...es wird Winter und ich laufe wieder.