Sonntag, Dezember 31, 2006

Das war 2006

Das bleibt aus 2006 in Erinnerung - ein kleiner Splitter ohne Anspruch auf Vollständigkeit

politisch

  • 167 politische Termine
  • Wahl zum Stadtverordneten in Oestrich-Winkel, aber absolute Mehrheit von CDU und FDP
  • Gleich bei der Jungfernrede erste erfolgreiche Antragsbegründung in der Stadtveorordnetenversammlung in Oestrich-Winkel
  • Wiederwahl zum Juso-Vorsitzenden im Rheingau-Taunus-Kreis
  • Die Jusos stellen bei der Kommunalwahl im Rheingau-Taunus-Kreis mehr Kandidaten bis 35 Jahre auf den SPD-Listen als die Junge Union auf den CDU-Listen
  • Gründung von zwei neuen Juso-Arbeitsgemeinschaften im Rheingau (Eltville und Lorch)
  • Verschiebung einer Juso-Veranstaltung zum Thema Rechtsextremismus aufgrund einer Warnung des Verfassungsschutzes vor "Übergriffen"
  • über 20 neue Juso-Mitglieder
  • ....

privat

  • schriftliche Abschlussprüfung zum Industriekaufmann mit durchschnittlich 89 % bestanden- Die eigene Homepage www.carsten-sinss.de geht online
  • geliebt...und gelitten
  • Sympathie zu Katzen entdeckt
  • 146 neue Filme auf VHS und DVD
  • Sympathie für die (Digital-)Fotografie entdeckt
  • Geburt...und Tod
  • Unmittelbare Beteiligung an zwei Autounfällen (jeweils ohne Sach- und Personenschaden meinerseits)
  • Deutschland. Ein Sommermärchen
  • Nächtliche Begegnung mit ca. 20 Rehen
  • Sylvester/Neujahr 2005/2006
  • Wiedersehen...und Abschied
  • ....

Samstag, Dezember 30, 2006

Storys from the gasstation

Super, die Drohung, dass der Sprit zum Neujahr 2 bis 3 Cent pro Liter steigen soll, treibt sie zum Jahresende aus allen Löchern nochmal an die Zapfsäulen. Handelt sich bei einer ganzen Tankfüllung ja auch bestimmt um gut einen Euro Ersparnis! So war die Jahresabschlussschicht also alles andere als ruhig.

Freitag, Dezember 29, 2006

Kennt Ihr Ihn?

Nein?! Dann werdet Ihr ihn leider auch nicht mehr kennenlernen. Ich hatte vor kurzem an dieser Stelle von einem meiner Tankstellen-Stammkunden erzählt, mit dem ich immer über Fußball philosophierte und erstaunt über die Präzision seiner Ergebnisvoraussagen war.
Heute nun habe ich erfahren, dass der Mann bereits seit gut 14 Tagen verstorben ist. Zurück bleibt die Erkenntnis, dass es mir in sechs Jahren nicht gelungen ist herauszukriegen, wie der gute Mann hieß (auch der Übermittler der Todesnachricht wusste es nicht, was ich an dieser Stelle fast schon ironisch zur Kenntnis nehme).
Bald beginnt wieder die Bundesligasaison und um 17.15 Uhr endet die Radioberichterstattung, welche ich mir immer an der Tankstelle anhöre. Ich weiß, an was bzw. wen ich dabei wohl die nächste Zeit denken werde...

Donnerstag, Dezember 28, 2006

"Tatsächlich...Liebe"

Den 2. Weihnachtsfeiertag vor dem Fernseher verbracht und „Tatsächlich...Liebe“ angeschaut.

Richard Curtis, Drehbuchautor von u.a. "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Notting Hill" und "Bridget Jones", lässt in "Tatsächlich...Liebe" diesmal niemand anderes sein Werk verfilmen, sondern legt selbst Hand an und nimmt im Regiestuhl platz. So ganz anders als in den eben genannten Werken und untypisch für das Liebesfilmgenre ist „Tatsächlich...Liebe“ aber ein Episoden-Film – mit zehn verschiedenen Handlungssträngen und über zwanzig Hauptcharakteren!

Wie es sich für einen Episoden-Film gehört, sind die einzelnen Stränge über die Charaktere auch miteinander verstrickt – allerdings ohne nennenswerten Einfluss auf das Handlungsergebnis. Und so wird hier eine Gesetzmäßigkeit des Episodenfilms (Die Geschichte ist eigentlich gar keine, sie wird erst dazu) gebrochen, denn letztlich verlaufen die zehn Handlungsstränge nicht ineinander, sondern parallel zueinander:

Der Liebesreigen beginnt etwa mit dem neuem britischen Premierminister (Hugh Grant), der sich postwendend in eine Bürohilfe verliebt. Seine Schwester (Emma Thompson) sorgt sich indes um ihre Ehe zu einem erfolgreichen Unternehmer (Alan Rickman), da dieser zunehmend von seiner neuen Sekretärin (Heike Makatsch) becirct wird. Eine andere Mitarbeiterin (Laura Linney) schmachtet indes aus der Ferne einen Kollegen an, doch traut sich nicht zum entscheidenden letzten (oder ersten) Schritt. Ein Autor (Colin Firth) flieht vor einer zerrütteten Beziehung nach Südfrankreich, um sich dort in ein Mädchen zu verlieben, das nicht mal seine Sprache spricht. Ein kürzlich verwitweter Stiefvater (Liam Neeson) hilft seinem zehnjährigen Sohn dabei, mit seiner ersten großen Liebe klarzukommen. Eine frisch verheiratete junge Braut (Keira Knightley) versucht das distanzierte Verhalten des besten Freundes ihres Gatten aufzulockern...und erlebt dabei eine Überraschung. Ein abgestürzter Alt-Rockstar, der mit einer Coverversion von "Love is all around" die Chart-Spitze stürmen will und...ja, einen Manager hat. Zwei Lichtdoubles für Pornofilme, die zwar grundsätzlich splitternackt miteinander arbeiten, aber trotzdem ihre Zeit für eine langsame Annäherung brauchen. Und zu guter letzt ein Lieferbote, der davon überzeugt ist, in Amerika endlich seine große Liebe zu finden. Und das alles gleichzeitig, und dann auch noch zur Weihnachtszeit in Great Britain, genauer als Ausgangs- und Endpunkt der meisten Handlungsstränge der Flughafen Heathrow.

Das zehn einzelne Handlungsstränge, die jede für sich bald Inhalt eines eigenen (Liebes-)Filmes sein könnten, in knapp zwei Stunden nicht so detailliert erzählt und aufgelöst werden können, wie sie es vielleicht verdient und der Zuschauer an der ein oder anderen Stelle auch gewünscht hätten, dürfte klar sein. Ebenso klar scheint aber wohl auch zu sein, dass der Zuschauer nicht 10 mal 2 Stunden vor dem Fernseher sitzen will, nur um dieser Anforderung gerecht zu werden. So nimmt man also die gekürzten Stränge als Abwechslung in Kauf, um in (einer) wirklich mal anders erzählten Liebesgeschichte(n) vor dem Bildschirm unterhalten zu werden.

Ein Verhaltensmuster der Zuschauer, was Curtis wohl bewusst war, denn das Ziel des Films ist auch weniger die vernünftige Erzählung all dieser Geschichten, sondern doch vielmehr die Verdichtung all ihrer romantischen und komödiantischen Höhepunkte, in denen man sich letztlich entweder vor lachen kugelt oder ganz verzückt zur Leinwand hochblickt.

Gewöhnungsbedürftig sind dabei neben der über weite Strecken des Films und gerade eben schon angedeuteten (aber aufgrund der Kürze der Zeit wohl nicht zu verhindernden) waghalsig rasanten, stark zerstückelten Storyführung die Momente bitterer Ernsthaftigkeit, welche den Film urplötzlich aus dem Rhythmus bringen. Der anstehende Ehebruch von Alan Rickman bleibt bspw. konsequent unkomisch. Und der Plot um Laura Linney, die zusammen mit ihrem Mobiltelefon ein kleines persönliches Geheimnis mit sich herumträgt, welches ihr zum einen nicht nur das Finden ihres Glücks verwährt, sondern andererseits auch noch ein paar brutal reale und geradezu deprimierende Szenen hervorruft, passt in den Urgedanken der Liebes-Komödie wie Herbert Wehner auf einen CDU-Parteitag.

Und wer sich dann doch eher zu den traditionellen Fans des Liebesfilmgenres zählt und sich in den über zwei Stunden nicht doch zumindest ein wenig amüsiert, sollte trotzdem nicht vor Filmende den Kinosaal verlassen bzw. die VHS/DVD aus dem Rekorder holen. Denn nach dem Weihnachts-Showdown, bei dem das Orchester für bald zwanzig Minuten gar nicht mehr aufhören will mit romantisch musikalischer Untermalung, werden auch jene mit einem seligen Lächeln im Gesicht den Filmabspann betrachten – versprochen!

Und seien wir ehrlich: Wer in einem britischen Film allen amerikakritischen Engländern eine Szene schenkt, in der Hugh Grant als britischer Premier dem amerikanischen Präsidenten (Billy Bob Thornton) auf einer Pressekonferenz all die Sachen sagt, die George Bush‘s Schoßhündchen Tony Blair sich nie getraut hätte, muss auch entsprechend gewürdigt werden – dass bin ich Mr. Curtis als echte „Rote Socke“ doch mindestens schuldig, oder?!


Original: Love actually
Regie: Richard Rurtis
Drehbuch: Richard Curtis
Cast: Hugh Grant, Emma Thompson, Alan Rickman, Keira Knightley, Heike Makatsch, Liam Neeson, u.a.
Spielzeit: 129 min.
Kinostart: 20.11.2003
Homepage:
http://www.loveactually.com

Mittwoch, Dezember 27, 2006

Hilfe, es brennt

Beim Zähneputzen aufgeschreckt durch Alarmsirenen ging mein erster Blick aus dem Badezimmerfenster und fand am Horizont eine Feuerwand mit Qualm vor. Die Feuerwand stellte sich dann schließlich als der bei Nacht brennende „minimal“ in Oestrich heraus, wo Notarzt (zum Glück ohne gebraucht zu werde ) und Feuerwehr trotz nächtlicher Stunde bereits im Einsatz waren, um mit allen Mitteln ( „hier ein Feuerwehrmann auf der Drehleiter“ ) ein Ausbreiten der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Wasser war hier natürlich das bevorzugte Mittel zur Bekämpfung der Flammen. Positiv überrascht war ich dabei trotz der Fülle der Einsatzkräfte von der klaren Organisation und dem reibungslosen Ablauf des Einsatzes. Tagsüber zeigte sich dann im übrigen das wahre Ausmaß des Schadens – laut „Hessenschau“ über 1 Millionen Euro!

Dienstag, Dezember 26, 2006

"Der Geist und die Dunkelheit"

Afrika im Jahre 1898 (nach einer wahren Begebenheit). Engländer, Deutsche und Franzosen stehen im Wettstreit um den Bau einer Eisenbahntrasse durch Afrika. Der junge irische Ingenieur John Patterson (Val Kilmer) soll im Auftrag einer britischen Gesellschaft eine Brücke über den Fluss Tsavo bauen. Für den abenteuerlustigen Patterson eine Möglichkeit, sich zu profilieren. Seiner schwangeren Frau verspricht er, rechtzeitig zur Geburt ihres ersten Kindes in sechs Monaten wieder zurück zu sein. In Afrika angekommen, scheint alles wunderbar zu laufen. Erste Probleme mit einem Löwen meistert Patterson ohne Schwierigkeiten. Er erledigt ihn mit einem Schuss, was ihm Ansehen und Respekt bei den afrikanischen und indischen Arbeitern verschafft. In den folgenden Wochen kommt der Bau der Brücke somit ausgezeichnet voran. Als jedoch erneut diesmal zwei menschenfressende Löwen auftauchen, die das Camp immer wieder angreifen und ein Blutbad unter den Arbeitern anrichten, droht das Projekt zu scheitern. Gemeinsam mit dem Jäger Remmington (Michael Douglas) versucht Patterson die Bestien, welche die Einheimischen den „Geist“ und die „Dunkelheit" nennen, zu erlegen. Doch ihr Versuch endet in einem schrecklichen Fiasko, bei dem die beiden Raubtiere ein Massaker anrichten. Die Arbeiter verlassen aus Angst fluchtartig das Camp. Zurück bleiben nur Patterson, Remmington und der afrikanische Vorarbeiter Samuel, die sich schließlich gemeinsam auf die Suche nach „Geist“ und „Dunkelheit“ machen – wohlgemerkt nicht ohne Verluste....

Man fühlt sich an Steven Spielbergs "Jaws" erinnert, wenn die drei Männer die Bestien jagen. Wie Spielberg kombiniert Regisseur Stephen Hopkins in "Der Geist und die Dunkelheit" Elemente des Horrorfilms mit denen des Abenteuerfilms und ihm gelingt es, durch geschicktes Zusammenspiel von Kamera, Schnitt und Musik eine unglaubliche Spannung zu erzeugen. Wenn die Kamera langsam über das durch den Wind in sanfte Bewegung versetzte hüfthohe Buschgras schwenkt, dann bekommt selbst die wunderschöne Landschaft Afrikas etwas Bedrohliches und der Abenteuerfilm einen unglaublichen Spannungsmoment. Denn irgendwo dort draußen lauern die todbringenden Bestien und warten auf das nächste Opfer.

Die Art, wie hier Motive des klassischen Hollywoodkinos mit den Stilmitteln des modernen Unterhaltungskinos kombiniert werden (siehe Einleitungssatz), lässt "Der Geist und die Dunkelheit" zu einem einzigartigen Werk des Abenteuerfilms werden, welches wie gesagt immer wieder gerne anzuschauen ist. Seltsam, in Filmkritiken bzgl. dieses Genres so wenig über diesen Film gelesen und gehört zu haben.


Original: The Ghost and the Darkness

Regie: Stephen Hopkins
Cast: Val Kilmer, Michael Douglas, John Kani, Om Puri, Bernhard Hill u.a.
Spielzeit: 107 Min.
Kinostart: 16.01.97

Montag, Dezember 25, 2006

War’s Christkindche denn auch brav gewesen?

Ja, es war brav! Vom werten Bruderherz den alljährlichen Geldobolus, wieder mal garniert mit einer innovativen Grußkarte und entsprechendem Wink auf mein politisches Hobby geschenkt bekommen, von den Eltern neben einem Geldbetrag Willy Brandt’s „Erinnerungen“ – Spiegel-Edition, Gerhard Schröders „Entscheidungen“, den lang ersehnten Langhaarrasierer, einen Schlafanzug (*grummel*), traditionell einen großen Kalender für 2007 und noch diverses Allerlei, was ich mir noch so zwischen den Zeilen gewünscht habe (Haarlack, Deo, Videokassetten, doppelseitiges Klebeband etc.).

Ferner gilt noch festzuhalten, dass mein Bruder nun seine
Magisterarbeit fertig gestellt hat (Thema: "Die deutsche Wiedervereinigung als Beginn eines neuen deutschen Nationalismus? Eine theoretische und empirische Untersuchung.") und ich neben den politischen Biografien von Brandt und Schröder somit also ausreichend Lesestoff über die Feiertage haben dürfte.

Sonntag, Dezember 24, 2006

Frohe Weihnachten!

Nicht nur allen Bloggern dieser Welt, sondern einfach für jeden, der es gerne lesen möchte:

Frohe und gesegnete Weihnachten!!!

Ich mache mich nun mal auf den alljährlichen Fußmarsch nach Hattenheim, um dort die Christmette zu feiern.

Samstag, Dezember 23, 2006

O’ Tannenbaum

So, der Weihnachtsbaum steht (bei Helligkeit und Dunkelhei ) – jetzt fehlen nur noch die Geschenke, auch wenn unser Baum mit diesem Tannenbaum natürlich bei weitem nicht mithalten kann...

Tankstelle war heute dafür seeehr ruhig - habe um 20 Uhr den Fernseher aus dem Lager geholt und "Indiana Jones" angeschaut.

Freitag, Dezember 22, 2006

Schlussspurt

So, die letzten Geschenke sind (gott sei Dank) besorgt - jetzt geht es nur noch an das Finetuning, sprich Geschenke verpacken (jedes Jahr erneut eine Qual).

Donnerstag, Dezember 21, 2006

Lösungssuche

"Die Lösung ist immer einfach, man muss sie nur finden."

- Alexander Solschenizyn (*1918), russischer Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger 1970 -

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Shopping

Habe heute mal ausgiebig Shopping-Tour gemacht mit dem festen Vorsatz, auch gleich die elterlichen Geschenke zu kaufen. Naja, Part eins ist so weit gelungen, Part zwei stagniert noch ein wenig...

Dienstag, Dezember 19, 2006

Urlaub

So, letzter Arbeitstag für dieses Jahr in der VRM, bleiben nur noch zwei Tankstellenschichten am 23. und 30.12.. Für die Urlaubszeit habe ich mir vorgenommen, meine Studienbewerbungen anzupacken, bis Heiligabend die letzten Geschenke gekauft zu haben (jaja, ich weiß, das mit dem guten Vorsatz hat nicht so ganz geklappt), meine Homepage zu aktualisieren, meine Abschlusspräsentation für die mündliche Prüfung (Thema: "Von der Bewerbung bis zum Ausbildungsplatz - Das Bewerbungsverfahren in der VRM") fertig zu stellen...und einfach mal zu relaxen.

Montag, Dezember 18, 2006

Aus den Gremien

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 18.12.2006

Tagesordnung

Bericht und Anfragen

1) Bericht des Magistrats

2) Beantwortung von Anfragen

Haushaltsangelegenheiten

3) Haushaltsplan 2007
Mit den Stimmen der CDU/FDP-Koalition durchgewunken. Ohne Absprache mit der Opposition wurde zuvor einfach mal die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorverlegt, so dass die beiden Oppositionsfraktionen den Haushalt nicht vorher noch in ihren Reihen beraten konnten, der Haushalt selbst verstößt zudem (mal wieder) gegen gesetzliche Vorgaben und ist außerdem in sich auch nicht schlüssig und stimmig (Einzelbeträge ergeben nicht die ausgewiesen Summe undundund). Aber naja, mit einer Mehrheit ist halt beinahe alles möglich…

4) Entwurf eines Haushaltssicherungskonzeptes
Ebenfalls mit den Stimmen von CDU und FDP durchgewunken – es sei an de Stelle erwähnt, dass die Vorlage zum größten teil von einer älteren Vorlage abgeschrieben ist und inhaltlich den Namen „Haushaltssicherungskonzept“ nicht verdient.

Vorlagen aus früheren Sitzungen
5) Antrag der Fraktionen SPD und Grüne betr. Einrichtung einer Tafel
Im Haupt- und Finanzauschuss sträubten sich CDU und FDP noch gegen eine solche Einrichtung, im Ausschuss Jugend, Sport, Soziales und Kultur besonnen sie sich dann doch noch eines besseren und verwiesen den Antrag zurück an den Ausschuss zur intensiveren Beratung – kurz vor Weihnachten zumindest noch ein bisschen die soziale Ader hervorgekehrt…

Neue Anträge von Fraktionen
6) Antrag SPD-Fraktion betr. Ortsgericht MittelheimEinstimmig angenommen

7) Antrag der Fraktionen SPD u. Grüne betr. Aufnahme des Stadtgebiets von Oestrich-Winkel in die UNESCO Welterbeliste
Zurückgezogen

8) Jahresabschluss 2004 Eigenbetrieb Kultur und Freizeit
Einstimmig angenommen

9) Verleihung von Ehrenbezeichnungen
Einstimmig angenommen. Franz Hoffmann (SPD) wurde als Ehrenstadtverordneter, Lisa Schmitz für ihre Dienste im Kinder- und Jugendbeirat geehrt.

Sonntag, Dezember 17, 2006

Afternoonkick

Seit Ewigkeiten heute Mittag mal wieder mit den Kumpels am Hattenheimer Sportplatz (ja, Sportplatz, denn auf der Kleinfeldsportanlage wurden im Wutanfall eines Turnvereinmitglieds mal eben schnell die Fußballtore abmontiert...) kicken gewesen.

Samstag, Dezember 16, 2006

(Fast) 24 Stunden on the road

Die SPD Oestrich-Winkel hat heute vor dem Bürgerzentrum Unterschriften zur Einreichung einer Verfassungsklage gegen das Studienbeitragsgesetz gesammelt (diesen Antrag kann jeder hessische Staatsbürger im übrigen auch ganz einfach hier runterladen). Nach kurzen heimatlichen Zwischenstop zum Mittagessen ging es dann zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes in der Brentanoscheune – wo ich mir u.a. auch wieder zusammen mit den Oestrich-Winkeler Weinmajestätinnen den traditionellen alljährlichen Glühwein vom CDU-Bürgermeister habe ausgeben lassen (da hat der Wahlkampf mal Pause gemacht :-) ).

Ab 17 Uhr hieß es dann noch fünf Stunden Tankstellendienst schieben, wo sich ein Fußgänger darüber beschwerte, dass ihm irgend ein "A********" vor ein paar Stunden sein Auto geklaut hätte und zum anderen eine Hand voll Leute schon die Weihnachts- und Jahreswechselgrußformel auf den Lippen hatten, dann aber im letzten Moment doch noch die Kurve gekriegt und ihren Satz mit einen „Schönen Abend/Wochenende noch“ beenden konnten.

Freitag, Dezember 15, 2006

Künstler

"Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben."

- Pablo Picasso (1881-1973), spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer -

Donnerstag, Dezember 14, 2006

Keine Zeit zum putzen

Bei der Fahrt auf die Arbeit heute Morgen konnte ich hinter einem verdreckten LKW herfahrend folgende Inschrift in den Dreck geschrieben lesen: „Ingo, bitte putz mich mal. – Keine Zeit, muss LKW fahren“ :D. Ob dem Chef der Firma dieser „Werbeslogan“ wohl so genehm ist...ich bin mir da nicht so sicher.


Mittwoch, Dezember 13, 2006

Klugheit

"Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung."

- Heinrich Heine (1797-1856), deutscher Dichter und Publizist -

Dienstag, Dezember 12, 2006

Bildung für Alle

Heute geht es nach der Arbeit direkt auf einen Infostand der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis und der SPD Schlangenbad zur Unterstützung der Initiative der hessischen Asten zur Prüfung der Verfassungsmäßigkeit von Studiengebühren, anschließend zur letzten Vorstandssitzung der SPD im Rheingau-Taunus-Kreis in diesem Jahr.

Montag, Dezember 11, 2006

Provokation

"Provozieren heißt, die Leute denken zu lassen."

- John Le Carré (*1931), britischer Schriftsteller -

Sonntag, Dezember 10, 2006

500

"Frankie und seine Spießgesellen", ein Film mit dem sogenannten "Rat Pack" (Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis jr., Joey Bishop und Peter Lawford) aus dem Jahre 1960, habe ich vergangene Woche aufgenommen - und zwar auf meiner nun 500. Videokassette!

Samstag, Dezember 09, 2006

Storys from the gasstation

Ich habe die Möglichkeit, zum nächsten Jahr meine Samstagabend-Schicht, die ich seit nunmehr fünf Jahren inne habe, gegen die Samstagmittag-Schicht zu tauschen. Nachdem ich aber vor zwei Wochen und schließlich heute noch einmal in diese Schicht reinschnuppern konnte, weiß ich, dass ich definitiv beim Samstagabend bleiben werde. Nur ein paar kurze abschreckende Beispiele der heutigen Schicht:

Beispiel 1: Es gibt an der Shell-Tankstelle ein Kartenlesegerät. Während jemand mit Karte (Kredit- oder Bankkarte) zahlen will, kann zur gleichen Zeit aber auch jemand bar abkassiert werden. Stehen mehrere Leute am Kartenlesegerät an, kann es also auch mal vorkommen, dass jemand, der später in den Shop kommt und bar bezahlen will sich (erlaubterweise) "vordrängeln" kann. Nach sage und schreibe über fünf Jahren durfte ich heute aber das erste Mal erleben, wie sich darüber ein Kunde in der Kartenlesegerätschlange beschwerte und verlangte, dass nacheinander in der korrekten Reihenfolge abkassiert wird. Kopfschütteln der anderen Kunden und Appelle an die Gutmenschlichkeit meinerseits halfen nichts, der Kunde war nicht zu besänftigen und forderte die Herausgabe meines Namens, um sich bei meinem Chef über mich zu beschweren. Aber nicht so schlimm, denn ich war schon in Übung beim Schreiben meines Namens...

Beispiel 2:..., da kurz zuvor eine Frau, die des Tankens scheinbar überhaupt nicht mächtig war und bestimmt gut einen Liter auf Klamotten und Boden geschüttet hatte, nun ernsthaft erwartete, diesen Schaden ersetzt zu bekommen. Eine freundliche Verneinung meinerseits, garniert mit ein paar stichhaltigen Argumenten und dem Hinweis, dass die Zapfsäule einwandfrei funktioniere und der Fehler vielleicht doch bei ihr liegen könnte, sorgten lediglich für Wutausbrüche bei der Frau und…richtig: Die nächste Androhung einer Beschwerde.

Beispiel 3:Schließlich wurde ich auch noch dafür verantwortlich gemacht, dass es mir bei gut zehn Kunden in der Warteschlange im Shop nicht mal einfallen würde, schnell nach draußen zu gehen und die parkenden Autos anzuweisen, wie sie zu halten hätten bzw. nicht zu halten hätten.

Beispiel 4: Am dramatischsten war dann aber schließlich folgende Begebenheit, die mein Herz erschütterte: Ein kleiner Junge kam mit seinem Vater in den Shop und fragte nach Panini-Fußball-Stickern. Als ich die Frage mit einem „Nein, tut mir leid, kleiner Mann“ beantworten musste, fing er doch tatsächlich abrupt an zu weinen und fiel in die Arme seines Vaters... -.-

Freitag, Dezember 08, 2006

Blamiert

Tatort: Kantine der „Verlagsgruppe Rhein-Main“ in Mainz-Marienborn
Zeitpunkt: Mittagszeit zwischen 12.30 und 13.15 Uhr
Vorgang: Der Auszubildende Carsten erhebt sich nach dem Mahl vom Tisch. Wie schon oft stößt er mit seinem Kopf gegen die Tischlampe an der Decke – dumm nur, dass er diesmal genau den Zeitpunkt erwischt, wo relative Stille herrscht und sein Kopf somit besonders klangvoll auf das Metall der Tischlampe stößt und so entsprechendes Aufsehen erregt.
Der Vorgang hat zudem auch gleich die Mediengestalter zur Gestaltung dieser neuen „Warnschilder“
1,2 inspiriert.

Donnerstag, Dezember 07, 2006

Gelöbnis

Auf dem Oestricher Marktplatz fand gestern das feierliche Gelöbnis von 53 Bundeswehrrekruten 1,2 der Kaserne Lahnstein statt. Unter zahlreichen Besuchern verfolgte ich (neben dem Vorsitzenden der Jungen Union im Rheingau-Taunus-Kreis) diese Veranstaltung. Auch Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung hatte es sich nicht nehmen lassen, zu diesem Anlass zu erscheinen und eine Rede zu halten.

Mittwoch, Dezember 06, 2006

8329

Heute, am 6. Dezember 2006, einem Mittwoch, bin ich also sage und schreibe 8329 Tage alt. Es ist der 340. Tag des Jahres. Das sind 1189 Wochen und 6 Tage.
Das ist gleichbedeutend mit:

- 199896 Stunden oder
- 11993760 Minuten oder
- 719625600 Sekunden

Dienstag, Dezember 05, 2006

Schutzengel auf der A 66

Wie man seinen Schutzengel fordert, kann im folgenden nachgelesen werden:

Gestern
fuhr ich heimwärts auf der Schiersteiner Brücke Richtung Rüdesheim auf die A 66 ab, als mir just in der Kurve zur Auffahrt auf die A 66 bei nasser Fahrbahn das Heck ausbrach und ich mich drehte. Ich hatte Riesenglück, dass just in dem Moment niemand hinter mir war (...und das im Berufsverkehr!) und ich mich auch so gedreht hatte, dass ich parallel entgegen der Fahrtrichtung zur Leitplanke stand (wohlgemerkt ohne anzudotzen - das nächste Riesenglück) und auch nicht andererseits im Graben gelandet bin. Da die Auffahrt nun aber zu eng war, um in einem Zug zu wenden und ordnungsgemäß weiter auf die Autobahn zu fahren und ein länger andauerndes Wendemanöver die Gefahr bot, dass mich ein ebenfalls von der Schiersteiner Brücke abfahrendes Fahrzeug wegen der Kurve nicht sehen und mit mir kollidieren könnte, sah ich mich gezwungen, rückwärts auf die Autobahn zu fahren (!!! - macht man wohl nur einmal im Leben) und dort zu wenden. Hier kam mir der Berufsverkehr wiederum entgegen, weil der Verkehr auf der rechten Spur der A 66 zu dieser Zeit ohnehin meistens stockt, so dass mich eine sichtlich verwirrt dreinschauende Opel Astra-Fahrerin rückwärts (!) auf die rechte Spur der A 66 fahren ließ, um dort zu wenden und dann mit zitternden Beinen wieder gen Heimat zu düsen. 

Was sich die auf der A 66 fahrenden Autos just in dem Moment gedacht haben mögen, als in ihrem rechten Blickwinkel ein sich um die Achse drehender Fi(r)esta(r) mit Batman-Logo auf der Haube die Auffahrt heruntergeschliddert kam, will ich mir nur bedingt vorstellen :-).

Meinen kleinen Christopherus 1,2 im Cockpit habe ich an diesem Tag auf jeden Fall wahrlich stark beansprucht.

Montag, Dezember 04, 2006

Aus den Gremien

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 4.12.06

Tagesordnung

1) Bericht des Magistrats

2) Beantwortung von Anfragen
Mit zwei SPD-Anfragen zum Thema Kassenkredite und Haushaltskonsolidierungskonzept


Vorlagen aus früheren Sitzungen
3)
Nachtragshaushaltsplan 2006Nach kurzer Sitzungsunterbrechung, da die CDU keine Debatte zulassen wollte und die SPD dies für rechtswidrig hielt, wurde nach Klärung dieses Sachverhalts der Nachtrag doch diskutiert und dann mit den Stimmen von CDU und FDP (erneut) durchgewunken. Auf der Tagesordnung stand dieser Punkt "erneut", da die Verwaltung versäumt hatte, diesen vor Beginn der letzten Sitzung rechtzeitig öffentlich auszulegen – gesetzlich ist dies aber vorgeschrieben.

4) Antrag der SPD-Fraktion betr. Schaffung von Unterstellmöglichkeiten an BushaltestellenWurde mit den Stimmen von CDU/FDP und Grüne an den Ausschuss "Umwelt, Planen und Bauen" verwiesen. Der Antrag wurde von mir begründet – ich hätte mir ehrlich gesagt aber eine Beschlussfassung gewünscht, da der Winter vor der Tür steht und man hier (nicht schon wieder) unnötig Zeit verlieren sollte. In der Vergangenheit wurden so schon mal Fördermöglichkeiten für dieses Vorhaben verschlafen

5) Antrag SPD-Fraktion betr. RuheForst für Bestattungen im Oestrich-Winkeler StadtwaldMit den Stimmen von CDU und FDP abgelehnt, weil "zu teuer und organisatorisch zu aufwendig". Die SPD hätte gerne erst einmal ein Konzept erarbeitet gesehen, um dann in einem zweiten Schritt diese Fragen zu klären und darüber dann endgültig zu entscheiden. Naja, auch hier habe ich mich mit einem Redebeitrag in die Diskussion eingebracht, auch wenn ich mit 22 Jahren ungern öffentlich über das Thema Bestattungen rede.

6) Antrag der CDU-Fraktion betr. Aktion gegen Bahnlärm
Wurde als ein gemeinsamer Antrag (siehe TOP 7) der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet

7)
Antrag der SPD-Fraktion betr. Konzept zur Reduzierung des BahnlärmsWurde als ein gemeinsamer Antrag (siehe TOP 6) der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet
8) Antrag der Fraktion B90/Grüne betr. Bestattungsgebühren
Mit den Stimmen von CDU und FDP abgelehnt. Dem Bürgermeister ging der Antrag nicht weit genug, "nur die Gebührensituation transparenter zu machen", die CDU war über eine Pressemitteilung im Vorfeld beleidigt. Dazu: Der Bürgermeister hat Antragsrecht und hätte den Antrag ja gerne um seine Vorstellungen ergänzen können, und würden SPD und Grüne jeden Antrag ablehnen, bei dem sie im Vorfeld von der CDU beleidigt wurden...

9) Änderung der Mietpreisliste für das Bürgerzentrum
Einstimmig beschlossen. Ein von mir vorgebrachter Änderungsantrag, auswärtigen gemeinnützigen Vereinen (also z.B. Bärenherz, Multiple Sklerose e.V.) die Hälfte der Miete zu erlassen (also von 1.000 Euro herunter auf 500 Euro – wohlgemerkt immer noch genug Geld und immer noch fünfmal so viel wie ein einheimischer Verein zu entrichten hat), wurde allerdings von CDU und FDP abgelehnt – "weil ja dann irgendwelche Leute schnell einen Verein gründen könnten, um billiger ins Bürgerzentrum zu kommen".

10) Wirtschaftspläne 2007 Eigenbetrieb Kultur und Freizeit
einstimmig beschlossen

11) Forstwirtschaftspläne 2007
einstimmig beschlossen

Neue Anträge von Fraktionen

12) Antrag der CDU-Fraktion betr. Verkehrssicherung an der Brentanoscheune
Mit einer Ergänzung der SPD-Fraktion, auch die Sicherheit der sich in der Nähe befindenden Bushaltestellen zu überprüfen, einstimmig angenommen.

13) Antrag der CDU-Fraktion betr. Belebung der Haupt- und Rheingaustraße
Einstimmig angenommen, ebenso eine Ergänzung der SPD-Fraktion, die bereits seit 20 Jahren (!) vorliegenden Dorferneuerungspläne mit in die Planung einzubeziehen. Abgelehnt wurde hingegen von CDU und FDP die SPD-Ergänzung, für dieses Vorhaben erst finanzielle Ausgaben zu tätigen, wenn sich die Straße auch tatsächlich in Trägerschaft der Stadt Oestrich-Winkel befindet (derzeit gehört die Straße – B 42a – noch dem Bund). Heißt übersetzt: Wir werfen jetzt mit diesem Beschluss 25.000 Euro für ein Planungsbüro zum Fenster raus und wissen noch gar nicht, ob wir überhaupt irgendwann einmal diese Straße besitzen werden, um diese geplanten Vorhaben dann auch auf eigenem Grund und Boden realisieren zu können. In einem Redebeitrag bin ich auch noch einmal genau auf diese Problematik eingegangen – geholfen hat es aber leider nichts.

14)
Antrag der Fraktionen SPD und Grüne betr. Einrichtung einer TafelWegen vorgerückter Stunde verlegt auf die Stadtverordnetenversammlung am 18.12.06

Neue Vorlagen des Magistrats


15) Entwurf eines Haushaltssicherungskonzeptes
Wegen vorgerückter Stunde verlegt auf die Stadtverordnetenversammlung am 18.12.06

16) Jahresabschluss 2004 Eigenbetrieb Kultur und FreizeitWegen vorgerückter Stunde verlegt auf die Stadtverordnetenversammlung am 18.12.06

17) Verleihung von EhrenbezeichnungenWegen vorgerückter Stunde verlegt auf die Stadtverordnetenversammlung am 18.12.06

Sonntag, Dezember 03, 2006

Auf Lehrerjagd

Einmal im Jahr zieht es mich und viele meiner ehemaligen Klassen- bzw. JahrgangskameradInnen aus aller Herren Länder so wie gestern zurück an die alte Wirkungsstätte: Die Rheingauschule in Geisenheim! Anlass ist der alljährlich stattfindende Weihnachtsbasar. Dabei ist es immer wieder schön und interessant, mit den alten Gefährten ins Gespräch zu kommen und im Vergleich zum letzten Jahr die Fortschritte (oder auch Rückschritte) in der jeweiligen Lebensplanung zu verfolgen. Aber natürlich gehört auch der Small-Talk mit den ehemaligen Paukern zum festen Ritual und man freut sich doch immer sehr, wenn man trotz einer Hundertschar anderer Schüler im Berufsleben der einzelnen Lehrer noch direkt mit (dem meist richtigen) Namen angesprochen und nach dem eingeschlagenen Lebensweg gefragt wird. Und wenn dann auch noch Bezüge zur Schulzeit ("Und, Herr Sinß, was macht die Parteikarriere?“) hergestellt werden, zeigt das doch, dass man den werten Damen und Herren sooo egal, wie zu Schulzeiten oftmals aus Schülersicht angenommen, gar nicht gewesen sein kann

Samstag, Dezember 02, 2006

SPD-Landesparteitag

Wie schon erwähnt ging es heute früh in feinem Zwirn als Delegierter zum Landesparteitag der SPD-Hessen nach Rotenburg an der Fulda, wo sich Andrea Ypsilanti 1,2,3 und Jürgen Walter 1,2,3 um die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2008 beworben haben. Der Saal und das unbesetzte Podium füllten sich schnell 1,2, so dass für SPD-Verhältnisse fast pünktlich (mit einer halben Stunde Verspätung) der Parteitag eröffnet werden konnte. Bei der mit Spannung erwarteten Wahl zur Spitzenkandidatur, die dramatischer nicht hätte verlaufen können und so auch im ersten Wahlgang erst einmal mit einem Unentschieden endete (das hätte es in der hessischen Parteigeschichte so noch nie gegeben) konnte sich Andrea Ypsilanti (die an ihrer Außenwirkung eindeutig noch ein wenig arbeiten muss ;-) ) mit einer zugegebenermaßen sehr emotionalen Rede an die Delegierten knapp gegen den nicht minder schlechten Jürgen Walter durchsetzen, der sich dann aber als fairer Verlierer und erster Gratulant erwies. Zur Kandidatenehrung war dann auch der SPD-Parteivorsitzende und rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck erschienen, der es sich auch nicht nehmen lies, noch ein paar Worte an die Versammlung zu richten. Aber auch unter den Delegierten tummelte sich allerlei Prominenz, wie etwa Bundesfinanzminister und Ministerpräsident a.D. Hans Eichel, Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (die im übrigen direkt vor unserer Delegation saß) oder Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul.

Unter den
Parteitagsunterlagen war auch der Antrag "Gegen rechts" der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis, den wir im Mai diesen Jahres auf einem SPD-Unterbezirksparteitag in Kiedrich gestellt hatten und der nun auch auf dem SPD-Landesparteitag einstimmig beschlossen wurde.

Hier aber zunächst einmal die Ergebnisse der Wahlen zum SPD-Landesvorstand, die ebenfalls noch an diesem Tag stattfanden.


Vorstandswahlen beim SPD-Landesparteitag

Landesvorsitzende (313 gültige Stimmen)
Andrea Ypsilanti 244 Stimmen 78,0 %

Stellvertretende Landesvorsitzende (311 gültige Stimmen)
Manfred Schaub 297 Stimmen 95,5 %
Jürgen Walter 267 Stimmen 85,9 %
Gernot Grumbach 181 Stimmen 58,2 %

Generalsekretär (280 gültige Stimmen)
Norbert Schmitt 204 Stimmen 72,9 %

Schatzmeisterin (279 gültige Stimmen)
Hildegard Pfaff 238 Stimmen 85,3 %

Beisitzerinnen und Beisitzer (1. Wahlgang 319 gültige Stimmen)
Heidemarie Wieczorek-Zeul 267 Stimmen 83,7 %
Dr. Udo Bullmann 241 Stimmen 75,5 %
Lothar Quanz 191 Stimmen 59,9 %
Petra Fuhrmann 184 Stimmen 57,7 %
Christine Lambrecht 175 Stimmen 54,9 %
Rolf Gnadl 166 Stimmen 52,0 %
Torsten Warnecke 156 Stimmen 48,9 %
Nina Hauer 155 Stimmen 48,6 %
Norbert Schüren 155 Stimmen 48,6 %
Jörg Jordan 153 Stimmen 48,0 %
Dr. Kerstin Weinbach * 156 Stimmen 60,7 %
Bettina Hoßfeld * 145 Stimmen 56,4 %

* Wahl im 2. Wahlgang mit 257 gültigen Stimmen


INITIATIVANTRAG "Gegen Rechts"
Der SPD-Unterbezirksparteitag möge beschließen:
Die SPD Rheingau-Taunus lehnt die vom "Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend" unter Leitung von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) geplanten Kürzungen im Bereich von Projekten gegen Rechtsextremismus ab.


Begründung:
Die ehemalige SPD-geführte Bundesregierung hatte 2001 die Bundesprogramme "entimon" und "civitas" ins Leben gerufen. Seitdem wurden mehr als 4.000 Projekte gegen Rechtsextremismus mit jährlich 19 Mio. € gefördert. Ende diesen Jahres laufen diese Bundesprogramme aber aus und das "Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend" unter Leitung von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant nun aktuell diese Projekte gegen Rechtsextremismus in eine "Strategie gegen Extremismus" mit einzugliedern. In Zukunft sollen also von der gleichen Fördersumme auch andere Projekte, u.a. gegen Linksextremismus und Islamismus, mit bezahlt werden.
Wir halten dieses Vorhaben, vor allem in Hinblick auf die aktuellen Ereignisse in Potsdam, für falsch und eine ideologische Scheindebatte, da man mit den Geldern für den Kampf gegen Rechtsextremismus nicht auch noch Projekte mit anderen Zielsetzungen mit finanzieren und betreuen kann. Ein Qualitätsverlust ist hier schon jetzt vorprogrammiert.
Mittlerweile zeigen die Programme auch erste Erfolge, wie anhand der rückläufigen Zahlen rechtsextremistischer Gewalttaten im letzten Jahr zu sehen ist. Doch offenbaren neben dem Beispiel aus Potsdam auch die Wahlergebnisse rechtsextremistischer Parteien bei diversen vergangenen Wahlen oder die verschobene Podiumsdiskussion der Jusos in unserem Rheingau-Taunus-Kreis in Idstein im März diesen Jahres aufgrund drohender Gewalttaten durch Rechtsextremisten, dass hier noch immer ein enormes (Gewalt-)Potential besteht, welchem es entschieden entgegen zu wirken gilt.
Wir Jusos sprechen uns daher strikt gegen eine Kürzung und/oder Zusammenlegung von Mitteln gegen Rechtsextremismus aus.

Freitag, Dezember 01, 2006

Ein ¼-Leben

Wie ich heute erfahren habe, wird mein Jahrgang (1984) statistisch 87,6 Jahre alt. Das bedeutet, dass ich mit meinen 22 ¾ Jahren schon über ein Viertel meines Lebens auf dieser Welt verbracht habe. Mal gespannt, was die restlichen ¾ noch so bringen werden...