Donnerstag, März 29, 2007

Mission: Elevator

Damit meine ich jetzt nicht das ehemalige Kultspiel auf dem C 64 oder dem Atari, sondern vielmehr die Fahrt im Lastenaufzug der VRM vom 3. Stock in den Keller:
Der Lastenaufzug: Eng, weiße Blechumrandung (ähnlich einer Gummizelle), alles andere als schalldicht. Einstieg im 3. Stock. Die Tür schließt sich, der Aufzug bewegt sich nach unten. Auf Höhe des 2.Stocks vernimmt man kurz das Pfeifen des stets gut gelaunten Hauspostboten. Im 1. Stock abrupter Stop - eine Arbeitskollegin steigt dazu: „Oh, Herr Sinß, Sie noch hier?!“ Antwort: „Noch bis einschließlich morgen“. Erneuter Stop im Erdgeschoss – die Arbeitskollegin steigt aus. Lieferant steht mit vollem Sackkarren vor der Tür: „Fahren Sie nach oben?“ Meine Antwort: „Nein! Wollen Sie mit rein?“ - „Nein, ich warte dann, bis der Aufzug wieder hochkommt“. Der Aufzug setzt sich in Bewegung und man vernimmt schon langsam aber stetig das gewohnte Gezeter des Lageristen im Keller, welches sich in vollem Umfang beim Öffnen der Tür darstellt. Der Lagerist, vom Öffnen der Aufzugtür sichtlich überrascht: „Ah, Frierkatz’ (mein Spitzname bei ihm?!), nimmste’ wieder die Abkürzung über de Lasteuffzuch! Was’ los, was gibt's?!“ Antwort: „Nichts, nur die Zeitungen holen.“ Man vernimmt noch ein leises Grummeln des Lageristen beim Weggehen. Zurück im Aufzug wird der Knopf mit der „3“ betätigt. Auf Höhe Erdgeschoss hört man noch ein „Verdammt, warum fährt der Aufzug denn jetzt vorbei?!“ des Lieferanten. Auf Höhe des 1. Stocks vernimmt man die Unterhaltung zweier Damen auf dem Hausflur, und auf Höhe des 2. Stocks wiederholt sich das Pfeifen des Postboten, woraufhin sich auch schon die Tür des Aufzugs öffnet. Ich grüße den Hauspostboten und gehe das letzte Stockwerk zu Fuß.

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