Montag, April 30, 2007

Sozialdemokrat

"Es macht keinen Sinn eine Mehrheit für die Sozialdemokraten zu erringen, wenn der Preis dafür ist kein Sozialdemokrat mehr zu sein."

- Willy Brandt, Bundeskanzler (1969-1974) -

Sonntag, April 29, 2007

Sturer Bock

Heute im Radio:

"Achtung auf der B 260 zwischen Heidenrod-Kemel und Mappershain - hier steht ein Ziegenbock auf der Straße."

Bemerkenswert daran: Diese Meldung kam innerhalb von einer halben Stunde ganze dreimal im Autoradio...muss wohl ein sturer Bock gewesen sein :-)

Sunny sunday

Samstag, April 28, 2007

Storys from the gasstation

Die erste 25 Grad+X-Schicht des Jahres und natürlich war die Hölle los - zudem funktionierte zu allem Überfluss die EC-Karten-Bezahlung nicht. Folge: Eine Menge Schuldscheine und Personalausweise als Pfand.

Und genau vor vier Jahren saß ich an diesem Tag im 2. Stock des Altbaus der Rheingauschule und habe mich intensiv Gotehe's Faust in meiner ersten von drei schriftlichen und einer mündlichen Abiturprüfung gewidmet.

Freitag, April 27, 2007

Ausnahmezustand

Nachdem heute ein Zementlaster auf der Schiersteiner Brücke umgekippt und diese deshalb vormittags gesperrt war, herrschte im Rhein-Main-Gebiet der totale Ausnahmezustand. Auf der Hinfahrt zur Uni musste ich mich durch Mainz-Kastel über die Theodor-Heuss-Brücke quälen, auf der Rückfahrt habe ich gleich einen Rückzieher gemacht und bin über die A 60 und anschließend Ingelheimer Fähre in heimische Gefilde nach Oestrich-Winkel zurückgekehrt. Und dort, man mag es nicht glauben, standen die Autos auch auf der B 42a bis nach Oestrich hinein, auf der B 42 bis zum Minigolfplatz – 15 km vom Tatort entfernt!

Donnerstag, April 26, 2007

Vom Campus aufgeschnappt

Das habe ich vom heutigen Uni-Tag mitgenommen:
  • Unternehmensführung:
    "Was macht der Kapitalismus? - Er steht am Abgrund. - Was macht er da? Er schaut auf uns herab."
  • Einführung in die EDV:
    "Warum können amerikanische Mathematiker Weihnachten
    (Anm.: Wird dort am 25.12. gefeiert) nicht von Halloween (31. Oktober) unterscheiden? - Weil 31 (oct) = 25 (dez)."
Wenn ich den Witz verstehe, bin ich auch bereit für die Klausur...

Mittwoch, April 25, 2007

Blatt im Wind

"Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines,
dies eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines.

Doch dieses eine Blatt allein war Teil von unserm Leben,

drum wird dies eine Blatt allein uns immer wieder fehlen."
Quelle: Burnster

Dienstag, April 24, 2007

Klinken putzen IV

Interessante Erlebnisse bei den heutigen Hausbesuchen mit Bürgermeisterkandidat Georg Mahr (SPD), dessen neue Plakatserie nun im übrigen flächendeckend in Oestrich-Winkel steht 1,2,3,4
  1. Ich bin 70, habe 1943 (nach dieser Altersangabe wäre er dann sechs Jahre alt gewesen) gemeinsam mit meinem Bruder für eine Organisation Tiefflieger der Nazis zur Strecke gebracht. Mit unserer Organisation haben wir dann die Departments in Frankreich neu geordnet und die Kantone in der Schweiz eingeteilt...
  2. Ich war live bei Woodstock dabei, bin über 50, habe lange Haare und trage Beatles-Sonnenbrille und will mehr für den Klimaschutz getan haben und bin daher auch aktives Mitglied bei Global 2000.
  3. Ich bin eine ältere Frau Mitte 60 und es muss was gegen diese Verkehrsmassen und vor allem diese Raser hier in der Straße getan werden...sprach es und verschwand in ihrem Haus in der verkehrsberuhigten Zone.
  4. Ich bin eine ältere Frau und habe sogar vor einem Bürgermeisterkandidaten Angst, weshalb ich die Tür mit Vorhängeschloss nur einen Spalt aufmache und mir eine Visitenkarte geben lasse, den Kugelschreiber nehme ich aber natürlich auch noch gerne.

Montag, April 23, 2007

Aus den Gremien

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 23.04.2007

Tagesordnung:

Bericht und Anfragen


1)
Bericht des Magistrats
1,5 Stunden lang Berichte des Bürgermeisters aus dem Magistrat – bis sogar der Parteifreund im Amt des Stadtverordnetenvorstehers mal vorsichtig fragte, wie lange das denn noch dauern würde.

2)
Beantwortung von Anfragen
Acht Anfragen der CDU, eine Anfrage der Grünen, eine Anfrage der SPD – und dann war die laut Geschäftsordnung zulässige halbe Stunde für Anfragen überschritten und die restlichen Anfragen müssen schriftlich beantwortet werden.

Neue Anträge von Fraktionen

3)
Antrag CDU-Fraktion betr. Bau von Windrädern im Rheingau
Einstimmig angenommen, wenn auch bereits für Oestrich-Winkel eine Beschlussfassung im Flächennutzungsplan besteht.

4)
Antrag CDU-Fraktion betr. Ankauf des Mittelheimer Bahnhofs
Der in der Grundintention begrüßenswerte Antrag (die SPD hatte vor knapp einem Jahr bereits ähnliches beantragt) wurde durch einen von mir eingebrachten Änderungsantrag der SPD ersetzt, welcher in der Vorgehensweise nach einhelliger Meinung im Parlament wohl zielführender ist als der Ursprungsantrag der CDU.

5)
Antrag CDU-Fraktion betr. Rheinufer attraktiver machen
Wegen „fortgeschrittener Stunde“ vertagt

6)
Antrag CDU-Fraktion betr. Ausschankmöglichkeiten entlang der Wanderwege
Wegen „fortgeschrittener Stunde“ vertagt

7)
Antrag CDU-Fraktion betr. Krabbelgruppe im Mehrgenerationenhaus
Wegen „fortgeschrittener Stunde“ vertagt

8)
Antrag CDU-Fraktion betr. Sommerrodelbahn Hallgartener Zange
Wegen „fortgeschrittener Stunde“ vertagt

9)
Antrag CDU-Fraktion betr. Verkehrssicherheit in Oestrich-Winkel
Wegen „fortgeschrittener Stunde“ vertagt

10)
Antrag CDU-Fraktion betr. Weinfest auf Haupt- und Rheingaustraße
Wegen „fortgeschrittener Stunde“ vertagt

11)
Antrag SPD-Fraktion betr. Mitmachaktion "Bäume und Ruhebänke für Oestrich-Winkel"
Wegen „fortgeschrittener Stunde“ vertagt

12)
Antrag SPD-Fraktion betr. Verbesserung der Organspendenbereitschaft
Wegen „fortgeschrittener Stunde“ vertagt

13)
Antrag SPD-Fraktion betr. Prima Klima in Oestrich-Winkel
Wegen „fortgeschrittener Stunde“ vertagt

14)
Antrag Fraktion B90/Grüne betr. Beleuchtungskonzepte Oestrich-Winkeler Sporthallen
Wegen „fortgeschrittener Stunde“ vertagt

15)
Antrag Fraktion B90/Grüne betr. Aufwandsentschädigung Feuerwehren
Vom Antragssteller zurückgezogen

Neue Vorlagen des Magistrats

16)
Wahl der Vertreter für die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Rheingau
Gewählt wurden Petra Müller-Klepper (CDU) und Christel Hoffmann (SPD)

17)
Nachwahl eines Schöffen für das Ortsgericht Oestrich-Winkel II (Winkel)
Gewählt wurde auf Vorschlag der SPD Siegfried Müller

18)
Feststellung Jahresabschluss EB Wirtschaftl. Unternehmen 2005
Einstimmig angenommen

19)
Auflösung Wärmelieferunsvertrag ehemaliges Rathaus Winkel
Einstimmig angenommen bei Enthaltung der SPD

20)
Ausbau Rebhang - 3.BA - Bereitstellung überplanmäßiger Mittel für den Straßenbau -
Einstimmig angenommen bei Enthaltung der SPD

Sonntag, April 22, 2007

Rotes Wochenende

Also, das angekündigte „Rote Wochenende“ hat sich insgesamt doch als Erfolg herausgestellt. Auf dem SPD-Unterbezirksparteitag wurden sämtliche Juso-Anträge (teilweise mit Änderungen) von den Delegierten beschlossen, ein Antrag sogar mit satzungsänderndem Charakter und einer notwendigen 2/3-Mehrheit gegen das Votum der Antragsprüfungskommission. Mein Wirken in der "Bütt" 1,2 kann man hier verfolgen. Bei der anschließenden Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden der SPD im Rheingau-Taunus-Kreis wurde ich mit ca. 91% im Amt bestätigt (bei meiner ersten Wahl vor zwei Jahren waren es ca. 70%).

Anschließend ging es auf die Bezirkskonferenz der Jusos Hessen-Süd, wo ebenfalls wieder viele (Änderungs-)anträge der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis beschlossen und ich zudem erstmals als Beisitzer in den Juso-Bezirksvorstand gewählt wurde. Die „Standing Ovations“ hier gelten im übrigen nicht mir, sondern dem wieder gewählten Vorsitzenden Christoph Degen.

Samstag, April 21, 2007

Die Welt von der Couch betrachten

"Von der Couch aus lässt sich wunderbar die Welt betrachten. Ich erhebe mich, um sie ein klein wenig zu verändern."

- Carsten Sinß, bei der Kandidatur zum Juso-Bezirksvorstand 2007 -

Freitag, April 20, 2007

"Lineare Algebra"

Das wird für mich wohl das Unwort des Semesters. Nachdem ich gegen halb vier heute früh von der ASTA-Fete nach Hause kam, klingelte schon um 10 Uhr der Wecker: 12 Uhr stand die Vorlesung Mathematik B an.
Der Professor zum Einstieg: "Wie viele Erstsemestler haben wir denn?...Aha, ca. die Hälfte!...Wie viele Wiederholungstäter oder Leute aus dem letztjährigen Mathematik A-Kurs haben wir denn...Aha, ca. die andere Hälfte!...Sie wissen ja, dass die Klausur letztes Jahr sehr milde war (Durchfallquote 30% heißt also milde :-( ), das ändern wir aber natürlich dieses Jahr, denn sie haben jetzt ja schon mal eine Klausur bei mir gesehen und außerdem: Letztes Semester - das war eh zu lasch mit der Bewertung und so!"

Gesagt getan und rein in den Stoff. In 60 Minuten ein halbes Jahr Vektorenrechnung aus der Schulzeit durchgepeitscht. Prof: "Kommt, lasst uns noch fünf Minuten machen, damit wir nächstes Mal mit etwas neuem anfangen können." :O

Nachmittags war ich dann auf einer Ausstellungseröffnung ( Titel: "Licht" ) im Oestricher Bürgerzentrum, welche von Bürgermeister Paul Weimann und Fußballmoderator Thomas Wark eröffnet und von letzterem auch moderiert wurde. Neben der schönen Aussicht aus den oberen Stockwerken des Bürgerzentrums 1,2 standen natürlich die ansprechenden Exponate der Künstlerinnen im Mittelpunkt: 1,2,3,4,5,6,7,8,9

Donnerstag, April 19, 2007

Brainstorm

Donnerstag = Vier Vorlesungen am Stück von 10 Uhr bis 20 Uhr.

10.00-12.00: Statistik I
Erträglich, weil Professor (siehe Mittwoch) rhetorisch bewandt ist und es versteht, einen 800-Seelen-Hörsaal bei Laune zu halten.

12.00-14.00: Unternehmensführung
Student: "Herr Professor, auf ihrer Lehrstuhlseite ist nur das Skript von 2006?!"
Professor: "Das macht nichts, daran ändert sich nichts." (...nimmt einen Stift, und ersetzt das 2005 auf seiner Titelfolie durch 2007).

14.00-17.00: EDV
Eingangsstamenet des Professors sinngemäß: "Das Skript hat 330 Seiten, sie dürfen es aber in der Klausur verwenden, da es ihnen nichts bringt, sich das kurz vor der Klausur ins Hirn zu prügeln und anschließend wieder zu vergessen." Sehr löblich, der Mann! Also nach 30 Minuten aus der Vorlesung raus und ab zum nächsten öffentlichen Drucker und das Skript ausgedruckt.

17.00-20.00: Privatrecht
Wird nicht vom Professor selbst, sondern von einem HiWi gelesen. Und ohne Brille war es mir leider nicht möglich, die Folien zu lesen, weshalb ich mich dann gegen 18 Uhr auf den Heimweg gemacht habe...schließlich ist ja am Abend Semeserteröffnungsfete des ASTA.

Mittwoch, April 18, 2007

Stütze oder Erleuchtung?

So, den ersten echten Uni-Tag ganz gut überstanden. Statistik I konnte ich noch folgen - allerdings kamen wir auch noch nicht über die Einleitung mit der Erläuterung des Gegenstands und den Grundbegriffen der Statistik hinaus. Der Professor konnte die Zeit wider Erwarten erfrischend angenehm verstreichen lassen, schäute sich auch nicht, dem ein oder anderen Kommilitonen vor über 800 Leuten Fragen zu stellen oder sie beim vorzeitigen Verlassen des Hörsaals mit einem netten Spruch zu verabschieden. Gescheitert bin ich heute allerdings dabei, meinen Schein in Externem Rechnungswesen anerkennen zu lassen: 20 Nasen vor mir in der Schlange waren mir dann doch zu viel des Guten - habe ja aber noch ein paar Monate Zeit damit...

Vorlesungszitat:

„Sehr verehrte Damen und Herren, mit den Statistiken in der Wirtschaft ist es wie mit den Straßenlampen für den Betrunkenen. Sie geben im Ernstfall mehr Halt als dass sie tatsächlich Erleuchtung bringen.“

Und so sieht mein vorläufiger Stundenplan aus:


Montag und Dienstag:
Selbststudium ( "frei!!!" )
Mittwoch:
10.00-12.00 Uhr Übung Mathematik B
12.00-14.00 Uhr Vorlesung Statistik I
14.00-16.00 Uhr Übung Unternehmensführung
16.00-18.00 Uhr Übung Statistik I
Donnerstag:
10.00-12.00 Uhr Vorlesung Statistik I
12.00-14.00 Uhr Vorlesung Unternehmensführung
14.00-17.00 Uhr Vorlesung EDV
17.00-20.00 Uhr Vorlesung Privatrecht
Freitag:
12.00-14.00 Uhr Vorlesung Mathematik B

Dienstag, April 17, 2007

Klinken putzen III

Heute standen wieder Hausbesuche mit dem Bürgermeisterkandidaten Georg Mahr (SPD) in Oestrich-Winkel an und die Erkenntnis: In Oestrich-Nord ist mein Name durchaus ein Begriff: Sowohl aufgrund meiner Vorfahren, die hier ihre Wurzeln haben, als auch durch meine politischen Aktivitäten in den letzten Monaten! Ein oft vernommener Satz heute war etwa: "Ach, de kleine Robbert!", manchmal auch noch mit Nuancen wie "mit dei'm Opa hab ich schon im Garden Fläschche' platt gemacht" oder "wo de noch in die Windele gemacht hast, haste schon uff mei'm Schoß gesesse" ...nimmt man dann mal so mit und hofft, dass sie am 13.5 an der richtigen Stelle ihr Kreuzchen machen.

Montag, April 16, 2007

"Wacht auf, Verdammte..."

Die Internationale (1888)
Wacht auf, Verdammte dieser Erde, die stets man noch zum Hungern zwingt! Das Recht wie Glut im Kraterherde nun mit Macht zum Durchbruch dringt. Reinen Tisch macht mit den Bedrängern! Heer der Sklaven, wache auf! Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger Alles zu werden, strömt zuhauf!

|: Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht! Die Internationale erkämpft das Menschenrecht. :|

Es rettet uns kein höh'res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun Uns aus dem Elend zu erlösen können wir nur selber tun! Leeres Wort: des Armen Rechte, Leeres Wort: des Reichen Pflicht! Unmündig nennt man uns und Knechte, duldet die Schmach nun länger nicht!

|: Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht! Die Internationale erkämpft das Menschenrecht. :|

In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute, wir sind die stärkste der Partei'n Die Müßiggänger schiebt beiseite! Diese Welt muss unser sein; Unser Blut sei nicht mehr der Raben, Nicht der nächt'gen Geier Fraß! Erst wenn wir sie vertrieben haben dann scheint die Sonn' ohn' Unterlass!

|: Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht! Die Internationale erkämpft das Menschenrecht. :|

Samstag, April 14, 2007

"Was GAYt'n heut' Abend?"

Die Party im Kulturcafe der Uni Mainz lässt zunächst und wider Erwarten gutes verheißen, die freien Parkplätze entlang des Forums sind rar gesät, der Laden gut mit Menschen gefüllt. Am Eintritt eine nette junge Dame, die mir und meiner männlichen Begleitung noch einen ausliegenden Schoko-Osterhasen mitgibt mit dem Kommentar „Aber keine Schweinereien damit machen“ (zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch keine Pointe hinter dieser Aussage erkennen...). Im Kulturcafe traf meine Begleitung dann Kommilitonen, was ich für einen Rundgang über die Tanzbühne zur Theke nutzte. Das erste sich küssende Männer-Paar nahm ich gar nicht richtig wahr, das zweite händchenhaltende Männerpaar verleitete mich schon zu dem Gedanken „Huch, erstaunlich ‚hohe Quote’ heute Abend“ - bis mich das neben der Theke rumfummelnde Frauen-Paar genauer auf- und herumblicken ließ, um festzustellen, was zwischenzeitlich wohl auch meiner Begleitung aufgefallen sein musste, die dementsprechend wild gestikulierend auf mich zugestürmt kam mit dem Satz „Ey, wir sind auf einer Homo-Party gelandet“ . :D


Storys from the gasstation
Heute nicht zu empfehlen: Getränke aus dem Kaffeeautomat, es sei denn man steht auf schwimmende Ameisen im Kakao oder Latte Macchiatto! Aber wer schon einmal das Gesicht einer Dame gesehen hat, die gerade eben Ameisen getrunken hat, dem sage ich: Dieser Anblick prägt!

Freitag, April 13, 2007

„Mr. Bean macht Ferien“

Nach zehn Jahren „Bean“-Abstinenz kehrt die britische Comedy-Ikone Rowan Atkinson in seiner schusseligen Paraderolle auf die Kinoleinwand zurück - und wer wie ich quasi jede Folge der kultigen Serie kennt, wartete nun auch gespannt auf die Kinoversion.

Nachdem sein Ausflug in die USA die gesamte amerikanische Westküste ins Chaos gestürzt hat, verschlägt es Mr. Bean (Rowan Atkinson) dieses Mal vom regnerischen London an die malerische Côtes d‘Azur, genauer gesagt zur Filmprominenz nach Cannes und den dortigen Filmfestspielen. Als Hauptgewinner einer Kirchenverlosung darf der stets korrekt gekleidete Brite nicht nur nach Südfrankreich reisen, sondern bekommt als Zugabe sogar auch noch eine handliche Videokamera, die dem Teddyliebhaber (der übrigens nicht mit spielt :-( ) und seiner ahnungslosen Umwelt noch einige Probleme einbringen wird. Mit Kamera, Papieren und Taschengeld im Gepäck geht es ab nach Paris, wo Bean nicht nur eine Schneise der Verwüstung hinter sich zurück lässt, sondern durch einen dummen Zufall auch einen kleinen russischen Jungen (Max Baldry) von seinem Vater trennt. Unser aller Lieblingsbrite, sanftmütig wie er ist, nimmt sich des Kleinen aber an und versucht, ihn zu seiner Familie zurück zu bringen. Zu allem Unbehagen ist der Junge aber der Sohn eines bekannten russischen Regisseurs, der irrtümlicherweise von einer Entführung ausgeht und Bean somit auf die polizeiliche nationale Fahndungsliste setzen lässt. Zusammen mit seinem neuen Freund macht sich Bean also auf gen Südfrankreich, um Papa und Sohnemann wieder zu vereinen. Auf der Fahrt durch Frankreich gerät Bean zufällig in die Filmaufnahmen für einen Werbespot, wo sich eine französische Schönheit auch von finsteren Wehrmachtsoldaten (und Mr. Bean…) nicht vom Jogurt-Genuss abhalten lässt und Bean und seinen kleinen Freund fortan auf dem Weg in Richtung Cannes begleitet. Aber nicht ohne, dass Bean mit seinem unbedarften Einsatz als Statist das Set buchstäblich in die Luft sprengt und so die Dreharbeiten des selbstherrlichen Regisseurs Carson Glay (Willem Dafoe) in Schutt und Asche legt.

Kein Fettnäpfchen wird auf dem Weg nach Cannes also ausgelassen! Als liebenswerter Trottel hat sich der britische Komiker Rowan Atkinson bereits vor fast 20 Jahren einen Namen gemacht – und das weltweit. Mit schwarzem Humor wurde Atkinson in der britischen Serie „Black Adder“ zu Beginn der 80er Jahre bekannt. 1990 kam dann „Mr. Bean“ ins Fernsehen. Selbst wenn die TV-Serie nur 14 Folgen umfasst, ist und bleibt sie einer der erfolgreichsten Exportschlager des britischen Fernsehens. Kein Wunder, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis Mr. Bean den Weg ins Kino beschreitet. 1997 spielte der Kinoschlager „Bean - Der ultimative Katastophenfilm“ über weltweit 252 Millionen Dollar in die Kassen. In „Mr. Bean macht Ferien“ versuchten Regisseur Steve Bendelack und Rowan Atkinson die bitterböse Komik der Fernsehepisoden auf die Kinoleinwand hinüberzutragen. Zumindest den handzahmen Vorgängerfilm übertrifft er dabei um Längen, war die Hauptfigur damals doch einzig ein kindgerechter Trottel.

Neben dem typisch (genialen) Atkinson glänzt vor allem Hollywoodstar Willem Dafoe in seiner Rolle als von sich selbst sehr überzeugtem Regisseur (Eine Carson Clay Produktion unter Regie von Carson Clay präsentiert……tadaa: Carson Clay :D), der den wohl langweiligsten Film aller Zeiten auf den Filmfestspielen vorstellt. Diese Nebenhandlung mit dem selbstverliebten US-Filmemacher bietet auch eine gelungene Abwechslung, blitzt dabei doch gelegentlich eine starke Prise schwarzer Humor auf, die dem Film im Vergleich zum Original ansonsten doch zuweilen zu fehlen scheint.

So werden einige Gags in die Länge gezogen oder überstrapaziert, anderes wirkt wie schon mal gesehen, doch gewinnt vor allem gegen Ende des Films die Story an Fahrt und die Witzdichte steigert sich hin zum Finale, bei welchem man sich freudestrahlend und „La mer“ von Charles Trenet summend vom Kinosessel erhebt und in den Abend hinauszieht.

So lässt es sich doch mit Vorfreude auf die zig’sten Wiederholungen der Mr.-Bean-Folgen im TV warten.

Originaltitel: Mr. Bean´s Holiday
Regie: Steve Bendelack
Drehbuch: Robin Driscoll, Simon McBurney
Cast: Rowan Atkinson, Willem Dafoe, Karel Roden, Emma de Caunes, Jean Rochefort
Kinostart: 29.03.2007
Internet:
www.mr-bean-macht-ferien.de

Donnerstag, April 12, 2007

Erstis

Nach den ersten beiden Einführungstagen kurz zusammengefasst folgende Erkenntnisse:
  • Bei der Kneipentour war der "Kragen-Anteil" bei round about 40% - bei den Jungs frauenbereinigt sogar bei guten 70%. Vorurteil über Wirtschaftsstudenten also voll erfüllt!
  • Man macht sich nicht gerade beliebter, wenn man als Sozi die Mega-Spaß-Aktion der Fachschaft - ein sogenanntes "Anti-Verdi-Grillen" - scharf kritisiert.
  • In der Mensa nur festes zu sich nehmen, in der ReWi-Mensa am besten gar nichts, was wärmer als Zimmertemperatur ist...
  • Anekdote: Es gibt das Gerücht eines Asiaten, der im ersten Semester gleich 13 Scheine geschrieben hat - aber nur 12 bestanden und das Studium mit der Begründung "ist mir zu anstregend" abgebrochen hat... :O

Watch Berlin: I, II, III

Mittwoch, April 11, 2007

Campus-Comeback

Die ersten beiden Einführungstage unter Gutenbergs Banner sind gut überstanden. Aber auch mit den Erkenntnissen, dass...
  • ...BAföG für mich nicht drin ist – hab derzeit durch die Ausbildung schlicht zu viel Geld...welch Ironie.
  • ...ein Auslandssemester oder zumindest -praktikum in Wirtschaftswissenschaften schon irgendwie von Nöten ist.
  • ...ich jetzt erst mal mit der Juso-Hochschulgruppe in Mainz Kontakt aufnehme, um hier ein bisschen in’s politische (Hochschul-)leben zu schnuppern - denn läppische 9% bei der letzten Wahl zum Studierendenparlament gehen ja mal gar nicht!
Bei der offiziellen Erstsemesterbegrüßung heute im prall gefüllten Hörsaal RW I 1,2 (hier von außen) mit Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Universität Mainz und Genosse Jens Beutel, Oberbürgermeister der Stadt Mainz, gab es auch ein paar Begrüßungspakete (Inhalt: Stadtführer, Theaterplan, Arbeitsgruppenvorstellungen etc. - aber leider nicht die erhofften Mainz 05-Karten).
Zum Abschluss noch ein wenig Sightseeing über den Campus: Das Forum, die alte Mensa, das ReWi (von innen und außen), mein zukünftiges Zuhause in den kommenden fünf Jahren...und meine Studicard, das primäre Zahlungsmittel auf dem Campus.

Dienstag, April 10, 2007

Montag, April 09, 2007

Blickwinkel

Nachdem mich die letzten Wochen Genosse Gerd und seine Autobiographie „Entscheidungen“ beschäftigt haben, widmete ich mich direkt im Anschluss daran den Zeilen des Genossen Ljubic. Beides sehr kontrastreich, aber auch oder gerade deshalb informativ: Auf der einen Seite derjenige, der seine Politik zu rechtfertigen sucht, auf der anderen derjenige, der (für viele GenossInnen...?!) ausspricht, was davon und vor allem wie an der „Basis“ ankommt.

Sonntag, April 08, 2007

Perrongeburtstag 07

Wie jedes Jahr an Ostern feiert sonntags meine Stammkneipe, das "Perron", ihren Geburtstag. Seit ich denken kann ist dieser Tag eine feste Institution für mich. Und mit dieser Einstellung bin ich offensichtlich nicht alleine, wie die Schar an Autos und Menschen 1,2 entlang der Bahngleise sichtbar demonstrieren. Wie sagte der leider vor zwei Jahren verstorbene Eigentümer mal zu mir: "Am Ostersonntag holt das Perron seine Kinder alle wieder heim...!" Und die Menschenmassen und Altersschichten jedes Jahr scheinen diese Aussage auch zu bestätigen.

Samstag, April 07, 2007

„Günstich, nit billich!“

Storys from the gasstation

Kunde 1 (Städter): „Man, seid ihr hier billig im Rheingau – da hab ich gleich nochmal vollgetankt, bevor es wieder heim in die Stadt geht!“
Kunde 2 (Rheingauer): „Günstich! Günstich sind ’mer – aber nit billich! Vorsicht!

Recht hat er! :-)

Und mir ist es tatsächlich gelungen bei dem Spiel „Bubbles“ das Feld einmal komplett abzuräumen.

Freitag, April 06, 2007

Stöckchen: Trinkgewohnheiten

1) Morgens? Tee
2) Mittags? Limonade
3) Abends? Limonade, Pils
4) Sport? Wasser, Limonade
5) Bester Longdrink? n.n.
6) Bestes Bier? Bitburger
7) Bester Wodka? Gorbatschow
8) Bestes Wässerchen?
9) Essen gehen? Pils
10) Mäcces? Cola light – wir sind ja auf Diät ;-)
11) Sterbebett? ???
12) Rot oder Weiß? Weiß

Donnerstag, April 05, 2007

Studentenleben

Bis 12 Uhr schlafen, zum Mittagessen geweckt werden, duschen, lesen, ein bisschen Politik, Internet, „Party“ oder politische Veranstaltung und schlafen, Mittagessen...
Nur um Missverständnissen vorzubeugen: NOCH bin ich in der vorlesungsfreien Zeit.

Und vor genau 13 Jahren, am 5. April 1994 gab sich "Nirvana"-Mastermind Kurt Cobain 27-jährig mit einer Schrotflinte die finale Kugel und beendete so nicht nur sein Leben, sondern sorgte auch für das Ende einer aufregend neuen Rock'n'Roll-Bewegung namens Grunge.

Mittwoch, April 04, 2007

Wer will, der kann

"Man trägt ein göttliches Gefühl in seiner Brust, wenn man erst weiß, dass man etwas kann, wenn man nur will."

- Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852), deutscher Pädagoge und Politiker -

Dienstag, April 03, 2007

Die Gedanken sind frei

Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei, wie nächtliche Schatten
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger sie schießen
es bleibet dabei: die Gedanken sind frei.

Ich denke, was ich will und was mich beglücket
doch alles in der Still' und wie es sich schicket
Mein Wunsch und Begehren kann niemand verwehren
es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei!

Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker
das alles sind rein vergebliche Werke
denn meine Gedanken zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei: Die Gedanken sind frei.

Drum will ich auf immer den Sorgen entsagen
und will dich auch nimmer mit Willen verklagen
Man kann ja im Herzen, stets lachen und scherzen
und denken dabei: Die Gedanken sind frei.

Ich liebe den Wein, mein Mädchen vor allen
sie tut mir allein am besten gefallen
Ich bin nicht alleine bei meinem Glas Weine
mein Mädchen dabei: die Gedanken sind frei.

Montag, April 02, 2007