Dienstag, Juli 31, 2007

Unternehmensführung ist ein...

Unternehmensführung ist einfach ein A********. In 11,5 Stunden aber ist's vorbei!

Montag, Juli 30, 2007

"Ihr lernt nicht für uns, sondern für's Leben!"

Welch weiser Spruch aus dem Munde so ziemlich jedes Lehrers meiner Schullaufbahn...
Ab Mittwoch beginnt also meine erste Klausurenrunde an der Uni mit Unternehmensführung, dann folgen am 6.8 Statistik I, am 8.8 Mathematik B, am 13.8 Einführung in die EDV und schließlich zum Abschluss am 15.8 noch Privatrecht. Und der Bammel davor korelliert eindeutig mit der Masse des Lernstoffs....


Sonntag, Juli 29, 2007

Wert von Arbeit

"Arbeit gibt uns mehr als den Lebensunterhalt, sie gibt uns das Leben."

- Henry Ford I. (1863-1947), US-amerikanischer Automobilindustrieller -

Samstag, Juli 28, 2007

Storys from the gasstation

Der FC Bayern mit seinem neu zusammengewürfelten Starkader ist auch im eher beschaulichen Rheingau Gesprächsthema Nummer eins.

Zwei Kunden, ca. Ende 20, an der Kasse, beim Blick auf die aktuelle Ausgabe der Sport Bild:

Kunde 1: "Man, ist der Ribery vielleicht hässlich!"
Kunde 2: "Mensch! Über dem sein Gesicht ist als Kind ein Auto gefahren. Dafür ist das doch noch ganz ok!"

Freitag, Juli 27, 2007

Aberglaube

"Mit dem Aberglauben ist es so eine Sache. Ich habe noch keinen Menschen getroffen, der sein dreizehntes Monatsgehalt zurückgegeben hätte."

- Fritz Muliar (*1919), österreichischer Schauspieler, Regisseur u. Autor -

Donnerstag, Juli 26, 2007

Unglückliche Metapher,...

"(...) Steinmeier (SPD) sagte dem „Stern“ nun, es gelten die Grenzen des Grundgesetzes. 'Die lassen sich nicht überspringen wie ein Gartenzaun.' (...)"

Mittwoch, Juli 25, 2007

Clean!

Trotz anhaltend neuer Überführungen von Dopingsündern und erschreckender Funde in meinem "Arzneienschrank" (bei Einnahme dieser Mittel würden diese wohl alles andere als einen Heilungszweck herbeiführen...) gebe ich hiermit offiziell bekannt:
"Dieser Weblog ist nicht gedopt und wird somit ohne Fremd- und/oder Eigenbluttransfusion sowie etwaiger schmerzstillender oder leistungsfördernder Mittel o.ä. betrieben!"

Dienstag, Juli 24, 2007

Von Hinterbänklern und Weinpanschern

Der "CDU-Hinterbänkler" Klaus-Peter Willsch sieht sich heute Vorwürfen von Interessenskollissionen in Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Mitglied des Haushaltsausschusses und parallel in seiner Zeitung "Rheingau-Taunus-Monatsanzeiger" veröffentlichter Anzeigen diverser Auftragnehmer der Bundesrepublik Deutschland  ausgesetzt. 
Der Bruder von Verteidigungsminister Franz-Josef Jung, Ludwig Jung, musste währenddessen seine Schuld beim "Wein panschen" eingestehen und hat seine Strafe heute akzeptiert.
Die Schwarzen kommen hier im Kreis also mal wieder ganz groß raus in den Gazetten...

Montag, Juli 23, 2007

Boulevard

So tragisch das auch ist: Wenn man schon solch einer Leidenschaft nach geht, hat dieser Tod in gewisser Weise doch durchaus "Stil"...

Gedenkflug nimmt tragisches Ende in Basel
(web.de) Ein geplanter Flug zur Erinnerung an die legendäre Atlantik-Überquerung des Luftfahrtpioniers Charles Lindbergh hat ein tragisches Ende genommen: Wenige Minuten nach dem Start stürzte der Schweizer Rekordflieger Hans-Georg Schmid mit seiner einmotorigen Propellermaschine auf ein Wohngebäude in Basel.
Wie die Polizei mitteilte, war der 59-Jährige auf der Stelle tot. Mindestens zwei andere Menschen, die sich in dem Gebäude aufhielten, seien verletzt worden. Die Ursachen für den Absturz waren zunächst unklar. Nach Angaben einer Sprecherin des Flughafens Basel-Mülhausen war der ehemalige Pilot der Schweizer Gesellschaft Swissair dort um 11.20 Uhr gestartet. Fünf Minuten später stürzte die Maschine ab. Schmid wollte die Route fliegen, die Lindbergh vor 80 Jahren - am 20. Juli 1927 - in umgekehrter Richtung genommen hatte. Außerdem wollte er mit dem geplanten 30-stündigen Non-Stop-Flug allein in einer kleinen Propeller-Maschine einen neuen Weltrekord aufstellen.
Einem Bericht der Straßburger Zeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" vom Wochenende zufolge wurde der zunächst bereits am Samstag geplante Abflug nach einer Panne beim Tanken verschoben. Die einmotorige Maschine war demnach eigens für den Memorial-Flug mit einem 1700-Liter-Tank ausgerüstet worden. Bei schwerem Schneesturm stürzte diese Maschine in den Bergen Afghanistans ab.
Der passionierte Schweizer Pilot hatte bereits im Jahre 2000 zwei Weltrekorde aufgestellt, die damals von der Internationalen Luftfahrt-Föderation (FAI) bestätigt worden waren: Dabei gelang ihm von Zürich aus eine Weltumrundung in östlicher Richtung in 192 Flugstunden. Für die zweite Phase des "Millennium Flights - twice around the World" in westlicher Richtung - und damit gegen die Windströmung - legte er die rund 44.000 Kilometer in 201 Flugstunden zurück.

Samstag, Juli 21, 2007

Gegenwind

"Ich war auf dem Weg von zuhause in die Stadt. Ich war eine Viertelstunde gegangen, als ich eine Zigarette rauchen wollte. Da von vorn starker Wind wehte, drehte ich mich um, zündete die Zigarette an und ging weiter. Meinen Fehler bemerkte ich erst, als ich weitere 15 Minuten später wieder vor meiner eigenen Wohnung stand."

- aufgeschnappt -

Freitag, Juli 20, 2007

Klimawandel now!

Gestern früh bei strömendem Regen in die Uni gesprintet, abends im Abendrot die Heimreise angetreten; heute morgen von heiterem Sonnenschein geweckt in die Uni gefahren, mittags bei strömendem Monsunregen, Hagel und Gewitter auf der Autobahn nach Hause gerutscht, heute Abend bei mildwarmer Abenddämmerung Unternehmsführung gelernt. Klimawandel, herzlich Willkommen!

Mittwoch, Juli 18, 2007

Jaja, die Statistik...

Das Abschlussgedicht des Prof. Dr. Schulze an uns Studenten zur heute für uns und ihn letzten Vorlesung "Statistik 1":

Ein Mensch, der von Statistik hört,
denkt dabei nur an Mittelwert.
Er glaubt nicht dran und ist dagegen,
ein Beispiel soll es gleich belegen:
Ein Jäger auf der Entenjagd
hat einen ersten Schuss gewagt.
Der Schuss, zu hastig aus dem Rohr,
lag eine gute Handbreit vor.
Der zweite Schuss mit lautem Krach
lag eine gute Handbreit nach.
Der Jäger spricht ganz unbeschwert
voll Glauben an den Mittelwert:
Statistisch ist die Ente tot.
Doch wär’ er klug und nähme Schrot
- dies sei gesagt, ihn zu bekehren -
er würde seine Chancen mehren:
Der Schuss geht ab, die Ente stürzt,
weil Streuung ihr das Leben kürzt.

Dienstag, Juli 17, 2007

Wolfgang wütet!

Aber um ihm Einhalt zu bieten, haben die Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis diese doch recht pfiffige Aktion DURCHGEFÜHRT (ich darf 'gestartet' nicht mehr schreiben, weil diese Aktion augenscheinlich ihren Ursprung woanders hatte).
PRESSEMITTEILUNG
Jusos: Grundgesetze für Schäuble

Die Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis zeigen sich entsetzt über die seit Monaten anhaltenden Vorschläge des Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble. „In den letzten Monaten hat Schäuble wiederholt Vorschläge in die Welt gesetzt, wie z.B. die Bundeswehr innerhalb Deutschlands einzusetzen oder nicht einmal verurteilte Terroristen gezielt zu erschießen. Offensichtlich hat man im Bundesinnenministerium vergessen, dass es ein Grundgesetz gibt, in dem Grundrechte für jedermann fixiert sind. Aber diesem Vergessen wollen wir Abhilfe schaffen“, so Carsten Sinß, Vorsitzender der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis.
Die Jusos starten deshalb die Aktion „Grundgesetze für Schäuble“ und rufen die Bevölkerung dazu auf, an dieser teilzunehmen. Dazu ist es schlicht und einfach nur erforderlich, dem Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ein Exemplar des Grundgesetzes zukommen zu lassen: Die Adresse lautet:Bundesministerium des Innern
- z.H. Herrn Wolfgang Schäuble -

Alt Moabit 101 D

10559 Berlin

Wer noch kein Grundgesetz besitzt, kann dies z.B. kostenlos bei der Bundeszentrale für politische Bildung (http://www.bpb.de) erhalten.


Nach Ansicht der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis sind die vorhandenen Eingriffsgrundlagen der Länder und des Bundes ausreichend, um die innere Sicherheit zu gewährleisten. Mängel hierbei könnten nicht durch populistische Gesetzesvorhaben, sondern eher durch die Beseitigung der immer stärker zunehmenden Unterfinanzierung von Polizei und Behörden behoben werden. „Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich beteiligen, umso deutlicher wird, was die Bevölkerung von den Vorschlägen Schäubles hält. Wir glauben, dass man dem Bundesinnenminister die Grundrechte in diesem Land wieder klar vor Augen halten muss, denn er scheint sie aus dem Blick verloren zu haben. Deshalb unsere Aktion ‚Grundrechte für Schäuble’ “, so Sinß für die Jusos abschließend.

Montag, Juli 16, 2007

Glück,...

....tritt ein!
So geschehen heute Nacht gegen 2.35 Uhr durch das geöffnete Fenster. Warten wir es mal ab, ob mein Besucher hält, was die Gerüchte so über ihn erzählen...anfangen könnte er ab dem 1.8. bei meinen Klausuren.

Sonntag, Juli 15, 2007

"Stirb langsam 4.0"

„Mc Clane ist zurück!!!“ Untermalt mit einer mitreißenden Jubel-Fanfare im Hintergrund und feurigen Actionszenen warben Trailer in den Tagen vor dem Kinostart von Stirb langsam 4.0 um die Gunst des potentiellen Kinogängers. Und das Herz des Action-Fans schlug höher, ist es doch nun schon 12 ganze lange Jahre her, dass Bruce Willis einen auf einem Bürostuhl sitzenden, getöteten Terroristen mit der Botschaft „Now I have a machine gun – Hohoho“ auf Fahrstuhlfahrt schickte und ähnliche „Späße“ trieb. Zugegeben: Es gab gute Gründe, diesem Film sehr skeptisch zu begegnen. Das Action-Genre hat sich seitdem substantiell weiter entwickelt und der bodenständige McClane, einst einmal selbst Gallionsfigur einer neuen Ära des Actionfilms, könnte da nur wie ein Relikt aus alten Tagen wirken.

Doch ebenso wie beim großartigen "Rocky Balboa" waren die Unkenrufe, dass hier ein Altstar auf dem Weg aufs Abstellgleis noch mal um jeden Preis etwas Kohle mit seiner einst größten Rolle machen will, verfrüht und nicht gerechtfertigt. Denn "Stirb langsam 4.0" erweist sich als ein erstklassiger Actionfilm. Druck lastet wohl auf jeder Filmcrew, die eine 12 Jahre alte Filmreihe zu einer neuen Fortsetzung bringen will. Einerseits will man die Geschichte möglichst nahtlos fortführen und die Atmosphäre beibehalten, andererseits soll der Film so modern wie möglich wirken. Einige Fans der ersten beiden Teile mögen daher enttäuscht sein und die beengende Atmosphäre eines Wolkenkratzers oder eines Flughafens vermissen, die ja schon in Teil 3 aufgegeben wurde. Tatsache ist aber, dass sich der vierte Teil der "Stirb Langsam"-Reihe ein gewisses Maß an Aktualität an den Tag legen will. Und das tut er, mit fast schon lehrhaftem Charakter. Denn der terroristische Angriff auf das gesamte computergesteuerte System am Unabhängigkeitstag macht dem Zuschauer unweigerlich klar, wie abhängig der moderne Mensch eigentlich von Technik ist. Umso passender tritt dabei der altgediente Charakter John McClane auf, der sich nun mal gar nicht mit all dem technischen Firlefanz der modernen Welt anfreunden kann.

Das alte Kernprinzip der Reihe, McClane "zur falschen Zeit am falschen Ort" zu haben, um ihn unfreiwillig ins Abenteuer zu schicken, findet auch hier Verwendung: McClane soll einen jungen Hacker zur Vernehmung zum FBI bringen, doch als er den Verdächtigen Matt Farrell (Justin Long) einsammeln will, muss er diesen erstmal vor einem mehrköpfigen Killer-Kommando retten. Wie sich herausstellt, hat Matt unwissentlich bei den Vorbereitungen eines gigantischen Hack-Angriffs geholfen, dessen Hintermänner nun alle Spuren beseitigen wollen, bevor sie das gesamte Land in Chaos stürzen. Und das gelingt auch: Die Cyber-Terroristen, angeführt von Thomas Gabriel (Timothy Olyphant) übernehmen binnen kürzester Zeit die Kontrolle über so gut wie alle staatlichen Computer-Systeme und damit die komplette Infrastruktur: In der Verkehrskontrolle werden alle Ampeln gleichzeitig auf Grün gestellt, so dass es an jeder Straßenecke scheppert. An der Wall Street werden die Kurse falsch ausgegeben, und der Finanzmarkt verfällt in Panik. In sämtlichen Regierungsgebäuden wird Anthrax-Alarm ausgelöst. Und auf allen Fernsehkanälen laufen Drohbotschaften vom Untergang der öffentlichen Ordnung.

Das ist zwar einerseits spektakulär anzusehen, wirkt andererseits aber auch wirklich unheimlich, wenn höchst effektiv die Komplett-Vernetzung des digitalen Zeitalters als Achilles-Ferse unserer Gesellschaft vorgeführt wird und jeder Zuschauer im Saal denkt, dass könnte doch alles auch wirklich passieren.
Da hat es dann auch tatsächlich eine überzeugende innere Logik, dass es ein abgelegtes altes Eisen wie McClane braucht, um der modernen Hightech-Gesellschaft „den Arsch“ zu retten. "Stirb langsam 4.0" zieht seinen besonderen Charme aus eben diesem Anachronismus zwischen seinem Helden und der Welt, in der er sich bewegt. Darum macht es auch absolut Sinn, McClane mit dem jungen Hacker Matt einen Abgesandten des Cyber-Zeitalters als Buddy an die Seite zu stellen (der kann sich dann um den ganzen Computer-Schnickschnack kümmern, von dem McClane wirklich gar nichts versteht, während dieser seine ordentliche Handarbeit verrichtet).

Der Film nimmt das fortgeschrittene Alter seines Helden immer wieder offensiv auf und bedient McClane konsequent als ein eigentliches Auslaufmodell, dessen altgediente "Es ist ein dreckiger Job, aber irgendwer muss ihn ja machen"-Attitüde ihn auch hier wieder zu einem komplett glaubwürdigen, unfreiwilligen Helden macht.

Auch wenn Bruce Willis nicht ganz so grazil unterwegs ist wie so manch anderer, leistet er schauspielerisch dafür umso mehr. Wieder einmal schafft er es, in der Rolle des Cops John McClane voll zu überzeugen und es scheint so, als ob er in den vergangenen 12 Jahren nichts verlernt und noch nicht sein ganzes Pulver verschossen hätte. Gelassen wie immer schmettert er sein "Jippieh ey yeah, Schweinebacke" ( „richtig geschrieben…?!“ ). Und seine Stunttauglichkeit scheint trotz des fortgeschrittenen Alters noch einwandfrei zu sein. Während er in seiner Veteranenrolle routinierter denn je wirkt, macht auch sein Gefährte Justin Long eine recht gute Figur neben ihm. Einziger Wehmutstropfen ist da Timothy Olyphant als Thomas Gabriel, der seiner Rolle als Bösewicht nicht vollkommen gerecht wird.

"Stirb Langsam" war zwar nie als Komödie angelegt – dennoch finden sich zahlreiche Stellen, bei denen man sich wie bei den Vorgängern schon auch im vierten Ableger der Reihe ein Schmunzeln oder Lachen nicht verkneifen kann. Dieses kommt zum einen von der unglaublichen Gelassenheit, die Bruce Willis an den Tag legt. Immer einen coolen Spruch parat, hagelt es nur so sarkastische bzw. zynische Bemerkungen. Der Humor orientiert sich dabei wohl eher am dritten Teil der Serie, denn auch hier tritt wieder ein Protagonistengespann auf, das mit seiner Verschiedenheit die Stimmung auflockert. Diesmal rührt die Unterschiedlichkeit nur nicht daher, dass der Zuschauer es mit verschiedenen Hautfarben zu tun hat, sondern mit dem Zusammentreffen von völlig verschiedenen Generationen: Auf der einen Seite eben der alte, technisch zurückgebliebene Cop, Seite an Seite mit dem bereits erwähnten jungen Computerfreak. Da bildet sich schon mal ein großes Missverständnispotential, das sich in dem sich der ein oder andere Lacher entladen kann.

"Stirb langsam 4.0" lebt von zahlreichen solch großartigen Einzelmomenten, nicht nur in Bezug auf ironische Old School-Anspielungen, sondern auch in Form von herausragenden Action-Szenen, die für sich allein genommen jeden Genre-Film ausgezeichnet hätten. Die cleveren und spektakulären Ideen, mit denen sich McClane gerade in der ersten Filmstunde aus so mancher Bredouille befreit, sind brillant konstruiert, strotzen vor Einfallsfreude seitens der Filmemacher und lassen den Kinosaal immer wieder in überraschter Begeisterung aufleben. Eine kurze Sequenz in einem Verkehrstunnel bietet dabei einige der besten Action-Momente der jüngeren Leinwand-Geschichte.

Wenn sich der Film mit der Involvierung von McClanes Tochter Lucy (den man im übrigen wahrscheinlich nicht als Schwiegerpapa haben möchte, wie der Anfang des Films demonstriert…! :D) im Schlussdrittel dann auch auf den alten Reihen-Standard beruft, nämlich McClane letztendlich ein persönliches Motiv für sein „Heldentum“ zu geben, ist deutlich spürbar, wie "Stirb langsam 4.0" entlang bewährter Pfade austrudelt.
Was nicht heißen soll, dass der Film in seiner zweiten Hälfe langweilt: Der Unterhaltungsfaktor ist immer noch konstant hoch, und kleine Bonbons wie der späte Gastauftritt von Independent-Held Kevin Smith (Silent Bob!!) als Hacker, der noch bei seiner Mutter im Keller wohnt, sorgen zusätzlich für gute Laune.

Und wenn schließlich der Abspann ansetzt und dazu Classic-Rock von Creedence Clearwater Revival läuft, dann ertappt man sich trotz aller ursprünglicher Skepsis dabei, an der Rückkehr von John McClane richtig viel Spaß gehabt zu haben – und ihn jetzt schon wieder zu vermissen. Jippieh ey yeah, Schweinebacke!!!


Original: Live free or die hard
Regie: Len Wiseman
Drehbuch: Mark Bomback
Cast: Bruce Willis, Justin Long, Timothy Olyphant, Cliff Curtis, Maggie Q, u.a.
Spielzeit: 129 min.
Kinostart: 27.06.2007
Homepage: www.stirblangsam4.de

Samstag, Juli 14, 2007

Tarantino is back/Rambo Turkiye

Ich sag nur so viel: Ich kenn seit heute den neuen Tarantino....und es bleibt dabei: Er ist einfach der Godfather of directory!!!!

Aber unter Atatürk's Banner arbeitet die Konkurrenz auch schon kräftig daran, um diesen Thron zu erobern :-)

Donnerstag, Juli 12, 2007

90 Minuten Entertainment

Der König unter den Professoren im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften – und das schon seit Jahren, wie das alljährlich stattfindende Dozentenranking innerhalb der Studierendenschaft belegt – ist Prof. Dr. M. Schulze, Inhaber des Lehrstuhls für Statistik und Ökonometrie.Habe an dieser Stelle ja schon das ein oder andere Mal ein Zitat oder eine Aktion von ihm zum besten gegeben. Heute schließlich (nach einer Feueralarmübung, bei der wohl ca. 400 Studenten qualvoll verbrannt wären im Echtfall) begann die Vorlesung zunächst einmal ganz locker, in dem er die maximale Konzentration nach kurzer Fachsimpelei und eher fragwürdigen und skeptischen Blicken der Studierendenschaft mit dem Ausspruch „Na das Kapitalistenschwein hat das gesamte Einkommen und die anderen nix“ auch dem allerletzten Studenten plausibel machen konnte.Die Krönung der heutigen 90 Minuten war dann allerdings seine Weckaktion gegenüber einer jungen Kommilitonin, die während der Vorlesung doch tatsächlich entschlafen war. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber das wäre für mich die schlimmste Fortsetzung eines Traums hin zu einem realen Alptraum, wenn ich aus meinen sanften Träumen langsam erwache neben mir ein Professor sitzt mit einem Mikrofon unter der Nase und der Aufforderung, vor 1.200 Augen mal eben eine Wahrscheinlichkeit auszurechnen...

Mittwoch, Juli 11, 2007

Schallmauer

Der gute, alte Fi(r)esta(r). Frohen Mutes habe ich mich gestern auf die Fahrt nach Frankfurt gemacht, wo mein Baby irgendwo auf der A 3 die magische Grenze von "99999" Kilometern überschritten hat - und das nun bereits zum zweiten Mal. Heißt: Fi(r)sta(r) III ist jetzt im ehrenwerten Club der 200.000er angelangt...toitoitoi für die nächste "Nullung".

Dienstag, Juli 10, 2007

Charakter

"Das Gesicht eines Menschen erkennst du bei Tag, seinen Charakter im Dunkeln."

- unbekannt -

Montag, Juli 09, 2007

Das sind se'

Die Entscheidung ist gefallen: In Lissabon wurden am 7.7.07 die sieben neuen Weltwunder vorgestellt, nachdem in einer Internetwahl weltweit über 70 Millionen Menschen abgestimmt hatten. Und das sind die Gewinner:

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Mexico: Ruinenstätte der Maya
In Mexico auf der Halbinsel Yukatan liegt Chichen Itza, die Ruinenstätte der Maya. Die Tempelstadt wurde im fünften Jahrhundert vom Volk der Maya erbaut und gehört heute zum Weltkulturerbe. Bewohnt wurde sie nur von Priestern und hohen Regierungsmitgliedern, die Bauern wohnten weiterhin in einfachen Strohhütten.

Agras: Taj Mahal
Im 17. Jahrhundert ließ der indische Mogul Shah Jenan das Taj Mahal zum Gedenken für seine verstorbene Frau Mumtaz Mahal errichten. Über fünfzehn Jahre lang arbeiteten mehr als 20.000 Handwerker an der Fertigstellung des Mausoleums im Jahre 1648. Beim Bau des Taj Mahal wurden Baumaterialien aus ganz Asien verwendet, die erst mühsam herbei geschafft werden mussten. Dafür wurden über 1000 Elefanten benötigt.

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Rom: Kolosseum
Das Kolosseum ist eines der berühmten Wahrzeichen der Stadt Rom und der größte geschlossene Bau der römischen Antike. Die Eröffnungsfeier dauerte 100 Tage und von Anfang an fanden vor bis zu 73.000 Zuschauern grausame Gladiatorenkämpfe statt. Während das Kolosseum im Mittelalter als Wohnanlage genutzt oder von Päpsten als Steinbruch für ihre Gebäude genutzt wurde, besannen sich die Römer im 19. Jahrhundert auf den archäologischen Wert des Kolosseums und begannen mit der Sicherung.

Machu Picchu: Ruinenstadt
Die Ruinenstadt Machu Picchu (Peru) liegt gut versteckt inmitten von dicht bewachsenen Bergen auf rund 2300 Metern. Durch die verstecke Lage wurde Machu Picchu erst im Jahr 1911 entdeckt. Erbaut wurde die Stadt wahrscheinlich von einem Herrscher der Inka im 15. Jahrhundert. Wie auch viele der anderen potentiellen neuen Weltwunder zählt die Ruinenstadt Machu Picchu mit den 216 Bauten zum Weltkulturerbe.

China: Chinesische Mauer
Mit 6350 Kilometern Länge ist die Chinesische Mauer das größte Bauwerk der Welt. Eigentlich besteht sie aus zwei parallel laufenden Mauern, deren Zwischenraum ursprünglich nur mit Erde und Gestein gefüllt wurde, um die Baukosten möglichst gering zu halten. Heute ist die Chinesische Mauer teilweise in einem sehr schlechten Zustand. Nur nahe großer Touristenzentren wurde sie teilweise restauriert.

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Rio de Janeiro: Christus-Statue
Hoch über der Stadt Rio de Janeiro (Brasilien) thront auf dem Berg Corcovado das Wahrzeichen der Stadt: die Christus-Statue. Nur eine kleine Zahnradbahn und eine Serpentinenstraße führen die 710 Meter hinauf, wo man die Statue mit den ausgebreiteten Armen aus der Nähe begutachten kann. Die 30-Meter-hohe Statue wurde 1931 eingeweiht.

Petra: Felsenstadt
Die verlassene Felsenstadt Petra (Jordanien) war in der Antike die Hauptstadt der Nabatäer. Die Grabtempel und Fassaden wurden direkt aus Felsen gemeißelt. Aufgrund dieser Einzigartigkeit gilt sie als bedeutendes Kulturdenkmal. Die beeindruckende Kulisse tauchte auch schon in einem Indiana-Jones-Film auf.

Sonntag, Juli 08, 2007

Durchbruch

Schon mal bei blassem Mondlicht eine Matrix invertiert...?
Seit heute Nacht, 3:28 mitteleuropäische Zeit, sehe ich Licht am Horizont: Laplace, Gauß, Sarus, Cramer. Ob Matrizen invertieren, Determinanten berechnen oder Definitheit überprüfen – wir sehen uns am 8.8. in der Klausur.

Samstag, Juli 07, 2007

Jippiehyayeah, Schweinebacke!

Heute geht's in "Stirb langsam 4.0". War ja fast ne andere Generation, als damals 1995 der bis dato letzte dritte Teil abgedreht wurde, weshalb ich John Mc Clane alias Bruce Willis heute auch das erste Mal von der Kinoleinwand aus "Jippiehyayeah, Schweinebacke" sagen hören werde.

Passiert...

"Weine nicht, weil es vorüber ist. Lächle, weil es überhaupt passiert ist." 

- Gabriel Garcia Marquez -

Freitag, Juli 06, 2007

"Circus Maximus is' nix dagegen!"

Über 100 grölende Leute auf ca. 20 Quadratmeter, Pogo zu lautem Punk-Rock, Stage-Diving von der Bühne bis zur Theke - das gibt's nur im Perron. Und "Man-e-faces" roooockt!!!!!!

Donnerstag, Juli 05, 2007

Tischnachbar

Klassischer Zonk, als ich heute nach 20 Minuten EDV-Vorlesung den Hörsaal verlassen will. Zunächst klappe ich die Tischbank um und haue damit meinem Nachbarn unmittelbar gegen das Knie, was dieser auch mit entsprechend schmerzverzerrtem Gesicht „registriert“. Als ich dann an ihm vorbeigehe, werfe ich auch noch seine Vorlesungsunterlagen hinunter – tja, so schnell kann man sich unbeliebt machen.

Mittwoch, Juli 04, 2007

Jürgen W.M. - wo landet er wohl...?

Neulich in der TAZ :D

DAS ALLERLETZTE - TAZ, 29.06.2007

Möllemann im Himmel: "Ha! Mich kriegt ihr nicht!"
(Auf der flauschig-freiheitlichen FPD-Wolke, reserviert für verdiente Liberale, hockt am Rande des Abgrunds Jürgen W. Möllemann und zupft auf seiner Harfe...)
Theodor Heuss (1963): Saaag mal, Jürgen, hast du heute schon in die Bild geschaut?
Jürgen W. Möllemann (müde): Mein Abo ist vor vier Jahren abgelaufen, warum? Hat er wieder was Dummes angestellt, der Westerwelle?
Theodor Heuss (altersmilde): "Diesmal geht es um etwas Dummes, das du angestellt haben sollst, lieber Jürgen."
Jürgen W. Möllemann (aufbrausend): "Ja klar, wie früher! Wenns klappt, war es die Partei. Und wenn irgendwas schiefgeht, wars der Möllemann! Was kochen sie denn diesmal auf? Die Briefbogenaffäre?"
Ignaz Bubis (1999): J"ürgen, Jürgen, Mannomann, du änderst dich wohl nie, was? Muss ich dich wirklich daran erinnern, dass du mal von einem israelischen "Vernichtungskrieg" gegen die Palästinenser gesprochen hast?"
Jürgen W. Möllemann (sachlich): "Nein, ich erinnere mich noch genau! Die notwendige öffentliche Diskussion zu diesem Thema ist in Deutschland damals leider von der zionistischen Lobby verhindert worden."
Ignaz Bubis (wendet sich ab und schlurft seufzend weiter): "Du lernst es nicht mehr. Ihr lernt es alle nicht mehr. Euch ist nicht zu helfen, ihr Arschgeigen?"
Erich Mende (1998): "Ach Gottchen, welche Laus ist denn dem Ignaz über die Leber gelaufen? Jürgen, warst du das? Du sollst ihn doch nicht dauernd triezen!"
Theodor Heuss (zeigt Mende die Zeitung): "Da steht, dass unser Jürgen hier Selbstmord begangen hat, als er damals mit dem Fallschirm abgestürzt ist. Da ist nämlich ein Video aufgetaucht."
Wolfgang Mischnick (2002): "Wie? Was? Die FDP in der Presse? Wahnsinn!Hat irgendwer meine Lesebrille gesehen?"
Erich Mende (liest vor): "Die Maschine ? schraubt sich auf 4.100 Meter Sprunghöhe. Möllemann sieht immer wieder nervös aus dem Fenster. Er wirkt entschlossen, als habe er etwas vor."
Jürgen W. Möllemann (geduldig): "Ich hatte vor, mir das Leben zu nehmen. Wie hätte ich denn sonst aus dem Fenster gucken sollen? Winkend?" (winkt)
Theodor Heuss (streng): "Selbstmord? Ernste Sache. Gerade hier oben im Himmel wird das ja gar nicht gerne gesehen."
Wolfgang Mischnick (jetzt mit Lesebrille, liest halblaut vor): "Tatsächlich sprachen die politischen Umstände schon damals für Selbstmord: Nach monatelangem Streit um ein anti-israelisches Flugblatt und illegal gestückelte Parteispenden" und so weiter und so weiter?"
Günther Rexrodt (2004): "Wenn ich die Herren darauf aufmerksam machen dürfte, dass es am Ende mir oblag, die finanziellen Verbindungen von Jürgen Möllemann im Rahmen der "Flugblatt-Affäre" aufzuklären. Es ging auch um Betrug! Um Steuerhinterziehung! Um Untreue!"
Wolfgang Mischnick (versonnen): "Untreue? In der FDP? Das gabs zuletzt 1982?"
Friedrich Naumann (1919): "Effdehpeh? Was ist das?"
Jürgen W. Möllemann (patzig): "So heißt heute der intrigante Sauhaufen, verehrter Herr Geheimrat Naumann, den Sie einst unter dem Namen Deutsche Demokratische Partei (DDP) zu gründen halfen."
Theodor Heuss (gekränkt): "Na, na, na, nimm mal den Mund nicht so voll. Wenn ich das richtig sehe, dann hat der Bundestag sogar kurz vor deinem Tod deine Immunität als Abgeordneter aufgehoben. War das der Grund - die Angst vor Strafverfolgung, Knast, Schande?"
Jürgen W. Möllemann (anspielungsreich): "Vielleicht, lieber Theodor, vielleicht. Aber klar: Andere Leute, lieber Theodor, unterschreiben im Reichstag sogar Ermächtigungsgesetze, ganz ohne Gewissensbisse, stimmts? Eifersucht, Feigheit, Dummheit und Trägheit großer Teile der Parteiführung haben mich ins Grab gebracht!"
Thomas Dehler (1997): "Entschuldigen Sie, wenn ich mich als einer der Väter des Grundgesetzes einmische. Wir sind doch alle Liberale, das sollten wir nicht vergessen! Noch einmal: Wir sind die Hüter des richtigen Gedankens!"
Jürgen W. Möllemann: Genau! Und mir haben wir unsere größten Erfolge zu verdanken!
Erich Mende (grübelnd): "War nicht ich es, der bei der Bundestagswahl 1961 knapp 13 Prozent für die FDP erreicht hat? Das beste Ergebnis aller Zeiten?"
Friedrich Naumann (verwirrt): "Bun? Destag? Swahl?"
Rudolf Augstein (2002, kommt atemlos angerannt): "Ey, ihr Flaschen! Habt ihr auch schon das investigative Möllemann-Video auf meiner informativen Webseite gesehen?"
Jürgen W. Möllemann: "Spiegel Online? Was zum Teufel??"
(Es blitzt, donnert und kracht!)

Mephisto: "Hallihallo! Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets die Freiheit will und doch nur Unfug schafft! Altes FDP-Mitglied übrigens! Und ich bin hier, weil ich mich um den Jürgen kümmern muss. Wie der Herr Heuss schon sagte: Selbstmörder haben hier oben nichts verloren?"
Jürgen W. Möllemann (kurzentschlossen): "Ha! Mich kriegt ihr nicht!" (er zögert, pustet die Backen auf, springt von der Wolke)
Günther Rexrodt (hinterherschauend): "Nun ist der Fall wohl endgültig abgeschlossen."
Mephisto: "Da kennt ihr mich aber schlecht. Seht nur, dort! Jetzt geht sein Fallschirm auf?"

Dienstag, Juli 03, 2007

Im Kanon

Alle Jahre wieder hallt es aus tausenden von Mündern "Aaaahhh" und "Ooooohhhhh", wenn die ersten Vorboten des traditionellen Abschlussfeuerwerks des Sektfests den Himmel erhellen. Amatuerhaft war der nicht aufgeladene Akku meiner Digital-Kamera heute leider sehr schnell leer, so dass ich hier nur vier Bilder von diesem doch jedes Jahr immer wieder schönen Ereignis liefern kann: 1,2,3,4

Dafür hier aber der Link zum letztjährigen Post mit Bildern.

Montag, Juli 02, 2007

Klausurvorbereitung

Noch genau ein Monat bis zur ersten Klausur – höchste Zeit, in die „warme“ Lernphase einzusteigen, schließlich müssen ca. 1.000 Seiten Skript in die Birne geprügelt werden. Aus diesem Anlass habe ich mal einen alten Artikel von mir aus meiner ABI-Zeit rausgekramt und etwas auf meine aktuelle Situation „modifiziert“.

Die 8 Phasen der Klausurvorbereitung

1. Diesmal beginne ich rechtzeitig
Am Anfang der Planung sind die Studenten ziemlich optimistisch. Immerhin besteht die Aussicht, dass Mensch wenigstens dieses Mal auf sinnvolle und systematische Weise arbeitet. Obwohl er um keinen Preis der Welt bereit ist, gleich an die Arbeit zu gehen, rechnet der Student dieser Phase fest damit, dass der Arbeitswahn irgendwann spontan über ihn kommt. Bald.

2. Ich werde gleich was tun
Der Zeitpunkt für einen wirklich frühzeitigen Beginn ist nun verstrichen. Die Illusion, diesmal ein perfektes Timing hinzukriegen schwindet. Parallel dazu wird der Druck, anzufangen intensiver. Aber die Deadline ist noch nicht in Sicht. Gleich geht’s los.

3. Was soll ich nur tun wenn ich jetzt nichts tue?
Während die Zeit ungenutzt dahin zieht, hat sich die Frage eines rechtzeitigen Beginns endgültig erledigt. Diese Hoffnung ist dahin – dafür kommen Visionen. Der Student malt sich aus, wie es wäre, wenn die Prüfung über Nacht abgeblasen oder – noch besser – verschoben würde, ohne dass irgendwer gemerkt hätte, dass erschon wieder nicht in die Hufe gekommen ist. Er beruhigt sich mit der Vorstellung, in mörderischen Nachtschichten alles bisher Versäumte nachzuholen – demnächst! Er entwickelt eine komplizierte Ausreden-Logistik. Trotzdem: Noch könnte er die Vorbereitung termingerecht abschließen.

4. Ich tue jetzt was anderes
Fast alle Studenten beginnen in diesem Stadium mit hektischen Aktivitäten, die alles Mögliche betreffen, nur nicht die Vorbereitung. Sie setzen alle ihre angesammelten Kräfte daran, den Schreibtisch endlich vollständig zu säubern. Sie nehmen sich längst abgelegter Arbeiten an. Sie füllen ihre Zeit mit Dingen, die ihnen wirklich unangenehm sind - bloß, um die Prüfungsvorbereitungen zu verdrängen.

5. Ich habe auch ein Recht auf Freizeit
Der Emotionshaushalt des Studenten ist nun äußerst fragil. Einerseits ist es ihm gelungen, sich selbst zu belügen. Andererseits wachsen die Schwierigkeiten bezüglich der Zusammenfassung mit jeder Stunde. In dieser Phase neigt der Student zu tollkühnem Eskapismus: Angesichts all der Anforderungen, die an ihn gestellt werden, manifestiert sich nun das Gefühl, mindestens einmal ein Recht auf Freizeit und Vergnügen zu haben. Die Prüfung, redet er sich ein, ist bloß ein Klacks, wenn er sich vorher erstmals was gönnen kann. Jetzt fahren die Studenten erst mal nach Hause, gehen ins Kino oder betrinken sich vorsätzlich.

6. Es ist immer noch etwas Zeit
Obwohl er sich nach diesen Vergnügungen schuldig fühlt, und obwohl ihm der Boden jetzt jeden Moment unter den Füssen wegzubrechen droht, setzt der Student immer noch auf Zeit. Er ist allerdings sicher, dass er demnächst in einen geradezu tierischen Arbeitsrausch verfallen wird. Jetzt konzentriert er sich darauf, Zwischenergebnisse vorzutäuschen. “Ja, ja, ich bin mittendrin..” ist in dieser Phase ein Standardsatz. Nebenfronten werden eröffnet. “Ich bin gerade auf einen interessanten Aspekt gestoßen...”, versucht er den Mitstudentenweiszumachen.

7. Mit mir stimmt etwas nicht
Gleichzeitig plumpst er jetzt in tiefe Depressionen. Die Prüfungstermine sind zum Greifen nahe - aber unser Student hat so gut wie nichts in der Hand. Selbstvorwürfe und Selbstzweifel holen ihn ein. Er ist überzeugt, dass ihm einfach fehlt, was alle anderen aufweisen können: Disziplin, Mut, Grips!

8. Der Showdown – ich werde panisch
An diesem Punkt muss der Student seine Entscheidung treffen: Das sinkende Schiffverlassen oder bis zum Ende durchhalten. Der Druck ist so groß, dass er es nicht mehr aushält, auch nur eine einzige weitere Sekunde auf Kosten der Vorbereitung zu verlieren. Sämtliche Fremdeinflüsse werden ausgeschaltet. Der Student wäscht sich nicht mehr, verweigert die Nahrungsaufnahme, meidet die Wirtschaften und unterdrückt den Pinkelzwang. Ohne Wenn und Aber wirft er sich jetzt in die Schlacht. Energiehormone werden in Extradosierungen ausgeschüttet. Die Arbeit geht voran. Die Gewissheit, die Prüfung doch noch durchstehen zu können ist da. Die Arbeit ist schwierig und schmerzhaft- dennoch gerät der Student nun in die euphorische Phase. Es ist genau dieser Rausch, den er eigentlich sucht. Das Gefühl, es gerade noch einmal zu schaffen. Dazu das Bewusstsein, in Besitz von Riesenkräften zu sein: Seht, das Ergebnis ist gar nicht so schlecht! Erst recht, wenn man bedenkt, dass keine Zeit mehr war. Ein anderer hätte das in der vorgegebenen Zeit auch nicht besser hingekriegt.

Sonntag, Juli 01, 2007

Storys from the gasstation

Knapp sechs Jahre nach dem 11. September 2001 wäre heute beinahe mein persönlicher Umsatz-Rekord innerhalb einer Tankstellenschicht gebrochen worden. Aber nicht nur, dass die Hölle los war, was natürlich kausal mit den günstigen Spritpreisen zusammenhängt: Die Leute mussten heute auch zweimal ihre Geldbörse vergessen und zweimal die falsche Zapfsäulen bezahlen, was beim Umbuchen mit 20 Leuten in der Schlange und Autos auf der B 42 natürlich ne Menge Spaß macht. Wenn ich im übrigen weniger als ich ursprünglich getankt habe bezahle, kann ich das ja noch irgendwie nachvollziehen – wenn ich aber für 15 Euro Super tanke und ne Diesel-Rechnung für knapp 80 Euro ohne Murren bezahle, lob ich mir doch das Vertrauensbewusstsein der Menschen ;-)