Freitag, November 30, 2007

Heimatverbundenheit

In der heutigen Vorlesung von Produktionswirtschaft, in der es im Rahmen einer Fallstudie zum Thema "Strategisch-taktisches Produktionsmanagement" um die Qualitätsansprüche und zukünftige strategische Ausrichtung eines mittelständischen französischen Weinbauunternehmens ging, habe ich mal eben vor gut 300 Zuhörern mit meinen Kenntnissen über die heimische Rheingauer Weinvermarktung geglänzt, was den Dozenten in der anschließenden Erwiderung auch gleich noch zu dem Versprecher "Weingau" veranlasst hatte :-). Daneben fand ich aber das von einer Kommilitonin gewählte Beispiel mit Rheingauer und kalifornischem Wein zur Erläuterung eines Substitutionsguts eher misslungen. Denn wer einmal echten Rheingauer Wein getrunken hat, sieht diese amerikanische Pansche doch nicht ernsthaft als ein Substitut an, was ich auch glaubhaft mit Argumenten untermauern konnte. :-)

Anschließend ging es dann zurück an die alte Wirkungsstätte - denn die Rheingauschule feierte ihren alljährlichen Weihnachtsbasar, der abermals eine Vielzahl an alten Gesichtern - seien es ehemalige Lehrer oder Mitschüler - anlockte und die Möglichkeit für interessante und humorvolle Gespräche bereithielt. Schulzeit war eben doch irgendwie die schönste Zeit im Leben...

Donnerstag, November 29, 2007

So wach warst Du noch nie!

Die Vorlesung "Absatzwirtschaft-Marketing" im RW 1, 16.00-18.00 Uhr, plätschert so langsam vor sich hin, die Aufmerksamkeit des Großteils der Zuhörerschaft lässt merklich nach, die ersten Kommilitonen verlassen dem Feierabend nachstrebend den Hörsaal. Eine junge Studentin, ca. 3 Reihen vor mir sitzend, lässt sich vom Vordermann, wohl als angekündigtes Mittel gegen die Langeweile, dessen Laptop reichen, steckt sich die angeschlossenen Kopfhörer ins Ohr und startet ein Video. Kurze Zeit später schreit sie - unter den überraschten Blicken des gesamten Auditoriums inklusive der Dozentin - laut auf, gefolgt von einem inbrünstigen Lachen ihrerseits und der benachbarten KommilitonInnen. Aber was war passiert? Seht selbst ;-)

Mittwoch, November 28, 2007

Der Mankiw

Mankiw, das ist für Volkswirte in etwa gleichbdeutend mit der Bibel bei den Christen. Ob es an solchen Formulierungen liegt?!:
"Nach einem alten sarkastischen Spruch kann sogar ein Papagei zum Ökonomen werden, wenn er lernt 'Angebot und Nachfrage' zu sagen. (...) Die Analysewerkzeuge von Angebot und Nachfrage schaffen Zugang zu den meisten höchst bedeutsamen Ereignissen und Politikmaßnahmen einer Volkswirtschaft. Damit sind Sie nun auf einem guten Weg, ein Ökonom zu werden (oder zumindest ein gebildeter Papagei)."

Dienstag, November 27, 2007

Louis kämpft!

Unser verkappter Mentaltrainer Dr. Louis Velthuis (muss man live erlebt haben bzw. Dr. Louis kennen, um über das folgende aus vollem Herzen lachen zu können) heute kränkelnd in der Vorlesung "Internes Rechnungswesen" zum Auditorium: "Wenn ich heute vorher -hust- abnippel, ist der ausgefallene Stoff -hust- nicht klausurrelevant (Jubel im Auditorium). Aber Sie werden sehen: ICH WERDE KÄMPFEN!!! (Stille im Auditorium)"

Montag, November 26, 2007

Linksruck

Die Jusos geben sich eine neue Vorsitzende und bekennen sich klar zu einem Linksruck IN der SPD - und notfalls auch GEGEN die SPD. Auch die Medien wissen noch nicht so recht, was sie von der neuen Vorsitzenden Fransziska Drohsel halten sollen, unsere Delegierte Karin Kaiser aus dem Rheingau-Taunus-Kreis aber umso mehr...vielleicht hätte ich unseren diesjährigen Juso-Aprilscherz ja doch wahr machen sollen...

Sonntag, November 25, 2007

Trinkt aus, Piraten, Yo Ho!

Yo Ho, Yo Ho! A pirate's life for me.
We pillage, we plunder, we rifle and loot. Drink up me 'earties, Yo Ho!
We kidnap and ravage and don't give a hoot. Drink up me 'earties, Yo Ho!
Yo Ho, Yo Ho! A pirate's life for me.
We extort, we pilfer, we filch and sack. Drink up me 'earties, Yo Ho!
Maraud and embezzle and even hijack. Drink up me 'earties, Yo Ho!

Yo Ho, Yo Ho! A pirate's life for me.
We kindle and char, inflame and ignite. Drink up me 'earties, Yo Ho!
We burn up the city, we're really a fright. Drink up me 'earties, Yo Ho!

We're rascals, scoundrels, villans and knaves. Drink up me 'earties, Yo Ho!
We're devils and black sheep, really bad eggs! Drink up me 'earties, Yo Ho!

Yo Ho, Yo Ho! A pirate's life for me.
We're beggars and blighters and ne'er-do-well cads. Drink up me 'earties, Yo Ho!
Aye! But we're loved by our mommies and dads!
Drink up me 'earties, Yo Ho!

Samstag, November 24, 2007

Storys from the gasstation

So einer wollte ich ja nie werden, der sich über die Nachfolger-Generation aufregt und sagt: "Früher, da war alles besser!" Aber wenn ich sehe, wie zwei kleine pubertierende Mädchen, ca. 1,60 m groß, in bauchfreien Tops und Miniröcken, wo der noch vorhandene Stoff  nicht mal als Putzlumpen ausreichen würde, an der Tanke nach Alkohol und Zigaretten fragen, sich über ihre „F**** von Schwester“ aufregen und den „Wi***** von Ex-Freund“, der gestern schon wieder „ne Olle flach gelegt hätte“, kommt man schon ein wenig in’s Grübeln und lässt die eigene Jugend Revue passieren...

Donnerstag, November 22, 2007

Basisdemokratie mal anders

Ärgern Sie sich darüber, dass es zu wenig Volksentscheide gibt? Würden Sie sich gerne in die Arbeit einer Partei einbringen, haben aber keine Lust, jahrelang unnötige Zeit in Versammlungen zu verbringen? Leben Sie in Australien? Sehr gut! Denn in Australien wurde die erste "Partei 2.0", die Internetpartei "Senator On-Line", gegründet. Auf deren Webseite wird versprochen, dass die Mitglieder der Partei, wenn sie ins Parlament gewählt werden sollten, vor jeder Abstimmung im Parlament die Mitglieder der Partei um ein direktes Voting bitten und nach der Mehrheit des Votings im Parlament wählen. Zwar sehr anfällig für kurzfristig aufkeimende populistische Tendenzen in der Bevölkerung bzw. Anhängerschaft, aber dafür auch wahrhaft basisdemokratisch...

Nach alt bewährter basisdemokratischer Tradition verlief hingegen die nicht minder erwähnenswerte Jahreshauptversammlung der Juso-AG Eltville.

Mittwoch, November 21, 2007

AA

...steht für "Auswärtiges Amt" und gehört nun zu einem der Zukunftsträume, die ich mir nach einem heutigen Vortrag des Botschafters a.D. Günter Knieß im Rahmen der Jobmesse an der Universität Mainz wohl mehr oder weniger abschminken kann. Horrende Anforderungen an Fremdsprachenkenntnisse werden mich später also nicht den Nahen Osten befrieden oder Nordkorea entatomisieren lassen. Ich tröste mich aber einfach damit, dass man über den Karriere(um)weg eines Joschka Fischer oder Frank-Walter Steinmeier den geregelten Weg in den Diplomatdienst ja doch ganz eloquent umgehen kann...

Dienstag, November 20, 2007

"Big fish"

Tim Burton hat mal wieder zugeschlagen – und das mit voller Breitseite: Eine Inhaltsangabe zu "Big fish" gestaltet sich schwierig, denn jeder Versuch, diesen ebenso wundersamen wie eindrucksvollen Film in ein paar Worten zusammenzufassen, läuft Gefahr, entweder den Film oder mich als verrückt hinzustellen. Aber der Vollständigkeit halber trotzdem ein Versuch:Edward Bloom (Albert Finney) liegt im Sterben. Sein ihm entfremdeter Sohn Will (Billy Crudup) möchte von ihm vor seinem Tod einmal die Wahrheit hören, einmal den wirklichen Edward Bloom hinter all den überzogenen Lügengeschichten sehen, die der alte Mann ihm sein ganzes Leben lang erzählt hat. Aber während Edward noch einmal sein Leben in völlig unglaublichen Anekdoten Revue passieren lässt, beginnen sich Will und der Zuschauer zu fragen: Sind dies überhaupt Lügengeschichten? Und selbst wenn. Ist das wirklich so wichtig?

Bereits mit den ersten Filmminuten erwischt Tim Burton den Zuschauer kalt. Der etwas überhastete Einstieg in die Fantasiewelt Edwards hin oder her – "Big fish" wird immer besser und steigert sich in ein kleines Rauscherlebnis, was einem unweigerlich in den Bann der Minigeschichten versetzt. Der Film und Charaktere erinnern ein wenig an „Forrest Gump“, ein wenig an „Edward mit den Scherenhänden“, ein wenig an „Die Fabelhafte Welt der Amelie“ – klare Liebeserklärungen Burtons an Außenseiter sowie verschrobene und skurrile Seiten des Lebens. Über eben jene Amélie war man ja auch und vor allem deshalb so des Lobes, weil es diesem Film gelang, den Zuschauer nach dem Abspann glücklich nach Hause bzw. ins Bett gehen zu lassen. Und das gilt in gewissem Sinne auch für "Big fish": Dieser Film ist oftmals so komisch und rührend (meist gleichzeitig), dass man ein fröhliches Lächeln kaum mehr aus dem Gesicht kriegt, das Mitgefühl kaum mehr aus dem Herzen und die Augen nicht weg von der Leinwand.
Dies setzt zweierlei Dinge voraus: Gute Darsteller und eine nicht nur interessante, sondern auch funktionierende Geschichte. "Big fish" hat definitiv beides. Bei den Darstellern sticht natürlich der überlebensgroße Edward Bloom doppelt hervor: Einmal als Jüngling mit funkelnden Augen (genau mit der richtigen Mischung aus Zuversicht und Leichtsinn von Ewan McGregor gespielt) und als sterbender, alter Mann mit Reue und immer noch unglaublich verschmitztem Humor (hier bewirkt Albert Finney nur mit Charmeschon wahre Wunder). Zur Seite steht als Filmsohn Will der tolle Billy Crudup, dessen Auftritt genau die richtige Balance zur Extravaganz seines Filmvaters darstellt. Auch Marie Croquillant als Wills Ehefrau Josephine und Jessica Lange als Edwards Ehefrau sowie Nachwuchsstar Allison Lohmann als deren jüngere Version beeindrucken in kurzen, markanten Sequenzen (die Badewannenszene!). Dazu kommen noch die diversen bekannten Gesichter in Nebenrollen (Danny DeVito als ‚tierischer' Zirkusdirektor, Steve Buscemi als köstlich untalentierter Dichter und Helena Bonham Carter in einer Doppelrolle), deren Auftritte sich wie ein integraler Teil in die Geschichte(n) einfügen.
Und die Geschichte selbst ist der zweite notwendige Part für dieses wunderbare Filmerlebnis. Denn geschickt kontert Burton all seine Kritiker, die ihm seinen Hang zu überzogenen Fabeln immer wieder vorgeworfen haben und macht dieses Vorgehen nun sogar zum Programm. Wenn Will zu seinem sterbenden Vater sagt "Du sollst mir nur ein einziges Mal zeigen, wer du wirklich bist" versteht er (noch) nicht, dass Edward all dies ist, was er vorgibt, denn: 
„Was sind wir am Ende schon mehr als die Geschichten, die wir selbst erzählen, die andere über uns erzählen, und wegen der man sich unser erinnert. Man erzählt so lange seine Geschichten, bis sie zur eigenen Geschichte werden“.
Und so wird "Big Fish" zu einer wahrhaftigen Reflektion über Leben, Erinnerung und emotionale Wahrheiten. Hauptgrund dafür: Wie sonst nur in seinen allerbesten Filmen ("Edward mit den Scherenhänden", "Ed Wood") lässt Burton seine Charaktere ihre menschliche Seite zeigen, lässt Emotionen jenseits der Comic-Welten fließen – so herzlich war noch kein Burton-Film.
Und fasziniert von 105 entzückenden Minuten auf meiner Couch nehme ich als Lebensweisheit schließlich auch noch den Abschlusssatz mit: „Der größte Fisch im Fluss ist nur deshalb so groß, weil ihn nie jemand gefangen hat.“



Original: Big fish
Regie: Tim Burton
Drehbuch: John August
Caste: Ewan Mc Gregor, Albert Finney, Billy Crudup, Jessica Lange, Alison Lohman, Danny DeVito, Marie Croquillant, Steve Buscemi u.a.
Spielzeit: 108 min.

Kinostart: 08.04.2004
Homepage: http://www.bigfish-der-film.de

Montag, November 19, 2007

Vorweihnachtszeit

Was verrät mir eher, dass die Weihnachtszeit unmittelbar bevorsteht? Der knapp ein Meter große Nikolaus für die Hauswand, den meine Mutter wieder aus dem Abstellraum hervorgekramt hat und der mir beim Gang in die Küche einen mittelschweren Schrecken bereitet? Oder "Der Prinz von Zamunda", die alljährliche Allzweckwaffe mit Eddy Murphy gegen langweilige Montag-Abende in der Vorweihacnhstszeit auf Sat 1?

Sonntag, November 18, 2007

Herbst im Rheingau

Ein wenig Herbstluft und -sonne tanken in der Rheingauer Gemarkung mit eindrucksvollen Bildern auf den Kiedricher Scharfenstein und den RHEINgau:




Samstag, November 17, 2007

Freitag, November 16, 2007

(30) 32 Jahre Jusos Rheingau-Taunus

Zu ihrer (30)32-jährigen Jubiläumsfeier hatten die Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis nach Hohenstein-Holzhausen in das Dorfgemeinschaftshaus geladen. Dabei konnte ich als Moderator der Veranstaltung nicht nur eine Vielzahl an Gästen, darunter eine Reihe von altgedienten GenossInnen und ehemaligen aktiven Jusos, im Saal begrüßen, sondern auch als Festredner die Genossen Alfred Strauß, langjähriges aktives Mitglied und Vorsitzender der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis, Klaus Uwe Benneter, ehemaliger Vorsitzender der Bundes-Jusos und Generalsekretär der SPD sowie aktuell Bundestagsabgeordneter und Björn Böhning, amtierender Juso-Bundesvorsitzender. Ein Hauch von Klassentreffen kam vereinzelt auf, wenn sich GenossInnen, nachdem sie sich teilweise jahrelang nicht gesehen hatten, freudestrahlend in die Arme fielen und alte Geschichten austauschten. Nach Absprache mit dem Bundesminister der Verteidigung (!) konnten dann zum Abschluss auch noch 32 Luftballons (für 32 Jahre Jusos-RTK UND dem Ziel von 32 neuen Juso-Mitgliedern) in die Luft entlassen werden. Ich bin gespannt, wie ich in 32 Jahren auf solch einem Gruppenabschlussfoto aussehe...

Donnerstag, November 15, 2007

Geduld

Tatort Hörsaal RW 1, langatmige Mathematik-Vorlesung, ca. 5 Minuten vor dem Vorlesungsende: Der Professor legt eine kurze Spechpause ein, ein Student erlaubt sich einen Spaß und klopft wie sonst obligatorisch am Ende einer Vorlesung auf den Tisch - und eine Reihe von Studenten machen diesen Spaß mit und klopfen bzw. applaudieren mit.
Professor zu den Studenten: "Gut, dann gehen wir - Sie erfahren dann in der Klausur, was ich in den letzten Minuten noch erzählt hätte."

Mittwoch, November 14, 2007

Signatur

"Wenn mir jemand sagt, sein Wort sei so gut wie seine Unterschrift, dann nehme ich immer die Unterschrift."

- Alain Delon (*1935); französischer Filmschauspieler -

Montag, November 12, 2007

Aus den Gremien

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 12.11.2007

Tagesordnung:

1) Einführung eines neuen ehrenamtlichen Stadtrats

Da die Stadträtin Angelika Nehls (Bündnis 90/Die Grünen)ihr Mandat niedergelegt hat, rückt Herr Raimund Eschweiler als Stadtrat in den Magistrat nach (Bündnis 90/Die Grünen)

Bericht und Anfragen

2) Bericht des Magistrats

3) Beantwortung von Anfragen

Zwei Anfragen meiner Person zum Thema „Überdachung Bushaltestellen“ (Antwort laut Bürgermeister nicht möglich, weil Angelegenheit der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft) und „Wiegehäuschen“ am Scharfen Eck in Oestrich (hier gibt es wohl Interessenten an einer Nutzung der Räumlichkeit, was nun zunächst geprüft werden soll).

Neue Anträge von Fraktionen

4) Antrag CDU-Fraktion betr. Änderung Plakatierungssatzung
Weil die CDU in der Vergangenheit wohl des öfteren die Satzung nicht eingehalten hat, hat sie diese nun eben einfach geändert – einleuchtend, oder?! Zukünftig darf nun als schon samstags acht vor Wochen vor der Wahl plakatiert werden (was ja noch unsere Zustimmung findet, um ehrenamtlich aktive nicht sonntags zum Plakate aufstellen verdonnern zu müssen) und zudem flächendeckend in Din A0. Dies gereicht aber nur der CDU zum Vorteil, weil sie als einzige Partei im Stadtgebiet Din A0-Plakatständer besitzt und deren Plakatierung zuvor laut Satzung eben verboten war - ein Schelm, wer da böses denkt…
Unser Änderungsantrag auf Beibehaltung des derzeitigen Formats Din A1 wurde dementsprechend abgelehnt und die Satzungsänderung mit den Stimmen von CDU und FDP angenommen.

5) Antrag SPD-Fraktion betr. Bürgerhaushalt

Diffuse Diskussion mit reichlich überzogenen und widersprüchlichen Argumenten der CDU/FDP-Koalition, was letztlich auch dazu führte, dass zumindest Punkt 2 des Antrags beschlossen wurde, der Rest des Antrags aber mit den Stimmen von CDU und FDP abgelehnt wurde. Die Presseberichterstattung und der dazugehörige Kommentar schildern die Diskussion ganz zutreffend.

6) Antrag SPD-Fraktion betr. Änderung Mietpreisliste Bürgersaal

Die CDU/FDP-Koalition setzte sich mit einer Änderung durch, wonach mit dem Schulträger in Verhandlungen eingestiegen werden soll, die Schulumlage um den Beitrag zu senken, um welche der Schule die Miete für den Bürgersaal erlassen werden würde, was ursprünglich Intention des SPD-Antrags war.

7) Antrag SPD-Fraktion betr. gesplittete Abwassergebühr

Trotz der Tatsache, dass viele Kommunen sogar schon gerichtlich dazu verpflichtet wurden, ihre Satzung gesplittet zu berechnen, da dies laut geltender Rechtssprechung stärker dem Verursacherprinzip entsprechen würde, wurde der Antrag von CDU und FDP abgelehnt.

Neue Vorlagen des Magistrats

8) Geschäftsordnung Integrationsbeirat

Einstimmig angenommen - zumal jetzt auch endlich entgegen einer älteren Vorlage AusländerInnen und MigrantInnen diesem Beirat mit Sitz und Stimme angehören :-)

9) Änderungssatzung über die Erhebung einer Steuer auf Spielapparate und auf das Spielen um Geld- oder Sachwerte

Einstimmig angenommen, da die politische Zielsetzung, dass Glücksspiel an Spielapparaten einzudämmen, was ja auch zu einer echten „Einstiegsdroge“ werden kann, von uns unterstützt wird. Die marginalen erwarteten Mehreinnahmen von ca. 5.000 € spielten bei dieser Entscheidung jedoch für uns keine Rolle.

10) Änderungssatzung über die Erhebung einer Hundesteuer im Gebiet der Stadt Oestrich-Winkel (Hundesteuersatzung)

Mit den Stimmen von CDU und FDP angenommen, obwohl die erwarteten Mehreinnahmen von ca. 10.000 € marginal sind, Hunde für viele gerade ältere Menschen mehr sind als nur ein Haustier und das Argument, dass andere Kommunen mehr Steuern erheben als wir, eigentlich keinesfalls eine auschlaggebende Begründung für Steuererhöhungen sein sollte.

11) Rheinufer attraktiver machen

Einstimmig angenommen mit einer Ergänzung der SPD, hinsichtlich der Legalisierung des Mittelheimer Weinprobierstandes eine Änderung des Flächennutzungsplanung zu erwirken.

12) Schürfung Hermannsborn

Nach jahrelangem Streit zwischen den Städten Rüdesheim und Oestrich bzgl. einer unentgeltlichen Wasserlieferung führt die Stadt Rüdesheim nun jährlich 2.500 € an die Stadt Oestrich-Winkel ab.

13) Erhöhung der RTV-Umlage für das Jahr 2007

Einstimmig angenommen.

14) Nachwahl eines stellvertretenden Mitglieds für die Eigenbetriebskommission Kultur und Freizeit

Einstimmige Wahl von Frau Christel Hoffmann (SPD).

15) Änderung der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung

Einstimmig angenommen

Freitag, November 09, 2007

Tod und Humor am Campus

Bewegt hat mich heute die Nachricht vom Tod meines ehemaligen Professors im Fachbereich Politikwissenschaften - Internationale Beziehungen. Bei ihm habe ich meine bisher einzige Uni-Klausur (wegen einem Punkt!) nicht bestanden und hatte mir daher auch fest vorgenommen, bei Wiederaufnahme meines Politik-Studiums genau bei ihm diese Klausur zu wiederholen. Er war gerade in seinem Forschungsfreisemester und im Zuge dessen an der renommierten Universität Berkeley in Kalifornien, von wo aus er mir auch noch vor gut einer Woche eine Mail in seiner Funktion als Vertrauensdozent der "Friedrich-Ebert-Stiftung" beantwortet hatte.

Erfreulicher sind da schon wieder die Aussprüche des Produktionswirtschaftsdozenten Dr. Frank Himpel:Dozent: "Also renommierte Kosmetikketten wie etwa Douglas oder...hmmm...mir fällt jetzt nichts anderes ein. Sie sehen also, dass mein Wissen in Sachen Duftwässerchen u.ä. doch sehr begrenzt ist..." (lautes Lachen eines Studenten im mit ca. 500 Personen gefüllten Hörsaals ist zu vernehmen)
Dozent: "DAS habe ich jetzt überhört!"

Donnerstag, November 08, 2007

Prof. Dr. Martin Biewen

Alter - 37
Haare - schwarz

Frisur - zurückgegelt
Sakko - schwarz
Hemd - gelb (!)
Hose - blaue Schlagjeans (!!!)
Schuhe - weiße Sneaker von Nike (!!!!!)

Mittwoch, November 07, 2007

"Innovationspotenzial Frau!"

Kontroverse und konstruktive Diskussionen gab es heute Abend bei der Juso-Veranstaltung "Innovationspotenzial Frau!" in der gut gefüllten "Jungen Bühne" in Schlangenbad-Georgenborn mit den Referentinnen Anke Fabian (Selbständige Beraterin), Nancy Faeser (MDL) und Rita Czymai (stlv.Vorsitzende Landesfrauenrat Hessen).

PRESSEMITTEILUNG: „Innovationspotenzial Frau!“
Die Jungsozialistinnen im Rheingau-Taunus Kreis veranstalten zusammen mit dem Juso Bezirk Hessen Süd am 07. November, 19:30 Uhr in der „Jungen Bühne“ in Schlangenbad-Georgenborn einen Diskussionsabend zum Thema „Innovationspotenzial Frau“.
Als Referentin wurde Anke Fabian eingeladen, die über viele Erfahrungen in verschiedenen Managementpositionen in der Wirtschaft verfügt. Zurzeit arbeitet sie als selbstständige Medienberaterin in Düsseldorf.
Auf dem Podium werden auch die SPD-Landtagsabgeordnete Nancy
Faeser, designierte Justizministerin im „Zukunftsteam“ der hessischen SPD für den Fall eines Sieges bei der Landtagswahl, und Rita Czymai sitzen und ihre eigenen Ansichten zu diesem Thema mit in die Diskussion einbringen.Zur Einführung wird Anke Fabian einen kurzen Überblick über ihre beruflichen Erfahrungen geben. Danach folgt eine Diskussion der Podiumsgäste unter Einbeziehung des Publikums.
Die stellvertretende Vorsitzende der Jusos im Rheingau-Taunus Kreis Gloria-Johanna Jörg sieht in der Veranstaltung eine gute Chance, mit erfolgreichen und engagierten Frauen über die Stellung der heutigen Frau in Berufswelt und Gesellschaft kompetent zu diskutieren.
Ana Heydock, die die dem Vorstand der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis ebenfalls angehört, erwartet von der Veranstaltung auch eine Antwort auf die Frage, ob und wenn ja, wie sich die Generation der jungen Frauen von heute gegenüber der „Mutter-Generation“ in ihrer Einstellung verändert hat.
Jörg und Heydock betonen ausdrücklich, dass keineswegs nur die Meinung der Frauen gefragt ist: „Selbstverständlich sind auch die Männer herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen!“

Dienstag, November 06, 2007

Planung

"Es bringt nichts, irgendetwas zu planen. Denn es kommt sowieso alles erstens anders, zweitens als man denkt und drittens immer genau so wie es kommen soll."

- aufgeschnappt -

Montag, November 05, 2007

32 Stunden-Woche

Hier mal mein angekündigter vorläufiger Stundenplan für dieses Semester - auf jeden Fall bedeutend härter als letztes Semester...vor allem der Freitag hat es in sich...

Montag:
Selbststudium
Dienstag:
08.30-10.00 Uhr Statistik II (Vorlesung)
12.00-14.00 Uhr Internes Rechnungswesen (Vorlesung)
14.00-16.00 Uhr Mathematik A (Übung)
16.00-18.00 Uhr Mathematik A (Vorlesung)

Mittwoch:
12.00-14.00 Uhr Mathematik A (Übung)
14.00-16.00 Uhr Internes Rechnungswesen (Übung)
16.00-18.00 Uhr Absatzwirtschaft (Übung)
18.00-20.00 Uhr Einführung Volkswirtschaftslehre (Vorlesung)

Donnerstag:
10.00-12.00 Uhr Statistik II (Vorlesung)
12.00-14.00 Uhr Einführung Volkswirtschaftslehre (Übung)
14.00-16.00 Uhr Mathematik A (Vorlesung)
16.00-18.00 Uhr Absatzwirtschaft (Vorlesung)

Freitag:
08.30-10.00 Uhr Einführung Volkswirtschaftslehre (Vorlesung)
10.00-12.00 Uhr Statistik II (Übung)
12.00-14.00 Uhr Produktionswirtschaft (Vorlesung)
14.00-16.00 Uhr Produktionswirtschaft (Vorlesung) / Internes Rechnungswesen (Übung)

Samstag, November 03, 2007

Ping Pong

9:4 gegen "Hausen III" gewonnen, aber ich habe beide Einzel verloren - also das gleiche Schicksal, was mich auch schon letzte Woche gegen "Breithardt V" ereilte. -.-

Freitag, November 02, 2007

Sprachakrobatik

Freitag-Nachmittag, 180 Minuten Produktionswirtschaft liegen hinter mir und damit 180 Minuten voller neuer Eindrücke unserer wunderbaren deutschen Sprache :-)

Zum einen Begriffe wie:
  • rekuriert
  • attribuiert
  • kalibriert
  • fungibel
  • effektuierbar
  • Performanz
  • Komplexitätsreduktion ( „angesichts der hier aufgeführten Begriffe erhält dieses Wort eine unfreiwillige Ironie…“ )
Dann aber auch „Begriffe“ wie:
  • Super-duper-Kaffee
  • Birdsnest ( „Vogelnest“ )
  • Der Singapurmensch
Und der Dozent selbst trägt Flanell-Hemden...

Donnerstag, November 01, 2007

Halloween-Nachlese


Eierwerfer sorgen an Halloween für ÄrgerKinder auf "Beutezug" - Süßes oder Saures?
FRANKFURT (dpa) - Jugendliche in Halloween-Kostümen haben in etlichen Orten Hessens randaliert und mit Eiern geworfen. Viele feierten jedoch friedlich Halloween: In den Kommunen liefen Kinder von Tür zu Tür, um mit dem Ruf "Süßes oder Saures?" an Naschzeug oder auch Geld zu kommen. Mit Feuerwerkskörpern setzten im Wiesbadener Stadtteil Kostheim Kinder ein parkendes Auto in Brand. Es entstand Sachschaden von 6000 Euro. Für die Polizei war aber unklar, ob das mit Halloween zusammenhing. Auch im Rheingau-Taunus-Kreis wurden zahlreiche Häuser mit Eiern beworfen und damit viele Anwohner verärgert. Im mittelhessischen Dillenburg bewarfen unbekannte Jugendliche nicht nur mehrere Autos und Häuserwände mit rohen Eiern: In einem Wohngebiet stürzten sie einen Altkleidercontainer um und flüchteten vor der Polizei auf einen Friedhof. Kinder bemalten in Aßlar Häuserwände mit abwaschbarer Kreide. In Südhessen waren fliegende Eier, verstreutes Mehl, gezündete Knallkörper und Lärmbelästigungen Anlass für viele Anrufe bei den Polizeidienststellen. In Darmstadt traten Jugendliche die Doppelglasscheiben einer Haustüre ein, nachdem sie keine Süßigkeiten bekommen hatten. Eine Wohnungsinhaberin wurde von zwei Eiern getroffen. In Geinsheim knallten Feuerwerkskörper und Jugendliche verursachten mit Sprayflaschen Stichflammen, in Gernsheim flogen Mohrenköpfe gegen Fensterscheiben. Selbst die Polizei blieb von fliegenden Eiern nicht verschont. So erschienen bei der Polizeistation in Lampertheim vier Jugendliche und warfen unversehens Eier in den Eingangsbereich.