Freitag, Februar 29, 2008

Offener Campus-Vollzug

Wenn ich mir überlege, was auf unserem Campus neben Sexualstraftätern auch sonst noch so alles sein Unwesen treibt, frag ich mich manchmal ernsthaft, ob ich mich noch auf einem Campus oder schon im offenen Vollzug befinde. Aber vielleicht muss sich das eine und das andere auch gar nicht ausschließen... :-)
Grund meines Anstoßes? Lest selbst diesen Auszug aus dem "wiwimainz-forum" zum Thema "Klausur Privatrecht":

(...)
Heute, 14:14
"Incubus"
Naja, mehr Aufgaben als beim letzten mal. War machbar, wobei bei Recht schnell mal was daneben gehen kann. Ausserdem in den letzten 10min noch ein ämusanter Zwischenfall... Was will man mehr

Heute, 14:21
"Fieser"
was denn fürn zwischenfall?

Heute, 14:31
"Incubus"
Naja, der Kerl wollte die Klausur mitschreiben. Der hats irgendwie mit Rechtklausuren. Der hats doch tatsaechlich geschafft die Examensklausur der Rechtler zu stören. Naja als der dann von Karl und Anhang rausgeschmissen wurde, hat der laut der Aussage eines Zeugen dann noch gerappt. Ja, ihr lest richtig. Der junge Mann soll tatsaechlich 4 min beim Infoterminal die Leute "gedissed" (wird das so geschrieben?) haben. Spaeter isser dann weggelaufen, ein Hausmeister noch hinterher, hat ihn aber wohl nicht mehr bekommen. Nunja, da der junge Mann kein unbeschriebenes Ballt ist und auch schon ein Hausverbot kassiert hat, ist dann last but not least die Polizei angetanzt. Leider hab ich den Rap im Rewi nicht mitbekommen. Haette besser n bisschen frueher abgegeben.
Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Incubus am 28.02.2008 14:58.

Heute, 14:57
"D4niel"
hab den rap live miterlebt. war echt der hammer. hab das rewi noch nie so still erlebt. aber nach 2 mins ham die leute dann immer mehr angefangen zu lachen
(...)

Donnerstag, Februar 28, 2008

Immer dieser Lagrange

Für "verzockt" ist ne 2,3 in "Einführung in die VWL/VGR" doch noch ganz beachtlich :-) Und Lob an dieser Stelle auch mal an den Lehrstuhl für die zügige Korrektur von gut 800 Klausuren!
Vorher galt es aber heute noch geistig und logistisch (Aufgaben über mehrere Blätter verteilt gedruckt - *grummel*) mit der Klausur in "Operations Management" klar zu kommen. Ich bin doch glatt an einem klassischen Transfer gescheitert, der die intensitätsmäßige Anpassung einer Maschine mit der Berrechnung des optimalen Produktions- und Absatzprogramms via Lagrange-Ansatz verknüpfen sollte...

Mittwoch, Februar 27, 2008

Außenpolitisches Gleichgewicht

Außenpolitik will gelernt sei...

Hu Jintao ist der neue Vorsitzende der Kommunistischen Partei in China
Condi= Condoleezza Rice,
George = George Bush

George: Condi!
Nice to see you. What's happening?
Condi: Sir, I have the report here about the new leader of China.
George: Great. Lay it on me.
Condi: Hu is the new leader of China.
George: That's what I want to know.
Condi: That's what I'm telling you.
George: That's what I'm asking you. Who is the new leader of China?
Condi: Yes.
George: I mean the fellow's name.
Condi: Hu.
George: The guy in China.
Condi: Hu.
George: The new leader of China.
Condi: Hu.
George: The Chinaman!
Condi: Hu is leading China.
George: Now whaddya' asking me for?
Condi: I'm telling you Hu is leading China.
George: Well, I'm asking you. Who is leading China?
Condi: That's the man's name.
George: That's who's name?
Condi: Yes.
George: Will you or will you not tell me the name of the new leader of China?
Condi: Yes, sir.
George: Yassir? Yassir Arafat is in China? I thought he was in the Middle East.
Condi: That's correct.
George: Then who is in China?
Condi: Yes, sir.
George: Yassir is in China?
Condi: No, sir.
George: Then who is?
Condi: Yes, sir.
George: Yassir?
Condi: No, sir.
George: Look, Condi. I need to know the name of the new leader of China. Get Me the Secretary General of the U.N. on the phone.
Condi: Kofi?
George: No, thanks.
Condi: You want Kofi?
George: No.
Condi: You don't want Kofi.
George: No. But now that you mention it, I could use a glass of milk. And Then get me the U.N.
Condi: Yes, sir.
George: Not Yassir! The guy at the U.N.
Condi: Kofi?
George: Milk! Will you please make the call?
Condi: And call who?
George: Who is the guy at the U.N?
Condi: Hu is the guy in China.
George: Will you stay out of China?!
Condi: Yes, sir.
George: And stay out of the Middle East! Just get me the guy at the U.N.
Condi: Kofi.
George: All right! With cream and two sugars. Now get on the phone.
(Condi picks up the phone.)
Condi: Rice, here.
George: Rice? Good idea. And a couple of egg rolls, too. Maybe we should send some to the guy in China. And the Middle East. Can you get Chinese food in the Middle East?

Dienstag, Februar 26, 2008

Puppenkiste

Am Tag, wo die Augsburger Puppenkiste ihren 60. Geburtstag feiert, schleichen sich flüchtige Kindheitserinnerungen in mein derzeit eindeutig von Produktions- und Kostenfunktionen dominiertes Hirn...

Montag, Februar 25, 2008

And the Oscar gotes to...

Letztes Jahr habe ich mich noch im Vorfeld am heißen Wetteifern ob der potentiellen Oscar-Preisträger beteiligt - gestern wäre die Oscar-Verleihung beinahe komplett an mir vorbeigegangen. Der Vollständigkeit halber die Preisträger:
 
Oscar-Gewinner 2008
  • Bester Film: "No Country for Old Men"
  • Bester Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis ("There Will Be Blood")
  • Beste Hauptdarstellerin: Marion Cotillard ("La Vie en Rose")
  • Bester Nebendarsteller: Javier Bardem ("No Country for Old Men")
  • Beste Nebendarstellerin: Tilda Swinton ("Michael Clayton")
  • Bester Regisseur: Joel Coen & Ethan Coen ("No Country for Old Men")
  • Bester fremdsprachiger Film: "Die Fälscher" (Österreich)
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Joel Coen & Ethan Coen ("No Country for Old Men")
  • Bestes Originaldrehbuch: Diablo Cody ("Juno")
  • Bester animierter Spielfilm: "Ratatouille"
  • Beste Art Direction: "Sweeney Todd"
  • Beste Kamera: "There Will Be Blood"
  • Bester Ton: "Das Bourne Ultimatum"
  • Bester Tonschnitt: "Das Bourne Ultimatum"
  • Beste Filmmusik: "Atonement - Dario Marianelli"
  • Bester Song: "Falling Slowly" aus "Once" (Glen Hansard and Marketa Irglova)
  • Bestes Kostümdesign: "Elizabeth: The Golden Age"
  • Bester Dokumentarfilm (lang): "Taxi to the Dark Side"
  • Bester Dokumentarfilm (kurz): "Freeheld"
  • Bester Filmschnitt: "The Bourne Ultimatum"
  • Bestes Make-Up: "La Vie en Rose"
  • Bester animierter Kurzfilm: "Peter & the Wolf"
  • Bester Kurzfilm: "Le Mozart des Pickpockets"
  • Beste visuelle Effekte: "The Golden Compass"
  • Honorary Award (Ehrenpreis): Robert Boyl

Samstag, Februar 23, 2008

Politrentner

"Ich habe nach der Therapie alle meine Ehrenämter aufgegeben, ich gehe zum Angeln, male Aquarelle und habe Zeit für meine Famile. Ich bin wieder glücklich."

- Unbekannter SPD-Funktionär
("Stern", 19.07.07) -

Freitag, Februar 22, 2008

Verzockt II

So, nicht nur, dass ich VWL am Montag verzockt habe - in Mathematik A hat uns der Prof heute auch nochmal so ein richtiges Pfund vorgelegt. Wie auch die Äußerungen im Mainzer "Wiwi-Forum" deutlich machen, lagen zwischen Anspruch älterer und aktueller Klausur Welten. Aber Welten lagen auch zwischen der Ankündigung des Herrn Professors, was denn alles in der Klausur so dran kommen kann bzw. wie intensiv...und was dann wirklich WIE dran kam. Taylor-Approximation, Lagrange, Mengenlehre und Logik, Herleitungen,... wir sehen uns also im Sommer zur Nachschreibeklausur wieder :-/

Donnerstag, Februar 21, 2008

So langsam auf die Bremse treten

"Ich glaube, dass jeder Autorennfahrer einmal zur Vernunft kommen muss, um mit diesem pubertären Sport aufzuhören."

- Niki Lauda (*1949), österreichischer Automobilrennfahrer, Weltmeister 1975, 1977 und 1984 -

Dienstag, Februar 19, 2008

Denken ist immer

"Es gibt keinen Ausweg, den ein Mensch nicht beschreitet, um die tatsächliche Arbeit des Denkens zu vermeiden."

- Thomas Alva Edison (1847-1931), US-amerikanischer Erfinder, Entdecker des glühelektrischen Effekts -

Montag, Februar 18, 2008

Sonntag, Februar 17, 2008

Geburtstagsnachwehen

Und wieder ein Jahr älter - ach Kinder, wie die Zeit vergeht...
Groß feiern war trotz Geburtstag an einem Wochenendtag und seit Freitag begonnener Semesterferien nicht angesagt aufgrund diverser Klausurvorbereitungen, aber zumindest der Wunschzettel wurde weitestgehend mit diversen Kleinigkeiten, Geld und Literatur abgearbeitet. Und social-Networks wie "studivz" und "wer-kennt-wen" sorgen dafür, dass man auf einmal auch ganz viele Gratulanten hat. Wer also jetzt noch meinen Geburtstag vergessen hat, für den gelten keine Ausreden ^^

Freitag, Februar 15, 2008

Hilfe zur Selbsthilfe

"Man kann niemanden etwas lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden."

- Galileo Galilei (1564-1642), italienischer Mathematiker, Philosoph und Physiker -

Donnerstag, Februar 14, 2008

Irgendwie so mitgekriegt

Dicke Nebelschwaden heute morgen am Oestricher Ortseingang und entlang der B 42 zwischen Hattenheim und Oestrich...

Unser Mathematik-Professor wäscht sich nach Benutzen der Kreide während der Vorlesung die Hände...

Und vermutlich Brandstifter wollten der heiligen St. Walburga an den Kragen...

Mittwoch, Februar 13, 2008

Der typische Deutsche

"Der Deutsche entfaltet in der Stunde der Not höchste Tugenden. Die Frage bleibt, ob er im gleichen Maße den Stunden des Glücks gewachsen ist."

- Ludwig Erhard (1897-1977), deutscher Politiker, Bundeskanzler 1963-1966 -

Dienstag, Februar 12, 2008

Waidmanns Heil

Die Tatsache, dass ich heute extra zur Klausurvorbereitung für "Mathematik A" nach Mainz in die Uni gefahren bin, um dann festzustellen, dass ich in der falschen Vorlesung saß, da ich mich in der Uhrzeit geirrt hatte, hatte dann doch noch ihr Gutes, da ich so einen ehemaligen Schulkameraden getroffen habe, der kurz vor dem Abschluss seines Försterstudiums steht. Außerdem steht er auch kurz vor dem Erwerb eines Jagdgewehrs der Marke „Steyr“, welches er im Oestrich-Winkeler Wald zur Probe testen wollte und ich mich ihm daher mal glatt voller Neugier angeschlossen habe. So war ich also Zeuge von drei glatten Durchschüssen (bei vier Versuchen) auf einen Bierdeckel (Einschusslöcher sind am linken Rand deutlich zu erkennen) aus gut 70 Meter Entfernung :o

Montag, Februar 11, 2008

Sonntag, Februar 10, 2008

Unsere Soldaten sind zu dick


"Soldaten zu dick und unsportlich"
BERLIN (dpa) Deutsche Soldaten sind zu dick, treiben zu wenig Sport und sind nicht fit genug. Diesen Schluss zog der Wehrbeauftragte Reinhold Robbe in seinem gestern in Berlin veröffentlichten Jahresbericht für den Bundestag. (…) Auf den einfachen Nenner gebracht: Die Soldatinnen und Soldaten sind zu dick, treiben zu wenig Sport und achten zu wenig auf ihre Ernährung" (…)

Samstag, Februar 09, 2008

Das Präsidialbüro der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz informiert

Gefunden wart' er bis dato immer noch nicht...

Wichtiger Hinweis
für alle Beschäftigten und Studierenden der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Innerhalb des Campus-Bereichs kam es am frühen Freitagmorgen der letzen Woche zur sexuellen Nötigung einer Studierenden. Der Angriff erfolgte dabei mit hoher Brutalität unter Einsatz einer Schusswaffe. Der Täter konnte unerkannt entkommen. Eine Täterbeschreibung war nur in vager Form möglich.
Die Polizei rät vor allem Frauen dringend zur Vorsicht. Es wird geraten, besonders gefährliche Areale im Bereich des Campus zu meiden oder nur in Begleitung zu begehen, dies gilt dabei besonders für die späten Abend- und frühen Morgenstunden.
Polizeiliche Hilfe sollte im Notfall über den Notruf 110 in Anspruch genommen werden. In diesem Zusammenhang weisen wir weiter darauf hin, dass die 24-Stunden am Tag besetzte Hauptpforte unter der Rufnummer 92 (uni-intern) erreicht werden kann.

Freitag, Februar 08, 2008

"Nimm Meter..."

Prall gefüllter Übungssaal, es ist Freitag vormittag und die Studierenden streben langsam dem Wochenende entgegen. Nur eine etwas übereifrige Kommilitonin scheint das anders zu sehen und strapaziert die Geduld des Auditoriums und langsam aber stetig steigt auch merklich sichtbar die Geduld des Tutors aufgrund der Fragen der Kommilitonin, die teils doch schon stark daran zweifeln lassen, ob es tatsächlich keine dummen Fragen gibt. Auf die Frage, in welcher Einheit denn die "Euklidische Distanz" gemessen werde, reißt schließlich einem Kommilitonen aus den hinteren Reihen der Geduldsfaden, denn man vernimmt nur ein mürrisches "Nimm doch Meter und halt den Mund", gefolgt von vereinzeltem Gelächter in den Mundwinkeln des Auditoriums.
Aber sowieso ein etwas seltsames Tutorium, wenn auch der Tutor das Zeichnen von Wurzeln mit Summgeräuschen versieht, während das Gehuste und Gestöhne im Auditorium eher an ein Lazarett als an eine Vorlesung/Übung zu erinnern scheint...

Donnerstag, Februar 07, 2008

Ökonomische Gehirnwäsche

Eigentlich ne feine Sache, das mit dem "Komparativen Kostenvorteil"...NEIN, Carsten, nicht auf das böse ökonomisch kapitalistische Gedankengut der Volkswirte hereinfallen!

Mittwoch, Februar 06, 2008

Chilling Campus

Welch' eine Uni-Woche, perfekt zur Erholung der Fastnachtsstrapazen!!!

Montag: frei
DIenstag: frei (normal 8-14 Uhr)
Mittwoch: 18-20 Uhr (normal: 16-20 Uhr)
Donnerstag: frei (normal: 10-14 Uhr)
Freitag: 8-16 Uhr (normal: 8-18 Uhr)

Dienstag, Februar 05, 2008

Das Auto des Juso-Vorsitzenden...

Ohne Worte...zukünftig muss ich wirklich besser aufpassen, was ich der Presse an Wahlabenden so zwischen den Zeilen erzähle.

Von den vielen Autos...
Von den vielen Autos mit Wahlwerbung, die am Wahlsonntag vor dem Kreishaus in Bad Schwalbach abgestellt waren, war der Kleinwagen des Juso-Vorsitzenden Carsten Sinß bestimmt am phantasievollsten beklebt. Denn neben dem obligatorischen Bekenntnis, jetzt Andrea Ypsilanti zu wählen, fiel das schicke Batman-Zeichen auf der Motorhaube besonders ins Auge. Wer das Auto des Juso-Vorsitzenden noch ein wenig genauer in Augenschein nahm, der konnte auf der Scheibe des Fahrerfensters noch einen ganz besonderen Aufkleber entdecken: Den Bescheid der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Oestrich-Winkel über eine Verkehrsordnungswidrigkeit, den Sinß fein säuberlich mit Klebestreifen befestigt hatte. Ein Mitarbeiter des Freiwilligen Polizeidienstes habe ihm dieses "Knöllchen" verpasst, weil er mit seinem Wagen vor seiner Einfahrt geparkt hatte, erzählte Sinß die Geschichte dieses Strafzettels. Bezahlt hat der Juso-Chef den "Knollen" dann übrigens nicht. Und in der Oestrich-Winkeler Stadtverordnetenversammlung dann auch gegen eine weitere Finanzierung des Freiwilligen Polizeidienstes gestimmt!
Quelle: "Untertaunus Kurier" vom 02.02.2008

Montag, Februar 04, 2008

Sonntag, Februar 03, 2008

Pro & Contra: Weniger Regierungsebenen und ein schlanker Staat für mehr Erfolg?

Hier ein Artikel von mir für die Zeitung "63092" des Juso-Bezirks Hessen-Süd in der Reihe "PRO & CONTRA: Weniger Regierungsebenen und ein schlanker Staat für mehr Erfolg?" Ich habe dabei den "Pro"-Part übernommen.
Selten waren die Bedingungen und der Handlungsspielraum für die öffentliche Hand so schwierig wie heute. Trotz langjähriger Einbrüche bei den Steuereinnahmen bei gleichzeitig steigenden Ausgaben und in Folge dessen auch Haushaltsdefiziten bleibt die Erwartung der Bevölkerung an ihre Verwaltung ungemindert hoch: Die Behörden sollen sich zu bürgernahen, leistungsstarken und effizienten öffentlichen Dienstleistungsunternehmen entwickeln, dabei aber gewissenhaft und sparsam mit des Bürgers liebstem Kind, nämlich seinem Geld, umgehen.
Gefühlte 90% der Bevölkerung würden heute aber wahrscheinlich bei der Aufgabe scheitern, sämtliche Verwaltungsebenen des Landes Hessen aufzuzählen, geschweige denn deren Zuständigkeiten. Oder wer von uns hatte zum Beispiel schon einmal mit dem „Regierungspräsidium“ oder einem „Planungsverband“ zu tun? Eine bürgernahe und effektive Verwaltung zumindest scheint anders auszusehen.
Zunehmende Personal- und Sozialkosten lassen den kommunalen Behörden derzeit kaum noch eigenen Gestaltungsspielraum, Verwaltungsaufgaben wirklich zu gestalten. Kernbereiche der Öffentlichen Daseinsvorsorge, wie z.B. Nahverkehr, Krankenhauswesen, Abfallbeseitigung, Wasser- und Energieversorgung leiden darunter und fallen im politischen Alltag immer schneller dem Privatisierungswahn zum Opfer.
Daher ist die Diskussion über eine Verwaltungs- und Gebietsreform, wie sie andere Regionen wie bspw. München, Hannover oder Stuttgart in den vergangenen Jahren mit dem Ergebnis der Abschaffung von Verwaltungsebenen und Bündelung von Kompetenzen bereits erfolgreich vollzogen haben, unerlässlich, um unsere Kommunen durch flache Hierarchien und Vermeidung von unnötigen Reibungsverlusten insgesamt wieder handlungsfähig zu machen. Es gilt, die verkrusteten Strukturen im Land, wo sich selbst diejenigen, die sich tagtäglich mit den Themen beschäftigen, teils nicht mehr richtig auskennen, aufzubrechen.
Die Schaffung überschaubarer Verwaltungseinheiten mit klarer Kompetenzaufteilung zwischen Land, Kreis und Kommune wären eindeutig bürgernäher und transparenter als der aktuelle Verwaltungsdschungel Hessens. Alle Aufgaben, die Kommunen vor Ort selbst erledigt können, würden auf diese bei entsprechender Mittelbereitstellung durch das Land übertragen werden. Für die Menschen würden die Wege kürzer, und das Interesse an der Kommunalpolitik vielleicht auch wieder größer, wenn vor Ort wieder über wichtige(re) Dinge entschieden werden würde. Auch ließe sich wohl keine bessere Wirtschaftspolitik in Form solch effektiver Entbürokratisierung vorstellen wie im Zuge einer durchdachten Neustrukturierung der Verwaltungsebenen. Potenzielle Investoren etwa bräuchten nur noch einen Ansprechpartner, um die dann ohnehin vereinfachten Verwaltungsvorgänge vorzunehmen. Eine Neustrukturierung der Verwaltung, die sich am Interesse der Bürgerinnen und Bürger orientiert und Dienstleistung effizient, kostengünstig und bürgernah anbietet, ohne die Öffentliche Daseinsvorsorge auszuhöhlen, ist also durchaus möglich.
Wir Sozialdemokraten müssen daher ein Interesse daran haben, diesen Prozess zu initiieren und mit zu gestalten unter der Prämisse, dass Bürokratieabbau einerseits und der Erhalt Öffentlicher Daseinsvorsorge andererseits kein Widerspruch sind, sondern im Gegenteil sogar der Garant für leistungsstarke Kommunen. Dabei ist eine umfassende Verwaltungs- und Gebietsreform sicher kein Vorgang, der mal eben nebenbei aus dem Ärmel geschüttelt werden kann, sondern vielmehr intensiv diskutiert und vor der Umsetzung auch politisch legitimiert werden muss. Aber gerade deshalb muss endlich ein Anfang geschaffen werden, ohne lähmende Schreckgespenster – in der aktuellen politischen Diskussion vernimmt man Schlagwörter wie „Existenzgefährdung der Städte“, „Identitätsverlust“ o.ä. – an die Wand zu malen. Für uns Sozialdemokraten ist dieser Weg unerlässlich, sofern wir die Öffentliche Daseinsvorsorge des Landes und der Kommunen in ihrem jetzigen Bestand beibehalten oder sogar wieder ausbauen wollen.

Samstag, Februar 02, 2008

Storys from the gasstation

Heute morgen zuerst an der Uni für das Tutorium "Operations Management/Produktionswirtschaft" gewesen, anschließend auf dem Hattenheimer Umzug und abends dann Dienst an der Tankstelle mit all ihren fastnachtsbedingten Facetten verrichtet. Dazu zählen wieder einmal die ein oder andere lustige (zumeist alkoholbedingte) Kundschaft, versetzte (und sichtlich angestunkene Taxifahrer), innovative Versuche Jugendlicher, an hochprozentigen Alkohol und Zigaretten zu kommen usw...der ganz normale Fastnachtsalltag eben. Dieses Jahr aber immerhin ohne zerbrochene Flaschen im Shop, was schon einen enormen Fortschritt zu den vergangenen Jahren darstellt.

Freitag, Februar 01, 2008

„Meenz bleebt Meenz, wie es singt…“

Mainz in Fastnachtsstimmung!Indiz 1: Montag ist die Uni komplett dicht, weil Rosenmontag ist 
Indiz 2: Wenn ein gut 60-jähriger VWL-Professor am frühen Freitag Morgen eine 20-minütige Büttenrede mit Clowns-Hut und -Nase hält!
Ich habe dieses Highlight leider nicht in voller Gänze erleben dürfen, da ich aufgrund vorabendlicher Aktivitäten im Johannisberger Fastnachtszelt (verkleidet als Rheingauer Elite-Student mit entsprechendem Erkennungsmerkmal) heute morgen schlichtweg nicht aus den Federn kam… :-/