Montag, Juni 30, 2008

Studiengebühren

"Der Verzicht auf Studiengebühren wäre ein so dramatischer Nachteil, dass meine Fantasie nicht ausreicht, diesen Schaden zu beschreiben."

- Roland Koch (CDU), Ministerpräsident Hessen -

Sonntag, Juni 29, 2008

Aus und vorbei

Das sollte nichts werden mit dem Happy End für das Sommermärchen '08. Obwohl ich heute Mittag noch bei der Fortsetzung der diesjährigen Bezirkskonferenz der Jusos Hessen-Süd leidenschaftlich und erfolgreich vor den knapp 100 Delegierten (hier Teile der RTK-Delegation) unten angefügte EM-Resolution begründet hatte (im übrigen wurde ich auch wieder für ein weiteres Jahr in den Bezirksvorstand der Jusos Hessen-Süd gewählt!) und hunderte von Fans 1,2 am Hattenheimer Rheinufer ihr übriges zur Unterstützung der deutschen Elf beitrugen, reichte es leider nur zum undankbaren Vize-Titel :-/. Wir sehen uns also 2010 wieder...

EM-Tipp:

  • BRD:ESP - 1 (Ergebnis: 0:1)
RESOLUTION: DANN WERDEN WIR EBEN EUROPAMEISTER!
Resolution:
Deutschland wird Fußball-Europameister 2008.
Begründung:
Fußball ist eine tolle Sache! Nicht zuletzt das gute Abschneiden der Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Lande und die damit verbundene Stimmung im Land dokumentierten dies eindrucksvoll. Das erfolgreiche Abschneiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft könnte daher erneut zu einer solch positiven Grundstimmung mit allen damit verbundenen positiven Folgen in unserem Land führen und ist daher anzustreben.
Die geschlossene Unterstützung dieser Resolution könnte wie schon im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, als die Jahreshauptversammlung der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis einen sinnverwandten Antrag beschloss, einen entscheidenden Motivationsfaktor für unsere Nationalmannschaft zum Erreichen des EM-Titels darstellen und sollte daher durch Verabschiedung und Übergabe an „unsere Elf“ entsprechend zum Ausdruck gebracht werden.
Weiterleitung an:
Deutscher Fußball-Bund

Samstag, Juni 28, 2008

Typisch Sinß

Was könnte meine zuweilen mittel bis stark ausgeprägte "Verpeiltheit" noch stärker zum Ausdruck bringen, als dass ich einen Mofa-Schlüssel verloren glaube, das Gerät gezwungenermaßen nachts die gut zwei Kilometer nach Hause schiebe, zuvor in der Nacht und noch einmal intensiv am Tag darauf an Ort und Stelle suchen gehe, Flüche auf vermeintliche Schlüsseldiebe von mir gebe, da zum "Tatzeitpunkt" beim Entriegeln des Lenkradschlosses der Schlüssel ja noch da war und dann beim Schieben durch die feiernden Menschenmassen am Hattenheimer Weinprobierfass nur ein Diebstahl als Erklärung wahrscheinlich erscheint - und der Schlüssel dann drei Tage später im Lenkradschloss steckend von einem Bekannten entdeckt wird, der sich gerade um das Auswechseln des Schlosses bemühen wollte...


Storys from the gasstation

Junges Päärchen steht an der Theke als Spitze einer 4-5-Menschen starken Schlange:
Frau (etwas peinlich berührt mit leiser Stimme): "Haben Sie Kondome?"
Mann (mit selbstbewusster, lauter und lachender Stimme): "...WEIL WIR HEUTE GANZ VIEL SEX MACHEN WOLLEN!!!" (Frau stürmt - sichtbar überfordert mit dieser Situation - aus dem Shop)

Freitag, Juni 27, 2008

Ist was wahres dran...

"Alle sagen, der Regen ist traurig. Ich finde, er hat etwas Magisches. Wann sonst läuft man mit erhobenem Haupt durch die Welt, obwohl deine Augen voller Tränen sind?!"

Donnerstag, Juni 26, 2008

Ge(t)adelt

Ich wurde heute in Sachen ebs durch die CDU in Oestrich-Winkel ge(t)adelt 1,2,3.


EM-Tipp:

  • RUS:ESP - 2 (Ergebnis: 0:3)

Mittwoch, Juni 25, 2008

Public Radio

…und plötzlich war das Bild weg. So geschehen in der 2. Halbzeit für einmal ca. 5 und noch einmal ca. 2 Minuten. Auch als sich das ZDF dann kurze Zeit später auf eine Schweizer Senderfrequenz schaltete, war das Spiel der deutschen Mannschaft nicht wirklich besser geworden, was heute morgen eine Anruferin im Radio passenderweise mit dem Satz „Ich war noch nie so gerne LAHM wie heute“ zusammenfasste.  

EM-Tipp:
  • BRD-TUR – 1 (Ergebnis: 3:2)

Dienstag, Juni 24, 2008

Mist + Mist = Bockmist?!

Dass das Web 2.0 die politische Landschaft bereits seit geraumer Zeit erreicht hat und uns seitdem auch Politgrößen wie u.a. Angie Merkel oder Kurt Beck höchstselbst wöchentlich per Videobotschaft auf dem laufenden halten bzgl. der aktuellen Lage der Nation, ist mittlerweile allenthalben bekannt. Der Genosse Schäfer-Gümbel (SPD) und sein Landtagskollege Rentsch von der FDP sind nun auch auf diesen Zug aufgesprungen, als sie sich „zufällig“ in den Landtagsfluren bei der Kaffeepause über den Weg gelaufen sind und ein gefilmtes Streitgespräch zum Thema „Studiengebühren“ geführt haben. Die FAZ stellte dann auch prompt fest, dass „Mist und Mist“ zuweilen gar keinen Bockmist, sondern in der Tat ab und an auch mal ein Projekt darstellen können…und achso: Evtl. Koalitionspräferenzen sind durch dieses „Projekt“ natürlich nicht herleitbar ;-)

Auf der Jahreshauptversammlung der Oestrich-Winkeler SPD wurde ich heute im Amt des stlv. Vorsitzenden bei geheimer Wahl ohne Gegenstimme und nur einer Enthaltung wiedergewählt.

Montag, Juni 23, 2008

Gefährdungslage hoch…

…für US-Amerikaner. Während derzeit in Deutschland landauf und landab die Medien bemüht sind, die Emotionalität des bevorstehenden Halbfinales bei der Fußball-Europameisterschaft zwischen der Türkei und Deutschland herunterzufahren und in ein gemeinsames Fußballfest der Nationen zu verwandeln, ist Amerika in heller Aufruhr und bittet Bürger US-amerikanischer Herkunft folgendes zu beachten: 

„Because of the high fan interest in this prestigious semi-final elimination game between Germany and Turkey, there exists the possibility that disturbances, including violent disturbances may occur before, during or after the match, which begins at 20:45. At a minimum, post-game celebrations will likely result in traffic congestion in larger cities. Crowds celebrating previous German and/or Turkish victories have blocked streets and rocked vehicles attempting to pass through them. We remind American citizens in Germany that even mass gatherings and demonstrations intended to be peaceful can turn confrontational and possibly escalate into violence. American citizens are therefore urged to avoid the areas of demonstrations if possible, and to exercise caution if within the vicinity of any demonstrations. American citizens should stay current with media coverage of local events and be aware of their surroundings at all times.“

Sonntag, Juni 22, 2008

Österreich ist Europameister

Zwar wurde heute mit dem Sieg der Spanier gegen die Italiener ein jahrzehntealter Fußballfluch gebrochen - bis sich aber der kleine Nachbar die europäische Fußballkrone aufsetzt, müssen wohl noch viele Flüche gebrochen werden:




EM-Tipp:

  • ITA:ESP - 1 (Korrektur: 0:0 bzw. 2:4 nach Elfmeterschießen)

Samstag, Juni 21, 2008

Freitag, Juni 20, 2008

„Gestatten: Elite“ – Part 2

Gestern nahm ich mit einigen Jusos an einer Podiumsdiskussion der ebs Alumni-Organisation „eXebs“ teil, die uns neben der Diskussion über das Werk „Gestatten: Elite“ von Julia Friedrichs u.a. im Rahmen der Diskussionsveranstaltung auch einen kurzen Smalltalk und eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch mit dem Hochschulrektor Prof. Dr. Jahns eingebracht hat. Neben der Autorin selbst waren für das Podium Vertreter und Ehemalige der Hochschule sowie ausgewählte Experten geladen:
  • Die Autorin: Julia Friedrichs, geboren 1979, studierte Journalistik in Dortmund (Numerus Clausus: 1,1). Nach einem Volontariat beim WDR arbeitet sie nun als freie Autorin von Fernsehreportagen und Magazinbeiträgen, u.a. für die WDR-Redaktionen Monitor, Echtzeit und Aktuelle Dokumentation. Für eine Sozialreportage wurde sie 2007 mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten und dem Ludwig-Erhard-Förderpreis ausgezeichnet. Julia Friedrichs lebt in Berlin und Köln. „Gestatten: Elite“ ist ihr erstes Buch und sogleich ein Bestseller.
    „»Es gibt Menschen, sagte er, die sind oben; das sind Gewinner. Und Menschen, die sind unten; die Verlierer.« Und wenn man sich weigert, das zu akzeptieren? »Dann«, sagte der Coach, »heißt es ganz schnell EDEKA: Ende der Karriere.« »Deutschland braucht wieder Eliten«, heißt es von allen Seiten. Wer oder was aber ist heute Elite? Julia Friedrichs begibt sich auf eine Reise zu den angesehensten Eliteschmieden des Landes. Julia Friedrichs ist fünfundzwanzig, als McKinsey ihr ein lukratives Job-Angebot unterbreitet – sie soll künftig zur Elite des Landes gehören. Was man sich darunter vorstellt, erlebt sie bei einem Edel-Assessment-Center – und ist geschockt. Doch das Wort Elite lässt sie nicht mehr los. Sie schlägt den Job aus und recherchiert ein Jahr lang an Elite-Universitäten, v.a. der European Business School, Elite-Akademien, Elite-Internaten.“
  • Der EBS-Rektor: Seit Juni 2006 steht Prof. Dr. oec. Christopher Jahns an der Spitze der EBS. Der Rektor verantwortet alle akademischen Belange in Forschung und Lehre. Professor Jahns ist Inhaber des SVI-Stiftungslehrstuhls für Einkauf, Logistik und Supply Chain Management, zudem führt er die Geschäfte des Supply Management Institut und einer auf Logistik spezialisierten Beratungsgesellschaft. Bevor er an die EBS kam, studierte Prof. Jahns BWL in Marburg, wechselte dann zur Metallgesellschaft, promovierte bei Prof. Lück an der TU München, wo er auch habiliterte.
  • Der EBS-Gründer: Prof. Dr. Klaus Evard ist Gründer und Chairman von "The Executive Committee", kurz TEC, einer Managementberatung speziell für den Mittelstand. Kunden sind ausschließlich Vorstände, Geschäftsführer und Inhaber mittelständischer Firmen, die die unternehmerische Führung verantwortlich wahrnehmen. Für Prof. Klaus Evard steht TEC in einer ganzen Reihe von Gründungen, die der in Berlin geborene Diplom-Volkswirt initiiert und begleitet hat. Dazu gehören neben der European Business School (EBS) auch die International School auf Management (ISM) in Dortmund und The California School of International Management in San Diego, der er seit 1992 als Chairman vorsteht. Professuren hatte er unter anderem an der HEC, der führenden Wirtschaftshochschule in Frankreich, und der Université de la Sorbonne-Nouvelle in Paris inne.
  • Der EBS-Absolvent: Martin Krebs begann seine berufliche Laufbahn 1991 – nach Abschluss des Studiums an der European Business School – im Investment Banking bei Goldman Sachs in London. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die Beratung von Banken und anderen Finanzdienstleistern bei Aktienemissionen und Unternehmenskäufen bzw. Verkäufen. Unter anderem war er verantwortlich für den Börsengang der Entrium Direct Bankers AG 1999. 2002 – inzwischen in Frankfurt tätig – wechselte er zu JP Morgan, wo er unter anderem die ING-DiBa bei der Akquisition der Entrium Direct Bankers beriet. Im Juli 2003 wechselte er dann als Generalbevollmächtigter zur ING-DiBa und übernahm unter anderem die Führung der Bereiche Treasury und Partnervertrieb. Im Juli 2006 wurde Martin Krebs zum Vorstandsmitglied der ING-DiBa bestellt.
  • Die Bildungspolitikerin: Janine Wissler wurde 1981 in Langen/Hessen geboren und seit April 2008 jüngstes Mitglied des hessischen Landtags, Vizevorsitzende der hessischen Landtagsfraktion der Partei DIE LINKE und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion. Wissler ist Studentin der Politikwissenschaften an der Universität Frankfurt. Mit der Neugründung der Partei DIE LINKE wurde sie Mitglied des Parteivorstands sowie Mitglied des hessischen Landesvorstandes. Bei der Landtagswahl 2008 wurde sie über die Landesliste in den hessischen Landtag gewählt.
  • Der Bundeselternsprecher: Uwe Schwedes ist seit Juni 2008 Vize-Vorsitzender des Bundeselternrats. Schwedes ist Jahrgang 1962 und stammt aus Worms, absolvierte nach einer Augenoptikerlehre und einem längeren Aufenthalt bei der Bundesmarine eine erfolgreiche Qualifizierung im Schwerpunktbereich Medizintechnik. Nach vielfältigen Projekten in der Vertriebs-IT eines Medizintechnikherstellers ist er seit 2005 als selbstständiger IT-Consultant tätig. Seit Sommer 2006 ist er Mitglied im Landeselternbeirat in Hessen.
  • Die Moderatorin: Christine Demmer ist Diplom-Volkswirtin und arbeitet als freie Wirtschaftsjournalistin und Coach in Wiesbaden und in Värnamo/Schweden. Davor war sie als Redakteurin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und beim Manager Magazin tätig. Sie ist Autorin zahlreicher Sachbücher zu Management-, Personal- und Kommunikationsthemen.

Auch wenn die Diskussion unter enormem Zeitdruck stand (O-Ton der Moderatorin: "Helfen Sie mir weiter, aber wissen Sie, ob das Deutschlandspiel nach hinten verschoben wurde?" ^^), entstand eine interessante Diskussion über den Bildungsstandort Deutschland und den teils unterstellten oder tatsächlich elitären Zugang zu Bildung in Deutschland. War man sich auf dem Podium in der Analyse zu ersterem noch weitestgehend einig, wurden doch sehr schnell bei der Frage der Gestaltung des Zugangs zu einer wie auch immer gearteten Form von Bildung die unterschiedlichen Ansichten der einzelnen Interessenvertreter deutlich.

Und das auch die Wirtschaftswissenschaftler einen souveränen Halbfinaleinzug gebührend zu feiern wissen, konnte man heute eindrucksvoll in der Vorlesung „Mikroökonomik I“ im RW1 betrachten. Getoppt wurde das heute nur noch von den türkischen Fußballfans, die nach dem Abpfiff nicht mehr zu halten waren und vom Rheinufer aus Fahnen schwenkend und lauthals jubilierend in alle möglichen Richtungen ausströmten. „119 Minuten Langeweile, aber 3 Minuten für die Ewigkeit!“ – treffender als der ARD-Moderator Tom Bartels hätte man diese unglaublichen Szenen am Ende der Verlängerung nicht beschreiben können.


EM:Tipp
  • CRO:TUR 1 (Korrektur: 1:1 bzw. 1:3 Elfmeterschießen)

Donnerstag, Juni 19, 2008

"Oh wie ist das schööön,…

…oh wie ist das schöööön! Sowas hat man lange nicht gesehen, so schööön, so schööööön!!!"
Fahrzeuge mit meist 4-Mann-starker Besetzung in Kriegsbemalung machten sich lauthals auf den Weg. Hupen wurden zu Sirenen umfunktioniert und im Takt angestimmt. Und ehe ich mich versah, war ich mit meinem motorisierten Zweirad auch prompt Speerspitze eines gut 20 Karosserien umfassenden Autokorsos von Hattenheim nach Oestrich.
EM-Tipp:
  • POR:GER – 2 (Ergebnis: 2:3)

Mittwoch, Juni 18, 2008

Es lebe der Fußball-Funktionär

Nun hat die UEFA also allen Unkenrufen zum Trotz Joachim Löw doch wegen der Vorkommnisse in der Coaching-Zone beim letzten Spiel der Euro-Gruppe B zwischen Österreich und Deutschland für eine Partie gesperrt. Dieses Urteil bestätigt eigentlich nur ein Vorurteil: Diese Herren Funktionäre haben von genau einer Sache mehr Ahnung als vom Fußball - und zwar vom Paragraphenreiten! Kleinkariert pochen die UEFA-Offiziellen auf ihre Statuten ohne Augenmaß für die Besonderheit der Situation. Aber offensichtlich träumen sich die kontrollwütigen Offiziellen eine keimfreie Fußballwelt ohne Emotionen zurecht. M.E. zeugt es von Achtung des Gegners und menschlicher Größe (...und nicht von Provokation wie in den Augen der Disziplinäre), dass sich die beiden Trainer beim Verlassen der Coaching-Zone sogar noch die Hände gereicht haben und das der österreichische Coach auch heute noch die Begnadigung Löws forderte. Eigentlich wäre das einen Fairplay-Preis wert - stattdessen winkt Jogi Löw morgen die Tribüne...

EM-Tipp:
  • GRE:ESP Tipp: 2 (Ergebnis: 1:2)
  • RUS:SWE Tipp: 0 (Ergebnis: 3:1)

Dienstag, Juni 17, 2008

Wenn der Apfelmann...

...eine Banane isst, wie heute an einem Verkaufstand beobachtet, frage ich mich doch ernsthaft, inwieweit ich da noch den angebotenen Produkten trauen soll, wenn das offensichtlich schon der Verkäufer selbst nicht zu tun scheint... :o

EM-Tipp:
  • FRA:ITA - Tipp: 2 (Ergebnis: 0:2)
  • NL:RUM – Tipp: 1 (Ergebnis: 2:0)

Montag, Juni 16, 2008

Verzählt

Die Zusammensetzung des Wahlvorbereitungsausschusses zu der von CDU und FDP angestrebten Besetzung einer hauptamtlichen Stelle des 1. Stadtrats in Oestrich-Winkel war fehlerhaft, da ein der SPD-Fraktion zustehender Sitz (nämlich der meinige) der CDU zugesprochen wurde. Da haben sich mein kritisches Nachrechnen und die PoWi-Kenntnisse aus der 10. Klasse doch bezahlt gemacht.

PRESSEMITTEILUNG
SPD legt Widerspruch gegen Wahl des Wahlvorbereitungsausschusses ein (16.06.08)
Gegen die Wahl des Wahlvorbereitungsausschusses zur Wahl des Ersten hauptamtlichen Stadtrates hat die SPD-Fraktionsvorsitzende Christel Hoffmann beim Stadtverordnetenvorsteher Widerspruch eingelegt. Wie Christel Hoffmann mitteilte, habe der Stadtverordnetenvorsteher als Wahlleiter nach der Wahl in der Stadtverordnetenversammlung ein unrichtiges Ergebnis über die Zusammensetzung des Wahlvorbereitungsausschusses bekannt gegeben. Außerdem habe er auf der Grundlage dieses unrichtigen Ergebnisses den Wahlvorbereitungsausschuss eingeladen. „Ein korrekt zustande gekommener Wahlvorbereitungs-Ausschuss existiert demnach nicht“, so Christel Hoffmann. Daher habe sie den Stadtverordnetenvorsteher gebeten, diesen Widerspruch gegen die Wahl auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung im August zu nehmen. Die Wahl erfolgte nach § 22, Abs. 3 Hessisches Kommunalwahlgesetz: „Ist die Wahl nach den Grundsätzen der Verhältniswahl durchgeführt, so werden den einzelnen Wahlvorschlägen so viele Sitze zugeteilt, wie ihnen im Verhältnis der auf sie entfallenden Stimmenzahl zur Gesamtstimmenzahl aller an der Sitzverteilung teilnehmenden Wahlvorschläge zustehen.“ Bei einer Anwesenheit von 32 Stadtverordneten sollten nach den Grundsätzen der Verhältniswahl sieben Mitglieder des Wahlvorbereitungsausschusses gewählt werden. Dazu wurden von CDU/FDP, SPD und Bündnis90/Die Grünen je ein Wahlvorschlag eingereicht. Die Anzahl der Sitze wird wie folgt errechnet (nach Satz 1): Anzahl der zu wählenden Mitglieder (7) multipliziert mit der Anzahl der für einen Wahlvorschlag abgegeben Stimmen dividiert durch die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen (32). Dabei entfielen auf den Wahlvorschlag:

  • von CDU/FDP: 19 Stimmen: entspricht der Zahl: 4,156
  • der SPD: 8 Stimmen: entspricht der Zahl: 1,750
  • Bündnis 90/Die Grünen: 5 Stimmen: entspricht der Zahl: 1,094
Im § 22, Abs. 3, Satz 2 ist die Sitzverteilung wie folgt geregelt: „Dabei erhält jeder Wahlvorschlag zunächst so viele Sitze, wie sich für ihn ganze Zahlen ergeben. Sind danach noch Sitze zu vergeben, so sind sie in der Reihenfolge der höchsten Zahlenbruchteile, die sich nach der Berechnung nach Satz 1 ergeben, auf die Wahlvorschläge zu verteilen.“ Danach erhalten CDU/FDP vier Sitze, die SPD erhält zwei Sitze, Bündnis90/Die Grünen erhalten einen Sitz. Das vom Stadtverordnetenvorsteher festgestellte und in der Niederschrift der Stadtverordnetenversammlung vom 2.6.2008 (S. 6) festgehaltene Ergebnis: CDU/FDP: fünf Sitze, SPD: ein Sitz; Bündnis/90 Die Grünen: ein Sitz ist eindeutig falsch.
Somit war die Auschusssitzung vergleichsweise kurz und ich hätte selbst als ordentlich gewählter Ausschussvertreter noch pünktlich am Hattenheimer Rheinufer erscheinen und den
(...mehr oder auch weniger...) souveränen Sieg der deutschen Mannschaft gegen das kleine Nachbarland mit erneut hunderten von Fans feiern.

EM-Tipp:
  • AUT:BRD - Tipp: 2 (Ergebnis: 0:1)
  • POL:CRO – Tipp: 2 (Ergebnis: 0:1)

Sonntag, Juni 15, 2008

Beruf Bürgermeister

Einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung unter gut 1.000 Bürgermeistern kann man u.a. folgende amüsante bis interessante Ergebnisse entnehmen:
  • Zweifelhaft erscheint auf S. 20 der Studie das Ergebnis, dass 94% der befragten Bürgermeister Männer und 5% Frauen sind - ergibt summa sumarum nur 99,0 % und ich frage mich, wie stark man sich im Amt des Bürgermeisters verändern muss, dass 1,0 % der Befragten offensichtlich weder als Mann noch als Frau eingeordnet werden können...
  • Interessant ist auf S. 43 die Aussage, dass 63% der befragten Bürgermeister Geselligkeit und Ausdauer bei repräsentativen Terminen es als "sehr wichtig" erachten...
  • Beinahe erschreckend, dass auf S. 50 der Studie auf die Frage, inwieweit welche Faktoren die Arbeit des Bürgermeisters in der Kommune einschränken, 36% der befragten Bürgermeister die mangelnde Kompetenz von Rats- bzw. Parlamentsmitgliedern angeben und als "sehr stark" einschätzen...

Und die Türkei ist im Viertelfinale nach einer mehr als denkwürdigen und beeindruckenden Aufholjagd gegen Tschechien. Und auch wenn ich erst zur 70. Minute den Fernseher eingeschaltet habe, kann ich sagen: Alles richtig gemacht und nichts verpasst :D

EM-Tipp:
  • CH:POR - Tipp: 2 (Korrektur: 2:0)
  • TUR:TCH – Tipp: 1 (Ergebnis: 3:2)

Samstag, Juni 14, 2008

Carsten goes Berlin – Tag 3

Der dritte Tag der Konferenz findet heute im beeindruckenden Lichthof des Bundesverkehrsministeriums statt, wo die Konferenzteilnehmer in Kleingruppen mit Experten für Nachhaltigkeitspolitik diskutieren und Forderungen an die Bundesregierung stellen können, die unter den Teilnehmern auch zur Abstimmung gestellt (meine Gruppe erhält das beste Abstimmungsergebnis für unsere Thesen :D) und anschließend in einer Diskussionsrunde (mit Alfalfa als Moderator?!) mit u.a. Horst Frank, Oberbürgermeister der Stadt Konstanz und Marlene Thieme, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, erörtert werden. Die Konferenz, deren Gesamtkosten laut einer Organisatorin auf ca. 90.000 € (!) geschätzt werden, endet mit einem zünftigen Buffet.

Da der ICE in die Heimat erst gegen 19.30 Uhr vom Berliner Hauptbahnhof, in dessen Nähe offensichtlich gerade eine Sandburgenmeisterschaft o.ä. stattfindet, abfährt, besuche ich noch einmal ausgiebig den Berliner Zoo. Dort erwarten mich u.a. zahlreiche lebende Affen und Gorillas 1,2,3,4,5,6,7,8,9 (mit einem sehr autoritären – leider hier unscharfen – Affenkönig :D) wie auch entsprechende Statuen 1,2,3, Giraffen 1,2, Antilopen, Zebras, Lamas, mitunter faule Känguruhs, eine acht laufende Nashörner ohne Panzer sowie Rhinozerosse mit Panzer, Verdauungsschlaf haltende Tiger, Nasenbären, Steinböcke, Wildschweine, Wölfe, Störche, sich „liebkosende“ Murmeltiere
1,2, Robben, Elefanten, den US-Wappen-Adler sowie diverse weitere Vogelarten 1,2 viel zu schnelle Nagetiere unterschiedlichster Art 1,2, kolossale Nilpferde 1,2,3 in einem nicht weniger beeindruckenden Aquarium, Braunbären und natürlich last but not least die Hauptattraktionen Panda Bao Bao 1,2 und Eisbär Knut 1,2.
Um 1.30 Uhr endet meine Reise schließlich mit leichter Verspätung und entlarvten Schwarzfahrern (entnommen der DB-Mobil-Zeitung) am Wiesbadener Hauptbahnhof und ich kann mit meinem wider Erwarten weder demolierten noch geklauten Auto die Fahrt zum Erdbeerfest antreten, um dort eine der letzten Erdbeerbowlen des Abends schlürfen zu dürfen.

EM-Tipp:

  • SWE:SPA - Tipp: 2 (Ergebnis: 1:2)
  • GR:RUS – Tipp: 2 (Ergebnis: 0:1)

Freitag, Juni 13, 2008

Carsten goes Berlin – Tag 2


Zur heutigen Begrüßung sprechen neben dem Vorsitzenden des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Deutschland, Dr. Volker Hauff (ehemaliger Bundesminister und OB von Frankfurt a.M.), der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch (Mitglied des Parlamentarischer Beirats für nachhaltige Entwicklung) und Dr. Stefan Bauernfeind aus dem Bundeskanzleramt Grußworte an die jungen KommunalpolitikerInnen. Im Anschluss werden in kleineren Gruppen kommunale Nachhaltigkeitsprojekte und -strategien vorgestellt und diskutiert, wobei teils auch interessante Vorstellungen einzelner JU/CDU-Mitglieder zum Vorschein kommen wie „Kernenergie ist nachhaltig“. Überhaupt erwecken die jungen Kommunalpolitiker der Jungen Union, die bei dieser Konferenz die Mehrheit der Teilnehmer darstellen, den Eindruck eines vermeintlich sehr elitären Grüppchens in geschniegelten Lackschuhen mit passendem Hemd, Jacket und Seitenscheitel, welches auf Kommando wie ein einziges Kollektiv auch auf Zwischenrufe und Wortbeiträge der Parteikollegen zu reagieren scheint. Am Nachmittag stellt sich dann auch noch Prof. Dr. Klaus Töpfer (ehemaliger Umweltminister und so etwas wie eine Choriphäe auf diesem Gebiet in Deutschland) in einer großen Diskussionsrunde den kritischen Fragen und Anmerkungen der jungen Parlamentarier und steht danach auch in den Kleingruppen Rede und Antwort.
 
Nach einem anstrengenden und arbeitsintensiven Nachmittag starte ich gestärkt durch eine Mega-Currywurst (für doch mehr als erschwingliche 1,30 € aus diesem Wurst-Stand) schließlich meine kleine Sightseeingtour durch die bewölkte Bundeshauptstadt. Die Orientierung behalte ich vor allem durch die Ampelmännchen, die mir jederzeit verraten, ob ich mich gerade im Westen (rotgrün) oder Osten (rotgrün) der Stadt befinde. Da trifft es sich auch gut, dass man sich die ehemalige Grenze durch Berlin in Nähe des imposanten Sony-Centers 1,2 mit seiner einzigartigen Dachkonstruktion einmal genauer anschaut. Vorbei am noblen Hotel Adlon mit einer Reihe wartender Kutschen lasse ich es mir nicht nehmen, einen Gang durch das Wahrzeichen Berlins zu vollziehen. Eine für Sozialdemokraten beinahe Pflicht stellte dann der anschließende Marsch zur parteieigenen Parteizentrale, vorbei an gut ausgeschilderten Gebäuden, dar. Neben einer klar sichtbaren Profilierung 1,2 am Willy-Brandt-Haus 1,2 ließ einen dabei auch der Eindruck nicht los, umgeben von sozialdemokratischen Größen zu sein, was dann schließlich auch noch dadurch getoppt wurde, dass der Pförtner nach einem kurzen Gespräch sogar ein Foto von und mit unserem Willy ermöglichte. Weil die eigens in unmittelbarer Nähe des Reichstags errichtete U-Bahn-Station nicht in Betrieb ist (wie viele Abgeordnete wohl diese hervorragenden ÖPNV-Anbindungen nutzen, während sie Sparsamkeit vom Steuerzahler predigen…?!), geht es am ursprünglichen Regierungsausstieg „Unter den Linden“ ins idyllisch gelegene Regierungsviertel. Von weitem noch den Fernsehturm im Blick, erscheint schon bald der imposante Bau des Reichstagsgebäudes 1,2 in meinem Blickfeld, dessen wahre Dimension mir erst bei solchen Bildern wirklich bewusst wird. Auf dem Weg zum von Sonne erstrahlten Bundeskanzleramt 1,2 erhasche ich auch die projizierte Rede von Otto Wels im Rahmen der Bundestagsausstellung gegen das Ermächtigungsgesetz, bevor ich dann an Angies Zweitwohnsitz angekommen auf Gerds Spuren am Zaun rütteln darf :-) Die Sightseeingtour durch Berlin endet an diesem Tag mit einem nachdenklich machenden Spaziergang um das architektonisch einfach nur beeindruckende Denkmal in Gedenken an die ermordeten Juden Europas. Leider halten sich aber auch heute nicht alle Besucher an die nicht zu übersehende Besucherordnung
 
Zwischen schier verzweifelten Frankreich-Anhängern und wild feiernden Niederländern schaue ich mir das denkwürdige 4:1-Gruppenspiel zwischen beiden Ländern an, um anschließend parteiübergreifend mit anderen Konferenzteilnehmern in der Bierbar den überwiegenden Teil des Abends zu verbringen.
EM-Tipp:

  • ITA:RUM - Tipp: 1 (Ergebnis: 1:1)
  • NL:FRA – Tipp: 0 (Ergebnis: 4:1)

Donnerstag, Juni 12, 2008

Carsten goes Berlin – Tag 1


Mit dem ICE 78 geht es pünktlich um 9.13 Uhr über Hannover in die Bundeshauptstadt zur Konferenz „Nachhaltigkeit vor Ort“, wobei ich langsam auch als bekennender Nichtraucher ein wenig nachvollziehen kann, wenn sich Raucher in Deutschland immer mehr diskriminiert fühlen. Mitunter auch Dank des freiwillig oder unfreiwillig amüsierenden Zugführers mit Hamburger Akzent, der das Anpreisen eines Brötchens mit Frikadelle aus dem mit feiernden und grölenden Bayern besetzten Bord-Restaurant zu einem Comedy-Preis-verdächtigen Erlebnis werden lässt, bei seinen Durchsagen im Hintergrund aber auch mal den Kill-Bill-Jingle durchklingen lässt, gestaltet sich die ca. 4,5-stündige Fahrt doch als sehr kurzweilig. Am Berliner Hauptbahnhof angekommen wartet man dann scheinbar schon auf mich und ich erhasche auch gleich den ersten Blick auf den Reichstag und vernehme erst von draußen den imposanten Anblick des im Jahr 2007 fertig gestellten und komplett neu hergerichteten Hauptbahnhofs (auf diese Stelle fiel im übrigen der ca. tonnenschwere Eisenpfeiler, der im Januar 2007 mal so eben vom Dach gefallen war…). Anschließend geht es durch das engmaschige Berliner U- und S-Bahn-Netz, welches in den kommenden drei Tagen mein Hauptfortbewegungsmittel darstellen wird, zum „ibis“-Hotel, um dort kurz einzuchecken und mich schon auf den Weg in die Kulturbrauerei im Osten Berlins zu machen, wo die Konferenz eröffnet und die Teilnehmer ihre Beispielprojekte (mein Projekt: Mehrgenerationenhaus) im Rahmen einer kleinen Bastelstunde kreieren und anschließend in Kleingruppen vorstellen sollen (peinliche Rechtschreibfehler in Kauf nehmend). Ich zeige mich dabei freudig überrascht, trotz bundesweiten Teilnehmerkreises gleich mal fünf bekannte Gesichter aus Südhessen erhaschen zu können :-)
Im Anschluss ist der offizielle Teil der Konferenz auch schon beendet und es beginnt laut Tagesordnung das „Get together“, was übersetzt nichts anderes bedeutet wie kostenloser Speis und Trank (mit freundlicher Unterstützung der zugehörigen Flaschenbierabteilung) für das Deutschlandspiel gegen Kroatien.

EM-Tipp:

  • CRO:BRD - Tipp: 2 (Ergebnis: 2:1)
  • AUT:POL – Tipp: 0 (Ergebnis: 1:1)

Mittwoch, Juni 11, 2008

"Nachhaltigkeit vor Ort"

So, ab morgen, 9.14 Uhr, geht's in die Bundeshauptstadt zur dreitägigen Konferenz "Nachhaltigkeit vor Ort", zu der ich zusammen mit 99 weiteren der "jüngsten KommunalpolitikerInnen Deutschlands" vom Rat für Nachhaltige Entwicklung eingeladen wurde. In Rahmen der Konferenz sollen u.a.
  • Ideen für die lokale Nachhaltigkeitspolitik gesammelt,
  • die nationale Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt,
  • Junge KommunalparlamentarierInnen mit Interesse am Thema Nachhaltigkeit vernetzt und
  • der Dialog mit Experten der Bundesebene aufgenommen werden
Die Ergebnisse der Konferenz sollen dann bei der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung eine wichtige Rolle spielen. In der Begrüßung von Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, heißt es u.a.: 
"Im Namen der Mitglieder des Nachhaltigkeitsrates begrüße ich Sie zu dem Dialog Nachhaltigkeit von Ort. Umwelt, Wirtschaft und Soziales zusammenzubringen und gleichzeitig den langen Blick auf die Zukunft zu wahren, ist eine Aufgabe, die neue Sichtweisen, unverstellte Bilanzen und den kreative Mut zum Handeln benötigt. Die einhundert jüngsten Volksvertreter aus den Kommunalparlamenten der Städte, Gemeinden und Landkreise im Dialog über Ziele und Wege zur nachhaltigen Entwicklung – das hat es noch nie gegeben. Für uns ist es ein Experiment, das Neugier entfacht. Am meisten bei uns selbst. Wir diskutieren derzeit die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Hierzu soll die Konferenz der Einhundert sehr wirksam beitragen (...)."
EM-Tipp:
  • TCH:POR - Tipp: 0 (Ergebnis: 1:3)
  • CH:TUR – Tipp: 0 (Ergebnis: 1:2)

Dienstag, Juni 10, 2008

Unbekannter Nebenjob?!

Das mein e-mail-Account bei meiner ehemaligen Ausbildungs-/Arbeitsstätte nach 1,5 Jahren immer noch aktiv ist und ich daher auch noch regelmäßig u.a. den Spam-Filter zugeschickt bekomme, daran habe ich mich mittlerweile gewohnt. Das mein Bruder mittlerweile in meine „Fußstapfen“ getreten ist und als freier Mitarbeiter für den Wiesbadener Kurier aktiv ist und in dessen Konsequenz ich neulich einen e-Mail-Irrläufer erhalten habe, in dem „ich“ sogar für eine Reportage eingeteilt wurde, habe ich amüsiert zur Kenntnis genommen. Als „ich“ heute dann aber schon terminliche Verpflichtungen erhalten habe, fühlte ich mich doch genötigt einmal einzugreifen – die Löschung meines e-Mail-Accounts ist jetzt also beantragt :-)


EM-Tipp:
  • ESP:RUS - Tipp: 1 (Ergebnis: 4:1)
  • GRE:SWE – Tipp: 2 (Ergebnis: 0:2)

Montag, Juni 09, 2008

Dekadentes Volk

Wenn sich Italien und die Niederlande auf dem Fußballfeld begegnen, kann man als Deutschland-Fan ja eigentlich nur hoffen, dass beide Mannschaften disqualifiziert werden. Weil das dann aber doch eher eine Wunschvorstellung ist, durfte ich heute am Hattenheimer Rheinufer bei Public Viewing mit fünf Nadelstreifen den holländischen Sieg gegen Italien begutachten. Traurig oder typisch, dass diese fünf Exemplare innerhalb einer halben Stunde aber auch so ziemlich jedes Klischee über ihre Sparte erfüllt haben. Angefangen mit mangelnder Sachkompetenz auf fremdem Gebiet ("Wann wurden wir nochmal das letzte Mal Europameister mit Bierhoff?...1986! Das war aber nicht in Mexiko, oder?!"), einem stark verwöhnten Gaumen ("Ach das 4-Gänge-Menü im ‚Kronenschlösschen’ war schon super, aber jetzt nochmal so ne fettige Bratwurst…") oder abfälligen Bemerkungen über die heimische Bevölkerung ("Sprechen die noch unsere Sprache oder ist das schon ein Buschdialekt?").
EM-Tipp:
  • RUM-FRA – Tipp: 2 (Ergebnis: 0:0)
  • NL-ITA – Tipp: 0 (Ergebnis: 3:0)

Sonntag, Juni 08, 2008

So kann Fußball sein

Trauer und Freude so nah beieinander auf dem Hattenheimer Sportplatz. Nach drei Jahren Bezirksliga verlor der SSV Hattenheim heute das entscheidende Relegationsspiel gegen Taunusstein-Seitzenhahn mit 3:0 und muss den Weg zurück in die Kreisliga angehen.
200 Meter weiter beim Public Viewing an den Rheinwiesen feierten drei Stunden später aber schon wieder zahlreiche Fans den erfolgreichen EM-Auftakt der deutschen Mannschaft gegen Polen.
Kraft getankt für diesen Fußballmarathon habe ich dabei heute im „Waldgeist“ in Taunusstein bei einem 1/4-Schnitzel – ich will nicht wissen, wie da das 1/1-Schnitzel aussieht…oder jemand, der sich an die „XXXXXL-Königsplatte“ heranwagt.


EM-Tipp:
  • AUT-CRO – Tipp: 2 (Ergebnis: 0:1)
  • BRD-POL – Tipp: 1 (Ergebnis: 2:0)

Samstag, Juni 07, 2008

I was made for loving you, baby

Heute habe ich erfahren, dass der Hauspostbote in meiner ehemaligen Ausbildungsstätte im Alter von 60 Jahren verstorben ist. Es war immer eine OHRENweide, wenn man im Bürozimmer saß und sich auf dem Gang der quietschende Postwagen mit den pfeifenden Klängen von „Kiss – I was made for loving you, baby“ näherte oder man während der Aufzugsfahrt zwischen den Stockwerken auf einmal durch die nicht schallisolierten Aufzugstüren den Darth Vader-Jingle oder andere Musikarien vernehmen konnte. Die permanent gute Laune und das stete „Oh…aha…hehe!“ als erste Reaktion auf eine Frage oder Ansprache war sicherlich auch Folge seiner teilweise geistigen Behinderung, dennoch war es mit ihm immer eine angenehme Abwechslung unter den vielen „Nadelstreifen“ im oftmals tristen Arbeitsalltag. Mach’s gut, Schorsch!


EM-Tipp:
  • CH-TCH – Tipp:2 (Ergebnis: 0:1)
  • POR-TUR – Tipp:1 (Ergebnis: 2:0)

Freitag, Juni 06, 2008

Französischer Zungenbrecher

"Si six scies scient six cypries, six cents scies scient sixcents cypres."
 
- Wenn sechs Sägen sechs Zypressen sägen, dann sägen 600 Sägen 600 Zypressen.

Donnerstag, Juni 05, 2008

Neues Schuhwerk

Für 4,95 € (runtergesetzt von 39,95 €) bei "Schuhe Görtz" in Wiesbaden auf der Mainzer Straße abgestaubt...wahrlich sozialistische Preise.

Mittwoch, Juni 04, 2008

Studiengebühren sind abgeschafft! --> werden am 17.6.08 abgeschafft ;-)

Versprochen. Gehalten!


Oestrich-Winkel, den 4. Juni 2008
PRESSEMITTEILUNGJusos: Studiengebühren sind abgeschafft
Hoch erfreut zeigen sich die Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis darüber, dass der Hessische Landtag in seiner gestrigen Sitzung die Studiengebühren an hessischen Hochschulen aufgehoben hat. Eine Mehrheit von SPD, Grüne und Linke stimmte für die Abschaffung des Pflichtbeitrags von 500 € pro Semester für Studierende. „Das wichtigste Ziel haben wir damit erreicht. Niemand in Hessen und auch niemand im Rheingau-Taunus-Kreis muss jetzt mehr den Geldbeutel über sein Studium entscheiden lassen“, sagte Carsten Sinß, Vorsitzender der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis.
„Über 70.000 Menschen in Hessen, davon auch viele aus dem Rheingau-Taunus-Kreis, haben die Verfassungsklage gegen die Studiengebühren unterstützt“, ergänzt Svenja Feth, Vorstandsmitglied bei den Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis.
Zur Erinnerung: Auch die Jusos beteiligten sich wochenlang mit mehreren Aktionen im Rheingau-Taunus-Kreis an der Sammlung von Unterschriften für eine Verfassungsklage gegen Studiengebühren. Zusammen mit den örtlichen SPD-Ortsvereinen konnten hierbei laut Angabe der Jusos mehrere hundert Anträge gesammelt werden. „Wir sind froh und stolz über dieses tolle Ergebnis und freuen uns, dass sich politisches Engagement so mehr als auszahlt. Wir bedanken uns daher bei allen Bürgern, die so ihre Stimme gegen die Einführung von Studiengebühren erhoben haben“, ergänzt Sinß.
Der Staatsgerichtshof entscheidet zudem in den kommenden Tagen noch über die Verfassungsmäßigkeit der Studiengebühren in Hessen. Denn die Einführung von Studiengebühren steht in Hessen in Verdacht, gegen die Hessische Verfassung zu verstoßen. Dort heißt es nämlich in Artikel 59: „In allen öffentlichen Grund-, Mittel-, höheren und Hochschulen ist der Unterricht unentgeltlich“. Sollte das Studiengebührengesetz als verfassungswidrig erklärt werden, können sich die Studierenden zusätzlich über eine Rückzahlung der geleisteten Gebühren freuen.
„Es ist deutlich, dass es ein großes politisches und auch gesellschaftliches Bündnis gegen die Gebühren gab und gibt, denn sie sind sozial ungerecht und juristisch verfassungswidrig“, so Feth und Sinß für die Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis abschließend. Mehr Infos unter
http://www.jusos-rtk.de/.

Dienstag, Juni 03, 2008

E penso a te - Lucio Battisti

Der eine Dozent benutzt Lehrbücher zur Vermittlung des Lernstoffs, der nächste bereitet ausformulierte Skripte schriftlich oder digital vor...und unser Italienisch-Dozent bringt uns die Konjugation von Verben eben anhand von italienischen Liebeslidern von Lucio Battisti bei :-).

Montag, Juni 02, 2008

Aus den Gremien

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 2.6.2008

Tagesordnung

Bericht und Anfragen

1) Bericht des Magistrats

2) Beantwortung von Anfragen

Mit drei Anfragen der SPD zu den Themen „Informationen bzgl. Bescheide Anton-Dietrichs-Straße“, „Anteil ältere Generation an der Bevölkerung Oestrich-Winkels“ und „Zuzug von jungen Familien nach Oestrich-Winkel“

Vorlagen aus früheren Sitzungen

3) Antrag SV Sinß betr. Verbesserung Haushaltsplanstrukturierung

Zur weiteren Beratung einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen

4) SV-Beschluss v. 28.01.08 bzgl. Antrag B90/Grüne 2008/006 zur Solarenergienutzung, Punkt 2- 4

Einstimmig angenommen

5) Bericht des Magistrats zum SV Antrag 2007/0213: Markt 15 – Mikwe

Zur weiteren Beratung einstimmig an den Ausschuss Umwelt, Planen und Bauen verwiesen

6) Änderung der Gebührensatzung für die Kinderbetreuungseinrichtungen in Oestrich-Winkel

Ein Änderungsantrag von Bündnis 90/Die Grünen, der vorsah, Kinderbetreuungsbeiträge zukünftig nach Einkommen- und Personenstärke der jeweiligen Familie zu staffeln, wurde mehrheitlich von CDU und Teilen der FDP abgelehnt, so dass die Ursprungsvorlage dann auch nur mit den Stimmen von CDU und FDP beschlossen wurde.

7) Bau eines Sendemastes für die Firmen O2 und SWR im Hallgartener Forst

Trotz unzumutbaren Zuständen in der vorangegangenen Ausschussberatung, als plötzlich von Seiten des O2-Vertreters und dem „juristischen Berater“ der Stadt Oestrich-Winkel (der Bürgermeister selbst ist wohlgemerkt Jurist) in der Sitzung selbst etliche Änderungsvorschläge als Tischvorlagen eingebracht wurden, nun doch einstimmig beschlossen (allerdings mit meiner Enthaltung, da ich kein Freund von derartigen Einrichtungen an derart sensiblen Stellen bin). Bemerkenswert allerdings die Begründung des Hallgartener CDU-Stadtverordneten A.C. Orth, der eine von der SPD-Fraktion beantragte Überweisung an den Hallgartener Ortsbeirat mit der Begründung ablehnte, "der Hallgartener Ortsbeirat hat keinerlei Interesse,über das Vertragswerk inhaltlich zu sprechen".

8) Zuschuss von 80.000,- € für Maßnahmen des FSV 1917 Winkel aus dem zum Erbbaurechtsvertrag gehörenden Treuhandkonto

Wie fraktionsübergreifende Absprachen mit CDU und FDP aussehen, zeigt dieser Tagesordnungspunkt deutlich: Trotz teils unterschiedlicher Auffassungen in der Sachfrage einigte man sich aufgrund des sensiblen Themas im Haupt- und Finanzausschuss auf die Vorgehensweise, den Punkt ohne Aussprache zu behandeln - um dann aber in der Sitzung selbst noch mit Änderungsanträgen von CDU und FDP konfrontiert zu werden. Somit nur mit den Stimmen von CDU und FDP und der Enthaltung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen beschlossen. Und den FSV Winkel dürfte auch nicht gefallen, was CDU und FDP da noch reingestimmt haben...

9) Neuabschluss des Straßenbeleuchtungsvertrages

Bzgl. fraktionsübergreifenden Absprachen siehe vorhergehenden Punkt. Trotz Einigung im Ausschuss, zertifizierten Strom beziehen zu wollen, der jährlich nur Mehrkosten von ca. 1.600 € bedeutet hätte, stellt die CDU in der Sitzung selbst den Änderungsantrag, dies wieder zurückzunehmen, da man den Verdacht habe, dass die SPD dem Vorhaben nicht zustimmen würde (Mehrheit = Wahrheit - wohlgemerkt aber falsch). So hat sich die Stadt Oestrich-Winkel nun also mit den Stimmen von CDU und FDP wieder für 20 Jahre an die SÜWAG gebunden. Ein Änderungsantrag der SPD-Fraktion auf Reduzierung der Vertragsdauer auf zehn Jahre fand ebenfalls keine Mehrheit, da in den Augen von CDU und FDP Nachhaltigkeit offenbar nur unter finanziellen Gesichtspunkten betrachtet wird.

Neue Anträge von Fraktionen

10) Antrag SV Sinß betr. Radweg Rheingaustraße

Nachdem dem Antrag in der letzten Sitzung von CDU und FDP die Dringlichkeit verwehrt wurde, stand der Antrag nun in geänderter Fassung heute auf der Tagesordnung. Leider war die CDU (wohlgemerkt nicht die FDP) der Auffassung, dass man über den Antrag nicht diskutieren und abstimmen lassen solle, da man hierfür nicht zuständig sei. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die CDU trotz eines eindringlichen Appells meiner Wenigkeit der Auffassung ist, dass die Stadt Oestrich-Winkel ihren eigenen Magistrat nicht mehr auffordern darf, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass aus einer provisorischen eine fest installierte Straßenbeschilderung wird…traurig, traurig

11) Antrag CDU- u. FDP-Fraktion betr. Wahlvorbereitungsausschuss

Mit den Stimmen von CDU und FDP beschlossen

12) Antrag SPD-Fraktion betr. Rekommunalisierung der Stromversorgung

Zur weiteren Beratung einstimmig an den Ausschuss Umwelt, Planen und Bauen und den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

Neue Vorlagen des Magistrats


13) Wahl der Mitglieder des Wahlvorbereitungsausschusses

Gewählt wurden sieben Mitglieder, davon vier Vertreter CDU, einer FDP, einer SPD und einer Bündnis 90/Die Grünen

14) Niederschlagung von Stundungszinsen

Einstimmig angenommen

15) Wahl der Schöffinen und Schöffen 2009 bis 2013

Einstimmig angenommen

16) Gremienbeschluss "Prima Klima"

Zur weiteren Beratung einstimmig an den Ausschuss Umwelt, Planen und Bauen verwiesen

17) Antrag SPD-Fraktion betr. Rheinweg Winkel

Vom Antragsteller zurückgezogen

Sonntag, Juni 01, 2008

Relegation

Dem SSV Hattenheim ist heute im letzten Saisonspiel leider nur der Einzug in die Relegation zum Erhalt in der Bezirksliga gelungen . Also heißt es nochmal 180 Minuten Daumen drücken…