Dienstag, September 30, 2008

Stöckchen: Farben

Was fällt dir spontan zu folgenden Farben ein?

  • weiß: Frieden, Erfüllung, Stille
  • gelb: Gold/Geld
  • orange: künstliche Modernität, sprich: CDU ;-)
  • rosa: Hemdkragen-hoch-tragende-hochnäßige-BWL-Studenten
  • rot: Liebe, Aggressivität, SPD
  • violett: Feminismus, Kirche
  • blau: Wasser, Himmel, Weite/Ferne
  • grün: Beruhigung, Natur
  • braun: Dummheit, Nationalsozialismus
  • grau: Langeweile, Theorie, Alter
  • schwarz: Konservatismus, Tod, CDU

Was ist ein Stöckchen?

Montag, September 29, 2008

"Guuude"

Heute an meiner Frontscheibe.

Sonntag, September 28, 2008

CSUnami in Bayern

Seit heute, 18 Uhr, ist er eingeläutet, der Untergang des christsozialen Abendlandes, den auch noch ausgerechnet ein Niederbayer und ein Franke mit verursacht haben - was wird sich Franz-Josef Strauß im Grabe wälzen. Wie immer findet die "Bild" die richtigen Worte: "Revolution in Bayern" wird morgen auf ihrer Titelseite stehen - und erst dies macht die Dimension der Katastrophe wirklich klar. Die letzte Revolution im Freistaat nämlich fand vor 90 Jahren statt und führte zur Machtübernahme der Rätebewegung, also der Sozialisten :-)
Während DIE Volkspartei CSU mit bald 20% aber beinahe ein Drittel Stimmenverlust gegenüber der letzten Landtagswahl 2003 einfährt, können die "Sozialisten" (Sozialdemokraten) und andere hiervon aber mitnichten profitieren, sondern müssen ihr historisch schlechtestes Ergebnis noch einmal nach unten korrigiert. Stimmen vom Wahlabend:

  • "Das ist heute nicht nur ein schwarzer Tag für die CSU, sondern auch für Bayern."
    - Christine Haderthauer, Generalsekretärin bayerische CSU -
  • "Wenn man 40 Jahre als Single lebt, ist man nur noch bedingt beziehungsfähig."
    - Tom Buhrow, Nachrichtensprecher ARD, in den "Tagesthemen" -

  • "Das war ein Erdbeben in Bayern. Die Menschen wollen einen Neubeginn. Für diesen Neubeginn stehen wir zur Verfügung."
    - Franz Maget, SPD-Spitzenkandidat in Bayern, mit einem Wahlergebnis von knapp 19% im Rücken -

Samstag, September 27, 2008

Dem Kapitalismus...

...in seiner schwersten Krise über die Schulter schauen - und zwar mittendrin, statt nur dabei! Anders kann ich mir diesen Service der Financial Times Deutschland zumindest nicht erklären :D

Freitag, September 26, 2008

Wer hilft der alten SPD

Wer hilft der alten SPD
über die Chaussee?
Ihr tut so sehr der Buckel weh -
sonst ist sie ganz okay!

Genosse Brandt,
im Land bekannt
als großer Visionär.
Hatte es schwer,
weil die Partei
ihn manchmal
nicht verstand.

Der Macher Schmidt,
jetzt an der Macht,
fühlte sich fit.
Hat Druck gemacht.
Doch die Partei
folgte ihm nicht - - -
hatte eine andre Sicht.

Und schon -
der Lohn:
Opposition!

Wer hilft der alten SPD
über die Chaussee?
Ihr tut so sehr der Buckel weh -
sonst ist sie ganz okay.

Schröder, so wurde 'rum-erzählt,
als zum Kanzler er gewählt,
genoss die Macht.
Doch die Genossen
hätten ihn gern abgeschossen,
weil er die kleinen Leut' vergaß:
Basta - und das ohne Spaß!
Wer hilft der alten SPD
über die Chaussee?
Ihr tut so sehr der Buckel weh -
sonst ist sie ganz okay...

Quelle: http://kommentare.zeit.de

Donnerstag, September 25, 2008

Die aktuelle politische Lage

Zunächst ging es heute Mittag in den Hessischen Landtag, um mich dort in meiner Funktion als Mitglied des Bezirkvsorstands der südhessischen Jusos mit der hessischen SPD-Vorsitzenden Andrea Ypsilanti zu treffen (hier mit dem SPD-Bezirksvorsitzenden Gernot Grumbach und dem Juso-Bezirksvorsitzenden Behnam Yazdani) und von ihr die aktuelle landespolitische Situation erläutert zu bekommen. Anschließend ging es nach Bad Camberg-Würges zur gemeinsamen Wahlkreiskonferenz der beiden SPD-Unterbezirke Limburg-Weilburg und Rheingau-Taunus zur Nominierung des SPD-Bundestagskandidaten Martin Rabanus, der letztlich mit über 90% der abgegebenen Stimmen das Vertrauen der Delegierten erhielt. Nach der Rede des Kandidaten hatte auch ich im übrigen noch eine kleine Unterstützungsrede gehalten (siehe Artikel unten).


Wiesbadener Kurier vom 27.09.2008 - von Werner Stoepler
Rabanus will "Raketen-Willsch" das Bundestagsmandat abjagen
SPD-Unterbezirksvorsitzender zum zweiten Mal Wahlkreiskandidat
WÜRGES Daheim im Rheingau-Taunus-Kreis sind sie Koalitionspartner, im Koalitionsausschuss von CDU und SPD nach offizieller Lesart trotz gelegentlicher Meinungsunterschiede ein Herz und eine Seele. Vor der Presse und besonders auf Parteitagen aber lassen der CDU-Kreisvorsitzende Klaus-Peter Willsch und der SPD-Vorsitzende Martin Rabanus keine Gelegenheit aus, dem nicht anwesenden Partner im übertragenen Sinn ans Schienbein zu treten. So jetzt auch im Bad Camberger Stadtteil Würges, wo sich der Taunussteiner Rabanus zum zweiten Mal aufmachte, dem Hohensteiner Willsch das Bundestagsmandat abzujagen.
Wie erwartet, nominierte die Wahlkreis-Delegiertenkonferenz der Sozialdemokraten aus dem Rheingau-Taunus-Kreis und dem Altkreis Limburg Rabanus als Direktkandidaten für die Bundestagswahl im September 2009. Der Mitarbeiter der SPD-Landtagsfraktion erhielt 136 von 151 Stimmen (90,07 Prozent), bei zwölf Nein-Voten und drei Enthaltungen. Neben Fulda, der Geburtsstadt von Rabanus, gilt der Wahlkreis Rheingau-Taunus als sicherste CDU-Hochburg in Hessen.
Wenn es nach Rabanus geht, dann darf es in Berlin keine Fortsetzung der Großen Koalition mehr geben, sondern eine linke Mehrheit jenseits der CDU. Diese wiederum aber ohne die Partei der Linken, die auf "Bundesebene nicht regierungsfähig und international nicht bündnisfähig" sei, gleichwohl willkommen zur Ablösung der Regierung von Roland Koch in Hessen. Dass er deshalb von seinem Wahlkreiskonkurrenten und Kreistagspartner Willsch in dessen "Monatsanzeiger" als Befürworter eines "Volksfrontbündnisses" gescholten wurde, ließ Rabanus nicht auf sich sitzen. Von "Raketen-Willsch" aus der Partei der "schwarzen Koffer, jüdischen Vermächtnisse und Blockflöten der SED" nehme er keine Ratschläge entgegen.
Willsch habe selbst einen erheblichen Teil der eigenen Partei gegen sich, "er ist da unten durch", erläuterte Rabanus und bekannte, seine leidenschaftlichsten Unterstützer finde er im Rheingau-Taunus-Kreis in CDU-Kreisen. Der Wahlkreis habe in Berlin eine bessere Vertretung verdient.
Leidenschaftlich wurde Rabanus in Würges auch von Juso Carsten Sinß aus Oestrich-Winkel unterstützt. Der 37-jährige Familienvater Rabanus stehe nicht nur für die richtigen politischen Inhalte, es mache auch Spaß, mit ihm in den Wahlkampf zu ziehen, berichtete Sinß. Und unterhielt den sonst von vielen Formalien geprägten Parteitag mit Anekdoten aus dem vergangenen Bundestagswahlkampf. Unter anderem sei die Konkurrenz der Jungen Union in Taunusstein dabei erwischt worden, als sie Rabanus-Wahlplakate abgehängt habe. Was aber kein Zeichen leidenschaftlicher Verehrung gewesen sein soll.
Nassauische Neue Presse vom 26.09.2008SPD schickt Martin Rabanus ins Rennen – und der spöttelt über «Raketen-Willsch»
Bad Camberg. Martin Rabanus will sich 2009 zum zweiten Mal dem Duell mit Klaus-Peter Willsch (CDU) stellen – und hat dafür die volle Rückendeckung der SPD-Delegierten erhalten. Mit 90 Prozent aller geheim abgegebenen Stimmen wählten sie den 37-Jährigen in Würges zum Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 179 (Rheingau-Taunus/Limburg).
Rabanus stellte sich den 201 Genossen zunächst ausführlich vor, bevor er politisch wurde. Die Partei solle sich zwar deutlich nach links abgrenzen, er wolle es aber auf keinen Fall zulassen, dass Deutschland «von Heuschrecken und Neoliberalen» regiert werde. Rabanus lobte die frühere Bundesregierung unter Gerhard Schröder. Hier seien «sieben Jahre lang die Arbeitnehmerrechte gestärkt» worden. Auch jetzt in der Großen Koalition habe man «Akzente gesetzt» – beispielsweise in der Energiepolitik.
Die Lacher auf seiner Seite hatte der derzeitige Kulturreferent im Wiesbadener Landtag, als er seinen Konkurrenten wegen der Affäre um Rüstungsanzeigen in seinem Monatsblatt «Raketen-Willsch» nannte. Mit Applaus bedachten die Delegierten die Ermunterung des SPD-Kandidaten, «nach schwieriger Zeit wieder zu mehr Geschlossenheit» zu finden. Die Linke im Bund bezeichnete er als nicht regierungsfähig – vielmehr müsse die SPD ihr «linkes Profil in der Mitte der Gesellschaft» stärken. Der Taunussteiner ging in seiner Rede nicht auf regionale Themen ein. Insgesamt hielt sich die Begeisterung der Delegierten während und nach dem Vortrag in Grenzen.
Das änderte sich, als Carsten Sinß von den Jusos und der Landtagsabgeordnete Marius Weiss das Wort ergriffen. Sie lobten Rabanus‘ Engagement und seine integere Art.(...) roh

Mittwoch, September 24, 2008

Ganz normaler Uni-Alltag

So war es geplant:
Morgens recht früh aufstehen, gemütlich duschen und frühstücken, das Photoshop-Projekt fertig machen, in die Uni fahren, das Photoshop-Projekt dort hochladen bzw. ausdrucken und abgeben, außerdem noch diverse Unterlagen ausdrucken, dann mit jemand zum lernen treffen und anschließend noch in die Wiesbadener Fasanerie fahren und bzgl. Übernahme einer Tierpatenschaft für einen ROTfuchs informieren.

So lief es letzten Endes tatsächlich:
Morgens verschlafen, Dusche musste ausfallen, gefrühstückt wurde im Auto, die Fertigstellung des Photoshop-Projekts musste aufgrund eines gut getimten Feueralarms im Zentrum für Datenverarbeitung der Universität Mainz an dieser Stelle bei rosa Hintergrundfarbe abgebrochen werden, mein Druckkonto konnte nicht mehr aufgeladen und diverse Ausdrucke somit auch nicht getätigt werden, das gemeinsame Lernen wurde zu einer Art Frustbewältigung der vorherigen Ereignisse und aufgrund einer Baustelle auf der B 54 durfte ich auch noch einen gut zehn Kilometer langen Umweg in Richtung Fasanerie fahren.

Dienstag, September 23, 2008

Welchen Wolf füttere ich?

"Ein alter Indianer erzählte seinem Enkel folgende Geschichte: "In meiner Brust wohnen zwei Wölfe (...) Einer ist der Wolf der Dunkelheit und der Angst, des Misstrauens, der Verzweiflung und des Neides. Der andere ist der Wolf des Lichtes, der Liebe, der Lust und der Lebensfreude". Darauf hin fragte ihn der Enkel: "Und welcher der beiden wird siegen?" Der alte Indianer antwortete: "Der, den ich füttere!" 

- unbekannt -

Montag, September 22, 2008

Klassentreffen

Über Fünf Jahre ist es nun her, dass wir auf unserer Akademischen Feier unsere Abiturzeugnisse (ich bin im übrigen der feine Herr im weißen Hemd ganz rechts) erhielten und beim anschließenden Abischerz verdientermaßen ein wenig über die Strenge schossen. Grund genug, am gestrigen Tag ein Jahrgangstreffen an der Hattenheimer Grillhütte 1,2 durchzuführen. Die Jahrgangsbilanz: Zwei Hochzeiten, eine Verlobung – und auch schon eine Scheidung. Ansonsten stehe ich „karrieremäßig“ mit meinen vier Semestern BWL und abgeschlossener Ausbildung eigentlich ganz gut dar.

Sonntag, September 21, 2008

Die "Elite" feiert…

…und man könnte meinen, Oestrich befindet sich im Ausnahmezustand. Im Rahmen ihres alljährlichen ebs-Symposiums hatte die ebs-Studierendenschaft gestern im Anschluss nämlich ihre ebenfalls traditionelle Party geschmissen und eine beachtliche Bilanz hinterlassen, zähle ich alles zusammen, was ich während meines Tankstellendienstes gestern und meiner Joggingrunde heute so erfahren konnte (im übrigen auch nach Hinweis von Passanten, denen diese Geschichte 1,2 wohl noch in Erinnerung ist):
  1. Die ebs blockierte während des Symposiums ohne Genehmigung eine ganze Straßenseite vor dem Hochschulgebäude (meistens mit wahren ‚Straßen-Schlachtschiffen’), ließen den Verkehr aber nur an einem von insgesamt drei Veranstaltungstagen regulieren, so dass sich zeitweise Autos auf einer 500 Meter langen, einspurigen und teils uneinsichtigen Autospur entgegen kamen – mit dem Ergebnis, dass mindestens einer der beiden „Kontrahenten“ seine Künste im Rückwärtsfahren erproben durfte…
  2. die Stadt, Oestrich wie Hattenheim, sieht aus wie nach der Sylvesternacht: Überall Glasscherben, Dreck etc….
  3. Ich wohne im Oestricher Ortskern (ca. 2 Km von der ebs entfernt) und konnte von meinem Zimmer aus noch zu der Party-Musik wippen…
  4. Auch ebs-Studenten sollte es nicht gestattet sein, auf dem Autodach sitzend durch die Stadt zu fahren…

Samstag, September 20, 2008

Völker der Welt

"Uns kann man nicht eintauschen, uns kann man nicht verhandeln, und uns kann man auch nicht verkaufen. Es ist unmöglich, auf dem Rücken eines solch tapferen, standhaften Volkes einen faulen Kompromiss zu schließen."

- Ernst Reuter (1889-1953), dt. Politiker (SPD), aus der Rede "Völker der Welt" am 9. September 1948 in Berlin -

Freitag, September 19, 2008

Schlüsselerlebnis


Nunmehr bald sechs Jahren habe ich meinen Autoführerschein und benutze in der Regel auch immer einen Ford Fiesta als fahrbarem Untersatz. Nun ist es mir das erste Mal passiert:
Ich verlasse die Kneipe meines Vertrauens (im übrigen OHNE einen Tropfen Alkohol – falls das gleich jemand als Grund der folgenden Zeilen anführen sollte) und spaziere in Gedanken verloren zu „meinem“ Auto, hole geistesgegenwärtig meinen Autoschlüssel aus der Hosentasche, öffne die Tür – bei der seltsamerweise das Schloss leicht zu klemmen scheint – setze mich in „mein“ Auto, stecke den Schlüssel in das Zündschloss...und während meine rechte Hand mittels des Zündschlüssels eine Drehung des Zündschlosses erwirken will, spielt eben jenes Schloss plötzlich nicht mit und widersetzt sich. Und während ich in Sekundenbruchteilen noch meine Gedanken zu sortieren versuche, was denn hier nicht zu stimmen scheint zwischen Schlüssel und Schloss, sehe ich an der Straße ca. 10 Meter vor mir bereits einen schwarzen Ford Fiesta mit meinem Schriftzug am Heck stehen. Richtig! MEINEN Ford Fiesta, den ich nun seelenruhig aus einem anderen Ford Fiesta mit Wiesbadener Kennzeichen, den ich gerade eben mit einem fremden Schlüssel betreten hatte, beobachten konnte :-)

Donnerstag, September 18, 2008

Fehlbuchungen: Nur zu menschlich


Wenn ich mir heute bei der Lektüre dieser „Fehlbuchung“ noch einmal vergegenwärtige, wie ich vor ca. zwei Monaten bei einer Überweisung einen Zahlendreher auf dem Überweisungsträger hatte und irrtümlich statt 109 Euro 190 Euro überwiesen habe, zeigt das doch nur, dass auch bei der KFW nur Menschen arbeiten, die mal versehentlich eine falsche Überweisung getätigt haben – in diesem Fall eben mit einem finanziellen Schaden, der noch ein paar Nullen mehr nach sich zieht. Achso, einen Unterschied zwischen der KFW und mir gibt es doch: Meine fehlerhafte Überweisung konnte per Rücküberweisung korrigiert bzw. behoben werden. „Lehman Brothers“, der Empfänger der KFW-Millionen, ist so ziemlich am Ende und ein Rücklauf der Gelder in den Staatssäckel somit alles andere als gesichert ;-)

Dienstag, September 16, 2008

Günter Beckstein volksnah

Mit seiner Devise, auch nach zwei Maß Bier sei der Mensch (oder zumindest der Bayer) noch fahrtüchtig und könne Auto fahren, hat Ministerpräsident Günter Beckstein, CSU, nun noch ein wenig Schwung in die letzten Phasen des bayerischen Landtagswahlkampfs gebracht. Und ob das angesichts der ebenfalls kurz bevor stehenden "Wiesn" nicht sogar kühle Berechnung in Form von suggestivem Stimmenfang war, wird wohl auf immer und ewig nur Günter Becksteins Geheimnis bleiben. Aber zumindest ob es erfolgreich war, werden wir schon am Wahlabend erfahren.

Montag, September 15, 2008

"Der alte Mann und das Meer"

Die Geschichte des alten Mannes auf dem Meer hatte ich schon vor vielen Jahren gelesen, nun aber erstmals die Verfilmung gesehen.

Seit Jahren schon fährt der alte Mann Santiago (Spencer Tracy) nun schon zur See zum Fischen. Aber ein Desaster wie momentan hat er noch nie erlebt: Seit 84 Tagen hat er jetzt schon keinen Fisch mehr gefangen. Die ersten 40 Tage war sein Bootsjunge (Felipe Pazos jr.) noch tapfer bei ihm – dann beschlossen dessen Eltern aber, der alte Mann sei endgültig vom Glück verlassen und ließen ihn auf einem anderen Boot eine Stelle annehmen. Die jüngeren Fischer in seinem Dorf lachen ihn aus, die älteren schweigen betreten. Von da an fährt der alte Mann alleine hinaus auf die See. Am 85 Tag ist es dann soweit: Nach einigen mysteriösen Vorzeichen beißt ein Fisch an: Ein Schwertfisch, so schwer, dass er ihn mit der Angelrute nicht einholen kann. Einen Tag und eine Nacht kämpft der alte Mann mit dem Tier. In der Zeit erinnert er sich an einige Erfolgserlebnisse, als er noch jünger war und beschließt, es allen noch einmal zu beweisen. Und es gelingt: Er kann den Fisch gefangen nehmen und will ihn nun neben seinem Boot nach Hause schaffen. Allerdings währt seine Freude nicht all zu lange: Sein Boot wird von Haien attackiert und jagen ihm die Beute wieder ab. Gebrochen kehrt er heim. Doch die Freundschaft des Jungen vermittelt ihm neuen Lebensmut.

Der Film ist über weite Strecken ein Ein-Personen-Stück, was die Leistung von Spencer Tracy, der die Rolle förmlich lebt und hierfür eine Oscar-Nominierung erhielt, sicherlich beachtlich macht. Ein großartiger Film, der ohne wenig Handlung auskommt, ein sehr poetischer Roman über einen letzten Kampf, der offensichtlich verloren, aber letztlich doch gewonnen wird. Denn: „Man kann verlieren, aber man darf nicht aufgeben.“ Ein moderner Klassiker also, der hier fast wie ein Märchen erzählt wird.


Über die Film- und Tricktechnik von damals und die Tatsache, dass der alte Mann statt auf offener See im Studio vor einer Leinwand daherschippert und der Riesen-Schwertfisch nur aus Pappe scheint, muss man getrost hinweg sehen können. Für die Geschichte vom "alten Mann und das Meer" bekam Ernest Hemingway zudem den "Pulitzer Preis". Die Fähigkeit, der Wirklichkeit ins Gesicht zu sehen, kombiniert mit einer punktgenauen Prosa, ließ Hemingway nicht ohne Grund zu einem der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts werden. Alles in allem steht der Film in seiner Umsetzung der Botschaft des schriftlichen Vorgängers Hemingways in nichts nach.


Original: The old man and the sea
Spielzeit: 81 Minuten
Regie: John Sturges
Cast: Spencer Tracy, Felipe Pazos, Harry Bellaver, Donald Diamond, Joey Ray, Richard Alameda
Kinostart: 1958

Samstag, September 13, 2008

Storys from the gasstation

Junge Dame betritt, gefolgt von einem etwas älteren Herrn, den Shop und möchte Ihre Tankrechnung bezahlen:
Junge Dame: „Zapfsäule sechs auf Karte, bitte.“
Ich: „Dann bitte hier reinstecken" (und zeige dabei in Richtung Kartenlesegerät).
Älterer Herr: „Sagen sie mal, die jungen Leuts von heute. Sie sagt ‚sechs’, er sagt gleich 'reinstecken'…tststs.“

:D

Freitag, September 12, 2008

I believe in Harvey Dent!

Im Nachgang zu dem schlicht und einfach nur genialen Film "The dark knight" die Dokumentation einer wirklich erfolgreich verlaufenen Politkampagne ;-)

Donnerstag, September 11, 2008

Rollenbilder

Vorurteile wie "Frauen können nicht führen" oder "Männer können nicht wickeln" und daraus resultierende Rollenbilder beeinflussen zweifelsfrei unser Zusammenleben und sind – gerade in der Arbeitswelt – immer wieder Ursache für Diskriminierungen. Die Wanderausstellung "Rollenbilder im Wandel", die der Bezirksvorstand der Jusos Hessen-Süd heute in unmittelbarer Nachbarschaft zum SPD-Parteihaus bei der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt besucht hat, übersetzt diese Themen auf eine direkte persönliche Ebene: In kurzen Videos erzählen Frauen und Männer, wie sie sich in ihrem Alltag den Herausforderungen stellen und Rollenbildern begegnen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, sich selbst in der Ausstellung filmen zu lassen, seine ganz persönliche Geschichte zu erzählen und so als Teil der Ausstellung Botschafterin oder Botschafter zu werden und auf Wanderschaft zu gehen. Prominenteste Interviewpartnerin ist hier wohl Fußballweltmeisterin Nia Künzer.

Mittwoch, September 10, 2008

Generationenwechsel

Da hängt es nun. Nach sage und schreibe elf Jahren habe ich heute übers Herz gebracht, was zuvor Vater und Mutter, Bruder und Bekannte sowie Freundinnen und Freunde durch geschenkte Portemonnaies unterschiedlichster Art nicht vermochten zu erreichen: Mit dem heutigen Tag habe ich mein altes „Beavis & Butthead“-Portemonnaie sprichwörtlich an den Nagel gehängt und mir ein neues Portemonnaie zugelegt. Auf die nächsten elf Jahre...

Dienstag, September 09, 2008

Die SPD im 5-Parteien-System

Angesichts der aktuellen bundespolitischen Lage der SPD gerät fast ins Hintertreffen, dass auch in Hessen noch das ein oder andere Problem hinsichtlich einer Ablösung von Roland Koch (CDU) als Ministerpräsident von Hessen zu lösen ist. Darüber konnten heute die zahlreich erschienenen interessierten Genossinnen und Genossen im Unterbezirksbeirat (kleiner Parteitag) der SPD im Rheingau-Taunus-Kreis mit Reinhard Kahl, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion und designierter Finanzminister im Schattenkabinett von Andrea Ypsilanti (SPD), diskutieren. Auch das RTL-Nachtjournal zeigte Interesse an der „Stimmung an der Basis“ und interviewte u.a. mich im Vorfeld der Sitzung zur aktuellen Lage der SPD auf Bundes- und Landesebene.

Montag, September 08, 2008

1.000

Mein 1.000 Blogeintrag. Wer hätte das damals gedacht...

Ein Brief von Franz und Frank-Walter


Lieber Carsten,
die SPD ist eine starke und stolze Partei. Ihr geschichtliches Erbe, ihre Leistungen in der Gegenwart und ihre Ideen für die Zukunft sind die Grundlage, auf der wir neues Vertrauen gewinnen wollen.
Als Kanzlerkandidat und Parteivorsitzender wollen wir für die Sozialdemokratie antreten. Präsidium und Parteivorstand der SPD haben uns für diese Aufgaben vorgeschlagen. Ein Sonderparteitag wird am 18. Oktober darüber beschließen. Wir spielen nicht auf Platz, wir setzen auf Sieg. Damit Deutschland sozialdemokratisch regiert wird.
Die vor uns liegenden Monate sind entscheidend. Die SPD braucht Lebendigkeit in der Diskussion, aber auch Geschlossenheit im Handeln und in der öffentlichen Darstellung.
Wir richten unsere Kraft darauf, dass unser Land stärker und sicherer werden kann. Wir wollen ein innovatives Deutschland, um unsere wirtschaftliche Leistungskraft weiter aus¬zubauen, ein solidarisches Deutschland, das die Arbeitslosigkeit besiegt, ein sozial gerechtes Deutschland, das die Spaltung der Gesellschaft überwindet, ein Deutschland, das als Friedenskraft die Stimme der Vernunft in der internationalen Politik zur Geltung bringt.
Die vergangenen Tage waren keine leichten Tage für die SPD. Nachdem Kurt Beck erklärt hat, als Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung zu stehen, mussten aber Entscheidungen getroffen werden.
Er hat die Partei in einer schwierigen Phase mit großem persönlichem Einsatz geführt. Wir haben Respekt vor dieser Leistung und danken ihm für seinen Einsatz.
Ohne eine starke Sozialdemokratie wäre unser Land ein anderes. Als wir vor zehn Jahren die Regierung übernommen haben, hatte Deutschland eine Rekordarbeitslosigkeit, eine Rekordverschuldung und leere Sozialkassen. Heute haben mehr Menschen wieder Arbeit, der Sozialstaat ist gesichert, mehr Gleichberechtigung ist durchgesetzt, die ökologische Energiewende ist begonnen. Auch die Konservativen mussten schließlich diesen Kurs akzeptieren, den sie lange vergeblich bekämpft haben. Ihre Irrtümer haben sie freilich nie zugegeben. Deshalb bleibt bis heute im Nebel, was sie morgen wollen. Die Union wollte 2005 den Kündigungsschutz abschaffen. Im Koalitionsvertrag haben wir durchgesetzt: Der Kündigungsschutz bleibt. Was aber werden CDU und CSU im nächsten Wahlkampf dazu sagen?
Wir haben viel erreicht und viel ist noch zu tun. Im Interesse unseres Landes arbeitet die SPD in der Großen Koalition, solange wir Gutes für die Menschen erreichen können. Wo aber herausragende Weichenstellungen wie die gebührenfreie Bildung, der Mindestlohn oder der Atomausstieg von egoistischer Lobbymacht blockiert oder revidiert werden, sind wir bereit für eine lebendige und leidenschaftliche, eine klare und harte Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner.
Unsere Perspektiven für Deutschlands Zukunft werden zum Regierungsprogramm der SPD für die kommende Legislaturperiode. Unsere Hamburger Beschlüsse sind die Grundlage für unser Wahlprogramm.
Schwarzgelb wollen die Menschen nicht. Das ist seit 2005 geklärt. Die CDU stellt heute die Kanzlerin, aber die Konservativen haben nicht die Meinungsführerschaft im Land. Der Ausgang der Wahlen 2009 ist offen. Die Sozialdemokratie hat große Chancen, neue Mehrheiten zu gewinnen. In Prognosen liegen wir noch zurück. Aber Prognosen sind keine Wahlergebnisse. Wir werden einen guten Wahlkampf machen.
Deutschland braucht wieder einen sozialdemokratischen Bundeskanzler.

Frank-Walter Steinmeier
Kommissarischer Parteivorsitzender der SPD und SPD-Kanzlerkandidat
Franz Müntefering
Designierter Parteivorsitzender der SPD

Sonntag, September 07, 2008

Beck ist weg

Die gute, alte Tante SPD hält mal wieder die Welt in Atem. Genau der richtige Zeitpunkt, sich diese Lektüre einmal näher zu Gemüte führen.

Samstag, September 06, 2008

Storys from the gasstation

Gleich zwei Tankbetrüger wollten es heute mit mir aufnehmen und sich ohne Bezahlung aus dem Staub machen - beide haben sie die Rechnung ohne den Kassierer gemacht, da ich in beiden Fällen das Nummernschild notieren konnte.
Fall 1 war ein Motorradfahrer, der bereits dadurch auffiel, dass er bei laufendem Motor und mit aufgesetztem Helm tankte - da stand ich schon in den Startlöchern, um hinterherzurennen und das Nummernschild zu notieren. Der andere Fall war ein, wie sich später durch Anzeige bei der Polizei herausstellte, belgisches Ehepaar in einem nigelnagelneuen Porsche Cheyenne (man könnte eigentlich meinen, dass jemand, der sich so ein Fortbewegungsmittel leisten kann, eine solche Aktion nicht nötig haben sollte...). Besonders dreist an der ganzen Sache war zudem, dass die Frau auch noch im Shop war, um sich den Toilettenschlüssel abzuholen und nach kurzer Zeit auch wieder zurückzubringen. Die andere Alternative könnte daher aber fairerweise auch die Vergesslichkeit bzw. das "Sich-auf-den-Ehepartner-verlassen" sein. Naja, wird die Polizei zu klären haben.

Freitag, September 05, 2008

Parteitag der Republikaner

Gemeint sind die amerikanischen, nicht die deutschen: Für die Republikaner war schon vor ihrem Parteitag klar, dass die vergangenen acht Jahre auf keinen, aber auf gar keinen Fall ein Thema sein dürften. Das gigantische Haushaltsdefizit, das überforderte Militär und der von der Regierung selbst geführte Angriff auf den Rechtsstaat – das alles durfte nicht zur Sprache kommen. Ein plötzlich auftauchender Wirbelsturm, der den Rädelsführer zudem zwingt, nur per Video zugeschaltet zu sein, kann den Strategen dabei nur in die Karten gespielt haben. Denn nach acht Jahren Bush steckt Amerika in einer tiefen Wirtschafskrise. Aber der republikanische Parteitag reagiert darauf mit der simplen Botschaft: „Wir erhalten die Größe Amerikas, wir senken die Steuern, wir stutzen den Regierungsapparat und wir jagen die Bösen dieser Welt“. So einfach ist das. John McCains Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft ruft bei ihrer umjubelten Rede in den Saal: "Während Al Kaida katastrophale Anschläge gegen Amerika plant, sorgt sich Barack Obama darum, ob ihnen jemand ihre Rechte vorliest.“ Tosender Beifall. Dieser Satz spricht Bände angesichts der Misshandlungsskandale von Abu Ghraib und den Folter-Verhören in geheimen CIA-Gefängnissen. Aber die Kandidatin für das zweithöchste Regierungsamt mokiert sich darüber, dass jemand die Grundrechte einhalten will. Beachtlich! Und nach dreieinhalb Tagen Republikaner-Parteitag nehme ich zudem die Erkenntnis mit, dass die Republikaner die USA offenbar als belagertes Land betrachten. Im Inneren durch die Demokraten, von außen durch Terrorismus und Ölscheichs. Ihr Rezept dagegen: Amerikas militärische Stärke muss ausgebaut werden. Auch simpel und einfach, oder? Redner und Delegierte haben auf diesem Parteitag die bisher gemäßigte Rhethorik McCains einfach platt gewalzt. Und die von ihm selbst handverlesene Kandidatin für die Vizepräsidentschaft porträtiert sich selbst als "Pitbull-Terrier mit Lippenstift" und macht Grundrechte lächerlich: Das hat die republikanischen Delegierten elektrisiert - aber die Mehrheit der amerikanischen Wählerinnen und Wähler hoffentlich nicht…

Donnerstag, September 04, 2008

Aufbruch in die "Soziale Moderne"...

...Teil 2! Unter diesem Motto konnte man die heutige erste von insgesamt vier Regionalkonferenzen in Frankfurt zusammenfassen, auf der sich die hessische SPD ein Stimmungsbild von der Basis für eine evtl. rot-grüne Minderheitsregierung unter Tolerierung der Linkspartei verschaffen möchte. So war der Genossenandrang enorm, um wie auch  SPD-Generalsekretär Norbert Schmitt den Worten Andrea Ypsilantis zu lauschen.

Mittwoch, September 03, 2008

Sicherheit

"Sicherheit erreicht man nicht, indem man Zäune errichtet. Sicherheit gewinnt man, indem man Tore öffnet." 

- Urho Kaleva Kekkonen (1900-1986 ), finnischer Politiker, Staatspräsident 1956-1982 -

Montag, September 01, 2008

Oestrich-Winkeler Vereinsförderung

PRESSEMITTEILUNG
SPD: Vereinsförderung liegt im tolerierbaren Rahmen

SPD Oestrich-Winkel hatte Vereine zu Gespräch über die neue Vereinsförderrichtlinie des Bürgermeisters eingeladen / Landrat unterbreitet Vorschlag

„Die Aufwendungen für die Vereinsförderung liegen im tolerierbaren Rahmen.“ Ein Satz aus der diesjährigen Haushaltsbegleitverfügung der Kommuna laufsicht zum Haushalt der Stadt Oestrich-Winkel, den Landrat Burkhard Albers (SPD) wiederholt zitierte. Dies bedeutet, dass die Vereinsförderung nicht beanstandet wurde, weder durch die Haushaltsbegleitverfügung des Landrats, noch durch den Erlass des hessischen Innenministers Volker Bouffier (CDU). Einsparungen in dem Bereich „Vereinsförderung“ wurden Seitens der Kommunalaufsicht nicht gefordert.
Landrat Albers stand am Montag gemeinsam mit der SPD Oestrich-Winkel den Vertretern der Vereine Rede und Antwort. Zirka 60 Vereinsvertreter waren der Einladung gefolgt, um ihrem Ärger Luft zu machen. Schließlich hatte Bürgermeister Paul Weimann (CDU) im mehreren Schreiben an Vereine und die Seniorenclubs in den vergangenen zwei Monaten angekündigt, dass städtische Zuwendungen an die Vereine ab 2009 gestrichen werden, wohlgemerkt noch bevor hierzu überhaupt eine Beschlussfassung in den städtischen Gremien erfolgt ist. Ankündigungen, die gerade die kleinen Vereine und Seniorenclubs in ihrer Existenz bedrohen.
„Nicht bei der Vereinsförderung, sondern bei der Sportförderung muss die Stadt wegen des defizitären Haushaltes Einsparungen in Höhe von zirka 92.000 Euro vornehmen“, so Landrat Albers. Albers stellte dabei aber klar, dass die Kommunalaufsicht die kommunale Selbstve rwaltung der Städte und Gemeinden achte. Der Landrat: „Wo Einsparungen erfolgen sollen, ist alleine Aufgabe des Magistrates und der Stadtverordneten-versammlung von Oestrich-Winkel, da mischt sich die Kommunalaufsicht nicht ein.“ Die Kommunalaufsicht habe aber darauf zu achten, dass der Erlass des hessischen Innenministers, der hessenweit gilt, Beachtung findet.
Und danach dürfen die freiwilligen Leistungen für die Sportförderung der Stadt nicht 1,5 Prozent des Ergebnishaushaltes übersteigen. Dies ist aber in Oestrich-Winkel der Fall. Ergo müssen 92.000 Euro in Bereich der Sportförderung eingespart werden. „Es kann also nicht einfach zur Gegenrechnung die Förderung für den Mandolinenverein, die Seniorenclubs, den VdK oder die Fastnachtsvereine, um nur einige Vereine zu nennen, gestrichen werden“, betonte die SPD-Fraktionsvorsitzende Christel Hoffmann. Eine solche Streichung der Vereinsförderung will die SPD dann auch nicht hinnehmen.
„Wir können auf unsere Vereine stolz sein, die mit ihren ganz unterschiedlichen Aktivitäten und ihrem großen ehrenamtlichen Engagement ein wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens sind“, ergänzte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Christoph Zehler. Die Vereine sorgen für eine lebendige Stadt, leisten gerade auch im Jugendbereich eine wichtige Arbeit. „Was wären wir ohne unsere Vereine?“, fragte Christel Hoffmann. Eine Stadt Oestrich-Winkel ohne die Vereine – dies wollte sich an diesem Abend niemand vorstellen. Deshalb erteilt die SPD auch einer Aussage eines CDU-Vertreters, der in der Sitzung des Ortsbeirates Hallgarten die Schließung der Sportstätten ins Spiel gebracht hatte, eine klare Absage. „Mit uns nicht“, so Zehler.
Um den Vereinen zu helfen, unterbreitete Landrat Albers dann einen Vorschlag. Bekannt ist, dass die Stadt in eigener Regie drei Sporthallen – in Winkel, Oestrich und Hallgarten – unterhält, deren Kosten in den Bereich „Sportförderung“ eingerechnet werden. Diese Hallen nutzen aber auch die in Trägerschaft des Kreises stehenden Schulen für den Schulsport. „Wenn die Stadt uns eine Aufstellung über die Nutzung der Hallen durch die Schulen zuleitet, werden wir prüfen, ob diese Leistungen aus dem Bereich ‚Sportförderung’ herausgerechnet werden können“, betonte Landrat Burkhard Albers. Dies würde den laut Erlass des hessischen Innenministers einzusparenden Betrag reduzieren. Bisher sei ein solcher Antrag von der Stadt noch nicht gestellt worden, erklärte er auf Nachfrage. Albers wies zudem darauf hin, dass der Kreis in der Vergangenheit Investitionskostenzuschüsse für die Halle am Bürgerzentrum sowie=2 0für die Halle in Hallgarten geleistet habe.