Freitag, Oktober 31, 2008

Mantel oder Kürbis?

Gerade habe ich zum wiederholten Male am heutigen Tage ein paar vorlauten Kleinkindern („wir haben damals zumindest noch gesungen!) Süßigkeiten überreicht, mit denen sie sich noch den ganzen restlichen Abend die Zähne kaputt machen können. Dabei stelle ich fest, dass Halloween seit Jahren immer mehr auch eine Festlichkeit der Deutschen wird, obwohl es hierzulande keinerlei Tradition gibt, auf die sich dieses Fest stützen könnte. Eine andere Festlichkeit schwindet währenddessen zunehmend – der Martinstag. Welche Wahl man vor allem den Kindern dabei lässt, ist einfach zu erläutern: Maskenball und Unmengen von Süßigkeiten auf der einen oder Laternenbasteln und singendes Wandern durch einen kalten Novemberabend auf der anderen Seite. Oder anders ausgedrückt: Der Widerstreit zwischen plumpen Materialismus und zwischenmenschlichem Idealismus. Stellen wir die beiden Festlichkeiten einmal gegenüber, sehen wir einerseits als festliche Grundlage den heiligen St. Martin, der seinen Mantel mit einem Frierenden teilt, weil er seinen Nächsten nicht in den Kältetod gehen lassen will. Er klammert sich nicht an seinen Besitz, sondern lässt teilhaben an seiner Besserstellung. Stattdessen auf der anderen Seite: Man überrumpelt einen Menschen, klingelt bei ihm, lässt ihn wissen, dass er nun "Süßes" rauszurücken habe – tut er dies aber nicht, darf er gleichwohl mit "Saurem" rechnen (bei uns war das früher Obst- und Gemüse im Briefkasten oder Klingelstreich zu späterer Stunde), ohne zu fragen, ob die Person, die man gerade mit Erpressung nötigt, überhaupt die Mittel zum Abgeben hat. Man neigt zu der Erkenntnis zu gelangen, die Halloween-Praktik passt in unsere Zeit wie die Faust aufs Auge. "Süßes oder Saueres!" könnte auch "Lohnkürzung oder Arbeitsplatzabbau!", "Integration oder Ausweisung!" oder auch "Arbeit oder Hunger!" heißen. Legen wir an Halloween vielleicht schon das Fundament einer solchen Weltsicht, bei dem der, der abgibt, am Ende mit weniger dasteht als diejenigen, die nichts abgeben…!?

Donnerstag, Oktober 30, 2008

EBS - einfach überall?!

Tatort 1: Johannes Gutenberg Universität Mainz, Eingang zur "Muschel"

Tatort 2: Mail vom Lehrstuhl für Statistik an der
Johannes Gutenberg Universität Mainz:Der Hochschultag Amtliche Statistik ist eine gemeinsame Initiative des Statistischen Bundesamtes und verschiedenen Hochschullehrern. Der Hochschultag findet an der European Business School in Oestrich-Winkel in der Nähe von Wiesbaden (dem Sitz des Statistischen Bundesamtes) statt. Ziel ist es, Studierenden der Wirtschaftswissenschaften einen Einblick in die Arbeit der Amtlichen Statistik (des Statistischen Bundesamtes) zu geben. Näheres finden Sie unter dem Link: http://www.hochschultag-statistik.de/

Mittwoch, Oktober 29, 2008

Bürgerhaushalt und Suchtberatung

Während ich gestern im Rahmen eines Besuchs der SPD-Fraktion Oestrich-Winkel die Suchtberatungsstelle "Neue Hoffnung e.V." kennenlernen und mich von deren Arbeit mehr als überzeugen lassen konnte, beschloss der Bezirksarbeitsausschuss der südhessischen Jusos heute einen Antrag aus meiner Feder zum Thema Bürgerhaushalt, der nun im Idealfall Leitfaden für sämtlichen südhessischen Juso- und SPD-Kommunalpolitiker werden soll. Der entsprechenden Debatte zugrunde lag aber zunächst ein sehr interessantes Referat des Genossen Matthias Geisthardt aus Berlin, der den Jusos anhand des Bezirks Berlin-Lichtenberg auch praxisnah eines von mittlerweile mehreren erfolgreich durchgeführten Bürgerhaushaltskonzepten vorstellen konnte.


ANTRAG: Bürgerhaushalte: Modern, nachhaltig und partizipativ!


Antrag:
Wir fordern die Kommunen in Südhessen dazu auf, im Sinne eines „Bürgerhaushaltes“ Instrumente
  • zur stärkeren Information und Rechenschaft von Politik und Verwaltung gegenüber der Bevölkerung vor, während und nach den kommunalen Haushaltsberatungen,
  • zur stärkeren Artikulationsmöglichkeit und Entscheidungsgewalt der Bevölkerung über bestimmte Budgets und investive Maßnahmen im kommunalen Haushaltsplan
zu entwickeln.
Das Verfahren zur Erstellung eines Bürgerhaushaltes soll durch folgende Grundsätze bestimmt sein:
  • Der Bürgerhaushalt soll allen BürgerInnen der jeweiligen Kommune, unabhängig von sozialer Stellung in der Gesellschaft, Nationalität, Geschlecht und Alter die Möglichkeit der Beteiligung an der Aufstellung des kommunalen Haushalts einräumen.
  • Der Bürgerhaushalt ist ein auf Dauer angelegtes Beteiligungsverfahren und als nachhaltiger Prozess zur stärkeren Transparenz, Schwerpunktsetzung und öffentlicher Kontrolle bei der Verwendung von öffentlichen Mitteln anzusehen.
  • Der Bürgerhaushalt eröffnet und schafft Möglichkeiten für eine neue politische Kultur beim Zustandekommen von politischen Entscheidungen. Bürger/innen, Verwaltung und Politik lernen, sich als gleichberechtigte PartnerInnen zu akzeptieren und entsprechend miteinander umzugehen. Dies fördert größeres bürgerschaftliches Engagement.
  • Der Bürgerhaushalt ermöglicht eine frühzeitige und unmittelbare Einbeziehung der BürgerInnen in den Willensbildungs- und Entscheidungsprozess im kommunalen Haushaltswesen. Die Bürger/innen werden umfassend und unmittelbar mit Informationen über den Haushalt ausgestattet, es erfolgt eine bürgerfreundliche Aufbereitung der Daten und eine Prozessbegleitung und -unterstützung seitens der Verwaltung.
  • Beim Bürgerhaushalt arbeiten die BürgerInnen in einem mit Politik und Verwaltung vereinbartem Beteiligungsverfahren, welches ihnen Raum für eine eigenständige Willensbildung und Schwerpunktsetzung gibt. Diese Anregungen ersetzen nicht die verantwortliche Abstimmung im zuständigen Parlament über den jeweiligen Haushaltsplan. Die BürgerInnen geben für den Haushaltsplan lediglich Anregungen, Vorschläge, Ideen und Prioritäten, nach Möglichkeit auch alternative Haushaltsansätze. Die letztendliche Entscheidung über den Haushalt bleibt aber beim zuständigen Parlament.
  • Zu Beginn und Abschluss des Beteiligungsverfahrens sind die Verantwortlichen von Politik und Verwaltung zur Rechenschaftslegung über die Verwendung der öffentlichen Mittel verpflichtet. Die Umsetzung der im Beteiligungsverfahren beschlossenen Anregungen seitens der Bevölkerung werden aufbereitet und in geeigneter Weise dokumentiert und veröffentlicht.
  • Der Bürgerhaushalt ist auch stets ein Projekt der Qualifizierung zur Teilnahme an Politik und bedarf einer fortwährenden Qualifizierung und Fortbildung aller am Bürgerhaushaltsprozess beteiligten Akteure.
Begründung:
Was ist und was kann ein „Bürgerhaushalt“?
In kommunalen Haushaltsplänen werden die kommunalpolitischen Ziele und Vorhaben der Zukunft festgelegt, wodurch diese einen strategisch zentralen Ausgangspunkt für den Dialog von Politik und Verwaltung mit der Bevölkerung darstellen. Daher gilt es gerade angesichts vielerorts angespannter Haushaltslagen und somit eingeengter Handlungsspielräume verstärkt über vorhandene Budgets und Finanzdaten zu informieren und Transparenz über den kommunalen Haushalt nach Vorbild eines echten „Bürgerhaushalts“ herzustellen. Ein Bürgerhaushalt ist keine Form der direkteren, sondern ein Instrument der repräsentativen Demokratie und nicht zuletzt deshalb ein gutes Informations- und Beteiligungsinstrument für Politik und Verwaltung.
Der „Bürgerhaushalt“, auch partizipativer Haushalt oder Beteiligungshaushalt genannt, ist eine neue direkte Art von kommunaler Bürgerbeteiligung. Die Verwaltung einer Stadt, einer Gemeinde oder einer anderen Verwaltungseinheit bemüht sich dabei um mehr Haushaltstransparenz und lässt die Betroffenen zumindest über Teile des Haushaltsentwurfes mitbestimmen und entscheiden.
Planung und Aufstellung eines solchen Haushaltes werden also nicht mehr allein der Verwaltung und den Politikern überlassen.
Mit dem Modell eines Bürgerhaushalts sollten mehrere Ziele erreicht werden:
  • umfassende Information der Bevölkerung über das kommunale Haushaltsgeschehen
  • stärkere Beteiligung der Bevölkerung an kommunalen Entscheidungsprozessen,
  • Reduzierung von Mittelverschwendung – Legitimation und Rechenschaft für Mittelverwendung
  • Entscheidungen auf die Ebene der Betroffenen verlagern
Bisherige Erfahrungen mit verschiedenen Modellen und Projekten zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger sich meist je nach Grad der Beteiligungsmöglichkeiten für sozial ausgewogene, sparsame und langfristig nützliche Entscheidungen aussprechen. Kommunalpolitiker und Verwaltungen, die sich für den Bürgerhaushalt einsetzen, gewinnen in der Bevölkerung an Rückhalt und Zustimmung. Somit kann auch der Politikverdrossenheit entgegengewirkt werden. In Zeiten knapper Kassen ist der Bürgerhaushalt eine Chance, einerseits mit den erforderlichen Prioritäten genauer den Bedürfnissen der Bevölkerung Rechnung zu tragen und andererseits transparente Maßnahmen zur Konsolidierung durchzuführen. Die Bürgerinnen und Bürger können so an der Gestaltung ihrer Kommune stärker teilhaben, mehr Verantwortung übernehmen und Zusammenhänge besser erkennen.

Weiterleitung an:
SPD-Fraktionen, -Ortsvereine und -Bürgermeister in Südhessen

Dienstag, Oktober 28, 2008

Keinen Unsinn treiben!

Mein eindringlicher Appell an die hessische SPD-Landtagsfraktion...

Wiesbadener Kurier vom 28.10.2008

(...) Carsten Sinß, Vorsitzender der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis, glaubt ebenfalls fest daran, dass Andrea Ypsilanti es schaffen wird. Walters Kritik sei auf dessen Enttäuschung zurückzuführen, dass er im rot-grünen Kabinett den erhofften Posten als Wirschafts- und Verkehrsminister nicht bekommen hat. Dass er deswegen aus Rache "in der Wahlkabine Unsinn treibt und das Regierungsbündnis sprengt", hält er für unwahrscheinlich. Walter würde sich andernfalls in der Partei "selbst isolieren". Sinß: "Ich gehe fest davon aus, dass es klappt, alles andere wäre der absolute Super-Gau." Inhaltlich sei die Koalitionsvereinbarung "auf jeden Fall in Ordnung" (...)

Montag, Oktober 27, 2008

Pro & Contra "Public Private Partnership"

Knapp 50 Gäste, ein hochkompetent besetztes Podium, ein fragelauniges Publikum und eine Signatur von Dr. Werner Rügemer sind der Mix einer durchweg gelungenen Veranstaltung der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis :-)



ÖFFENTLICH ODER PRIVAT? WAS NUTZT DEN MENSCHEN? PRO & CONTRA „PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIP“
In den letzten Jahren gibt es einen regelrechten Aufschwung im Bereich Public-Private-Partnership (PPP). Darunter sind Formen der Zusammenarbeit privater Unternehmen und öffentlicher Hand in den verschiedensten kommunalen und staatlichen Aufgabenfeldern zu verstehen. PPP gibt es als gemischtwirtschaftliche Gesellschaft, deren Anteile von privaten und öffentlichen Anteilseignern gehalten werden oder als Vertrags-PPP, bei der die öffentliche Hand Auftraggeber ist und eine öffentliche Dienstleistung oder den Betrieb einer öffentlichen Einrichtung vollständig und meistens längerfristig an einen Privaten vergibt. Betroffen sind u.a. Planung, Bau und Sanierung von öffentlichen Einrichtungen. Der Gesetzgeber hat 2005 ein ÖPP-Beschleunigungsgesetz beschlossen, das Erleichterungen für ÖPP/PPP-Projekte im Steuer-, Wettbewerbs- und Vergaberecht eingeführt hat, die große Koalition auf Bundesebene erarbeitet derzeit ein zweites ÖPP-Beschleunigungsgesetz, welches eine weitere Förderung von öffentlich-privaten Partnerschaften zum Ziel hat mit der politischen Absicht, der privaten Aufgabenerledigung von Aufgaben der Daseinsvorsorge den Vorzug vor der Eigenregie der öffentlichen Hand zu geben. In der Diskussion um PPP wird argumentiert, es könnten erhebliche Einsparungen für die öffentlichen Haushalte von 15 bis 20 Prozent erzielt und ein Investitionsstau der öffentlichen Hand bei der Errichtung und Bewirtschaftung öffentlicher Gebäude oder Einrichtungen beseiti­gt werden. Kritiker führen an, dass PPP-Verträge im kommunalpolitischen Bereich auch zu einer langfristigen Bindung kommunaler Haushaltsmittel führen und den kommunalen Gestaltungsspielraum in dem Maße verringern, in welchem sich Kommunen und Gebietskörperschaften auf solche Projekte einlassen. Die mittelfristig höhere Belastung der öffentlichen Haushalte führe in der Konsequenz zu einem Zwang, die für PPP-Projekte abfließenden Mittel entweder abermals durch Kreditaufnahmen oder durch radikale Einsparmaßnahmen in anderen Bereichen zu kompensieren. Der Wettbewerb zwinge zudem gerade kleinere Unternehmen nicht selten zu Tarifflucht, Lohndumping und Qualitätsminderungen.
All diese Fragen möchten wir mit Euch/Ihnen und unseren Referenten diskutieren.

Wann: 27.Oktober, 19.30 Uhr
Wo: Kurmainzer & Nassauer Stube (Autalhalle), Idsteiner Str. 59, 65527 Niedernhausen
Wer:

  • Dr. Hans-Georg Napp (Bankdirektor Landesbank Hessen-Thüringen)
  • Dr. Werner Rügemer (Publizist und Berater)
  • Moderation: Gerhard Abendschein (Verdi Hessen)

Samstag, Oktober 25, 2008

Neulich bei "MC" King

Tatort Mainzer Straße, Burger King-Filiale:

Ich: "Ich hätte gerne sechs Chicken MC Nuggets mit Currysauce und einen Cheeseburger."
Bedienung: "Sechs Chicken Nuggets waren das und welche Sauce nochmal?"
Ich (unbewusst): "Ja, genau, sechs Chicken MC (!) Nuggets mit Currysauce."
Bedienung (sichtlich erregt): "Chicken NUGGETS (!) - Chicken MC Nuggets führen wir nicht!"

Freitag, Oktober 24, 2008

Mein erster Hochzeitskorso

So richtig wehren konnte ich mich nicht, zu überrascht war ich von der Situation, die Straßenverkehrsordnung tat ihr übriges - und schon war ich Bestandteil eines mindestens zehn PKW-starken Autokorsos anlässlich einer Hochzeit durch die Straßen Hattenheims...natürlich habe ich kräftig mitgehupt. Denn die Kette ist ja bekanntlich nur so stark wie ihr schwächstes Glied ;-)

Donnerstag, Oktober 23, 2008

Neues von Gernot

Es gibt Neuigkeiten von meinen SPD-Bezirksvorsitzenden…
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie:
"Gernot Grumbach (* 16. September 1952 in Dreieich-Sprendlingen) ist seit 2001 Vorsitzender der SPD Hessen-Süd und stellvertretender Landesvorsitzender der SPD Hessen. Grumbach ist seit dem 5. April 2003 Abgeordneter des Hessischen Landtages. Am 16. März 2007 wurde er mit 90,7% zum Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Frankfurt am Main gewählt und trat damit die Nachfolge von Franz Frey an. Er wird dem linken SPD-Flügel zugerechnet. Grumbach trat 1971, im Jahr seines Abiturs, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands bei. Dem Studium der Germanistik und der Politik von 1971 bis 1979 schloss sich von 1981 bis 1983 das Referendariat und von 1983 bis 1991 eine Tätigkeit bei der Firma Grumbach Apotheken-Abrechnungen an. In seiner Partei gilt Grumbach wegen seiner senffarbenen Jackets als Modemuffel. Mit seinem Prinz-John-Bart hat er darüber hinaus auf Bartträgertreffen bereits zahlreiche Preise in der Kategorie "Robin Hood" gewonnen.(…)"

Wikipedia und die Idee, dass einfach jede(r) hier seinen „Wissensstand“ mit einbringen darf, trägt doch enorm zur Qualitätssicherung dieses Produkts be :-)

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Simple Erklärungen

Aus dem Tagesschau-Ticker:

"(...)Militärexperten glauben, dass sich viele angebliche UFO-Sichtungen mit geheimen Testflügen von Raketen oder unbemannten Aufklärungsflugzeugen, so genannten Drohnen erklären lassen.

Und ein Polizist in Kent, der im Juli 30 Minuten lang ein hell erleuchtetes Objekt im Nachthimmel beobachtete, wurde schließlich von der Kollegin in der Einsatzzentrale per Funkspruch mit den Worten aufgeklärt: "Alpha Zulu 20. das Objekt ist der Mond!" Kleinlaut antwortete der Beamte: 'Ja, es ist der Mond. Over.'"


Dienstag, Oktober 21, 2008

Semesterstart

Jedes Semester beginnt obligatorisch erst einmal mit einer Flut an Partyflyern, vergünstigten Zeitungsabonnements und Einladungen zu allen möglichen Arbeitsgemeinschaften/-gruppen etc. Wer da einen ganzen Uni-Tag übersteht, ohne einem "Verteiler" über den Weg zu laufen, sieht mich mit gezogenem Hut. Sofern ich aber mal einen dieser Knilche erwische, die die schon zweistellige Anzahl von hängenden Flugblättern und Flyern an meiner Front- und Heckscheibe als noch mit weiteren Flyern toppen wollen, wird man diesen Hut fliegen sehen...!
Über meinen Stundenplan kann ich noch nicht so viel sagen, da ich zu Beginn meines Hauptstudiums zum einen überhaupt erst einmal das System verstehen muss, um zu wissen, welche Veranstaltungen ich überhaupt besuchen kann/muss und welche nicht. Und zum anderen gilt es diese Veranstaltungen und ihre Dozenten/Professoren erst einmal kennen zu lernen. Einen dieser Schnupperkurse belegte ich heute in der Vorlesung "Steuern und betriebliche Entscheidungen
", wo der Professor gleich mal mit einem (für steueraffine Menschen wohl typischen Humor) glänzen und somit positiven Eindruck hinterlassen konnte. Angefangen bei dem metaphysischen Dienstleister (Kirchensteuer) über die Verlegung des Wohnsitzes in die ewigen Jagdgründe (Erbschaftssteuer) bis hin zu der absolut berechtigten Frage, was sich denn im Aldi-Sekt tatsächlich für eine Flüssigkeit befinden muss, zieht man einmal vom Preis (2,49 €) 1,02 € Schaumweinsteuer sowie Produktions-, Personal- und Lieferkosten ab. Die ersten sechs Semesterwochenstunden sind also schon mal gebucht ;-)

Montag, Oktober 20, 2008

Aus den Gremien


Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 20.10.2008

Tagesordnung

Bericht und Anfragen

1) Bericht des Magistrats

2) Beantwortung von Anfragen
Mit einer Anfrage von mir bzgl. „Unrechtmäßiger Straßennutzung durch die European Business School“. Zuvor haben wir als Jusos aber auch noch ein interessantes und konstruktives, wenn auch mitunter kritisches Gespräch mit dem Hochschuldirektor führen können. sein werde, sollte die EBS wegziehen...

Wahlen

3) Wahl des Ersten Stadtrates
3.1) Bericht des Wahlvorbereitungsausschusses
3.2) Wahl
Herr Michael Heil aus Eltville, Kandidat der CDU/FDP-Koalition, wurde mit 19:17 Stimmen gewählt und dürfte damit einer der wenigen, wenn nicht einzigen hauptamtlichen Wahlbeamte in hessischen Kommunen vergleichbarer Größe sein.

4) Nachwahl von Personalratsmitgliedern in die Eigenbetriebskommissionen
Einstimmig angenommen.

5) Nachwahl eines Sachkundigen Einwohners in die Baukommission
Einstimmig angenommen.

6) Nachwahl eines Stadtverordneten in die Betriebskommission Stadtwerke
Einstimmig angenommen.

7) Besetzung des Ortsgerichts Mittelheim
Einstimmig angenommen.
Vorlagen aus früheren Sitzungen

8) Feststellung des Jahresabschlusses 2007 Eigenbetrieb Soziale Dienste und
Gewinnverwendung
Einstimmig angenommen.

9) Satzungsänderung der Eigenbetriebssatzung Stadtwerke
Einstimmig angenommen bei Enthaltung von SPD und Grünen.

10) Rekommunalisierung der Stromversorgung
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

Neue Anträge von Fraktionen

11) Antrag SPD-Fraktion betr. Parkzeit Rheingaustraße
Trotz der von mir vorgebrachten Bedenken gegen die Reduzierung der Parkzeit von einer Stunde auf eine halbe Stunde im Bereich „Scharfes Eck“ mehrheitlich von CDU und FDP abgelehnt. Die Argumente, dass man eine solche Regelung nicht ohne Rücksprache und Zustimmung der ansässigen Gewerbetreibenden tätigen und diese den Kunden ihre Knollen nun quasi gleich mit in Rechnung stellen könnten, da niemand ernsthaft erwarten kann, dass man eine Brille, ein TV-Gerät oder ein Essen mal eben in 30 Minuten erledigen könne, überzeugten die Mehrheitskoalition leider nicht.

12) Antrag der Fraktionen CDU u. FDP betr. Nutzung der stadteigenen Sportstätten durch den
Rheingau-Taunus-Kreis
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

13) Antrag SPD-Fraktion betr. Nutzung der Sporthallen
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

14) Antrag SPD-Fraktion betr. Rauch- u. Alkoholverbot auf Kinderspielplätzen
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss sowie den Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales und Kultur verwiesen.

15) Antrag Grünen-Fraktion betr. Vereins- u. Sportförderung
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

16) Antrag Grünen-Fraktion betr. Verwendung von Kassenkrediten
Einstimmig angenommen.

17) Antrag Grünen-Fraktion betr. Vereinsförderung
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

Neue Vorlagen des Magistrats

18) Einbringung des Haushalts 2009
Zur Kenntnis genommen und einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

19) Forstwirtschaftspläne 2009
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

20) Neufassung Friedhofsordnung (FO)
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen, auch wenn Vertreter der CDU dies zunächst per Zwischenruf zu verhindern versuchen wollten.

21) Gebührenordnung zur Friedhofsordnung
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen, auch wenn Vertreter der CDU dies zunächst per Zwischenruf versuchen wollten zu verhindern.

22) Einführung des Digitalfunks in Hessen
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

23) Jahresabschluss 2007 Stadtwerke
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

24) Gefahrenabwehrverordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und
Ordnung
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

25) Jahresabschluss 2007 Eigenbetrieb Kultur und Freizeit
Einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

26) Verwaltungsstreitverfahren Kreuzgarten
Einstimmig angenommen, auch wenn der Stadt hier durch verfehltes Verwaltungshandeln ein finanzieller Schade von mehreren tausend Euro entstanden ist.

Sonntag, Oktober 19, 2008

Bloß nicht abheben!


Nun mache ich es mir angesichts der aktuell weltweiten finanzwirtschaftlichen Verwerfungen wirklich nicht leicht, morgen zur Bank zu gehen und Geld von meinem Konto abzuheben. Wenn Wirtschaftsleute vom sogenannten Bank-Run sprechen, hört sich das immer so triebgesteuert an: Tausende hysterische Anleger stürzen gleichzeitig zu ihrer Filiale und fordern mit sich überschlagender Stimme die Herausgabe ihres Ersparten. Weil die örtliche Filiale natürlich so viel Bargeld überhaupt nicht flüssig hat, droht ihr die Insolvenz – Chaos, Zusammenbruch und Untergang sind die Folge, verursacht durch Sparer wie mich. Und das gerade jetzt. Dabei heißt es doch auch immer, die Sparquote der Deutschen sei zu hoch, der Binnenkonsum zu niedrig. Ist das also nicht genau der Weg, unsere stockende Wirtschaft wieder in Fahrt zu bringen – und ich kann dafür mit einem bescheidenen Beitrag der Initiator sein? Zur Sicherheit halte ich aber zu Hause trotzdem mal mein Kissen bereit, denn wer weiß, wie lange das Wort der Kanzlerin und des Finanzministers noch gilt, dass die Spareinlagen der Deutschen sicher sind…

Samstag, Oktober 18, 2008

Münte is Beck

Auch wenn ich die Einladung zum SPD-Bundesparteitag leider nicht wahrnehmen konnte, scheinen die Genossinnen und Genossen auch ohne mich alles zufriedenstellend geregelt zu haben. Nun heißt es also kämpfen! Denn in gut elf Monaten sind Bundestagswahlen...

Freitag, Oktober 17, 2008

Durch die SPD erlebt man was...

Nachdem nun gute zwei Wochen seit der Veröffentlichung unseres Papiers zur aktuellen Lage und zukünftigen Positionierung der SPD vergangen sind, erreichten uns hierauf überraschend viele und weitestgehend auch positive Rückmeldungen:
  • (…) habe es mit Begeisterung gelesen. Klasse. SPD-Grundideen sind vielleicht alt aber ewig und universell geltend (…)
  • (…) Damit hebt Ihr Euch wohltuend von viel Polemik und politischer Unkultur ab. (…)
  • (…) Eure aktuelle Betrachtung zum Zustand der SPD habe ich interessiert gelesen.
  • Ihr habt Euch viel Arbeit gemacht, gut analysiert und auch Entwicklungen aufgezeigt, die uns in den nächsten Jahren noch beschäftigen werden. (…)
  • (…) ich finde es toll, das Ihr Euch als junge Leute so konstruktive Gedanken über die Positionierung der SPD macht. (…)
  • (…) wir würden Euer Papier "Meine SPD-Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität" gerne ausführlicher diskutieren und Euch Verfasser dabei als Referenten einladen. (…) Ich würde mich freuen, wenn Ihr uns als Diskussionspartner zur Verfügung stündet. (…)
  • (…) Zunächst einmal mein großes Lob, dass ihr euch stundenlang hinsetzt um euch mit der Zukunft unserer Partei auseinanderzusetzen und eine Antwort auf "quo vadis SPD" zu finden. Ich begrüße das Papier sehr, da es auf die bekannten Probleme, die in meinen Augen richtigen Antworten liefert. (…) euer Papier hat mich daran erinnert, warum ich vor vier Jahren in die Sozialdemokratischen Partei Deutschlands eingetreten bin. (…)
  • (…) vielen Dank für Euer sehr differenziertes Papier zur Situation unserer Partei. Ich freue mich, dass Ihr mit einer sehr fundierten Analyse eine Grundlage zur Debatte geliefert habt, die schon lange überfällig war. (…)
  • Sehr gutes Papier Jungs! Daumen hoch. (…)
  • (…) vielen Dank für euren Beitrag. Ihr habt euch Gedanken gemacht, das ist sehr löblich. Mir begegnet in letzer Zeit immer wieder ein Lied von Kettcar – es heißt "Hiersein" und viele der Zeilen passen ganz gut auf unsere Situation in der (hessischen) SPD, daher möchte ich es euch nicht vorenthalten, und hoffe ihr bleibt bei der Stange =) (…)
    „und dann im boden versinken
    einen letzten schluck trinken
    alles andere vergessen
    mit anderen maßstäben messen
    dann den blick langsam senken und raus aus dem licht
    dies ist eine geschichte – meine ist es nicht“ (…)
  • (…) du hast wenigstens verstanden, worum es geht. (…) Wie du schon richtig anmerkst, Flügelkämpfe bringen uns da nicht weiter. (…)
  • (…) Ich habe den Text sorgfältig durchgelesen und halte ihn für eines der besten Ausarbeitungen zur Lage und zur Aufgabe unserer Partei, die ich bislang gelesen habe. Er könnte als Präambel eines aktuellen Parteiprogramms dienen. (…)
  • (…) auf den ersten Blick finde ich es sehr gelungen und möchte sagen, dass sich meiner Meinung nach die Mehrheit der (…) GenossInnen damit identifizieren kann. (…)

Donnerstag, Oktober 16, 2008

Die Rambo-Evolution

Nachdem ich es nun auch endlich einmal geschafft habe, mir den vierten Teil der sagenumwobenen "Rambo-Saga" anzuschauen (auf eine ausführliche Kritik werde ich bei diesem Film allerdings - man möge es mir nachsehen - verzichten), möchte ich versuchen, die Entwicklung der Figur des John Rambo innerhalb dieser Film-Reihe anhand zweier Dialoge zu beschreiben:

Rambo 4:
Vietnamesin fragt John Rambo: "Hat man Sie ausgewählt, weil Sie es lieben, zu kämpfen?"
Antwort John Rambo: "Ach wissen Sie, ich bin entbehrlich."
Später im Film sagt die Vietnamesin zu John Rambo, während sie in seinen Armen stirbt: "Rambo, Du bist nicht entbehrlich."

Rambo 3:
Frage an John Rambo: "Was ist das?"
Antwort John Rambo: "Blaues Licht."
Rückfrage an John Rambo: "Was macht es?"
Antwort John Rambo: "Es leuchtet blau.

Mittwoch, Oktober 15, 2008

Auch das ist Kommunalpolitik

Nachdem ich am 28. September, einem Sonntag, der von der Wetterlage seinem Namen alle Ehre machte und daher auch entsprechend zahlreiche Besucher über die B 42 in den Rheingau lockte, mal wieder live waghalsigste Fahrmanöver an der Tankstellen-Einfahrt zur B 42 beobachten konnte, wandte ich mich einen Tag später mit folgendem Schreiben an das Eltviller Ordnungsamt:
Sehr geehrte Damen und Herren
(in Kopie: Ortsbeirat Hattenheim),
vergangenen Sonntag ließen sich bei schönem Wetter und in der Folge vielen Besuchern im Rheingau wieder allerlei „Kuriositäten“ auf Höhe der Hattenheimer Shell-Tankstelle (ich arbeite dort als Kassierer) an der B 42 beobachten. Wenn ich an dieser Stelle etwas sarkastisch von „Kuriositäten“ spreche, meine ich tatsächlich die mehrfach versuchte und erfolgte Querung der B 42 aus Richtung Rüdesheim kommend und in Richtung Wiesbaden fahrend, um zur Hattenheimer Shell-Tankstelle zu kommen. Insbesondere bei derart starkem Betrieb ist dies für den Verursacher selbst, aber auch die übrigen Verkehrsteilnehmer schlicht und einfach lebensgefährlich und es ist wohl leider nur eine Frage der Zeit, bis hier (wieder?) etwas passiert.Derzeit fungiert nur eine durchgezogene Linie als „Verbotshinweis“, die allerdings offensichtlich und nachweisbar nicht den durchschlagenden Erfolg erzielt – vor allem bei Ortsfremden. Daher bitte ich Sie freundlich, folgende weitere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und eingehend zu prüfen bzw. prüfen zu lassen – je nach Zuständigkeit an diesem Streckenabschnitt:
  • Hinweisschild: Ein Schild aus Rüdesheim kommend und noch vor der Abfahrt „Kronenschlösschen“ auf die Shell-Tankstelle hinweisend könnte viele Ortsfremde darauf aufmerksam machen, dass sie bereits hier links abzubiegen und dann entlang der Rheinallee zur Tankstelle zu fahren haben.
  • Straßenboller: Leider ist mir der gängige Fachterminus nicht geläufig, allerdings könnte entlang der Mittelspur auf Höhe Shell-Tankstelle kleine Eisenboller (mit Reflektoren für die Dunkelheit) zusätzlich den Eindruck einer wirklich durchgezogenen und damit zur Querung untersagten Linie verstärken. Solche „Eisenboller“ waren auch eine Zeit lang an der Auffahrt „Höhe ebs“ angebracht. Noch konsequenter wären rot-weiße Barken entlang der Mittelspur auf Höhe dieser Auffahrt, die eine Querung gänzlich unmöglich machen würden.
  • Verbotsschild: An der Auffahrt zur Shell-Tankstelle könnte ein „Durchfahrt-Verboten-Schild“ im 90-Grad-Winkel zur Fahrbahn angebracht werden. Autofahrer aus Wiesbaden kommend könnten wie gehabt diese Einfahrt zur Shell-Tankstelle benutzen und würden aufgrund des Winkel des Schildes nicht unnötig verwirrt werden, Autofahrer aus Rüdesheim kommend allerdings würden durch einen Blick linkerseits aus dem Seitenspiegel sofort erkennen, dass sie hier nicht durchfahren dürfen, sofern sie dies vorhaben.
  • Kontrollen: Ich „freue“ mich jedes Mal, wenn ich an der Tankstelle Dienst habe und die Polizei mal wieder gerade einen „Abbieger“ erwischt hat. Leider kommen mir diese Kontrollen viel zu selten vor, erst Recht zu derart voraussehbaren Stoßzeiten.
Ich hoffe, dass diese Anregungen, welche von vielen Anwohnern geteilt werden, Gehör und Berücksichtigung finden können. Vielen Dank vorab für Ihre Mühe!
Mit freundlichen Grüßen
Carsten Sinß

Nach einer Eingangsbestätigung meines Schreibens und der Zusage, dass man in diese Richtung schnellstmöglich initiativ werden wolle, erhielt ich nun gestern folgende Mail aus dem Eltviller Ordnungsamt:

Sehr geehrter Herr Sinß,
anlässlich Ihrer konstruktiven Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation im Bereich B 42, Hattenheim Tankstelle, hat am 02.10.08 ein Ortstermin mit dem Straßenbaulastträger, der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei stattgefunden. Dabei wurde vereinbart, auf der Mittelleitlinie Baken anzubringen, die eine Querung bzw. das Abbiegen verhindern.
Wir hoffen, damit den Gefahrenpunkt in diesem Bereich zu entschärfen.
Mit freundlichen Grüßen
Amt für Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Eltville am Rhein

An dieser Stelle möchte ich den Eltviller Behörden, sofern diese Maßnahme nun auch tatsächlich zeitnah umgesetzt wird, für dieses unbürokratische und schnelle Eingreifen ein ausdrückliches Lob aussprechen. So bürgernah sollten nach meiner Auffassung Verwaltungen arbeiten und so macht auch Kommunalpolitik Spaß!

Montag, Oktober 13, 2008

Storys from the gasstation

Heute durfte ich einen "Somewhere over the rainbow" summenden ebs-Studenten EBS-Studenten abkassieren, der eine Schachtel Zigaretten mit seiner American-Express-Karte bezahlte. Ich kommentierte dies entsprechend:
"Da lachst Du doch jetzt selbst drüber, oder?!"
Antwort des EBS-Studenten: "Klischees müssen gepflegt werden".

Sonntag, Oktober 12, 2008

Storys from the gasstation

Während da draußen die (Finanz)welt zusammenbricht, kann sich zumindest der "kleine Mann" derzeit an den günstigen Benzinpreisen erfreuen kann...nur ich darf es natürlich mal wieder für etwas mehr als 7 € die Stunde ausbaden: Menschenschlangen im Shop, Autoschlangen bis auf die B 42, ein defektes Kartenlesegerät - und das beinahe fünf Stunden nonstop -.-

Samstag, Oktober 11, 2008

Sekt bei Mitternacht


Kurz nach Mitternacht komme ich gestern aus Mainz zurück und komme nicht umhin, noch einmal einen kurzen Zwischenstopp an der Tankstelle zu machen, wo der Shop mittlerweile schon geschlossen hat und man durch den Nachtschalter bedient wird. Und was muss ich sehen? Der Nachtschichtkassierer hat Besuch im Shop und köpft mal so eben mit einer meiner Stammkundinnen eine Sektflasche. Aber wie ich später erfahre, gibt es was zu feiern und so fühle ich mich natürlich genötigt, mit den zwei zusammen im Shop anzustoßen :D

Freitag, Oktober 10, 2008

Stöckchen: Fragen zur Person

Was für ein Sternzeichen sind Sie? Wassermann.
Wie würden Sie einem Blinden Ihr Äußeres beschreiben? 190 cm, 70 kg, männlich, kürzere Haare.
Was wollten Sie als Kind werden? Comicheld.
Welchen Kindheitstraum haben Sie sich erfüllt? Also ich bin bisher weder Lokführer noch Pilot geworden ;-)
Welchen Beruf würden Sie wählen, wenn Sie den Job wechseln müssten? Bin ja noch Student. Aber ich würde zwischen den Bereichen Wirtschaft und Politik wechseln.
Worauf sind Sie stolz? Diverse Lebensleistungen wie bspw. Führerschein, Abitur etc. sowie diverse Charaktereigenschaften wie Ehrgeiz, Aufrichtigkeit etc.
Was war Ihr größter Erfolg? Abitur.
Wie möchten Sie sterben und wo möchten Sie beerdigt werden? Alt, dann schnell und dann ist es mir egal – aber Seebestattung hat was ;-)
Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten? Film, Sport, Literatur, Politik.
Was ist Ihr Lieblingsfilm? Pulp fiction.
... und Ihre Lieblingsserie? Friends.
Wobei schalten Sie den Fernseher ab? Talkshows, Gerichtssendungen.
Welche Musik hören Sie besonders gern? Oldies/Rock, mitunter auch Klassik.
Wem drücken Sie im Sport die Daumen? SC Freiburg, SSV Hattenheim.
Welches Buch hat Sie besonders nachhaltig beeindruckt? Faust I von J.W. v. Goethe.
Wer oder was ist Ihre heimliche Leidenschaft? Weil grad aktuell: Federweisser und Zwiebel- und/oder Flammkuchen.
Was sind Ihre Lieblingsplätze - weltweit und in der Region? In der Region: Aussichtsplatz am Schloss Johannisberg; weltweit: Golden Gate Bridge in San Francisco
Was ist ihr Leibgericht? Spinat mit Salkartoffeln, Toast Hawaii, Lasagne,…
Was ist Ihr Lieblingsgetränk? Wein & Federweisser, Apfelwein :-)
... Ihr Lieblingstier? Affe.
... und Ihre Lieblingsfarbe? Rot.
Auf welchen Luxus, den Sie sich heute leisten, könnten Sie am ehesten verzichten? Handy.
Worüber freuen Sie sich am meisten? Wenn morgens das Auto anspringt.
Welche Begabung hätten Sie gerne? eine künstlerische und musikalische Begabung.
Was halten Sie für Ihre drei besten Eigenschaften? Ehrgeiz, Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit.
Was dagegen sind Ihre drei größten Schwächen? Verbissener Ehrgeiz, schlechter Verlierer, Ungeduld.
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Menschen am meisten? Ehrlichkeit, Gradlinigkeit, Zuverlässigkeit.
Worüber ärgern Sie sich am meisten? Arroganz und Gleichgültigkeit.
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten? Rechtschreibfehler ;-)
Mit wem würden Sie gerne einmal tauschen? Angela Merkel (aber nicht wegen dem CDU-Parteivorsitz…!).
Mit wem auf keinen Fall? Leidenden Menschen.
Haben Sie ein Vorbild? Willy Brandt.
Welche drei Dinge würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen? Faust I, eine nette Begleitung und ne gute Bottle Rum :D
Was würden sie mit einem Millionengewinn im Lotto machen? Die Vorzüge des kapitalistischen Finanzsystems ausnutzen ;-)
Was macht Ihnen Angst? Nationalsozialismus.
Mit welchem Spruch kann man sie am meisten ärgern? „Das haben wir schon immer so gemacht.“
Haben Sie eine Marotte? Linke Socke zu erst, linker Schuh zuerst.
Auf was können Sie nicht verzichten? Auf meine Familie.
Was würden Sie zuerst durchsetzen, wenn Sie einen Tag lang Deutschland ganz allein regieren könnten? Gleiche Chancen und gleiche Rechte für alle oder alternativ: Siehe SPD-Grundsatzprogramm ;-)
Was ist Ihr Lebensmotto? „Wer kämpft, kann verlieren – wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Donnerstag, Oktober 09, 2008

Asphaltschicksale

Irgendwann einmal achtlos fallengelassen. Dann den Wetterkapriolen eine Weile standgehalten. An irgendeinem heißen Sommertag aber den Boden unter den Füßen verloren und angesaugt vom Erdmittelpunkt. Übrig geblieben ist ein verbeultes Gesicht mit charakteristischen Zügen, gezeichnet vom bisherigen Dasein. Wie der passende Deckel zum Topf gehörten Sie einst auf eine Wasser- oder Cola-Flasche. Flaschen wie Menschen also. Heute lässt sich ihre Herkunft aber nur noch erahnen…

Mittwoch, Oktober 08, 2008

Ein Marienkäfer...

...auf dem Fensterbrett.

Dienstag, Oktober 07, 2008

Alles "Quark" oder was?!

„Im Standardmodell der Elementarteilchenphysik existieren 6 verschiedene Quarks, von denen nur die zwei leichtesten (up und down) als Bausteine in der natürlich existierenden Materie vorkommen. Die vier schwereren Quarks sind zwar ebenfalls experimentell nachgewiesen, treten jedoch nur in kurzlebigen Zwischenzuständen als Produkte auf (…)und können mittels der schwachen Wechselwirkung in die leichteren Quark-Sorten zerfallen. Das leichteste dieser vier schwereren Quarks, das so genannte strange quark, tritt dabei am häufigsten auf und wurde historisch als erstes nachgewiesen. Es hat eine elektrische Ladung von -1/3, bezogen auf die Elementarladung, und ähnelt – bis auf seine höhere Masse – dem down-Quark. Obwohl das strange-Quark bisher nur in kurzlebigen Kombinationen experimentell gefunden wurde, wurde in der Theorie vielfach spekuliert, dass es möglich sein könnte bzw. müsste, auch stabile Teilchen aus einer Kombination von strangeund anderen Quarks zu bilden (siehe z.B. Madsen 1999 sowie Jaffe et al. 2000). (…) Dabei spielen zwei gegenläufige Tendenzen eine Rolle: Einerseits ist das strange-Quark schwerer als das up-Quark; daher ist für seine Erzeugung in Teilchenkollisionen mehr Energie nötig als beim up-Quark. (…) Daher könnte z.B. ein „strange“ Neutron, aus je einem up-, down- und strange-Quar, gegenüber dem normalen“ Neutron, aus einem up- und zwei down-Quarks, energetisch bevorzugt sein.(…) Die Literatur weist überwiegend darauf hin, dass es für die Frage der Stabilität entscheidend darauf ankommt, wie viele Quarks sich zu einem strange-Teilchen zusammenschließen. Kleine Kombinationen, angefangen bei nur 3 Quarks, wären mit Sicherheit weniger stabil als größere (…)“

Aus: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestags: Das LHC-Projekt am CERN: Gefahr durch Schwarze Löcher?

Montag, Oktober 06, 2008

Unmoderne Themen

"Genieren wir uns nicht. Seien wir unmodern. Sprechen wir über Kapitalismus." 

- Günther Anders -

Sonntag, Oktober 05, 2008

Ein Sozialdemokrat, der 50% holt. Wetten, dass…!!!

So geschehen gestern Abend in der ZDF-Sendung „Wetten, dass…?“, bei der mein Juso-Kollege Jens-Christoph Pieper, das lebende Navigationssystem, zunächst seine Wette gewann (Wettpate war im übrigen Karl Lagerfeld) und anschließend mit 50% auch noch den Wettkönig machte. Er fährt privat im übrigen auch einen Ford Fiesta ;-)


Pressestimmen:

Jusos Hessen-Süd: Südhessischer Juso gewinnt TV-Sendung „Wetten, dass...?"
In der gestrigen Ausgabe der TV-Sendung „Wetten, dass…?" des ZDF wurde der 27-Jährige Jens Christoph Pieper zum Wettkönig gewählt. „Wir sind begeistert, dass mit Jens Christoph Pieper ein Juso aus unseren Reihen Wettkönig geworden ist. Er engagiert sich seit vielen Jahren mit viel Leidenschaft bei den Jusos und in der SPD, deshalb freut es uns umso mehr, dass er sich durchsetzen konnte. Jens Christoph hat das verdient und wir sind sehr stolz auf unser lebendes Navigationssystem", erklärte der Vorsitzende der südhessischen Jusos Behnam Yazdani.
Der aus Eppstein im Taunus (Main-Taunus Kreis) stammende Geografiestudent Pieper trat in die Samstagabendshow mit einer beeindruckenden Autobahnwette auf. Ihm wurden dabei kurze Filmsequenzen von Autobahnabschnitten gezeigt, die er erraten musste. Seine vier zu lösenden Filme löste er mit Bravour und wurde dafür zum Wettkönig des Abends gewählt. „Mit seiner freundlichen und sympathischen Art und einer ganzen Menge Fachwissen konnte er die Herzen von Millionen Fernsehzuschauer erobern", so Yazdani weiter.
Neben Pieper waren an diesem Abend vier weitere Wettkandidaten angetreten. In der Zuschauerabstimmung setzte er sich jedoch eindrucksvoll mit der Hälfte der abgegeben Stimmen durch. „Ich bin mir sicher, dass so schnell kein Sozialdemokrat die 50 % von Jens Christoph Pieper knacken wird", sagte der Juso-Vorsitzende schmunzelnd zum Abschluss.



Süddeutsche:
"Ein junger Geograph sorgte für die erste – indem er sich vier Filmchen von deutschen Autobahnen anschaute und danach, ohne ein Schild gesehen zu haben, sagen konnte, welche Strecke da gezeigt wurde. Klar, dass so ein Asphaltcowboy anschließend zum Wettkönig gekürt wird."

DPA:
"Wettkönig des Abends wurde der 27 Jahre alte Jens Christoph Pieper aus dem hessischen Bad Soden. Der angehende Geograf hatte mit seiner verblüffenden Kenntnis des deutschen Autobahnnetzes die Herzen des Publikums erobert. Für den Hessen stimmten 50 Prozent der Teilnehmer einer TED-Umfrage. Pieper war es gelungen, vier anhand kurzer Filmausschnitte vorgestellte Autobahnabschnitte wiederzuerkennen."

Netzzeitung:
Wettkönig wurde der aus dem hessischen Eppstein stammende Jens Christoph Pieper. Der 27 Jahre alte angehende Diplom-Geograf hatte anhand kurzer Filmpräsentation souverän vier von fünf Autobahnabschnitten wiedererkannt. Er fahre eben viel in Deutschland herum. «Mein Auto ist mein Wohnzimmer», berichtete er. Bei einer Telefonabstimmung entschied sich die Hälfte der Zuschauer für ihn.

RP:
"Wettkönig wurde ein Hesse, der alle deutschen Autobahnen anhand des Straßenbelags unterscheiden kann, wenn er einen 20 Sekunden langen Filmausschnitt sieht."

Opinio:
"Begeisterungsstürme löste jedoch der Autobahnspezialist aus, der zum Schluss verdient zum Wettkönig des heutigen Abends gekürt wurde. Er kannte sich bestens aus auf 12.000 km Autobahn und „erriet“ fachmännisch anhand kurzer Filmseque

Borlife:
"Wettsieger wurde ein lebendes Navigationssystem – ein Mann, der anhand von Videos, die bei der Fahrt auf der Autobahn gedreht wurden erkennen konnte, um welche Autobahn es genau geht und welcher Streckenabschnitt gemeint ist. „Ich lieb das Autofahren“, so der Wettkönig als Erklärung für sein außergewöhnliches Wissen."

Web.de:
Grandios war auch die Autobahnwette: Jens-Christoph Pieper aus Eppstein wettete, dass er jede beliebige deutsche Autobahn anhand eines 20-sekündigen Filmausschnitts erkennen kann. Der Mann mit dem phänomenalen Gedächtnis, der jedem Navigationsgerät locker Konkurrenz macht, gewann seine Wette. Und wurde damit der Wettkönig des Abends.