Sonntag, November 30, 2008

Neuer Parkplatz...?!

Samstag, November 29, 2008

Storys from the gasstation

Ganz verwundert schaute der FAZ-Redakteur von der gestrigen Wahlkreiskonferenz heute drein, als ihm ein stlv. Wahlkreisersatzkandidat seine "Lucky Strike" in die Hand drückte :-)

Freitag, November 28, 2008

Wahlkreisersatzkandidat, Rheingau-Taunus I, 028 - Runde 2

Ca. 18 Monate nach meiner ersten Nominierung als Wahlkreisersatzbewerber konnte ich mein Ergebnis von damals halten und wurde heute Abend wieder mit ca. 95% bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme zum Ersatzbewerber des SPD-Landtagskandidaten Matthias Hannes für den Wahlkreis Rheingau-Taunus I (Rheingau und die ehemaligen Staatsbäder Schlangenbad und Bad Schwalbach) nominiert. In diesem Sinne: "KICKT DEN KOCH!"

Hier meine Nominierungsrede:

"Liebe Genossinnen und Genossen, ich stehe hier, weil ich wie auch schon beim letzten Mal Euer Ersatzkandidat für die am 18. Januar stattfindende Landtagswahl sein will. Seit dem Januar des Jahres 2003 bin ich Mitglied der sozialdemokratischen Partei in Deutschland und somit auch der sozialdemokratischen Partei hier im Rheingau-Taunus-Kreis. Keinen Monat später nach Erhalt dieses Schreibens, dem 2. Februar 2003, einem wahrlich schwarzen Sonntag, erfuhr die hessische Sozialdemokratie ihre bis dato wohl schwerste Niederlage in der Nachkriegszeit und sank auf gar unter 30 %. Da hätte man mir wahrlich einen besseren Einstand in diese Partei ermöglichen können. 5 Jahre später, nach dem 27. Januar 2008, dachten wir eigentlich alle, diese Zeiten seien – zumindest in Hessen – vorbei. Der 3. November machte uns hier dann aber allen einen Strich durch die Rechnung und Stand heute, 28. November 2008 – also keine 12 Monate später – hat man den Eindruck, die SPD in Hessen laufe Gefahr, dieses „Debökel“ aus dem Jahr 2003 noch einmal zu toppen – und zwar im negativen Sinne. Auf Ursachen und Wirkungen des ganzen will ich an dieser Stelle gar nicht mehr näher eingehen, Ihr seht es mir hoffentlich nach, denn Ihr habt wahrscheinlich genauso wie ich die gleiche Geschichte schon x-mal in den verschiedensten Facetten gehört. Und: Ja, es wurden Fehler gemacht. Ja, es wurden Versprechen nicht eingehalten. Ja, taktisch hat man sich in Wiesbaden mitunter nicht gerade immer glücklich verhalten. Und ja: Wir hier vor Ort können dafür eigentlich am wenigsten und dementsprechend sitzt bei vielen der Frust auch verständlicherweise tief. Aber liebe Genossinnen und Genossen, man kann uns das auch alles gerne vorwerfen. Aber man kann uns NICHT absprechen, dass wir uns unserer Verantwortung für das Bundesland Hessen nicht jeder Sekunde bewusst waren und es nicht zumindest probiert haben. Probiert haben, den Politikwechsel in Hessen zu erreichen und uns mit den neuen Begebenheiten hierzulande auseinanderzusetzen. Liebe Genossinnen und Genossen, es ist wichtig, dass wir das alles aufarbeiten. Aber es ist auch wichtig, dass wir bis zum 18. Januar erst mal nach vorne schauen. Denn bis dahin müssen wir den Menschen andere Dinge erklären. Wir müssen erklären, ob denn plötzlich wirklich alles schlecht ist, für das wir Sozialdemokraten in den letzten Wochen und Monaten gestanden haben – oder ob mittlerweile alles gut ist, was wir in den letzten Wochen und Monaten so scharf und zurecht kritisiert haben? Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich glaube, dass dem nicht so ist! Erinnert Euch: Mit dem Slogan „KICKT DEN KOCH“ zogen wir Jusos gemeinsam mit Matthias, Marius und Euch in den letzten Wahlkampf. Und das hatte seinen Grund: Denn Roland Koch und seine Sozial-, Bildungs-, Finanz- und Wirtschaftspolitik hat Hessen gespalten und zurückgeworfen. Kochs Politik mag vielleicht gut sein für Millionäre. Sie ist aber garantiert schlecht für Millionen von Menschen in diesem Land, liebe Genossinnen und Genossen. Und das gilt heute genauso wie vor einem Jahr. Oder glaubt Ihr, die Truppe hätte auch nur irgendwas gelernt? Roland Koch tut ja derweil so, als wolle er die SPD links überholen. Aber hört doch mal genau hin. Kennt Ihr zum Beispiel Clemens Reif. Ich sehe fragende Gesichter? Ich kannte ihn bis gestern auch nicht – also schämt Euch nicht. Clemens Reif ist von der CDU, kommt aus dem Lahn-Dill-Kreis und ist Kollege vom Marius im Hessischen Landtag. Und der spricht sich in der jüngsten Ausgabe des „Wetzlar Kurier“ gegen ein Kommunalwahlrecht für Nicht-EU-Bürger aus, um „den Deutschen das Gefühl zu geben, noch Herr im eigenen Haus zu sein. Mit einem Kommunalwahlrecht für Nicht-EU-Bürger würden deutsche Interessen geopfert. Es gehe um das Interesse der „einheimischen Bevölkerung“. Schließlich sei zu befürchten, dass ansonsten Muslime das Zünglein an der Waage seien.“ Liebe Genossinnen und Genossen, eine Partei, die 2-mal gegen Ausländer und kriminelle Jugendliche Wahlkampf macht und dafür dann im 3. Anlauf auch endlich die entsprechende Quittung erhält, aber dann trotzdem immer noch solche Parolen von sich gibt, hat es nicht verdient, erneut Regierungsverantwortung für dieses schöne Land zu übernehmen. Schaut doch mal, als im September der CSUnami über Bayern hinweggefegt ist – wie schnell da die Köpfe in der CSU gerollt sind. Uns was passiert in Hessen: Da tritt die Truppe quasi unverändert wieder vor die Wähler. Und dann, liebe Genossinnen und Genossen, was ja der Oberhammer ist, muss ich mir als Juso-Vorsitzender von einem Peter Beuth anhören, wir seien – Stichwort „Kickt den Koch“ – gewaltverherrlichend und eine Frau Müller-Klepper will uns eine Wertedebatte anbieten. Wie verlogen kann man denn eigentlich sein, Wahlkampf gegen Ausländer zu machen und jahrelang die Perspektiven junger und sozial benachteiligter Menschen zu zerstören und sich dann so als Moralapostel aufzuspielen. Wir sehen doch seit nunmehr bald 10 Jahren, dass gerade die Perspektiven der jungen Menschen in unserem Land zunehmend schlechter werden. Ich will das an nur 3 Beispielen fest machen: Im Sommer vorletzten Jahres erreichte uns die Vorlage zur Einführung von Studiengebühren in Hessen. Überall in Hessen, auch in vielen heute anwesenden Ortsvereinen, formierte sich Widerstand und wir standen gemeinsam vor den Rathäusern und sammelten Unterschriften gegen dieses Gesetz zur Einreichung einer Verfassungsklage. Und – das hatte ich auch bereits im vergangenen Jahr auf der Wahlkreiskonferenz gesagt: Über 62.000 Unterschriften in Hessen, davon über 200 alleine durch unsere Aktionen in diesem Wahlkreis, gaben uns doch Recht und zeigen, dass wir nicht nur auf der richtigen Seite der Rathäuser, sondern auch auf der richtigen Seite der Gesellschaft standen und stehen, liebe Genossinnen und Genossen. Und so haben wir im Wahlkampf doch gar kein besseres Argument an den Infoständen, als all diesen jungen Menschen und ihren Eltern klipp und klar zu sagen: Ein Herr Koch kann noch so viel Kreide gefressen haben – und das Beispiel der Grünen in Hamburg beweist dies eindrucksvoll – nur mit einer SPD-geführten Landesregierung bleiben Studiengebühren in Hessen auch wirklich abgeschafft! Oder glaubt Ihr allen ernstes, dass Roland Koch auf einmal vom brutalst möglichen Abzocker zum Freund der finanziell schlechter gestellten Studierenden geworden ist? Ich nicht! Aber leider kommt eben ein Großteil der Kinder in diesem Land gar nicht erst in die Verlegenheit, darüber nachzudenken, ob sie mit einem Studium beginnen sollen oder nicht, weil bereits spätestens nach der 4. Klasse ziemlich sicher feststeht, dass sie es nie zu einem Abitur schaffen werden. Auch das hat mit sozialer Gerechtigkeit nicht mehr viel zu tun und ist Ergebnis von knapp 10 Jahren Roland Kochscher Bildungspolitik und die traurige Realität in Hessen im Dezember 2008. In Hessen muss aber endlich Schluss sein mit der Angst vor der nächsten PISA-Studie, liebe Genossinnen und Genossen! Es geht aber nicht nur um die Schüler und Studenten, liebe Genossinnen und Genossen, sondern es geht auch und gerade und immer noch um Ausbildungssuchende und Ausbildungslose in diesem Land. Und ich weiß, wovon ich spreche! Ich habe selbst vor Beginn meines Studiums eine Ausbildung gemacht. ICH kam in den Genuss, mit Glück direkt eine Ausbildungsstelle gefunden zu haben und jetzt im Anschluss mein Studium daran anschließen zu können. Aber aus dem Freundeskreis, aus der Berufsschule und aus dem Betrieb weiß ich sehr wohl, dass dies alles andere als selbstverständlich ist – leider. Denn im Bereich der Ausbildung schieben wir eine Bugwelle vor uns her. Diese Bugwelle – das sind Jugendliche, die sich vergeblich um einen Ausbildungsplatz beworben haben. Jugendliche, die in sogenannten Warteschleifen geparkt werden. Jugendliche, die oft über 100 Bewerbungen geschrieben haben – und auch entsprechend viele Absagen erhalten haben. Daher muss es uns gelingen, nahtlos den Weg von der Schulbank in den Betrieb zu ermöglichen. Die Ausbildungsquote in Hessen, also die Zahl der Unternehmen, die tatsächlich ausbilden, lag vor einem Jahr fast 20 % unter dem Bundesschnitt. Diese Zahlen machen doch deutlich, dass wir ein hausgemachtes Problem hier in Hessen haben. Diese jungen Menschen haben aber unsere volle Aufmerksamkeit verdient – kurzum: Es sind die Jugendlichen, die eine sozialdemokratisch geführte Landesregierung nicht alleine lassen darf, liebe Genossinnen und Genossen. Und das dürfen gerade WIR als Sozialdemokraten nie vergessen! Ein Thema möchte ich noch anreißen, wo auch kommunalpolitisch ein wenig mein Herzblut dran hängt – die Finanzpolitik. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch, wie ich im letzten Jahr kritisiert habe, was Roland Koch mit seinem unsäglichen Sparkassengesetz auch aus den Jusos gemacht hat. Vor gut 15, 20 oder sogar 25 Jahren standen nämlich Jusos wie ich auf solchen Veranstaltungen der SPD in der Bütt’ und haben die „Banken als Sammelstellen der Kapitalakkumulation“ in gar klassenkämpferischer Rhetorik entschieden bekämpft. Heute aber müssen nicht nur Sparkassen, sondern muss ein komplett aus dem Ruder gelaufenes Finanz- und Bankensystem von Jusos wie mir vor Roland Koch und seiner vermeintlich wirtschaftsliberal-freundlichen Politik beschützt werden. Hand aufs Herz, liebe Genossinnen und Genossen: Wenn das mal nicht grotesk ist! Aber auch, wenn ich immer wieder die Frage hören und lesen muss, ob Sozialdemokraten denn überhaupt mit Geld umgehen können und das so alles bezahlbar sei, was wir fordern. Liebe Genossinnen und Genossen, ich glaube, die Schuldenentwicklung des Landes Hessen in den letzten 10 Jahren zeigt einrucksvoll, dass die Schwarzen da zwar so ziemlich alles beweisen – nur eben eines nicht: Nämlich dass Sie mit Geld umgehen können. Und da frage ich mich doch auch allen Ernstes, woher denn überhaupt diese alte These stammt, dass die Schwarzen so viel besser mit Geld umgehen können als wir. Ich sage Euch – und gerade daran hat sich doch gerade in Hessen aufgrund der gleichen handelnden Personen in den letzten Jahren auch wirklich nichts geändert: Dass einzige Geld, womit die besser umgehen können als wir, ist doch das Schwarzgeld, liebe Genossinnen und Genossen. Jetzt lasst mich aber zum Ende kommen. Ich bewerbe mich heute bei Euch um die Ersatzkandidatur für den Wahlkreis 29. Den wunderschönen Rheingau und die wunderschönen ehemaligen Staatsbäder Schlangenbad und Bad Schwalbach. Ich bewerbe mich heute bei Euch, um auch ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen für all die jungen Menschen da draußen, die auch in diesem Wahlkampf wieder eine zentrale Rolle spielen werden. Denn gerade in Zeiten von zunehmender Politikverdrossenheit und mangelnder Perspektiven wenden sich heute viele jungen Menschen von der Politik ab. Sie glauben, es bewegt sich nichts und es kann auch nichts bewegt werden. Aber gerade deshalb! Wegen Schulpolitik, wegen Studiengebühren, wegen fehlenden Ausbildungsplätzen. Gerade deshalb will ich hier heute mit meiner Kandidatur meinen kleinen Teil dazu beitragen, all die davon betroffenen jungen Menschen in unserem Kreis – und das sind nicht wenige! – nicht alleine zu lassen, sondern sie – anders als Koch und seine Bande – mitzunehmen auf unserem Weg der Sozialen Moderne. Mein Wunsch und mein Ziel ist, durch mein Engagement auch wieder verstärkt junge Menschen für Politik begeistern zu können. Gerade hier vor Ort und insbesondere in der SPD. Schon Willy Brandt hat gesagt: "Wir brauchen die Herausforderung der jungen Generation, sonst schlafen uns die Füße ein." Und mit Blick auf die Junge Union hier im Rheingau und diverse Kampfkandidaturen um den Ersatzbewerber für Frau Müller-Klepper hier im Rheingau kann ich auch nur sagen: Ich bin froh, dass meine SPD aufrecht gehen kann, während die CDU mit eingeschlafenem Fuß nebenher humpelt. Ich habe Euch in den letzten knapp 10 Minuten Themen genannt, mit denen wir gerade in der Zielgruppe, die ich vertrete, eine hohe Sensibilisierung und Mobilisierung erreichen können. Nun bitte ich Euch um Euer Vertrauen. Denn eines hat sich seit dem 27. Januar diesen Jahres nicht geändert: Die Partei der sozialen Gerechtigkeit – und das lasse ich mir von niemandem, ob innerhalb der Partei oder außerhalb der Partei, streitig machen – Die Partei der sozialen Gerechtigkeit sind immer noch wir, liebe Genossinnen und Genossen. Koch muss weg und Hessen braucht eine SPD-geführte Landesregierung. Und genau deshalb müssen wir in den kommenden 7 Wochen die Wählerinnen und Wähler daran erinnern, warum sie dieser Truppe am 27. Januar 2008 einen Denkzettel verpasst haben und warum sie dies am 18. Januar wieder tun sollten. Herbert Wehner meinte mal vollkommen zurecht: "Wer sich im alten Jahr nicht getraut hat, wird auch dem neuen Jahr nicht trauen." Liebe Genossinnen und Genossen, aber WIR trauen uns. Lasst uns gemeinsam den Mut aufbringen, jetzt nach draußen zu gehen und den Menschen zu erklären, warum immer noch WIR die beste Wahl für dieses Land sind. Dafür will ich kämpfen, dafür will ich mit Euch kämpfen! Kickt den Koch! Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit."

Donnerstag, November 27, 2008

Sozialdemokratische Geschichte hautnah

Die SPD Oestrich-Winkel feierte vergangene Woche eine Jubiläumsfeier anlässlich der 100. Ausgabe des "Ortsgesprächs", einer seit 24 Jahren erscheinenden Informationsschrift der örtlichen SPD - voll an Tradition und sozialdemokratischer Geschichte.

Mittwoch, November 26, 2008

Politisch aufgeschnappt

Wolfgang Clement verlässt nach knapp 40 Jahren die SPD. Und die Meinung eines „Experten“ hierzu:
(…) Gero Neugebauer über den Austritt Wolfgang Clements
tagesschau.de: Was bedeutet der Parteiaustritt von Wolfgang Clement für die SPD?
Gero Neugebauer: Erst mal den Verlust eines relativ hohen Mitgliedsbeitrags. (…)

Dienstag, November 25, 2008

Markenrecht an Kasse

Gar nicht so kompliziert, die Internationale Rechnungslegung, als der Professor das heute so simpel erklärte: "Na wie verbuchen sie denn bspw. den Kauf eines international bekannten und 65.000.000.000-teuren Markenrechts? Na ganz einfach: Markenrecht an Kasse - 65.000.000.000!"

Montag, November 24, 2008

Aus den Gremien

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 28.11.2008

Tagesordnung

Bericht und Anfragen

1) Bericht des Magistrats

2) Beantwortung von Anfragen
Das erste mal in meiner – zugegebenermaßen noch jungen – parlamentarischen Karriere durfte ich miterleben, dass keinerlei Anfragen vorlagen.

Vorlagen aus früheren Sitzungen

3) Forstwirtschaftspläne 2009
Einstimmig angenommen mit dem sinnvollen Hinweis aus Reihen der SPD-Fraktion, zukünftig die jährlich stattfindende Waldbegehung vor und nicht erst nach der Beschlussfassung über die Forstwirtschaftspläne durchzuführen.

4) Einführung des Digitalfunks in Hessen
Einstimmig angenommen, auch wenn die Rolle der geschäftsführenden CDU-Landesregierung und des CDU-Innenministers in dieser Sache doch mehr als unglücklich war und das u.a. zur Folge hat, dass Oestrich-Winkel seine vor ca. zwei Jahren neu angeschafften analogen Funkgeräte in fünfstelligem Wert quasi an Kindergärten zum spielen verschenken darf.

5) Neufassung der Vereinsförderrichtlinien
Vom Magistrat zurückgezogen.

6) Haushaltssicherungskonzept 2009 bis 2012
Mit den Stimmen der Mehrheitskoalition von CDU und FDP beschlossen.

7) Beratung und Beschlussfassung über den Haushalt 2009
Mit den Stimmen der Mehrheitskoalition von CDU und FDP beschlossen. Meine Rede fand regen Zuspruch auf den Reihen zumindest der oppositionellen Parlamentarier – und den ein oder anderen Zuschauer wie Pressevertreter habe ich auch lachen sehen, als ich den Vorwurf des CDU-Vorsitzenden, die Opposition arbeite nur destruktiv, mit den Zahlen der in dieser Legislaturperiode eingebrachten Anträge aller Fraktionen konterte und sich dabei herausstellte, dass die Opposition in dieser Zeit doch sage und schreibe doppelt so viele Anträge eingereicht hat wie die Mehrheitskoalition aus CDU und FDP. Unvergessen auch der Redebeitrag einer CDU-Stadtverordneten, die "Petra Müller-Klepper im Namen von tausenden von Müttern danken will" und sich dabei selbst das Lachen nicht verkneifen kann ^^

8) Antrag der Fraktionen CDU u. FDP betr. Nutzung der stadteigenen Sportstätten durch den Rheingau-Taunus-Kreis
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

9) Antrag SPD-Fraktion betr. Nutzung der Sporthallen
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

10) Antrag Grünen-Fraktion betr. Vereinsförderung
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

11) Antrag FDP-Fraktion betr. Errichtung eines Jugendtreffs im Mehrgenerationenhaus Winkel
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

12) Antrag SPD-Fraktion betr. Rauch- u. Alkoholverbot auf Kinderspielplätzen
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

13) Gefahrenabwehrverordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

14) Jahresabschluss 2007 Stadtwerke
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

15) Jahresabschluss 2007 Eigenbetrieb Kultur und Freizeit
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

16) Neufassung Friedhofsordnung (FO)
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

17) Gebührenordnung zur Friedhofsordnung
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

Neue Anträge von Fraktionen

18) Antrag Fraktion B90/Grüne betr. Offenlegung der Verkehrsprognose
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

19) Antrag SPD-Fraktion betr. Parken auf Gehwegen
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

20) Antrag SPD-Fraktion betr. Sterzelpfad Hallgarten
Aufgrund vorgerückter Stunde auf die nächste Sitzung der Stadtverordneten verschoben.

Samstag, November 22, 2008

...und Schuld war "Irmela".

Ohne Vorwarnung flog gestern, bedingt durch Tiefdruckgebiet "Irmela", mal so eben wie aus heiterem Himmel ein ca. 5 m großes Baustellenschild unmittelbar vor meinem fahrenden Auto auf die Straße... :O

Das Öffnen der Rolläden heute früh ergab dann aber mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages diesen schönen Anblick auf die Dächer Oestrichs...


Freitag, November 21, 2008

WC-Dialoge

Heute auf der Uni-Toilette: Kommilitone und ich bewegen uns in Richtung Pissoirs "für kleine Jungs". Plötzlich klingelt aus einer der Kabinen ein Handy und eine Person geht dran: "Hallo....ne, ist grad schlecht...sitze auf der Uni-Toilette....ja...", plötzlich ein lauter Ruf aus einer der Nachbarkabinen: "Sag mal, kannst Du bitte leiser telefonieren?! Ich kann mich hier beim Lesen nicht konzentrieren!"

Donnerstag, November 20, 2008

"Controlling & Friends" - DIE Studentenparty des Jahres

Pflichtveranstaltung für alle IRW-GS-Studierende, Controlling-Wahlfachstudierende - und deren Freunde!
Am Donnerstag, 20. November 2008 feiert Herr Prof. Velthuis seinen Einstand und lädt seine Studenten und deren Freunde zu einer 70er Jahre-Party der Extraklasse ins Studiehaus!
Bei freiem Eintritt und knallhart günstig kalkulierten Getränkepreisen erwartet Euch eine 70er-Jahre-Party mit allen Facetten: 70er-Deko, VJ-Show, Bowle und den angesagtesten Beats des Jahrzehnts -mit den Evergreens von Abba, Boney M, Bee Gees und Queen- von mitreißenden DJs im 70er-Look!
Diese einmalige WinWin-Situation beginnt um 20:00 Uhr!

Dienstag, November 18, 2008

Rechnungslegung > Wirtschaftsmusik -> Frauenschwarm

Was nehme ich aus der heutigen Vorlesung "Internatonale Rechnungslegung" mit?
Zum einen empfiehlt der Professor, im Wahlfplichtblock Kurse aus seinem Lehrstuhl einzubringen, "(...) da mit diesen mehr anzufangen ist als...lassen sie mich...überlegen...mit sowas wie Wirtschaftsmusik.".
Und einer Kommilitonin, die
während der Vorlesung urplötzlich aus dem Hörsaal gerannt war, ruft er hinterher, dass es an ihm ja nicht liegen könne, "(...) denn vor mir laufen die Frauen in der Regel nicht davon!"

Novaner

Heute habe ich die Zusage für das Netzwerk "Nova 100" erhalten, was nach eigener Angabe "die besten Studenten, Absolventen und Professionals weltweit fördern und mit Top-Unternehmen in Kontakt bringen will". Na dann...

Montag, November 17, 2008

Manta, Manta 2

Während General Motors stündlich (!) mehr als drei Millionen Euro Miese einfährt, scheinen sich die Verantwortungsträger hierzulande bei Hilfsangeboten für den sich im Konzernverbund mit GM befindenden Opel-Konzern gar überbieten zu wollen - was die "Financial Times Deutschland" heute auch zu dieser Bildmontage animiert hat :-)

Sonntag, November 16, 2008

Downhill-Action mit Gevatter Tod

Fand ich einfach beeindruckend - auch wenn es mein Fernweh nicht gerade bestärkt...

Die "Yungas Road" in Bolivien, von den Einwohnern "El Camino de la Muerte" genannt, gilt als die gefährlichste Straße der Welt. Obwohl sie bereits Tausende das Leben gekostet hat, jagen Jahr für Jahr Adrenalinjunkies, Mountainbiker und Touristen die berüchtigte Andenstraße hinunter - mit dem Tod als ständigem Begleiter. Eine Schweißperle bildet sich auf Stefanies Stirn. Wie in Zeitlupe sucht sie sich ihren Weg über Schläfe und Wange, bleibt kurz am Kinn hängen und löst sich schließlich von der weichen Haut. Beim Aufschlag auf dem staubigen Boden hinterlässt sie einen dunklen Fleck auf der kalten Erde. Doch die Studentin merkt nichts davon. Zu angespannt ist die 24-Jährige, die für 40 Dollar eine waghalsige Downhill-Fahrt auf der angeblich gefährlichsten Straße der Welt, der El Camino de la Muerte in Bolivien, gebucht hat. Ein letzter Check: der Helm ist festgezurrt, die Reifen aufgepumpt, die Bremsen greifen. Manuelito und Jose, die Führer von Stefanie und zehn anderen Südamerikareisenden, rufen zum Aufbruch – in 4.600 Metern Höhe. In der Nähe von Boliviens Hauptstadt La Paz geht es vom La Cumbre-Pass bis ins circa 60 Kilometer entfernte, auf 1.295 Metern gelegene Städtchen Yolosa; Downhill-Action mit einem Höhenunterschied von 3.305 Metern. Die Luft ist bitterkalt. Es fängt an zu regnen, schwere Wolken versperren die Sicht auf die kargen Hügelketten der Anden. Immerhin ist der Blick auf die Straße frei. Eine nervöse Spannung liegt in der Luft. Noch einmal tief durchatmen, dann setzen sich die zehn Wagemutigen, die beiden Guides und das Begleitauto in Bewegung. Stefanie tritt in die Pedale. Die ersten Kilometer werden auf asphaltierter Straße zurückgelegt. Die Gruppe passiert schroffe Felsformationen und kleine Dörfer, gewöhnt sich an ihre Fahrräder und nimmt Fahrt auf. Bei Chusquipata, einer kleinen Siedlung, ändert sich die Beschaffenheit des Untergrunds. Statt komfortablem Asphalt befindet sich nur noch nackter Lehmboden unter den Reifen. Ein Schild warnt die Reisenden: Die "Death Road" beginnt. Manuelito und Jose erklären die besonderen Regeln, die auf der Straße des Todes gelten: Es muss eine Sonnenbrille getragen werden, damit der aufgewirbelte Staub nicht in die Augen gerät. Bis Caranavi herrscht Linksverkehr, der bergaufwärts fahrende Verkehr hat Vorfahrt. Licht ist Pflicht, vor jeder Kurve muss gehupt werden. Biker müssen entgegenkommende Autos an die Hintermänner mittels Zuruf melden. Regeln, deren Nichtbeachtung das Leben kosten können. Nicht umsonst hat die Death Road von der Inter American Development Bank 1995 ihren Titel als "gefährlichste Straße der Welt" erhalten. Bis 2007 verunglückten jährlich geschätzte 200 bis 300 Menschen. Angesichts der Zustände, die auf der Straße herrschen, eine verhältnismäßig niedrige Zahl. Denn Leitplanken sind Fehlanzeige, unmittelbar am Straßenrand fallen Steilwände bis zu 500 Meter tief ab. Vor allem im Winter und bei Regen ist die Lehmstraße – trotz Einspurigkeit wird sie in beiden Richtungen befahren - hochgefährlich, da sie rutschig und somit unberechenbar wird. Wer hier abstürzt, gilt als verloren. Eine Bergung ist angesichts der widrigen Umstände meist unmöglich. Den Touristen ist das egal. Sie haben sich mittlerweile in zwei Gruppen aufgeteilt und rasen mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde die Andenstraße hinunter. Die Reifen hüpfen über Steine und versinken in Schlaglöchern, von denen es auf der staubigen Strecke Tausende gibt. Der entgegenkommende Verkehr tut sein Übriges. Ist ein LKW, Bus oder Auto in Sicht, wird die Meldung von vorne nach hinten weiter gegeben. Bereits nach wenigen Metern schmerzen die Handgelenke vom vielen Bremsen. Da trifft es sich gut, dass in einer Ausweichstelle die erste Pause gemacht wird: Ein Fahrrad hat einen Platten. Flugs wird aus dem Begleitauto, in dem auch die Rucksäcke der Touristen und Proviant verstaut sind, Flickmaterial geholt. Wenn es hart auf hart kommt, kann auch das komplette Vorder- oder Hinterrad gewechselt werden. Nach wenigen Minuten geht die Fahrt weiter, vorbei an vielen mit Moos bedeckten Kreuzen und schwarzen Hunden, die überall an der Strecke herumstreunen. Die Ureinwohner glauben, dass die Hunde die Seelen der dort Verstorbenen seien, weshalb sie von den Indios gefüttert werden. Außerdem wird vor jeder Fahrt gebetet und Bier auf den Boden geschüttet, um die Erdengöttin Pachamama zu besänftigen. Doch nicht immer werden die Gebete von der Gottheit erhört. Der schlimmste Unfall geschah am 24. Juli 1983: Carlos Pizarroso Inde rutschte mit seinem Bus über den Straßenrand und stürzte einige hundert Meter tief in den Abgrund. Keiner der hundert Businsassen überlebte. 2003 kamen 31 Musiker bei einem ähnlichen Unfall ums Leben, 16 überlebten wie durch ein Wunder den Sturz in 200 Meter Tiefe. Die Stelle, an der das Unglück geschah, hat sogar einen Spitznamen: "Central Sacrament". Erbaut wurde die "Yungas Road", so ihr offizieller Name, in den 30er Jahren von paraguayanischen Kriegsgefangenen des Chacokriegs. Bereits damals ließen zahlreiche Menschen aufgrund der strapaziösen und gefährlichen Bauarbeiten ihr Leben. Für die Hauptstadt La Paz war die Yungas Road lebensnotwendig: Sie war die einzige Verbindung zu den fruchtbaren Außenbezirken, die für die Lebensmittelversorgung der Einwohner sorgte. So schleppten sich voll beladene LKWs die enge, unbefestigte Straße hinauf, die unter dem schweren Gewicht der Laster oft einbrach und Mensch und Ware in die Tiefe riss. Nachdem im Lauf der Jahre immer mehr Opfer zu beklagen waren, beschloss die bolivianische Regierung, eine Umgehungsstraße zu bauen.Seit Februar 2007 ist die Death Road deshalb nur noch für Mountainbike-Touren freigegeben, motorisierter Verkehr muss über die neue Umgehungsstraße nach La Paz fahren. Einheimische LKW- und Busfahrer kümmert das jedoch wenig; sie setzen lieber nach wie vor ihr Leben aufs Spiel, da die Ausweichroute länger ist und dies höhere Benzinkosten für die Fahrer bedeutet. Stefanie und ihre Kollegen haben dieses Problem nicht. Trotz schmerzender Handgelenke treten sie weiter in die Pedale. Auf ihrem Weg nach unten passieren sie insgesamt drei Vegetations- und Klimazonen, preschen durch Bäche, die mitten über die Straße fließen, und fahren hinter zahlreichen Wasserfällen hindurch. Als die Gruppe schließlich nach sechs Stunden am Ziel ankommt, ist jeder einzelne mit einer dicken Schmutzkruste überzogen und todmüde. Trotzdem sind die Abenteurer glücklich und stolz, die Death Road ohne Zwischenfälle gemeistert zu haben. Doch selbst die warme Dusche im Hotel kann den Ganzkörpermuskelkater, der sie am nächsten Tag plagen wird, nicht verhindern. Angesichts der tödlichen Gefahr, der sie sich ausgesetzt haben, ein eher geringer Preis.

Quelle: Jens-Ekkehard Bernerth (web.de)

Samstag, November 15, 2008

Storys from the gasstation

"Gutes Mischverhältnis!" kann ich da nur sagen, wenn der Kunde zu einer Literflasche Cola nicht die von mir vermutete kleine Flasche "Chantre" für einen halben Liter, sondern gleich zwei große Flaschen Chantre zu jeweils 0,75 Litern (macht summa sumarum 1,5 Liter) kauft... :O

Freitag, November 14, 2008

Existenzgründung

Derzeit besuche ich ein Existenzgründungsprogramm namens "ExPro" am Lehrstuhl für Organisation der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Das Programm sieht u.a. vor:
  • 05.11.08, 18.15 - 20.00: Begrüßung, Vorstellungsrunde, Organisatorische Angelegenheiten (Prof. Dr. R. Bronner)
  • 12.11.08, 18.15 - 20.00, Case Studies zur Existenzgründung (Dr. Folkert Schmidt)
  • 14.11.08, 16.15 - 20.00, Franchising: Ein Weg in die Selbständigkeit (Matthias Schroeter, FRANNET The Franchise Connection)
  • 19.11.08, 18.15 - 20.00, Rechtsform, Haftungsrecht, Firmenrecht (Dr. Erik Kiessling)
  • 21.11.08,16.15 - 20.00, Grundlagen des Rechnungswesens (Daniela Puth)
  • 22.11.08, 9.15 - 16.00, Marketing /PR Verhandlungstechniken (Annamaria Sisignano)
  • 26.11.08, 18.15 - 20.00, Rechtsform, Haftungsrecht, Firmenrecht (Dr. Erik Kiessling)
  • 28.11.08, 18.15 - 20.00, Rolle der IHK im Gründungsprozess (Christian Bensing)
  • 29.11.08, 09.15-18.00, Einkommenssteuer des Unternehmens (Andreas Renz)
  • 03.12.08, 18.15-20.00, Unternehmensplanspiel (Prof. Dr. R. Bronner, Bettina Lis)
  • 05.12.08, 16.00-20.00, Unternehmensplanspiel (Prof. Dr. R. Bronner, Bettina Lis)
  • 06.12.08, 9.15 - 14.00, Kommunikationstraining (Jan Marc Kochman, Cameracoaching 121)
  • 10.12.08, 18.15 - 20.00, Forderungsmanagement-Ansprüche außergerichtlich und gerichtlich durchsetzen (Dr. Hans Eichele)
  • 12.12.08,16.15 - 20.00, Unternehmensplanspiel (Prof. Dr. R. Bronner, Bettina Lis)
  • 13.12.08, 9.15 - 20.00, Betriebliche Steuern (Andreas Renz)
  • 19.12.08, 16.15 - 20.00, Unternehmerpersönlichkeit/ Business Plan Workshop (Martin Ruesch, Future Management Group)
  • 14.01.09, 18.15 - 20.00, Vorteile für Gründer durch ein Technologiezentrum (Bernhard Gerster, Technologiezentrum Koblenz)
  • 16.01.09, 16.15 - 20.00, Strategisches Planen und Entscheiden: Grundlagen und Methodentraining (Dr. Julia F. Späth)
  • 17.01.09, 09.15 - 15.00, Strategisches Planen und Entscheiden: Grundlagen und Methodentraining (Dr. Julia F. Späth)
  • 21.01.09, 18.15-20.00, Unternehmen in der Krise (Torsten Kohl)
  • 23.01.09, 16.15 - 20.00, Kaufmannsrecht ((Dr. Erik Kiessling)
  • 24.01.09, 9.15-13.00, Grundlagen der Finanzierung, Schnittstelle Kreditinstitut/ Kunde, Unternehmensnachfolge (Daniela Schmitt & Rainer Winter, Mainzer Volksbank e.V.)
  • 28.01.09, 18.15 - 20.00, Wie finde ich einen guten Existenzgründerberater? (Clemens Krämer)
  • 30.01.09, 16.15 - 20.00, Gesellschafts-, Bilanz-, Vertretungsrecht (Dr. Erik Kiessling)
  • 06.02.09, 18.15 - 20.00, Frage-Antwort-Runde (Dominik Gräf)
  • 07.02.09, 9.15 – 15.00, Konfliktmanagement (Dr. Paulina Jedrzejczyk)
  • 13.02.09, 16.15 - 20.00, Business Plan Workshop (Martin Ruesch, Future Management Group)

Donnerstag, November 13, 2008

Aufgabenbeschreibung

"Ich glaube nicht, dass es die Aufgabe von Regierungen ist, den Finanzmärkten vorzuschreiben, welche Risiken sie eingehen sollen..."

- Henry Paulson, amerikanischer Finanzminister, FAZ, 12.02.2007 -

Mittwoch, November 12, 2008

Die sozialdemokratisierten EBSperten

Wer die 10 Thesen von "ebs-Experten" zur aktuellen Finanzkrise einmal genauer studiert, stellt fest, dass hier das ein oder andere inhaltsgleich bzw. in manchen Fällen beinahe wortgleich in einem SPD-Papier stehen könnte bzw. sogar steht. Die entsprechenden Passagen habe ich einfach mal rot markiert:

EBS-Experten fordern Reformen - 10 Thesen zur Finanzkrise
Die Finanzkrise droht die Wirtschaft weltweit in eine Rezession zu stürzen, an den internationalen Finanzmärkten herrscht Verunsicherung. Welche Lehren sind aus der Krisensituation zu ziehen? Wie kann man das Finanzsystem re-regulieren ohne Finanzinnovationen zu gefährden? Die Wissenschaftler des EBS Departments of Finance, Accounting and Real Estate (FARE) fordern in zehn Thesen grundlegende Reformen und harte Konsequenzen.

1. Innovationen in der Finanzindustrie sind gut und wichtig.
  • Finanzinnovationen ermöglichen eine bessere Verteilung von Risiken.
  • Sie vervollständigen Märkte und ermöglichen somit Marktteilnehmern Zugang zu Finanzprodukten, die vorher ausgeschlossen waren.
  • Finanzinnovation führt zu einem effizienteren Finanzsystem, zu höherem Wachstum und, sofern richtig eingesetzt, zu einer Reduzierung wirtschaftlicher Schwankungen.
2. Falsche Anreizsysteme innerhalb der Banken und an Finanzmärkten sind der Schlüssel zur Krise. Sie müssen dringend reformiert werden.
  • Boni sollten auf Risiko-angepasste Erträge gezahlt werden. Wir lehnen ab, dass Boni auf Risikoprämien gezahlt werden, die als Gewinne verbucht wurden.
  • Der Gewinnhorizont, also der Zeitraum, über den ein Gewinn erwirtschaftet wurde, bevor Boni gezahlt werden können, muss verlängert werden.
  • Führungskräfte müssen auch nach Ausscheiden aus dem Unternehmen für Verluste haftbar gemacht werden können. Zivilrechtliche und strafrechtliche Regelungen, die das Fehlverhalten von Management und Aufsichtsräten ahnden, müssen verschärft werden.
  • Die Unabhängigkeit des Risikomanagements innerhalb von Finanzinstitutionen ließe sich verbessern, indem die Rolle von Kontrollgremien (z.B. Aufsichtsrat, Audit Committee) gestärkt wird.
3. Investmentbanken sind ein wichtiger Teil des Finanzsystems, aber sie sollten als Partnerships (Kommanditgesellschaften) firmieren.
  • Die Umwandlung in Aktiengesellschaften hat Investmentbanken dazu „verführt", immer höhere Risiken einzugehen. Wenn sie stattdessen als Partnerships mit persönlich haftenden Gesellschaftern firmieren würden, wären diese Anreize durch die Governance-Struktur begrenzt.
  • Investmentbanken sollten sich auf ihren ursprünglichen komparativen Vorteil zurückbesinnen. Ihre Stärke war es stets, für komplexe Transaktionen Partner zu finden bzw. eine Finanzierung zu ermöglichen. Dafür haben sie ein Know-how aufgebaut, das in Form der Partnership effizienter zu managen war.
  • Investmentbanken sind nicht dazu da, bilanzierte Vermögenswerte zu akkumulieren und Deposite auszugeben.
4. Begrenzte staatliche Garantien und Rekapitalisierung sind kurzfristig ohne Alternative.
  • Es ist wichtig, den staatlichen Einfluss streng zu begrenzen, vor allem in zeitlicher Hinsicht. Staatliche Hilfen sind nur solange gerechtfertigt, wie systemische Risiken die Versorgung der Wirtschaft mit Kredit gefährden.
  • Die Situation in den deutschen Landesbanken zeigt, dass staatlicher Einfluss die Probleme nicht löst. Die Krise sollte deshalb dazu genutzt werden, die längst fällige Umstrukturierung des öffentlichen Bankensektors in Deutschland voranzutreiben (Konsolidierung der Landesbanken).
  • Obwohl kurzfristig nötig, werden staatliche Hilfen für Banken mittelfristig die nächste Krise wahrscheinlicher machen (moral hazard).
5. Keine staatliche Hilfe ohne ausreichende Bedingungen zum Schutz der Steuerzahler!
  • Die Bedingung, dass keine Dividenden und Abfindungen gezahlt werden dürfen, ist richtig, reicht aber nicht aus.
  • Gegenwärtiges Management sollte abfindungslos ausgewechselt werden. Die gegenwärtigen Aktionäre müssen unserer Meinung nach vollständig ihr Geld verlieren. Denn Aktionäre haben Risikokapital gegeben mit der Chance auf Dividende und Kursgewinn. Im Gegenzug tragen sie das Risiko des Kapitalverlusts. Steuergelder sollten diesen Zusammenhang nicht umkehren.
  • Gegenwärtige Inhaber von Schuldverschreibungen sollten einen Abschlag tragen, d.h. die Kosten sollten auch mit den gegenwärtigen Bondholdern geteilt werden, da sonst die Gefahr einer Umverteilung von Steuergeldern an die Inhaber von Schuldverschreibungen besteht.
  • Eine staatliche Intervention im Lohnfindungsprozess (z.B. Managergehälter) darf es grundsätzlich nicht geben: Wer staatliche Hilfe in Anspruch nimmt, muss das Management austauschen. Die neue Führung muss dann entsprechend ihrem Marktwert bezahlt werden.
6. Keine staatlichen Garantien und Hilfen für einzelne Sektoren außerhalb des Finanzsystems!
  • Staatliche Garantien sind nur dann gerechtfertigt, wenn systemische Risiken, also Risiken für das Funktionieren des gesamten Finanzsystems, vorliegen.
  • Stattdessen könnte die Gelegenheit ergriffen werden, längst überfällige Steuerreformen, insbesondere auch im Einkommensteuerbereich, in Angriff zu nehmen. Sowohl das Einkommensteuergesetz als auch das Körperschaftssteuergesetz müssen dringend vereinfacht werden.
7. Die zur Eigenkapitalunterlegung verwandten Risikomaße haben versagt.
  • Traditionelle, auf individuelle Bankcharakteristika basierende Risikobewertungsmaße wie etwa Value-at-risk sollten durch Risikomaße ersetzt werden, die Risiko-spillover-Effekte zwischen Finanzinstitutionen erfassen können.
  • Der Kern des Problems im Zusammenhang mit der Behandlung von Finanzinnovationen aus der Sicht des Risikomanagements liegt darin, dass verlässliche Daten fehlen, mit denen die Modelle kalibriert werden können. Es ist Zeit, hier neue Wege der Kalibrierung zu entwickeln und bei Banken zu implementieren.
  • Nicht-bilanzierte Risiken müssen vollständig in das regulatorische System integriert werden.
8. Die Transparenz aller Finanzinstitutionen muss erhöht werden.
  • Für den Interbankenmarkt ist es von entscheidender Bedeutung zu wissen, wo und in welchem Umfang sich welche Risiken befinden.
  • Zwischenberichte müssen kritische Informationen enthalten - auch weit über das hinaus, was im so genannten 3. Pfeiler von Basel II vorgesehen ist.
  • Geprüft werden sollte die Machbarkeit, ein umfassendes Risikoregister zum Ausweis von Counterparty-Risiken einzurichten.
  • Gegenwärtig nicht regulierte Finanzinstitutionen (z.B. Hedge Funds) sollten nicht notwendigerweise wie Banken reguliert werden. Allerdings muss die Transparenz dieser Institutionen in Bezug auf ihre Risiko-Exposures stark verbessert werden.
9. Die Qualität externer Ratings muss besser werden.
  • Externe Ratingagenturen dürfen keine Beratungsleistungen anbieten.
  • Personeller Austausch zwischen Investmentbanken und Ratingagenturen muss zeitlich beschränkt werden (Sperrperiode für Wechsel von Ratingagentur zu Investment Bank).
  • Unbezahlte Ratings müssen kenntlich gemacht werden.
  • Ratingmodelle müssen transparent dargestellt werden.
  • Klassische Ratings und marktbasierte Ratings müssen allen Marktteilnehmern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
10. Die Trennung von Geldpolitik (insbesondere Liquiditätspolitik) und Finanzaufsicht ist nicht mehr zeitgemäß.
  • Innerhalb der Zentralbanken müssen Geldpolitik und Finanzaufsicht zusammengeführt werden. Nur so kann der notwendige Informationsfluss von Aufsichtsbehörden zu Zentralbanken und umgekehrt gewährleistet werden.
  • Nur so auch kann die systemische Perspektive auf das Finanzsystem gestärkt werden und eine Unterscheidung zwischen Problemen in einzelnen Banken und einem systemischen Problem getroffen werden, die gegebenenfalls sehr unterschiedliche regulatorische, geldpolitische und liquiditätspolitische Interventionen verlangen.

Dienstag, November 11, 2008

Jusos diskutieren über die Kapital- und Finanzmarktkrise

Als Mitglied im Bezirksvorstand der Jusos Hessen-Süd habe ich heute eine Veranstaltung zur aktuellen "Kapital- und Finanzmarktkrise" in Frankfurt organisiert. Als Referent fungierte Till van Treeck vom "Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung" aus Düsseldorf. Zuvor konnte ich noch die sehr interessante Wanderausstellung "Nein zu Hitler" der Friedrich-Ebert-Stiftung in den Räumlichkeiten des SPD-Parteihauses begutachten mit durchaus interessanten Impressionen 1,2,3,4,5

Montag, November 10, 2008

ProfessorIN

Im Grundstudium habe ich nun mittlerweile 15 Vorlesungen gehört, auch im Hauptstudium schon die ein oder andere. Doch irgendwie war heute doch etwas anders als sonst. Und erst nach längerem Grübeln wurde mir schließlich klar: Im 4. Semester meiner Universitätszugehörigkeit im Studiengang Betriebswirtschaftslehre saß ich heute das erste Mal (!) in einer von einer Frau gehaltenen Vorlesung (erschreckend, aber wahr). Bei dieser Frau handelte es sich dafür aber auch gleich um niemand geringeres als Beatrice Weder di Mauro, Mitglied des "Sachverständigenrats der Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung".

Sonntag, November 09, 2008

Storys from the gasstation

Dialog 1
Kunde: „Du warst doch gestern schon da?!“
Ich: „Sie haben ja auch gestern schon Sekt gekauft.“
Kunde: „Ok, der Punkt geht an Dich.

Dialog 2
EBS-Student: „Was kostet das Eis?“
Ich: „1,40 €.“
EBS-Sudent: „Kann ich das mit Karte (Anm.: American-Express) zahlen?“

Samstag, November 08, 2008

TSG macht's!

"TSG" steht für Thorsten Schäfer-Gümbel, Landtagsabgeordneter und stlv. Vorsitzender der südhessischen SPD. Mit dem heutigen Tag hat also der Landtagswahlkampf begonnen... Meine erste Begegnung mit TSG, wie er in Parteikreisen genannt wird, hatte ich im übrigen auf dem Bezirksparteitag der SPD Hessen-Süd vom 16. Juni 2007.

Frankfurt am Main, 08. November 2008

Thorsten Schäfer-Gümbel führt die SPD in den Landtagswahlkampf
Andrea Ypsilanti hat dem Parteirat der hessischen SPD vorgeschlagen, mit Thorsten Schäfer-Gümbel als Spitzenkandidaten in den Landtagswahlkampf zu ziehen. Andrea Ypsilanti wird die SPD Hessen als Partei- und Fraktionsvorsitzende weiter führen. Andrea Ypsilanti erklärte heute: "Ich werde als Partei- und Fraktionsvorsitzende deutlich machen und garantieren, dass unser Programm unverändert zur Abstimmung steht. Wir haben - anders als Roland Koch - keinen inhaltlichen Korrekturbedarf. Wir wollen soziale Gerechtigkeit, eine bessere Bildung und ökologische Verantwortung. Die hessische SPD hat keine leichten Tage hinter sich. Aber wir sind sturmerprobt, seit 1863 - seit 145 Jahren. Wir werden Roland Koch Paroli bieten in einer neuen personellen Aufstellung. Wir werden unser Programm mit großem Selbstbewusstsein in den Wahlkampf einbringen, die Ärmel hochkrempeln und kämpfen." Im Landesparteirat bestand Einigkeit, dass die SPD Hessen zwar aus einer sehr schwierigen, aber keineswegs aussichtslosen Situation in den Wahlkampf startet. Der Parteirat stellte fest, dass die Positionen der SPD Hessen nach wie vor mehrheitsfähig sind: bessere und gebührenfreie Bildung, Gute Arbeit und Arbeitnehmerrechte, Soziale Gerechtigkeit und eine Energiewende, die die Umwelt bewahrt und Arbeitsplätze in Zukunftstechnologien nach Hessen holt. Das zeigt nach übereinstimmender Auffassung: Es ist keineswegs sicher, dass Koch im Januar eine Mehrheit für sich mobilisieren kann. Das belegen auch die Zahlen der aktuellen Umfrage von Infratest. Die Zahlen sind zwar angesichts der aktuellen Situation nicht gut für die SPD, entsprechen aber nahezu deckungsgleich Umfragen, wie sie noch Mitte 2007 erhoben wurden. Thorsten Schäfer-Gümbel ist Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Gießen. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Im Hessischen Landtag ist er Abgeordneter seit dem 5. April 2003 und dort Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr sowie im Wissenschaftsausschuss.

Freitag, November 07, 2008

Künstler

"Der wahre Künstler stellt sich die Frage gar nicht, ob sein Werk verstanden werden wird oder nicht."

- Adalbert Stifter (1805-1868), österreichischer Erzähler und Romanschriftsteller -

Donnerstag, November 06, 2008

24-Stunden-Woche

Mein vorläufiger Stundenplan für das kommende Wintersemester:

Montag:
  • 10.00-12.00 Steuern und betriebliche Entscheidungen (Übung)
  • 10.00-12.00 Aktuelle Themen der Wirtschaftspolitik (Übung)
  • 12.00-16.00 Uhr Aktuelle Themen der Wirtschaftspolitik (Vorlesung)

Dienstag:
  • 10.00-12.00 Steuern und betriebliche Entscheidungen (Vorlesung)
  • 16.00-18.00 Uhr Internationale Rechnungslegung (Vorlesung)

Mittwoch:
  • 10.00-12.00 Steuern und betriebliche Entscheidungen (Vorlesung )
  • 12.00-14.00 Uhr Einführung Doppik bei Bund und Ländern (Vorlesung)
  • 12.00-14.00 Uhr Internationale Rechnungslegung (Übung)
  • 16.00-18.00 Uhr Organisationstheorie & Gestaltung (Vorlesung)

Donnerstag:
  • 12.00-14.00 Uhr Grundlagen Makroökonomik (Vorlesung)
  • 14.00-16.00 Uhr Grundlagen Makroökonomik (Übung)

Freitag:
  • 14.00-16.00 Uhr Grundlagen Makroökonomik (Vorlesung)

Mittwoch, November 05, 2008

CHANGE!

349:163. Und selten stimme ich dem zum Glück scheidenden US-Präsidenten George W. Bush zu, der anlässlich des historischen Wahlsiegs von Barack Obama erklärte: 
"(...) Alle Amerikaner können stolz auf die Geschichte sein, die gestern geschrieben wurde", erklärte Bush. Die Wahl Obamas sei auch "ein Triumph, der den amerikanischen Traum widerspiegelt", meinte Bush.(...) "Was für eine fantastische Nacht für Sie, Ihre Familie und Ihre Unterstützer. (...) Sie stehen vor einer der großen Reisen des Lebens. Herzlichen Glückwunsch und haben Sie Freude am Amt. Der bisherige Präsident dankte auch dem unterlegenen Kandidaten der Republikaner, John McCain. Das amerikanische Volk werde ihm für seinen lebenslangen Dienst an der Nation dankbar sein, so Bush. (...)"

Dienstag, November 04, 2008

Juso-Stammtisch zum Thema "Organspende"


Die Jusos Rheingau-Taunus führten einen hochinteressanten Stammtisch zum Thema Organspende durch.

PRESSEMITTEILUNG

Jusos Rheingau-Taunus diskutieren über Organspende
Nachdem sich die Zahl der Organspender in Hessen im ersten Halbjahr 2008 mehr als halbiert hatte, sahen die Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis dringenden Handlungsbedarf und luden nun im Rahmen der Reihe „Juso-Stammtisch“ zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung mit der SPD Walluf zum Thema Organspende ein.
Als Referenten „aus erster Hand“ fungierten Gerhard Stroh und Otto-Erdmann Busch, Vorsitzender und stlv. Vorsitzender der „Interessensgemeinschaft für Dialysepatienten und Transplantierte e.V.“, und selbst jeweils Empfänger einer Spenderniere. Während Otto-Erdmann Busch bereits vor 10 Jahren „sein Geschenk bekommen hat“, wie er selbst betonte, lebt Gerhard Stroh bereits seit über 25 Jahren mit einer Spenderniere. Seit dem Jahr 2000 steht Stroh dem Verein vor, der heute über 200 Mitglieder zählt.
Organspende sei heute leider immer noch nur ein Randthema, was wenige Menschen interessiere und das meistens auch nur dann, wenn man direkt oder indirekt davon betroffen sei. So erklärt sich laut Stroh auch, dass heute in Deutschland gut 12.000 Patienten auf der Warteliste für Organspenden stehen, davon 8.000 Nierenpatienten und manche oft wegen des Organmangels vergeblich warten. Hinzu kommen noch über 70.000 Dialyse-Patienten, die in diesem Zustand oftmals viele Jahre leben. Der Anteil am gesamten Etat des Gesundheitsbudgets für chronisch Nierenkranke betrage zudem gerade einmal drei bis vier Prozent, wobei Stroh und Busch in ihrem Vortrag auch hervorhoben, dass bspw. eine Dialyse pro Jahr 50.000 Euro koste, während eine Transplantation mit einmalige 40.000 Euro schon erheblich günstiger sei.
Aufgrund der aktuellen Zahlen sei es nach wie vor oder vielmehr stärker denn je wichtig, für das Thema Organspende zu sensibilisieren und es in den Köpfen der Menschen zu verankern. Viele Menschen stünden auf Nachfrage der Organspende zwar positiv gegenüber, weitaus weniger davon werden aber wirklich einmal zu Organspendern. Einen Grund hierfür sehen Stroh und Busch u.a. auch in der „erweiterten Zustimmungsregel“ in Deutschland (trotz Organspendeausweis und ohne notariell beglaubigte Verfügung können Angehörige bspw. verweigern, dass der Verstorbene keine Organe spendet), die zwar schon weiter gefasst sei als die „enge Zustimmungsregel“ (es muss eine beglaubigte Verfügung zur Organspende hinterlegt sein), aber dennoch weit hinter der „Widerspruchslösung“ (wer zu Lebzeiten einer Organentnahme nicht ausdrücklich widerspricht, gibt indirekt seine Zustimmung zur Organentnahme nach dem Ableben) zurück bleibt, die mittlerweile in den meisten EU-Ländern praktiziert wird. Eine entsprechende Gesetzesinitiative in Deutschland fand Mitte der 90er Jahre keine entsprechende Mehrheit im Deutschen Bundestag und werde seitdem nicht weiter verfolgt. Eine Hoffnung für die ferne Zukunft könnte aber bspw. auch die Stammzellenforschung bieten, die jüngst wieder in der politischen Diskussion stand.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass in der Bevölkerung an vielen Stellen noch erheblicher Aufklärungs- und Informationsbedarf zur Organspende besteht. Die Jusos sicherten daher zu, zukünftig sowohl auf politischer Ebene wie auch in der Bevölkerung verstärkt für die Notwendigkeit der Organspendebereitschaft zu sensibilisieren und zu werben.
Mehr Infos zu den Jusos: www.jusos-rtk.de.
Informationsmaterial zum Thema Organspende und Organspendeausweise der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ finden sich zudem auf deren Internetseite (www.bzga.de oder www.organspende-info.de) und können dort kostenlos bestellt oder digital abgerufen werden.

Montag, November 03, 2008

Politikwechsel in Hessen gescheitert

Der Politikwechsel in Hessen ist mindestens einmal aufgeschoben - wenn nicht sogar endgültig gescheitert. Ein schwarzer Tag für die Sozialdemokratie, ein schwarzer Tag für Hessen. Später einmal wird dies einer der Momente sein, bei denen man sich noch genau daran erinnern wird, wo man gerade war bzw. was man gerade getan hat, als einen diese Nachricht ereilte. Bei mir war es das Bett und ein weckendes Handy mit einem aufgelösten Genossen am anderen Ende der Leitung.

Gemeinsame Erklärung der vier "Abweichler":
"Meine Damen und Herren, wir (...) haben eine für uns außerordentlich schwere Entscheidung getroffen. Wir haben heute Vormittag die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andrea Ypsilanti darüber informiert, dass wir die Bildung einer rot-grünen Minderheitsregierung mit den Stimmen der Linkspartei nicht mittragen können. Das bedeutet, dass wir bei der morgigen Wahl im Landtag nicht zustimmen. Wir erklären dies heute in aller Öffentlichkeit, im Bewusstsein auch der Konsequenzen. Wir werden unser Landtagsmandat behalten und bieten unserer Fraktion auch weiterhin die Mitarbeit an."

Sonntag, November 02, 2008

Asphaltgedanken

Was ist da nur los? Ich werde innerhalb von drei Tagen zweimal an der gleichen Stelle innerorts geblitzt. Auf der Autobahn überholt mich bei Tempo 100 ein Roller mit Mofa-Kennzeichen (!) und nach Uni-Schluss suche ich bald 10 Minuten auf dem Parkplatz mein Auto...

Samstag, November 01, 2008

Noch alles offen in Hessen?!

Diesem Eindruck zumindest konnte man sich so kurz vor dem Ziel nach dem heutigen SPD-Parteitag in Fulda, begleitet durch einen „Landesparteitag der FDP“ (O-Ton von Landrat Burkhard Albers aus dem Rheingau-Taunus-Kreis ^^) nicht ganz entziehen. Beinahe alle 350 hessischen Delegierten waren erschienen, um nach der Eröffnung durch das Präsidium der Ministerpräsidentenkandidatin Andrea Ypsilanti bei der Vorstellung und Erläuterung des Koalitionsvertrags zuzuhören, der im Anschluss dann auch mit überwältigender Mehrheit 1,2 beschlossen wurde und seitens der Verantwortlichen 1,2 entsprechend regen Applaus fand. Die zuvor erfolgte Aussprache wurde von zahlreichen GenossInnen genutzt, um sich entweder vereinzelt wie u.a. Jürgen Walter 1,2 und Dagmar Metzger kritisch mit dem Vertragswerk und der Zusammenarbeit mit der Linkspartei auseinanderzusetzen, oder aber wie die überwiegende Mehrzahl der Diskussionsteilnehmer positive Worte für das Verhandlungsergebnis zu finden - namentlich waren das u.a. der designierte Finanzminister Reinhard Kahl, die designierte Sozialministerin Petra Fuhrmann, der designierte Chef der Staatskanzlei Norbert Schmitt, der designierte Wirtschaftsminister Hermann Scheer 1,2, der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen, der stellvertretende SPD-Bezirksvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel oder der Landwirtschaftsminister a.D. Jörg Jordan. Unter dem schier unglaublichen Aufgebot an aufdringlichen Medienvertretern (mein schlecht gelaunter Gesichtsausdruck in der Tagesschau nach 1:20 Minuten rührt im übrigen von einem Kameramann, der mir kurz zuvor sein Werkzeug beinahe ins Gesicht gerammt hätte - außerdem habe ich es nach 1:33 Minuten auch noch ins Nachtjournal geschafft) versteckten sich aber auch ein paar junge „Journalisten“ des „Hessen-Kurier“, die mir aus dem Rheingau-Taunus-Kreis nicht unbekannt sind und bei der Begrüßung per Handschlag mit errötetem Gesicht dementsprechend auch etwas verdutzt drein schauten :-)