Samstag, Januar 31, 2009

Storys from the gasstation

Mal wieder eine neue Aufgabe im Stellenprofil eines Tankstellenkassierers dachte ich mir, als ein Mann heute in den Shop kam und mich bat, ihm beim Reifenwechsel zu helfen. Als ich dies ablehnte mit der Begründung, dass ich den Shop nicht verlassen könne, da ich ja schließlich die u.a auch hinter ihm wartenden Kunden zu bedienen sowie auf die Zapfsäulen aufzupassen hätte, erwiderte er, dass sein Auto doch vor einer Werkstatt (!) stünde und hier ergo auch ein Reifenwechsel möglich sein müsse. Mein Hinweis auf Wochentag (Samstag!) und Uhrzeit (21.00 Uhr!) veranlasste den Herren, mich prompt aufzufordern, einen der angestellten KFZ-Mechaniker anzurufen und herzubestellen, was ich ebenfalls mit dem Verweis auf Wochentag (Samstag!!!) und Uhrzeit (21.00 Uhr!!!) ablehnen musste. Außer einem säuerlich klingenden „Das ist ja ein Service“ vernahm ich nichts mehr, als der Mann den Shop verließ. War aber auch nicht weiter tragisch, da der eben noch schlecht gelaunte Herr keine zwei Minuten später wieder den Shop betrat – diesmal aber plötzlich viel besser gelaunt und freundlicher als zuvor – mit der Bitte, ihn doch einmal mit dem Telefon den Pannenservice anrufen zu lassen, da sein Handyakku leer sei. Auch wenn ich mit der Bemerkung „Das ist aber ein schlechter Handy-SERVICE“ die freundliche Miene des Herren wieder ein wenig trübte, ließ ich ihn letztlich den Anruf tätigen – echter Service eben ;-)
Für diejenigen, die sich jetzt im übrigen fragen, warum der Herr nicht in der Lage war, den Reifen eigenständig zu wechseln und dafür einen Pannendienst herbeordern musste, spulen wir nochmal zu dem Telefonat des Herren mit dem Pannendienst zurück, das dieser mit folgendem Satz beendete: „Ich warte dann solange auf Sie, fange aber schon mal mit dem Reifenwechsel an“. Als der Pannendienst nach ca. 30 Minuten eingetroffen war und ich ihn zu dem Herren und seinem Auto führte, beobachteten wir den Herren, wie er gerade mit Wollhandschuhen bekleidet und einer Zange (!) in der Hand verzweifelt versuchte, die Halterung vom Ersatzreifen zu lösen…

Freitag, Januar 30, 2009

Licht am Ende des Tunnels

Donnerstag, Januar 29, 2009

Ein neuer Video-Rekorder

Nach knapp 600 Videokassetten, über 1.200 Filmen, knapp 5.000 Filmstunden und ich will gar nicht wissen wie viel Stunden Abspielzeit ist es nun passiert: Mein Video-Rekorder (Samsung SV-2333X) hat nach gut acht Jahren die Grätsche gemacht. Nachdem auch die letzten Wiederbelebungsversuche nicht von Erfolg gekrönt waren, galt es schweren Herzens Ausschau nach Ersatz zu halten und sich auf den nur noch rar mit Video-Rekordern gesäten Markt zu begeben. Nachdem weder Saturn noch Media-Markt bei meiner Besuch derlei Geräte im Sortiment führten, fand ich doch noch sehr schnell qualitativ mehr als gleichwertigen Ersatz beim Quelle-Versand. Mein „neuer“ heißt jetzt "LV 4747" von der Firma LG.

Details:

  • 6-Kopf-HiFi-Stereo
  • Kabel-/Hyperbandtuner
  • Logic Search Funktion
  • VPS
  • ACMS+
  • Show-View
  • 88 Programmspeicherplätze
  • Standard- & Long-Play
  • Standbild/Einzelbild-Weiterschaltung
  • Schnelles Vor- und Rückspulen
  • Automatische Spurlagenregelung
  • Kindersicherung
  • NTSC-Wiedergabe
  • PAL/Secam
  • 2 Scart-Anschlüsse
  • Front-AV-Eingang
  • Audio-Ausgang
  • Maße (BxHxT) 360x82x230 mm
  • Gewicht: 3,2 kg

Mittwoch, Januar 28, 2009

"...effizient ist, wenn es nicht ineffizient ist..."

Nachdem er mich indirekt und kultverdächtig ein ganzes Semester begleitete, quälte und so auch zwangsläufig einen nicht unerheblichen Teil meiner Zeit in Anspruch nahm, um mir mit seinem Lehrbuch "Mikroökonomik - Eine Einführung" die Welt der Nutzenfunktionen und Optimalitätsbedingungen näher zu bringen – und Erläuterungen wie „Allokation E heißt genau dann effizient, wenn sie nicht ineffizient ist“ auch nicht gerade zur geistigen Erhellung beitrugen – nahm ich das heutige Angebot des „Studium Generale“ der Universität Mainz an und besuchte den Vortrag von Prof. Dr. Friedrich Breyer von der Universität Konstanz (dem Autor meines Mikro-Buches!) zum wohlgemerkt alles andere als uninteressanten Thema „Marktwirtschaft und soziale Gerechtigkeit – ein Widerspruch?“. Dies alles nur mit dem einen Ziel, mir am Ende der Veranstaltung eine persönliche Widmung in besagtem Mikro-Buch abzuholen – die ich dann schließlich auch trotz verwundertem Blick des Autogrammgebers (mit falsch geschriebenem Nachnamen ^^) erhalten habe. Welchen „Kultfaktor“ Professor Breyer im übrigen mittlerweile an unserem Fachbereich besitzt, dokumentierte noch die Tatsache, dass zwei hinter mir wartenden Kommilitonen anschließend sogar ein Bild mit ihrem „Star“ gemacht haben...

Der Vollständigkeit halber ein paar Angaben zu diesem "Star": Prof. Dr. Friedrich Breyer ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Konstanz und Forschungsprofessor am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. Er ist stellv. Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium und Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheitsökonomie im Verein für Sozialpolitik. Er ist zudem Autor bzw. Mitautor zahlreicher wissenschaftlicher Aufsätze und Lehrbücher auf zentralen Gebieten der Wirtschafts- und Sozialpolitik. 


In seinem hochinteressanten und anschließend auch kontrovers diskutierten Vortrag ging Breyer darauf ein, dass die Akzeptanz unseres Wirtschaftssystems in der Bevölkerung in den letzten Jahren dramatisch eingebrochen sei. Beklagt werde zunehmend eine als ungerecht empfundene Einkommensverteilung, und es würden einschneidende Eingriffe des Staates in die Preisbildung, z.B. bei der Entlohnung von Managern gefordert. Seine im Vortrag vertretenen drei Thesen lauteten, dass es erstens gefährlich sei, „das Kind mit dem Bade auszuschütten“ und das Wirken von Märkten einzuschränken, denn die Problemlösungskapazität von Märkten sei noch längst nicht ausgeschöpft. Zweitens sei der Markt als solcher weder gerecht noch ungerecht, habe aber die Tendenz, Leistungen zu belohnen. Daher müsse es drittens die Aufgabe des Staates sein, die Leistungsfähigkeit gerade der weniger Privilegierten zu fördern. Dies zeigte er auf anhand konkreter Beispiele, wo der Staat ansetzen müsse, um diese Aufgabe in Zukunft besser zu erfüllen als heute. Und siehe da: Neben einer Reihe von Ansätzen, die aus ökonomischer Sicht sicherlich vertretbar sind, aus politischer Sicht aber von mir nicht geteilt werden, fordert(e) Breyer aber u.a. auch die flächendeckende Einführung einer gesetzlichen Krankenversicherung für alle – wobei ich mich doch stark an die von Sozialdemokraten geforderte Bürgerversicherung erinnert fühlte ;-)

Dienstag, Januar 27, 2009

Gedächtnisschwund

Als würde ich mich nicht schon besser kennen... Letzte Woche sagt der Prof noch, dass diese Woche die Veranstaltung "Internationale Rechnungslegung", die ich besuche, mit der zuvor stattfindenden Veranstaltung "Konzernrechnungslegung" getauscht wird. Ich erinnere mich noch genau, wie ich mir dachte, "Sinß, schreibs dir auf - sonst vergisst Du es und deine Unterlagen ergo auch" - und gerade eben saß ich pünktlich in der Veranstaltung Konzernrechnungslegung...

Montag, Januar 26, 2009

Die armen Leute

Während der heutigen Vorlesung "aktuelle Themen der Wirtschaftspolitik, gehalten von Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro, Mitglied im "Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung", ereignte sich folgender Dialog zwischen der Professorin und einem Kommilitonen zum Thema "Wo liegt das Marktversagen der Banken?":

Student: "Banken stellen bestimmten Gruppen keine oder nur unzureichend Kredite zur Verfügung.
Weder di Mauro: "Welchen Gruppen? Können Sie das näher ausführen?"
Student: "Weniger ertragreichen Gruppen."
Weder di Mauro: "Na nennen wir sie doch einfach mal arme Leute."

Sonntag, Januar 25, 2009

Mit Verlaub...

"Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! In der Tat ist schon alles gesagt, nur noch nicht von mir.

- Anette Langner (SPD) im schleswig-holsteinischen Landtag -

Samstag, Januar 24, 2009

Storys from the gasstation

Während meiner Schicht heute Abend klingelte es am Telefon und als ich den Hörer abnahm, meldete sich ein Herr aus dem Nachbarort am anderen Ende der Leitung, der angab, am gestrigen Tag seine EC-Karte an der Tankstelle verloren zu haben und fragte, ob ich einmal danach schauen könnte. Da ich an den üblichen „Lagerorten“ für Fundsachen keine EC-Karte auffinden konnte, teilte ich dies dem Herren am Ende der Leitung entsprechend mit. Er wollte das aber nicht glauben und beharrte darauf, die EC-Karte an der Tankstelle vergessen zu haben und sie ergo dort noch liegen müsse. Mein Angebot, bis zum Schichtwechsel zu warten, um noch einmal meinen Chef danach zu fragen, ob die Karte ja vielleicht im Büro liege, empfand der Herr als reichlich unzureichend und verlangte stattdessen eine sofortige Kontaktierung. Da ich nun aber wusste bzw. explizit gesagt bekommen hatte, dass mein Chef auf einer Festivität zugegen und ergo nicht zu erreichen sei, musste ich diesen Wunsch ebenfalls negativ bescheiden und verwies darauf, mich gegen Schichtende nochmal telefonisch zu melden und beendete daraufhin das nun mittlerweile gut 5-minütige Gespräch, was bei der teils wartenden Kundschaft auch nicht gerade auf Gegenliebe stieß. Ca. 15 Minuten später klingelte das Telefon dann erneut und der gleiche Herr am Telefon glaubte (nun wohl auf den Spuren eines Art Profilers) erkannt zu haben, dass meine Stimme doch sehr nervös gewesen sei und fragte mich, ob ich nicht auch zufällig an dem Tag gearbeitet hätte, an dem der Herr seine EC-Karte vergessen hätte – meine Stimme käme ihm so bekannt vor. Meine verneinende Antwort auf diese Vermutung wollte der Herr dann doch nicht so ganz einsehen und fragte sich laut, ob denn schon öfter einfach mal so EC-Karten von Kunden an der Tankstelle „verschwunden“ seien. Mit freundlichem, aber bestimmtem Ton verwies ich den Herren auf meine erneute Kontaktaufnahme zum Schichtwechsel und beendete das Gespräch erneut. Als mein Chef schließlich eintraf und ich ihn über den Vorfall berichtete bzw. nach der EC-Karte fragte, bestätigte er mir aber tatsächlich einen Fund, suchte ein wenig am Kassentresen herum und siehe da: Die EC-Karte fand sich – allerdings unter (!) dem Gerät zum Verkauf der Waschautomaten. Einem Ort, an dem man also wirklich nicht sucht, wenn man nicht vermutet, dort etwas finden zu können. Mit fröhlicher Stimme kontaktierte ich also wie versprochen den Herren und teilte ihm den freudigen Fund mit, um mir anschließend mit wutentbrannter Rede anhören zu müssen, dass ich ihm nun die Gebühren zur Entsperrung seiner Karte bzw. Beantragung einer neuen Karte zu entrichten hätte, die er vor ca. 15 Minuten veranlasst hatte. Meine Entgegnung, dass ihm dies doch wie angekündigt mit ein wenig Geduld und Vertrauen erspart geblieben wäre, besänftigte die Tonlage meines Gegenübers am anderen Ende der Leitung nicht wirklich und führte zu einem unbefriedigenden wie abrupten Ende des Gesprächs.

Und die Moral von Geschichte? Geduld, die hat man – oder nicht! :-)

Mittwoch, Januar 21, 2009

Sperrmüllfund

Ob "JUstine" etwas damit zu tun hat? :-)
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist Carsten Sinß und ich bin stlv. Vorsitzender der SPD Oestrich-Winkel. Heute auf dem Heimweg habe ich in der Oestricher Römerstraße einen ganzen Schwung SPD-Plakatständer aufgerafft, den irgendein „kluger“ Mensch wohl im Zusammenhang mit der morgigen Sperrmüll-Abholung in Teilen Oestrichs dort abgestellt hat (die unmittelbaren Anwohner zumindest wussten auf Nachfrage nichts mit dem Schwung Plakatständer anzufangen). Da unter den insgesamt fünf Plakatständern auch ein Plakatständer vom KUZ war, habe ich mir erlaubt, diesen mitzunehmen – da ich davon ausgehe, dass dies nicht sein ordnungsgemäßer Standort ist – ehe dieser am Ende noch vom Sperrmüll oder sonst wem entsorgt wird und biete Ihnen natürlich an, dass dieser bei mir abgeholt werden kann. Bitte geben Sie mir eine kurze Rückmeldung, ob und wenn ja wann Sie den Plakatständer abholen möchten.
Mit freundlichen Grüßen!
Carsten Sinß

Dienstag, Januar 20, 2009

Der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika: BARACK OBAMA

Ein historischer Moment mit Gänsehautgefühl war es heute gegen 18 Uhr Ortszeit, als der erste afro-amerikanische Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika seinen Amtseid ablegte.

Montag, Januar 19, 2009

Landtagswahl 2009

Eine „schallende Niederlage“ für die hessische SPD mit herben Verlusten und noch deutlicheren Verluste für die Sozialdemokratie im Rheingau-Taunus-Kreis sind das Ergebnis eines knapp zweimonatigen Wahlkampfes, teilweise bei bis zu minus 10 Grad, Eis, Regen, Schnee und zudem reichlich "Gegenwind" von der Landesebene. Im Kreishaus des Rheingau-Taunus-Kreises verlief der Wahlabend eindeutig weniger spannend als im letzten Jahr und das gebannte Warten 1,2 auf die ersten Hochrechnungen/Prognosen beschränkte sich dann auch vielmehr auf die Höhe der evtl. eingetretenen Verluste und Gewinne, von denen vor allem die "kleineren" Parteien FDP und Bündnis 90/Die Grünen profitieren konnten und nun ebenfalls neben SPD und CDU jeweils einen Landtagsabgeordneten im Untertaunus stellen. So ist der Untertaunus mit nun vier Landtagsabgeordneten wohl auch der "am besten repräsentierte Wahlkreis in Hessen", während sich im Rheingau der SPD-Landtagskandidat Matthias Hannes leider erneut geschlagen geben musste. Den anschließenden Rücktritt der Partei- und Fraktionsvorsitzenden Andrea Ypsilanti und die darauf folgend erklärte Bereitschaft dieser Funktionsübernahme durch SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel verfolgte selbst der CDU-Kreisvorsitzende mit Interesse.


PRESSEMITTEILUNG
Jusos wollen Neuanfang
Personelle Konsequenzen gefordert/Kein Verschulden auf Kreisebene
Enttäuscht vom Wahlergebnis der Landtagswahl fordern die Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis eine rasche Aufarbeitung des Wahldebakels vom Sonn
tag. Diese Position möchten die Jusos auch auf der Sitzung des Unterbezirksbeirats der SPD im Rheingau-Taunus-Kreis am morgigen Dienstag, der ebenfalls den Ausgang der Landtagswahl beraten wird, vertreten:
Laut Jusos müssten dabei entsprechende Konsequenzen innerhalb der hessischen SPD gezogen werden, die sich auch in einer Neuausrichtung de
r SPD-Führungsspitze widerspiegeln sollen. Der Rücktritt Andrea Ypsilantis von den Ämtern des Partei- und Fraktionsvorsitzes sei bedauerlich, angesichts der politischen Verantwortung, die sie mit diesen Funktionen begleitet habe, aber konsequent und folgerichtig. Die Jusos vergessen aber nicht, dass es auch Andrea Ypsilanti war, die die SPD vor einem Jahr wieder auf Augenhöhe mit der CDU gebracht und Themen wie Studiengebühren, Bildungsgerechtigkeit, Erneuerbare Energien, Mindestlohn und Soziale Sicherung auf die Tagesordnung gesetzt hatte.
Die Jusos vertreten die Ansicht, dass die Partei nun einen großen Personal- und Generationswechsel braucht. Gerade im neuen Landesvorstand, der am 28. Februar auf einem SPD-Landesparteitag neu gewählt wird und auf dem auch Jusos aus dem Rheingau-Taunus-Kreis als Delegierte vertreten sein werden, müssen alle Richtungen der Partei wü
rdig repräsentiert werden. Nur so könne es der SPD wieder gelingen, als Gesamtpartei intern konstruktiv und an der Sache orientiert zu diskutieren, nach außen gegenüber dem Wähler aber Geschlossenheit und Verlässlichkeit zu demonstrieren.
Das überdurchschnittlich schlechte Abschneiden der SPD im Rheingau-Taunus-Kreis habe laut Jusos aber keine regionalen Gründe, sondern erkläre sich durch die ohnehin überwiegend konservative Wählerstruktur des Kreises, die sich bei einem
schlechten Landestrend überproportional durchschlage. Den SPD-Kandidaten Matthias Hannes und Marius Weiß wie auch der Parteispitze und den SPD-Ortsvereinen sei kein Fehlverhalten anzulasten, im Gegenteil habe im Kreis ein hervorragender Wahlkampf stattgefunden, in dem die richtigen Themen offensiv besetzt wurden.
Allen gewählten Landtagsabgeordneten, aber insbesondere dem SPD-Landtagsabgeordneten Marius Weiß, der mit 33 Jahren selbst noch im Juso-Alter ist, gratulieren die Jusos und verweisen auf deren Verpflichtung, in den nächsten fünf Jahren die Interessen des Kreises und seiner Menschen im Hessischen Landtag in Wiesbaden über die Parteigrenzen hinweg würdig zu vertreten. Andernfalls würden die Jusos „erinnernd“ tätig werden.

Sonntag, Januar 18, 2009

Samstag, Januar 17, 2009

Kostenfaktor

"Wer in der Arbeit bloß einen reinen Kostenfaktor sieht, dessen Preis so weit wie möglich gedrückt werden muss, der hantiert mit sozialem Sprengstoff, der rüttelt an den Grundfesten unserer Zivilisation."

- Johannes Rau (1931-2006), deutscher SPD-Politiker, Bundespräsident 1999-2004 -

Donnerstag, Januar 15, 2009

Die Post-Klopp-Ära

Einem interessanten Vortrag der Studenteninitiative für Marketing und Medien an der Universität Mainz, "communicate", konnte ich heute beiwohnen. Referent zum Thema „Der 1. FSV Mainz 05 nach der Ära Jürgen Klopp“ war Dag Heydecker, Leiter Marketing und Vertrieb des 1. FSV Mainz 05. Bei seinem Vortrag gab Heydecker interessante Einblicke in die Entstehung der "Marke Mainz 05" und die Herausforderungen des Marketing, die sich dem Verein nach der Ära Jürgen Klopp stellen. Sowohl für Fußball-Fans wie Marketing-Interessierte war dies eine tolle Gelegenheit, mehr über Sportmarketing zu erfahren und einmal hinter die Kulissen des einzigen deutschen Karnevalvereins zu schauen :-)

Mittwoch, Januar 14, 2009

100-Stunden-Aktion [4 Tage]

Zur Eröffnung der wirklich heißen Wahlkampfphase – eine jüngste Erhebung ergab, dass immer noch 45% der hessischen Wählerinnen und Wähler unentschlossen sind, was sie mit ihrem Wahlrecht am Sonntag anfangen sollen – kamen heute Scharen von rot gekleideten GenossInnen auf dem Wiesbadener Mauritiusplatz zusammen, um mit dem SPD-Generalsekretär Norbert Schmitt und SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel die letzten 100 Wahlkampfstunden einzuläuten. Abends war ich dann noch auf einer Informationsveranstaltung des SPD-Landtagskandidaten Hatthias Hannes, der den bildungspolitischen Referenten der SPD-Landtagsfraktion, Martin Rabanus, zum Thema Bildung in Hessen geladen hatte.  

Fernab der Politik konnte ich auf der Heimfahrt von Wiesbaden diesen ungewollten "Beweglichkeitstest" eines Gelenkbusses im Vorbeifahren festhalten 1,2,3,4.

Dienstag, Januar 13, 2009

"James Bond 007 – Ein Quantum Trost"

In schöner Regelmäßigkeit prasseln immer mal wieder Abgesänge auf den berühmtesten Geheimagenten der Filmgeschichte nieder. Und immer wieder erfindet dieser sich neu. Ob nur ein neuer Darsteller oder gleich ein ganz neuer Ansatz, die berühmte Figur aus der Feder Ian Flemings zu interpretieren: 007 ist nicht totzukriegen. Bond Nummer sechs, Daniel Craig, sah sich bereits vor seinem 007-Debüt „Casino Royale“ bösen Anfeindungen ausgesetzt. Dennoch verschaffte der kantige Brite der Reihe einen radikalen Neustart, der vielen eingefleischten Bondiasten auch ein wenig zu weit ging. Denn James Bond ist nicht mehr der Bond, den wir kannten. Er ist kein Gentleman, er ist kein Ironiker – und ihm ist es egal, ob der Martini-Cocktail gerührt oder geschüttelt wird. Der neue Bond ist ein Mann mit Vorgeschichte, mit seelischen Verletzungen, er ist einsam, vielleicht sogar verbittert und macht auch keine gute Miene zum bösen Spiel mehr. Selbst die größten Optimisten hätten vor zwei Jahren wohl kaum vorhersagen können, wie erfolgreich "Casino Royale" und vor allem der neue James Bond alias Daniel Craig genau dies umsetzen würden (und auch ich ließ mich damals nach anfänglicher Skepsis überzeugen).

"Ein Quantum Trost" macht nun genau da weiter, wo "Casino Royale" aufgehört hat. Und damit sind nicht nur die Zeiten des Cocktail-Bond à la Roger Moore und Pierce Brosnan endgültig vorbei – auch die Zeiten der Bösewichte, die aus Eispalästen oder Raumstationen die Welt unterjochen wollen. Dies wollen die Gegner Bonds zwar immer noch, aber nun weitaus realistischer. Eine von Bonds Hauptaufgaben in "Ein Quantum Trost" ist es, herauszufinden, wer die geheimnisvolle Organisation ist, für die Le Chiffre, sein Gegner in "Casino Royale", arbeitete. Und dafür wird flugs der im Schlussmoment des Vorgängers von Bond ins Bein geschossene Mr. White nach rasanter Verfolgungsjagd zum Verhör gebracht (der Film beginnt also tatsächlich wenige Minuten nach dem Ende des Vorgängers), kann jedoch entkommen. Fortan jettet Bond daher in bester Tradition um die Welt und versucht, der immer noch namenlosen Verbrecherorganisation, die Mitglieder in international höchsten Regierungskreisen hat, auf die Spur zu kommen. Dabei trifft er immer wieder auf Dominic Greene (Matthieu Almaric), einen vorgeblichen Umweltschutzwohltäter mit durchaus nicht wohltätigen Plänen, sowie die mysteriöse Camille (Olga Kurylenko), die wie Bond von Rache getrieben ist. Denn Bonds eigentliche Mission – die seinem Boss M (Judi Dench) partout nicht gefällt – ist Vergeltung für den Verrat und die Ermordung seiner Geliebten Vesper Lynd aus „Casino Royale“.


Storytechnisch ist „Ein Quantum Trost“ auf der Höhe der Zeit. Die Welt kämpft erbittert um verbliebene Ressourcen und die Geheimdienste gehen mit jedem zwielichtigen Schurken ins Bett, wenn dies einen Vorteil für die eigene Nation verspricht. Dabei gibt sich der Film erstaunlich kritisch, prangert das Gebaren von CIA und MI6 offen und entsprechend deutlich: „Wenn wir nicht auch mit Bösewichten verhandeln würden“, sagt ein hoher Regierungsbeamter der empörten M, „dann hätten wir niemanden, mit dem wir Handel treiben könnten“. Dementsprechend sind die Bösen hier auch vielmehr Menschen in einflussreichen Positionen und nicht die größenwahnsinnigen Verbrecherkönige von anno dazumal. Dazu passt auch der diesmalige Bösewicht Greene, der wie Le Chiffre im vorherigen Teil nur ein Mitarbeiter der ominösen Organisation ist. Mit dieser Organisation hat man sich auch in eine geschickte Position gebracht, denn bis Bond dieser auf den Grund gegangen ist, können noch einige Filme dazukommen und müssen wohl noch einige Bösewichter beseitigt werden. So empfiehlt es sich doch unbedingt, „Casino Royale“ vorher gesehen zu haben, um diesen Film komplett zu genießen. Zu der Geschlossenheit der Reihe gehört auch das Wiedersehen mit alten Bekannten, von denen wir aber wiederum nicht alle im nächsten Teil wiedersehen werden…


Bleibt als großer Streitpunkt für Puristen natürlich wieder mal Daniel Craig und seine Darstellung des neuen Bond. Auch hier gilt: Wem seine Vorstellung in "Casino Royale" schon nicht gefiel, der wird hier ebenfalls nicht glücklich. Denn Craig treibt Kaltblütigkeit Bonds auf die Spitze und ist ein knallharter, wortkarger Killer und nicht die witzelnde Karikatur der Moore- und Brosnan-Jahre. Bond erledigt die Gegner, wischt sich noch das Blut ab und das war's. Das muss man natürlich erstmal akzeptieren, und für wen Bond gleichgesetzt wird mit charmanter Eleganz statt blutiger Effizienz wird das wohl eher schwierig. Dafür hat es einen realistischeren, glaubwürdigeren Bond noch nie gegeben. Dass Craig trotzdem einen der emotionalsten Bonds aller Zeiten geben darf, gerade weil die Emotionen hier wie alles andere echt wirken, ist da nur logisch, wird aber vielleicht zu wenig gewürdigt. Craig gewinnt an emotionaler Wucht und physischer Präsenz, was er an Glamour verliert; aber seine Bond-Figur wechselt damit auch das filmische Genre, er ist Bruce Willis in Die Hard näher als Sean Connery in Goldfinger – von der Lässigkeit Roger Moores ganz zu schweigen.


Wem der hier gezeigte Realismus und die entsprechende Ästhetik zu viel war, dem dürfte Bonds neues Abenteuer nicht zusagen. Denn "Ein Quantum Trost" ist im Grunde noch radikaler als "Casino Royale", verweigert sich diesmal komplett der dort noch geschickt eingeflochtenen Traditionen wie das Vorstellen als "Bond, James Bond." Einzig eine kurze, ausgesprochen nette (schwarze) Referenz an "Goldfinger", den vielleicht besten Film der Connery-Ära, gibt es, und das Geheimnis von Bonds Martini wird gelüftet.


"Ein Quantum Trost" hat alles, was man sich nach "Casino Royale" von der Fortsetzung der Reihe versprochen hat. Action satt und eine Story mit einem Bond, der konsequent seine Landung im 21. Jahrhundert vorantreibt. Wer sich auf diesen neuen 007 einlässt, wird mit einem imposanten Action-Abenteuer-Inferno entlohnt, das auf die Vergangenheit pfeift und Bond endgültig in der Neuzeit verankert. Das kann und wird nicht allen gefallen, aber denen bleiben ja ihre DVDs der alten Filme. Als Quantum Trost sozusagen.


Original: Quantum of Solace

Regie: Marc Forster
Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade, Paul Haggis
Cast: Daniel Craig, Matthieu Almaric, Olga Kurylenko, Judi Dench, Jeffrey Wright, u.a.
Spielzeit: 106 min.
Homepage: www.ein-quantum-trost.de

Montag, Januar 12, 2009

TSG in Schlangenbad [6 Tage]

Zum diesjährigen Neujahrsempfang der Schlangenbader SPD in der Historischen Kaffeehalle hatten sich als Gäste der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch sowie der hessische SPD-Spitzenkandidat für die anstehende Landtagswahl, Thorsten Schäfer Gümbel, angekündigt, die nach den Grußworten des örtlichen SPD-Vorsitzenden Heiko Schmale und dem SPD-Landtagskandidaten Matthias Hannes in ihren Reden interessante Einblicke in die politische Situation Hessens und Rheinland-Pfalz gaben und entsprechende sozialdemokratische Handlungsalternativen vorstellten bzw. anboten.

Sonntag, Januar 11, 2009

"Go-Snow-Party"

Eine große Halle, viele Gäste und gute Stimmung sind letztlich das Rezept für eine in allen Belangen (also auch finanziell ^^) erfolgreiche "Go-Snow-Party" der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis - bei der man dann auch diverse, kleinere Unannehmlichkeiten beim säubern in Kauf nimmt...

Hier gibt es noch eine Menge Party-Bilder bei geknipst.at!

(Oestrich-Winkel, den 11. Januar 2009
PRESSEMITTEILUNG
„Go-Snow-Party“ der Jusos voller Erfolg
Mit über 700 überwiegend jungen und mehr als gut gelaunten Besuchern war die diesjährige „Go-Snow-Party“ der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis im Dorfgemeinschaftshaus von Hohenstein-Breithardt – wenn auch nicht wie im letzten Jahr mit dem Ehrengast und Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch – ein voller Erfolg. Vor allem freuen sich die Jusos, dass die Feier ohne Gewalt und Alkoholexzesse von statten gegangen ist und bedanken sich daher auch auf diesem Weg nochmal bei allen Gästen und Helfern für einen gelungenen Abend sowie für das Verständnis der Anwohner aufgrund des nächtlichen Musiklärms. „So wünscht man sich eigentlich eine friedliche Feier mit gut gelaunten Menschen“, schließen die Jusos in ihrer Pressemitteilung.
FUNDSTÜCKE!!! Die Jusos weisen zudem darauf hin, dass diverse Fundstücke liegen geblieben sind, die diese Woche an das Fundbüro der Gemeinde Hohenstein übergeben werden. Bei den Fundstücken handelt es sich um eine Perlenkette, eine Wollmütze (gräulich-anthrazit)und eine Strickjacke (gräulich-blau).

Freitag, Januar 09, 2009

Beim Imbiss

Zwischen Arbeit und Uni-Beginn habe ich kurze Zeit überlegt, ob ich mir zum Mittag in Wiesbaden Sushi gönne oder doch ganz herkömmlich an der nächstgelegenen Imbissbude eine Wurst zu mir nehme. Die Wahl viel schließlich auf letzteres und einen Imbissstand in Bad Schwalbach. Begrüßt von einer der beiden ca. 50-jährigen Angestellten im Imbiss-Wagen entscheide ich mich für eine Currywurst mit Pommes. Leider noch nicht fertig mit dem Essen war ich, als die beiden Damen beginnen, sich über das jüngst aufgrund von Vereiterung operierte Zahnfleisch einer Kollegin zu unterhalten und bei mir damit erst einmal den ersten Heißhunger löschen. Auf die darauf angestellte Vermutung einer der beiden Damen, dass die Essensauswahl mit offener Wunde und geschwollener Backe in diesem Fall doch bestimmt sehr eingeschränkt sei und Milchprodukte hier vielleicht angebracht wären, entgegnet die Kollegin, dass sie bei derartigen Produkten starken Flatulenzen ausgesetzt sei...Bon Appetit.

Donnerstag, Januar 08, 2009

Mittwoch, Januar 07, 2009

Storys from the gasstation

König A****?
Also so etwas habe selbst ich nach nut gut 7-jähriger Kassierertätigkeit selten bis gar nicht erlebt. Ein älterer Herr fährt an einer Zapfsäule vor und tankt, während sich ein Mercedes Kombi direkt hinter dem Auto des älteren Herrn an der Zapfsäule einreiht. Nachdem der ältere Herr fertig getankt hat und zwecks Bezahlung gemächlichen Schrittes in Richtung Shop marschiert, hat er noch nicht die Tür erreicht, als der Mercedes-Fahrer bereits das erste Mal gehupt hat. Im Shop angekommen geht das ganze weiter und der Mercedesfahrer „kommuniziert“ in den folgenden ca. drei Minuten noch bestimmt fünfmal mit der Hupe – wohlgemerkt immer noch draußen im Auto sitzend. Lustig ist, dass der ältere Herr das ganze gar nicht mitgekriegt hat und im Shop munter über Kälteperioden vergangener Jahrzehnte schwadroniert, was nicht nur ich, sondern auch zwei Kunden amüsiert zur Kenntnis nehmen, während sie sich zeitgleich bei jedem Hupen von draußen mehr und mehr über den Mercedesfahrer ereifern. Als Krönung des ganzen geht der ältere Herr beim Verlassen des Shops schließlich nicht etwa in Richtung Auto, sondern spaziert erst mal gemütlichen Schrittes zu den Toiletten. Das war dann wohl auch besagtem Mercedesfahrer zu viel, der mit rasantem Tempo und Lautstärke zu einer anderen Zapfsäule fährt (wovon während der ganzen Zeit wohlgemerkt immer mindestens vier Stück frei waren!) und schließlich zum Bezahlen den Shop betritt. Was ich dann erleben durfte, lässt sich ruhigen Gemütes eigentlich gar nicht mehr beschreiben, wobei es mir zugegebenermaßen auch ziemlich schwer fällt, den gesamten Wortlaut detailgetreu nachzustellen aufgrund der sehr unstrukturierten, ausfallenden und in erhobener Lautstärke vorgebrachten „Argumente“, die da u.a. lauteten: „Das ist doch kein Parkplatz…ist mir egal, wie alt der Mann ist…dann soll er den Führerschein abgeben…dann müssen sie als Kassierer das Auto eben zwischenzeitlich wegfahren…wenn ich an einer Zapfsäule stehe, sehe ich gar nicht ein, woanders hinzufahren…“
Nachdem der gute Mensch schließlich aufbrausend von dannen gezogen war, kam auch nur kurze Zeit später der ältere Herr von der Toilette zurück und verabschiedete sich mit der Bemerkung: „So, ich muss mal weiter, habe es eilig.“ ^^

Rauchen angewöhnen?
Kunde, Mitte 30, kommt in den Shop, wünscht diverse Tabaksorten und fragt mich dann, welche Zigarettenblättchen wohl die besten wären. Als ich die Beantwortung dieser Frage mangels Fachkompetenz verweigern muss mit dem Hinweis, ich sei kein Raucher, entgegnet dieser: „Ich auch nicht. Ich fange jetzt erst an!“ :D

Wieder erkannt
Meine Weihnachtsgrüße aus der Vorweihnachtszeit in sämtlichen Briefkästen der Rheingauer Bürger sorgen zudem für einen offensichtlich erstaunlich hohen Wiedererkennungswert meiner Person, wie ich heute mehrfach feststellen durfte :-)

Montag, Januar 05, 2009

Sonntag, Januar 04, 2009

Zunemende Tauschwirtschaft als erste Auswirkung der Wirtschaftskrise...?!

Heute über einen Studenten-Verteiler aufgschnappt:
"hallo allerseits,
ein freund von mir möchte seinen videorecorder (und ev. auch einen diaprojektor) gerne gegen bier eintauschen. falls also irgendwer seinen guten vorsatz für dieses jahr mehr für die uni zu tun und weniger alkohol zu trinken in die tat umsetzen will, hat er jetzt die einmalige chance.
wer interesse hat schreibe an: (...)"

Samstag, Januar 03, 2009

Schlechtes Gedächtnis

"Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten."

- Theodor Heuss (1884-1963), 1. deutscher Bundespräsident -

Freitag, Januar 02, 2009

Der Wahlkampf beginnt... [16 Tage]

Oestrich-Winkel, den 2. Januar 2009
PRESSEMITTEILUNG
Jusos: Müller-Klepper lügt bewusst oder ist schlecht informiert
Nachdem sich die CDU-Landtagsabgeordnete und weinbaupolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Petra Müller-Klepper, gegen die Einführung einer Weinsteuer ausgesprochen hat, stellen die Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis klar, dass dies tatsächlich nie geplant gewesen sei, sondern auf einem unkorrekt wiedergegeben Zeitungsartikel der Leipziger Volkszeitung beruht.
„Es ist schon verwunderlich, wenn die weinbaupolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion ganze neun Tage nach Veröffentlichung einer Zeitungsente diese im Rheingau erneut aufgreifen muss. Carsten Sinß, Vorsitzender der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis und stellvertretender SPD-Landtagskandidat für den Rheingau, stellt sich die spannende Frage, ob dies wieder besseren Wissens oder mangels korrekter Informationen geschah.
Zur Erinnerung: Die „Leipziger Volkszeitung“ hatte am 20. Dezember aus dem Entwurf für ein Nationales Aktionsprogramm zitiert, laut dem Preisanhebungen infolge von Steuererhöhungen einen unmittelbaren und relevanten Effekt auf die Senkung des Alkoholkonsums ausüben könnten. Nachdem dies für mediales Aufsehen gesorgt hatte, stellte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), aber bereits am selben Tag klar, dass lediglich wissenschaftlich untersucht werden solle, welchen Einfluss der Preis von Alkohol auf das Konsumverhalten vor allem jüngerer Menschen habe, darüber hinaus aber keine weiteren steuerpolitische Maßnahmen erwogen werden. „Frau Müller-Klepper hätte dies als Fachfrau für den Weinbau im Rheingau eigentlich besser wissen und die Winzer im Rheingau nicht unnötig verunsichern müssen“, so Sinß weiter.
Nichtsdestotrotz begrüßen die Jusos aber alle Initiativen, die dahin gehen, den Alkoholkonsum von Jugendlichen und Minderjährigen weiter einzudämmen und Suchterscheinungen bereits präventiv zu begegnen. „Gerade die Sylvesternacht mit vielen alkoholbedingten Einsätzen für Polizei und Notärzte hat wieder gezeigt, wie gefährlich unkontrollierter Alkoholkonsum sein kann. Diese ernste Problematik nun mit Steuersenkungsforderungen für den Landtagswahlkampf instrumentalisieren zu wollen, ist zwar populistisch, aber nicht zielführend“, erklärt Sinß abschließend. Mehr Informationen unter www.jusos-rtk.de.


Oestrich-Winkel, den 31. Dezember 2008
PRESSEMITTEILUNG
Jusos fordern Junge Union und Kreis-CDU auf, sich von Schmähungen und Sachbeschädigung zu distanzieren
Nachdem in den vergangenen Wochen in mehreren Gemeinden des Rheingau-Taunus-Kreises immer wieder Plakate der Hessischen SPD systematisch und nach der gleichen Methode beschmiert und beschädigt wurden, fordern die Jusos die Kreis-CDU und deren Jugendorganisation Junge Union dazu auf, sich von diesen Taten öffentlich zu distanzieren.
Seitdem die Parteien ihre Wahlplakate im Dezember aufstellten, seien vor allem die Porträtplakate des Hessischen SPD-Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel systematisch im gesamten Kreisgebiet beschmiert und beklebt worden mit dem Ziel, diesen und dessen Namen zu verleumden. „Das von der Hessen-CDU bewusst geschürte ‚Reizklima’ zeigt im Rheingau-Taunus-Kreis offenbar erste Folgen“, so Carsten Sinß und Ralf Bachmann für die Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis.
Zwar freue es die Jusos einerseits, dass die unbekannten Gegner offensichtlich keine anderen oder gar inhaltlichen Argumente vorbringen könnten, andererseits bedauern sie aber die Geisteshaltung derer, die sich in jener „erbärmlichen“ Art und Weise an den Wahlplakaten der SPD in zumeist nächtlichen Aktionen zu schaffen machen.
„Leider zwingen sich uns dabei Erinnerungen aus dem vergangenen Bundestagswahlkampf im Jahre 2005 auf. Dort hatten sich Mitglieder der Jungen Union ebenfalls in nächtlichen Aktionen an Wahlplakaten der SPD und deren Bundestagskandidaten Martin Rabanus vergangen“, erinnert sich der stellvertretende Juso-Vorsitzende Ralf Bachmann.
Aus diesem Grund fordern die Jusos nun die CDU und Junge Union im Rheingau-Taunus-Kreis dazu auf, sich auch im eigenen Interesse von diesen Aktionen zu distanzieren, zumal JU- wie auch CDU-Gliederungen wochenlang auf ihren Webseiten für eine hessenweite „Wortbruchkampagne“ warben oder sogar noch heute werben, deren Aufkleber nun ebenfalls verstärkt auf SPD-Plakaten zu finden seien. „Es kann nicht angehen, dass die politische Kultur im Kreis regelmäßig von solchen Verfehlungen geprägt wird. Wir stehen für einen fairen Wahlkampf und einen Wettbewerb um die besten Konzepte und Ideen für unser Land – unsere politischen Mitbewerber hoffentlich auch“, so Juso-Vorsitzender Carsten Sinß. Es gäbe laut Sinß im Rheingau-Taunus-Kreis sicher etliche gemeinnützige und ehrenamtliche Betätigungsfelder, die es allesamt wert seien, dass man die eigene Zeit und Energie in sie investiere, anstatt in nächtlichen Aktionen fremdes Eigentum zu beschädigen.
Zudem bitten die Jusos um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung, die dazu beitragen können, die Täter ausfindig zu machen. Kontakt: Carsten Sinß, Lindenstr. 10 a, 65375 Oestrich-Winkel, Tel.: 0160/92637709, e-mail: c.sinss@spd-online.de.

Donnerstag, Januar 01, 2009

Neujahr

Im neuen Jahr Glück und Heil!
Auf Weh und Wunden gute Salben.

Auf groben Klotz ein grober Keil,

auf einem Schelmen allenthalben!


- J.W. v. Goethe -


Ein neues Jahr hat begonnen. Und im wahrsten Sinne des Wortes gut reingerutscht bin ich in 2009 - denn das Glatteis tat sein übriges dazu. Den Jahreswechsel habe ich mit paar Freunden dick eingepackt auf dem Hattenheimer Kirschplatz verbracht und nach bestem Gewissen auch versucht, ein paar Impressionen mit der Kamera einzufangen - was mir zwar nicht ganz so gut wie letztes Jahr am Wiesbadener Kurhaus gelungen ist, dafür aber dennoch ein paar interessante Bilder zustande gebracht hat 1,2,3,4.