Sonntag, Mai 31, 2009

Erfolgreiche Gründung der Juso-AG Oestrich-Winkel

Nun kann es auch in meiner Heimatstadt mit Juso-Arbeit losgehen :-)


PRESSEMITTEILUNG
Erfolgreiche Gründung der Juso-AG Oestrich-Winkel
Neue Juso-Arbeitsgemeinschaft in Oestrich-Winkel gegründet / viele Themen liegen auf der Straße / Ablehnung der Umgehungsstraße
„Wir wollen den Jugendlichen in Oestrich-Winkel eine Plattform anbieten, Politik kennenzulernen, zu diskutieren und etwas zu bewegen.“, so Melanie Gierhardt und Erkan Kara, frisch gewählte Sprecher der neu gegründeten Juso-Arbeitsgemeinschaft in Oestrich-Winkel. Neben den beiden Sprechern Melanie Gierhardt und Erkan Kara wird der Vorstand der Juso-AG zukünftig von Marius Lebien, Peer Volland und Carsten Sinß komplettiert.

Bei der konstituierenden Sitzung der Juso-AG waren neben den Jusos aber auch zahlreiche Gäste anwesend, so u.a. der SPD-Vorsitzende Dr. Christoph Zehler, die SPD-Fraktionsvorsitzende Christel Hoffmann, der SPD-Bürgermeisterkandidat Georg Mahr sowie Stadtrat Karlheinz Winkel. Sie alle hoben in ihren Grußworten die Wichtigkeit der Jusos als Interessenvertretung der jüngeren Generation hervor. „Und gerade in Oestrich-Winkel liegen eine Reihe von jugendlichen Themen auf der Straße“, betonte Carsten Sinß, Vorsitzender der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis und in Oestrich-Winkel wohnhaft. Er freute sich besonders, dass es nun auch in seiner Heimatstadt gelungen sei, eine Juso-AG zu gründen.

Die Jusos wollen sich dieses Jahr u.a. um die Situation der städtischen Jugendräume und den zügigen Ausbau der Sportplätze mit Kunstrasen kümmern und zudem einen intensiven Kontakt zu örtlichen Vereinen und der European Business School (EBS) suchen. Ferner wolle man sich der Themen Integration und Haushaltspolitik intensiver widmen. Außerdem machten die Jusos gleich in ihrer Gründungsversammlung deutlich, dass sie die von CDU und FDP geplante Umgehungsstraße entschieden ablehnen. Nicht zuletzt wollen die Jusos im Rahmen der Aktion „Jusos vor Ort“ Betriebe und Institutionen besuchen und über deren Arbeitsbereiche, Ausbildungsmöglichkeiten und Aufgabengebiete berichten. Interessierte Betriebe können sich dafür gerne bei den Jusos melden.

Dies gilt aber auch für interessiert jugendliche, die die Jusos unterstützen wollen. Jeder Interessierte im Alter zwischen 14 und 35 Jahren kann mitmachen oder einfach mal vorbeischauen – eine SPD-Mitgliedschaft ist nicht notwendig. Nähere Informationen gibt es im Direktkontakt mit den Sprechern Melanie Gierhardt (m.gierhardt@t-online.de, 0178-3530961) und Erkan Kara (erkan.kara@hotmail.de, 0163-2490669), die jederzeit gerne für Fragen oder Anregungen zur Verfügung stehen.

Samstag, Mai 30, 2009

Berlin: Tag 1

Mit insgesamt neun Jusos und zwei Gästen ging es heute in aller Herrgotts Frühe für drei Tage in die Bundeshauptstadt. Während der gut 4-stündigen Zugfahrt nach Berlin warf das DFB-Pokalfinale sowohl mit einer Gesellschaft aus gut 15 grölenden und singenden Herren wie auch diversen Zügen auf dem Nachbargleis mit dem Reiseziel Olympiastadion seine Schatten voraus. In Berlin selbst hätten wir uns mit ein wenig Finderglück dann auch schon fast die Suche nach unserem Hotel sparen können, welches einen interessanten Zimmerblick und individuelle Nachbarschaft bot, aber auch Solidarität seiner Mitbewohner forderte. Bei der ersten Erkundungstour durch die Stadt liefen wir dann auch gleich mal dem ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse (SPD) über den Weg und überredeten ihn zum gemeinsamen Gruppenbild. Zudem durften wir erfreulicherweise feststellen, dass Europa gar nicht so fern ist, wie man manchmal vermutet. Essensmäßig zeigte sich Berlin aber auch mal wieder von seiner besten Seite 1,2, was freilich ebenso für den abendlichen Besuch in "Herr Lehmanns" Stammkneipe "Der Elefant" im tiefsten Kreuzberg galt.


Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor und die Quadriga - jeweils bei Nacht.

 

Alexanderplatz

Der Fernsehturm (weit / nah bzw. in meinem Rücken) und der Alexanderplatz.

Dienstag, Mai 26, 2009

Berlin-Countdown [4 Tage] - Fassaden der Hauptstadt

Fassaden der Hauptstadt

Jusos starten Europawahlkampf

Europawahlkampf kann kommen!

PRESSEMITTEILUNG
Jusos starten Europawahlkampf
Am 23. Mai, dem 60. Jahrestag des Grundgesetzes und dem Wahltermin der Bundespräsidentenwahl, starteten die Jusos ihren Europawahlkampf in Geisenheim.
Bei einer Flyerverteilaktion der Juso-AG Hansenberg auf dem Geisenheimer Domplatz informierten die Jusos interessierte Passantinnen und Passanten über die am 7. Juni stattfindende Europawahl. Dabei konnten die Jusos interessante Gespräche führen und viele Menschen für das Thema Europa sensibilisieren. „Viele Menschen sehen Europa als Fortschritt für Frieden, soziale Sicherheit und wirtschaftlichen Fortschritt“, so die Jusos.
Allerdings möchten die Jusos, dass sich dies auch in einer höheren Wahlbeteiligung als bei der letzten Wahl 2004 niederschlägt, als weniger als die Hälfte der Bundesbürger ihre Stimme abgegeben hatten. „Wichtig ist uns zu allererst, dass die Menschen am 7. Juni überhaupt wählen gehen. Und wenn sie dann auch noch das Kreuz bei der SPD machen, nehmen wir das natürlich freudig zur Kenntnis“, so einhelliger Tenor der Jusos abschließend.
In den kommenden 14 Tagen bis zur Europawahl werden die Jusos noch mit mehreren Aktionen und Verteilaktionen im Kreisgebiet versuchen, auch an unkonventionellen Orten wie Schwimmbädern, Kinos und Kneipen, junge Menschen für die Europawahl zu mobilisieren.

Montag, Mai 25, 2009

Berlin-Countdown [5 Tage] - Berliner Street-Art

Berliner Streetart

"Zensursula" Einhalt gebieten!

So, habe gerade eben die Online-Petition "Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten", die sich für eine Änderung des geplanten Telemediengesetzes ausspricht, unterzeichnet. Was "Zensursula" da vor hat, ist in dieser Form nichts anderes als blinder Aktionismus ohne Schutz der Betroffenen, der demnach niemandem hilft - außer vielleicht der Union in der Wahlkabine...

Text der Petition

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die "Sperrlisten" weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.


Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Sonntag, Mai 24, 2009

„Opel: In der Krise zusammenstehen und Perspektiven nutzen!“

„Opel ist deutsche Geschichte. Ascona, Kadett, Rekord, Manta – das sind Erinnerungen an die Demokratisierung der Mobilität, ein Stück vom Wohlstand, das sich alle leisten konnten.“

– Frank-Walter Steinmeier, SPD-Kanzlerkandidat und Bundesaußenminister,
bei der Belegschaftsversammlung von Opel zum „Europäischen Aktionstag“ in Rüsselsheim am 26. Februar 2009 –


Während andere Opel nur schlecht reden wollen, haben sich die
südhessischen Jusos und explizit ein Genosse und ich einmal vertiefend Gedanken über die Zukunft von Opel und der Automobilbranche allgemein gemacht - was natürlich im Grundsatz auch auf weite Teile der übrigen Wirtschaft übertragbar ist.
„Opel: In der Krise zusammenstehen und Perspektiven nutzen!“ - Papier zum Download

Samstag, Mai 23, 2009

Freitag, Mai 22, 2009

Bester Klamauk im Bundestag

Wer kein Geld für Theater-Klamauk hat, aber dennoch bestens dabei unterhalten werden will, auf welchem Niveau CDU/CSU Bundestagsdebatten führen, liest sich einfach diesen Ausschnitt aus dem Plenarprotokoll des Deutschen Bundestages (ab Seite 24.008 ff) vom 7. Mai 2009 anlässlich der Debatte um die Ausschreitungen am Rande des 1. Mai in Berlin durch. Wahrhaftig "gelebte Debattenkultur" at it's best ^^

Aktuelle Stunde auf Verlangen der Fraktionen der CDU/CSU und der SPD
"Gemeinsam gegen Gewalt – Ächtung der Ausschreitungen und schweren Gewaltstraftaten am 1. Mai"

Hartmut Koschyk (CDU/CSU):
(...) Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Ich habe in Spiegel Online vom 24. April dieses Jahres ein interessantes Zitat von Oskar Lafontaine gefunden: „Wenn die französischen Arbeiter sauer sind, dann sperren sie Manager mal ein.“ Dann sagt er weiter: Das würde ich mir auch hier wünschen.

(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN – Volker Kauder [CDU/CSU], an die LINKE gewandt: Ihr habt einen Vogel da drüben!)

Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt:
Markus Löning hat das Wort für die FDP-Fraktion.

(Beifall bei der FDP)

Markus Löning (FDP):

(...) In Ordnung wäre es gewesen, wenn Sie gesagt hätten: Der Mann fliegt aus unserer Partei. – Das wäre eine deutliche Distanzierung gewesen. Ich vermisse Ihre Distanzierung von diesem totalitären und menschenverachtenden Denken in Ihrer Partei. Wir, die Liberalen, verteidigen unseren Rechtsstaat.

(Frank Spieth [DIE LINKE]: Heuchler! – Weiterer Zuruf von der LINKEN: Neoliberale!)

Zweitens. Wir sollten nicht den Eindruck erwecken, dass der Bundestag aus 612 potenziellen Demonstrationseinsatzführern besteht. Ich habe grundsätzlich Vertrauen darin, dass diejenigen, die in der Exekutive und in leitender Polizeifunktion tätig sind, ihrer Verantwortung durchaus gerecht werden.

(Volker Kauder [CDU/CSU]: In Berlin habe ich kein Vertrauen!)

Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt:
Dr. Gesine Lötzsch hat jetzt für die Fraktion Die Linke das Wort.
(Beifall bei der LINKEN – Volker Kauder [CDU/CSU]: Jetzt wollen wir mal eine Entschuldigung hören!)

Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE):
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir führen hier eine Debatte, die eigentlich in das Berliner Landesparlament gehört.

(Volker Kauder [CDU/CSU]: Nein, überhaupt nicht! – Weitere Zurufe von der CDU/CSU)

Aber ich habe nach den Beiträgen der Abgeordneten von CDU/CSU und FDP den Eindruck, dass nicht nur der Bild-Zeitung, sondern auch einigen politischen Vertretern diese Unruhen und Krawalle wie gerufen kommen.

(Dr. Peter Ramsauer [CDU/CSU]: Diese Unterstellung ist unerhört! – Weitere Zurufe von der CDU/CSU)

Stellen Sie sich doch nur einen Moment vor, es hätte diese Ausschreitungen nicht gegeben! Dann hätten wir heute über die Sicherung von Arbeitsplätzen bei Opel, die Forderung der Gewerkschaften und der Linken nach einem dringend notwendigen 100-Milliarden-Euro-Konjunkturprogramm,

(Hellmut Königshaus [FDP]: Was ist das denn für ein Unding!)

die Forderung unserer Fraktion nach einer Millionärsabgabe oder über die gewalttätigen Ausschreitungen der Nazis gegen friedliche Demonstranten am 1. Mai in der gesamten Bundesrepublik sprechen müssen.

(Beifall bei der LINKEN – Volker Kauder [CDU/ CSU]: Jetzt mal zum Thema Berlin!)

Um es ganz klar zu sagen: Die Linke ist gegen Gewalt. Das weiß jedes Kind; aber ich sage es hier noch einmal ganz deutlich.

(Beifall bei der LINKEN – Lachen bei der CDU/CSU – Volker Kauder [CDU/CSU]: Lachnummer!)

Wir sind gegen Gewalt gegen Demonstranten, wir sind gegen Gewalt gegen Polizisten, und wir sind natürlich auch gegen Gewalt gegen Unbeteiligte. Wir, Die Linke, sind sogar die einzige Partei im Bundestag, die Gewalt als Mittel der Politik weder im Inland noch im Ausland billigt. Sie lehnt Gewalt strikt ab.

(Beifall bei der LINKEN – Lachen bei der CDU/CSU)

Die Bild-Zeitung forderte nun – das klang in der Debatte schon an –, dass man den Anmelder der 1.-Mai- Demo sofort wegsperren solle. Damit zeigen die Bild- Zeitungsredakteure, dass sie das Grundgesetz nicht kennen.

(Hartmut Koschyk [CDU/CSU]: Was wollen Sie jetzt mit Jermak machen?)

Ich darf Ihnen Art. 8 des Grundgesetzes zitieren: Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.

(Jerzy Montag [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Friedlich! Ohne Waffen!)

Die Anmeldung einer 1.-Mai-Demonstration ist also beileibe kein Grund, jemanden einzusperren, wie es die Bild-Zeitung gefordert hat, sondern ein Grundrecht, das in unserem Grundgesetz festgelegt ist.

(Beifall bei der LINKEN – Hartmut Koschyk [CDU/CSU]: Aber wie gehen Sie jetzt damit um? Sagen Sie doch mal, wie Sie mit Herrn Jermak umgehen!)

Der 21-jährige Kirill Jermak hat diese Demonstration weder im Auftrag noch mit Wissen von Gremien der Partei Die Linke angemeldet.

(Enak Ferlemann [CDU/CSU]: Das sagt kein Mensch!)

Aber, verehrter Kollege Löning, wir lassen uns von der FDP nicht vorschreiben, ob wir jemanden aus unserer Partei ausschließen, um das ganz klar zu sagen.

(Beifall bei der LINKEN)

Herr Jermak hat einen Fehler gemacht, weil er sich so verhalten hat, wie es unsere politischen Gegner gewollt haben, um von den Problemen in unserem Land abzulenken. Er hat für eine Demonstration Verantwortung übernommen, die er nicht tragen konnte. Das ist der Fehler, den er gemacht hat. Ich sage Ihnen aber noch einmal klar und deutlich: Wir lassen uns hier im Bundestag keine Parteiausschlussdebatten aufzwingen. Da sind Sie an der völlig falschen Adresse.

(Beifall bei der LINKEN – Markus Löning [FDP]: Sie haben Umgang mit solchen Leuten!)

Ein Skandal sind die Überfälle am 1. Mai in Dortmund, Rotenburg und vielen anderen Städten auf friedliche Demonstranten.

(Markus Löning [FDP]: Versuchen Sie nicht, abzulenken!)

In der Dortmunder Innenstand gingen 300 Neonazis mit Holzstangen und Steinen auf Teilnehmer einer DGB-Kundgebung los. In Berlin demonstrierten Bürger friedlich und erfolgreich gegen eine Demonstration der NPD in Treptow-Köpenick.

(Beifall bei der LINKEN)

Abgeordnete der Linken waren vor Ort und berichteten über die Brutalität des Polizeieinsatzes.

(Volker Kauder [CDU/CSU]: Die hätten in Kreuzberg sein sollen!)

Es ist für mich völlig unverständlich, dass der Aufstand der Anständigen, der so oft gefordert wird, niedergeknüppelt wird, um die Demonstration einer verfassungsfeindlichen Partei zu schützen.

(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)

Hier gebe ich nicht allein der Polizei die Schuld, sondern auch denjenigen, die sich seit Jahren gegen ein Verbotsverfahren gegen die NPD stellen. Wir brauchen das Verbotsverfahren jetzt. Dann gibt es nicht solche Situationen, in die auch die Polizei getrieben wird.

(Beifall bei der LINKEN – Volker Kauder [CDU/CSU]: Selber für eine gewalttätige Demonstration verantwortlich sein und dann das! Das ist ja unerträglich! – Weiterer Zuruf von der CDU/CSU: Peinlich, Ihr Auftritt!)

Ich kann Ihnen den Artikel Lob der Unruhe von Heribert Prantl aus der Süddeutschen Zeitung vom letzten Wochenende empfehlen. – Herr Kauder, melden Sie sich doch zur Debatte, und rufen Sie nicht immer dazwischen. Sie sind immerhin Fraktionsvorsitzender. – Das Zitat von Herrn Prantl lautet: Ordnung ist gut, Freiheit ist schlecht. Das klingt noch heute in den politischen Debatten durch, mit denen neue Sicherheitsgesetze begründet werden;

(Hellmut Königshaus [FDP]: Der hat nicht über Steinewerfer geredet! – Hartwig Fischer [Göttingen] [CDU/CSU]: Das zeigt doch, welches Geistes Kind Sie sind!)

die Beschränkung der Freiheitsrechte soll mehr Sicherheit bringen. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht, Unruhe eine Pflichtverletzung. Ich warne alle davor, die sinnlosen und brutalen Krawalle am 1. Mai zum Vorwand zu nehmen, um die Menschen einzuschüchtern. Die fernsehgerechten Bilder, die in den Tagen davor herbeigewünscht und heimlich herbeigeschrieben wurden,

(Laurenz Meyer [Hamm] [CDU/CSU]: Sie sind ja eine richtige Brandstifterin!)

die brennenden Mülltonnen und Autos werden von Ihnen instrumentalisiert, um die Menschen davon abzuhalten, ihre Bürgerrechte in Anspruch zu nehmen.

(Laurenz Meyer [Hamm] [CDU/CSU]: Sie sind eine Brandstifterin! – Weitere Zurufe von der CDU/CSU)

– Ich kann es wiederholen, damit es sich alle merken: Die Linke ist für friedliche Mittel, für friedliche Veränderung der Gesellschaft. Da können Sie noch so viel brüllen. Sie werden nicht verhindern können, dass wir diese Position immer und immer wieder vertreten.

(Beifall bei der LINKEN – Volker Kauder [CDU/CSU]: Sie leiden ja an Bewusstseinstrübung!)

Die Forderung, jemanden, der das Grundrecht in Anspruch nimmt,

(Reinhard Grindel [CDU/CSU]: Es gibt doch kein Grundrecht auf Krawall! Es geht um friedliche Demonstrationen!)

Demonstrationen anzumelden, einzusperren, ist absurd. Wir als Linke werden das Grundgesetz weiter gegen Angriffe verteidigen.

(Widerspruch bei der CDU/CSU)

Auch das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut, das gerade in Krisenzeiten genutzt und verteidigt werden muss.

(Beifall bei der LINKEN – Hartwig Fischer [Göttingen] [CDU/CSU]: Wie war das? Mit Feuer und Flamme?)

Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit und wünsche uns noch eine erfreuliche Debatte.

(Beifall bei der LINKEN – Zuruf von der CDU/CSU: Unglaublich!)

Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt:
Die Kollegin Dr. Kristina Köhler hat jetzt das Wort für die CDU/CSU-Fraktion.

(Beifall bei der CDU/CSU)

Dr. Kristina Köhler (Wiesbaden) (CDU/CSU):
(…) Nun geistert immer wieder die These herum, in Kreuzberg habe man es im Grunde mit ein paar Chaoten ohne großen politischen Hintergrund zu tun gehabt. Ich gebe zu, dass die intellektuelle Kraft der Argumente, die man bei dieser Demo gehört hat, etwas zu wünschen übrig ließ.

(Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Waren Sie denn da?)

Wenn man sich aber die Unterstützerliste dieser 18-Uhr-Demonstration anschaut, liest sich das wie das Who’s who des Linksradikalismus und des Linksextremismus in Berlin. Ich nenne nur exemplarisch die Antifaschistische Linke Berlin, die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin, die DKP Berlin, die Jugendantifa Berlin, die Sozialistische Deutsche ArbeiterInnenjugend Berlin und interessanterweise auch die Gruppe „Bildungsblockaden einreißen“, die Gruppe, die im letzten Jahr die angebliche Schülerdemonstration veranstaltet hat, aus deren Mitte heraus dann eine Ausstellung der Humboldt- Universität über jüdisches Leben in Deutschland zerstört wurde.

(Hartmut Koschyk [CDU/CSU]: Hört, hört!)

(…)

Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt:
Hans-Christian Ströbele hat jetzt das Wort für Bündnis 90/Die Grünen.

(Reinhard Grindel [CDU/CSU]: Jetzt kommen Insiderinformationen! – Volker Kauder [CDU/ CSU]: Jetzt kommen Beteiligte! Auf geht’s!)

(…)

Mittwoch, Mai 20, 2009

Recht hat er!

Auch wenn ich sonst nicht alles teile, was so vom Genossen Johannes Kahrs (SPD) aus Hamburg über die Bundesrepublik schwappt, muss ich diesem Ausspruch aus einem Interview mit Deutschland-Radio Kultur doch absolut zustimmen:
Kahrs: (...) Ich glaube, wenn man ein politischer Mensch ist und sich überlegt, wo man seine politische Heimat hat, dann muss man sich das genau überlegen. Ich habe das Konservative von meinem Großvater gelernt, der hat immer gesagt, 'min Jung, mit 18 trittst du in die SPD ein und dann stirbt man, zwischendurch kann man mal meckern und mal um Mehrheiten kämpfen, aber austreten tut man nicht'." (...)

Dienstag, Mai 19, 2009

Handy-Oldtimer

Als Nachtrag zur gelungenen Handysammelaktion der Jusos Rheingau-Taunus hier noch ein paar echte "Schmuckstücke" aus dieser Sammlung :-)

 





Montag, Mai 18, 2009

Jugendehrenamtspreis

Am Freitag wurde der erste Jugendehrenamtspreis der Stadt Oestrich-Winkel verliehen, den ich einst in der Stadtverordnetenversammlung beantragt hatte - freut mich natürlich persönlich sehr und die besten Glückwunsche an die Preisträger!

Wiesbadener Kurier vom 18.05.2009
Ehrenamtspreis - Auszeichnung in Oestrich-Winkel
Anerkennung für engagierte Jugendliche
(ku). OESTRICH-WINKEL - Für ihr herausragendes Engagement im Ehrenamt wurden Jugendliche aus Oestrich-Winkeler Vereinen bei einer Feierstunde im Bürgerzentrum mit dem "Jugendehrenamtspreis " geehrt. "Mit dem Jugendehrenamtspreis 2008, den wir heute erstmals vergeben, wollen wir danke sagen", erklärte Bürgermeister Paul Weinmann (CDU). Auf Initiative des jungen Stadtverordneten Carsten Sinß (SPD) wurde der Preis für 2008 ins Leben gerufen. Er dokumentiere den hohen Stellenwert des Ehrenamts, die Arbeit um das Gemeinwohl und das soziale Engagement in der Gemeinde. "Es ist für uns ein inneres Bedürfnis diese freiwillige Arbeit der Jugendlichen zu würdigen", sagte der Bürgermeister.

Leitung der Kinderfarm

Mit schwungvoller musikalischer Begleitung des Jugendorchesters Allround und in Anwesenheit von Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung und des Magistrats wurden fünf Vereine mit ihren Kandidaten für den Jugendehrenamtspreis vorgestellt. Eine Jury aus Vertretern der Parteien und des Magistrats, der Kirchengemeinde und des Vereinsrings hatte das Engagement bewertet und für ehrenswert befunden. So wurden die beiden Aktiven Julia Büger und Marlene Kremer von der Kinder- und Jugendfarm mit dem ersten Preis, 150 Euro, einem Pokal und der Urkunde ausgezeichnet. "Ihre Mitarbeit am Aufbau und die selbstständige Leitung einer Jugendgruppe, das engagierte Durchführen und Betreuen verschiedener Projekte sind lobenswert", so Carsten Sinß in seiner Laudatio. Auch an die Vorsitzende der Jugendfarm Vera Schilling gingen bei dieser Gelegenheit Worte des Dankes.

Kolping und Showorchester

Den zweiten Preis, dotiert mit 100 Euro, erhielt die Kolping-Jugend für ihr Engagement, etwa bei Altkleidersammlungen und Gottesdiensten und der Arbeit mit behinderten und älteren Menschen. Der dritte Preis, mit je 50 Euro, wurde zweimal vergeben. Einmal an die Aktiven des Showorchesters Rheingau-Mitte, die mit ihren Auftritten bei Kinderfesten oder bei Seniorennachmittagen für Stimmung sorgen. Und an das Betreuerteam des Jugendraums, Christoph Naß, Sebastian Bug und Dominik Hofmann, die sich viele Jahre als Organisatoren von Veranstaltungen und bei Renovierungsarbeiten hervorgetan haben. Ein Sonderpreis wurde für Daniel Heinz und Timo Kliemt für ihre aktive Jugendarbeit beim SV Hallgarten ausgelobt.
Weimann dankte allen Beteiligten sowie den Oestrich-Winkeler Sponsoren. Und forderte zum ehrenamtlichen Engagement auf. "Der Preis soll eine ständige Einrichtung werden", kündigte er an.

Sonntag, Mai 17, 2009

Storys from the gasstation

Prominenter Besuch heute an der Tankstelle in Form von Dr. Dr. Gert Mittring, einem anerkannten Mathegenie, welchen ich durch diverse TV-Auftritte, u.a. in "Stern TV" und irgendeiner Guiness-Show, sowohl vom Aussehen wie auch von seiner Art her sofort wiedererkannte. Heute wollte der gute Mensch aber einfach nur tanken und musste auf dem Weg Richtung Rüdesheim an meiner guten alten Tankstelle Halt machen. Und von welcher Person nimmt man wohl lieber eine Adelung der eigenen Kopfrechenkenntnisse entgegen als von dieser? So geschehen, als Herr Mittring zur Begleichung seines Tankbetrags von 26,80 Euro 51,30 Euro (!) auf den Tisch legt und ohne Hilfsmittel von mir postwendend das Rückgeld von 24,50 Euro erhält und dies mit der Aussage "Mensch, Sie sind aber fix!" honoriert :D

Samstag, Mai 16, 2009

Handysammelaktion

Leider habe ich bei der Handysammelaktion der Jusos kein neues Handy für meine alten Nokias abgekriegt - ein Erfolg war die Übergabe bei der Eltviller Vereinsmesse 1,2 es aber trotzdem! :-)


Oestrich-Winkel, den 16. Mai 2009
PRESSEMITTEILUNG
Jusos spenden alte Handys
Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPD Eltville, Ralf Bachmann, besuchten der Vorsitzende der Jusos im Rheingau-Taunus-Kreis, Carsten Sinß, der Juso-Vorsitzende aus dem Rheingau, Sebastian Busch und der Eltviller Juso-Vorsitzende Michael Morvilius vergangenes Wochenende die Messe der Eltviller Vereine und überzeugten sich dort von den vielfältigen Aktivitäten der ortsansässigen Vereine.
In diesem Zusammenhang übergab die Juso-Delegation auch dem Ortsverband der Eltviller Malteser knapp 100 alte Handys, die die Jusos im letzten Jahr gesammelt hatten. Diese zeigten sich über die Spende hoch erfreut, da somit durch eine fachgerechte Entsorgung die Umwelt geschont und zudem durch eine Kooperation mit einem Mobilfunkteilnehmer auch noch für jedes alte Handy ein Geldbetrag für einen guten Zweck gespendet werden könne.
Daher kündigen die Jusos an, auch weiterhin alte Handys sammeln zu wollen, da nach neuesten Schätzungen in den deutschen Haushalten immer noch ca. 20 Millionen Handys in deutschen Schubläden und Schränken ungenutzt herumliegen, die anderweitig genutzt werden könnten:

  1. Handybenutzer können ihre ungenutzten Handys umweltfreundlich abgeben.
  2. Mit funktionstüchtigen Handys kann die Nachfrage nach günstigen Handys befriedigt werden – zum Beispiel bei älteren Leuten als „Notruf-Handy“.
  3. Evtl. kaputte Handys werden fachgerecht entsorgt, da Handy-Akkus gesondert entsorgt werden müssen, tatsächlich meistens aber nur im Restmüll landen.
  4. Gewinnung von Spendengeldern für einen guten Zweck durch Weitergabe der alten Handys an Kooperationspartner, die pro Handy einen kleinen Obolus gewähren.
„Also einfach Handy aus Schublade oder Schrank herauskramen und bei den Jusos abgeben“, so der Appell der Jusos abschließend.

Donnerstag, Mai 14, 2009

Mittwoch, Mai 13, 2009

Kein Memmensport

War heute nach Urzeiten mal wieder ein wenig auf dem Hattenheimer Bolzplatz kicken gewesen...und durfte auch gleich erfahren, dass Fußball wahrlich kein Memmensport ist :-)

Dienstag, Mai 12, 2009

Promis bei studivz

Hallo Carsten!
Frank-Walter Steinmeier hat Dir eine Nachricht geschickt.
Hier kannst Du Dich einloggen, um sie zu lesen:
http://www.studivz.net
Viel Spaß!
Dein studiVZ-Team

Samstag, Mai 09, 2009

Storys from the gasstation

Silberner Mercedes, feiner Nadelstreifenanzug mit Krawatte - und dann kauft der gute Herr für knapp 25 Euro "einschlägige Literatur" aus der obersten Regalreihe (wer sich darunter jetzt nichts vorstellen kann, schaut beim nächsten Tankstellenbesuch einfach mal selber nach ^^). Aber einen schönen Abend habe ich ihm trotzdem gewünscht :-)

Und während ich an der Universität immer nur theoretisch etwas über Substitutionsgüter erfahre, konnte ich mir heute auch endlich mal ein praktisches Bild davon machen:
Kunde: "Haben Sie auch Magenbitter?"
Ich: "Nein, leider nicht."
Kunde: "Hmmm....ach, dann nehme ich doch fünf hiervon (Anm.: Chantre)".

Mittwoch, Mai 06, 2009

Storys from the gasstation

Heute mal ausnahmsweise zwei Stunden in der Mittwochsschicht verbracht. Und so konnte ich mir von einer besorgten Großmutter auch gleich einmal bestätigen lassen, dass aus mir "ja was geworden ist". Die gute Frau suchte nämlich eine Zeitschrift für ihren 7-jährigen Enkel und war sich etwas unschlüssig ob der großen Auswahl hierzu und der Gefahr, dabei "den Jungen mit etwas zu verderben". Als sie nach der "Micky Maus" fragte und ich ihr bestätigte, dass dies eine gute Wahl sei, da ich die als kleiner Junge auch gelesen habe, entgegnete sie mir schließlich diesen Satz und kaufte die neueste Micky Maus mit 20 Cent Trinkgeld ;-)

Und souveränes "Denglisch" demonstrierte heute ein LKW-Fahrer, der nach einer Wegauskunft fragte und dies nach befriedigender Auskunft meinerseits mit dem Ausspruch "Very Danke!" honorierte :-)

Dienstag, Mai 05, 2009

Besser machen

"Man kann alles besser machen, aber deshalb muss man nicht alles schlecht machen." 

- Frank Elstner (*1942), deutsch-österreichischer TV-Moderator (Wetten, dass...???) -

Montag, Mai 04, 2009

IS vs. LM

Wer bis jetzt nicht zumindest mal in einer Grundlagenvorlesung der Volkswirtschaft gesessen oder bei Wikipedia Beiträge zum Thema Makroökonomie überflogen hat, kann an dieser Stelle getrost das Lesen dieses Beitrags abbrechen, da er/sie wahrscheinlich nicht die Komik an der Situation wird erkennen können, wenn ein an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz lehrendes, diplomiertes, promoviertes und habilitiertes Mitglied des "Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Situation" heute in der Vorlesung "Konjunktur- und Wachstumspolitik" nicht nur die IS- und LM-Kurve falsch beschriftet (das soll schließlich jedem schon mal passiert sein), sondern anschließend auch noch deren Steigungen falsch einzeichnet, entsprechende Erläuterungen folgerichtig keinerlei Sinn ergeben und erst der Hinweis einer Kommilitonin die Professorin nach kurzem Zögern dazu veranlassen, die Obverhead-Folie umzudrehen und mit einem "spiegelverkehrten" Bild zu versuchen, an der Situation noch zu retten, was eigentlich nicht mehr zu retten ist...bevor sie sich anschließend dazu entschließt, das ganze nochmal neu zu zeichnen. :-)

Sonntag, Mai 03, 2009

Samstag, Mai 02, 2009

Ab nach Berlin

"Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin."

- Franz von Suppé (1819-1895), österreichischer Operettenkomponist -

Freitag, Mai 01, 2009

"Sonntags gehört Vati mir"

Vor allem den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wünsche ich am heutigen Tage einen wunderschönen Maifaiertag!

Und ich habe diesen wie mittlerweile traditionell jedes Jahr u.a. in Geisenheim beim 1. Mai-Fest der Geisenheimer SPD am Rheinufer verbracht 1,2.