Mittwoch, Juni 30, 2010

SPD Oestrich-Winkel: Weg frei für "kleine Straße mit großer Wirkung"

Mit Schreiben vom 28. Juni hat das Regierungspräsidium der von Schwarz-Gelb in Oestrich-Winkel befürworteten und von SPD und Grünen abgelehnte Umgehungsstraße (=Nordumgehung) eine deutliche Absage erteilt. Das Regierungspräsidium (RP) sieht keine tragfähige, gerichtsfeste Rechtfertigung für die Realisierung der Straßenbaumaßnahme. Die ursprünglich prognostizierte Zunahme der Verkehrsbelastung werde nach den überarbeiteten Prognosen nicht eintreten. Die Begründung für das Straßenbauvorhaben sei damit entfallen. Oestrich-Winkel habe das Vorhaben damit gerechtfertigt, dass die vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen beabsichtigte Schließung der Anschlüsse Goethestraße, Kerbeplatz und Rheinallee an die B 42 die Verkehrsbelastung der innerörtlichen Hauptverbindungsstraße B 42a stark erhöhe. Die flüssige Zu- und Ableitung der Verkehrsströme zur und von der B 42 erfordere eine leistungsfähige innerörtliche Verbindungsstraße nördlich der Bahnlinie, so das Argument der Stadt. Das ASV habe jedoch im Zuge des Anhörungsverfahrens mitgeteilt, dass eine Schließung von Anschlüssen an die B 42 nicht beabsichtigt sei. Die daraufhin vom RP geforderte aktualisierte Verkehrsprognose zeige, dass die Belastung in Hauptstraße und Rheingaustraße deutlich niedriger zu erwarten sei.


Weg frei für "kleine Straße mit großer Wirkung"
„Nach dem ablehnenden Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt zur Planfeststellung der nördlichen Umgehungsstraße (genannt: innerörtliche Entlastungsstraße) ist der Weg nun frei für die kleine Straße zwischen den nördlichen Stadtteilen von Mittelheim und Oestrich“, stellten der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Carsten Sinß und die SPD-Fraktionsvorsitzende Christel Hoffmann fest.
Diese Entscheidung verwundere nicht, da die SPD seit der Offenlegung der Planfeststellungunterlagen auf Fehler und falsche Annahmen im Verkehrsgutachten hingewiesen hatte, das Grundlage der Planung war. Darin hatte es auch Widersprüche gegeben zwischen den Planungen der Stadt Oestrich-Winkel und dem Zweckverband Rheingau, die beide die Unterschrift Paul Weimanns tragen.
Das Regierungspräsidium Darmstadt begründe, so Hoffmann und Sinß weiter, seine Ablehnung mit einer durch die Stadt überarbeiteten Verkehrsprognose, in der die ursprünglichen behaupteten Verkehrsbelastungen nicht dargestellt werden konnten. (Zitat RP: „Da die ursprünglich prognostizierte Zunahme der Verkehrsbelastung folglich nicht eintritt, ist die oben dargestellte Begründung für das Straßenbauvorhaben entfallen“). Um so mehr erstaune, dass noch vor wenigen Tagen der Erste Stadtrat Michael Heil vehement für die Straße geworben und vor Konsequenzen gewarnt habe, wenn sie nicht gebaut würde.
Ein interessanter Aspekt sei auch, dass das Regierungspräsidium feststelle, dass es auf Grund der Verkehrsprognose keine tragfähige, gerichtsfeste Rechtfertigung für die Straßenbaumaßnahme gäbe, mit der ggf. Enteignungen begründet werden können.
Natürlich stelle sich jetzt die Frage, wie es mit der Verkehrsplanung in Oestrich-Winkel weitergehe. Zuerst, so Hoffmann und Sinß, wollen wir wichtige Unterlagen haben: die überarbeitete Verkehrsprognose, die das Regierungspräsidium verlangt hatte und die Stellungnahme des ASV aus dem Anhörungsverfahren zur Planfeststellung. Nach einer gründlichen Auswertung werde die SPD weitere Vorschläge erarbeiten. Dabei werde sie das Gespräch mit allen Bürgerinnen und Bürgern suchen, vor allem mit den Bewohnern der Haupt-und Rheingaustraße.
Ein Dank gehe an alle Bürgerinnen und Bürger und Initiativen, die in verschiedenen Aktionen (Schreiben von Einwendungen, Besuch von Veranstaltung, Leserbriefen) gegen die Straße engagiert haben. Ihnen gilt unsere besondere Achtung, weil sie sich nicht durch teilweise massive Vorwürfe haben einschüchtern lassen.
Wir freuen uns über diesen Bescheid des Regierungspräsidiums, so Hoffmann und Sinß abschließend.

Dienstag, Juni 29, 2010

Der kritische Student

"Was ist ein radikaler Student? Einer, der alles bestreitet, nur nicht seinen Lebensunterhalt."

Montag, Juni 28, 2010

Der Berliner

Während der Rheingauer es mit Genugtuung zur Kenntnis nimmt, dass er nur noch ca. 30 Minuten auf den nächsten Bus bzw. die nächste Bahn warten muss, rennt der Berliner wie wild einer U- bzw. S-Bahn hinterher, die im Intervall von fünf Minuten fährt...

Sonntag, Juni 27, 2010

Es geht heimwärts

"Das Leben ist eine Reise, die heimwärts führt."

- Hermann Melville (1819-1891), US-amerikanischer Schriftsteller (Moby Dick) -

Samstag, Juni 26, 2010

Drahtesel #Berlin

Obwohl Berlin eine Metropole mit 3,4 Mio. Einwohnern ist, eignet sich die Stadt sehr gut für eine Entdeckungsreise mit dem Fahrrad. Ohne von steilen Hügeln oder engen Kurven behindert zu werden, kommt man als Radfahrer gut voran. Fast alle größeren Straßen sind mit Fahrradwegen ausgestattet. Da ältere Radwege teilweise eine eher schlechte Qualität aufweisen, kommt dem Radler die neue Gesetzgebung entgegen: Seit 1998 müssen Radwege nur benutzt werden, wenn sie mit dem blauen Radweg-Schild gekennzeichnet sind. Die große Ausdehnung des Stadtgebietes und die dezentrale Verteilung vieler Sehenswürdigkeiten sprechen ebenfalls für das Fahrrad. Zudem gibt es mehrere ausgeschilderte Fahrrad-Routen in Berlin. Und wer sich lieber kundig durch den Großstadt-Dschungel führen lassen will, kann auf ein breites Angebot an Fahrrad-Gruppentouren zurückgreifen.









Freitag, Juni 25, 2010

"Schools Out Party" der Jusos


Oestrich-Winkel, den 4. Juni 2010
PRESSEMITTEILUNG
„Schools Out Party“ der Jusos

Kurz vor Ferienbeginn möchten die Jusos noch einmal so richtig einheizen und veranstalten daher für alle jungen und junggebliebenen Leute am Freitag, den 25. Juni im Bürgerhaus Kiedrich eine große „Schools Out Party“.
Für „heiße Hits und coole Drinks“ ist nach Angabe der Jusos bestens gesorgt. „DJ Three M“ wird die Gäste mit Charts, Party-Sound und House-Music vom feinsten versorgen, Getränke gibt es wie immer zu erschwinglichen Preisen. Einlass zur „Schools Out Party“ ist 20.30 Uhr, der Eintritt beträgt 5 Euro, Einlass ist ab 16 Jahren (es finden Ausweiskontrollen statt).

Donnerstag, Juni 24, 2010

"Griechenland-Krise = Euro(pa)-Krise?"

Datum: Donnerstag, 24. Juni 2010
Zeit: 19:30 - 22:00
Ort: SPD-Parteihaus
Straße: Fischerfeldstr. 7-11

Der griechische Staat steht möglicherweise vor der Pleite und droht die Europäische Währungsunion und den Euro gleich mit in den Abgrund zu reißen. Weitere Länder wie Spanien oder Italien droht ein ähnliches Schicksal. Die neue griechische Regierung versucht nun mit drastischen Maßnahmen wie Einsparungen, Lohnkürzungen, Steuer- und Preiserhöhungen, Umbau des Bildungssystems etc. gegenzusteuern auch auf Druck der EU, die diese Auflagen als Bedingung für Unterstützungszahlungen bzw. -kredite knüpft.
Die vermeintlich reformunwillige Bevölkerung steht diesen drastischen Reformen zumindest in Teilen kritisch gegenüber und reagiert. Dies führte zu Demos, Streiks und direkten Gewaltaktionen.
Was sind die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung? Dieser und weitere Fragen wollen wir mit Samy Harraz diskutieren. Samy ist aktiver Juso, bei einer Bank neben anderen Aufgaben Chief Country Officer für Griechenland und sowohl mit wirtschaftlichen wie politischen Fragen Griechenlands vertraut.

Mittwoch, Juni 23, 2010

Zweiradzeit

Bei 30 Grad und mehr auf dem Thermometer kann auch endlich wieder die gute alte Zündapp wieder aus der Garage geholt werden.

Sonntag, Juni 20, 2010

9621 Tage alt

Heute, am 20. Juni 2010, einem Sonntag, bin ich also sage und schreibe schon 9621 Tage alt. Das sind 1374 Wochen, 316 Monate und 26 Jahre.

Samstag, Juni 19, 2010

Links. Konkret. Gerecht. (18.-20.06.2010)

Unter dem Motto "Links. Konkret. Gerecht." stand der diesjährige Juso- Bundeskongress, auf dem Sascha Vogt zum Nachfolger von Franziska Drohsel an die Spitze des Juso-Bundesverbandes gewählt wurde (die Kandidatur von Swen Klingelhöfer und mir war leider aus formalen Gründen nicht möglich ^^). U.a. gaben sich auch Hannelore Kraft, Manuela Schwesig und Ralf Stegner die Ehre. Die beiden zuerst genannten Damen Manuela Schwesig und Hannelore Kraft konnte ich zudem auch für ein Foto gewinnen.

Donnerstag, Juni 17, 2010

Mittwoch, Juni 16, 2010

"Politischen Extremismus nicht hoffähig machen" – Edgar Moron (SPD)

Diese Rede von Edgar Moron (SPD) dürfte Allgemeingültigkeit besitzen für jeden der vielen durchschaubaren Versuche der Konservativen in diesem Land, eine Art „Rote-Socken-Kampagne“ gegen die SPD in Bezug auf die Linkspartei zu führen. Achso: Wer arbeitet in zahlreichen ostdeutschen Kommunen nochmal mit der Linkspartei zusammen? Wer hat in Hamburg einen Rechtspopulisten in den Senat geholt?



"Politischen Extremismus nicht hoffähig machen – Parlamentarische Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wahren"
Rede des Vizepräsidenten des Landtags, Edgar Moron, anlässlich der Plenarsitzung am 13. November 2008 - Es gilt das gesprochene Wort
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Der von den Koalitionsfraktionen eingebrachte Antrag sowie – jedenfalls streckenweise – die beiden gerade gehaltenen Reden waren an Unehrlichkeit und Heuchelei kaum zu überbieten. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Als Sozialdemokrat – ich bin schon lange in dieser Partei – fühle ich mich durch Ihren Antrag und Ihre Reden persönlich beleidigt. Gerade Sie, Herr Papke, haben gegenüber der Sozialdemokratie einen Ton angeschlagen, der der Geschichte dieser Partei, ihrer Würde und ihrer Ehre nicht angemessen ist.
Ich will Ihnen das auch erklären: Die SPD hat in diesem Land, das es ja nun seit 62 Jahren gibt, über 40 Jahre lang regiert. Acht Mal haben die Wählerinnen und Wähler uns den Regierungsauftrag erteilt, nicht Ihnen. Wir haben hier Politiker gehabt, die in ihrer eigenen persönlichen Geschichte den Umgang mit Extremisten persönlich erlebt haben. Hören Sie mal ein bisschen zu, bevor Sie weiterhin Ihre Ausbrüche produzieren. Warten Sie mal in Ruhe ab. Josef Neuberger Jude, verfolgt, Justizminister der SPD; Heinz Kühn, Ministerpräsident, verfolgter Sozialdemokrat, in der Tschechoslowakei und in Belgienim Exil; Johannes Rau, den Sie in seiner demokratischen Qualität ja wohl nicht einschränken und bestreiten wollen. Das waren Repräsentanten der SPD, die dieses Land hervorragend regiert haben, und zwar 40 Jahre lang, meine Damen und Herren. Sie wollen dieser Partei, die es seit fast 150 Jahren gibt, jetzt erklären und vorhalten, wie wir mit politischen Extremen umgehen sollen. Ich sage Ihnen, meine Damen und Herren: Es gibt keine Partei in Deutschland, die eine so lange demokratische Tradition, eine so ungebrochene Geschichte hat wie die deutsche Sozialdemokratie. Wir haben von Ihnen überhaupt keine, null Ratschläge entgegen zu nehmen. Die Sozialdemokraten waren es doch, die unter Bismarck in den Gefängnissen gesessen haben, die man per Gesetz verboten hat. Die Sozialdemokraten haben versucht, die Weimarer Republik am Leben zu halten und sind von der extremen Rechten und der extremen Linken bekämpft worden. Die Sozialdemokraten mit Otto Wels an der Spitze haben gegen die Ermächtigungsgesetze gestimmt.
Meine Damen und Herren, wir haben uns von Ihnen nichts, aber auch gar nichts vorhalten zu lassen. Ich setze noch einen drauf:– Ist davon irgendetwas falsch, meine Damen und Herren? Der eine sagt Bravo, und die anderen schreien dagegen. Einigen Sie sich mal, meine Damen und Herren. Jetzt kommen wir in die jüngere deutsche Geschichte; der Vorsitzende der famosen FDP hat es angesprochen. Wie war es denn in der DDR? Die Sozialdemokratie war verboten. Bis 1961 gab es noch eine SPD in Ostberlin, Viermächtestatus. Sie musste nachher aufgelöst werden, weil die dann noch verbliebenen Mitglieder einem immensen staatlichen Druck ausgesetzt waren. Als Sozialdemokraten in der DDR in den Gefängnissen der Stasi gesessen haben, haben die Mitglieder der Ost-CDU und der Ostliberalen in der Volkskammer gesessen. Das ist der Unterschied zwischen Ihnen und uns. Und wir müssen uns von Ihnen anhören, wie wir mit Extremisten umgehen sollen. Was erlauben Sie sich eigentlich in diesem Parlament? Eine Unverschämtheit! Wie war es denn, sehr geehrter Herr Papke, mit Ihren Ostliberalen und der Ost-CDU? 500.000 hat es 1989 gegeben bei 2,2 Millionen Mitgliedern der SED. Wir haben einen klaren Abgrenzungsbeschluss gefasst. Sie aber haben die 500.000 Blockparteimitglieder sehr schnell in Ihren Parteien aufgenommen. Die FDP hatte ihre Mitgliederzahlen innerhalb von Wochen verdreifacht. Das ist die Wahrheit.
Da Sie es angesprochen haben, erlaube ich mir auch noch die Bemerkung: Sie habeneinen Teil des Vermögens der Ost-CDU und der LDPD wieder zurückgegeben, allerdings einen Großteil behalten. Als wir unsere Geschäftsstellen in der ehemaligen DDR aufbauen mussten, sind Sie in die alten Geschäftsstellen der Ost-CDU und der LDPD eingezogen. Und dann sagen Sie uns, wie wir mit Extremisten umzugehen haben. Siemüssen die Realitäten der Vergangenheit wirklich komplett ausblendet haben. Fragen wir noch einmal, wie es dann weitergegangen ist. Meine Damen und Herren, wer hat denn einen Landesvorsitzenden der CDU, einen gewissen Herrn Ulrich Junghanns, der früher Funktionär und Mitarbeiter der Bauernpartei war? Er ist heute Landesvorsitzender der CDU in Brandenburg und hat noch am 3. Juli 1989 geschrieben– alles belegt –: „Was die Mauer betrifft, so lassen wir uns nicht deren Schutzfunktion ausreden – ganz einfach, weil wir den Schutz spüren vor all dem, was hinter der Mauerjetzt an brauner Pest wuchert.“ Das sind Ihre Leute, Sie haben sie aufgenommen. Okay, einverstanden, sie können sich ja auch bessern. Wenn man selbst im Glashaus sitzt, liebe Kolleginnen und Kollegen, sollte man beim Umgang mit Extremisten bitte vorsichtig sein. Ich will gar nicht an das zahllose Zusammenarbeiten zwischen CDU, ehemaliger PDS oder jetziger Linker in vielen Städten in Ostdeutschland erinnern. Ich könnte Ihnen alles aufzählen, will uns aber nicht langweilen. Ihr seid längst in einer anderen Welt als eure Kollegen und Parteifreunde in der ehemaligen DDR, den heutigen fünf neuen Ländern. Aber, meine Damen und Herren, was müssen wir jetzt tun? Worum geht es hier? – Hören Sie zu! Wir erleben seit einigen Jahren ein Anwachsen einer Partei, die sich Die Linke nennt, die aber keine Linke ist. Es ist eine strukturkonservative Partei, die eigentlich in die 50er- und 60er-Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück will. Es ist keine moderne, sondern eine konservative Partei. Diese Partei ist ein Sammelbecken für enttäuschte Sozialdemokraten, enttäuschte CDU-Mitglieder und Gewerkschaftler geworden. Viele aus der CDU sind darin, Sie selber haben einmal untersucht, wie viele aus Ihren Reihen dort eingetreten sind. Darin sind auch Spinner, Sektierer und Leute, die in irgendwelchen politischen Kleinstgruppen waren. Darin sind Querulanten, Leute, die in unseren Parteien nicht haben Fuß fassen können, weil sie ein gewisses querulatorisches Potenzial haben. Sie alle sind darin. Es ist im Augenblick ein Chaosverein. Sie sagen selbst von sich anlässlich ihres Landesparteitages: Unser Landesparteitag ist eine Black Box. Wir wissen gar nicht genau, wie sich zwei Drittel der Delegierten verhalten werden. Die kennen sich zum Teil noch gar nicht. Es ist eine Partei im Werden – leider, aber es ist so. Sie hat im Augenblick über 7.000 Mitglieder. Ich habe den Eindruck, es werden mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den meisten Parteien, die hier vertreten sind, scheint diese Partei weiterhin Zulauf zu haben. Ich frage mich: Was tun Sie dagegen, damit diese Partei keinen Zulauf mehr bekommt? Ich glaube, Sie tun gar nichts dagegen, ganz im Gegenteil! Lieber Helmut Stahl, Du hältst hier unten eine Rede, das ist doch nichts. Das ist doch ein Schmarren - Entschuldigung. Ihr müsst praktische Politik machen. Eine Partei oder Koalition wie Eure, die auf der einen Seite Bildungsgerechtigkeit propagiert und auf der anderen Seite Studiengebühren einführt, führt denen doch Neuwähler und Sympathisanten zu. Eine Koalition wie die Ihre, die an einem völlig überholten Schulmodell hängt, das die soziale Ungerechtigkeit auf Dauer manifestiert, die treibt ihnen doch die Wählerinnenund Wähler zu! Eine Partei und Koalition wie Ihre, die die Finanzierung von Arbeitslosen- und Obdachloseninitiativen einstellt, die treibt ihnen doch die Wähler zu! Ihr seid doch schuld daran! Eine Partei wie Ihre, die gegen den Mindestlohn ist und die die Mitbestimmung im öffentlichen Dienst einschränkt, die treibt ihnen doch die Wähler zu! Ihr seid doch selber verantwortlich dafür. Macht eine andere Politik, dann haben die weniger Wähler! - Herr Kollege Witzel, Sie fallen selten durch originelle Beiträge auf. Bleiben Sie mal lieber still. Ich gebe zu, ihr seid nicht alleine schuld, selbst Herr Krautscheid nicht, der sich hier kaum noch auf seinem Stuhl halten kann. Ihr seid nicht alleine schuld, andere sind es auch, aber ihr tragt einen Teil der Mitverantwortung. Deshalb: Macht die doch nicht noch interessanter, indem ihr eine so dämliche Diskussion hier in diesem Landtagführt!
Ich sage Ihnen klar auch für die SPD: Diese Partei, so wie sie sich jetzt darstellt, ist nichtregierungsfähig. Man muss nur in ihr Programm hineingucken. Ob das überhaupt ein Programm ist, weiß man gar nicht. Es ist ein Leitfaden für die Kommunalwahlen. Ob sie damit noch im Landtagswahlkampf antreten will, das werden wir sehen. Diese Partei ist weltfremd. Diese Partei ist kein verlässlicher Partner. Mit dieser Partei kann man im Augenblick nicht arbeiten. Völlig richtig!
Aber nun einmal langsam, liebe Freunde! Ich erinnere mich noch an eine Zeit – Sylvia Löhrmann und die Grünen bestimmt auch; es liegt schon eine Weile zurück, da haben sich die Grünen gerade gebildet und sind in den Deutschen Bundestag eingezogen. Damals gab es noch so eine exotische Grüne, da gab es einen Baldur Springmann, der mit seinem Kosakenhemd in Schleswig-Holstein herumgelaufen ist, oder Petra Kelly oder Gert Bastian. Damals haben die Mitglieder, die hier sitzen, FDP, CDU, wir von der SPD aber im Übrigen auch, gesagt: Um Gottes willen, mit allen kann man regieren, aber nicht mit diesen linken Spinnern, diesen Ökologen, diesen völlig weltfremden Politikern! Und was haben wir heute? Der Ole von Beust hat doch Herzen in den Augen, wenn er an die Grünen denkt. Der geht mit denen doch sofort ins Bett! Was ich nie geglaubt hätte: Selbst dieser wirkliche politische Knochen, Koch mit Namen, der möchte sich doch lieber heute als morgen mit den Grünen vermählen. Die Welt verändert sich. Und das kann auch für die Linke sein. Das kann ich nie ausschließen. - Herr Krautscheid hat auf seinem Tisch wahrscheinlich eine Kristallkugel, guckt hinein und sieht die Zukunft. Ich kenne sie nicht. Ich weiß nicht, wie die Grünen sich entwickeln werden. Vielleicht bleiben sie Sektierer, vielleicht bleiben sie es nicht. Die Grünen sind heute doch keine Sektierer mehr. Sie sind eine, und zwar von allen, umworbene Partei. So ist es doch heute. Sie wissen auch - das wissen wir aus vielen Gesprächen mit vielen Mitgliedern dieser Koalition: Das Auftreten der Linken als fünfte Fraktion in diesem Landtag lässt die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Parteien alleine eine Mehrheit bilden können, fast gegennull fahren. Das wissen Sie. Davor haben Sie natürlich panische Angst, auch die Kollegen auf den Regierungsbänken. Die wissen ja gar nicht mehr, wie es weitergeht.
Sie möchten gerne weiterregieren, aber dabei ist ja ein Risikofaktor. Deshalb möchten Sie über eine solche Diskussion, die Sie hier vom Zaun brechen, zum jetzigen Zeitpunkt bereits Koalitionsverhandlungen einschränken und sagen: Der darf nur mit der, der darf nur mit dem, der darf nur mit dem.
Wir sagen Ihnen ganz eindeutig und klar: Entscheiden wird der Wähler!
Wir schauen uns am Wahlabend das Wahlergebnis an. Dann fragen wir - das sage ich Ihnen ganz ehrlich: Mit wem können wir eine verlässliche, gute Politik auf der Basis eines miteinander verabredeten und vereinbarten Koalitionsvertrages für fünf Jahre machen? Mit wem können wir dann zusammenarbeiten? Den schauen wir uns an. Mit dem werden wir im Übrigen - ich komme zum Schluss - Hannelore Kraft zur Ministerpräsidentin wählen. Anders als in Hessen wird das hier nämlich funktionieren. Danke.

Dienstag, Juni 15, 2010

100 Filme, die Du gesehen haben solltest, bevor Du stirbst

Hier die Liste mit allen Filmen, die ich davon bereits gesehen habe (fett markiert)

Die Zwölf Geschworenen
2001 – Odyssee im Weltraum
Sie küßten und sie schlugen ihn

Achteinhalb

A Hard Day’s Night

African Queen – Schicksal am Olanga-Fluß

Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt

Alles über Eva

Der Stadtneurotiker

Apocalypse Now
Schlacht um Algier

Fahrraddiebe

Blade Runner
Der Wilde Wilde Westen

BlowUp – Ekstaze ‘67

Blue Velvet
Bonnie und Clyde
Außer Atem
Die Brücke am Kwai
Leoparden küsst man nicht

Butch Cassidy und Sundance Kid – Zwei Banditen

Casablanca
Chinatown
Citizen Kane
Tiger & Dragon
Stirb Langsam
Do the Right Thing

Frau ohne Gewissen

Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben
Die Marx Brothers im Krieg

E.T. – Der Außerirdische
Der Mann mit der Todeskralle

Der Exorzist
Ich glaub ich steh im Wald

French Connection – Brennpunkt Brooklyn
Der Pate
Der Pate 2
James Bond 007 – Goldfinger
Zwei glorreiche Halunken
GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia
Die Reifeprüfung

Die Große Illusion

Und Täglich Grüßt Das Murmeltier
In the Mood for Love – Der Klang der Liebe

Es geschah in einer Nacht

Ist das Leben nicht schön?
Der Weiße Hai
King Kong
Die Falschspielerin

Lawrence von Arabien

Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Stellvertretend für alle drei Teile!)
M – Eine Stadt sucht einen Mörder

M.A.S.H.
Die Spur des Falken
Matrix
Moderne Zeiten

Die Ritter Der Kokosnuß
Animal House

Network

Nosferatu, eine Symphonie des Grauens
Die Faust im Nacken

Einer flog über’s Kuckucksnest
Wege zum Ruhm

Prinzessin Mononoke

Psycho
Pulp Fiction
Wie ein wilder Stier
Jäger des Verlorenen Schatzes
Rote Laterne

Rashomon – Das Lustwäldchen

Das Fenster zum Hof
... denn sie wissen nicht was sie tun
Rocky
Ein Herz und eine Krone

Der Soldat James Ryan
Schindlers Liste
Der schwarze Falke

Die sieben Samurai
Die Verurteilten
Das Schweigen der Lämmer
Du sollst mein Glücksstern sein

Schneewittchen und die sieben Zwerge

Manche mögen’s heiß
Meine Lieder, meine Träume

Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung (Nicht stellvertretend für alle drei Teile!)
Boulevard der Dämmerung

Terminator 2 – Tag der Abrechnung
Der Dritte Mann
This Is Spinal Tap

Titanic
Wer die Nachtigall stört

Toy Story
Die Üblichen Verdächtigen
Vertigo – Aus dem Reich der Toten

Harry und Sally

Wilde Erdbeeren
Der Himmel über Berlin

Der Zauberer von Oz

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

Montag, Juni 14, 2010

Aus den Gremien

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 14.06.2010

Tagesordnung

Bericht und Anfragen

1) Bericht des Magistrats

2) Beantwortung von Anfragen
Mit zwei Anfragen der SPD-Fraktion zur Haushaltssperre und Entwicklung der Kassenkredite

Vorlagen aus früheren Sitzungen

3) Übernahme der Liegenschaftsverwaltung durch die Kommunale Wohnungsbau GmbH Rheingau-Taunus (KWB)
Einstimmig angenommen.

Neue Anträge von Fraktionen

4) Antrag Fraktion B90/Grüne betr. Flächenerwerb Entlastungsstraße

Mit den Stimmen von Schwarz-Gelb gegen die Stimmen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt. Dabei kam eine "interessante" Diskussion auf, bei der u.a. über Demokratietheorie und grundgesetzwidriges Handeln debattiert wurde, aber Schwarz-Gelb weiter darauf beharrt, dass nur ihr Konzept für den Bau einer Umgehungsstraße das einzig wahre und Kritik daran ungerechtfertigt sei sowie anderweitige Beschlüsse gar demokratiefeindlich seien.

5) Antrag Fraktion B90/Grüne betr. Ampelschaltung Rheingaustraße
Einstimmig angenommen.

6) Antrag Fraktion B90/Grüne betr. Vorfahrtsregelung Rheingaustraße
Nach dem Motto "Mehrheit ist Wahrheit und deshalb brauchen wir Anträge auch nicht zu verstehen" wurde dieser Antrag ebenfalls mit den Stimmen von Schwarz-Gelb abgelehnt, ja sogar eine Überweisung in den Fachausschuss wurde zweimal (!) abgelehnt. Als Argumente gegen den Antrag führte die CDU u.a. auf, dass Traktoren beim Oestricher Dippemarkt sich nun einen neuen Platz suchen müssten (!)...was im übrigen noch nicht einmal stimmt (!!).

Neue Vorlagen des Magistrats

7) Nachtragshaushalt 2010
Einstimmig angenommen.

8) Jahresabschluss 2008 Eigenbetrieb Kultur und Freizeit
Einstimmig angenommen.

9) Verkauf der Immobilie Am Würzgarten 12
Einstimmig angenommen.

Sonntag, Juni 13, 2010

Machts wie 2006...

...nur diesmal noch ein Spiel mehr gewinnen. Und natürlich werden wieder möglichst viele Spiele am Hattenheimer Rheinufer angeschaut.



Samstag, Juni 12, 2010

Das war #Berlin

Um 19.05 Uhr betrat ich mit knapp anderthalbstündiger Verspätung (Deutsche Bahn machts möglich) den Boden des Frankfurter Hauptbahnhofs, wodurch mein 83-tägiger Berlinaufenthalt sein Ende fand.


Das waren 83 Tage...Praktikum
  • 50-Stunden-Woche plus X
  • Steil, Steiler, Lernkurve
  • "What would google do?"
  • F5...F5...F5
  • Metas...Titles...Tags
  • Negatives
  • WM-Tippspiel



Und das waren 83 Tage...Berlin
  • Berlin, Berlin...24 Stunden am Tag
  • Hüter zweier Katzen
  • Selbstversorger
  • Sightseeing en mass
  • Unendlich viele und vielfältige Eindrücke
  • Mannigfaltige Kulturen
  • Geschichte live
  • Ein verlorener Schal, eine verlorene Digitalkamera
  • Musik in der U-Bahn
  • Kurzum: Eine Erinnerung fürs Leben
  • to be continued...

Donnerstag, Juni 10, 2010

Da stand mal der Palast der Republik #Berlin

Nachdem man den Palast der Republik abgerissen hat und bis die Wiederherstellung des Berliner Stadtschlosses noch etwas auf sich warten lässt, bleibt der Berliner Bevölkerung zumindest eine wunderschöne Grünfläche.

Mittwoch, Juni 09, 2010

Spargelfahrt #Berlin

Auf Einladung des Seeheimer Kreises ging es heute bis Sonnenuntergang 1,2 zur traditionellen Spargelfahrt über den idyllischen Wannsee, auch entlang der ansprechenden Uferpromenade und der historischen Glienicker Brücke. Die Glienicker Brücke war lange Zeit ein legendärer Schauplatz des Kalten Krieges. Hier tauschten die USA und die Sowjetunion Spione aus. Mit dabei auf der bis auf den letzten Platz belegten „La Paloma“ war neben Bundespräsidentenkandidat Joachim Gauck, Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder und alteingesessenen Politgranden wie Hans-Jochen Vogel so ziemlich alles, was Rang und Namen hat in der SPD-Bundestagsfraktion, angefangen über Frank-Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel, Brigitte Zypries, Wolfgang Thierse, Wolfgang Tiefensee, Peer Steinbrück, Thomas Oppermann, Ulla Schmidt, Hubertus Heil und vielen vielen mehr.

Samstag, Juni 05, 2010

Neue Synagoge #Berlin

Zu einer der schönsten Gebäuden Berlins gehört nach Angabe vieler Reiseführer die Neue Synagoge. Das fast 140 Jahre alte jüdische Gotteshaus war einst die größte und bedeutendste Synagoge Deutschlands. Nach Teilzerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie nur im vorderen Teil wiederhergestellt und dient heute als Centrum Judaicum (jüdisches Kultur-, Dokumentations- und Veranstaltungszentrum).

Eduard Knoblauch fertigte 1857–59 den Entwurf für den Bau in der (teils sehr "alternativen") Oranienburger Straße, den nach dem Erkranken Knoblauchs Friedrich August Stüler bis 1866 verwirklichte. Einmalig ist der maurisch-byzantinische Stil mit den zwei schmalen achteckigen Türmen. Die markante goldschimmernde Kuppel über der Vorhalle prägt das Stadtbild in der Spandauer Vorstadt. Der abgetragene Gebetssaal der Synagoge bot 3000 Gläubigen Platz. In der Pogromnacht 1938 wurde die Neue Synagoge in Brand gesetzt. Ein „beherzter Reviervorsteher“ (dessen Tat der Schriftsteller Heinz Knobloch publik machte), der Chef des Polizeireviers am Hackeschen Markt, konnte jedoch die zündelnde SA zum Abzug bringen und ließ das Feuer löschen.

Freitag, Juni 04, 2010

Ilse Aigner verlässt Facebook


Nun sind wir also alleine. Geschätzte 400 Millionen Facebook-Nutzer gegen einen zugegeben mit dem Datenschutz eher lasch umgehenden Großkonzern. Und passend zur aktuellen politischen Lage (Koch geht, Köhler geht,...) verlässt uns nun auch noch unsere „Avantgarde“ in Sachen Verbraucherschutz, Ministerin Ilse Aigner (CSU). Inwieweit Facebook von diesem Schritt einer aus deren Sicht eher in die Klasse B bis C einzustufenden Politikerin überhaupt Kenntnis genommen hat, ist nicht bekannt. Aber zu guter letzt bleibt ja die Hoffnung: Denn Ilse Aigner will ja „dran bleiben“....PUUUH!

P.S.: Es ist natürlich schade, dass ich durch diesen Schritt eine "Freundin" bei Facebook verliere... :-)

Donnerstag, Juni 03, 2010

Sonnenallee #Berlin

Die Sonnenallee ist eine Straße in Berlin, gelegen in den Bezirken Neukölln und Treptow-Köpenick und ist knapp fünf Kilometer lang. Die Straße wurde um 1880 in einem sumpfigen Gebiet Rixdorfs angelegt und war eine derjenigen Berliner Straßen, die durch die Mauer geteilt waren. Der Teil der Straße, der in Ost-Berlin lag, war mit etwa 400 Metern allerdings sehr kurz. Hier befand sich ein innerstädtischer Grenzübergang. Der gleichnamige Spielfilm von Leander Haußmann aus dem Jahr 1999 thematisiert das Leben Ost-Berliner Jugendlicher im Angesicht der Berliner Mauer in den 1970er Jahren.