Donnerstag, September 30, 2010

Kaufen, Marsch, Marsch

Ein paar Anmerkungen zur nächtlichen Neueröffnung einer Wiesbadener "Sehenswürdigkeit" (so die Ankündigung): der Media Markt-Filiale in der Äppelallee.
  • Über 6.000 Menschen, die in der Nacht bis teilweise 3 Uhr stundenlang ausharren, um das "Event" Filialeröffnung zu erleben und "Schnäppchen" zu kassieren...
  • Nicht weniger Menschen, die eine Schlange an der Kasse in der Länge der halben Media Markt-Filiale über sich ergehen lassen...
  • Nach diversen Unglücken der jüngeren Vergangenheit mit größeren Menschenmassen fragt man sich im zunehmend enger werdenden Gedränge zudem, ob so manch einer daraus nichts gelernt haben will...
  • Mangelnde Lernkurve muss aber wohl auch nach ähnlichen Erfahrungen in Berlin und Polen den Verantwortlichen in Wiesbaden für die hier teils chaotische Zustände attestiert werden...
  • Was machen Menschen mit Fernseher, Pfannen, PCs und sonstigem im insgesamt sicher fünfstelligen Bereich...
  • Und 10-20% oder 40-50 Euro sind scheinbar auch mal eine Schlägerei vor und in der Media Markt-Fililale wert...
Ich gestehe zu: Ich war dabei, stand von 23.40 Uhr bis 0.50 Uhr in der Schlange, habe meinem Vater eine Digitalkamera gekauft. Aber selbstkritisch hätte ich auch selbst darauf kommen können, dass das Geschäft schon in Kürze auch sechs Werktage bei weitaus weniger Gedränge geöffnet hat ;-)

Mittwoch, September 29, 2010

Nettes Gimmick

Haushalt online: Den Bundeshaushalt visualisieren, analysieren und kommentieren.

Dienstag, September 28, 2010

Reden ist silber...

"Manche Leute sprechen aus Erfahrung - und manche aus Erfahrung nicht."

- Curt Goetz (1888-1960), deutscher Autor (Das Haus von Montevideo) -

Sonntag, September 26, 2010

Im Vorwärts

Nach "Vorwärts online" nun auch voller Stolz auf der Titelseite einer Sonderausgabe des Vorwärts, der Parteizeitung der SPD, zum SPD-Bundesparteitag.




Und hier die Rede von "Maximo Sigmar" (144 Minuten kritische Bilanz, Analyse und Vermessung der Sozialdemokratie in Deutschland)

Samstag, September 25, 2010

Burkhard Albers: Der Landrat - Hier Zuhause.

Mit starken rund 92% hat die SPD im Rheingau-Taunus-Kreis heute ihren Landrat Burkhard Albers für die Landratswahl 2011 und damit für weitere sechs Jahre Amtszeit nominiert. Ich hatte die Ehre, den Parteitag moderieren zu dürfen und konnte mein Versprechen, dass alle pünktlich zum Mittagessen Zuhause sind einhalten :-)

Anschließend durfte ich dann ebenfalls noch die Mitgliederversammlung der SPD Taunusstein moderieren, wo es eine Liste für die Stadtverordnetenversammlung, acht Ortsbeiräte und eine Nominierungsliste für den Kreistag zu wählen gab. Aber auch alles in weniger als zwei Stunden :-)

Und zu guter letzt gab es dann noch leckere Gemüsesuppe aus einem 20 Liter-Kochtopf über dem Lagerfeuer beim Erntedankfest der Kinder- und Jugendfarm in Oestrich-Winkel.

Freitag, September 24, 2010

Revolverheld

Heute ging es zum gut besuchten Auftritt der Band „Revolverheld“ auf dem Wiesbadener Stadtfest. „Zu 95 Prozent Regen-wahrscheinlichkeit, und wir erwischen die letzten fünf Prozent.“ Was Frontmann Johannes Strate unter dem Jubel tausender Fans auf dem Dernschen Gelände so trocken prognostizierte, traf tatsächlich ein und sorgte für einen vergnüglichen Abend mit vielen bekannten Songs der Hamburger Band.

Die fünf Musiker begeistern bei Konzerten und Open-Air-Veranstaltungen wie „Rock am Ring“ Tausende von Rockfreunden. Ihre Karriere begann mit zahlreichen kleinen Konzerten in den Jahren 2002-2004. Als Vorgruppe von Silbermond und Die Happy wurde der Bekanntheitsgrad 2005 langsam größer. Die erste Single der Band, "Generation Rock", erschien im Juni 2005 und erreichte auf Anhieb die deutschen Charts. Am 25. Mai 2007 erschien das zweite Album mit dem Namen "Chaostheorie". Die Band wurde auch vom Deutschen Fußball-Bund nominiert, den offiziellen Nationalmannschafts-Fan-Song „Helden 2008“ zur Fußball-Europameisterschaft 2008 zu singen. 2010 wurde als erste Auskopplung aus dem Album "In Farbe" die Single "Spinner" veröffentlicht, welche in die Top 20 der deutschen Single-Charts einstieg. Wenig später erschien "In Farbe" und stieg als drittes Album in Folge in die Top 10 der Album-Charts ein.

Das vom Amt für Wirtschaft und Liegenschaften veranstaltete Stadtfest findet zum inzwischen fünften Mal statt mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm, bei dem neben der Musik weder Sport, Spiele, kulinarische Köstlichkeiten oder Unterhaltung fehlen.

Donnerstag, September 23, 2010

Der Sommer geht

Solange ich nach Feierabend kurzärmlig über die B42 fahre, mir der Fahrtwind durch die offenen Seitenfenster ins Gesicht bläst und sich die Sonnenstrahlen auf Gevatter Rhein spiegeln, braucht mir niemand erzählen, der Herbst sei schon da.

Mittwoch, September 22, 2010

Falsche Fahrbahnseite

Warum muss ich mich eigentlich, der gemäß Straßenverkehrsordnung erlaubterweise auf der rechten Straßenseite fährt, von einer Dame, die mir unerlaubterweise auf der aus ihrer Sicht linken (!) Fahrbahnseite entgegen kommt und mich damit zu einem Ausweichmanöver zwingt. von besagter Dame auch noch mit Schimpfwörtern betitulieren lassen?

Dienstag, September 21, 2010

Arthur Schopenhauer ist tot...

...seit nunmehr 150 Jahren. Zu diesem Anlass eine kleine Auswahl an Zitaten:

All unser Übel kommt daher, daß wir nicht allein sein können.

Alle Formen nimmt die Geistlosigkeit an, um sich dahinter zu verstecken: sie verhüllt sich in Schwulst, in Bombast, in den Ton der Überlegenheit und Vornehmigkeit und in hundert anderen Formen.


Aller Eigensinn beruht darauf, daß der Wille sich an die Stelle der Erkenntnis gedrängt hat.


Auch das Zufälligste ist nur ein auf entfernterem Wege herangekommenes Notwendiges.

Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt.

Beklagte man ehemals die Schuld der Welt, so sieht man jetzt mit Grausen auf die Schulden der Welt.

Bescheidenheit bei mittelmäßigen Fähigkeiten ist bloße Ehrlichkeit; bei großen Talenten ist sie Heuchelei.

Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.

Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen.

Denn alle äußeren Quellen des Glückes und Genusses sind, ihrer Natur nach, höchst unsicher, misslich, vergänglich und dem Zufall unterworfen.

Das Leben kann als ein Traum angesehen werden und der Tod als Erwachen.

Das Neue ist selten das Gute, weil das Gute nur kurze Zeit das Neue ist.

Das Publikum ist so einfältig, lieber das Neue als das Gute zu lesen.

Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen.

Daß die niedrigste aller Tätigkeiten die arithmetische ist, wird dadurch belegt, daß sie die einzige ist, die auch durch eine Maschine ausgeführt werden kann. Nun läuft aber alle analysis finitorum et infinitorum im Grunde doch auf Rechnerei zurück. Danach bemesse man den "mathematischen Tiefsinn".

Daß mir der Hund das Liebste ist,
sagst Du oh Mensch sei Sünde,
doch der Hund bleibt mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.

Daß uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, daß es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehn.

Der einzige Mann, der wirklich nicht ohne Frauen leben kann, ist der Frauenarzt.

Der Heiterkeit sollen wir, wann immer sie sich einstellt, Tür und Tor öffnen, denn sie kommt nie zur unrechten Zeit.

Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.

Der schlimmste Mißbrauch ist der Mißbrauch des Besten.

Der Wechsel allein ist das Beständige.

Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewißheit.

Die ersten vierzig Jahre unseres Lebens liefern den Text,
die folgenden dreißig den Kommentar dazu.

Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es.

Die Geschichte ist eine Fortsetzung der Zoologie.

Die Menschen sind wesentlich böse, wesentlich unglücklich, wesentlich dumm.

Die Perfektion der Mittel und die Verwirrung der Ziele - das scheint unsere Zeit zu charakterisieren.

Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere, der Wahn, dass unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedenken sei, ist eine geradezu empörende Barbarei des Abendlandes. Die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.

Die Wilden fressen einander - die Zahmen betrügen einander.

Düsterer Pessimismus? Das Gegenteil anzunehmen wäre ruchloser Optimismus.

Durch viele Zitate vermehrt man seinen Anspruch auf Gelehrsamkeit, vermindert den auf Originalität, und was ist Gelehrsamkeit gegen Originalität? Man soll Zitate also nur gebrauchen, wo man fremder Autorität wirklich bedarf.

Ein geistreicher Mensch hat, in gänzlicher Einsamkeit an seinen eigenen Gedanken und Phantasien vortreffliche Unterhaltung.

Ein guter Vorrat an Resignation ist überaus wichtig als Wegzehrung für die Lebensreise.

Ein neuer Gedanke wird zuerst verlacht, dann bekämpft, bis er nach längerer Zeit als selbstverständlich gilt.

Eine schwere Aufgabe ist freilich die Höflichkeit insofern, als sie verlangt, daß wir allen Leute die größte Achtung bezeugen, während die allermeisten keine verdienen.

Einsamkeit ist das Los aller hervorragenden Geister.

Erst wenn jene einfache und über alle Zweifel erhabene Wahrheit, dass die Tiere in der Hauptsache und im wesentlichen dasselbe sind wie wir, ins Volk gedrungen sein wird, werden die Tiere nicht mehr als rechtlose Wesen dastehen. Es ist an der Zeit, dass das ewige Wesen, welches in uns, auch in allen Tieren lebt, als solches erkannt, geschont und geachtet wird.

Es ist nicht genug, daß man verstehe, der Natur Daumenschrauben anzulegen; man muß auch verstehen können, wenn sie aussagt.

Ethik kann so wenig zur Tugend verhelfen, als eine vollständigt Ästhetik lehren kann, Kunstwerke hervorzubringen.

Für die Eitelkeit ist selbst die Pfütze ein wohlgefälliger Spiegel.

Für eine gelungene Rede gebrauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge.

Ganz ehrlich meint ein jeder es am Ende doch nur mit sich selbst und höchstens noch mit seinem Kinde.

Glauben und Wissen verhalten sich wie die zwei Schalen einer Waage:in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere.

Höflichkeit ist Klugheit, folglich ist Unhöflichkeit Dummheit.

Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: es mag zwar nichts drin sein, aber es mildert die Stöße des Lebens.

Ich glaube, wenn der Tod unsere Augen schließt,
werden wir in einem Lichte stehen, in welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.

Ich weiß mir kein schöneres Gebet, als das, womit alt-indische Schauspiele schließen: "Mögen alle lebenden Wesen von Schmerzen frei bleiben".

Je mehr der Mensch des ganzen Ernstes fähig ist, desto herzlicher kann er lachen.

Jeden Abend sind wir um einen Tag ärmer.

Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.

Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind.

Jedes überflüssige Wort wirkt seinem Zweck gerade entgegen.

Kein Geld ist vorteilhafter angewandt als das, um welches wir uns haben prellen lassen; denn wir haben dafür unmittelbar Klugheit eingehandelt.

Lesen heißt,mit einem fremden Kopf statt dem eigenen zu denken.

Man gebrauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge.

Man hat in der Welt nicht viel mehr, als die Wahl zwischen Einsamkeit und Gemeinheit.

Man lasse den guten Gedanken nur den Plan frei: Sie werden kommen.

Man lernt dann und wann etwas, aber man vergisst den ganzen Tag.

Man muß denken wie die Wenigsten und reden wie die meisten.

Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, daß man ihm ein Darlehen abschlägt, aber sehr leicht dadurch, daß man es ihm gibt.

Mein unerschütterliche Glaube an die Dummheit des Tieres Mensch hat mich nie enttäuscht und ist mir im Lauf des Lebens oft zustatten gekommen.

Mitleid mit Tieren hängt mit der Güte des Charakters so genau zusammen, dass man zuversichtlich behaupten darf: wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.

Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.

Nichts ist schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, daß jeder sie verstehen muß.

Vergeben und vergessen heißt kostbare Erfahrungen zum Fenster hinauswerfen.

Viel leichter ist Widerlegen als Beweisen - Umwerfen als Aufstellen.

Viel zuviel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein herrschender Irrwahn.

Viele verlieren den Verstand deshalb nicht, weil sie keinen haben.

Was die Leute gemeiniglich als Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.

Was mit allein schwerfällt zu verlassen,
ist meine eigene und die öffentliche Bibliothek.
Ohne Bücher auf der Welt wäre ich längst verzweifelt.

Wenn die Welt erst ehrlich genug sein wird, um Kinder vor dem 15. Jahr keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird von ihr was zu hoffen sein.

Wer etwas Sagenswertes zu sagen hat,
braucht es nicht in preziöse Ausdrücke, schwierige Phrasen und dunkle Anspielungen zu verhüllen;
sondern er kann es einfach, deutlich und naiv aussprechen, und dabei sicher sein, dass es seine Wirkung nicht verfehlen wird.

Wer sich die Teufel mit Hörnern und die Narren mit Schellen vorstellt, wird stets ihre Beute.

Wie man, auf einem Schiffe befindlich, sein Vorwärtskommen nur am Zurückweichen und demnach Kleinerwerden der Gegenstände auf dem Ufer bemerkt, so wird man sein Alt- und Älterwerden daran inne, daß Leute von immer höhern Jahren einem jung vorkommen.

Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.
Wir sollten stets eingedenk sein, dass der heutige Tag nur einmal kommt und nimmer wieder.

Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Rechthaben.

Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit, dass sie in einer andern Welt leben als der für alle vorhandenen.

Montag, September 20, 2010

Sarrazin soll zahlen

Thilo Sarrazins Buch ist mittlerweile ausverkauft, über 650 000 Exemplare seines umstrittenen Bestsellers „Deutschland schafft sich ab“ sind bereits über die Ladentische gegangen. Sarrazin selbst dürfte pro verkauftem Buch mindestens 2,30 Euro verdienen – mittlerweile also insgesamt etwa 1,5 Millionen Euro - glaubt man der Aussage von Markus Desaga, Sprecher des DVA-Verlages, der angab, Herr Sarrazin habe einen ganz normalen Auorenvertrag mit seinem Verlag. Eigentlich nur folgerichtig, dass jemand, der der Partei mit Äußerungen über Eugenik, Juden-Gene und Intelligenzvererbung erheblich geschadet hat, aber dennoch darauf pocht weiterhin Sozialdemokrat zu sein, auch entsprechend dem Solidaritätsgebot der Partei seinen Mitgliedsbeitrag anpasst, oder? ;-)


Aus der Beitragstabelle der SPD:

Bei einem monatlichen Nettoeinkommen sind die monatlichen Mitgliedsbeiträge in €
  • bis 1.022,58 €: 5 € - 8 €
  • 1.022,58 € - 1.533,88 €: 8 € - 25 €
  • 1.533,88 € - 2.045,17 €: 25 € - 55 €
  • 2.045,17 € - 3.067,75 €: 55 € - 135 €
  • 3.067,75 € - 4090,34 €: 135 € - 245 €
  • über 4090,34 €: 245 € und mehr
Jedes Mitglied stuft sich im Rahmen der zutreffenden Gruppe selbst ein. Der jeweils erstgenannte Beitragswert stellt den erwarteten Mindestbeitrag dar. Für Mitglieder ohne Einnahmen oder mit geringfügigem Einkommen beträgt der monatliche Beitrag 2,50 €. Wer Steuern zahlt, erhält bis zur Hälfte seines Parteibeitrages vom Finanzamt zurück.

Sonntag, September 19, 2010

Samstag, September 18, 2010

Politisches Ehrenamt

Auszug: Gestern akademische Feier anlässlich des 90-jährigen "Geburtstags" des FC Oestrich, heute Besuch bei der Kinder- und Jugendfarm und beim Tag der offenen Tür des Mehrgenerationenhauses in Oestrich-Winkel, abends Helferdienst beim Benefizkonzert der Tafeln im Untertaunus, morgen Kerbeumzug in Darmstadt-Bessungen mit den Bessungener Jusos...

Freitag, September 17, 2010

Höflichkeit bis zuletzt

"Mein Herr, ich bitte Sie um Verzeihung, ich tat es nicht mit Absicht." (Letzte Worte, zu ihrem Henker, dem sie auf den Fuß getreten war.)

- Marie Antoinette (1755-1793), Königin von Frankreich als Frau von Ludwig XVI. -

Mittwoch, September 15, 2010

Wir zahlen nicht für Eure Krise!

Auf den Tag genau 2 Jahre ist es her, dass bei der Lehman-Pleite bundesweit 50.000 Anleger ihre kompletten Ersparnisse verloren haben. Zum Jahrestag kamen heute viele Lehmangeschädigte nach Frankfurt, um dort zu demonstrieren. Die Jusos Hessen-Süd und die Jusos Frankfurt solidarisierten sich unter dem Motto "Wir zahlen nicht für Eure Krise" mit den Betroffenen und schlossen sich dem Demonstrationszug an. Viele von ihnen haben ihre Altersvorsorge verloren und sind nicht ausreichend entschädigt worden, auch von der Politik fühlen sie sich im Stich gelassen.
Schwarz gekleidet, mit schwarzen Luftballons und Transparenten zogen rund 150 Demonstranten durch die Frankfurter City. Auf ihrem Weg von Bankturm zu Bankturm wurden Lieder wie „My money is over the ocaen" gesungen. Auch ich durfte für die anwesenden Jusos ein kurzes Grußwort sprechen:

Wir freuen uns als Jusos, dass sind allen voran die Jusos aus Frankfurt und die Jusos Südhessen, an dieser Demonstration und Kundgebung teilnehmen zu können, um gemeinsam mit Ihnen und mit Euch ein deutliches Zeichen zu setzen gegen all diejenigen aus den oberen Stockwerken der Frankfurter Skyline, die in den letzten Wochen und Monaten, aber mit Sicherheit auch heute herablassend auf uns hinunterschauen..
Denn vor genau zwei Jahren ging Lehman Brothers zu Boden und mit ihr, so abstrus das klingen mag, die gesamte weltweite Finanzwirtschaft.
Aber lediglich eine Woche hat es seiner Zeit gedauert, bis 500 Mrd. Euro für die Banken mobilisiert wurden.
Heute, eineinhalb Jahre später knallen bei vielen
Hedgefonds schon wieder die Champagnerkorken und Banken sonnen sich in Riesengewinnen.
Aber kein einziges Gesetz zur Regulierung des Finanzsektors, zur Schließung von Steueroasen oder dem Verbot von hochriskanten Finanzspekulationen wurde seitdem verabschiedet, auch um Menschen wie Sie und uns in Zukunft vor Kredithaien aus den oberen Stockwerken der Frankfurter Skyline zu schützen.
...ABER WER ZAHLT DIE ZECHE?
Parallel zu unserer Demonstration berät der Bundestag gerade den Bundeshaushalt. Millionen von Menschen in unserem Land müssen damit rechnen, dass die größte Finanz- und Wirtschaftskrise auf ihrem Rücken ausgetragen wird, wenn das von Schwarz-Gelb geplante „Sparpaket“ umgesetzt wird.
Wir wollen aber kein Sparprogramm auf Kosten der Allgemeinheit. Wir wollen, dass die Verursacher der Krise endlich zahlen müssen. Wir fordern das Finanzsystem zu regulieren und Spekulationsgeschäfte zu verbieten.
Und wir fordern keine weiteren Rettungsschirme für Banken, wir fordern Rettungsschirme für die Menschen!

Pressespiegel der Aktion:

Dienstag, September 14, 2010

Burkhard Albers: "Ich trete wieder an"

(Rheingau Echo vom 9.9.2010)
"Entwicklung des Kreises macht mir trotz schwieriger Mehrheitsverhältnisse Mut"

Landrat Burkhard Albers präsentierte die Bilanz seiner Arbeit mit Blick in die Zukunft.

Rheingau. (mh) - Landrat Burkhard Albers (SPD) will erneut für das Amt an der Spitze des Rheingau-Taunus-Kreises kandidieren. Das hat er in seiner Bilanzpressekonferenz am vergangenen Montag "offiziell" mitgeteilt. Seine Amtszeit ende am 4. Juli 2011. Ob die Landratswahl zeitgleich mit der Kommunalwahl am 27. März stattfindet, habe der Kreistag zu entscheiden.
Ob es noch weitere Bewerber aus seiner Partei gebe, wisse er nicht. Diese Frage werde auf dem Nominierungsparteitag am 25. September entschieden. Wahlkampf werde er jetzt noch nicht betreiben. Dafür sei es noch "viel zu früh". Mit dem Werben um seine Person werde er Anfang nächsten Jahres beginnen. Der Zeitkorridor für die Landratswahl reiche von Mitte Januar bis Mitte April.
Der Frage, ob die Große Koalition im Kreistag zwischen der SPD und der CDU gegenwärtig überhaupt noch besteht, wich Albers geschickt aus. Daß die Zusammenarbeit mit der CDU schwieriger geworden sei, müsse er "zur Kenntnis nehmen". Richtig sei, daß insbesondere über die Haushaltspolitik als Kompromißprodukt der politischen Verhältnisse im Kreis gestritten werde. Richtig sei aber auch, daß das politische Klima im Rheingau-Taunus-Kreis deutlich besser als vor fünf Jahren ist. Diese Verbesserung nehme er für sich in Anspruch.
Auch wenn Viele die Große Koalition schlecht redeten, habe sie dennoch zahlreiche Erfolge vorzuweisen, wie beispielsweise in der Schulsozialarbeit. Wenn ihm von zuständiger Stelle gesagt werde, daß der Rheingau-Taunus-Kreis die Sonderinvestitionsprogramme von Bund und Land am besten in Hessen umgesetzt habe, sei dies ebenfalls als Erfolg zu verbuchen. Dies müsse er gelegentlich auch seinen Leuten klar machen.
Die Frage, ob er nach der Kommunalwahl einer Großen Koalition den Vorzug gebe, sieht Albers nicht als vorrangig an. Weil er bestimmte Vorstellungen habe, denke er in Zielen und Projekten und nicht in Wahlperioden oder Koalitionen. Um den Kreis langfristig und auf entscheidenden Feldern gut aufzustellen, biete er allen demokratischen Parteien seine Zusammenarbeit an.
Seine Bilanz überschreibt Albers mit dem Satz: "Die Weichen sind gestellt". Das bedeute, daß er an der Umsetzung seines im Jahr 2005 postulierten Ziels, den Rheingau-Taunus-Kreis zu einem "guten zu Hause" für Menschen in allen Lebenslagen und Lebensabschnitten zu machen, auch weiterhin arbeiten werde.
Die Menschen sollen, wie Albers in die zentralen Themenbereiche einleitend sagte, hier Arbeit finden, Familien gründen, sich hier sicher fühlen, sich hervorragend ausbilden und auch im Alter ein angenehmes Leben führen können. Da noch längst nicht alle konkreten Ziele erreicht worden seien, wolle er sich keineswegs ausruhen, "denn es gibt noch viel zu tun".
Ansporn und Motivation für die Fortsetzung seiner Arbeit als Landrat sei die Tatsache, daß der Rheingau-Taunus-Kreis nach dem Odenwaldkreis der zweitsicherste Kreis in Hessen ist und laut der Studie "Regionalranking 2009" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft im hessenweiten Kreisvergleich an dritter Stelle liegt.
Bei der Quote der Betreuung von Kindern unter sechs Jahren nehme der Kreis nach dem Hochtaunuskreis den zweiten Rang ein. Die mit 4,5 Prozent im Juni im Vergleich zu Hessen (6,3 Prozent) und dem Bund (7,5 Prozent) vergleichsweise geringe Arbeitslosenquote sei ein Beweis, daß die Option sich als ein Erfolgsmodell erwiesen hat. Deshalb begrüße er dessen Entfristung.
Finanzen
Ein gutes Zuhause schaffen heißt für Albers, Themenschwerpunkte zu setzen. Dabei stellte er in die Finanzen an die erste Stelle seiner Ausführungen. In Anbetracht der bedenklichen Situation müsse, so Albers, zu einer nachhaltigen und soliden Finanzpolitik zurück gekehrt werden, die Investieren und Sparen im Einklang hält, "denn solide Finanzen sind die Handlungsgrundlage des Kreises". Mit ihm werde es jedoch kein "Kaputt-Sparen" geben.
Als Kämmerer sei es ihm gelungen, die Fehlbeträge von 30,4 Millionen Euro im Jahr 2005 bis zum Jahr 2009 kontinuierlich auf 13 Millionen Euro zu senken. Im Jahr 2010 seien sie auf 31.4 Millionen Euro angestiegen. Das beweise, daß der von ihm eingeschlagene Weg leider nicht weiterverfolgt worden ist. Damit Städte und Gemeinden unter dieser Entwicklung nicht leiden müssen, schlage er einen kreiseigenen ÖPNV vor. Das würde sie jährlich um über 4,5 Millionen Euro entlasten.
Bildung

An seinem Ziel, den Aufstieg des Rheingau-Taunus-Kreises in die Bildungsbundesliga zu schaffen, will Albers weiter arbeiten. Im Wettbewerb der Regionen könne man es sich nicht mehr erlauben, daß auch nur ein einziger Schüler die Schule ohne Abschluß verläßt. Menschen in jedem Alter müßten optimale Bildungschancen geboten werden. Jedem Jugendlichen müsse ein optimaler Start ins Berufsleben ermöglicht werden. Einsparungen bei der Bildung werde es mit ihm nicht geben.
Da eine moderne Infrastruktur die Grundlage für gute Bildung ist, seien unter anderem rund 10 Millionen Euro für den Aufbau von Mensen investiert worden, die Zahl der Schulen mit pädagogischer Mittagsbetreuung von einer Schule im Jahr 2005/2006 auf 16 Schulen im Jahr 2010/11 erhöht und über 3,4 Millionen Euro für den Ausbau der flächendeckenden Schulsozialarbeit ausgegeben worden.
Ganz oben auf seine Prioritätenliste hat Albers auch die Sanierung der beruflichen Schulen im Rheingau gesetzt. Am Hessencampus und der Schaffung zweier Häuser für lebensbegleitendes Lernen in Geisenheim und Taunusstein werde er festhalten, um vor allem dem drohenden, teils bereits eingetretenen Fachkräftemangel in der Wirtschaft entgegenzuwirken.
Umsetzten will Albers auch das Projekt Domäne Neuhof, "weil dies ein wichtiges sozialpolitisches Thema ist". Das Projekt schaffe nicht nur Qualifizierungsmöglichkeiten für Jugendliche und Langzeitarbeitslose, sondern ermögliche auch den Winzern und Bauern die Vermarktung regionaler Produkte. Im Jahr 2012 sollte kein Jugendlicher im Kreis mehr auf Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld angewiesen sein.
Familien und Mittelstand
"Wir wollen bis zum Jahr 2015 zum familienfreundlichsten Kreis in Deutschland werden", nennt Albers ein für ihn weiteres wichtiges Ziel. Mit dem Ausbau der Krabbelstuben in den Städten und Gemeinden mit 750.000 Euro jährlich, Zuwendungen von 1,5 Millionen Euro für Ganztagsbetreuung zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf, dem Lokalen Bündnis für Arbeit, der Förderung familienfreundlicher Unternehmen und dem Neugeborenenpaket seien auch hier wichtige Weichen gestellt worden.
Nächste Schritte seien unter anderem die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz und die Ausbildung von Tagesmüttern. Auch hier werde es keine Einsparungen geben.
Neben der Familienfreundlichkeit und Bildung, müssen wir, wie Albers betont, die Leistungskraft des Mittelstandes stärken und erhalten, "denn ein gesunder Mittelstand schafft Arbeitsplätze in der Region". Als entscheidenden Parameter bezeichnet er die regional vergebenen Aufträge des Kreises, "denn Wertschöpfung und Arbeitsplätze müssen bei uns bleiben." Deshalb freue er sich über das Lob der Wirtschaftskammern. Diese bescheinigtem dem Kreis, über 80 Prozent der Aufträge in die Region vergeben zu haben.
Als die wichtigsten drei Einzelprojekte nennt der Landrat den flächendeckenden Ausbau mit schnellem Internet im Kreis, die Entlastung der Menschen im Mittelrheintal von unzumutbarem Bahnlärm und den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Im Interesse der lärmgeplagten Menschen im Rheingau müsse weiter Druck gemacht werden, damit endlich eine Entlastungsstrecke für den Güterverkehr in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen und auch umgesetzt wird. Da werde er nicht locker lassen.
Erneuerbare Energien und Demographischer Wandel
Das Ziel der Co²-Reduzierung von 40 Prozent will Albers angesichts der bevorstehenden Gründung des Energiekompetenzzentrums ehrgeiziger angehen als bisher geplant. Statt 2020 könne das bereits 2015 geschafft werden. Die wirtschaftlichen Chancen, die mit dem Ausbau verbunden sind, seien beachtlich, "denn wir geben im ganzen Kreis jährlich 360 Millionen Euro für Energie aus". Diese Wertschöpfung bleibe im Kreis.
"Wir können gut vorbereitet in den demographischen Wandel gehen", weist Albers insbesondere auf den Masterplan "Demographischer Wandel" und auf die "Demographie Dialoge" hin. Als nächste Schritte auf dem Weg zu einem perfekten Ort nennt er insbesondere die Fortschreibung des Masterplans, die Umsetzung der Ergebnisse aus den drei Dialogen und die Steigerung der Attraktivität des ländlichen Raumes. Dabei sei ihm die ärztliche Versorgung in der Region ganz wichtig.
Seit 2005 sei es ihm gelungen, den Kreis entlang seiner Vision zu entwickeln und dem Handeln wieder einen klaren "Kompaß" zu geben. Dennoch ist, wie Albers abschließend sagt, "Vieles nicht so zügig vorangegangen, wie ich es erhofft hatte". Die Hauptursache liege in den schwierigen Mehrheiten im Kreistag. Dennoch mache ihm die weitere Entwicklung Mut.

Montag, September 13, 2010

Avi Primor: "An allem sind die Juden und die Radfahrer schuld. Deutsch-jüdische Missverständnisse"

Zu einer spannenden Buchvorstellung mit dem ehemaligen Botschafter und heutigen Autor Avi Primor, im Gespräch mit Ulrike Holler, ging es heute in die Deutsche Nationalbibliothek nach Frankfurt. Avi Primor zerpflückt in seinem neuesten Buch zusammen mit Christiane von Korff die gängigen Vorurteile über die Juden und über den Staat Israel. Nüchtern legen sie den Hintergrund dar und entlarven Klischees. Primor zieht mit diesem Buch gleichzeitig eine Bilanz seines bisherigen politischen und öffentlichen Lebens. Als Diplomat hat er sich immer eine eigene Meinung erlaubt und wurde so zum meistgerügten Botschafter des Staates Israel. Er ist und bleibt ein Mittler zwischen den Welten, der mit beiden Seiten des deutsch-jüdischen Dialogs vertraut ist.

Sonntag, September 12, 2010

Tag der Ortsvereine

Zum "Tag der Ortsverein"e hatte die SPD Hessen-Süd am gestrigen Samstag geladen. Zur Vorbereitung und Einstimmung auf die Kommunalwahl 2011 hatten sich Mitglieder und Freunde der SPD rund um dass Frankfurter SPD-Haus getroffenen. Es gab Praxis-Workshops, Unterstützungsangebote und Austausch unter Experten - rund um die Kommunalwahl am 27. März 2011. Die Jusos Hessen-Süd boten dabei einen sehr innovativen "Wahlkampfworkshop" an mit einem etwas anderem Dosenwerfen 1,2 und einem Wahlkampfsloganbausystem. "Repräsentative" Umfragen mit deutlichen Ergebnissen gab es zudem bei der Arbeitsgemeischaft sozialdemokratischer Frauen zu begutachten ;-)

Samstag, September 11, 2010

Storys from the gasstation

"Ausnahmsweise" heute mal ein Ausfall von iCash mit der Folge, dass ich weite Teile meiner Schicht wieder "klassisch" per Hand und mit Kopfrechnen kassiert habe. Die Frage, die bleibt ist aber: Bin ich Monk? Denn das erste, was ich nach Öffnen der Barkasse getan habe war die einzelnen Geldscheine so anzuordnen, dass sie jeweils einheitlich in eine Richtung weisen...

Donnerstag, September 09, 2010

Eine Cambridge-Studie besagt...

Nach eienr Stidue der Cmabridge Uinverstiaet, ist es eagl in wlehcer Reiehnfogle die Bchustebaen in Woeretrn vokrmomen. Es ist nur withcig, dsas der ertse und lettze Bchusatbe an der ricthgien Stlele snid. Der Rset knan total falcsh sein und man knan es onhe Porbelme leesn. Das ist, wiel das mneschilche Geihrn nciht jeden Bchustbaen liset sodnern das Wrod als gaznes. Krsas oedr?

Mittwoch, September 08, 2010

Kapitalismus

"Was macht der Kapitalismus? Er steht am Abgrund.
Was macht er da? Er schaut auf uns herab."

- Spruch aus der Vorlesung "Unternehmensführung" an der Johannes Gutenberg Universität Mainz -

Dienstag, September 07, 2010

Soziale Kompetenz bei der Jungen Union

Interessant, welche Seminaren der politische Mitbewerber seinen Mitgliedern so anbietet - aber wenn der Bedarf eben vorhanden ist... ;-)

Soziale Kompetenz
Start Datum: 15.01.2011 - 09:30 Uhr
End Datum: 15.01.2011 - 14:00 Uhr
Verband: LV Hessen
Veranstaltungsort:
Beschreibung:
Seminar des Landesverbandes
Referent: Pierre Brandenstein, Landgericht Kassel

Montag, September 06, 2010

Sonntag, September 05, 2010

Trinkgelage von EBS-Studenten endet in Klinik

Sind das die "verantwortungsbewussten Führungspersönlichkeiten", die die EBS ausbilden möchte?

Pressespiegel:
u.a. BILD 1,2, FAZ, Wiesbadener Tagblatt, HR3


Wiesbadener Kurier vom 05.09.2010
Mögliches Aufnahmeritual der EBS endet für zehn Studenten im Krankenhaus
Ein Saufgelage angehender Studenten einer privaten Elite-Hochschule hat im hessischen Weinort Oestrich-Winkel den Einsatz von Polizei und Rettungskräften ausgelöst. Zehn junge Leute kamen am Samstag zur Ausnüchterung in ein Krankenhaus, berichtete die Polizei in Bad Schwalbach am Sonntag.
Die Studenten hatten sich am Nachmittag bei einem von älteren Semestern organisierten Aufnahmeritual in den Weinbergen des Rheingaus betrunken. Nach Anrufen besorgter Bürger fanden Rettungskräfte und Polizisten mehrere Betrunkene, die ärztlich versorgt werden mussten. Auch ein Polizeihubschrauber beteiligte sich an der Suche nach weiteren hilflosen Hochschülern.

"Das wird nicht ohne Konsequenzen bleiben"

Eine Sprecherin der "EBS Universität für Wirtschaft und Recht" ("EBS") sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa: "Das wird nicht ohne Konsequenzen bleiben." Der Vorfall sei nicht zu tolerieren. Nach Angaben der Polizei hatte es bei einem Parcours durch die Weinberge "Prüfungen" gegeben, bei denen die jungen Leute Alkohol trinken mussten. Eine noch für den Abend geplante Party wurde von den Organisatoren selbst abgesagt. Die "EBS"-Sprecherin sagte, es werde auch geprüft, solche Veranstaltungen künftig ganz zu unterbinden.
Am Mittwoch werde das Thema bei einer Versammlung mit den Studenten erörtert, kündigte die Sprecherin an. Die Veranstaltung habe die Hochschule nicht selbst organisiert. Für die stets von älteren Studenten initiierten Erstsemester-Aktionen sei der Verzicht auf Alkohol klar vereinbart gewesen.
Die European Business School hat seit 30 Jahren einen Campus in Oestrich-Winkel. Nach der Erweiterung um eine juristische Fakultät mit Sitz in Wiesbaden darf sie sich inzwischen Universität nennen.

Freitag, September 03, 2010

"Inception"

Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist in der Lage, geheime Information aus dem Unterbewusstsein von Schlafenden in der Traumphase zu extrahieren. Dazu vernetzt er sich mit dem Träumenden in einen gemeinsamen Traum, wo er bewusst auf diesen Traum Einfluss nehmen kann. Diese Fähigkeit setzt Cobb erfolgreich zur Wirtschaftsspionage ein. Da ihm der Mord an seiner Frau zur Last gelegt wird, kann er nicht in die USA zu seinen Kindern zurückkehren. Zusammen mit seinem Team, bestehend aus seiner rechten Hand Arthur (Joseph Gordon-Levitt, "(500 Days of Summer"), ist Cobb auf diese Art von Gedankendiebstahl spezialisiert. Der mächtige Geschäftsmann Saito (Ken Watanabe) möchte jedoch etwas anderes von ihm: "Inception", das Einpflanzen einer Idee in den Geist einer Zielperson. Er macht Cobb das Angebot, ihm die Einreise in die USA zu ermöglichen und mit einem neuen Team, inklusive der jungen Architekturstudentin Ariadne (Ellen Page, "Juno"), des Fälschers Eames (Tom Hardy) und des Chemikers Yusuf (Dileep Rao) macht sich Cobb auf diese neue Mission, die gleichzeitig eine Mission zur Rettung seiner Seele wird.

Christopher Nolan ist also zurück. Und mit ihm die Erwartungshaltung. Mehr als jeder andere momentan bekannte Regisseur (damit ist David Lynch nämlich aus dem Rennen) ist Nolan Meister des intellektuellen Puzzles. Der rasende Aufstieg des Christopher Nolan in Kurzform: Mit seinem Puzzle-Meisterwerk „Memento" katapultierte er sich ins Bewusstsein der Kinogemeinde, setzte mit dem Thriller „Insomnia" eine Duftmarke in Hollywood und rettete das „Batman"-Franchise mit „Batman Begins" vor dem endgültigen Absturz. Mit „Inception" versucht sich der Brite nun am Unmöglichen: Der Geist, das Unterbewusstsein des Menschen, als Schauplatz. Dies lässt bereits eine originelle und vielschichtige Story erwarten, die sich deutlich von den üblichen Aufhängern für Actionkino abhebt und das ständige Mitdenken des Zuschauers voraussetzt, zudem eine beeindruckende visuelle Umsetzung und exzellente Besetzung notwendig macht und damit erwarten lässt.

Nolan bietet eine vielschichtige Zukunftsvision voller dichter Atmosphäre, außergewöhnlicher Ästhetik und atemloser Action. So entsteht ein vertracktes Kino-Konstrukt, das philosophische Fragen über Existenz zwischen Traum und Wirklichkeit aufgreift, emotionale Schuld erkundet, beeindruckende Actionpirouetten dreht und ein visuell kunstvolles Universum konstruiert.

Nolan präsentiert sich als fairer Regie-Sportsmann. Rund eine Stunde lang erklärt er nämlich sorgsam die Regeln seines „Inception"-Universums zwischen Traum und Realität. Ob diese allesamt logisch sind, spielt überhaupt keine Rolle – Nolan gibt seine Prämisse vor und fertig. Das Werk entwickelt in der Folge einen unwiderstehlichen, fast magischen Sog, der den Betrachter hemmungslos in den Film hineinzieht. Traumebene um Traumebene steigen die Protagonisten hinab in die Unterwelt der Gedanken. Je tiefer es abwärts geht, desto instabiler und lebensbedrohlicher wird das Konstrukt. Es ist nahezu unmöglich, alle Details in sich aufzusaugen. Traum und Wirklichkeit verschwimmen zusehends, aber wer das Prinzip erst einmal verstanden hat, darf sich staunend durch die Bilderflut tragen lassen. Nolan fordert sein Publikum über die Länge von zweieinhalb Stunden permanent intellektuell heraus, die Welt von „Inception" zu entschlüsseln.

Leider unterliegen die Traumsequenzen – und der Film besteht zu einem Großteil daraus – einem teils zu strikten Realismus. Sowohl die Autoverfolgungsjagden wie auch die später stattfindenden Schneeabenteuer sind für sich genommen völlig banal, es fehlt ein wenig Fantastik, Verrücktheit und Traumlogik. Zwei Sequenzen ragen aber dennoch positiv heraus: zum einen der Kampf in einem schwerelosen Hotelkorridor zwischen Cobbs rechter Hand Arthur und ein paar feindlichen Schlägern (Matrix lässt grüßen). Zudem Ariadne, die in einer Traumwelt beginnt munter kühnste Architekten Träume wahr werden zu lassen (zu „verwirklichen“).

Zum Cast ist zu sagen, dass offensichtlich dann, wenn ein Christopher Nolan ruft, alles kommt, was Rang und Namen hat. Mit DiCaprio („Blood Diamond", „The Departed") steht „Inception" ein Zugpferd vor mit dem Talent, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Das trifft auch auf seine Rolle in „Inception" zu. Der Definition nach ist sein Dom Cobb ein Schwerstkrimineller. Sein Verstand sagt aber etwas anderes. Die Beziehung zu seiner toten Ehefrau Mal ist der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Films und der offensichtliche Rückweg aus dem Labyrinth – so es diesen denn überhaupt gibt. Vom Cutter über den Kameramann (Nolans Stammkraft Wally Pfister) wird absolut erlesene Arbeit geleistet – und rein vom technischen Niveau her kann "Inception" als nichts anderes als hervorragend bezeichnet werden kann. Der Zuschauer hat das Vergnügen, sich durch einen intellektuellen Irrgarten zu navigieren.

Fazit: Wem der Eintritt in diese fremde Welt Nolans gelingt, der wird mit dem originellsten und komplexesten Stück Big-Budget-Kino der vergangenen Jahre entlohnt und setzt mit dem Kauf einer Kinokarte ein deutliches Zeichen gegen die Blockbuster-Gleichmacherei Hollywoods. In diesem Sinne: Hütet euch vor dem Limbus und beachtet den Treidel!


Original: Inception
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Christopher Nolan
Cast: Leonardo diCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page,
Tom Hardy, Ken Watanabe, Marion Cotillard, Cillian Murphy, u.a.
Spielzeit: 148 min.
Kinostart: 29.07.2010
Homepage: www.inception-derfilm.de

Donnerstag, September 02, 2010

Jean Müller

Seit gestern befinde ich mich in einem 1-monatigen Praktikum im Produktmanagement der Firma Jean Müller GmbH in Eltville.

Seit der Gründung im Jahre 1897 durch Jean Müller befindet sich der Firmensitz und die Hauptproduktionsstätten der Jean Müller GmbH in Eltville am Rhein. Mit der Fertigung von Sicherungen wurde begonnen, danach folgten Niederspannungsschaltgeräte, Schaltgerätekombinationen und Stromverteilungskomponenten. Elektronische Überwachungs- und Energiemanagementsysteme vervollständigen das heutige Produktprogramm. Jean Müller bietet seinen Kunden heute weltweit individuell abgestimmte und innovative Lösungen für die elektrische Energieverteilung. Produkte werden im eigenen Haus bis zur Serienreife entwickelt und inklusive der Werkzeuge konstruiert.

Mittwoch, September 01, 2010

Storys from the gasstation

Heute von der Shell-Tankstelle in Hattersheim-Okriftel, wo ich mich mal eben selbst abkassiert habe, nachdem die Kassiererin auch nach einer Minute nicht aus ihrem Kämmerchen heraus kommen wollte.