Sonntag, Oktober 31, 2010

Röttgen machts

Dass die CDU im Rheingau-Taunus-Kreis 2005 mit gleichlautendem Slogan erfolglos in den Landratswahlkampf zog und mit dem Amtsinhaber, der damals RöttgeR hieß, verlor, sei hier nur am Rande erwähnt...

Mit der Wahl von Norbert Röttgen zum Parteivorsitzenden der CDU in Nordrhein-Westfalen durch die Basis haben die Christdemokraten
  • das "System Rüttgers" endgültig abgelehnt,
  • beispiellose und für die CDU eher untypische Partizipation der Mitglieder ermöglicht,
  • deutlich gemacht, dass der größte Landesverband der CDU mehr will als nur "100 NRW" (Slogan des unterlegenen Mitbewerbers Armin Laschet),
  • daher Röttgern vermutlich einen der zahlreichen freien Plätze als Angela Merkels Vize in der Bundes-CDU eröffnet,
  • bei einer (aus sozialdemokratischer Sicht nicht zu hoffenden) erfolgreichen Zukunft der CDU in NRW wohl spätestens jetzt einen ernsthaften Kandidaten im Kronprinzenduell um Angela Merkels Nachfolge als Kanzlerkandidat (der "Baron aus Bayern" wird es zur Kenntnis genommen haben).

Samstag, Oktober 30, 2010

Ladislaus & Hr. Nilsson III

Freitag, Oktober 29, 2010

Ramsauers Weisheiten

SPIEGEL: Unlängst waren Sie im oberbayerischen Freilassing demonstrieren. Sie machten gegen die Schließung einer Bahnhofstoilette mobil.
Ramsauer: Der Verkehrsminister demonstriert nicht, er handelt. Aber stellen Sie sich das mal vor: Freilassing ist ein wichtiger Umsteigebahnhof in meinem Wahlkreis an der österreichischen Grenze. Unlängst habe ich da noch eine Lobrede auf die Bahn gehalten – auch der Sauberkeit wegen. Und jetzt schließen die einfach die Bahnhofstoilette. Ich bin nicht bereit, so etwas zu akzeptieren. Wer an die Börse will, muss darauf achten, dass das Image stimmt. Und das fängt bei solchen Kleinigkeiten an.
Spiegel, 23.9.10

Donnerstag, Oktober 28, 2010

Beamtentum

"Der deutsche Bundestag ist mal voller und mal leerer, aber immer voller Lehrer."

- Otto Graf Lambsdorff (1926-2009), deutscher FDP-Politiker -

Mittwoch, Oktober 27, 2010

Neues von Jogustine

Unglaublich, dass diese Mangelware jetzt auch noch Nachahmer findet :-)
Von: ZDV-Info [mailto:zdv-info@uni-mainz.de]
Gesendet: Mittwoch, 27. Oktober 2010 16:53
An: ZDV-Info
Betreff: falsche JOGU-StINe Webseite

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind heute auf eine falsche JOGU-StINe Webseite im Internet aufmerksam gemacht worden. Eine uns nicht weiter bekannte Person hat die Domäne jogustine.de gekauft und verteilt bei Aufruf der Webseite Malware. Diese versucht sich als Sicherheitsupdate für den verwendeten Webbrowser auszugeben und installiert bei Aufruf einen Trojaner auf dem Rechner. Bitte beachten Sie, dass diese Domäne nicht von der Johannes Gutenberg-Universität betrieben wird und diese Domäne auch in keinem Zusammenhang zur Universität steht.
Aktuell erkennt praktisch keiner der in Deutschland verbreiteten Virenscanner den Trojaner bei Aufruf. Sollten Sie dieses falsche Sicherheitsupdate versehentlich installiert haben, so besteht aktuell nur die Möglichkeit den Rechner mit dem Virenscanner der Firma www.eset.de oder www.sophos.de zu überprüfen.
Bitte beachten Sie, dass der einzig richtige URL zum Zugriff auf JOGU-StINe https://jogustine.uni-mainz.de ist.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Zentrum für Datenverarbeitung

Montag, Oktober 25, 2010

Come on, Aylin!

Anmoderation heute Abend auf SWR1:

"Wer ist diese Aylin, kennt Sie jemand? Hat jemand ihre Telefonnummer?"

Beide Fragen kann ich mit JA beantworten :-*


Sonntag, Oktober 24, 2010

Resonanzkatastrophe

Neugierig gemacht durch diesen Kandidaten bei Dieter Bohlens Sendung "Supertalent", der durch seinen Gesang verschiedenste Formen von Gläsern zerspringen lassen konnte, habe ich mich mal über die sogenannte "Resonanzkatastrophe" (so nannte sich im übrigen auch mal eine Band meines Bruders) informiert. Diese bezeichnet in der Mechanik und Konstruktion die Zerstörung eines Bauwerks oder einer technischen Einrichtung durch angeregte Schwingungen. Ursache dafür ist die Resonanz, die bei einer periodisch wiederkehrenden Anregung, deren Frequenz mit einer Resonanzfrequenz übereinstimmt, immer mehr Energie auf das System überträgt und dort speichert, bis die Belastungsgrenze überschritten ist.

Beispiele:

  • Am 12. April 1831 marschierten 74 britische Soldaten über die Broughton Suspension Bridge. Die Brücke stürzte durch Schwingungen ein; 40 Soldaten fielen in die Irwell, 20 von ihnen wurden verletzt.
  • Am 16. April 1850 marschierten 485 französische Soldaten über die im Sturm schwingende Hängebrücke von Angers. Die Soldaten marschierten zwar ohne Tritt, verstärkten aber die Schwingung durch die Bewegungen, mit denen sie im gleichen Takt das Gleichgewicht suchten; die beiden Tragseile rissen, die Brücke stürzte ein; 226 Soldaten fanden dabei den Tod.
  • Ein weiteres Beispiel für eine Resonanzkatastrophe war der Einsturz des Mittelturms des Senders Königs Wusterhausen am 15. November 1972.
  • Am 10. Juni 2000 geriet die Millennium Bridge in London in Schwingungen. 160 Menschen, die sich zwar nicht im Gleichschritt bewegten, aber auch hier die Schwingungen (gleichzeitig) auszugleichen suchten, genügten, um die Brücke in so gefährliche Schwingungen zu versetzen, dass sie gesperrt werden musste, bis sie mit ausreichenden Dämpfern nachgerüstet wurde.
  • Am 20. Mai 2010 geriet eine neue Brücke über der Wolga in Wolgograd (Russland) in Schwingungen. Als Ursache wird starker Wind vermutet.
Und siehe da, laut Paragraph 27 Absatz 6 der Straßenverkehrsordnung darf unter der Überschrift "Verbände" auf Brücken nicht "im Gleichschritt marschiert" werden.
§ 27 Verbände
(...)
(6) Auf Brücken darf nicht im Gleichschritt marschiert werden.

Sachen gibts...

Samstag, Oktober 23, 2010

Stöckchen: Schonungsloser Seelenstrip

1) Was hast du in der rechten Hosentasche? Taschentuch
2) Das zwölfte Wort in der viertletzten Mail, die du bekommen hast – wie heißt es, und was sagt es über dich aus? "Hochschulgruppen" - beschreibt meine politische Aktivität, wobei diese sich gerade bei der Juso-Hochschulgruppe eher in Grenzen hält.
3) Was steht auf der Rückseite deiner Armbanduhr? Ich habe keine Armbanduhr.
4) Welche Taste auf deiner Computertastatur magst du am liebsten und warum? Feststelltaste, weil Hassliebe.
5) Kannst du aus dem Kopf beschreiben, wie das Fliewatüüt aussieht? Sieht aus wie ein Hubschrauber, kann fliegen, schwimmen und Auto fahren - daher das "tüüt" :-)
6) Welche Assoziationen verbindest du mit dem Wort beba? Beta?!
7) Beschreibe das vierte Kleidungsstück von rechts in deinem Kleiderschrank. In Kleiderschrank eins gibt es nur zwei Spalten, in Kleiderschrank zwei wäre das ein schwarzes Hemd.
8) Wenn du dich zwischen einer Zwiebel, einem Eimer Wasser und einem Tintenkiller entscheiden müsstest, was würdest du wählen? Wasser, weil es am ehesten den Durst löschst, einen nicht zum Weinen bringt und ich Mut zum Durchstreichen habe,
9) Schließe die Augen und nimm irgendetwas aus deinem Mülleimer. Was ist es und warum hast du es weggeworfen? Unterlagen meines Ex-Arbeitgebers - eben weil "Ex"-Arbeitgeber.

Freitag, Oktober 22, 2010

Ping Pong

Oh ja, anderthalb Jahre ohne (ernsthaft) einen Schläger in der Hand gehabt zu haben gehen auch an mir nicht spurlos vorüber - aber für erste Kreisklasse mittleres Paarkreuz als Einstieg war das den Umständen entsprechend gar nicht mal so dramatisch wie befürchtet, im Doppel konnte das derzeit beste Duo der Liga sogar bis zu einem 19:21 geärgert werden :-)

Donnerstag, Oktober 21, 2010

Machs gut, Loki.

Gabriel: Loki Schmidt war Vorbild für viele Menschen

Zum Tode von Loki Schmidt erklärt der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel:

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands trauert um Loki Schmidt. Die Nachricht von ihrem Tod bewegt uns alle sehr.

Loki Schmidt war eine außergewöhnliche, eigenständige Persönlichkeit.

Im Hamburger Arbeiterstadtteil Hammerbrook aufgewachsen, lernte sie 1929 Helmut Schmidt kennen. Mit Begabung, Fleiß und Hartnäckigkeit erlangte sie das Abitur. Aus armen Verhältnissen kommend, reichte das Geld nicht für das ersehnte Studium der Biologie. Drei Jahrzehnte war Loki Schmidt als Volks- und Realschullehrerin tätig. 68 Jahre war sie mit Helmut Schmidt verheiratet.

Als Gattin des Bundeskanzlers hat sie mit ihrer unangestrengten Noblesse die Herzen der Menschen im In- und Ausland gewonnen. Mit politischem Verstand und Herz, ohne große Worte in der Öffentlichkeit zu machen, unterstützte sie Helmut Schmidt in den schwierigen Jahren seiner Kanzlerschaft. Sie war seine unbestechliche Verbindung zu den Menschen. Nicht selten war es ihre Verbindlichkeit, die manch scharfes Wort des Bundeskanzlers abmilderte und verständlich machte.

Als die moderne Lebensweise mehr und mehr zur Belastung für die Tier- und Pflanzenwelt wurde, machte sie den Schutz der Natur zu ihrem Hauptanliegen. 1976 gründete sie die Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen. Auf drei Kontinenten war Loki Schmidt als Botanikerin tätig und veröffentlichte mehrere botanische Bücher. Mit dieser Arbeit hat sie sich als leidenschaftliche Naturschützerin bleibende Verdienste um den Erhalt unserer Umwelt erworben.

Loki Schmidt war nie nur die Frau an der Seite eines berühmten Mannes. Sie war Pädagogin, Botanikerin, Dame, mustergültige Hanseatin, überzeugte Sozialdemokratin – lebenslustig trotz aller Erschwernisse, unabhängig, politisch denkend, zuversichtlich, klug und liebenswürdig. „Für Träume zu nüchtern“ – so hat sich Loki Schmidt sehr hamburgisch einmal beschrieben.

„Mit Anstand mit dem Leben fertig werden“, das war gerade in den Beschwernissen des Alters ihr Lebensmotto. Vielen in unserem Land wurde sie mit dieser Haltung zum Vorbild.

Wir denken mit Dankbarkeit an eine außergewöhnliche Frau und überzeugte Sozialdemokratin, die sich mit ihrer Arbeit und ihrem unverwechselbarem Stil um unser Land verdient gemacht hat.

Wir sind in diesen Stunden mit unseren Herzen und mitfühlenden Gedanken bei Helmut Schmidt und ihrer Tochter Susanne Schmidt.

Mittwoch, Oktober 20, 2010

Dienstag, Oktober 19, 2010

Hosen runter

Was der kleine Junge genau vor hatte, als er mitten in der Wiesbadener Fußgängerzone seine Hosen lauthals lachend herunter zog, konnte ich leider nicht erfahren, da die Mutter schneller war... nur schneller als was?! :-)

Montag, Oktober 18, 2010

Demografieproblem

"Ja, lang leben will halt alles, aber alt werden will kein Mensch."

- Johann Nepomuk Nestroy (1801-1862), österreichischer Dramatiker und Schauspieler -

Samstag, Oktober 16, 2010

Heiner, der Geißler

Heiner der Geißler, der alte Fuchs, hat's wirklich drauf. Da hätte die SPD in Baden-Württemberg auch drauf kommen können:

Kompromiss bei Stuttgart 21
Stuttgart. Im Streit um das Projekt Stuttgart 21 zeichnet sich ein Kompromiss ab. Der neue Bahnhof wird nicht gebaut, der alte aber trotzdem abgerissen. Eine unabhängige Studie hat ergeben, Stuttgart brauche keinen Bahnhof. Die Stadt sei so langweilig, hier würde sowieso niemand aussteigen.

Freitag, Oktober 15, 2010

Traumdeutung

Wie hätte Freud es wohl interpretiert, wenn ich träume wie ich ein Flugblatt der Oestrich-Winkeler CDU lese und kurz darauf Raumschiffe aus "Krieg der Welten" angreifen...?!

Donnerstag, Oktober 14, 2010

Bunt statt grau

Heute hatte ich das außerordentliche Vergnügen an den Lippen von Henning Scherf, Bürgermeister a.D. der Hansestadt Bremen, hängen zu dürfen und seinen Ausführungen zum Thema "Älter werden" zu lauschen. Der Genosse Scherf und seine Art und Weise, wie er stets bürgernah, konsens- und sachorientiert Politik betrieb und die Menschen noch heute mit seiner menschlichen Wärme auf Anhieb für sich gewinnt, war und ist für mich immer ein lobenswertes Beispiel und nachahmenswert. Gleiches galt im übrigen auch für die Berichte aus seiner "Generationen-WG", wohlgemerkt ein ebenfalls lobenswertes Beispiel für selbstbestimmtes Leben im Alter.

Mittwoch, Oktober 13, 2010

Türkei (5.-12.10.)

Zum ersten mal in einem Flugzeug sitzend ging es bei beängstigend schöner Aussicht 1,2 via Flughafen Antalya in die Türkei zum wohlverdienten Urlaub in das Le Jardin Hotel in Kemer.

Montag, Oktober 04, 2010

Aus den Gremien

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 4.10.2010

Tagesordnung

Bericht und Anfragen

1) Bericht des Magistrats

2) Beantwortung von Anfragen
Mit einer Anfrage von mir bzgl. der Widersprüche bzw. Einwände im Zuge des Planfeststellungsverfahrens Entlastungsstraße.

Vorlagen aus früheren Sitzungen

3) Bebauuungsplan Nr. 92 "Gewerbegbiet Doosberg/Koeppgleis", Oestrich, hier: Aufstellungsbeschluss
Einstimmig angenommen.

4) Antrag FDP-Fraktion betr. Nachhaltige Energieerzeugung
Einstimmig angenommen.

Neue Anträge von Fraktionen

5) Antrag SPD-Fraktion betr. Kostenbeteiligung Verkehrsuntersuchung Entlastungsstraße

6) Antrag Fraktion B90/Grüne betr. Erhalt Kino Geisenheim
Mit den Stimmen von CDU und FDP abgelehnt, die sich im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit nicht vorstellen können, mit der Nachbarkommune das letzte Kino im Rheingau zu betreiben, falls kein privater Pächter/Investor gefunden werden kann. Ich habe aber wenigstens bei meinem Redebeitrag von meinem ersten Kinofilm "Disneys Oliver & Co." im Geisenheimer Kino erzählt :-)

Neue Vorlagen des Magistrats

7) Einbringung Haushalt 2011
Einstimmig weiter verwiesen an die Fachaussschüsse.

8) Feststellung 2. Nachtragshaushalt 2010
Einstimmig angenommen.

9) Forstwirtschaftspläne 2011
Einstimmig weiter verwiesen an die Fachaussschüsse.

10) Einführung der gesplitteten Abwassergebühr
Einstimmig angenommen, nachdem dies die SPD bereits jahrelang gefordert hatte und nun durch die Rechtsprechung auch bestätigt wurde.

11) Ernennung des Ersten Betriebsleiters Eigenbetrieb Stadtwerke
Herr Roland Repenschläger einstimmig gewählt.

12) Jahresabschluss 2008 Eigenbetrieb Stadtwerke
Einstimmig angenommen.

13) Verlustausgleich Eigenbetrieb Stadtwerke.
Einstimmig angenommen.

14) Neuwahl eines Ortsgerichtsschöffen für das Ortsgericht IV (Mittelheim)
Herr Werner Fischbach einstimmig gewählt.

15) Nachwahl eines Stadtverordneten in die Betriebskommission Baubetriebshof
Herr Udo Lutz einstimmig gewählt.

Samstag, Oktober 02, 2010

Storys from the gasstation

Und so bringt ein kleiner Schnipsel das gesamte iCash-System zum Erliegen...

Nett war aber auch der Mann, der sich eine Autobirne kaufen wollte, zu wenig Geld im Portemonnaie hatte, meinte er würde kurz den Rest holen gehen, in sein Auto stieg und wegfuhr...

Freitag, Oktober 01, 2010

Mit schlechtem Wetter Geld verdienen

Eigentlich eine nette Geschäfts- wie Geschenkidee des Institutes für Meteorologie an der Freien Universität Berlin: Namenspate eines Hoch- oder Tiefdruckgebiets werden...die Tiefdruckgebiete sind im übrigen billiger ;-)