Montag, Januar 31, 2011

Betteln 2.0

Warum sollen Bettler eigentlich nur vor Ort Geld einsammeln und nicht das Spendenpotential auf das Web ausdehnen? Genau das machen Lyndon und Jose aus Portugal. Sie haben mit www.lazybeggers.com eine eigene Webseite und auf ihrer Facebook-Seite folgen ihnen rund 2.500 Fans. Sie sagen dort auch ganz offen, wofür sie das Geld am ehesten einsetzen werden: Bier, Essen, Hundefutter für die beiden Hunde und Reisekosten. Via PayPal sind Spenden möglich. Aber man kann auch nützliche Dinge des Alltags, die man selbst nicht mehr benötigt, wie z.B. neue Schlafsäcke, Rasierklingen oder ein neues bzw. gebrauchtes Notebook den beiden Jungs schenken. Ebenso willkommen sind aber auch Unterkünfte oder eine warme Dusche.

Sonntag, Januar 30, 2011

Eintracht Frankfurt vs. Borussia Mönchengladbach


Stadionsprecher: "Und wir begrüßen 43.700 Fans in der Commerzbankarena..."
Fan: "...DIE IHR GELD ZURÜCK WOLLEN!"

Stadionsprecher (bei einer Auswechslung): "Und wir danken Marco Fenin..."
Fan: "...FÜR WAS DENN?!?"

Gladbach Fans: "VFL!"
Frankfurt-Fans: "*****söhne"
Gladbach Fans: "VFL!"
Frankfurt-Fans: "*****söhne"
(...)


Gemeinsam mit rund 43.000 Fans 1,2 habe ich mir heute in der Commerzbankarena, wo aufgrund dem nahe gelegenen Airport die Flugzeuge nicht fehlen durften, das Spiel der Frankfurter Eintracht gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach angeschaut. Die Stimmung der eingefleischten Fans (siehe oben) war zeitweise deutlich verbesserungswürdig, was aber nicht zuletzt auch an dem Geschehen auf dem Spielfeld und dem hart erkämpften 0:1 gegen den Tabellenletzten zu tun haben könnte ;-)

Samstag, Januar 29, 2011

Wiefelspütz der Woche

Heute in der Rubrik "Wiefelspütz der Woche" (via Abgeordnetenwatch):


Frage zum Thema Inneres und Justiz

Guten Abend Herr Dr. Wiefelspütz,
ich beziehe mich auf Ihre Antwort vom heutigen Tage, dem 15.06.2008.
Was hat der vielzitierte, aber selten gesehene, _internationale_ Terrorismus mit "normaler Polizeiarbeit" zu tun?
Ist Ihnen nicht bekannt (oder bewußt) dass die Polizeiarbeit nicht ohne Grund auf Länderebene übertragen wurde, um den Gefahren zu großer Machtkonzentration (Gestapo, Stasi) nicht zum wiederholten Mal ausgesetzt zu sein?
Wie können Sie es, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Telekom-Spionageaffaire, vertreten dass der unbescholtene Bürger verdachtsunabhängig überwacht werden soll und der Schutz seiner Privatsphäre (Kernbereich) weiter aufgeweicht werden soll?
Soll es wirklich "normal" werden, dass man sich in seinen eigenen vier Wänden nicht mehr ungezwungen verhalten kann, ohne sich ständig reflexartig nach Kameras, Lauschmikrofonen oder staatlichen Spionageprogrammen auf dem Computer umsehen zu müssen?
Mit freundlichen Grüßen


Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz

Sehr geehrter Herr,
für Ihre abwegigen Obsessionen und Vorurteile sind allein Sie verantwortlich.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB

Mittwoch, Januar 26, 2011

Online-Bürgerforum 2011

„Wir starten heute ein Experiment“, sagte Bundespräsident Wulff zum Auftakt einer Fachtagung im Berliner Schloss Bellevue am Montag und eröffnete damit das Online-Bürger Forum 2011. 10.000 zufällig ausgewählte Bürger aus 25 deutschen Städten und Landkreisen sind aufgerufen, ab Mitte März über das Internet Vorschläge zu wichtigen gesellschaftlichen Fragen zu diskutieren. Das Bürger Forum 2011 ist eine Initiative des Bundespräsidenten, noch initiiert von Amtsvorgänger Horst Köhler, der Heinz Nixdorf Stiftung und der Bertelsmann Stiftung. Pro Stadt und Landkreis erarbeiten je 400 Beteiligte Bürgerprogramme, die auf Veranstaltungen vor Ort und auf einer interaktiven Internet-Plattform unter den Teilnehmern diskutiert werden sollen. Die Diskussionen sollen sich sechs großen Themenkomplexen widmen: Bildung, Demographie, Demokratie und Beteiligung, familiäre Lebensformen, Integration, Solidarität und Gerechtigkeit. Die 25 Bürgerprogramme aus den Regionen sollen am Ende in einem Bürgerprogramm zusammengefasst werden. "Unser Anliegen ist es, mehr Bürger in Diskussionsprozesse mit einzubeziehen, sie mit politischen Fragestellungen zu konfrontieren und ihr Interesse an demokratischer Teilhabe zu wecken. Die vielen Diskussionen, Bürgerbegehren und Demonstrationen des vergangenen Jahres sind doch ein deutliches Signal: Die Bürger wollen sich einmischen, sie wollen gefragt und beteiligt werden.“, lobt der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Dr. Gunter Thielen, das Projekt.

So weit so gut klingt das alles recht vernünftig und auf Höhe der Zeit. Spannend bleibt aber abzuwarten, was – ganz mit dem Ex-Kanzler Helmut Kohl gesprochen – am Ende wirklich hinten raus kommt. Ich frage mich, wieso es zwei große Player wie die Heinz Nixdorf- und die Bertelsmann Stiftung braucht, um eine Online-Plattform ins Leben zu rufen, bei der „ausgewählte Teilnehmer“ ein sogenanntes Bürgerprogramm erarbeiten sollen – echte Partizipation sieht meines Erachtens anders aus und erfordert mehr als 10.000 ausgewählte Teilnehmer, die zudem über ein Medium (Internet) interagieren sollen, das einem erheblichen Bevölkerungsteil gar nicht zur Verfügung steht. „Bürger in Diskussionsprozesse mit einzubeziehen, sie mit politischen Fragestellungen zu konfrontieren und ihr Interesse an demokratischer Teilhabe zu wecken“, wie es der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann-Stiftung selbst anspricht und zu Recht die „vielen Diskussionen, Bürgerbegehren und Demonstrationen des vergangenen Jahres“ als abschreckendes Beispiel nennt, zeigen doch deutlich, dass es dazu deutlich mehr bedarf als ein Internetforum unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten einzurichten, Stichwort Stuttgart 21. Wir lassen uns also überraschen, was aus dieser sicher im Grundsatz lobenswerten, aber doch etwas unzureichend umgesetzten Idee am Ende entstehen wird.


Auszug aus der Homepage des Online-Bürgerforums:
"Wo kann ich mich anmelden? - Anmelden kann sich nur, wer angerufen wurde. Einen anderen Weg gibt es leider nicht. Denn das BürgerForum lebt von der Vielfalt der dort vertretenden Meinungen. Damit diese gewährleistet ist, werden die Teilnehmer durch eine Zufallsauswahl per Telefon ermittelt. Die Zusammensetzung der Teilnehmerschaft ist eine große Herausforderung, denn hier treffen politisch interessierte mit eher politikferneren Bürgern zusammen. Wir sind uns sicher: Die Mischung macht′s! (...)"

Dienstag, Januar 25, 2011

Musterstimmzettel

Alles gut! Der Wahlvorschlag der SPD Oestrich-Winkel zur Kommunalwahl wurde fristgerecht eingereicht und alles war formal korrekt, heute bestätigt durch den Wahlausschuss der Stadt Oestrich-Winkel. Und wie man am 27. März 2011 richtig wählt, kann man dem abgebildeten Musterstimmzettel entnehmen.



Montag, Januar 24, 2011

Aus den Gremien

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 24.01.2011

Tagesordnung

Bericht und Anfragen

1) Bericht des Magistrats

2) Beantwortung von Anfragen

Vorlagen aus früheren Sitzungen

3) Antrag SPD-Fraktion betr. Bekämpfung Bahnlärm

4) Vorhabenbezogener Bebauungsplan "Kerbeplatz/Altes Rathaus" - Satzungsbeschluss
Einstimmig von der Tagesordnung abgesetzt und auf die nächste Sitzung verschoben. Wäre auch ein seltsames Zeichen, vor einer Bürgerversammlung, bei der die Meinung der Bevölkerung eingeholt werden soll, einen endgültigen Beschluss zu fassen.

Neue Anträge von Fraktionen

5) Antrag Fraktion B90/Grüne betr. Einführung der gesplitteten Abwassergebühr
Zurückgezogen vom Antragsteller, das Thema wird aber in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses beraten-

Neue Vorlagen des Magistrats

6) Kaufvertrag Winkel, Flur 22, Flurstücke 31/9, 32/1 und 41 mit Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan
Einstimmig von der Tagesordnung abgesetzt und auf die nächste Sitzung verschoben.

7) Einbindung des Mehrgenerationenhauses in eine unselbständige Stiftung
Einstimmig in den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

Sonntag, Januar 23, 2011

Wir gewinnen Hessen!

Der Einladung der hessischen SPD zum Kommunalwahlkampfauftakt mit Sigmar Gabriel waren über 900 Menschen und zahlreiche Ehrengäste in die Hofheimer Stadthalle gefolgt. Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel, der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel, der Landratskandidat der SPD im Main-Taunus-Kreis, Oliver Conz, die Vorsitzende der SPD im Main-Taunus-Kreis, Nancy Faeser sowie der SPD-Bezirksvorsitzende Gernot Grumbach warben für eine gerechtere Gesellschaft, für die es jetzt zu werben gelte.

„Wir kämpfen für das Gemeinwohl, das unterscheidet uns von allen Parteien“, sagte Thorsten Schäfer-Gümbel auf der Veranstaltung des SPD-Bezirks Hessen-Süd. „Wir werden im Kommunalwahlkampf deutlich machen, dass wir für ein anderes Gesellschaftsmodell stehen, das auf Solidarität, Zusammenhalt und Gerechtigkeit anstatt auf Ellbogen setzt.“ Der schwarz-gelben Landesregierung war er erneut Kommunalfeindlichkeit vor. Die von ihr beschlossenen Kürzungen in Höhe von 360 Millionen Euro führten dazu, dass die Handlungsfähigkeit der Kommunen auf dem Spiel stehe. Den Kommunen fehle das Geld, um ihren Aufgaben bei Bildung und Arbeit zu erfüllen, um Feuerwehren und Schwimmbäder zu betreiben.

Auch der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel kritisierte die steigende Ungerechtigkeit in Deutschland und rief dazu auf, die SPD bei der Kommunalwahl am 27. März wieder zur stärksten Kraft zu machen. Die Bundesregierung liefere immer wieder neue Beweise dafür, wie sie „das Land spaltet, die Falschen bedient und die Mehrheit belastet.“

Samstag, Januar 22, 2011

Wiefelspütz der Woche

Heute in der Rubrik "Wiefelspütz der Woche" (via Abgeordnetenwatch):


Frage zum Thema Inneres und Justiz

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,
mit größtem Erstaunen und einer gehörigen Portion von Fassungslosigkeit habe ich Ihre Antworten in Bezug auf die "Reform" des BKA-Gesetzes gelesen. Meine Frage:
Wenn das stimmt, was Sie behaupten in Bezug auf unseren so tollen Rechtsstaat, warum gibt es dann so viele Beschwerden von Bundesbürgern vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte?
Wohl gemerkt, da geht es nicht mehr nur um die üblich gewordene Rechtsbeugung (nach dem Motto des Sächs. Landtagsabgeordneten: Was interessiert uns die Verfassung, wir haben die Mehrheit!), da geht es um
M e n s c h e n r e c h t e Herr Doktor!
Mit fragenden Grüßen
C.Köberle


Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz:

Sehr geehrte Frau Köberle,
es fehlt Ihnen an Respekt. Suchen Sie sich einen anderen Gesprächspartner.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB

Freitag, Januar 21, 2011

Rationalisierung

"Wir sind schon ein merkwürdiges Volk, wenn wir mit Freude Maschinen bedienen, aber jedes Lächeln gefriert, wenn es sich um die Bedienung von Menschen handelt."

- Roman Herzog (*1934), deutscher CDU-Politiker, Bundespräsident 1994-1999 -

Donnerstag, Januar 20, 2011

13 Hinweise für den politischen Aufstieg

Geklaut bei MdB Jakob-Maria Mierscheid.

13 Hinweise für den politischen Aufstieg
  1. Nehme eine nicht übermäßig bekannte Forderung aus der Koalitionsvereinbarung
  2. Formuliere sie um und wende sie gegen Partei und Fraktion
  3. Informiere die Presse
  4. Kündige ein Schreiben an deinen Vorsitzenden an
  5. Gib Interviews, am besten am Wochenende
  6. Schicke den Brief ab, wenn ausreichend über ihn berichtet wurde
  7. Lasse deine Initiative von irgend jemanden öffentlich kritisieren, damit sie bekannter wird
  8. Kritisiere die Fraktion öffentlich, dass sie noch nicht längst initiativ geworden ist
  9. Schweige in der Fraktion
  10. Rede mit der Presse
  11. Drohe mit abweichendem Stimmverhalten, wenn deine Forderung nicht sofort und ohne jede Änderung beschlossen wird
  12. Gehe in die zuständige Arbeitsgruppe der Fraktion, komme zu spät, melde dich sofort zu Wort und gehe wieder, bevor dir irgend jemand antworten kann
  13. Beklage die schlechte Information durch die Fraktionsführung und distanziere dich im Wahlkreis von ihr.

    Und überhaupt:Besuche viele Talkshows, übergehe Details, zeige grundsätzliches Betroffensein, beklage mangelndes Gehör der einzelnen Abgeordneten und die Koalition überhaupt.

Mittwoch, Januar 19, 2011

Cannes Lions 2010

Im altehrwürdigen Audimax der Johannes Gutenberg Universität Mainz rollte die Studenteninitative communicate! wieder den roten Teppich aus und hatte zur Nacht der Löwen geladen und präsentierten die Cannes Lions - das bedeutendste Werbefilmfestival der Welt - bei dem jährlich die international witzigsten, spritzigsten, spannendsten, gelungensten und schrillsten Werbespots mit den Löwen von Cannes prämiert werden. Zudem gab Jens Erichsen, Managing Director der Media-Agentur "Carat" und Jurymitglied bei den diesjährigen Cannes Lions, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Awardshow. Die Highlights der Verleihung 2010 kann man sich hier anschauen, meine persönlichen Favoriten sind die Kampagne von Yellow, Canon und Gatorade.

Dienstag, Januar 18, 2011

Montag, Januar 17, 2011

Senatswahlan an der Johannes Gutenberg Universität Mainz (18.-19.1.13)

Wahlaufruf der Juso-Hochschulgruppe zu den Senatswahlen 2011 der Uni Mainz

Am 18. und 19. Januar wird ein neuer Senat der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gewählt. In der laufenden Legislaturperiode haben die beiden Senatsmitglieder der Juso-Hochschulgruppe wieder eine Menge bewegt: Ob bei der Reform des Bachelors, beim Kampf für einen Master ohne Zugangsbeschränkungen, der Verbesserung von JoGuSTiNe oder der Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Fachbereich für Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft in Germersheim - die Juso-Hochschulgruppe war die treibende Kraft im Senat.
Wir möchten diese Arbeit in der nächsten Legislaturperiode gern fortsetzen. Folgende Schwerpunktthemen haben wir uns dabei gesetzt:

  • Die Reform des Bachelor muss weiter vorangetrieben werden: Der Notendruck muss vor allen Dingen in den ersten Semestern genommen werden. Auch alternative Prüfungsformen (wie z.B. Gruppengespräche oder Essays) müssen endlich an der Uni Mainz in umfassendere Form Einzug halten.
  • Wir brauchen einen Master ohne Zugangsbeschränkungen: Das neue Hochschulgesetz schreibt vor, dass Zugangsbeschränkungen bei den einzelnen Masterstudiengängen gesondert begründet werden müssen. Auch die Uni Mainz muss sich daran halten und darf nicht willkürlich eine Mindestnote von 2,5 als Zugangskriterium festlegen.
  • JoGuStiNe darf kein Unwort bleiben: Die über 100 Punkte lange JoGuSTiNe-Problemliste muss endlich abgearbeitet werden. Die Uni-Leitung darf auch nicht vor dem JoGuSTiNe-Hersteller Datenlotsen weiter zurückstecken, sondern muss die Probleme offensiv angehen.
  • Die Uni-Verwaltung muss studierendenfreundlicher werden: Wir setzen uns für mehr Sprechstunden von Dozenten und studierendenfreundlicheren Öffnungszeiten von BAföG-Amt, HiWi-Büro und Studierendenservicecenter ein.
Bitte hilf mit, dass wir diese Ziele realisieren können. Geh' am 18. und 19. Januar wählen und gib deine Stimme der Juso-Hochschulgruppe (Liste 2).

Unser gesamtes Programm, unsere Kandidatinnen und Kandidaten sowie weitere Informationen zur Wahl und weitere Möglichkeiten, uns zu unterstützen, findest du unter
www.jhg-mz.de!

Sonntag, Januar 16, 2011

Schloss Vollrads


Wie dieser SONNtag mal wieder beweist: Am schönsten ists und bleibts immer noch im Rheingau. Heute mit der unverwechselbaren Aussicht von Schloss Vollrads, dem ehemaligen Sitz der Familie Greiffenclau, die von hier Jahrhunderte lang den Weg in den Rheingau auf sich nahmen. Den Kern des heutigen Schlosses bildet ein als Wasserburg errichteter Wohnturm, der von einem Teich umgeben und daher nur über eine Brücke zu erreichen ist.
1684 wurde das heutige zweiflügelige Herrenhaus (damals 2-geschossig) von Georg Phillip Greiffenclau von Vollrads neben dem Turm erbaut. 1907/1908 nahm Gräfin Clara Matuschka-Greiffenclau Umbauten vor. Sie ließ den Südtrakt des Herrenhauses um ein drittes Stockwerk erhöhen, zwei Türme mit Zwiebelhauben anbauen, die Terrassen erweitern und den Erker am Donjon ebenfalls aufstocken. Ab 1935 war Richard Graf Matuschka-Greiffenclau, der spätere Präsident und Ehrenpräsident des Deutschen Weinbauverbandes und Landtagsabgeordneter, Gutsherr auf Schloss Vollrads. 1975 übernahm Erwein Matuschka Greiffenclau den hoch verschuldeten Besitz. Allerdings gelang es ihm nicht, den Besitz finanziell zu sanieren. Als die Hausbank die Eröffnung des Konkursverfahrens über den Besitz beschloss, nahm sich der Vorsitzende des VDP-Rheingau 1997 das Leben. Seitdem gehört der Besitz der Nassauischen Sparkasse, die das Schloss mit seinen Weinbergen und einem Restaurant bewirtschaftet. Schloss Vollrads nimmt heute den Superlativ ältestes Weingut Deutschlands für sich in Anspruch. Weinbau in der heutigen Rheingauer Einzellage Schlossberg wurde bereits im frühen Mittelalter dokumentiert.
Quelle: wikipedia

Freitag, Januar 14, 2011

betahaus

Ein wie ich finde ideales Konzept für Existenzgründer und solche die das schon hinter sich haben oder noch vor sich haben: das "betahaus". Was verbirgt sich dahinter?

In einem sogenannten "betahaus" können Menschen entweder Vollzeit oder Teilzeit arbeiten, Meetingräume nutzen oder einfach nur ihre Post abholen. Es richtet sich an Menschen, die einen flexiblen Arbeitsplatz in einer kollaborativen Arbeitsatmosphäre benötigen. Viele der betahaus-Nutzer arbeiten laut Angabe des Betreibers selbständig, möchten aber beispielsweise nicht alleine zu Hause zu sitzen und in der Isolation an ihren Projekten arbeiten. Andere sind auf der Suche nach Synergien, um größere Projekte stemmen zu können. Wieder andere haben gerade ein Start-up gegründet und brauchen eine flexibele Möglichkeit zu wachsen.

"Werte werden nicht mehr in klassischen Büros geschaffen. Wertschöpfung findet statt an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, in wechselnden Teamkonstellationen und ohne Festanstellung. Diese neue Art der Arbeit sucht ständig nach neuen realen und virtuellen Orten. Benötigt werden offene, digital vernetzte und kollaborative Arbeitsorte, die flexibel sind und als Inkubationsplattform für Netzwerk, Innovation und Produktion dienen."

Das betahaus ist also ein Arbeitsraum. Es ist eine Plattform, die den Ansprüchen von unabhängigen Kreativen und Wissensarbeitern gerecht wird und ihre Möglichkeiten erweitert. In einer Mischung aus entspannter Kaffeehaus-Atmosphäre und konzentriertem Arbeitsumfeld wird Raum zwischen Arbeit und Privatsphäre gelegt, in der Innovation und Kreativität gefördert werden.

Das erste betahaus wurde in Berlin eröffnet (in Kreuzberg direkt am Moritzplatz, Prinzessinnenstraße 19-20). Dort bieten rund 1000 qm Platz für Innovation, Kreativität und professionelles Arbeiten. Es gibt WLAN, fixe und flexible Arbeitsplätze, Meetingräume, ein Telefonzimmer sowie das betahaus|café. Seit 1. April 2009 arbeiten hier rund 120 Freiberufler aus der Kreativszene: Grafiker, Programmierer, Fotografen, Architekten, Designer, Startups, eine Konzertagentur, Buchhalter, Akademiker, Rechtsanwälte, NGO’s, Übersetzer, Videokünstler, Journalisten und Blogger.

Führungen durchs Haus finden regelmäßig statt. Und Wer mal “Probearbeiten” möchte, löst einfach ein Probeticket für 5 €.

Dienstag, Januar 11, 2011

Ehrenamtspreis der SPD Hessen-Süd

Auch wenn es nicht ganz für den ersten Platz beim Ehrenamtspreis der SPD Hessen-Süd gereicht hat, waren immerhin zwei von der SPD Oestrich-Winkel vorgeschlagene Vereine, nämlich das Showorchester Rheingau-Mitte und die Turngemeinde Winkel, bei der Endausscheidung dabei und damit unter den ersten zehn von insgesamt knapp 70 Nominierten. Herzlichen Glückwunsch!

Ausgezeichnetes Engagement
Die SPD Hessen-Süd hat am 9. Januar den Ehrenamtspreis für herausragendes freiwilliges Engagement verliehen. Die stellvertretende Parteivorsitzende Manuela Schwesig und der Bezirksvorsitzende Gernot Grumbach zeichneten die „Ukrainehilfe Breitscheid“ in der Kategorie „Gruppen“ und Zamira Benjelloun als Einzelperson in Frankfurt mit dem Preis aus.
Zamira Benjelloun, Steuerfachangestellte aus Frankfurt, erhielt den Preis für ihr Projekt „Internationaler Verein für Kinder und ihre Familien“ (IVKF) in der Frankfurter Nordweststadt. Das Projekt, welches die gläubige Muslima mit marokkanischen Wurzeln im Jahr 2007 gegründet und dessen Vorsitz sie inne hat, kümmert sich um die soziale Integration, Chancengleichheit und die Verbesserung der interkulturellen Kommunikation. Es ist eng im Quartiersmanagement der Frankfurter Nordweststadt eingebunden.
Die als Arbeitskreis in der ökumenischen „St.Laurentius-Bruderschaft“ verankerte „Ukrainehilfe Breitscheid“ aus dem Lahn-Dill-Kreis fährt bereits seit 1992 Hilfstransporte in die Ukraine und seit 2003 auch nach Rumänien. Insgesamt fünf Projekte unterstützt die „Ukrainehilfe Breitscheid“ derzeit, vor allem Randgruppen, die vom gesellschaftlichen Leben oder Unterstützung völlig abgeschnitten sind: Straßenkinder, Pflegebedürftige, Behinderte. Unter den unterstützten Projekten befindet sich ein Internat für hörgeschädigte Kinder und eine Psychiatrie im ukrainischen Pidkamin.
In der Kategorie „Gruppen“ wurden daneben auch die Ehrenamtskulturverein „Ehrenamt für Darmstadt“, der Arbeitskreis „Kommunales Kino“ Wald-Michelbach, das Stadteilinformationsbüro „Initiative Zukunft“ aus Frankfurt-Bockenheim und der Hospizverein Alsfeld besonders gewürdigt. Hans-Jürgen Birkholz (Nauheim), Magda Runte-Krajnovic (Wächtersbach), Marianne Zimmer (Schotten) und Heike Bickel (Bad Homburg) wurden als Einzelpersonen für ihr ehrenamtliches Engagement lobend erwähnt.
Den Preis hatte der SPD Bezirk Hessen-Süd erstmals ausgeschrieben, um das ehrenamtliche Engagement zu fördern und zu würdigen. Aus rund 60 Vorschlägen hatte die Jury, der Sylvia Schenk, Nadia Qani, Dieter Eckhardt, Patrick Koch, die Bundestagsabgeordneten Uta Zapf und Gerold Reichenbach sowie Gernot Grumbach angehören, die Preisträger ausgewählt.

Sonntag, Januar 09, 2011

Wiefelspütz der Woche

Heute in der Rubrik "Wiefelspütz der Woche" (via Abgeordnetenwatch):


Frage zum Thema Finanzen

Thema: Cross Border Leasing
Was sagen Sie dazu, daß sich deutsche Städte auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers bereichern?


Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz:

Sehr geehrter Herr ,
ich beantworte keine Fragen, die weder eine Anrede noch eine Grußformel enthalten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB

Samstag, Januar 08, 2011

Oestrich-Winkel-Umfrage: SPD fragt die Bürger

Stadtweite Umfrage / "Denn Ihre Meinung ist uns wichtig!"

Im Rahmen der an alle Oestrich-Winkeler Haushalte verteilten "Oestrich-Winkel-Umfrage" im „Ortsgespräch“, der Zeitung der Oestrich-Winkeler SPD, haben die Sozialdemokraten kurz vor Weihnachten alle Bürger nach ihrer Meinung zu mehreren Sachthemen befragt. Unter anderem wurde in der Umfrage nach der Kerbeplatzbebauung, der Verkehrssituation, dem städtischen Haushaltswesen, einem Bürgerhaushalt und den Familien- und Freizeitangeboten in der Stadt gefragt. Die Oestrich-Winkeler SPD möchte diese Ergebnisse in ihre politische Arbeit und auch in das Kommunalwahlprogramm einfließen lassen. „Wir fragen lieber die Bürger, bevor wir über ihre Köpfe hinweg entscheiden“, erklärt der SPD-Vorsitzende Carsten Sinß das Motto dieser nicht alltäglichen Aktion.
Aufgrund des bisher großen Rücklaufs bietet die SPD Oestrich-Winkel nun auch an, den Fragebogen auf deren Homepage www.spd-oestrich-winkel.de herunterzuladen oder direkt online auszufüllen. Die SPD erhofft sich so noch mehr Stimmungen aus der Bevölkerung auffangen zu können.

Montag, Januar 03, 2011

Starlight Express / Bochum (2.-3.1.11)

Zwecks Einlösung des diesjährigen "Weihnachtsgeldes" meines Arbeitgebers ging es für zwei Tage nach Bochum, um dort vor allem Andrew Lloyd Webbers weltberühmtes und "rasantestes Musical des universums", "Starlight Express", im eigens dafür errichteten Theater mit aufwendigen Requisiten im Außen- und Innenbereich 1,2 zu besuchen.

Unweit des Bochumer Rathauses und der 115 Tonnen schweren Glocke von der Weltausstellung in Paris 1867 kann man allerdings von keiner sauberhaften Stadt sprechen, was freilich nicht für Bochums berühmteste Pommesbude "Dönninghaus" gilt, bei der selbst die bekannten Ruhrcops Toto und Harry regelmäßig einkehren.

Sonntag, Januar 02, 2011

Linden-Theater

Meinen ersten Kinofilm 1988 (Disneys Oliver & Co.) und zahlreiche weitere Kinofilme habe ich mir im Lindentheater Geisenheim angeschaut. Damals, 1988, war Manfred Ellmauer, langjähriger Inhaber des Geisenheimer Lindentheaters, schon 30 Jahre in diesem Kino zu Gange. Zum Jahreswechsel hat er den Staffelstab nun weiter gegeben aus gesundheitlichen Gründen. Und wäre das für den Rheingau und sein mittlerweile letztes Kino nicht schon besonders genug, wird das Kino nun vom St. Vincenzstift Aulhausen und somit überwiegend von Menschen mit Behinderung betrieben, die somit einen Arbeitsplatz mitten in der Gesellschaft erhalten und in diese integriert werden.

Samstag, Januar 01, 2011

Das wird 2011

  • Kommunalwahl 2011 (Kandidatur für die Oestrich-Winkeler Stadtverordnetenversammlung und den Kreistag des Rheingau-Taunus-Kreises, außerdem Landratswahl)
  • Beginn Diplomarbeit
  • Keine Fingernägel mehr kauen!
  • Mit den Fingern schnipsen lernen
  • Umzug in die eigene Wohnung
  • Bochum (Starlight Express)
  • Bootsführerschein
  • Berlin
  • Reisen...
  • Navigationsgerät
  • Angelschein
  • weniger Politik, mehr Uni, mehr Ping Pong