Montag, Juni 25, 2012

Jusos: CDU schießt sich selbst ins Abseits

„An Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten“ Die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag möchte eine Aktuelle Stunde zum Thema „Hessen fiebert bei der EM: Patriotismus und Unterstützung der deutschen Nationalmannschaft schließen sich nicht aus“ beantragen. Dazu erklärt Carsten Sinß, Vorsitzender der südhessischen Jusos:

Was sich die hessische CDU erlaubt, ist an Peinlichkeit mittlerweile nicht mehr zu überbieten. Zunächst musste das Land Hessen über ein Jahrzehnt die Politik von Ministerpräsident Roland Koch ertragen. An ihm konnte man sich aber zumindest noch politisch abarbeiten. Die politische Arbeit haben dessen Nachfolger Volker Bouffier und seine hessische CDU allerdings seit geraumer Zeit eingestellt. Dem nicht genug soll sich nun aber der hessische Landtag nicht etwa mit wichtigen Fragen wie dem Wirtschaftsstandort Hessen, der Energiewende oder einer echten Bildungsoffensive, sondern mit Fußball beschäftigen. Die CDU möchte so, offensichtlich motiviert durch die Äußerungen einzelner Fußballspaßbremsen, in alter pawlowscher Manier einen PR-Gag landen und mit der Patriotismuskarte von der eigenen Tatenlosigkeit bzw. der Tatenlosigkeit der von ihr getragenen Landesregierung ablenken und sich zudem noch im Erfolg anderer sonnen. Damit schießt sich die CDU aber sprichwörtlich selbst ins Abseits. Denn wer der deutschen Nationalmannschaft für den restlichen Verlauf des EM-Turniers die Daumen drückt oder nicht, bleibt gefälligst den Bürgern selbst überlassen und ist keine Frage, mit der sich die hessischen Landtagsabgeordneten zu beschäftigen haben, die von Steuergeldern bezahlt werden. Wir Jusos drücken der deutschen Nationalmannschaft die Daumen und freuen uns über ihre Leistung als Integrationsmotor in Deutschland. Vor allem drücken wir aber die Daumen, dass es bald keine CDU-geführte Landesregierung mehr gibt.

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