Donnerstag, Februar 28, 2013

Laternengestaltung


Mittwoch, Februar 27, 2013

Das Auto rollt weg

Ein paar mal habe ich davon schon gelesen, des öfteren habe ich darüber in Comics oder Komödien geschmunzelt bzw. den kopf geschüttelt, nun ist es mir selbst passiert und ich musste meinem wegrollenden Auto hinterherlaufen, weil Leerlauf und unzureichend gezogene Handbremse im Hang nur bedingt für Standfestigkeit sorgen -.-

Dienstag, Februar 26, 2013

Ich bin Mittäter

Alexander Gajic schildert in seinem Blog sehr treffend den Wahnsinn bei der Vergabe deutscher Filmtitel...


Kassel, Herbst 2001. Mein Chef hat mich freundlicherweise mitgenommen auf die Tradeshow der Filmverleiher, auf der den Kinobesitzern die möglichen Hits der nächsten Monate vorgestellt werden. Highlight Film stellt dort den Film Serendipity mit John Cusack und Kate Beckinsale vor, eine romantische Komödie, die ihren Titel im Trailer erklärt.

When Love Feels Like Magic, It’s called Destiny. When Destiny Has A Sense of Humor, It’s Called Serendipity.

“Wir suchen übrigens noch einen deutschen Titel”, heißt es nach dem Trailer aus der Richtung der Verleiher. Klar, “Serendipity” ist für Deutsche nicht nur ein Zugenbrecher, es lässt sich auch nicht direkt übersetzen. “Glücklicher Zufall”, vielleicht, aber dem fehlt dieser besondere, fröhlich klimpernde Klang des Wortes. Ich schlage “Ironie des Zufalls” vor, auch eine eher schwache Idee. Am Ende kommt der Film ein halbes Jahr später als Weil es dich gibt in die Kinos. Love, Magic, Destiny, Humor – und ein fröhlich klimperndes Wort ausgemerzt zugunsten einer hohlen Grußkartenformel. Man kann deutsche Filmtitel nur hassen.

Mainz, Jahresanfang 2013. Im März zeigt 3sat eine ambitionierte Filmreihe über die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen in islamischen Ländern. Die Filmredaktion hat zwei Spielfilme beigesteuert, für die ich als Redakteur fungiere. Für Leila Kilanis faszinierenden Genremix Sur la Planche suchen wir in der Redaktionskonferenz einen deutschen Titel. “Sur La Planche” bedeutet “auf der Planke”, “auf dem Sprungbrett”, vor der Entscheidung in ein neues Leben zu springen oder in den Abgrund zu fallen – so sieht Badia, die Hauptfigur des Films, sich selbst. Der englische Festivaltitel lautet “On the Edge”. Eine deutsche Entsprechung wäre vielleicht “Auf Messsers Schneide” oder “Auf dem Sprung”. Wir diskutieren angeregt und immer wieder fällt das Argument, dass der Film herausstechen, dass der Titel etwas aussagen muss. Am Ende entscheiden wir uns, auch mit meiner Stimme, für den Titel Nachts in Tanger.

Die spannungsgeladene Lebensentscheidung einer jungen Frau, geopfert zugunsten eines Titels, der Mysterien und einen exotischen Schauplatz verheißt (beides bietet der Film übrigens auch tatsächlich). Deutsche Filmtitel, das Geschmeiß der internationalen Filmlandschaft.

Ich bin Mittäter. Ich bin mit dafür verantwortlich, dass bei der Übertragung von Originaltiteln für die deutsche Vermarktung hässliche Kompromisse eingegangen werden. Und das obwohl ich jahrelang nichts anderes gemacht habe, als auf deutsche Titel zu schimpfen. Ich hatte sogar mal mit einem Kollegen überlegt, ein Buch mit den “100 bescheuertsten deutschen Filmtiteln” herauszugeben – von den Schauspieler/Figur-vertauschenden Entgleisungen der sechziger Jahre (Frankie und seine Spießgesellen), über die (häufig mehrfachen) Sinnentstellungen des B-Movie und Direct-To-Video-Marktes, bis hin zum nouveau-anglais der 2000er, in denen englischsprachige Filme einen anderen englischen Titel bekommen und so aus Rabbit-Proof Fence in Deutschland Long Walk Home wird.

Kein Wunder, dass Woody Allen sich in seine Verträge schreiben lässt, dass die Titel seiner Filme im Ausland nicht geändert werden dürfen. Und ebenso kein Wunder, dass im Sinne internationalen Markenerhalts immer mehr große Filme einfach ihren Originaltitel behalten. Das Ergebnis: Zuschauer, die auch nicht so richtig wissen, was der Filmtitel eigentlich bedeutet (sogar ich mit meinem Magister in Anglistik musste mir Zero Dark Thirty erklären lassen) und sich an der Kinokasse die Zunge verrenken.
Aber ist das nicht immer noch besser, als der sonst übliche Krampf, bei dem oberstes Gesetz ist, dass schon der Titel des Films nur eine mögliche Assoziation zulässt, die dem Zuschauer jedes eigenständige Denken abnimmt. Bridesmaids mit “Brautjungfern” zu übersetzen kommt nicht in die Tüte, nur Brautalarm schreit laut genug KOMÖDIE!!!! – auch noch, wenn der Film aus den Kinos ist und beim Blättern in der Videothek oder der Fernsehzeitschrift gefunden werden soll. Am meisten lache ich mir immer ins Fäustchen, wenn sich Titelentscheidungen im Nachhinein als dumm herausstellen, und Dan Browns Buch in Deutschland als “Sakrileg” erscheint (denn Bahnhofsbuchhandlungs-Thriller dürfen immer nur reißerische Ein-Wort-Titel haben – oder brauchen, wie Terry Pratchett schon festgestellt hat, mindestens einen griechischen Buchstaben im Titel), dann aber als “Da Vinci Code” ein globales Phänomen wird und der Film quasi mit zwei Titeln ins Kino kommen muss.

Dabei wird uns Deutschen doch mit unseren eigenen Filmtiteln viel mehr eigenes Denkvermögen zugetraut. Selbst bei Keinohrhasen würde doch nicht sofort jeder an eine romantische Komödie denken, es ist einfach ein clever klingendes Wort, das Interesse weckt (soviel muss man dem Film schon zugestehen). Schutzengel (um mal im Schweigerversum zu bleiben) könnte genau so gut ein Liebesdrama im Rettungssanitäter-Milieu sein wie ein Thriller über einen Ex-Cop und seine Tochter. Wäre der Film ein englischer und hieße “Guardian Angel”, hieße er in Deutschland sicher “Der Guardian” (weil das härter klingt) oder er würde einen markigen Untertitel wie “- er lässt dich nicht allein” bekommen (man denke an The Rock – Fels der Entscheidung). Bestimmte Phrasen stehen für alle Genres ja auch schon readymade zur Verfügung, “… zum Verlieben” für Romantik und “… zum Knutschen” für Komödien, zum Beispiel.

Und doch: ich kann die Denke dahinter verstehen, weil ich inzwischen in der gleichen Situation war. Nachts in Tanger erweckt einfach mehr Aufmerksamkeit als “Auf dem Sprung”, ein Filmtitel, hinter dem alles und nichts stecken kann. Und ich möchte ja, dass diese Perle von einem Film, in dessen Akquise und Bearbeitung viel Mühe geflossen ist, gefunden und geschaut wird. Denn Wörtlichkeit in der Übersetzung ist auch gar nicht das, worauf es ankommt – jeder der mal übersetzt hat, wird mir da hoffentlich zustimmen. Vielleicht gibt es ja einen Mittelweg, in dem man sich Freiheiten erlaubt, aber sein Publikum trotzdem nicht restlos für dumm verkauft. Ich hoffe, dass mir das mit Nachts in Tanger gelungen ist.

Die 3sat-Filmreihe “Frauen im Islam” startet am 3. März. Nachts in Tanger läuft am 7. März um 22.25 Uhr, im arabischen Original mit deutschen Untertiteln.

Montag, Februar 25, 2013

And the Oscar goes to...

Heute nacht ist es soweit: Bei den 85. Oscar-Verleihungen (offiziell: Academy Awards ) stolzieren die Stars und Sternchen wieder in feiner Abendgarderobe den Catwalk entlang und ich gebe im Vorfeld meine in kursiv kenntlich gemachten persönlichen Tipps ab (freilich ist an manchen Stellen mehr der Wunsch Vater des Gedanken, zumal ich an manchen Stellen mangels Kenntnis der Filme rein ins Blaue hinein einen Tipp abgeben kann), um sie dann morgen mit den tatsächlichen Gewinnern in fett abzugleichen.

Nachtrag: Meine Quote lag dieses Jahr bei 37,5% (9/24).


Bester Film
  • Argo – Grant Heslov, Ben Affleck, George Clooney
  • Beasts of the Southern Wild – Dan Janvey, Josh Penn, Michael Gottwald
  • Django Unchained – Stacey Sher, Reginald Hudlin, Pilar Savone
  • Liebe (Amour) – Margaret Ménégoz, Stefan Arndt, Veit Heiduschka, Michael Katz
  • Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – Gil Netter, Ang Lee, David Womark
  • Lincoln – Steven Spielberg, Kathleen Kennedy
  • Les Misérables – Tim Bevan, Eric Fellner, Debra Hayward, Cameron Mackintosh
  • Silver Linings (Silver Linings Playbook) – Donna Gigliotti, Bruce Cohen, Jonathan Gordon
  • Zero Dark Thirty – Mark Boal, Kathryn Bigelow, Megan Ellison

Beste Regie
  • Ang Lee – Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi)
  • Michael Haneke – Liebe (Amour)
  • David O. Russell – Silver Linings (Silver Linings Playbook)
  • Steven Spielberg – Lincoln
  • Benh Zeitlin – Beasts of the Southern Wild

Bester Hauptdarsteller
  • Daniel Day-Lewis – Lincoln
  • Bradley Cooper – Silver Linings (Silver Linings Playbook)
  • Hugh Jackman – Les Misérables
  • Joaquín Phoenix – The Master
  • Denzel Washington – Flight

Beste Hauptdarstellerin
  • Jennifer Lawrence – Silver Linings (Silver Linings Playbook)
  • Jessica Chastain – Zero Dark Thirty
  • Emmanuelle Riva – Liebe (Amour)
  • Quvenzhané Wallis – Beasts of the Southern Wild
  • Naomi Watts – The Impossible

Bester Nebendarsteller
  • Christoph Waltz – Django Unchained
  • Alan Arkin – Argo
  • Robert De Niro – Silver Linings (Silver Linings Playbook)
  • Philip Seymour Hoffman – The Master
  • Tommy Lee Jones – Lincoln

Beste Nebendarstellerin
  • Anne Hathaway – Les Misérables
  • Amy Adams – The Master
  • Sally Field – Lincoln
  • Helen Hunt – The Sessions – Wenn Worte berühren (The Sessions)
  • Jacki Weaver – Silver Linings (Silver Linings Playbook)

Bestes Originaldrehbuch
  • Django Unchained – Quentin Tarantino
  • Liebe (Amour) – Michael Haneke
  • Flight – John Gatins
  • Moonrise Kingdom – Wes Anderson, Roman Coppola
  • Zero Dark Thirty – Mark Boal

Bestes adaptiertes Drehbuch
  • Argo – Chris Terrio
  • Beasts of the Southern Wild – Lucy Alibar, Benh Zeitlin
  • Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – David Magee
  • Lincoln – Tony Kushner
  • Silver Linings (Silver Linings Playbook) – David O. Russell

Bester Animationsfilm
  • Merida – Legende der Highlands (Brave) – Mark Andrews, Brenda Chapman
  • Frankenweenie – Tim Burton
  • ParaNorman – Sam Fell, Chris Butler
  • Die Piraten! – Ein Haufen merkwürdiger Typen (The Pirates! Band of Misfits) – Peter Lord
  • Ralph reichts (Wreck-It Ralph) – Rich Moore

Bester fremdsprachiger Film
  • Liebe (Amour) – Österreich (Regie: Michael Haneke)
  • Die Königin und der Leibarzt (En kongelig affære) – Dänemark (Regie: Nikolaj Arcel)
  • Kon-Tiki – Norwegen (Regie: Joachim Rønning und Espen Sandberg)
  • No – Chile (Regie: Pablo Larraín)
  • Rebelle (War Witch) – Kanada (Regie: Kim Nguyen)

Bester animierter Kurzfilm
  • Im Flug erobert (Paperman) – John Kahrs
  • Adam and Dog – Minkyu Lee
  • Fresh Guacamole – PES
  • Head Over Heels – Timothy Reckart, Fodhla Cronin O’Reilly
  • Der längste Kita-Tag (The Longest Daycare) – David Silverman

Bester Kurzfilm
  • Curfew – Shawn Christensen
  • Asad – Bryan Buckley, Mino Jarjoura
  • Buzkashi Boys – Sam French, Ariel Nasr
  • Death of a Shadow – Tom Van Avermaet, Ellen De Waele
  • Henry – Yan England

Bestes Szenenbild
  • Lincoln – Rick Carter, Jim Erickson
  • Anna Karenina – Sarah Greenwood, Katie Spencer
  • Der Hobbit – Eine unerwartete Reise (The Hobbit: An Unexpected Journey) – Dan Hennah, Ra Vincent, Simon Bright
  • Les Misérables – Eve Stewart, Anna Lynch-Robinson
  • Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – David Gropman, Anna Pinnock

Beste Kamera
  • Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – Claudio Miranda
  • Anna Karenina – Seamus McGarvey
  • Django Unchained – Robert Richardson
  • Lincoln – Janusz Kamiński
  • James Bond 007: Skyfall (Skyfall) – Roger Deakins

Bestes Kostümdesign
  • Anna Karenina – Jacqueline Durran
  • Les Misérables – Paco Delgado
  • Lincoln – Joanna Johnston
  • Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen (Mirror Mirror) – Eiko Ishioka
  • Snow White and the Huntsman – Colleen Atwood

Bester Dokumentarfilm
  • Searching for Sugar Man – Malik Bendjelloul, Simon Chinn
  • 5 Broken Cameras – Emad Burnat, Guy Davidi
  • Töte zuerst – Der israelische Geheimdienst (The Gatekeepers) – Dror Moreh, Philippa Kowarsky, Estelle Fialon
  • How to Survive a Plague – David France, Howard Gertler
  • The Invisible War – Kirby Dick, Amy Ziering

Bester Dokumentar-Kurzfilm
  • Inocente – Sean Fine, Andrea Nix Fine
  • Kings Point – Sari Gilman, Jedd Wider
  • Mondays at Racine – Cynthia Wade, Robin Honan
  • Open Heart – Kief Davidson, Cori Shepherd Stern
  • Redemption – Jon Alpert, Matthew O'Neill

Bester Schnitt
  • Argo – William Goldenberg
  • Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – Tim Squyres
  • Lincoln – Michael Kahn
  • Silver Linings (Silver Linings Playbook) – Jay Cassidy, Crispin Struthers
  • Zero Dark Thirty – Dylan Tichenor, William Goldenberg

Bestes Make-up und beste Frisuren
  • Les Misérables – Lisa Westcott, Julie Dartnell
  • Hitchcock – Howard Berger, Peter Montagna, Martin Samuel
  • Der Hobbit – Eine unerwartete Reise (The Hobbit: An Unexpected Journey) – Peter Swords King, Rick Findlater, Tami Lane

Beste Filmmusik
  • Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – Mychael Danna
  • Anna Karenina – Dario Marianelli
  • Argo – Alexandre Desplat
  • Lincoln – John Williams
  • James Bond 007: Skyfall (Skyfall) – Thomas Newman

Bester Filmsong
  • Skyfall aus James Bond 007: Skyfall (Skyfall) – Adele Adkins, Paul Epworth
  • Before My Time aus Chasing Ice – Joshua Ralph
  • Everybody Needs A Best Friend aus Ted – Walter Murphy, Seth MacFarlane
  • Pi’s Lullaby aus Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – Mychael Danna, Bombay Jayashri
  • Suddenly aus Les Misérables – Claude-Michel Schönberg, Herbert Kretzmer, Alain Boublil

Bester Ton
  • Les Misérables – Lon Bender, Andy Nelson, Mark Paterson, Simon Hayes
  • Argo – John Reitz, Gregg Rudloff, Jose Antonio Garcia
  • Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – Ron Bartlett, D.M. Hemphill, Drew Kunin
  • Lincoln – Andy Nelson, Gary Rydstrom, Ronald Judkins
  • James Bond 007: Skyfall (Skyfall) – Scott Millan, Greg P. Russell, Stuart Wilson

Bester Tonschnitt
  • Zero Dark Thirty – Paul N. J. Ottosson
  • James Bond 007: Skyfall (Skyfall) – Per Hallberg, Karen Baker Landers
  • Argo – Erik Aadahl, Ethan Van der Ryn
  • Django Unchained – Wylie Stateman
  • Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – Eugene Gearty, Philip Stockton

Beste visuelle Effekte
  • Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – Bill Westenhofer, Guillaume Rocheron, Erik-Jan De Boer, Donald R. Elliott
  • Der Hobbit – Eine unerwartete Reise (The Hobbit: An Unexpected Journey) – Joe Letteri, Eric Saindon, David Clayton, R. Christopher White
  • Marvel’s The Avengers (The Avengers) – Janek Sirrs, Jeff White, Guy Williams, Dan Sudick
  • Prometheus – Dunkle Zeichen (Prometheus) – Richard Stammers, Trevor Wood, Charley Henley, Martin Hill
  • Snow White and the Huntsman – Cedric Nicolas-Troyan, Philip Brennan, Neil Corbould, Michael Dawson

Ehren-Oscars
  • Hal Needham, US-amerikanischer Stuntman
  • Donn Alan Pennebaker, US-amerikanischer Dokumentarfilmer
  • George Stevens, Jr., u. a. Gründungsdirektor des American Film Institute
  • Jeffrey Katzenberg, US-amerikanischer Filmproduzent (Jean Hersholt Humanitarian Award)

Sonntag, Februar 24, 2013

150 Jahre SPD

Rund 100 Besucher konnten die SPD Oestrich-Winkel und Werner Fladung gestern anlässlich ihrer Jubiläumsveranstaltung "150 Jahre SPD" begrüßen. Mit Landrat Burkhard Albers, Ministerpräsident a.D. Hans Eichel, dem Historiker Walter Hell und dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling sowie einer sehr umfangreichen und informativen Ausstellung "Schlaglichter aus der Geschichte der SPD und der SPD Oestrich-Winkel" 1,2 wurde den Besuchern ein kurzweiliges und unterhaltsames Programm geboten.

Freitag, Februar 22, 2013

Ersatzbewerber zur Landtagswahl 2013

Auf der heutigen Wahlkreiskonferenz der SPD im Wahlkreis 028 wurde ich mit rund 94% der Stimmen zum mittlerweile dritten Mal als Erwatzbewerber für die Landtagswahl gewählt und freue mich auf einen spannenden Wahlkampf mit unserem Direktkandidat Georg A. Mahr und unserem Ministerpräsidentenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel.

Dienstag, Februar 19, 2013

Spam-Mail der Woche

Mr name is Mr Adriance Bierman, am writing you to kindly reply me once you get this message it is about one of my late friend who died in the ongoing war in SYRIA he was an oil merchant dealer I will explain further if you show your interest by responding to me through this my email (adriance.bierma@aol.com)

Montag, Februar 18, 2013

"Stirb langsam 5 - Ein guter Tag zum Sterben"

„Ein guter Tag zum Sterben“ lautet der Untertitel des fünften Sequels der Stirb langsam-Reihe mit Frontmann John Mc Clane alias Bruce Willis. Bis auf die Kleidung, welche von Szene zu Szene zerrissener und blutverschmierter ist, ist aber nicht mehr viel übrig geblieben von jener Reihe. Was im vierten Teil nach über fünfzehnjähriger Pause noch ein origineller Schwenk in eine neue Zeit war, scheint sich nun langsam – getreu dem Untertitel – zu überleben. Schade, bieten John Mc Clane und sein „Yippiehyaayeah, Schweinebacke!“ doch eigentlich beste Voraussetzungen für kurzweiligen Filmstoff, den man sich – so zumindest die Vorgängerteile – gerne und mehrmals am Bildschirm einverleibt.

Aber die mangelnde Inspiration beginnt bereits bei der Handlung, in der – nachdem im vierten Teil die pubertierende Tochter als Sidekick mitwirkte – nun der natürlich im Unfrieden mit Papa Mc Clane geschiedenen Sohn (Jai Courtney) diese Rolle zuteil wird, der als CIA-Agent in Moskau weilt. Aber auch die weiteren Ideen dieses Films erweisen sich als höchst fragwürdig und unsinnig. Detective McClane verlässt sein amerikanisches Umfeld, um nach Moskau zu eilen, wo sein Sohn Jack vor Gericht steht, der offenbar einen Mord in einem Nachtclub begangen hat. Doch kaum ist der von seinem Sprössling schon lange entfremdete Vater dort angekommen, gerät er auch schon mitten in eine wilde Verfolgungsjagd und Schießerei, bei der Jack gemeinsam mit dem russischen Häftling Komarov (Sebastian Koch) zu fliehen versucht. Jack ist vom Auftauchen seines alten Herrn nur wenig begeistert, hat er doch eine Mission zu erfüllen von der John nichts ahnt, denn Komarov ist ein politischer Gefangener und im Besitz von brisanten Informationen. Angesichts ihrer brutalen Verfolger bleibt den Beiden jedoch nichts anderes übrig als sich zusammen zu tun und ein großes Verbrechen zu verhindern – und das direkt vor Ort in Tschernobyl.

Die trostlose Gegend um das ehemalige Atomkraftwerk in der Ukraine ist nun in der Tat nicht der Platz, an dem man sich unseren alten Kämpen als Erstes vorstellen mag. So geht es noch eine Zeitlang weiter und der Plausibilitätsfaktor des Geschehens wird schmerzfrei in Richtung Null gedreht. Zudem erweist sich der Spionagefall, den man sich hier zusammengeschustert hat, nicht nur als untypisch für die Reihe, sondern leider auch als leidlich uninteressant. Nun könnte man über die zwischen banal und absurd hin und her springende Handlung vielleicht noch großmütig hinwegsehen, wenn denn der Rest wenigstens stimmig wäre. Doch ein vertrautes „Stirb Langsam“-Gefühl stellt sich diesmal allerhöchstens bei den zahlreichen Schießereien und Explosionen ein, die immerhin handwerklich ordentlich inszeniert sind. So bleibt positiv vor allem die handgemachte Action in Erinnerung. Während der vierte Teil mit überbordenden Actionszenen und hohem CGI-Einsatz hart an der Schmerzgrenze vorbeiraste, hat sich Regisseur John Moore (Max Payne) zu echten Effekten hinreißen lassen. Man kommt weitestgehend ohne Computereinsatz aus, der Film ist voller Explosionen und in guten Momenten rasant inszeniert. Mit einer wirklich spektakulären Verfolgungsjagd durch Moskaus Straßen und Schusswechsel über den Dächern feiert die Fortsetzung einen imposanten Einstand inklusive aktiver Wackelkamera. Für den bemühten Vater-Sohn-Konflikt und die oft unwitzigen Sprüche gilt das jedoch nur bedingt, selbst den Tribut an die „Schweinebacken“ sondert Willis eher beiläufig und lustlos ab.

Am aller Befremdlichsten wirkt jedoch die Erkenntnis, dass man so ganz nebenbei das Grundprinzip eines jeden „Stirb Langsam“-Films ins Gegenteil verkehrt. War es bisher doch stets so (und ja auch die bewusste Ironie an der ganzen Sache), dass McClane völlig ungewollt und durch die Verkettung unglücklichster Umstände immer wieder dazu gezwungen wurde einzugreifen, so begibt er sich hier nun vorsätzlich in Gefahr, sucht ganz bewusst den Schauplatz eines Konfliktes auf, von dem er keinerlei Ahnung hat, und richtet dabei dann zunächst auch deutlich mehr Schaden als Nutzen an.

Als John McClane 1988 das Actionkino modernisierte, war die Figur der Gegenentwurf zum klassischen Actionhelden. Die Zeit der Ein-Mann-Armeen, wie sie von Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger perfektioniert wurde, näherte sich dem Ende. Zwar räumte auch ein McClane die bösen Jungs fast im Alleingang aus dem Weg, doch er war ein menschlicher Held, der sich seiner Schwächen bewusst war. McClane war verletzlich, aber eben auch ein richtiger Kerl, der mit seinem "Yippie-Ya-Yeah Schweinebacke" stets einen coolen Spruch auf den Lippen hatte. Er wurde zum Inbegriff des Actionhelden der Neuzeit und das Konzept ging auf, denn selbst Stirb Langsam 4.0 konnte trotz einiger Schwächen noch überzeugen. Dennoch wurde das Konzept gleichzeitig auch an seine Grenzen geführt – Hochhaus, Flughafen, New York, USA. Jetzt blieb McClane eigentlich nur noch, die ganze Welt zu retten. Das ist der Punkt, wo bei den Machern spätestens die Alarmglocken hätten schrillen müssen, denn dieser Inbegriff eines uramerikanischen, geerdeten Kerls wird so an seine Grenzen geführt, eine Figur systematisch geschwächt. Statt McClane wieder im kleineren Rahmen agieren zu lassen und auf ein ausgefeiltes Drehbuch wie in „Stirb langsam 3 – Jetzt erst recht“ zu setzen, das überrascht, ging es nun direkt nach Moskau, wo er trotz der Tatsache, krampfhaft ein neuartiges Setting zu wollen, tatsächlich nichts verloren hat.

Damit der „Gute Tag zum Sterben“ für die Reihe nicht als schon lange verpasst gilt, werden sich Willis & Co. in einem bereits angedachten 6ten Teil erheblich mehr strecken müssen. Potential bietet die Reihe dazu aber allemal.


Original: A good day to die hard
Regie: John Moore
Drehbuch: Skip Woods
Cast: Bruce Willis, Sebastian Koch, Cole Hauser, Jai Courtney, Yulia Snigir, u.a.
Spielzeit: 97 Minuten
Kinostart: 14. Februar 2013
Homepage: http://www.stirblangsam-derfilm.at

Freitag, Februar 15, 2013

Kurier-Forum zur Bürgermeisterwahl in Oestrich-Winkel

Gut gefüllt war die Brentanoscheune heute beim Kurier-Forum anlässlich der am 3. März stattfindenden Bürgermeisterwahl in Oestrich-Winkel mit den drei Bewerbern Werner Fladung (SPD), Michael Heil (CDU) und Markus Jantzer (Bündnis 90/Die Grünen).

Mittwoch, Februar 13, 2013

Hessischer Datenschutzbeauftragter rügt Bürgermeister Paul Weimann (CDU)

In der Stadtverordnetenversammlung am 14. Januar hatte Bürgermeister Paul Weimann (CDU) in der Debatte um das Baugebiet Fuchshöhl aus der eMail einer Stadtverordneten von Bündnis 90/Die Grünen wörtlich zitiert und den Namen der Absenderin öffentlich bekannt gemacht. Damit hat er privaten Schriftverkehr zum Bestandteil einer politischen Auseinandersetzung gemacht und zudem den Zweck des Schriftverkehrs verändert ohne Rechtsgrundlage. Dass dies auch nicht einfach im „Eifer des Gefechts“ geschehen ist, sondern bewusst geplant gewesen sein muss, belegt das von Bürgermeister Weimann auf der städtischen Homepage zur Einsicht eingestellte Redemanuskript mit dem entsprechenden Passus. Schon in der entsprechenden Sitzung der Stadtverordneten teilte ich in einem anschließenden Wortbeitrag mit, dass ich dieses Vorgehen des Bürgermeisters aus datenschutzrechtlichen Gründen für unzulässig und aus moralischen Gründen für absolut verwerflich halte. Wenn dieses Vorgehen Methode machen würde, könnte dies zur Folge haben, dass zukünftig privater Schriftverkehr zwischen Bürgern und der Verwaltung ständig politisch missbraucht werden könnte, erst Recht wenn diese in ihrem Ehrenamt eine Funktion für die Stadt ausüben wie beispielsweise das Amt eines/einer Stadtverordneten. Jede Bürgerin und jeder Bürger müsste sich zukünftig zweimal überlegen, ob und was er der städtischen Verwaltung auf schriftlichem Wege mitteilt. Auch Stadtverordnete sind schließlich Bürger dieser Stadt und besitzen Rechte. Diese Rechte hatte der Bürgermeister mit dem Verlesen einer privaten eMail massiv verletzt, sich aber in der entsprechenden Sitzung in einem anschließenden Wortbeitrag sogar noch uneinsichtig gezeigt und sein Vorgehen gerechtfertigt. Im Anschluss der Stadtverordnetenversammlung hatte ich diesen Vorgang deshalb an den Hessischen Datenschutzbeauftragten mit der Bitte um Prüfung weitergeleitet und bin froh, dass dieser meiner Auffassung nun vollumfänglich Recht gegeben und den Bürgermeister für sein Verhalten gerügt hat. Vom Bürgermeister wäre nun als das Mindeste eine Entschuldigung gegenüber der Stadtverordneten zu erwarten. Auf jeden Fall besteht nun Sicherheit darüber, dass ein solches Vorgehen auf das Gröbste unzulässig ist.

Dienstag, Februar 12, 2013

Banken retten

„Nächstes Wochenende bin ich nicht da.“

- Bundesfinanzminister Peer Steinbrück auf die Frage, ob er am Wochenende wieder eine Bank retten müsse -

Montag, Februar 11, 2013

Wir waren Papst

"Liebe Mitbrüder! Ich habe euch zu diesem Konsistorium nicht nur wegen drei Heiligsprechungen zusammengerufen, sondern auch um euch eine Entscheidung von großer Wichtigkeit für das Leben der Kirche mitzuteilen.

Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.

Ich bin mir sehr bewusst, dass dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet. Aber die Welt, die sich so schnell verändert, wird heute durch Fragen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind, hin- und hergeworfen. Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Körpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, dass ich mein Unvermögen erkennen muss, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen.

Im Bewusstsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, das mir durch die Hand der Kardinäle am 19. April 2005 anvertraut wurde, zu verzichten, so dass ab dem 28. Februar 2013, um 20 Uhr, der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird und von denen, in deren Zuständigkeit es fällt, das Konklave zur Wahl des neuen Papstes zusammengerufen werden muss.

Liebe Mitbrüder, ich danke euch von ganzem Herzen für alle Liebe und Arbeit, womit ihr mit mir die Last meines Amtes getragen habt, und ich bitte euch um Verzeihung für alle meine Fehler. Nun wollen wir die Heilige Kirche der Sorge des höchsten Hirten, unseres Herrn Jesus Christus, anempfehlen. Und bitten wir seine heilige Mutter Maria, damit sie den Kardinälen bei der Wahl des neuen Papstes mit ihrer mütterlichen Güte beistehe. Was mich selbst betrifft, so möchte ich auch in Zukunft der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen."

Freitag, Februar 08, 2013

150 Jahre SPD

Am Tag der Gründung des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins, dem 23. Mai 2013, begeht die SPD den offiziellen Festakt zum 150-jährigen Jubiläum an historischer Stätte im Gewandhaus in Leipzig. Zum Festakt  kommen Politiker aus ganz Europa, darunter Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande, ebenso Bundeskanzlerin Angela Merkel - Bundespräsident Joachim Gauck wird die Festrede halten. Schon vor dem Leipziger Fest hat sich die SPD aufs Jubeljahr eingestimmt: Anfang Februar ist das vorwärts-Extra „Der lange Weg zu einem besseren Land  – 150 Jahre Sozialdemokratie“ erschienen, mit Reportagen, Essay und vielen Fotos. Am heutigen Freitag feiert ebenfalls in Leipzig der Film „Wenn Du was verändern willst“ Premiere. Darin kommen Zeitzeugen wie Helmut Schmidt, Hans-Jochen Vogel und Renate Schmidt zu Wort. In den folgenden Wochen gibt es bundesweite Vorführungen des Films. Ab jetzt online ist auch die Jubiläums-Website der SPD: 150-jahre-SPD.de. Die Seite ist schon jetzt bestückt mit einer Zeitleiste, historischen Stücken, mit Biografien von bekannten und unbekannten Sozialdemokraten und Wegbegleitern der Sozialdemokratie. Sämtliche Termine zum Jubiläum finden sich dort. Vor allem aber wird die Seite in den kommenden Monaten wachsen. Sich daran zu beteiligen sind alle Bürger aufgerufen.

Mittwoch, Februar 06, 2013

Heimlich schämen

"Als jemand, der selbst vor 31 Jahren promoviert hat und in seinem Berufsleben viele Doktoranden begleiten durfte, schäme ich mich nicht nur heimlich."

- Annette Schavan anlässlich des aufgedeckten Plagiats von Karl-Theodor zu Guttenberg -

Dienstag, Februar 05, 2013

Heimat

"Heimat ist kein Ort. Heimat ist ein Gefühl."

- Herbert Grönemeyer (*1956), deutscher Sänger und Schauspieler -

Sonntag, Februar 03, 2013

Persönliche Erklärung des Juso-Bezirksvorsitzenden

„Ich bin zu alt für diesen Scheiß!“
- Sergeant Murtaugh, Lethal Weapon -


Liebe Genossinnen und Genossen,

auf der nächsten Juso-Bezirkskonferenz am 21. und 22. April werde ich nicht wieder für den Bezirksvorstand der südhessischen Jusos kandidieren. Das bedeutet, dass ich mich auch nicht mehr für die Wahl des/der Vorsitzenden zur Verfügung stelle.

Für mich persönlich steht dieser Schritt schon seit geraumer Zeit fest. Nach knapp zehn Jahren Juso-Tätigkeit, davon sechs Jahre im Juso-Bezirksvorstand und zwei als Vorsitzender dieses Verbandes, sage ich mit einem wehmütigen, aber auch einem lachenden Auge: Irgendwann ist es auch einfach mal gut!

Ich werde im kommenden Jahr 30 Jahre alt und es ist an der Zeit, den Platz frei zu machen für jüngere GenossInnen. Ich stehe aber auch seit letzten Herbst mittendrin im Berufsleben. Neben weiteren politischen und ehrenamtlichen Ämtern, Hobbies und einem Privatleben erlaubt es mir vor allem meine berufliche Verpflichtung nicht mehr, dass ich mich mit voller Aufmerksamkeit der Tätigkeit als Juso-Bezirksvorsitzender widmen kann. Mein Anspruch war es aber nie, diesen Verband nur zu verwalten. Ich wollte und möchte vor allem gestalten!

Vor zwei Jahren auf der Ronneburg habe ich meine Vorstellungsrede als Kandidat für den Juso-Bezirksvorsitz mit dem Versprechen beendet, mit euch gemeinsam diesen Verband „rocken“ zu wollen. Es mögen andere beurteilen, ob und wie gut das gelungen ist. Ich bin aber stolz darauf, dass unser Verband während meiner Amtszeit offener und transparenter wurde. Dass wir die Mitmachmöglichkeiten erhöht und den Verband in seiner Breite gestärkt haben. Und dass wir das Auseinanderdriften zwischen starken und schwachen Unterbezirken durch gezielte Fördermaßnahmen zumindest ein Stückweit aufgefangen haben. Unsere Bezirksförderung sucht heute seinesgleichen in diesem Juso-Bundesverband und deshalb ist es wichtig, dass sie in ihrer jetzigen Form auch erhalten und möglichst weiter ausgebaut wird. Denn vor Ort – dort wo es auch mal „stinkt“, um mit den Worten unseres Parteivorsitzenden zu sprechen – wird die eigentliche Kärrnerarbeit gemacht.

Mir persönlich war es nie wichtig, selbst die beste Idee zu haben. Für einen lebendigen Verband wie die Jusos erachte ich es als viel wichtiger ein Klima zu schaffen, wo nicht um die beste Ideologie, sondern um die beste Idee gestritten werden kann. Gerne kontrovers – aber immer sachlich! Nur eine abgelehnte, 95% einstimmige Beschlussvorlagen während meiner Amtszeit als Vorsitzender im Bezirksvorstand und viele gute Debatten auf Konferenzen, Bezirksarbeitsausschüssen und Veranstaltungen mit den dazugehörigen Ergebnissen – weitergetragen bis hin zur Juso- und SPD-Bundesebene – zeigen, dass uns das in den letzten beiden Jahren im Großen und Ganzen ziemlich gut gelungen ist.

Ich bin stolz, dass ich diesem wunderbaren Verband mit eurer Unterstützung zwei Jahre vorstehen durfte. Die geballte Kompetenz, Tatkraft und Meinungsvielfalt der südhessischen Jusos sucht seinesgleichen in unserem Juso-Bundesverband und wird gebraucht in unserer Partei. Denn immer dann, wenn wir Jusos alle unsere Stärken gebündelt haben, konnten wir über uns hinauswachsen und Großes für die Menschen da draußen erreichen. Es gelang uns bei der Verfassungsklage gegen Studiengebühren. Es gelang uns 2008 bei der Landtagswahl. Und es wird uns 2013 bei der Landtags- und Bundestagswahl gelingen, wofür auch in den letzten beiden Jahren die Grundlagen in unserem Verband gelegt wurden. Beides sind Richtungswahlen und müssen deshalb Schwerpunkte des neuen Bezirksvorstands sein.

Ich bin aber auch dankbar, dass ich in den Jahren als aktiver Juso viele engagierte, interessante und nette Menschen kennenlernen durfte. Teilweise sind daraus echte Freundschaften erwachsen, die mich auch über die Juso-Zeit hinaus prägen werden. Sicherlich bin ich dem einen oder der anderen in den letzten Jahren auch mal sprichwörtlich auf den Schlips oder die Bluse getreten. Es wäre jetzt zu verlogen, mich für alles zu entschuldigen. Aber böse war es – zumindest meistens – nie gemeint. ;-)

Viele von Euch werde ich auch in Zukunft wiedersehen – dann als einfaches Basismitglied. Seht das als Angebot und nicht als Drohung.

Glück auf!

Euer Carsten

Samstag, Februar 02, 2013

Immer weiter trinken

"Wenn Du am Trinken bist, dann bleib dabei; 
deine Frau schimpft eh, egal ob um zehn oder um drei."

Freitag, Februar 01, 2013

Spam-Mail der Woche

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