Mittwoch, Juni 05, 2013

Mein Fernbus(Erlebnis)

Die schwarz-gelbe ("beste") Bundesregierung ("aller Zeiten") hat nicht viel richtig gemacht in den letzten knapp vier Jahren. Eine gute Entscheidung war allerdings die Liberalisierung des Fernbusverkehrs. Hier wurde ein Relikt zu Gunsten der Deutschen Bahn, noch stammend aus Zeiten der Deutschen Reichsbahn, zurecht gekippt. 

Ich habe gestern auf dem Weg von Frankfurt nach Berlin und heute auf dem Weg von Berlin zurück nach Frankfurt für jeweils 22 Euro meinfernbus.de genutzt, neben Berlin Linienbus, DeinBus und Eurolines/Deutsche Touring derzeit eines der vier größten deutschen Fernbusunternehmen. Für einen auf dieser Strecke fünfmal niedrigeren Preis im Vergleich zur Deutschen Bahn nimmt man es gerne in Kauf, zweieinhalb Stunden länger auf den Straßen unterwegs zu sein (auf der Hinstrecke staubedingt leider noch eine gute Stunde länger, was aber Geschäftsrisiko ist). Für Busverhältnisse viel Beinfreiheit, kostenloses W-Lan (während die Bahn ihre Züge gerade mit kostenpflichtigem WLan aufrüstet), Snacks und Getränke an Bord trösten zudem über die Zeit gut hinweg. Sicherlich wird sich der Markt an Fernbuslinienanbietern noch etwas konsolidieren im Laufe der Zeit, Fernbusse haben aber durchaus das Potential, der Deutschen Bahn zukünftig Konkurrenz zu machen und zusätzliche Nutzerkreise (auch Auto- und Nichtfahrer) zu erschließen. Auch aus Vermarktungssicht besteht noch Potential: Ausbau des Streckennetzes, feste Kooperation mit Essens- und Getränkelieferanten, fest eingeplante Haltepunkte, Nutzung des Social Network- ("Wer sitzt heute noch in meinem Bus?") und Smartphone-Booms (Live-Tracking "Wo ist mein Bus?") via Phone-App (womöglich in Kombination), Sitzplatzreservierung, Film-/TV-Übertragung und und und.

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