Mittwoch, Juli 31, 2013

Vesperteller


Dienstag, Juli 30, 2013

Gute Arbeit für die Politik

Matthias Platzeck tritt diesen Monat vom Amt des Ministerpräsidenten im Bundesland Brandenburg zurück. Als Grund gibt er den Schutz seiner Gesundheit an, die in der Vergangenheit schon ein ums andere Mal in Mitleidesnschaft gezogen wurde, zuletzt durch einen leichten Schlaganfall. Für das Land Brandenburg, aber auch die SPD, ist das ein erheblicher Verlust. Für die politische Kultur in Deutschland könnte es aber ein enormer Gewinn sein. Denn Politiker zu sein ist ein Knochenjob. Die von Platzeck ins Spiel gebrachten 80 Stunden pro Woche sind nicht übertrieben, kein Einzelfall und keine Ausnahme - vor allem in hervorgehobener Funktion. Dem Wähler zu dienen fordert seinen Tribut - bis hin zur gesundheitlichen Belastungsgrenze. Der Preis sind aber zumeist doch nur undankbare Wähler mit Kurzzeitgedächtnis, die sich in der Regel immer erst dann bemerkbar machen, wenn sie unzufrieden sind - nicht umgekehrt. Das politische Umfeld wird, Internet, Facebook, Twitter & Co. sei Dank, immer schnellebiger und erzeugt so ebenfalls zusätzlichen Druck auf PolitikerInnen - 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Vermeintlich lukrative Diäten und Altersversorgungen wiegen das nur bedingt auf. Auch das sind Gründe, warum sich qualifizierte Menschen immer öfter zweimal überlegen, sich diesen Knochenjob zuzumuten und dann am Ende anstatt im Plenarsaal bei besserer Bezahlung und weniger Belastung in Wissenschaft, Wissenschaft etc. landen. Gute Arbeit muss eben auch für die Politik gelten.

Sonntag, Juli 28, 2013

Offener Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel: Angemessene Reaktion auf die NSA-Affäre

„Ist die Bundesregierung dabei, den Rechtsstaat zu umgehen, statt ihn zu verteidigen?“ In einem offenen Brief fordern über vierzig Schriftsteller von der Bundeskanzlerin Aufklärung in der Prism-Affäre. Eine gleichlautende Petition kann hier gezeichnet werden.
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
seit Edward Snowden die Existenz des PRISM-Programms öffentlich gemacht hat, beschäftigen sich die Medien mit dem größten Abhörskandal in der Geschichte der Bundesrepublik. Wir Bürger erfahren aus der Berichterstattung, dass ausländische Nachrichtendienste ohne konkrete Verdachtsmomente unsere Telefonate und elektronische Kommunikation abschöpfen. Über die Speicherung und Auswertung von Meta-Daten werden unsere Kontakte, Freundschaften und Beziehungen erfasst. Unsere politischen Einstellungen, unsere Bewegungsprofile, ja, selbst unsere alltäglichen Stimmungslagen sind für die Sicherheitsbehörden transparent.
Damit ist der „gläserne Mensch“ endgültig Wirklichkeit geworden.
Wir können uns nicht wehren. Es gibt keine Klagemöglichkeiten, keine Akteneinsicht. Während unser Privatleben transparent gemacht wird, behaupten die Geheimdienste ein Recht auf maximale Intransparenz ihrer Methoden. Mit anderen Worten: Wir erleben einen historischen Angriff auf unseren demokratischen Rechtsstaat, nämlich die Umkehrung des Prinzips der Unschuldsvermutung hin zu einem millionenfachen Generalverdacht.
Frau Bundeskanzlerin, in Ihrer Sommer-Pressekonferenz haben Sie gesagt, Deutschland sei „kein Überwachungsstaat“. Seit den Enthüllungen von Snowden müssen wir sagen: Leider doch. Im gleichen Zusammenhang fassten Sie Ihr Vorgehen bei Aufklärung der PRISM-Affäre in einem treffenden Satz zusammen: „Ich warte da lieber.“
Aber wir wollen nicht warten. Es wächst der Eindruck, dass das Vorgehen der amerikanischen und britischen Behörden von der deutschen Regierung billigend in Kauf genommen wird. Deshalb fragen wir Sie: Ist es politisch gewollt, dass die NSA deutsche Bundesbürger in einer Weise überwacht, die den deutschen Behörden durch Grundgesetz und Bundesverfassungsgericht verboten sind? Profitieren die deutschen Dienste von den Informationen der US-Behörden, und liegt darin der Grund für Ihre zögerliche Reaktion? Wie kommt es, dass BND und Verfassungsschutz das NSA-Spähprogramm XKeyScore zur Überwachung von Suchmaschinen einsetzen, wofür es keine gesetzliche Grundlage gibt? Ist die Bundesregierung dabei, den Rechtsstaat zu umgehen, statt ihn zu verteidigen?
Wir fordern Sie auf, den Menschen im Land die volle Wahrheit über die Spähangriffe zu sagen. Und wir wollen wissen, was die Bundesregierung dagegen zu unternehmen gedenkt. Das Grundgesetz verpflichtet Sie, Schaden von deutschen Bundesbürgern abzuwenden. Frau Bundeskanzlerin, wie sieht Ihre Strategie aus?
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Juli Zeh
Ilija Trojanow
Carolin Emcke
Friedrich von Borries
Moritz Rinke
Eva Menasse
Tanja Dückers
Norbert Niemann
Sherko Fatah
Angelina Maccarone
Michael Kumpfmüller
Tilman Spengler
Steffen Kopetzky
Sten Nadolny
Markus Orths
Sasa Stanisic
Micha Brumlik
Josef Haslinger
Simon Urban
Kristof Magnusson
Andres Veiel
Feridun Zaimoglu
Ingo Schulze
Falk Richter
Hilal Sezgin
Georg M. Oswald
Ulrike Draesner
Clemens J. Setz
Ulrich Beck
Katja Lange-Müller
Ulrich Peltzer
Thomas von Steinaecker
Peter Kurzeck
Jo Lendle
Jan Christophersen
Angela Krauß
Christiane Neudecker
Kurt Drawert
Michael Augustin
Robert Menasse
Mareike Krügel
Annett Gröschner
Tanja Langer
Ron Winkler
Artur Becker
Cornelia Becker
Antje Ravic Strubel
Ulrike Steglich
Norbert Kron
Benjamin Lauterbach
Anton G. Leitner
Anke Bastrop
Annika Reich
Ditha Brickwell
Marica Bodrozic
Gisela von Wysocki
Kerstin Grether
Nora Bossong
Zora del Buono

Samstag, Juli 27, 2013

Wie man den Fährmann lockt



"Wer wird uns bringen
ans andere Ufer,
Fährmann Fährmann
komm und hol über
Fährmann komm hol über."


Ton: e, Kanon 3 Stimmen, aus England.

Donnerstag, Juli 25, 2013

Thomas de Maizière, Bundesminister der Verteidigung

"Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe."

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière trägt die Verantwortung dafür, dass der deutsche Steuerzahler vermutlich geradestehen muss für mehrere hundert Millionen Euro, die "investiert" wurden in eine Aufklärungsdrohne mit dem Namen "Eurohawk", aber vermutlich niemals unter deutscher Kontrolle für deutsche Interessen Aufklärung betreiben wird. Thomas de Maizière hat auch offensichtlich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages belogen in der Frage, ob und wann er was über diese Fehlinvestition gewusst hat. Trotzdem wird Thomas de Maizière vermutlich im Amt bleiben. In Relation zu der politischen Verantwortung Thomas de Maizières sei einfach noch einmal erwähnt, weshalb manch andere Bundesminister ihr Amt in jüngerer Vergangenheit niederlegen mussten:
  • Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, trat zurück, weil sie vor mehr als 30 Jahren in ihrer Doktorarbeit Textstellen ohne Quellenangabe übernommen hatte.
  • Umweltminister Norbert Röttgen durfte gehen, weil er sein Berliner Regierungsamt partout nicht gegen die Oppositionsbank in NRW tauschen wollte.
  • Rudolf Scharping trat vom Amt des Bundesverteidigungsministers zurück, weil er sich beim Planschen im Pool mit seiner Geliebten ablichten ließ.
  • Karl-Theodor zu Guttenberg trat - etwas uneinsichtiger - aus dem gleichen Grund wie Frau Schavan zurück.
  • ...
Keiner der vier hatte sich in der Amtsführung (!) etwas zuschulden kommen lassen (die moralische Verfehlung mit einhergehender Befähigung für das Amt eines Bundesministers steht auf einem anderen Papier). Dennoch mussten alle gehen. Bei de Maizière ist es umgekehrt: Er hat sich etwas zuschulden kommen lassen – und darf bleiben. Denn in knapp zwei Monaten sind Bundestagswahlen. Und zwei Monate vor der Wahl entlässt man nicht (das einstige) Aushängeschild und Stützpfeiler dieses Kabinetts. Thomas de Maizière bleibt damit Bundesminister der Verteidigung - im doppelten und ganz eigennützigen Sinne. Und außerdem interessiert sich das Land gerade ohnehin schon wieder mehr für ausgespähte Mails und Facebook-Profile als verprellte Steuergelder und belogene Abgeordnete (und Bundesbürger). Noch so ein SKandal übrigens - aber das ist eine andere Geschichte.

Mittwoch, Juli 24, 2013

Spam-Mail der Woche

Lieber Freund, Ich bin Mr. Christopher Boris der Manager Rechnungswesen / Revision der Credit Suisse Bank, Cabot Square London Großbritannien. Ich setzte mich mit Ihnen in Bezug zu einem Business-Vorschlag, der von einer immensen Nutzen für beide von uns und den weniger Privilegierten sein wird. Als Leiter Rechnungswesen / Revision Greater London Regional Office entdeckte ich eine Summe von £ 16.500.000,00 GBP (sechzehn Millionen 500.000 britischen Pfund Sterling) in einem Konto zu einem unserer ausländischen Kunden Late Mr. Moises Saba Masri. Er war ein jüdischer Geschäfte Mogul aus Mexiko, die auf einem Hubschrauber-Absturz auf 2010 starb. Herr Saba war 47 Jahre alt, wenn sowohl seine Frau, seinen einzigen Sohn Avraham (Albert) und seine Tochter-in-law starb bei einem Hubschrauberabsturz. Die Wahl der Kontaktaufnahme mit Ihnen aus der geographischen Natur, wo Sie leben vor allem aufgrund der Sensibilität der Transaktion und die Vertraulichkeit hier geweckt. Jetzt hat unsere Bank für keine der Verwandten gewartet zu kommen-up für die Behauptung der Erbschaft Fonds aber leider alle Bemühungen hat sich als nichtig. Ich persönlich habe schon in der Suche die Verwandten oder einer nächsten Angehörigen von Herrn Saba erfolglos. Auf dieser Grüßen, ich suche Ihre Zustimmung an Sie als nächsten Angehörigen / Berechtigte an den Verstorbenen, so dass die Erlöse aus diesem Konto im Wert von £ 16,5 Millionen Pfund Sterling an Sie gezahlt werden kann präsentieren. Dies wird ausgezahlt oder geteilt werden, in diese Prozentsätze 60% für mich und 40% für Sie. Ich habe alle notwendigen rechtlichen Dokumente, die zur Sicherung dieses Anspruchs sind wir dabei, machen können gesichert werden. Alles was ich brauche ist es, Ihren Namen zu den Dokumenten laden und zu legalisieren bei der British High Court, um zu beweisen Ihnen die berechtigten Empfänger. Alles, was ich jetzt verlangen, ist Ihre ehrliche Zusammenarbeit, Verschwiegenheit und Vertrauen, damit wir sehen diese Verhandlung durch. Ich garantiere Ihnen 100% Erfolg und daß dieser Vorgang wird unter den Anwendungsbereich des Gesetzes ausgeführt werden und schützt außerdem vor einer Verletzung des Gesetzes. Bitte senden Sie mir die folgenden als wir 5 Werktagen, um sie auszuführen haben durch: 1. Ihr vollständiger Name 2. Telefonnummer 3. Kontakt-Adresse 4. Alter 5. Geschlecht 6. Beruf Gestützt durch eine methodische Suche gegangen, habe ich mich entschlossen, Sie zu kontaktieren hoffen, dass Sie diesen Vorschlag interessant finden. Bitte auf Ihrer Bestätigung dieser Nachricht und geben Sie Ihr Interesse werde ich Ihnen weitere Informationen liefern. Ihre Zustimmung zu dieser E-Mail-und Business-Vorschlag wird sehr geschätzt. Ich freue mich darauf, von Ihnen bald zu hören. Habt einen schönen Tag. Mit besten Grüßen, Mr. Christopher Boris. N.B Senden Sie die angeforderten Informationen über meine E-Mail: mr.christopherboris@yahoo.com

Montag, Juli 22, 2013

Toskana - Eindrücke



Natürlich bietet die Toskana selbst, aber auch die gesehenen Städte Lucca, Florenz, Genua, Pisa, Monte Catini etc. noch viele viele kleine und/oder unscheinbare Eindrücke, die ich an dieser Stelle ohne Anspruch auf Vollständigkeit schildern möchte...


Samstag, Juli 20, 2013

Toskana - dazwischen die Schweiz

Wer aus Deutschland in die Toskana fährt bzw. aus ihr wieder zurück, kommt unweigerlich auch (wenn man nicht Österreich passieren möchte) durch die Schweiz, die - so der Eindruck der Durchfahrt - eigentlich nur aus Bergen zu bestehen scheint.






Freitag, Juli 19, 2013

Toskana - an der Wand

Auch in Italien findet man entlang der Wände auf den ersten oder zweiten Blick allerlei kurioses, seltsames, interessantes, schönes und "schönes".









Donnerstag, Juli 18, 2013

Toskana - Auto fahren

Auch wenn die Straßenverkehrsordnung Italiens der Deutschlands ähnelt, ist Autofahren in Italien doch irgendwie etwas komplett anderes - Italien hat wohlgemerkt auch noch vor Deutschland eine der höchsten Autodichte. Womöglich ist es ein kultureller Unterschied, dass der Verkehr allen Regeln zum Trotz doch mehr getreu "Leben und leben lassen" bzw. "Wer als erstes hupt/zuckt, fährt zuerst" funktioniert. An engen uneinsichtigen Kurven hupt man zum Beispiel, um dem vermeintlichen Gegenverkehr zu signalisieren "Ich komme". In Staus oder an Ampeln nutzen Zweiradfahrer (die in Italien nicht zu wenig unterwegs sind) grundsätzlich jede sich bietende Lücke, um an den Blechlawinen vorbei zu fahren. Und das einem innerorts ein Sattelschlepper mal eben davon fährt, sollte man auch nicht persönlich nehmen. Seinen Wagemut kann man dann ganz sicher in der nächstgelegenen Tiefgarage beweisen, die vielleicht nicht ohne Grund den Namen "Inferno" tragen :-)

Mittwoch, Juli 17, 2013

Toskana - Essen

Italien ist ein großes Land mit unterschiedlichen kulinarischen Spezialitäten und einer reichhaltigen Vielfalt, so dass eigentlich von der „italienischen Küche“ gar nicht gesprochen werden kann. Quasi an jeder Ecke und in jeder kleineren wie größeren Seitenstraße (im übrigen zu empfehlen gegenüber den prominent platzierten Restaurants, vor allem in der Nähe von Touristenhochburgen, wo man auch schon mal zu Gunsten einer Reisegruppe des Tisches verwiesen wird und/oder der Geschmack nicht in Relation zum Preis steht...) finden sich kleine schmucke Restaurants, die echte Köstlichkeiten servieren. Nicht wundern darf man sich über das "doppelte" Trinkgeld, denn die Italiener berechnen zum einen pro Gast das sogenannte "Cuperto" für das Servieren, erwarten aber dennoch zusätzlich auch noch einen kleinen Obulus als Trinkgeld. Im übrigen ist es auch eine Unsitte, in Italien getrennt zu bezahlen.









Dienstag, Juli 16, 2013

Toskana - Kunst in Florenz

Florenz gilt als die Wiege der Renaissance. Aufgrund seiner kulturellen Bedeutung – insbesondere für die bildende Kunst – wird es schon seit dem 19. Jahrhundert auch als das „italienische Athen“ bezeichnet. Florenz hat ein großes und bedeutendes künstlerisches Erbe. Die Kunst vieler Maler und Bildhauer wird in den zahlreichen Museen in Florenz ausgestellt, die vor allem in den Sommermonaten ausverkauft sind oder sich Schlangen mit stundelangen Wartezeiten bilden. Aber vor allem auch auf den Straßen Florenz' finden sich viele Künstler und Maler, die ihre Werke anpreisen. Die bekanntesten Museen sind die Uffizien und der Palazzo Pitti, mit einer herausragenden Sammlung.