Mittwoch, Juli 03, 2013

Istanbul - Sehenswürdigkeiten


Die Metropole Istanbul 1,2,3 - Vorreiterkolonien existierten bereits 660 v. Chr. - bietet eine Vielzahl von beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Eine kleine Auswahl:

Der Taksim-Platz ist ein zentraler Platz und Verkehrsknotenpunkt Istanbuls und war bis vor kurzem noch Hauptort der Proteste um den gut bewachten 1,2,3 Gezi-Park und gegen Ministerpräsident Erdogan. Hier findet sich auch das berühmte Atatürk-Denkmal.Schon ein mulmiges Gefühl an dem Ort zu stehen, wo vor nicht einmal einer Woche Grund- und Freiheitsrechte der türkischen Bürger mit Füßen getreten und der Charakter einer Stadt oder vielleicht eines gesamten Landes nachhaltigen Schaden genomen hat.

Die Sultan-Ahmed-Moschee wurde 1609 von Sultan Ahmed I. in Auftrag gegeben und bis 1616, ein Jahr vor dem Tod des Sultans, erbaut. Nach der Säkularisation der kaum 500 Meter entfernten Hagia Sophia ist sie heute Istanbuls Hauptmoschee und ein Hauptwerk der osmanischen Architektur. In Europa kennt man sie als Blaue Moschee wegen ihres Reichtums an blau-weißen Fliesen, die die Kuppel und den oberen Teil der Mauern zieren. Die Moschee hat sechs Minarette; nur die Prophetenmoschee in Medina mit 10 und die Hauptmoschee in Mekka mit 9 Minaretten haben mehr Minarette als die Sultan-Ahmed-Moschee. Glücklicherweise nehmen es die Türken nicht so genau mit Öffnungszeiten, so dass wir auch außerhalb der "Besuchszeiten" ohne weiteres eintreten durften. Frauen wohlgemerkt komplett verhüllt und wenn betend in einem Nebenraum.


Die Bosporus-Brücke oder 1. Bosporus-Brücke ist die ältere von zwei Brücken in Istanbul, die den Bosporus überspannen und so den europäischen mit dem asiatischen Teil der Stadt verbinden. Sie wurde 1973 eröffnet und ist als Hängebrücke konstruiert. Sie überspannt 1.560 Meter von Ufer zu Ufer, die beiden Pylonenpaare liegen 1.074 Meter auseinander und überragen die Fahrbahn um 105 Meter. Der Abstand zwischen Fahrbahnträger und Meeresspiegel beträgt 64 Meter, so dass auch große Schiffe wie Frachtschiffe, Flugzeugträger und Kreuzfahrtschiffe passieren können. Am Ufer, wo Moritz Bleibtreu einst im Film "Im Juli" seiner Geliebten Christiane Paul eine der schönsten Liebeserklärungen der Filmgeschichte machte, gibt es u.a. die besten Waffeln jenseits und diesseits des Kontinents! :-)
„Meine Herzallerliebste, ich bin tausende von Meilen gegangen, ich habe Flüsse überquert, Berge versetzt. Ich habe gelitten und ich habe Qualen über mich ergehen lassen. Ich bin der Versuchung widerstanden und ich bin der Sonne gefolgt, um Dir gegenüber stehen zu können und Dir zu sagen: Ich liebe Dich.“
Der Dolmabahçe-Palast liegt am europäischen Ufer des Bosporus in Istanbul und war seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Residenz des Sultans. Leider nahm man es hier etwas genauer mit den Öffnungszeiten -.-

Die Galatabrücke überspannt das Goldene Horn zwischen den İstanbuler Vierteln Eminönü im Stadtteil Fatih und dem Hafenviertel von Karaköy (Galata) im Stadtteil Beyoğlu. Die heutige 42 Meter breite, ebenfalls zweigeschossige und moderne Konstruktion wurde 1992 fertiggestellt. Sie wurde auf 114 Pfeilern errichtet und ist die erste fest im Untergrund verankerte Brücke an dieser Stelle. Nachdem die unter der Fahrbahn gelegenen Geschäftsflächen jahrelang ungenutzt leergestanden hatten, ist seit 2002 auch dieser Teil der Brücke in Betrieb: Wie am Ufer finden sich auch unterhalb der Brücke zahlreiche Restaurants und Cafés. Auch Angler werben mit ihren Ködern um die Fische im Wasser.

Der Galataturm liegt im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu. Ursprünglich war er ein Teil der Stadtbefestigung. Das Gebäude, das 48 m über dem Meeresspiegel liegt, misst bis zu seiner kegelförmigen Spitze 67 m und dominiert das Nordufer des Goldenen Hornes. Ab dem 16. Jahrhundert diente er als Wachturm, gegen Ende des Osmanischen Reichs als Feuerwache, eine Funktion, die er bis in die 1960er Jahre innehatte. Später wurde der Galataturm privatisiert, renoviert und für den Tourismus geöffnet. Die Aussichtsplattform ist tagsüber gegen Eintrittsgeld öffentlich zugänglich. Die beiden Ebenen im Obergeschoss werden tagsüber und abends auch gastronomisch genutzt.


Der Kapalı Çarşı, im Deutschen „Großer Basar“ genannt, ist ein Geschäftsviertel im alten Istanbuler Stadtteil Eminönü im Stadtviertel Beyazıt. Der Große Basar erstreckt sich über 31.000 m² und beherbergt rund 4000 Geschäfte mit den verschiedensten Angeboten. Angelegt wurde er im 15. Jahrhundert unter Sultan Mehmet Fatih nach der Eroberung Konstantinopels.Man hat praktisch keine Chance, unangesprochen durch die Vielzahl an einem Labyrinth gleichenden Gänge zu kommen, ohne mit einem "Yes please", "Entschuldigen Sie bitte" oder wahlweise auch "Hallo, hier werden Träume wahr" angesprochen und mehr oder weniger gefälschte Ware feilgeboten zu bekommen, die man dann auch mit etwas Geschick noch um bis zu 50% runterhandeln kann.

Die Hagia Sophia ist eine ehemalige byzantinische Kirche, spätere Moschee und heutiges Museum in Eminönü, einem Stadtteil im europäischen Teil Istanbuls. Als Kuppelbasilika errichtet, setzte sie im 6. Jahrhundert n. Chr. neue architektonische Akzente. Die Hagia Sophia, das letzte große Bauwerk der Spätantike, war die Hauptkirche des Byzantinischen Reiches und religiöser Mittelpunkt der Orthodoxie und ist heute ein Wahrzeichen Istanbuls.

Das Hippodrom war die Pferderennbahn im antiken Konstantinopel. Es war das sportliche und soziale Zentrum der Hauptstadt des Byzantinischen Reiches. An derselben Stelle liegt heute in der türkischen Stadt Istanbul der Sultanahmet-Platz, auf dem nur noch wenige Elemente der historischen Anlage zu sehen sind, u.a. aber noch eine dreiköpfige Schlangenstatue - allerdings mittlerweile ohne Köpfe, denn die soll irgendwann einmal der Legende nach ein betrunkener Pole abgeschlagen haben :-)


Der Leanderturm ist ein Leuchtturm aus dem 18. Jahrhundert und liegt in Istanbul etwa 180 Meter vor Üsküdar auf einer kleinen Insel im Bosporus. Hier soll das eine Ende der großen Kette befestigt worden sein, die bei den Angriffen auf Byzanz über den Bosporus gespannt wurde. Das andere Ende hing an einem Turm des Mangana-Palastes. Der Turm diente im Laufe der Zeit als Leuchtturm, optischer Telegraf, Quarantänestation, Zollhaus und Alterssitz für Seeoffiziere. Heute beherbergt er ein Restaurant. Die europäische Bezeichnung „Leanderturm“ geht auf einen antiken Stoff zurück: Der Überlieferung nach schwamm Leander jede Nacht zu seiner geliebten Hero durch den Hellespont, bis eines Nachts die Fackel, die ihm den Weg wies, erloschen war. Er verlor die Orientierung und ertrank. Als Hero ihren toten Geliebten am Ufer fand, warf sie sich ebenfalls in die Fluten. Der türkische Name „Mädchenturm“ leitet sich von der Legende einer Prinzessin ab, der ein Wahrsager den Tod durch Gift vorausgesagt hatte und die daraufhin von ihrem Vater in den Turm eingeschlossen wurde. Dort wurde sie von einer Schlange, welche in einem Obstkorb zu ihr gelangt war, gebissen und getötet.

Thomas Mühlbauer ist Buchhändler und führt die Türkisch-Deutsche Buchhandlung in der Istiklal Caddesi. Er ist mit einer Amerikanerin verheiratet und hat zwei Kinder, eine vierjährige Tochter und einen Sohn, zwei Jahre. Bücher können sowohl auf türkisch wie deutsch erworben werden, das Ambiente lädt zum Verweilen ein :-)

Der Topkapı-Palast war jahrhundertelang der Wohn- und Regierungssitz der Sultane sowie das Verwaltungszentrum des Osmanischen Reiches. Wir waren leider nicht gut genug angezogen, um mit der "geschlossenen Gesellschaft" durchhuschen und das innere sehen zu können.

Der Tünel ist eine unterirdisch verlaufende Standseilbahn im europäischen Teil Istanbuls und gilt mit ihrem Eröffnungsjahr 1875 als die älteste Standseilbahn Europas und zugleich zweitälteste U-Bahn der Welt. In einer parabolischen Kurve steigt die Bahn 61,55 m in die Höhe und fährt auf einer Entfernung von 606,50 m. Eine weiterealtertümliche Straßenbahn 1,2 führt von dort über die Fußgängerzone "Istiklal" zum Taksim-Platz.

Die Cisterna Basilica, oft auch Versunkener Palast genannt, ist eine spätantike Zisterne westlich der Hagia Sophia in Istanbul. Sie war einst Drehort für den James Bond-Film "Liebesgrüße aus Moskau" und beherbergt heute vor allem viele viele Fische, die sich freuen, wenn man glitzernde Geldstücke zu Ihnen ins Wasser wirft :-)

Der Bahnhof Haydarpaşa war neben dem Bahnhof Sirkeci auf der europäischen Seite der zweite große Bahnhof Istanbuls. Der Kopfbahnhof (ja, Kopfbahnhof - Stuttgart 21, ick hör dir trapsen ^^) liegt innerhalb des Hafengeländes Haydarpaşa. Der Bahnhof wurde durch die Firma Philipp Holzmann als Ausgangspunkt der Anatolischen Eisenbahn und in ihrer Fortsetzung der Bagdadbahn erbaut. Mit dem Bau wurde am 30. Mai 1906 begonnen, die Einweihung erfolgte am 19. August 1908. Im Zusammenhang mit dem Marmaray-Projekt einer Untertunnelung des Bosporus wird der Bahnhof ab 2014 seine Funktion verlieren. In einem Teil soll dann ein Museum eingerichtet werden. Im anderen Teil wird ein Hotel mit angeschlossenem Einkaufszentrum untergebracht. 

Die Marmara-Universität Istanbul ist eine staatliche Universität in Istanbul und mit 62.000 Studenten die zweitgrößte Universität der Türkei. Die Universität ist nach dem bei Istanbul liegendem Marmarameer benannt und wurde erst 1982 als Universität gegründet, baut jedoch ihre Lehr- und Forschungstätigkeit unter anderem auf Istanbuler Hochschulen aus dem Jahre 1883 auf. Im Mai 2005 wurde dem damaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder die Ehrendoktorwürde der Universität verliehen.

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