Sonntag, November 03, 2013

Jusos für ALLE im Juso-Bundesverband!

Liebe Genossinnen und Genossen,

beim Juso-Bundeskongress vom 6. bis 8. Dezember 2013 bewerbe ich mich um das Amt des stellvertretenden Juso-Bundesvorsitzenden, dafür bitte ich um Euer Vertrauen.

Seit meinem Eintritt in die SPD treibt mich der Wille an, politisch und gesellschaftlich etwas zu verändern. Denn wir Jusos haben eine Schlüsselfunktion, wenn es darum geht die Interessen der Jüngeren und Schwächeren in dieser Gesellschaft zu vertreten und innerhalb wie außerhalb der SPD dafür zu kämpfen.

Meine Kandidatur sehe ich als folgerichtigen Schritt meiner bisherigen Aktivitäten bei den Jusos, angefangen von der Gründung einer Juso-AG (2004) über den Vorsitz meines Unterbezirks (2005-2009) bis hin zu meiner Tätigkeit im Bezirksvorstand der Jusos Hessen-Süd (2007 bis 2009 als Beisitzer, 2009 bis 2011 als stellvertretender Vorsitzender und schließlich von 2011 bis 2013 als deren Vorsitzender).


Die Jusos als Gesellschaftsmotor

Nach der für uns nicht zufrieden stellenden Bundestagswahl möchte ich die nächste Zeit nutzen, um die Jusos wieder als Motor in unserer Partei und Gesellschaft zu etablieren. Kurzum: Ich will, dass die Jusos als bedeutendste politische Interessenvertretung für junge Menschen wahrgenommen werden! Denn nicht nur unsere Partei, auch wir haben einen Nachholbedarf, wenn es darum geht konkret die Frage zu beantworten, wie sich unsere Generation das Leben in den nächsten 10 oder 20 Jahren vorstellt und welche Schritte dafür erforderlich sind. Weniger als 1% der jungen Menschen da draußen sind Mitglied in einer politischen Jugendorganisation oder einer Partei. Wir verwenden viel Energie darauf, uns mit diesem Prozent – also auch uns selbst – zu beschäftigen, aber zu wenig, um greifbare Ansätze und wirkliche Ansprachen für die restlichen 99% zu entwickeln.


Ausbildung für ALLE!

 „Die Jusos sind ein diskutierfreudiger Studentenverein.“

So kurz gegriffen diese Aussage vielleicht sein mag, trifft sie doch den Kern dessen, was viele – vor allem außerhalb unseres Verbandes – über die Jusos denken (diskutierfreudig) und wie zugegebenermaßen unsere Mitgliedschaft auch zu weiten Teilen strukturiert ist (Abiturienten und Studierende). Wir müssen uns deshalb der Lebensrealität auch anderer junger Menschen weiter öffnen. Jusos müssen attraktiv sein für junge Menschen, gleich welchen Alters oder Geschlechts, gleich welcher Ausbildung und gleich welcher Lebensumstände.

Aus meiner Ausbildungszeit weiß ich, wie viel gerade in diesem Bereich im Argen liegt und wie wenig wir Jusos von Auszubildenden als deren legitime Interessenvertretung wahrgenommen werden. Ich möchte die Interessen der Auszubildenden stärker in unseren Fokus rücken und werde hierzu zeitnah meine Ideen vorstellen.


Jusos vor Ort unterstützen

In allen Landesverbänden und Bezirken bringen sich erfreulicherweise viele von uns Jusos ein. Aber es könnten mehr sein. Und sie könnten besser sein – auch weil sie von unserer Partei oft alleine gelassen werden. Gemeinsam mit den Bezirken und Landesverbänden möchte ich mithelfen, damit die Jusos überall als schlagkräftig, kompetent und engagiert wahrgenommen werden. Denn auch und gerade vor Ort kann sozialdemokratische Politik ganz konkret zur Verbesserung der Lebensumstände von Menschen beitragen.
Materialien, inhaltliche Bausteine, Druckvorlagen, methodische wie inhaltliche Seminare oder Aktionsguides sind nur wenige von vielen Möglichkeiten, die Arbeit vor Ort zu erleichtern – gerade in strukturschwachen Regionen. Solche Angebote soll der Bundesverband seinen Untergliederungen noch viel stärker anbieten.
Jusos für ALLE!Viel zu oft wurde unser Verband in den letzten Jahren gelähmt, weil ideologische und nach Flügeln geführte Debatten viele Mitglieder von der aktiven Juso-Arbeit abschreckten. Ich möchte in diesem Verband wieder eine Diskussions- und Debattenkultur entwickeln, bei der die Kraft der Idee und der Argumente einen höheren Stellenwert erlangt als die Zugehörigkeit zu einer Strömung. Dazu gehört auch, alle Teile dieses Verbandes angemessen zu beteiligen. Damit sind Streits und kontroverse Debatten mitnichten ausgeschlossen, schließlich zeichnet sich unser Verband gerade dadurch aus – und das ist auch gut so!

Wenn wir Jusos uns öffnen wollen, genügt es nicht, weiterhin nur einen Teil der Juso-Funktionsträger anzusprechen und zu überzeugen, sondern hier muss die gesamte Breite unserer Mitgliedschaft beteiligt werden. Dabei spreche ich von vielen tausend jungen Menschen, die unterschiedliche Interessen, Erfahrungen und Ideen in unseren Verband einbringen können.

Jusos für ALLE! bedeutet keine Angst vor den eigenen Mitgliedern, keine Angst vor anderen Meinungen und keine Angst vor neuen Wegen. Wir sind in der Pflicht, allen Jusos Möglichkeiten zur konkreten Beteiligung an der Arbeit unseres Verbandes zu bieten – egal ob Jungsozialist*in, junge*r Sozialdemokrat*in oder einfach nur interessiertes Mitglied.

Ich will den Mitmachverband, ich will Jusos für ALLE! – auch und gerade im Juso-Bundesverband!

Euer
Carsten Sinß

P.S.: Ich freue mich über eure Fragen und Anregungen. Gerne könnt ihr mit mir Kontakt aufnehmen und/oder mich zu euch einladen.




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