Montag, Dezember 02, 2013

Verhandlungsmarathon

Die Verhandlungen zum Koalitionsvertrag auf Bundesebene waren wieder mal ein berechenbares wie durchschaubares Schauspiel. Tage- und wochenlanges Geplänkel bis hin zum Showdown, der unter keinen Umständen verschiebbaren und zwingend abschließenden und finalen Verhandlungsrunde, notfalls bis spät in die Nacht oder - neuester Trend - bis in die frühen Morgenstunden. "Nichts ist verhandelt, bis es nicht abschließend verhandelt ist", hieß es immer wieder aus den Reihen der Verhandlungsteilnehmer. Es scheint aber eine deutsche und auch mit durch die Medien forcierte Mentalität zu sein, sich Nächte um die Ohren zu schlagen und übermüdet Kompromisse zu erkämpfen, wo doch eigentlich geistige Frische von Nöten wäre - schließlich geht es bei dem Ganzen doch primär um das Land und seine Bürger und nicht nur um die eigene Anhängerschaft, bei der man sich einredet, dass sie sich durch diesen "Kampfmodus" eher vertreten fühlt. Aber wäre es nicht einfach mal einen Versuch wert, anstelle übergroßer einzig dem Schauspiel dienender Verhandlungsrunden einfach mal einen Wochenendtermin zu vereinbaren, sich an eine abgelegenen Ort ohne mediale Berichterstattung zurückzuziehen und die Tür erst dann wieder zu öffnen, wenn das Ergebnis feststeht? Nur mal so...

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