Donnerstag, November 26, 2015

Dienstag, November 24, 2015

Gründe für Stau

1 von 10 Fällen: Unfall 
1 von 10 Fällen: Zu viel Verkehr. 
8 von 10 Fällen: Blinkendes Auto auf dem Seitenstreifen.

Montag, November 23, 2015

Helmut Schmidt war ein Gigant

So sprach es Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz heute aus. Und er hat Recht damit. Die Generation von mir und nach mir wird zu der ersten gehören, die sich unentwegt fragen wird: Was hätte Helmut Schmidt jetzt wohl getan?

Samstag, November 21, 2015

Reichtum

"Mit dem Reichtum fertigwerden ist auch ein Problem. "

- Ludwig Erhard, Bundeskanzler 1963-1966 -

Donnerstag, November 19, 2015

Ziele nach dem Mond

„Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, wirst du zwischen den Sternen landen.“

- Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher klassischer Philologe -

Mittwoch, November 18, 2015

Spam-Mail der Woche


Sehr geehrter Herr Sinß,
ich möchte mich erstmals gerne vorstellen. Mein Name ist Angel Garcia, die persönliche Rechtsanwalt meines verstorbenen Mandanten Herr Peter Sinß, Er war als privater Geschäftsmann im internationalen Bereich tätig. Im Jahr 2008 erlag mein Mandant an einen schweren Herzinfarkt. Mein Mandant war ledig und kinderlos.
Er hinterließ ein Vermögen im Wert von €12.755.000 ( zwölf  Millionen, sebenhundertfünfzig Fünftausend Euro), das sich in einer Bank in Spanien befindet.  Die Bank ließ mir zukommen, dass ich einen Erbberechtigen, Begünstigten vorstellen muss. Nach mehreren Recherchen erhielt ich keine weiteren hilfreichen Informationen, über die  Verwandten meines verstorbenen Mandanten. Aus diesem Grund schrieb ich Sie an, da Sie den gleichen Nachnamen haben. Ich benötige Ihre Zustimmung und Ihre Kooperation um Sie als den Begünstigten vorzustellen.
Alle meine Bemühungen Verwandte meines verstorbenen Mandanten zu finden, waren erfolglos. Infolgedessen würde ich vorschlagen das Vermögen aufzuteilen, Sie erhalten 50% Prozent des Anteils und  35% Prozent würde mir dann zustehen. 15% Prozent werden an Gemeinnützige Organisationen gespendet,
Alle notwendigen Dokumente beinhalten sinngemäß auch das Ursprungszeugnis, um demnach  Fragen von der zuständigen Bank zu vermeiden. Die beantragten Dokumente, die Sie für das Verfahren benötigen, sind legal und beglaubigt. Das Vermögen enthält kein kriminellen Ursprung. Das Verfahren wird einwandfrei ohne Komplikationen erfolgen,  die Geldüberweisung wird rechts gemäß abgeschlossen. Alles was ich von Ihnen benötige  ist Ihr Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit.
Kontaktieren Sie mich bitte unter der privaten Telefonnummer: +34911238771anbei private Faxnr: +34968979872  und Email-Adresse. angel.garcia.asso@gmail.com  
Die geplante Transaktion wird  durch legale Rechtsmitteln für Ihren rechtlichen Schutz geführt.
Mit Freundlichen Grussen,
Angel Garcia
Angel Garcia Associates
Calle Maria Auxiliadora 2
Edif. Pata Pata, Planta 3 – Ofic 1
29602 Marbella
Málaga, Spain.
Tel. +34 – 911 238 771
Mobile +34 – 603 304 479

Dienstag, November 17, 2015

Falkland-Inseln

Ein besorgter Bürger schlägt in einer 5-seitigen Ausarbeitung vor, Flüchtlinge auf die Falkland-Inseln umzusiedeln. Über das Antragsverfahren und die Logistik hat er sich auch schon seine Gedanken gemacht... *kopftisch*

Montag, November 16, 2015

„Wir wollen weiter die gestaltende Kraft in Oestrich-Winkel sein“

SPD bereit für die Kommunalwahl: Liste für Stadtverordnetenversammlung beschlossen / „Handeln statt schlecht reden“

In einer mehr als gut besuchten Mitgliederversammlung im Sportlerheim des FC Oestrich stellte die Oestrich-Winkeler SPD die Weichen für die Kommunalwahl am 6. März 2016. SPD-Vorsitzender Carsten Sinß zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch und wertete dies als Beleg dafür, dass die Partei und ihre Unterstützer bis in die Haarspitzen motiviert sind, denn: „Wir wollen weiterhin die gestaltende Kraft in Oestrich-Winkel bleiben“, so Carsten Sinß. Einiges habe man in den letzten Jahren für die Stadt bewegen können – insbesondere dank des 1. Stadtrates Werner Fladung, der erkennbar zu einem politischen Stil in Oestrich-Winkel beigetragen habe, der auf Sachlichkeit und nicht auf Konfrontation setzt. „Oestrich-Winkel hat sich auf diese Weise in den letzten Jahren gut weiterentwickelt und die Menschen leben gerne hier. So gut kann es weiter gehen. Handeln statt schlecht reden lautet deshalb unsere Devise“, so der Vorsitzende Sinß weiter.

Dies spiegele sich auch in der einstimmig beschlossenen Kandidatenliste für die Stadtverordnetenversammlung wider, die eine gute Mischung aus erfahrenen Mandatsträgern und neuen Kandidaten – auch ohne SPD-Parteibuch – darstelle. Alle Stadtteile und Altersgruppen seien ebenso wie die beiden Geschlechter angemessen vertreten, aber auch verschiedene Berufszweige und ehrenamtlich Aktive finden sich auf den SPD-Listen wieder. „Unsere Kandidatinnen und Kandidaten stellen somit ein gutes Abbild der Oestrich-Winkeler Bevölkerung dar und garantieren, die Interessen der Oestrich-Winkeler angemessen zu vertreten.“

Die Liste wird vom 1. Stadtrat Werner Fladung angeführt, um zu signalisieren, dass es bei dieser Wahl auch um eine Mehrheit für Werner Fladung und den von ihm verkörperten Politikstil des „Mehr Miteinander“ geht. An der Listenspitze folgen Stadtverordnetenvorsteherin Gerda Müller und Parteivorsitzender Carsten Sinß. Mit Karlheinz Winkel, Rolf Beck und Eberhard Weber folgen dann drei langjährige und kompetente Fraktions- und Magistratsmitglieder, bevor mit Katharina Fladung als erster neuen Kandidatin und Hans-Otto Höker die beiden stellvertretenden Vorsitzenden der SPD Oestrich-Winkel folgen. Auf Platz 9 wurde Dr. Lutz Lehmler gewählt, auch als Beleg dafür, dass die SPD den Bürgerwillen in Sachen Windenergie akzeptieren wird. Ihm folgen Maritta Schulz, Hermann Haust und Jutta Mehrlein. Mit Nikolaos Stavridis, Joachim Bach, Christian Bender, Robert Fladung und Andreas Scharf folgen gleich fünf neue Kandidaten auf aussichtsreichen Plätzen. Aylin Sinß auf Platz 18 und Hans-Joachim Pirschle besitzen bereits politische Erfahrung und ergänzen mit Siegrid Volland die ersten 20 von insgesamt 52 Kandidaten auf der Liste der SPD, die damit auch die an Personen mit Abstand größte Parteienliste in Oestrich-Winkel aufgestellt hat.

Ebenfalls beschlossen die Sozialdemokraten Leitlinien für Ihr Programm, welches Sie in Kürze vorstellen werden. Diese Leitlinien dienen als Diskussionsgrundlage und beinhalten auch Anregungen aus der von der SPD durchgeführten 1. Oestrich-Winkeler Bürgerumfrage, die mit über 300 Rückmeldungen überaus erfolgreich verlief. „Politik darf heute nicht mehr einfach nur über Menschen reden, sondern sie muss vor allem mit den Menschen reden. Dazu geben wir in den kommenden Wochen Gelegenheit, bevor wir Anfang nächsten Jahres unser endgültiges Programm beschließen“, verspricht der SPD-Vorsitzende Carsten Sinß abschließend.

Stadtverordnetenversammlung Oestrich-Winkel
1    Fladung, Werner   
2    Müller, Gerda   
3    Sinß, Carsten   
4    Winkel, Karlheinz    

5    Beck, Rolf   
6    Weber, Eberhard   
7    Fladung, Katharina   
8    Höker, Hans-Otto   
9    Lehmler, Dr. Lutz   
10    Schulz, Maritta   
11    Haust, Hermann   
12    Mehrlein, Jutta   
13    Stavridis, Nikolaos   
14    Bach, Joachim   
15    Bender, Christian   
16    Fladung, Robert   
17    Scharf, Andreas   
18    Sinß, Aylin   
19    Pirschle, Hans-Joachim   
20    Volland, Siegrid   
21    Reisenauer, Constanze   
22    Zott, Heinz   
23    Breidenbach, Jörg    
24    Andresen, Edda   
25    Schiewer, Charlotte   
26    Allendorf, Hermann   
27    Gabriel-Hannes, Petra   
28    Ernst, Alfred   
29    Christ, Michael   
30    Mielke, Heinz-Dieter   
31    Löbig, Florian   
32    Blum, Dominik   
33    Sinß, Brigitte   
34    Schütte, Karin   
35    Ries, Klaus   
36    Berlebach, Klaus   
37    Lange, Robert   
38    Burkhardt, Werner   
39    Hirschochs, Peter   
40    Zinnecker, Ingo   
41    Hagenkötter, Friedrich   
42    Pakusch, Hans-Jürgen   
43    Pallas, Karl-Ernst   
44    Hoy, Hans-Bernhard   
45    Kreuz, Waltraud   
46    Holland, Franz   
47    Kroha, Renata   
48    Hoffmann, Brigitte   
49    Prinz, Jakob    

50    Hoffmann, Franz   
51    Lippert, Kurt    

52    Schneider, Dietmar  

Sonntag, November 15, 2015

Rebstock für das Ehepaar Sinß

Heute habe ich "unseren" Rebstock vom Weingut Balthasar Ress gesucht - und nach ein wenig Orientierungsschwierigkeiten auch gefunden :-). Die Trauben sind wie sich das gehört natürlich schon gelesen, aber wir sind gespannt auf das Ergebnis in 2015. Ein schönes Hochzeitsgeschenk! :-)

Freitag, November 13, 2015

#noussommesunis

7 Milliarden Menschen und so wenig Menschlichkeit. An diesen Freitag den 13. wird man sich noch lange erinnern. Wer jetzt noch Angst vor Flüchtlingen äußert, weiß, wovor diese Menschen überhaupt erst die Flucht in Richtung Europa und Deutschland ergriffen haben. So stark die Angst, die Verunsicherung, das Gefühl der Hilflosigkeit auch sein mag, es darf nicht in Wut umschlagen. AfD, Pegida & Co., die diese Wut zu kanalisieren versuchen, stehen nicht für die Werte, die unser Land und unsere Gemeinschaft groß und stark gemacht haben. Mit jedem Tropfen vergossenen Blutes müssen wir mit noch mehr Menschlichkeit, Aufklärung und Demokratie antworten. So - und nicht anders!

Mittwoch, November 11, 2015

Familiennachzug

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) möchte zur Eindämmung des Flüchtlingsstroms den Familiennachzug von syrischen Familien unterbinden. Ja, genau, de Maiziere ist Mitglied der Partei, die sich immer so sehr selbst für ihre christlichen Werte und den Erhalt des Familienbildes rühmt. Zum Glück gibt es noch Politiker wie die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) - ja genau, die ist von der Partei, die nach Sichtweise der Konservativen im Land Familien abschaffen will -, die moralisch wie sachlich genau den richtigen Ton dazu findet:
"Zum Ausschluss des Familiennachzugs: Selbst wenn jeder alleinreisende Syrer, der in unserem Land ist, tatsächlich eine Frau und Kinder in der Heimat zurückgelassen hätte, um sein Heil in der Flucht und im Familiennachzug zu suchen, dann reden wir über etwa 600 Fälle.
Nur zur Einordnung: Am Tag kommen rund 700 Menschen nach Rheinland-Pfalz.
Und diesen 600 Fällen sagt die Christlich Demokratische Union dann: Wir schaffen das nicht, wir wollen das nicht.
Und unser Grundgesetz soll da nicht gelten? Ich erinnere: Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung. Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
Da steht nicht drin: Das gilt nur für Deutsche.
Was ist das für ein Menschenbild?"

Dienstag, November 10, 2015

Sigmar Gabriel zum Tod von Helmut Schmidt

Zum Tod von Helmut Schmidt erklärt der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel:

"Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands trauert um Helmut Schmidt. Sie weiß sich in ihrer Trauer einig mit vielen Menschen, die den Verstorbenen schätzen, bewundern und verehren.
Wir verneigen uns vor der Lebensleistung von Helmut Schmidt. Er lebte für die Politik und die Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger. Er hat sich um unser Land und seine Partei verdient gemacht. Er hat sich immer dagegen gesträubt, ein Vorbild zu sein. In diesen Stunden des Abschieds wird uns allen jedoch sehr bewusst, wie viel wir ihm zu verdanken haben und was nachfolgende Generationen von ihm lernen können: Wille zur Übernahme politischer Verantwortung, Engagement für das öffentliche Wohl, wo nötig, unbeugsame Haltung auch wider den Zeitgeist, Unbeirrbarkeit in der Umsetzung von politischen Zielen. Leidenschaft in der Sache, aber Augenmaß und Gelassenheit im Handeln, Treue zu den als vernünftig erkannten ethischen Prinzipien und zum eigenen Gewissen. Helmut Schmidt hat fast ein Jahrhundert gelebt, er war fast sechzig Jahre Sozialdemokrat. Wegen seiner Erfahrungen als Soldat im Zweiten Weltkrieg fühlte er sich nach 1945 verpflichtet mit zu helfen, das demokratische Deutschland aufzubauen und übernahm unverzüglich politische Verantwortung. Er tat dies nach seinem Eintritt in die SPD in zahlreichen politischen Ämtern: als Bundestagsabgeordneter seit 1953, als Innensenator seiner Vaterstadt Hamburg, als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, als Verteidigungsminister, als Finanzminister und schließlich in der Nachfolge Willy Brandts als Bundeskanzler.
Seinen Ruf als besonders tatkräftiger Politiker begründete er mit seinem umsichtigen Einsatz bei der Hamburger Hochwasserkatastrophe im Februar 1962. Hier zeigten sich bereits die Eigenschaften, die ihn in späteren Jahren zu einem Ausnahmepolitiker reifen lassen sollten: Entschlossenheit und Führungsstärke. Das Fundament dieser Tugenden ruhte für Helmut Schmidt Zeit seines politischen Handelns auf seiner Vernunft. Ohne diese Anstrengung kann ein Politiker sein Handeln und dessen Folgen nicht mit seinem Gewissen verantworten – das war seine auch in späteren Jahren unumstößliche Haltung. Gute Absicht oder lautere Gesinnung allein kann keinen politisch Handelnden von seiner Verantwortung entlasten.
Das Amt des Bundeskanzlers übernahm Helmut Schmidt 1974 in der Zeit der Ölkrise und der weltweiten Wirtschaftsrezession. Zusammen mit dem französischen Präsidenten Valéry Giscard d´Estaing begründete er deswegen die Tradition der Weltwirtschaftsgipfel. Die führenden Industrienationen sollten dort erstmals ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik abstimmen. Die sozialdemokratische Entspannungspolitik Willy Brandts führte er fort. Die Unterzeichnung der Verträge über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) war ein wichtiger Schritt hin zu stabilem Frieden. Mit der ihm eigenen Weitsicht, die stets auf genauen Analysen und fundiertem Wissen beruhte, hatte Helmut Schmidt bereits 1977 erkannt, dass eine strategische Dominanz der UdSSR durch neue Mittelstreckenwaffen den Frieden in Europa bedrohen würde. Daher stritt er voller Überzeugung für den Nato-Doppelbeschluss, wonach atomare Mittelstreckenraketen in Europa stationiert werden sollten, wenn vorangegangene Abrüstungsverhandlungen mit der Sowjetunion scheitern würden. Wider den Zeitgeist – und auch wider Teile seiner Partei – hat er an dieser Konsequenz festgehalten. Verantwortlich handelnde Politiker – so seine feste Überzeugung – müssen das für notwendig Erkannte durchsetzen, selbst wenn sie damit Wahlen verlieren. Auch so verstand Helmut Schmidt „pragmatisches Handeln zu sittlichen Zwecken“. Auch innenpolitisch hatte es Helmut Schmidt mit neuen, schwierigen Herausforderungen zu tun: Infolge der Ölkrise wuchs auch in Deutschland die Arbeitslosigkeit. Stabilität und Vollbeschäftigung nannte er als Ziele seiner Arbeit. Er erinnerte schon damals nachdrücklich daran, dass umfassendere Sozialleistungen nur auf Kosten immer höherer Staatsverschuldung eingeführt werden konnten. Mit wohl begründeten, sachlichen Argumenten zeigte er das Machbare auf und verweigerte sich manch Wünschbarem zu Lasten kommender Generationen. Auch in diesem schwierigen Prozess der Neuorientierung hat die Partei es ihm nicht leicht gemacht, er es seiner SPD aber auch nicht. Die Bekämpfung der Angst und Schrecken verbreitenden terroristischen Rote Armee Fraktion war eine weitere große Herausforderung in seiner Amtszeit als Bundeskanzler. Die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer war sicher die schwerste Prüfung, vor die Helmut Schmidt sich gestellt sah: Das war ein moralischer Konflikt, für den es keine einfache Lösung gab. Ihm und all denen, die er in seine Gewissensprüfung in dieser schier ausweglosen Situation der Flugzeugentführung mit einbezog, war dies bewusst. Entscheidungen mussten trotzdem schnell gefällt und verantwortet werden. Die Forderungen der Terroristen nicht zu erfüllen und den Staat damit nicht erpressbar zu machen, ist ihm schwer gefallen. Aber weil er seine Beweggründe mit bewegender Emotionalität öffentlich darlegte, verstanden die Menschen in Deutschland diese Entscheidung und trugen sie in ihrer Mehrheit mit. Helmut Schmidt verkörperte im besten Sinne des Wortes die internationale Tradition der Sozialdemokratie. Als kosmopolitischer Hanseat dachte und handelte er weit über die Grenzen Deutschlands, ja Europas hinaus in weltpolitischen Zusammenhängen. Den um sich greifenden „Raubtierkapitalismus“ kritisierte er scharf zu einer Zeit, als andere ihn noch lobten. Ein Staat, so seine Überzeugung, der die Märkte gewähren lässt, wird seiner Aufgabe, Demokratie und Bürgerrechte zu sichern und damit den sozialen Ausgleich zu gewährleisten, nicht gerecht. Auch nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik blieb Helmut Schmidt ein gesuchter Ratgeber. Bis in sein hohes Alter verfeinerte und vertiefte er seine große rhetorische Begabung: Keiner konnte wie er erklären, „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Viele aufmerksame Zuhörer fanden bei ihm zugleich Wissensvermittlung und Orientierung. Wer das Glück hatte, Helmut Schmidt näher zu kennen, weiß auch um seine tiefe Verbundenheit mit der Musik und der Malerei und seine lebenslange Beschäftigung mit der Kunst. Auch dies – ebenso wie sein trockener, norddeutscher Humor – gehörten wesentlich zu seiner bewunderungswürdigen, großartigen Persönlichkeit hinzu. Wir werden seine Urteilskraft, seine Weitsicht und seinen Rat vermissen. Wir trauern um Helmut Schmidt und sind stolz darauf, dass er einer von uns war."

Montag, November 09, 2015

Winewichteln

Wichteln ist sowieso eine prima Sache. Erst Recht, wenn das Geschenk stimmt. Und was kann bei einem guten Wein schon schief gehen. Deshalb mache ich bei Winewichteln 2015 mit und bin gespannt, welcher gute Tropfen an meine Haustür klingeln wird. :-)

Sonntag, November 08, 2015

Essen (7.-8.11.15)

Für zwei Tage ging es in die Kulturhauptstadt Europas Essen (2010). Essen ehrt seinen besten Fußballspieler 1,2 gebührend und ist nach wie von der Montanindustrie geprägt, was auch das mondäne Anwesen 1,2 der Familie Krupp - die Villa Hügel - und die vor allem bei nacht beeindruckende Illumination 1,2 des ehemaligen Tagebaus zeigen.

Freitag, November 06, 2015

Sensorik

Nach der "Bad-Taste-Weinprobe" letzte Woche waren gestern edlere Tropfen auf der Tagesordnung bzw. im Glas. Denn im Sensorik-Seminar des Rheingauer Weinbauamtes ging es darum, verschiedene Aromen wie Pfirsisch, Paprika, Himbeere, Erdbeere oder Vanille herausschmecken zu lernen. Und wusstet ihr, dass man den Zimt im Zimtzucker nur durch die Nase schmecken kann? Probiert es doch mal aus und haltet euch die Nase beim Essen zu :-)

Donnerstag, November 05, 2015

Transitzone + Einreisezentren = Registrierungszentren

Transitzone + Einreisezentren = Registrierungszentren.
Zum Glück ist die Regierung handlungsfähig.
P.S.: Die SPD hat gewonnen, im Kompromiss sind mehr Silben von ihrem Vorschlag.

Mittwoch, November 04, 2015

James Bond 007: Spectre

Geheimdienst-Chef M (Ralph Fiennes) gerät unter Druck. Max Denbigh (Andrew Scott), der neue Leiter des Centre for National Security, zweifelt an der Relevanz des MI6 – und an der des besten Mannes im Hause: James Bond (Daniel Craig). 007 ist gerade wieder auf einer nicht genehmigten Solo-Mission unterwegs – diesmal in Mexiko City – nachdem er eine kryptische Nachricht aus seiner Vergangenheit erhielt. Danach trifft er in Rom Lucia Sciarra (Monica Bellucci), die hübsche, eiskalte Witwe eines berühmten Kriminellen, mit deren Hilfe er einer finsteren Geheimorganisation namens „Spectre“ auf die Spur kommt. Bond bittet Moneypenny (Naomie Harris) und den Technikexperten Q (Ben Wishaw), ihm dabei zu helfen, die Tochter seines alten Erzfeindes Mr. White (Jesper Christensen, bekannt aus „Ein Quantum Trost“) aufzuspüren: die Ärztin Madeleine Swann (Léa Seydoux). Nur sie hat die entscheidende Information, das Mysterium hinter Spectre zu lüften und den mysteriösen Mann (Christoph Waltz) dingfest zu machen, der an der Spitze der Organisation steht und einen ganz persönlichen Bezug zu James Bond hat…

„James Bond will return“. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche – seit 1962 ist darauf Verlass. Zum offiziell 24. Mal zieht der Geheimagent ihrer Majestät in Sam Mendes‘ „Spectre“ – nach dem Publikums- und Kritikererfolg „Skyfall“ dessen zweite Bond-Verfilmung –  in den Kampf, um ein weltumspannendes Verbrechersyndikat aufzuhalten. Erzählerisch schließt sich ein Kreis: Was in „Casino Royale“ begonnen, mit „Ein Quantum Trost“ fortgeführt wurde und in „Skyfall“ einen emotionalen Höhepunkt fand, wird mit „Spectre“ nun zu einem logischen Ende gebracht. Wegen dieser geschlossenen und gelungenen Storyline bleibt auch zu befürchten, dass Daniel Craig kein fünftes Mal als 007 vor die Kamera treten wird – und was zu bedauern wäre.

Denn das Spektakel, aber auch die von Craig neu interpretierte Figur des britischen Geheimagenten, funktioniert über weite Strecken ganz prächtig und macht eine Menge Spaß. So ist die Eröffnungssequenz in den Straßen von Mexiko-Stadt während des Fests der Toten der bombastischste Auftakt, der bisher in einem Bond-Film zu sehen war (und eine von vielen in diesem Film versteckten schönen Hommagen an seine Vorgänger): Tausende von Statisten, einstürzende Gebäude, ein Todeskampf im Hubschrauber – das ist großes Kino. Von diesen gigantischen Actionnummern hat „Spectre“ gleich ein halbes Dutzend zu bieten. Ob zu Fuß, im Hubschrauber, im Flugzeug, im Sportflitzer oder im Zug, egal ob in Rom, im österreichischen Altaussee, im marokkanischen Tanger oder in London: Das Tempo ist immer hoch, die Schlagkraft der Action enorm und die wie immer rund um den Globus verstreuten Schauplätze stehen damit im doppelten Sinne für die beeindruckenden Schauwerte eines ganz und gar unbescheidenen Films.

Einmal mehr bietet der blonde Brite Daniel Craig eine Top-Leistung. Jede Geste und jeder Oneliner sitzt mit größter Selbstverständlichkeit – ganz wie zu Zeiten von Sean Connery und Roger Moore. Die mentalen Probleme aus „Skyfall“ werden nicht mehr thematisiert, Bond ist nun einfach ein kompromissloser und gefühlskalter Attentäter. Zugleich ist er aber auch ein Dinosaurier im modernen Geheimdienstbetrieb. Sein Typ ist beim neuen starken Mann im Hintergrund nicht mehr gefragt: Die Zukunft gehört der Überwachungstechnik. Diese „Systemfrage“ gibt „Spectre“ erzählerische Zugkraft und einen aktuellen weltpolitischen Bezug.

Mit dem zweifachen Oscarpreisträger Christoph Waltz („Inglourious Basterds“, „Django Unchained“) tritt ein hochdekorierter Schauspieler in die große Tradition der Bond-Bösewichte ein. Der schillernde Deutsch-Österreicher passt sich gut ein, launig wie eh und je pendelt er zwischen Genie und Wahnsinn. Durch Waltz‘ unwiderstehliches Charisma („James, what took you so long?“) wird dieser seltsame Franz Oberhauser letztlich zu einem würdigen 007-Gegner. Die Frage, ob sich hinter ihm tatsächlich wie im Vorfeld vielfach vermutet, der Erzbösewicht Ernst Stavro Blofeld verbirgt, der 007 bereits sieben Mal (das inoffizielle Sean-Connery-Comeback „Sag niemals nie“ mitgezählt) das Leben schwer machte, wird eindeutig beantwortet, sie ist aber für den Film selbst gar nicht so wichtig. Viel bedeutsamer ist der erzählerische Bogen, der in diesem Zusammenhang gespannt wird: Durch ihn werden alle bisherigen Craig-Bonds zu einer zusammenhängenden Tetralogie verknüpft.

Bonds Geplänkel mit dem anderen Geschlecht wirken nebensächlicher als sonst. Monica Bellucci, deren Mitwirken als bisher ältestes und selbstbewusstes Bond-Girl zwar groß beworben wurde, absolviert tatsächlich nicht viel mehr als einen besseren Gastauftritt. Besser schneidet hier Lea Seydoux („Blau ist eine warme Farbe“, „Die Schöne und das Biest“) ab, die ihrer Figur eine nicht nur behauptete Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit verleiht und auch aufgrund ihres Lebensumfelds als Tochter eines Auftragmörders als verständnisvolle und geeignete Partnerin an der Seite eines James Bond erscheint, vielleicht sogar als dauerhafte.

Es gehört eben zu einem Bond-Film wie der Wodka Martini, die Gadgets, die schnellen Autos und der Titelsong. Der heißt hier „Writings On The Wall“ und wird gesungen von Sam Smith (der für die Komposition angeblich nur 20 Minuten brauchte, was man ihr nach Meinung des Rezensenten auch anhört). Immerhin punktet Ben Whishaw („Das Parfum“) als nerdiger Quartiermeister Q mit trockenen Sprüchen und Ralph Fiennes („Der englische Patient“) sammelt als M Sympathiepunkte. Zudem stürzt sich Dave Bautista („Guardians Of The Galaxy“) als tumber Scherge Mr. Hinx in der Tradition des „Beißers“ Richard Kiel (auch wenn dieser konkurrenzlos ist) durchschlagskräftig in jeden Zweikampf. Und auch eine ganz bestimmte weiße Katze hat ihren besonderen Auftritt...

So können sich an diesem Film sowohl die Nostalgiker und Kenner der am längsten laufenden Kinoreihe überhaupt ergötzen, als auch eine Menge neuer Fans gewonnen werden. In diesem Sinne: „Bond will return.“


Original: Spectre
Regie: Sam Mendes
Drehbuch: John Logan, Neal Purvis, Robert Wade
Cast: Daniel Craig, Léa Seydoux, Christoph Waltz, Naomie Harris, Ben Whishaw, Ralph Fiennes, David Bautista, Monica Bellucci, Andrew Scott, u.a.
Spielzeit: 148 Minuten

Dienstag, November 03, 2015

Frage der Woche

Was für ein Typ Star Wars-Fan bist Du: 1-2-3-4-5-6 oder 4-5-6-1-2-3?

Wie es eben im TV läuft :-)

Montag, November 02, 2015

Inversion

Wenn Du es nicht live gesehen hast, glaubt es Dir keiner. Da fährst Du bei drei Grad und einer dichten Nebelsuppe im Rheingau los und landest in Taunusstein bei 10 Grad und Sonnenschein. Das muss man als Rheingauer, der das eigentlich nur anders herum kennengelernt hat, erst mal verkraften *Sonnenbrilleaufzieh*