Mittwoch, September 20, 2017

Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen

Frankreich ist mehr als nur der große Nachbar Deutschlands. Es ist ein Land, das sich vom Erbfeind zum vertrauten Partnerland gewandelt hat, das nach dem Brexit als Pfeiler Europas so wichtig ist wie nie zuvor. 

Ulrich Wickert, geboren 1942 und einer der bekanntesten Journalisten und auch Frankreich-Experten Deutschlands, zog heute Abend im Fürst-Metternich-Saal auf Schloss Johannisberg ein Resümee über seine lebenslange Faszination und Auseinandersetzung mit einem Land, das uns so vertraut scheint und doch viele Rätsel birgt. 

In seinem neuen Buch "Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen", das er dem zahlreich erschienenen Publikum vorstellte, beschreibt er das deutsche Sehnsuchtsland mit all seiner Eleganz, seinem Stil, der Küche und Kultur. Er verschweigt aber auch nicht die tiefe Krise, in der sich die Grande Nation derzeit befindet: Der Niedergang der Wirtschaft, politische Stagnation, der Aufstieg des Front National, soziale Spannungen und islamische Attentate haben das Selbstbewusstsein des Nachbarlandes spürbar erschüttert. Wickert wusste das in kurzweiligen zwei Stunden prägnant zu beschreiben, garniert mit einer Vielzahl an amüsanten  persönlichen Anekdoten.




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