Montag, Mai 27, 2019


Mir tut das gestrige Ergebnis leid für Werner Fladung, denn er wäre ein richtig guter Bürgermeister für Oestrich-Winkel geworden. Aber Mitleid ist keine Währung in der Politik. Wenn es im demokratischen Wettstreit nicht gelingt, eine Mehrheit hinter sich zu versammeln, war jemand anderes darin schlicht besser. Punkt. 

Herrn Tenge habe ich deshalb bereits gestern, wie sich das unter ordentlichen Demokraten gehört, persönlich zum Wahlergebnis gratuliert - verbunden mit den besten Wünschen für das Amt im Sinne unserer Stadt und der Hoffnung, dass wir unter den politischen Akteuren einen besseren Umgang hinbekommen als das in den letzten Jahren und zuweilen in diesem Wahlkampf der Fall war. Wenn ich mir nur anschaue, wo gestern bundesweit, aber auch in unserem Oestrich-Winkel, die Kreuzchen gesetzt wurden, haben wir Herausforderungen vor uns, die es lohnt gemeinsam anzupacken und sich nicht permanent im Kleinklein zu verlieren.

Der gestrige Tag war nach über zehn Jahren ehrenamtlichem Engagement für meine Heimatstadt auch persönlich eine Zäsur. Es stehen nun bzw. bereits seit geraumer Zeit andere Dinge im Vordergrund (siehe Profilbild) - und das ist auch gut so




P.S.: Zur Lage der SPD auf Bundesebene äußere ich mich hier nicht, denn ich befürchte es könnte nahe an die Grenze zum strafrechtlich Relevanten kommen. Man schüttelt als Genosse vor Ort an jedem Wahlsonntag einmal mehr nur noch wahlweise den Kopf oder hofft auf gute Satire. Leider. Ist ja nicht so als könnte man eine starke Sozialdemokratie im Moment ganz gut gebrauchen...

Montag, Mai 20, 2019

Doppelgänger?

Dieser Moment, wenn sich GZSZ Gute Zeiten schlechte Zeiten mit deinem Namen schmückt. Video mit Ton anschauen und genau zuhören!

Samstag, Mai 18, 2019

Unterste Kanone

Jetzt muss ich mal meinen Dampf zum Oestrich-Winkeler Bürgermeisterwahlkampf loswerden. Gerade Oestrich-Winkel hat in dieser Hinsicht schon so manches erlebt, aber was in diesem Wahlkampf passiert, toppt so manches leider nochmal...

Wer heute keinen Werbeverweigerer-Aufkleber auf dem Briefkasten hatte, konnte sich sehr gut ein Bild von beiden Bewerbern um das Oestrich-Winkeler Bürgermeisteramt machen, das sich bisher durchgehend durch diesen Wahlkampf zieht. Auf dem Bild unten seht Ihr links einen Ausschnitt aus der Zeitung der SPD Rheingau-Taunus mit einem Artikel über Werner Fladung. Er wirbt darin für sich mit seinen Vorstellungen für unsere Stadt. Man kann das teilen oder nicht - das Spiel nennt sich Demokratie. Aber: Ihr findet keine Silbe über den Mitbewerber - damit auch keine negative Silbe. Das ist symptomatisch für Werner Fladungs bisherigen Wahlkampf. Er wirbt für sich, nicht gegen andere. Unaufgeregt, sachlich, einfach Fladung.

Daneben findet Ihr ein "Interview" mit dem CDU-Kandidaten aus dem Blatt des CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch. Schon die dritte Frage enthält einen (von mehreren) Angriff gegen Werner Fladung. Symptomatisch für seinen bisherigen Wahlkampf, in dem permament auf der Person Werner Fladung herumgehackt und versucht wird, auf sehr persönliche Weise seine Person, seinen Charakter und sein Engagement herabzuwürdigen. Mit Inhalten beschäftigt man sich gar nicht mehr. Beispiele gefällig? Da wird versucht, auf Plakaten im Stadtgebiet die Körperhaltung von Werner Fladung lächerlich zu machen ("Verschränkte Arme" - oh mein Gott wie schlimm); da werden Mails an Unterstützer geschickt, in dem Werner nicht nur schlecht gemacht wird, sondern die Unterstützer sogar aktiv dazu aufgerufen werden, selbiges bei Wählern zu versuchen (ich würde mich schämen, sowas an meine Mitglieder zu verschicken - und nun bin ich zugegeben auch echt kein Kind von Traurigkeit); da werden Unterstützeranzeigen geschaltet, in denen Werner Fladung vorgeworfen wird, er würde nur noch die Tage bis zur Rente zählen; und jetzt wird Werner ernsthaft vorgeworfen, er würde das Rathaus nur verlassen, wenn er zu Terminen fährt. Mal abgesehen davon, wie absurd die Formulierung ist, denn wann sollte er das Rathaus denn sonst verlassen (abgesehen vom Feierabend), wird hier versucht den Eindruck zu erwecken, Werner sei nicht an seiner Heimatstadt interessiert und dort präsent. Dummerweise gibt es halt kaum jemanden, auf den das weniger zutrifft als Werner - zudem kommt der Vorwurf von jemandem, der sich selbst erst seit 5 Wochen Wahlkampf vermeintlich für seine Wahlheimat interessiert. Wo war er eigentlich vorher?

Und dann noch der Vorwurf, Werner würde im Rathaus in sozialen Netzwerken surfen...auf die Idee, dass seine Seite (wie im übrigen auch die Seite des CDU-Kandidaten selbst 🤦) von einem Unterstützerteam betreut werden könnte (ich gehöre dazu), kommt der gute Mann wohl nicht...wobei - natürlich weiß er das, aber es soll ja bewusst erst mal etwas in den Raum geworfen werden nach dem Motto: "Es wird schon was hängen bleiben". Dieser Stil ist das eigentlich traurige. Pikanterweise erzählt der Kandidat im nächsten Satz etwas vom respektvollen Umgang miteinander...

Zum Bürgermeisteramt gehört nicht nur, mit Fähnchen durch Oestrich-Winkels Straßen zu spazieren und Schlaglöcher zu notieren oder jede Laterne im Stadtgebiet mit seinem Konterfei zuzupflastern, sondern auch eine gewisse Reife und Würde. Es gibt auch einen Tag nach der Wahl, wo man gemeinsam für unsere Heimatstadt anpacken muss. Und diesen Tag sehne ich mir nach diesem Wahlkampf mittlerweile herbei. Mit einem hoffentlich guten Ende - aber da vertraue ich auf meine Oestrich-Winkelerinnen und Oestrich-Winkeler.